Montag, 26. Januar 2015

Falls Ihr noch einen Kürbis herumliegen habt: Die Dreifach-Kürbis-Quiche namens “Hilda” wäre eine Lösung

Die Kürbiszeit ist eigentlich seit geraumer Zeit vorbei, aber sowohl auf dem Markt als auch im Supermarkt liegen vor allem noch jede Menge Hokkaidos umher. Außerdem halten die Dinger unangeschnitten ja auch eine Weile. Also falls Ihr auch außer-saisonal noch Lust auf etwas Kürbissiges habt, hier wäre ein Vorschlag.
Um die Wahrheit zu sagen, ist obiger Absatz einfach nur eine Begründung Ausrede dafür, dass ich das Rezept und Foto schon so lange in der Warteschleife habe und aus bekannten Gründen *ähem* noch nicht veröffentlicht habe.

Kürbisquiche

Es begab sich nämlich in der Kürbis-Hochsaison, dass ich eine neue Quicheform käuflich erwarb und diese auch unbedingt noch am selben Tag ausprobieren musste. Die mit der neuen Form gebackene Kürbisquiche schmeckte uns so gut, dass es sie in kurzer Zeit recht oft gab, jedes Mal etwas anders. Dies hier ist die finale Version, die Über-Kürbis-Quiche, denn sie hat Kürbis im Teig, im Guss und im Belag. Und Hilda heißt sie auch! Zum einen, weil sie mich an unser Plätzchenmagazin Hilda von 2013 erinnerte, für das ich Kürbiskernkipferl buk. Und dann, weil ich die Quiche eigentlich auch zum #ichbacksmir-Event von Clara Tastesheriff posten wollte. (Im OKTOBER! Ohne Worte.) Und Claras Minisheriff heißt ja Hilda. Der Inspirationskreis schließt sich.

Kürbisquiche

Der Hilda-inspirierte Kürbiskernboden ist übrigens der Knaller! Schön knusprig und krümelig. Und dank Dinkelvollkornmehl auch recht kompatibel mit meinem neuen Clean-Eating-Vorhaben. Wenn das mal nichts ist, da verzeihe ich mir auch den außersaisonalen Post. Denn… ICH habe noch einen Kürbis hier liegen.
(Für die “cleane” (ja ja) oder zumindest cleanere Variante würde ich den Schinkenspeck und wahrscheinlich auch den Gorgonzola weglassen. Aber das war ja noch davor, man möge mir verzeihen.)

Kürbisquiche

“Hilda” – die Dreifach-Kürbis-Quiche

Ergibt eine Quiche à 26cm Durchmesser

FÜR DEN BODEN
200g Dinkel-Vollkorn-Mehl (oder eine Mischung aus 100g Dinkel 630er und 100 Dinkel-VK-Mehl)
50g Kürbiskerne
1/2 TL Salz (kann reduziert oder weggelassen werden)
100g kalte Butter

FÜR DEN GUSS
200g Kürbisfleisch, geputzt gewogen – oder 150g Kürbismus (hier: Hokkaido)
200g Creme fraîche
50g Ziegenfrischkäse (optional)
2 Eier
Salz, Pfeffer, Paprikapulver

FÜR DEN BELAG
150g Pilze (bei mir: Champignons)
1 kleine Lauchstange oder 2-3 Lauchzwiebeln
1 Knoblauchzehe
200g Kürbisfleisch (geputzt gewogen)
50g Schinkenspeck in Würfeln oder Streifen (optional)
50g Blauschimmelkäse (optional)
Öl zum Anbraten

:: Für den Boden die Kürbiskerne in der Küchenmaschine oder im Blitzhacker mittelfein hacken. Am besten geht das, wenn 1-2 EL Mehl zu den Kürbiskernen dazugegeben wird, dann kleben die Kerne nicht so aneinander. Alternativ mit einem großen Messer hacken.
Die gehackten Kerne mit Mehl und Salz mischen, dann die Butter in kleine Stücke schneiden und alles zu einem Teig verkneten. 1 Stunde kalt stellen.

:: Währenddessen den Guss und den Belag zubereiten:
Zunächst das Kürbismus herstellen. Dafür das Kürbisfleisch entweder weich dünsten oder in etwas Wasser weich kochen oder bei 200°C im Ofen weich rösten. Abkühlen lassen und pürieren. 150g Kürbispüree mit Creme fraîche, Frischkäse und Eiern verrühren, mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Kühl stellen.

:: Pilze putzen und halbieren oder vierteln. Lauchstange waschen und in nicht allzu feine Ringe schneiden (ca. 1-2cm groß). Knoblauchzehe pellen und fein hacken. Öl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse anbraten, bis die Pilze weich sind. Dann herausnehmen und, falls benutzt, die Schinkenwürfel oder -streifen anbraten.

:: Ofen auf 200°C vorheizen.

:: Die Backform buttern oder mit Backpapier auskleiden. Den Teig ausrollen und in die Backform legen, einen Rand formen und leicht andrücken. Mit der Gabel ein paar Mal einstechen und etwa 10 Minuten vorbacken, dann leicht auskühlen lassen. Backofen auf 180°C herunterschalten.

:: Den Guss auf den Boden gießen und die Pilze, Lauchringe und Knoblauch darauf verteilen.

:: Mit dem Sparschäler das Kürbisfleisch in dünne Streifen schneiden. Für die “Rosen” einfach 2 oder 3 Kürbisstreifen aufwickeln, dann in den Guss drücken. Die Speckwürfel auf dem Gemüse verteilen, den Blauschimmelkäse zerkrümeln und über die Quiche streuseln.

:: Die Quiche 25-30 Minuten backen, bis der Guss gestockt ist.

Schmeckt uns am besten lauwarm, zusammen mit Feldsalat.

 

Donnerstag, 22. Januar 2015

So, 2015 – dann leg mal los. Aber schön dran denken: #immersauberbleiben

Das neue Jahr ist bereits 22 Tage alt. Also eigentlich schon viel zu spät, um über gute Vorsätze zu schreiben, oder? Ach, ich sehe das nicht so eng. Denn was nützt mir die Ankündigung der besten Vorhaben, wenn diese sich spätestens Mitte des Monats davongeschlichen haben, weil der Alltag einen wieder voll im Griff hat? In der zweiten Monatshälfte haben sich die Damen und Herren Vorsätze schon etwas bewährt und sind auf ihre Alltagstauglichkeit geprüft worden.

Ich habe für 2015 vor allem zwei Ziele - das Wort gefällt mir besser als das starre, strenge “Vorsätze”.
Zum einen: mehr bloggen. Ha. Weniger als 2014 geht auch kaum, aber glaubt dieser 2014er Mama des weltgrößten kleinen Rabauken: Es ging nicht. Ich bin voller Bewunderung für alle frischgebackenen Mütter, die es schaffen, neben ihrem 24/7-Job mit ihren Winzlingen noch einen schönen Blog zu führen. Ich war froh, wenn ich überhaupt zum Essen gekommen bin; Nudeln mit echter, selbstgemachter Bolognese waren zeitweise schon ganz hohe Kochkunst. Die üblichen 5-6 Stunden, die ich früher pro Blogpost mit Kochen, Anrichten, Fotografieren und Nachbearbeiten sowie Schreiben investiert habe, konnte ich nicht aufbringen. Aber so wie ich auf alle Anfangsschwierigkeiten von LittleCs erstem Jahr zurückblicke, mit einem milden Lächeln und einem “ach siehste, hat dann ja doch funktioniert”, so sehe ich auch die Sache mit dem Wiedereinstieg ins Bloggen. Wird schon klappen.

Rote-Bete-Spinat-Smoothie

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Montag, 10. November 2014

Hummus aus grünen Erbsen, und: Vom (richtigen) Einfrieren und Auftauen

*sponsored post*

Neulich las ich mich fest. Das ist per se ja nichts ungewöhnliches, ein spannendes Buch schafft das oft. Ungewöhnlich ist dabei jedoch, dass ich mich in einer Broschüre festlas, in der es um Tiefkühlkost ging. Tiefkühlkost. Davon erwartet man im ersten Moment ja keinen Spannungsbogen, der Dan Brown erblassen ließe. Dabei war es höchst interessant! Denn ich gebe es unumwunden zu: Beim Einfrieren und im Umgang mit Tiefgefrorenem bin ich bislang eine ziemliche Niete. Ich bin von der Sorte, die sich schon stolz auf die Schulter klopft, wenn ein Aufkleber mit Inhalt und Einfrierdatum die Box ziert. Und trotzdem stehe ich viel zu oft vor der Kalten Else, halte eine Tupperbox in der Hand und frage mich, was zum Geier da wohl drin sein mag. Pizzasauce? Oder doch Beerenpüree?
Das muss sich ändern. Ich bin jetzt Muddi, da muss ich sowas doch im Griff haben! ;-) Deswegen kam der nette Kontakt zum Deutschen Tiefkühlinstitut sehr passend, denn erstens muss die Kalte Else dringend abgetaut werden und zweitens soll sie dann nach dem Motto “unser TK-Schrank soll schöner werden” effektiver befüllt werden. So. Wissta Bescheid.

Erbsen_Hummus

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Montag, 6. Oktober 2014

Füße hochlegen und genießen: Käsekuchen mit Mohn und Quitte

Der gestrige Sonntag war ein Tag, an dem wir nichts weiter getan haben als auszuruhen. Am Freitag wurde unser Sprössling getauft, und entsprechend aufregend waren die Tage des langen Wochenendes. Es war wie mit allen Feiern – lange geplant und vorbereitet und dann wie im Nu vorüber. Für mich war es doppelt aufregend und spannend: Natürlich, weil es die Taufe meines eigenen Kindes war, das ist ja noch einmal etwas anderes als z.B. die von Nichten und Neffen oder den Kindern lieber Freunde. Und zum anderen war es eine völlig neue Erfahrung, denn Constantin wurde griechisch-orthodox getauft. Jetzt bin ich schon so lange mit dem großen Griechen zusammen und verheiratet – aber die erste griechisch-orthodoxe Taufe, die ich miterlebt habe, war tatsächlich die unseres Kleinen.

Käsekuchen mit Mohn und Quitten

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Freitag, 26. September 2014

#ichbacksmir im September: Apfelkuchen mit Haselnussguss

Mein letzter Beitrag zu Clarettis (jetzt Mama Claretti, hach) Aktion #ichbacksmir fiel in etwa mit der Geburt des MiniMans zusammen und ist dementsprechend sieben Monate her. Zeit also, endlich mal wieder etwas dazu beizusteuern! Das Thema “Apfelkuchen” kam mir gerade recht, hatte ich doch ein vielversprechendes Rezept aus der aktuellen Einfach Hausgemacht im Auge. (Das Thema “Quitte” wäre mir sogar noch lieber gewesen, denn der Baum bei den Schwiegers hat sich in diesem Jahr selbst übertroffen und mir mehr als 30 Kilo dieser wundervollen Früchte beschert. Mal sehen, vielleicht schaffe ich es ja tatsächlich in den nächsten Tagen noch, diesen köstlich süß-säuerlichen Käsekuchen mit Mohn und Quitte zu backen und Euch zu zeigen.)

Apfelkuchen_mit_Haselnuss

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Samstag, 13. September 2014

Rosemary Skillet Chicken – alles in eine Pfanne und dann ab in den Ofen

In den letzten Monaten habe ich nicht nur den Blog, sondern auch das ganze “Social Media Gedöns” ziemlich vernachlässigt. Gut, ich hatte wichtige Gründe ;-) , aber man merkt schon, wie schnell die Technologie einen überholt und davonsaust, wenn man sie einmal lässt. Am ehesten war ich noch bei Instagram zugange, Bildchen gucken oder auch aufnehmen und teilen geht fix. Twitter war am Anfang meine Kinderwagenschieb-Unterhaltung, seit der Kinderwagen allerdings im Keller vereinsamt und der MiniMan und ich fast nur noch mit der Manduca unterwegs sind, hat das aber auch ziemlich nachgelassen. Schade eigentlich, denn Twitter ist wirklich unterhaltsam. Komplett ignoriert habe ich Facebook, die Profilseite des Blogs genau so wie meinen privaten Account. Ehrlich gesagt habe ich da aber auch nichts vermisst, Facebook und ich haben irgendwann festgestellt, dass unsere Freundschaft irgendwie abgeklungen ist.

Haehnchen_Kartoffel_Pfanne_3

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Dienstag, 26. August 2014

Stillkugeln für Muddi – und für alle anderen: kleine Energy Balls

Guten Tag, lasst Euch nicht stören, ich putze hier nur mal eben schnell durch… *hust* Staubwischen ist dringend nötig, Spinnweben aus der Ecke fegen und mal die Oberflächen polieren… So, fertig. Geht’s Euch gut und erinnert Ihr Euch noch an mich?

Seit einem halben Jahr bin ich nun der Ernährerin eines kleinen Energiebündels in Stramplerhosen. Nebenbei auch seine Trägerin, Schauklerin, Bespaßerin, Windelwechslerin und Kleidungsaufzwingerin. Alles zusammen ist ganz schrecklich wunderbar, spätestens wenn sich der kleine, noch zahnlose Mund zu einem breiten Lächeln zieht und der Windelheld beim Spielen und Toben vor Vergnügen quietscht, sprudle ich über vor Glück. Aber es ist eben auch ganz schön anstrengend – 24/7-Dienst mit Milchbar und Transportservice kostet Kraft. Da ist es dann gut, wenn man schnell (und einhändig! einhändig ist das Zauberwort!) ein bisschen Energie zu sich nehmen kann – fürs Essen bleibt leider viel zu wenig Zeit. Stillkugeln/Energy Balls

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Freitag, 2. Mai 2014

Herzhafte Käsekuchen-Liebe: Kleine Lachs-Pfeffer-Cheesecakes

Das Baby hat eine Computer-Allergie. Diese äußert sich darin, dass es immer (jedes Mal! unausweichlich!) wach wird, sobald ich den Laptop aufklappe. Vielleicht wurde unser Modell Baby auch ja mit einem Sensor geliefert, der aktiviert wird, wenn ich mich nur in die Nähe des PCs begebe? Der Alarm geht spätestens los, wenn ich mein Passwort eingegeben und auf das Internet-Icon geklickt habe. Ob es den PC als direkte Konkurrenz um Mamas Aufmerksamkeit sieht?
Zum Glück gibt es kluge Leute, die so etwas wunderbares wie Smartphone und Tablet erfunden haben. Ansonsten wäre mein Leben 2.0 komplett zum Erliegen gekommen.

Lachs-Pfeffer-Cheesecakes

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Sonntag, 6. April 2014

“Ich schreie nicht – ich bestelle Essen!” – oder: Neues aus Mama-Land.

Meine Lieben,

sechs aufregende Wochen liegen hinter mir. Hinter uns, sollte ich sagen, denn ich bin ja nicht mehr nur für mich allein (und den Gatten, klar) zuständig, da hat sich nämlich noch jemand dazugesellt, den wir lange erwartet haben: Der neue Mitbewohner, unser Sohn Constantin.

Ich überlege gerade, ob ich die letzten Wochen als “wahnsinnig toll” oder als “wahnsinnig anstrengend” bezeichnen soll, es ist ein bunter Mix aus beidem, vor allem war und ist es der Wahnsinn. Aber “toll” überwiegt definitiv; und wenn der Kleine mich angrinst und gluckst, dann macht mein Mama-Herz einen großen Satz und der letzte Tag mit gefühlt dreißig Mal Windelwechseln und zwölf Mal umziehen (großer Spucker) ist mit einem Schlag vergessen.

Constantin Weiterlesen

 

Mittwoch, 26. Februar 2014

Kleine Kokos-Käsekuchen mit Papaya: Ich back’s mir mit Claretti, Runde 2

Die #quarkkrise war noch in vollem Gange, da verkündete Tastesheriff Clara das Motto für den Februar und rettete mich wieder ein weiteres Stückchen. Denn diesmal hieß es: Käsekuchen, in allen Varianten. Und ich so: YEAH!, denn, surprise surprise, ich liebe Käsekuchen. Relativ schnell fanden sich demnach auch zwei Ideen, die es auszuprobieren galt – und beide sind wirklich sehr köstlich geworden. Lustigerweise sehen sich meine beiden Käsekuchen-Varianten recht ähnlich, woran hauptsächlich die Farbgestaltung Schuld ist, beide sind so schön rosa… Geschmacklich sind sie aber sehr weit voneinander entfernt, denn eine ist süß und fruchtig und die andere herzhaft und salzig.

Kokos-Käsekuchen mit Papaya-Maracuja-Topping

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