Als stolzer Empfänger einer Biokiste voll mit Kartoffeln, Bohnen, Gurken und anderen Köstlichkeiten aus eigenem Anbau (wenngleich nicht aus meinem) UND als stolzer Besitzer eines Foodblogs kann man ja nicht irgendwas aus den Inhalten besagter Biokiste machen. Sondern muss sich was neues ausdenken. Oder: Sich was neues suchen. Gott sei Dank für alle schönen Foodblogs dieser Welt!
Andere fragen Mutti - ich frage meistens erstmal Deb. Oder Martha. Und zu meiner großen Freude sind sie sich manchmal ziemlich einig. Und dann kann ich einfach nur mitmachen.
Wie z.B. bei diesem Kartoffelgratin, was völlig ohne Sahne (oder gar Käse) auskommt, aber dennoch so cremig und knusprig zugleich ist, dass es ohne weiteres mit jedem Gratin dauphinois mithalten kann. OK, damit wird jetzt das Rad nicht neu erfunden, aber zumindest vereinfacht - und es ergibt ein sehr simples und alltagstaugliches Essen.
Hübsch ist es dazu auch noch, so schön im Kreis geschichtet.
Wer sich dann noch einer Reibe in seinem Küchenrepertoire erfreut, deren Hobel verstellbar ist, dem steht nun wirklich nichts mehr im Weg. Allen anderen sei ans Herz gelegt, dass das Schneiden von Kartoffeln in feine Scheiben etwas sehr meditatives, kontemplatives hat.
Simples Kartoffelgratin
50g Butter
3 EL Olivenöl
600g Kartoffeln
5 Schalotten
Salz, Pfeffer
3 Thymianzweige
nach Belieben: etwas Käse
:: Backofen auf 180°C vorheizen.
:: Butter schmelzen und mit Olivenöl mischen. 2-3 EL der Mischung auf den Boden einer Auflaufform geben und einmal kräftig Salz und Pfeffer auf den Boden geben - so werden die Kartoffeln von oben und unten gewürzt.
:: Kartoffeln schälen, waschen und (wenn vorhanden) mit dem Hobel in dünne Scheiben schneiden, ca. 1-2 mm dick. Ansonsten mit einem scharfen Messer hantieren. Nun die Kartoffeln "aufrecht" in die Form setzen, am einfachsten ist es dabei, die Kartoffelscheiben zu einem Block zusammenzufassen und in die Form zu setzen.
:: Schalotten schälen und sehr fein hobeln oder schneiden. Die Schalottenscheibchen zwischen die Kartoffelscheiben stecken.
:: Die restliche Buttermischung auf die Kartoffeln träufeln, salzen und pfeffern und dann für ca. 1 Stunde in den Backofen schieben. Herausnehmen, die gewaschenen Thymianzweige darauflegen und ggf. den Käse über die Kartoffeln bröckeln. Weitere 20-30 Minuten backen, bis die Kartoffelränder schön goldbraun und knusprig sind, eventuell den Grill dazuschalten.
Schmeckt super zu Kurzgebratenem.
noch heute werde ich dieses gratin in den ofen schieben!
AntwortenLöschenOh schön, Mano, wenn ich Dir die Inspiration liefern konnte. Ich hoffe, dass es Dir auch so gut schmeckt wir mir!
AntwortenLöschenUnd bei mir gibt es das Gratin dann nächste Woche. ;-) Endlich mal ein Rezept ohne Sahne, Milch & Co...
AntwortenLöschen@Charlotte: Exakt - das hab ich auch gedacht, endlich mal ohne Sahne und Käse. Wobei die Buttermenge schon, ööhm, großzügig ist. Aber die könnte man im Zweifelsfall auch reduzieren. Also wenn man unbedingt MUSS... :-))
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