Dienstag, 26. August 2014

Stillkugeln für Muddi – und für alle anderen: kleine Energy Balls

Guten Tag, lasst Euch nicht stören, ich putze hier nur mal eben schnell durch… *hust* Staubwischen ist dringend nötig, Spinnweben aus der Ecke fegen und mal die Oberflächen polieren… So, fertig. Geht’s Euch gut und erinnert Ihr Euch noch an mich?

Seit einem halben Jahr bin ich nun der Ernährerin eines kleinen Energiebündels in Stramplerhosen. Nebenbei auch seine Trägerin, Schauklerin, Bespaßerin, Windelwechslerin und Kleidungsaufzwingerin. Alles zusammen ist ganz schrecklich wunderbar, spätestens wenn sich der kleine, noch zahnlose Mund zu einem breiten Lächeln zieht und der Windelheld beim Spielen und Toben vor Vergnügen quietscht, sprudle ich über vor Glück. Aber es ist eben auch ganz schön anstrengend – 24/7-Dienst mit Milchbar und Transportservice kostet Kraft. Da ist es dann gut, wenn man schnell (und einhändig! einhändig ist das Zauberwort!) ein bisschen Energie zu sich nehmen kann – fürs Essen bleibt leider viel zu wenig Zeit. Stillkugeln/Energy Balls

Den Begriff Stillkugeln hörte ich vor einigen Wochen zum ersten Mal in meiner Krabbelgruppe. Wobei “Krabbel”gruppe natürlich schamlos übertrieben ist, unsere Milchzwerge haben das zum Glück noch gar nicht raus. Aber noch während ich mich fragte, welches neuste Must-have It-Piece das wohl sein könnte, diese Stillkugeln, hörte ich von geröstetem Haferschrot und Mandeln – eh klar, dass ich das genauer untersuchen müssen würde, denn es klang nach leckerer Insta-Energy in Trüffelform. Das originale Rezept von Guru-Hebamme Ingeborg Stadelmann war mir ein bisschen zu umständlich, im Moment ist mein Motto eher “so einfach und schnell und unaufwändig wie nur möglich”. Aber da tief in der Muddi-Hülle ja auch noch der Foodblogger steckt, habe ich nicht lange gewartet und einfach adaptiert.

So, und für alle, die nicht unbedingt stillen? Für die sind das einfach kleine köstliche Energy Balls für den Snack zwischendurch. Statt Schokolade.
Aber falls Ihr eine Neu-Mama kennt und ihr und dem entzückenden Nachwuchs einen Besuch abstatten wollt, dann bringt ihr doch ein Schälchen von diesen Dingern mit. Nennt sie dann halt einfach “Still-Pralinés”! Darüber freut sie sich mindestens so viel wie über ein Kuscheltier oder Spielzeug für’s Kind. Essen gewinnt nämlich plötzlich eine ganz andere Qualität und Dringlichkeit…

Stillkugeln/Energy Balls

Stillkugeln

für ca. 25 Stück, Rezept grob adaptiert nach Ingeborg Stadelmann

Das Originalrezept sieht 1 kg gemischten Schrot (Hafer, Weizen, Gerste) sowie gekochten Reis vor. Das war mir zum einen zu viel Masse und zum anderen hatte ich einfach keine Zeit und Gelegenheit, entsprechend Getreide zu kaufen und schroten zu lassen. Daher habe ich auf einen Frühstücksbrei auf Haferbasis genommen, den ich so oder so gern morgens löffle, und auch den Reis ganz weggelassen.

250g Haferbrei-Basis (ich habe den Frühstücksbrei von Alnatura genommen)
45g Kokosöl, Butter oder Ghee
45g flüssige Süße nach Wahl – Reissirup bei mir, im Original Honig
3 EL Kokosflocken (optional)
2 EL Leinsaat (optional)
2-3 EL Wasser
Kokosflocken, gemahlene Mandeln, Kakao o.ä. zum Wälzen

Zusätzlich kann der Basis alles hinzugefügt werden, worauf man so Lust hat – gehackte Mandeln oder Nüsse, Kokosflocken, Schokoraspeln, gehackte Trockenfrüchte, gekochte Hirse, Mandelmus…

:: Die Haferbreibasis ohne Fett in einer Pfanne rösten, dabei immer gut durchrühren, damit nichts anbrennt. Das Getreide sollte hellbraun sein und duuuuuften. Von der Herdplatte nehmen und abkühlen lassen. In eine Schüssel umfüllen.

:: Butter, Ghee oder Kokosöl schmelzen und zusammen mit dem Süßmittel und ggf. den Kokosflocken und/oder Leinsaat bzw. allen anderen gewünschten Zutaten zum Getreide geben. 2-3 EL Wasser hinzugeben und alles zu einem homogenen “Teig” vermischen. Bei Bedarf noch etwas mehr Wasser hinzugeben – gerade, wenn mehr trockene Substanzen wie Kokosraspeln oder Mandeln hinzugefügt werden, braucht es meist noch etwas mehr Wasser.

:: Jetzt wird gerollt: Ich habe dafür einen Melonenausstecher verwendet, denn richtig gut rollen lassen sich die Dinger nicht, dafür ist die Konsistenz zu bröselig. Häufchen abstechen und mithilfe des Melonenausstechers, der immer mal wieder in Wasser getaucht werden sollte, Kugeln formen. Alternativ mit den (blitzsauberen!) Fingern zusammendrücken und in Kugelform bringen.

:: Nach Belieben in Kokosflocken oder gemahlenen Mandeln oder in Kakaopulver wenden. (Bei Kakaopulver dann ein Weilchen warten mit dem Verzehr, bis der Kakao “angeweicht” ist – sonst schmecken die Kugeln nur nach Kakaostaub.)

Haltbarkeit: Nicht lange, die sind schnell weg. ;-)
Bei Verwendung von Butter sollten die Kugeln im Kühlschrank gelagert werden und innerhalb weniger Tage gegessen werden. Bei Kokosöl oder Ghee können die Stillkugeln auch bei Raumtemperatur aufbewahrt werden, aber auch hier sollten sie nicht allzu lange lagern.

 

Freitag, 2. Mai 2014

Herzhafte Käsekuchen-Liebe: Kleine Lachs-Pfeffer-Cheesecakes

Das Baby hat eine Computer-Allergie. Diese äußert sich darin, dass es immer (jedes Mal! unausweichlich!) wach wird, sobald ich den Laptop aufklappe. Vielleicht wurde unser Modell Baby auch ja mit einem Sensor geliefert, der aktiviert wird, wenn ich mich nur in die Nähe des PCs begebe? Der Alarm geht spätestens los, wenn ich mein Passwort eingegeben und auf das Internet-Icon geklickt habe. Ob es den PC als direkte Konkurrenz um Mamas Aufmerksamkeit sieht?
Zum Glück gibt es kluge Leute, die so etwas wunderbares wie Smartphone und Tablet erfunden haben. Ansonsten wäre mein Leben 2.0 komplett zum Erliegen gekommen.

Lachs-Pfeffer-Cheesecakes

Watt hattse denn, mögt Ihr jetzt denken? Das sieht doch aus wie reguläre Back- und Foto-Ergebnisse, die man so auf diesem Blog gewöhnt war? Stimmt auch. Aber die Cheesecakes sind schon Mitte Februar gebacken und fotografiert worden, etwa zehn Tage, bevor der neue Mitbewohner auf die Welt kam. Ich kann mich noch an die lustigen Posen erinnern, die ich zum Fotografieren mit Mega-Plautze eingenommen habe. Der Anlass war damals Clarettis Februar-Ausgabe von “Ich back’s mir” – die süße Variante gab es ja pünktlich am 26. Februar, und somit ist die herzhafte Version seit über zwei Monaten angekündigt. Aber Ihr wisst jetzt warum. Computer-Allergie des Babys, das gerade vom Papa bespaßt wird, während Mama in die Tasten haut.

Die Basis der Cheesecake-Minis funktioniert im Prinzip so wie die süße Variante, und sogar die Farbe des Toppings ist ähnlich. Nur kommt das Rosa hier vom Lachs und nicht durch die Papaya. Zitrone und eine ordentliche Portion Pfeffer machen das ganze pikant und spritzig, Gurke gibt einen Frische-Kick.
Habe ich eigentlich schon mal gesagt, dass ich gern wieder mal richtig Kochen und Backen würde? Hach ja. Vielleicht, wenn der Kurze 18 ist. :-)

Lachs-Pfeffer-Cheesecakes

Übrigens, mehr Baby-Gequatsche gibt es seit ein paar Tagen unter meinem brandneuen Twitter-Zweitaccount @MamaGezwitscher. Da die (teils doch sehr speziellen ;-) ) Themen rund um Stilldemenz, Rückbildungskurs und den verrückten Alltag als Neu-Mama nun sicherlich nicht jeden in meiner @Katharinakocht-Timeline interessieren, habe ich mir einen zweiten Account zugelegt und berichte da von dem, was mir mit und ohne Kinderwagen so passiert. Beispielsweise, dass ich gestern das erste Mal ohne Kinderwagen einkaufen war, ganz schnell noch vor Feiertag und Ladenschluss – und beinahe den Einkaufswagen nach Hause geschoben hätte, so sehr habe ich das Wagen-Schieben schon verinnerlicht…

Lachs-Pfeffer-Cheesecake

Herzhafte Lachs-Pfeffer-Cheesecakes

FÜR DIE “KUCHEN”-BASIS:
250g Blätterteig (TK, oder eine Rolle frischer Blätterteig)
300g Frischkäse
50ml Sahne
1 Ei
grob gemahlener schwarzer Pfeffer
Meersalz
1 Prise Chipotle-Chilis (oder Cayenne-Pfeffer)

FÜR DAS TOPPING:
250g geräucherter Lachs (bei mir: heiß geräuchter Stremel-Lachs)
1 kleine rote Zwiebel oder 1 mittlere Schalotte
1 kleine Gurke
Saft & Schale von 1/2 Zitrone
Pfeffer & Salz – ich hatte Vanillesalz, das gab den letzten Kick
nach Belieben noch etwas mehr Schärfe (Chipotle oder Cayenne)

:: TK-Blätterteig auftauen lassen.

:: Backofen auf 180°C vorheizen und die Vertiefungen eines Muffinblechs ausfetten.

:: Die Scheiben des aufgetauten Blätterteigs übereinander legen und mit dem Nudelholz zu einem Rechteck von ca. 35×20 cm plattrollen. Von der langen Seite her aufrollen. Falls Ihr Blätterteig aus dem Kühlregal nehmt, die Rolle entrollen, das Papier entfernen und die Blätterteigplatte wieder zusammenrollen. Die jeweils entstandene “Wurst” in 12 gleiche Teile schneiden. Jede Scheibe plattdrücken und zu einem Kreis von ca. 10 cm ausrollen oder mit den Fingern formen. Die Teigkreise in die gebutterten Förmchen drücken und das Muffinblech in den Kühlschrank stellen, während die Creme gerührt wird.

:: Frischkäse, Sahne und Ei glattrühren, mit reichlich schwarzem Pfeffer würzen und mit Salz und Chipotle Chili abschmecken. Die Creme in die Muffinförmchen verteilen und ca. 25-30 Minuten backen. Bei geöffneter Ofentür auskühlen lassen und dann herausnehmen. Die “Kuchen” aus den Förmchen nehmen und komplett erkalten lassen.

:: Für das Topping den Lachs zerpflücken oder in feine Würfel schneiden. Die Zwiebel fein hacken und die Gurke ebenfalls fein würfeln. Die Zitrone heiß abwaschen und die Schale in Zesten abschälen, den Saft auspressen. Lachs, Gurke und Zwiebeln mischen, mit Zitronensaft, Pfeffer,  (Vanille-)Salz und nach Belieben noch etwas Chili abschmecken. Dann auf den Cheesecakes verteilen, mit Zitronenzesten dekorieren und servieren.

 

Sonntag, 6. April 2014

“Ich schreie nicht – ich bestelle Essen!” – oder: Neues aus Mama-Land.

Meine Lieben,

sechs aufregende Wochen liegen hinter mir. Hinter uns, sollte ich sagen, denn ich bin ja nicht mehr nur für mich allein (und den Gatten, klar) zuständig, da hat sich nämlich noch jemand dazugesellt, den wir lange erwartet haben: Der neue Mitbewohner, unser Sohn Constantin.

Ich überlege gerade, ob ich die letzten Wochen als “wahnsinnig toll” oder als “wahnsinnig anstrengend” bezeichnen soll, es ist ein bunter Mix aus beidem, vor allem war und ist es der Wahnsinn. Aber “toll” überwiegt definitiv; und wenn der Kleine mich angrinst und gluckst, dann macht mein Mama-Herz einen großen Satz und der letzte Tag mit gefühlt dreißig Mal Windelwechseln und zwölf Mal umziehen (großer Spucker) ist mit einem Schlag vergessen.

Constantin Weiterlesen

 

Mittwoch, 26. Februar 2014

Kleine Kokos-Käsekuchen mit Papaya: Ich back’s mir mit Claretti, Runde 2

Die #quarkkrise war noch in vollem Gange, da verkündete Tastesheriff Clara das Motto für den Februar und rettete mich wieder ein weiteres Stückchen. Denn diesmal hieß es: Käsekuchen, in allen Varianten. Und ich so: YEAH!, denn, surprise surprise, ich liebe Käsekuchen. Relativ schnell fanden sich demnach auch zwei Ideen, die es auszuprobieren galt – und beide sind wirklich sehr köstlich geworden. Lustigerweise sehen sich meine beiden Käsekuchen-Varianten recht ähnlich, woran hauptsächlich die Farbgestaltung Schuld ist, beide sind so schön rosa… Geschmacklich sind sie aber sehr weit voneinander entfernt, denn eine ist süß und fruchtig und die andere herzhaft und salzig.

Kokos-Käsekuchen mit Papaya-Maracuja-Topping

Die süße Variante gibt es natürlich zuerst… klar, es ist ja heute der Tag des KäseKUCHENs.
Die Grundidee ist an die der portugiesischen Pastéis de Nata angelehnt, den kleinen Blätterteig-Küchlein mit Vanillecreme. Nur, dass eben die Vanillecreme durch Quark ersetzt wurde. Und Kokos. Alles mit Kokos ist gut. Das versetzt mich sofort in Sommerstimmung, und die kann im derzeitgen Nieselgrau nicht schaden. Das gleiche gilt für Papaya und Maracuja, die hier zu einem fruchtigen Topping gemischt werden.

Kokos-Käsekuchen mit Papaya und Maracuja

Käsekuchen für den Tastesheriff – läuft, würde ich sagen. Und nicht nur bei mir – schaut hier! Und hier!
Und die herzhafte Variante folgt! Kokos-Käsekuchen mit Papaya und Maracuja

Kleine Kokos-Cheesecakes mit Papaya

FÜR DIE TÖRTCHEN:
250g Butterblätterteig (TK)oder eine Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
1 Ei
250g Quark
150ml Kokosmilch
50g Süßmittel, bspw. Sukrin oder Dextrose
1 Msp. gemahlene Vanille oder das Mark einer Vanilleschote
2 EL Kokosraspeln
Butter für die Förmchen

FÜR DAS TOPPING:
1 reife Papaya
1 reife Passionsfrucht/Maracuja
1-2 EL Limettensaft
etwas gemahlene Vanille
ggf. etwas Süßmittel
1 EL Kokosraspeln

:: Den Blätterteig auftauen lassen. Backofen auf 180°C vorheizen und die Vertiefungen einer Muffinform mit Butter einfetten.

:: Die Scheiben des aufgetauten Blätterteigs übereinander legen und mit dem Nudelholz zu einem Rechteck von ca. 35×20 cm plattrollen. Von der langen Seite her aufrollen. Falls Ihr Blätterteig aus dem Kühlregal nehmt, die Rolle entrollen, das Papier entfernen und die Blätterteigplatte wieder zusammenrollen. Die jeweils entstandene “Wurst” in 12 gleiche Teile schneiden. Jede Scheibe plattdrücken und zu einem Kreis von ca. 10 cm ausrollen. Die Teigkreise in die gebutterten Förmchen drücken und das Muffinblech in den Kühlschrank stellen, während die Creme gerührt wird.

:: Für die Füllung das Ei trennen. Quark, Kokosmilch, Eigelb und Süßmittel glatt rühren und die Kokosraspeln untermischen. Das Eiweiß steif schlagen und unter die Quarkmasse heben. Den vorbereiteten Blätterteig aus dem Kühlschrank holen und die Creme in die Förmchen verteilen.

:: Die Kuchen im vorgeheizten Backofen etwa 25 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Dabei die Ofentür möglichst nicht öffnen! Bei geöffneter Backofentür abkühlen lassen, damit die Quarkcreme nicht sofort zusammenrutscht – auch wenn sie natürlich an Volumen verlieren wird. Anschließend draußen komplett erkalten lassen.

:: Papaya halbieren, entkernen und schälen. In kleine Würfel schneiden. Die Maracuja halbieren und das Fruchtfleich herauskratzen. Papayawürfel und Maracuja mit Limettensaft und Vanille abschmecken, ggf. etwas süßen und dann dekorativ auf den Törtchen verteilen. Mit Kokosraspeln bestreut servieren.

 

Mittwoch, 19. Februar 2014

Monas großartiges Quarkbrot – oder: “With a little help from my blogger friends”

Neulich, am späteren Vormittag im Hause K:

Der Gatte: “Du, Spatzl, also… könntest Du beim Einkaufen vielleicht nicht mehr Quark, sondern lieber Joghurt mitbringen? Irgendwie mag ich keinen Quark mehr.”
Ich: “Huh? Was ist los? Du bist doch sonst der Quark-Enthusiast?”
(Der Kühlschrank, wenn er reden könnte: “Ich habe noch zweieinhalb Kilo Quark in meinem Inneren.”)
Der Gatte: “Ja, weiß auch nicht… schmeckt mir irgendwie nicht mehr.”
Ich: “Hm, klar, dann eben Joghurt. Soll mir nur recht sein.” (Die bis dahin existente Leidenschaft des Mannes für puren Quark habe ich eh nie so recht teilen können.)

So weit, so gut, nur – was sollte ich jetzt mit den erwähnten zweieinhalb verbleibenden Kilo Quark anfangen? Quarkbrot

Die #quarkkrise teilte ich mit meiner Twitter-Timeline, und bevor ich es mich recht versah, trudelten die Vorschläge ein, was ich alles mit dem Molkereiprodukt anfangen könne – einer besser als der andere. Am schnellsten war Mona vom 180°SALON, die mir den Mund wässrig machte mit diesem Instagram-Bild und schrieb: “Ich sag nur, Quarkbrot backen!” Und das habe ich dann getan. Umgehend. Mit der Absicht, es eben ganz allein aufzuessen, weil der Gatte ja plötzlich keinen Quark mehr mögen wollte. Großer Lacher, denn das Brot, das in Nullkommanix und mit allergrößter Einfachheit zusammengeknetet ist und eine gute dreiviertel Stunde später auf dem Tisch steht, schmeckt dem Herren sehr gut. (Originalzitat: “Mmmmmmmhhh…. das kannst Du gern öfter machen!”) Der Dame des Hauses schmeckt es aber auch, denn es ist richtig schön einfach, herrlich locker und saftig, und dazu noch super wandelbar: Süßer für’s Sonntagsfrühstück, mit Kräutern oder Zwiebeln eingerührt zum Grillen, mit eingebackenen Käsestückchen zum Wein… unendliche Möglichkeiten! Und davon, wie großartig die letzten beiden Scheiben als French Toast schmeckten, will ich jetzt gar nicht erst reden.

Quarkbrot

Oh, und Tastesheriff Clara hat für die nächste #ichbacksmir-Aktion das Thema “Käsekuchen” ausgerufen, wozu ich glatt zwei Knüller-Ideen hatte, die ich schnell ausprobieren muss, solange der Mini im Bauch mich noch lässt.
Ich würde mal sagen, die Quarkkrise ist dank der Hilfe der Blogger- und Twittergemeinde überstanden. Danke, Mona, danke liebes Internet.

(Ich bin nur gespannt, wann der Mann keinen Joghurt mehr mag…)

Quarkbrot French Toast

Schnelles Quarkbrot

Rezept von Mona vom 180°SALON

Für ein großes Brot aus der 28cm-Kastenform. Die Hälfte des Rezepts ist perfekt geeignet für eine kleine 20cm-Kastenform.

500g Mehl - bei mir Weizen Typ 550, aber höhere Typen bzw. Vollkorn funktionieren auch
2 Pck. Backpulver (oder 25g Weinsteinbackpulver)
2,5 TL Salz
500g Quark – bei mir Magerquark, weil vorhanden, aber mit anderen Fettstufen sollte es auch gehen
2 Eier

Zugaben nach Wunsch, zum Beispiel:
1-2 EL Süßmittel für ein süßlicheres Brot (bspw. Sukrin oder Dextrose)
1 Handvoll gehackte Haselnüsse
1 Tasse geriebener oder zerbröckelter Käse
2-3 TL gehackte Kräuter
geröstete Zwiebeln

Speck…..

:: Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Kastenform (26 cm) mit Backpapier auskleiden oder ausfetten.

:: Mehl, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel mischen – am besten mit einem Schneebesen ein paar Mal gut durchrühren, das lockert das Mehl auf.

:: Quark und Eier und nach Wunsch noch die Extra-Zutaten dazugeben und mit den Knethaken der Küchenmaschine oder des Handmixers alles verkneten, bis ein recht kompakter Teig entsteht. Falls er zu bröselig ist, noch etwas Milch zuzufügen. Mit den Händen zu einem Laib formen und in die Kastenform legen.

:: Ca. 40-45 Minuten auf der 2. Schiene von unten backen. Das Brot steigt recht schnell hoch, falls es zu dunkel wird, mit etwas Backpapier abdecken. Dann aus dem Ofen nehmen, ein paar Minuten in der Form ausdampfen lassen und anschließend aus der Form stürzen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Rezept für French Toast oder Arme Ritter:

2 Scheiben Quarkbrot
1 Ei
1 EL Sahne oder Milch
etwas gemahlene Vanille
1 großzügige Prise Zimt
2 TL Sukrin oder Dextrose oder ein Süßmittel Eurer Wahl
2 EL Butter
Reissirup oder Gerstenmalzsirup für die Dekadenz :-)

:: Ei mit Sahne oder Milch und Vanille verschlagen und die Brotscheiben, evtl. halbiert, darin eintunken und wenden. Zimt und Sukrin oder Dextrose vermischen und auf die Scheiben streuen. Butter in einer ausreichend großen Pfanne erhitzen und die Scheiben bei mäßiger Hitze darin von jeder Seite goldbraun ausbacken. Herausnehmen und mit Sirup begossen servieren.

:: Alternativ: die eingeweichten Scheiben unter den Ofengrill schieben und von jeder Seite grillen, was den Zucker(ersatz) schön karamellisieren lässt.

 

Donnerstag, 13. Februar 2014

Kohlrabischnitzel mit Rote-Bete-Gnocchi

Ist es bezeichnend, dass mein letzter “Ausflug” in die große Stadt, also vor Ankunft des neuen Mitbewohners, ausgerechnet zum Hamburger Bloggertreffen war? Wahrscheinlich… Aber ich habe auch brav die regionale Wirtschaft gefördert und ein paar Sachen für Mutter und Kind in zwei tollen Läden geshoppt. (Kennt Ihr zum Beispiel Kalason? Wenn nicht, dann solltet Ihr das nachholen! ;-) )
Danach ging es zur fröhlichen Schnatterrunde in den Teesalon Dear Matsu, den Elodie aka Madame Love für uns reserviert hatte. Im Dear Matsu in Eppendorf bekommt man nicht nur feine Tees, sondern auch feines veganes Essen.

Rote_Bete_Gnocchi_Kohlrabischnitzel

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Dienstag, 4. Februar 2014

Zwiebel-Bier-Brot (aus dem Topf – the latest craze!)

Beim Brotbacken, auch wenn das Maschinchen den Hauptteil erledigt, kann man ganz wunderbar entspannen und philosophieren. Ich denke beim Brotbacken paradoxerweise gern mal über Low Carb oder Paleo nach. Nicht, dass ich beiden Ernährungs-Philosophien nicht das ein oder andere abgewinnen könnte, so per se – nur im Moment entlocken sie mir ein lediglich schiefes Grinsen von der Sorte “pffffffffft”. Ich rede hier immerhin von mir, dem Dauerhungermuttertier! Nein, im Ernst, Low Carb ließe mich momentan, in Woche 38 vom Zustand “Knirps inside”, extrem hungrig zurück. Also Brot! Brot rules!

Zwiebel-Bier-Brot

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Sonntag, 26. Januar 2014

Ich back’s mir mit Claretti: Zimtschnecken-Rolle

Heute startet Clarettis monatliche “Ich back’s mir”-Aktion in die erste Runde. Das Motto könnte nicht besser zum Wetter passen: Alles, was mit Zimtschnecken zu tun hat. Klar schmecken die auch im Frühling, im Hochsommer und im Herbst, aber wenn draußen Schnee liegt und es klirrekalt ist, macht ein würziges, womöglich noch leicht warmes Hefeteilchen erst so richtig Vergnügen. Einen großen Kaffee, Tee oder Kakao dazu, die Wolldecke und ein Buch – Sonntagsglück, dein Name sei Zimtschnecke.

Zimtrolle_Zupfbrot

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Dienstag, 21. Januar 2014

Alles so ruhig hier… ein kurzes Update und mal was aus dem Archiv.

Hallo hallo! Ihr erinnert Euch vielleicht noch an mich? Die, die hier sonst so halbwegs regelmäßig gebloggt hat? Jaaa… mich gibt’s noch! Mittlerweile trage ich eine ganz schöne Kugel vor mir her, und bis zum errechneten Ankunftstermin vom neuen Mitbewohner sind es auch nur noch etwas mehr als vier Wochen. Grundsätzlich geht’s mir eigentlich ganz gut, nachdem die ersten zwölf Wochen ja unter der Überschrift “Die Große Müdigkeit” zusammen gefasst werden konnten, kam danach der große Energieschub. Bäume ausreißen? Klar, immer her mit dem Wald! Und entweder hat sich der Bauchbewohner das dann auch zu eigen gemacht (er versucht seit geraumer Zeit, in seinem kleinen Appartment mit Karate und Kickboxen die “Wände” zu versetzen, aua aua aua) – oder die Mama hat es etwas übertrieben. *ähem* In jedem Fall, und damit es ihn möglichst lange in seinem derzeitigen Aufenthaltsort hält, habe ich seit kurz vor Weihnachten strikte Anweisungen erhalten: Ruhen. So viel wie möglich. In der Horizontalen. Sprich: Rumliegen, all day long.

Zitronen-Mohn-Kuchen

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Freitag, 13. Dezember 2013

Mecklenburger Götterspeise: Ein entstaubter Klassiker aus meiner Kindheit

Das folgende Gespräch fand in etwa so im Jahr 2010 statt. Am Telefon. Mit meiner Oma. Wie heißt es immer in den Fernseh-Reportagen? “Gedächtnis-Protokoll”. Und es steht quasi stellvertretend für so ziemlich alle Rezept- und Kochunterhaltungen, die ich je mit meiner Oma geführt habe – sie könnten auch alle unter der Rubrik “Maßangaben sind was für Feiglinge” aufgeführt werden. Nur beim Backen, da war sie sehr genau. Allerdings konnte sie auch aus der Hand geschüttelt 100 Gramm Butter abstechen und 200 Gramm Mehl quasi blind abwiegen. Mecklenburger Götterspeise

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