Montag, 30. Mai 2011

Espresso-Cupcakes

Für die lieben Sonntagsgäste wollte ich gern Cupcakes machen, nur welche? Welche Basis, welches Frosting? Alle mussten sie dran glauben, Martha und Leila, das GU-Backbuch, diverse Kochzeitschriften und die Internetforen und -blogs. Nur dumm, wenn man eigentlich gar nicht weiß, was man sucht!
Die Eingebung kam, als ich vor lauter Erschöpfung vom Suchen in Richtung Kaffeemaschine wanderte, die kleine Tasse unter den Ausgießer stellte und die Maschine einen Espresso fabrizieren ließ: Espresso-Cupcakes!!! Und am besten mit einer Sahne/Schoko-Haube, mal nicht mit Frischkäse-Frosting. Und das Sahnehäubchen am besten auch noch mit Espresso aromatitisiert. Jawoll!
Danach hab ich mir die Backbücher noch mal zur Brust genommen, bin allerdings etwas strukturierter vorgegangen und habe gleich im Index nach "Espresso", "Kaffee" und "Coffee" gesucht.

Bei Martha Stewart habe ich mir die Kuchenbasis geholt. Im Prinzip ist es ähnlich wie der "Devil's Food Cake" (oder mein Teufelskuchen von neulich), nur eben mit Espresso aromatisiert. Das Häubchen habe ich analog zu Sarahs Schoko-Cupcakes gemacht, aber mit weißer Schoki und mit etwas Aroma drin.
Wie es Rezepte aus Martha Stewarts amerikanischem Buch nun mal so an sich haben, sind alle Angaben natürlich in Cups, aber hier gibt es ein gutes Umrechnungs-Tool. Oder Ihr seid der Umrechnerei leid (wie ich) und kauft Euch einen Cups-Maßbecher. Nur bei Butter muss ich immer noch nachgucken.



Espresso-Cupcakes

Für 12 Stück

FÜR DIE KUCHEN
65g Butter
1/2 Tasse Zucker (meine Tasse enthält 250ml)
1 Pck. Vanillezucker
2 Eier
1/2 Tasse Mehl
2 EL Kakaopulver
1 TL Natron (Backpulver geht natürlich auch!)
50g saure Sahne
100ml frisch gebrühter Espresso (das waren bei mir 2 Espressotassen)
2 EL Instant-Espresso-Pulver (gibt's z.B. von Nestlé für ca. 2 EUR für 15 Beutelchen, 1 Beutel waren dabei ein EL)

FÜR DAS SAHNEHÄUBCHEN 
250ml Schlagsahne
100g weiße Schokolade
3 EL Kaffeebohnen
1 Teefilter + Verschluss
:: Backofen auf 175°C vorheizen. Muffinform mit Papierförmchen auslegen.

:: Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen, dann die Eier einzeln unterrühren. Mehl, Kakao und Natron mischen, und dann in 3 Portionen unterrühren, abwechselnd mit der sauren Sahne: 1/3 Mehlmischung, 1/2 Saure Sahne, 1/3 Mehlmischung, 1/2 Saure Sahne, 1/3 Mehlmischung.
Espresso und Instant-Pulver darunterrühren.

:: Den Teig auf die Förmchen verteilen und 20-25 Minuten backen, nach der Hälfte der Zeit das Muffinsblech einmal drehen, damit die Hitze überall verteilt wird. Herausnehmen und abkühlen lassen.

:: Währenddessen die weiße Schokolade klein hacken und ein eine Schüssel geben. Sahne aufkochen und über die gehackte Schoki gießen, kurz stehen lassen und dann so lange rühren, bis sich die Schokolade aufgelöst hat.

:: Die Espresso-Bohnen (simple Kaffeebohnen tun es hier aber auch...) idealerweise im Mörser kurz anstoßen, aber nicht zu fein, und dann in den Teefilter füllen. Mit einem passenden Verschluss zuklemmen und in die Schokoladensahne hängen. Ein paar Stunden durchziehen lassen.
Natürlich geht die Aromatisierung auch mit Instant-Espressopulver, allerdings färbt das ziemlich stark und ich wollte ein weißes Frosting haben.

:: Die Espressobohnen aus der Sahne entfernen und die Sahne aufschlagen. Achtung - das geht durch den zusätzlichen Fettgehalt der Schokolade ziemlich schnell. Dann in einen Spritzbeutel füllen und das Frosting dekorativ auf die Cupcakes spritzen.

Ein Post für's Sonntagssüß - heute bei Fräulein Text.




Mittwoch, 25. Mai 2011

Schnelle Tortilla-Pizza

Neulich auf dem Rückflug von München nach Hamburg: AirBerlin stellt uns freundlicherweise Zeitschriften zur Verfügung, und nachdem ich mir von Publikationen wie "WellFit" oder "Shape" nach einem durchgefeierten Wochenende ganz sicher kein schlechtes Gewissen machen lassen wollte und die Zeitungen von Samstag am Sonntag ja schon sooooooowas von gestern sind (bzw. nach erwähntem durchgefeierten Wochenende auch viel zu kompliziert), griff ich zur "Effilée". Überkandideltes Männerkochheft, war mein erster Gedanke beim Aufschlagen. Leicht voreingenommen blätterte ich also durch das Magazin. Es hatte für mich ein bisschen was von Vogue oder Elle - tolle Fotostrecken, aber analog zu den dortigen Kleidungsstücken wusste ich, dass ich wohl eher selten gefülltes Stubenküken zubereiten würde, oder als Dessert Schokoladencremeux und Kreuzkümmelmarshmallows.
Was mir aber gut gefiel, waren die Rezepte unter der Rubrik "Schneller Teller". Einfach(er), recht alltagstaulich und trotzdem etwas besonders.
Was mir auch noch gut gefällt: Alle Rezepte sind auf der Homepage zu finden. Denn das Magazin war zum einen nicht interessant genug und zum zweiten viel zu schwer, um es dann mit nach Hause zu nehmen. Oder ich zu schwach.

Aber trotzdem: Danke, AirBerlin!

Aus der aktuellen Ausgabe Mai/Juni 2011 stammt auch diese schnelle Tortilla-Pizza, wobei ich mich kaum traue, das Ding PIZZA zu nennen. Als Alternative ist es aber eine feine Sache, auch wenn ich keine grünen Oliven daheim hatte.


Schnelle Tortilla-Pizza
für 4 Pizzen
nachgekocht aus Effilée Mai/Juni 2011

4 Zweige Basilikum
100 g Frischkäse (bei mir: Ziegenfrischkäse)
1 Knob­lauch­zehe
Salz
Pfef­fer
4 Tor­til­laf­la­den
(oder andere platte Fladenbrote)
1 rote Zwiebel
2 Toma­ten
(oder ca. 8 Mini-Tomaten, wie bei mir)
1 Rolle Ziegenkäse-Camembert
einige grüne Oli­ven ohne Stein
Oli­venöl


:: Backofen auf 250°C vorheizen, Backblech(e) gleich mit aufheizen.

:: Die Blätter von 3 Basi­li­kumzweigen hacken und mit Frisch­käse und Knob­lauch ver­rüh­ren, dann mit Salz und Pfef­fer wür­zen. Die Tor­til­laf­la­den mit der Mischung bestreichen.

:: Zwie­bel in feine Strei­fen, Toma­ten und Zie­gen­käse in Schei­ben schnei­den. Die Pizza damit bele­gen, ich habe den Ziegenkäse noch etwas zerrupft. Die Oliven auf der Tortilla-Pizza verteilen. Mit Oli­venöl beträufeln.

:: Die belegten Fladen ohne Backpapier direkt auf das Backblech legen, je nach Größe passen 1 oder 2 Tortillas auf ein Blech. 5-8 Minuten goldbraun backen, ggf. den Backofengrill dazuschalten.

:: Mit übri­gen Basi­li­kum­blät­tern bestreut servieren.

Dienstag, 24. Mai 2011

Rindfleisch aus dem Wok mit grünem Spargel

Nach unserer letzten Tanzstunde waren Testesser und ich ganz schön ausgehungert. Es ist aber auch echt anstrengend, so irre konzentriert unter den Augen eines Profis Kreise durch den Ballsaal zu drehen und auf die richtige Haltung UND die richtigen Schritte zu achten. Am Tag nach der ersten Stunde merkte ich ein deutliches Jammern meiner unteren Rückmuskeln, die mich fragten, ob ich eigentlich einen totalen Hau hätte, sie so zu beanspruchen?! Mittlerweile klappt das aber schon ganz gut mit uns, wir üben aber auch jeden Abend brav. Nur unsere Nachbarn werden wohl demnächst an der Tür klingeln, wenn zum 26. Mal in Folge "Love Ain't Here Anymore" von Take That läuft. Sorry, liebe Nachbarn, aber es ist einfach der perfekte langsame Walzer. Und der einzige, der in meiner oldschool CD-Sammlung vorhanden ist. Kann ich ja nix für, dass die meisten Lieder im 4/4-Takt komponiert werden!

Und was braucht der sportliche Mensch nach getaner Arbeit? Richtiiiig. Eiweiß. Da aber die Menge an Rindfleisch nicht wirklich für 2 Steaks gereicht hätte und ich gekochten Spargel gerade am Vortag gegessen habe, habe ich kurzerhand ein Wokgericht aus Rind und Spargel gemacht. Dazu ein bisschen Jasminreis (nicht im Bild), und beides ist innerhalb von 30 Minuten fertig.

Die Spargel-Obsession erreicht gerade ihren Höhepunkt, inklusive dieses Gerichts habe ich drei Tage am Stück Spargel gegessen. Und ich kann nicht sagen, dass er mir nicht mehr schmeckt, ganz im Gegenteil. Love it! :-)


Rindfleisch Wok grüner Spargel Koriander Paprika


Rindfleisch aus dem Wok mit grünem Spargel

mit Reis zusammen reicht es für 2 größere Portionen


200-250g Rindfleisch, z.B. Rumpsteak
1 Pfund grüner Spargel
1 mittelgroße Karotte
1 rote Paprika
1 Knoblauchzehe
1 rote Chilischote
2 Frühlingszwiebeln
1 Stück Ingwer, ca. 2cm
1 unbehandelte Orange
3-4 EL Hoisin-Sauce
Zum Abschmecken: Pfeffer, Salz oder Fischsauce, Zitronensaft
2 EL gehackter Koriander
2 EL gehackte Cashewkerne

:: Nach Belieben Reis kochen.

:: Gemüse waschen bzw. pellen.

:: Rindfleisch waschen und trockentupfen, dann mit einem scharfen Messer in dünne Scheiben schneiden.

:: Die unteren Enden des Spargels abbrechen und den "guten" Teil in 3 cm lange Stücke schneiden. Karotte schälen und in feine Streifen schneiden. Paprika entkernen, ebenfalls in schmale Streifen schneiden. Knoblauch hacken, Chili in feine Ringe schneiden. Ingwer schälen und fein würfeln. Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden.

:: Die Rindfleischstückchen im heißen Öl im Wok portionsweise scharf anbraten. Je nach Wok-Größe in 2 oder 3 Portionen braten, wenn zuviel Fleisch in der Pfanne oder im Wok ist, kann es nicht richtig bräunen und wässert leicht. Herausnehmen, pfeffern und warm stellen.

:: Spargelstücke und Karottenstifte in den Wok geben und 6-8 Minuten unter Rühren anbraten, eventuell mit etwas Wasser ablöschen (oder mit einem Schuss Mirin, dem japanischen Reiswein). Paprika, Knoblauch, Ingwer und Frühlingszwiebeln zufügen und weitere 5 Minuten braten, öfter rühren.

:: Währenddessen Koriander und Cashewkerne hacken.

:: Orangenschale fein abreiben, die Orange auspressen und Schale und Saft zusammen mit der Hoisin-Sauce in den Wok geben. Mit Salz oder Fischsauce und Zitronen- oder Limettensaft abschmecken.

:: Rindfleisch wieder in den Wok geben, noch einmal 2 Minuten garen. Dann mit oder ohne Reis in Teller oder Schüsseln füllen und mit Koriander und Cashews betreuen.

Sonntag, 22. Mai 2011

Windbeutel mit Erdbeersahne

In meinem nächsten Leben werde ich Patissière. Konditorin. Bäckerin. Egal. Hauptsache, ich kann mit Mehl, Zucker und Butter rumpanschen und es am Ende aus dem Backofen ziehen und mit weiteren Mengen von Sahne, Zucker und Butter verzieren.
Als ich gestern bisschen unentschlossen auf dem Sofa saß und (schock!) Nachmittagsfernsehen guckte, zappte ich bei N3 in eine kulinarische Sendung, in der unter anderem über eine französische Patisserie in Hannover berichtet wurde. Serge, der Chef-Patissier, zog ein perfektes Blech Macarons nach dem anderen aus dem Ofen und sonst noch so manches tolles Stück. Ich war hin- und hergerissen: sollte ich sofort ins Auto springen? Oder doch gleich in den Fernseher kriechen? (Wir haben keinen Flatscreen, ich würde also reinpassen!)

Naja. Ich bin erstmal zu Hause geblieben, und dachte mir, dann back ich eben hier was schönes für den Sonntag! Und Windbeutel sind ja soooo luftig und leicht, da können gar keine Kohlenhydrate drin sein! :-)

Windbeutel mit Erdbeersahne auf www.katharinakocht.com


Windbeutel mit Erdbeersahne


für ca. 30 Stück

1/4l Milch
60g Butter
1 Prise Salz
1 Prise Zucker
150g Mehl
4  Eier
400 ml Sahne
2 Pck. Sahnesteif
200g Erdbeeren

:: Backofen auf 220°C vorheizen, zwei Bleche mit Backpapier auslegen.

:: Milch, Butter, Salz und Zucker in einem mittelgroßen Topf aufkochen, und rühren, bis sich Butter und Zucker aufgelöst haben. Den Topf vom Herd ziehen, das Mehl auf einmal zufügen und sofort mit einem Holzlöffel glattrühren. Zurück auf die Herdplatte stellen und bei schwacher Hitze 1 bis 2 Minuten rühren, rühren, rühren, bis sich ein Kloß gebildet hat, der sich vom Topfrand löst und sich auf dem Topf eine weiße Schicht gebildet hat. Dieses "Abbrennen" des Teigs erklärt übrigens auch den Namen "Brandteig", was ja die Oberkategorie für Windbeutel und Eclairs ist. *klugscheißmodus off*

:: In eine Schüssel umfüllen, leicht abkühlen lassen und dann mit dem Mixer die Eier einzeln untermixen, dabei jedes Ei für sich richtig gut einrühren. Das Ganze ergibt dann eine klebrige, zähe Masse, aber das soll so!

:: Den Teig in einen Spritzbeutel mit großer Sternentülle umfüllen und Häufchen auf die Backbleche spritzen, dabei genug Abstand lassen, die wachsen, die Dinger!
Wer Spritzbeutel und -tülle nicht in seinem Küchengeräterepertoire hat, nimmt einfach 2 Teelöffel und sticht kleine Häufchen ab, die dann auf's Blech gekleckst werden.

:: 25 - 30 Minuten backen, dann komplett auskühlen lassen.

:: Während der Backzeit den Ofen nicht öffnen, und die Backzeit auch nicht unterschreiten, denn sonst fallen die Windbeutel nach dem Backen zusammen. Wollen wir ja nicht.

:: Für die Füllung die Erdbeeren putzen und pürieren. Sahne mit Sahnesteif schlagen, dann das Erdbeerpürree vorsichtig unterziehen, in einen Spritzbeutel mit feiner Tülle umfüllen, mit der Tüllenspitze an der Seite ein Loch in den Windbeutel stechen und mit Erdbeersahne befüllen. Kein Spritzbeutel vorhanden? In eine Gefriertüte füllen, ein kleines Eckchen abschneiden, mit einem Messer das Loch im Windbeutel vorbohren und dann den DIY-Spritzbeutel zum Einsatz bringen. Oder quer halbieren und einen TL Füllung in jeden windigen Beutel geben.

:: Das i-Tüpfelchen ist ein kleiner Gletscher aus geschmolzener weißer oder dunkler Schokolade auf jedem Windbeutel, aber dafür fehlte mir leider die Zeit.

Freitag, 20. Mai 2011

Avocado-Grapefruit-Salat mit Garnelen

Ich glaube, blogger.com wurde es auch schon zu langweilig mit mir, und so hat es mal eben den vorletzten Post, dem ich nur ein minimales Rechtschreib-Update verpasst habe, nach oben geschoben. Naja, irgendwie hat blogger.com ja auch recht, nur.... da ich immer noch nach dem Motto "Alles für das Projekt" koche Salat schnipple, gibt es nicht so richtig viel zu bloggen.

Aber heute habe ich mir mal Mühe gegeben, jawoll!
Den Salat habe ich in der LECKER vom März 2011 gefunden, eines der Rezepte, bei denen man auf Anhieb weiß, dass sie einem wirklich gut schmecken werden.
Man müsste halt nur richtig einkaufen... Ich habe zum Beispiel beim Anschneiden der Grapefruit gemerkt, dass sie nicht rosa war. Und es gab keinen grünen Babysalat-Mix. Und ich habe vergessen, schwarze Oliven zu kaufen. Außerdem hatte ich nur eine grüne Chili da. Stellt Euch also einfach das farbliche Gegenteil dessen vor, was ich gemixt habe, und dann habt Ihr das Original. Also quasi rosa auf grünem Grund, und nicht grün auf rotem Grund - obwohl das dem Geschmack absolut keinen Abbruch getan hat. Die Kombination aus weicher, sanfter Avocado, säuerlicher Grapefruit und gebratenen, leicht knoblauch-aromatischen Garnelen schmeckt einfach köstlich. Also so könnte ich noch eine Weile "für das Projekt" essen.

Aber nicht für immer. Nicht, wenn es so tolle Pasta-Rezepte auf dieser Welt gibt!



Avocado-Grapefruit-Salat mit Garnelen

Für 4 Teller


12 rohe Garnelen mit Schale, frisch oder TK
2 rosa Grapefruits
1 rote Chilischote
2 EL Weißweinessig
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer, Zucker
2 reife Avocados
1 Knoblauchzehe
100g Babysalat-Mischung (hier: roter Feldsalat und Erbsensprossen)
100g schwarze Oliven (fehlen hier)


:: TK-Garnelen auftauen lassen, waschen und trockentupfen.

:: Grapefruits schälen, so dass die weiße Haut komplett entfernt ist, dann das Fruchtfleisch zwischen den Trennhäuten herausschneiden. Saft aus den übrigbleibenden Trennhäuten in eine Schüssel ausquetschen und den Saft mit Essig, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker verrühren, dann das Olivenöl daruntermischen.

:: Chili in feine Streifen schneiden und unter das Dressing rühren.

:: Avocados halbieren, aufdrehen, den Kern herauslösen und das Fruchtfleisch in Stückchen schneiden. Avocadostücke und Grapefruit mit dem Dressing verrühren.

:: Salat waschen und schleudern.

:: Knoblauchzehe schälen und fein hacken. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und die Garnelen darin braten, den Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten, mit Salz und Pfeffer würzen.

:: Salatblätter mit Avocadostücken, Grapefruitscheiben, Oliven und Dressing mischen, auf den Tellern verteilen und mit den Garnelen garnieren.

Gebackene Pilze

Bedingt durch anstehende Ereignisse sind meine momentanen Kochauswürfe eher unspektakulär und nicht zwingend blog-fähig - ich meine, einen simplen Salat aus Gurken, Tomaten, Paprika und Grünzeugs verdient jetzt nicht unbedingt soviel mediale Aufmerksamkeit wie eine Crème Brulée mit perfekter Kruste, oder?

Deswegen poste ich heute mal ein Rezept, das immer mal wieder bei uns auf dem Teller auftaucht, was aber für den Blog schon diverse Male zurückstecken musste für scheinbar spektakulärere Gereichte: Im Ofen gebackene Pilze.
Pilze sind ja irgendwie die Bastion für Teilzeit-Vegetarier wie mich, sie stellen irgendwie eine Art Fleischersatz dar, sind aber gleichzeitig Gemüse. Und wenn es Fleisch gibt, dann sind sie eine prima Beilage. Diese gebackenen Pilze sind besonders dankbar, weil sie nicht mühsam in Scheiben geschnitten werden müssen und dann einfach im Ofen verschwinden, statt den Herd und die Pfanne zu blockieren. Und die entstehende Sauce ist köstlich! Wenn ich wieder Brot esse, dann wird das sicher eines der ersten Sachen, die ich koche, denn Auftunken ist einfach himmlisch!



Gebackene Pilze mit Knoblauch 

und Petersilie


500g Pilze, braune Chanpignons sind auch optisch prima
3 Knoblauchzehen
50g Butter
2 EL Öl
Salz, Pfeffer
1/2 Bund gehackte Petersilie
2 TL Zitronensaft


:: Backofen auf knackige 220°C vorheizen.

:: Die Pilze putzen, kleine Pilze im Ganzen lassen, größere Pilze halbieren oder ggf. vierteln. Knoblauch fein hacken, Butter in kleine Stücke schneiden.

:: In einer flachen Auflaufform die Pilze mit Knoblauch, Öl, 1 guten Prise Salz und ordentlich frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer mischen. Butterstücken darüber verteilen und dann für ca. 25 - 30 Minuten in den Ofen schieben, dabei gelegentlich umrühren. Kurz vor Ende den Grill anschmeißen schadet auch nicht...

:: Wenn die Pilze weich sind und die knoblauchduftende Sauce vor sich hinblubbert, dann die Auflaufform aus dem Ofen nehmen und Zitronensaft und gehackte Petersilie unterrühren.

:: Mit Brot zum Auftunken servieren.

Sonntag, 15. Mai 2011

Teufelskuchen - teuflisch guter Schokoladenrührteig

Am Freitag sah meine Küche aus wie ein Schlachtfeld: Ich habe 4 Kuchen gebacken.
Nicht etwa, weil ich plötzlich alle Kohlenhydratsverzichtabsichten über den Haufen geworfen habe, nein nein... das lief unter dem Motto "die kluge Frau backt vor". Die Kuchen sind nämlich nach dem Auskühlen mehr oder weniger direkt in den Tiefkühler gewandert und werden bis zu unserem Polterabend dort vor sich hinfrieren. Und wie gut, dass ich es getan habe, denn ich wollte so unbedingt meine neue Backform ausprobieren, und ich glaube, wenn ich das am Tag der Party direkt gemacht hätte, wäre wohl all meine hart angetrainierte Gelassenheit mit einem Mal futsch gewesen. Und die neue Backform im Zweifelsfall auch. Das Schätzchen ist nämlich mal gar nicht so leicht zu handhaben! Der erste Kuchen ist förmlich in der Form explodiert, da das amerikanische Modell offensichlich nicht das Fassungsvermögen einer hier üblichen Kranzform hat. Außerdem war der Kuchen etwas zu knusprig geworden... Beim zweiten Kuchen habe ich dann nicht nur weniger Teig genommen, sondern auch vorsichtshalber ein feuchtes Handtuch um die Form gewickelt, mit dem Ergebnis, dass der Kuchen zwar ganz wunderbar gleichmäßig aufging - sich aber dann nicht dazu bewegen ließ, in einem Stück aus der Form zu gleiten... Katastrophenalarm!!! Die neue Backform wurde mit Flüchen und bösen Blicken bedacht und der 35 EUR Kaufpreis nicht für wert befunden.
Zur "Entspannung" rührte ich die anderen Teige leicht grummelig in andere Backformen, und alles ging wunderprima.

Aber mein Ehrgeiz ließ mich nicht ruhen - diese olle blöde Form musste doch zur Kooperation bewogen werden können! Also blies ich erneut zum Angriff, stellte den Teig diesmal mit einem Ei weniger her, fettete die Form mit mehr Akribie, als ich sie jemals einer Backform angedeihen lassen habe, siebte eine feine Mehlstaubschicht darüber, verteilte und klopfte, redete Teig und Form gut zu - und siehe da. Es gelang. Sieht hübsch aus. Dass der Kuchen schmeckt, kann ich aus Erfahrung sagen, da es das gefühlt 184. Mal war, dass ich diesen Kuchen gebacken habe.

Die verwendete Menge an Zucker scheint riesig, aber die braucht es, um den Kakao auszubalancieren.


Schokoladenkuchen Teufelskuchen Devil's Food Cake

Teufelskuchen


**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Zucker lässt sich hier aber gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die verwendete Menge um 20-30% erhöhen würde, je nach Süßvorliebe.**

Ein "Tassenkuchen", wobei die von mir verwendete Tasse 250ml fasst.
Für eine 28-cm Kranzform oder eine lange Kastenform, bei der verwendeten "Heritage"-
Form habe ich den Teig auf 3 Eier "heruntergerechnet".


250g weiche Butter
2 Tassen Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
4 Eier
2 Tassen Mehl
3 EL Kakao
1 TL Natron
200g Saure Sahne

Ja ja ja, ich weiß. Ich predige immer, dass erst Eier und Zucker fluffig geschlagen werden sollen. In diesem Fall mache ich einmal eine kliiitzekleine Ausnahme.

:: Backofen auf 180°C vorheizen.

:: Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen, dann die Eier einzeln nach und nach unterrühren, nach jedem Ei so lange schlagen, bis es richtig eingerührt ist.

:: Mehl, Kakao und Natron mischen, über die Butter/Zucker/Ei-Masse sieben und erst mit dem ausgeschalteten Handmixer etwas einrühren - man kann auch gleich volle Pulle, aber dann beschwert Euch nicht über feinen Kakaostaub, der alles bedeckt! ;-) Dann gut durchmixen. Am Ende die saure Sahne unterrühren.

:: In eine gut gefettete Form füllen und ca. 50 - 60 Minuten backen. In der Form leicht auskühlen lassen.

Durchgezogen schmeckt der Kuchen einen Tag später fast noch besser!

Mittwoch, 11. Mai 2011

Geschmorte Dorade mit Gemüse und Wein

Also heiraten, ne. Da kann ich ja nun mein eigenes Liedchen von singen, so kurz vor dem großen Tag. Die kleinen und größeren Katastrophen sind aus dem Weg geräumt, wobei ich zugeben muss, dass manche Katastrophen wohl eher in die Kategorie "Mücke zum Elefanten machen" einzuordnen sind. Man hat schon echt Probleme, so als Braut.
Zum Glück gibt so viele tolle Aspekte, gerade wenn man selbst gern kreativ wird und viel selbst machen möchte/kann. Und das Glücksgefühl, wenn man alle Gastgeschenke selbst fertiggestellt hat, vom Rühren zum Verpacken, dieses "boah-bin-ich-erledigt-aber-ich-grinse-über-beide-Backen"-Gefühl, das ist unschlagbar. Oder Häkchen hinter eine Aufgabe auf der To-Do-Liste setzen. Großartig! (Mein zweites Ich, die lebende Excel-Tabelle, hat mich gewungen, das zu schreiben.)

Hat jemand von Euch den Film "Bride Wars - Beste Freindinnen" mit Kate Hudson und Anne Hathaway gesehen? Definitiv kein Höhepunkt der Filmgeschichte, aber sehr amüsant. Aus irgendeinem Grund ist bei mir die Szene haften geblieben, in dem Liv (Kate Hudson) feststellt, dass ihr Vera Wang-Kleid noch nicht ideal passt und dann sinngemäß sagt, dass man ein Brautkleid von Vera Wang nicht ändern lässt, sondern dass man sich selbst für ein Vera Wang ändert.
Nun habe ich sicherlich kein Vera-Wang-Kleid, aber auch meins war bei der letzten Anprobe noch einen Tacken zu eng. Und beide, Schneiderin und Verkäuferin, schworen Stein und Bein, dass sie es an meiner Stelle nicht ändern würden, denn jede (J.E.D.E.) Braut hätte bisher noch ein oder zwei Kilo abgenommen, und was würde es denn bringen, wenn das Kleid am Ende an mir hinge?! Gut, letzteres wird nicht passieren, dank der eingenähten, nahezu viktorianisch anmutenden Corsage, aber ich nahm das als Kampfansage: 2 Kilos, here I come! Und: Kohlenhydrate, ab sofort seid ihr nach dem Frühstück verboten!

Ehrlich, ich freu mich auf die Hochzeit. Aber auch auf die Zeit danach, wenn "Pasta" kein böses Wort mit 5 Buchstaben mehr ist. In der Zwischenzeit tue ich alles dafür, dass viel Protein so lecker wie möglich verpackt wird. Mit der Dorade ist das auf jeden Fall schon mal gelungen!


Geschmorte Dorade mit Gemüse und Wein


2 Doraden (wir hatten 3 kleine)

1 große Zucchini
2 Karotten
1 große Zwiebel
2 Stangen Sellerie
2 Knoblauchzehen, gern mehr
2 EL Tomatenmark
1 Glas Weißwein
1 Dose gehackte Tomaten
3 Zweige Thymian
1 Zweig Rosmarin
2 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer, Olivenöl

:: Backofen auf 180°C vorheizen.

:: Doraden waschen, trockentupfen und mit Salz und Pfeffer einreiben. Ein Ausflug in die Rubrik: "kann man machen, muss man nicht": In jede Doradenbauchhöhle einen kleinen Thymianzweig und eine Knoblauchzehe stecken.

:: Das Gemüse putzen und in mittelgroße Stücke schneiden, Knoblauch fein hacken.

:: In einem Bräter Olivenöl erhitzen und das Gemüse inkl. Knoblauch anbraten, nach ca. 5 Minuten das Tomatenmark unterrühren und weitere 4-5 Minuten unter Rühren mitrösten. Kräuter hinzugeben und mit Weißwein und gehackten Tomaten ablöschen. Die ganze Chose kurz aufkochen lassen.

:: Die Fische auf das Gemüsebett legen, etwas Gemüsesauce über den Fisch geben, dann den Deckel auf den Bräter legen und alles für etwa 30 Minuten im Ofen garen.

Dazu schmeckt frisches, knuspriges Brot besonders gut.

Brot.... hach.

Freitag, 6. Mai 2011

Spargel-Salat mit Pinienkernen und Zitrone

Ja, schon wieder Spargel. Doch was soll ich auch machen? Auf dem Markt und im Supermarkt springt Spargel förmlich von selbst ins Einkaufskörbchen, und all die schönen Kochblogs haben die grünen und weißen Stangen zum Thema Nr. 1 erklärt. Nicht dass es mich stören würde - in der leider viel zu kurzen Saison könnte ich quasi täglich Spargel essen.


Bei Smitten Kitchen sah ich neulich einen Salat aus rohem grünen Spargel und dachte zunächst, ööh, die Amis wieder... keine Ahnung von der Stange, das soll schmecken? Nein. Niemals nicht! Doch als ich vorgestern grünen Spargel wusch und von den holzigen Enden befreite, ist mir von einer Stange ein Stückchen abgebrochen, und gedankenverloren steckte ich mir das kleine Fitzelchen in den Mund - wie man das halt so macht mit Gemüse (halbe Karotte ins Töpfchen, halbe Karotte ins Kröpfchen). Oh, dachte ich - das schmeckt ja wirklich gut! Gleich noch einmal probiert und nach erneut positivem Geschmackserlebnis konnte ich es am Ende kaum abwarten, den Salat von Smittenkitchen, den ich erst regelrecht gedisst hatte, auszuprobieren.


Eigentlich kommt Parmesankäse über den Spargel, allerdings war der Parmesan, den ich noch vor meinem geistigen Auge im Kühlschrank gesehen hatte, wohl über Nacht wie durch Zauberhand verschwunden (anklagender Blick in Richtung des Gatten). Sehr alter Gouda tat's aber auch. Die Kombination aus Zitronensaft und Pinienkernen gibt dem grünen Spargel ein wunderbares nussiges und gleichzeitig frisches, knackiges Aroma.

Frühling auf dem Teller!
Und neu aufgerüscht (wäre niemandem aufgefallen, oder? *hihi*) wird der Salat eine Archiv-Einreichung für die hellgrüne Mai-Ausgabe des Cookbook of Colours von High Foodality.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors




Spargel-Salat mit Pinienkernen 
und Zitrone
nach dem Rezept von smittenkitchen.com

500g grüner Spargel
2 EL Pinienkerne
1/2 Zitrone
Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 kleines Stückchen reifer Hartkäse

:: Spargel gut waschen und abtrocken, aber die holzigen Enden ausnahmsweise mal NICHT abbrechen, denn sie dienen als Halt. Kommt gleich.

:: Pinienkerne in einer Pfanne rösten.

:: Den Spargel in dünne Streifen "schälen": Dafür die Spargelstange am Ende festhalten und mit dem Sparschäler dünne Streifen abschälen - natürlich erst ab dem nicht mehr holzigen Stück.
Die Spargelstreifen auf eine Platte oder einen Teller häufen und etwas Zitronensaft darüber auspressen. Mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Alles leicht vermengen und die Pinienkerne darüber streuen.

:: Mit dem Sparschäler dünne Streifen Käse über den Salat hobeln.

:: Servieren und genießen!

Dienstag, 3. Mai 2011

Spargel-Tarte

Quiches und Tartes sind etwas wunderbares, sie sind leicht und aromatisch und wärmend zugleich, und machen mit einem Salat zusammen eine komplette Mahlzeit. Es gibt nur ein Problem. Naja. Zwei, eigentlich. Denn so anstandslos ich auch für eine süße Tarte oder einen Kuchen Mürbeteig knete, kühle, ausrolle und erneut kühle, so sehr nervt mich das an einem normalen Wochentag, wenn ich ein (halbwegs) schnelles Abendessen kochen will, und mir der Sinn nun mal nach Quiche steht. Als Variante zum Mürbeteig wird daher ja oft Blätterteig in den Rezepten angegeben. Ist praktisch, gibt es fertig zum Ausrollen. Aber hier stehen wir vor meinem Problem Nr. 2: Ich mag keinen Blätterteig.
Damit stehe ich wahrscheinlich allein auf weiter Flur. Aber ich stehe dazu: Ich. Mag. Keinen. Blätterteig. Dieses krümelige, bröselige, was für andere der Himmel ist, ist für mich ein Graus.


Ich stand also irgendwie immer vor dem Quiche-Teig-Dilemma. Was jetzt für mich zum Glück gelöst ist - Halleluja!

Eatsmarter.de hat neulich auf seiner Facebookseite "Spargel-Tartelettes" gepostet, und ich war sofort angefixt von dem hübschen Bild. Ich habe ein ambivalentes Verhältnis zu eatsmarter.de: Einerseits finde ich die Rezeptideen und die Bilder toll, andererseits nervt mich der Fettsparwahn und die Kalorienzählerei auf deren Seiten kollosal ("Nur 127 Kalorien!"). Ich persönlich habe die Einstellung, dass man Zutaten nicht durch fettreduzierte Sachen ersetzen soll - in der Regel haben die auch nicht weniger Kalorien, dafür aber eine Menge Zucker und Zusatzstoffe mehr. Mal davon abgesehen, dass der Geschmack flöten geht. Dann lieber nur einen Keks - aber den mit vollem Geschmack!

OK, wo war ich? Genau. Mürbeteig/Blätterteig-Ersatz bei Quiches und Tartes. Denn eatsmarter, die Kaloriensparer, haben bei den Spargel-Tartelettes Filoteig eingesetzt. Jaaaa, Filoteig, mein alter Freund! Wer hätte gedacht, dass du so schnell wieder zum Einsatz kommst???
Silly old me hatte natürlich das Rezept nur so lala gelesen und mich nicht wirklich an die Mengen gehalten, so dass bereits 250g Ricotta in der Schüssel gelandet waren, statt der angegebenen 100g. Egal! Das Ergebnis war sehr zufriedenstellend. Die größte Schwierigkeit war am Ende, die Quiche aus der Form zu bekommen. Ich glaub ich brauch eine neue Backform. Da war doch mal was, oder?




Spargel-Tarte mit Ricotta und Filoteig

adaptiert von eatsmarter.de


4 rechteckige Blätter Filoteig
4 EL Olivenöl - oder mehr...
1 Pfund Spargel, grün und weiß gemischt
250g Ricotta
2 EL (Ziegen-)Frischkäse
3 Eier
2-3 EL Milch
Salz, Pfeffer, Muskat
nach Belieben Pesto

:: Den Spargel waschen, die weißen Spargelstangen schälen und das holzige Ende abbrechen, beim grünen Spargel entfällt das Schälen ja freundlicherweise. In ca. 5cm lange Stücke schneiden.

:: Wasser in einem mittleren Topf zum kochen bringen, und den weißen Spargel mit etwas Salz 2 Minuten kochen, dann den grünen Spargel zugeben und weitere 3 Minuten kochen. Abgießen und kalt abbrausen. (Warum? Das stoppt den Garvorgang im immer noch heißen Spargel, denn er wird im Ofen noch gegart und soll ja nicht zu weich sein.)

:: Den Ofen auf 180°C vorheizen.

:: Die Filoteigblätter schichten: Dafür ein Blatt mit Olivenöl bestreichen, mit einem zweiten Blatt abdecken, dieses ebenfalls bestreichen, das dritte Blatt darauflegen, bestreichen Blatt Nr. 4 darauflegen und diesem auch einen finalen Anstrich geben. Beim Bestreichen die Ecken nicht vergessen!
In eine rechteckige Form legen, etwas andrücken und zur Seite stellen.

:: Ricotta, Frischkäse, Eier und Milch zu einer glatten Masse verquirlen, mit Salz, Pfeffer und geriebenem Muskat abschmecken. Im Originalrezept soll noch 1 EL Bärlauchpesto untergerührt werden, da der nicht zur Hand war, habe ich ein paar Flöckchen Bärlauchbutter genommen. Ist aber sicher kein Muss.

:: Die Käsemasse auf den Teig gießen, die Spargelstückchen auf die Masse geben und etwas eindrücken.
Für ca. 30 Minuten backen. Herausnehmen und noch etwa 10 bis 15 Minuten ziehen und leicht abkühlen lassen.

:: Uns schmeckte dazu ein Salat von einem anderen Frühlingsboten: Radieschen, angemacht mit Kräutervinaigrette.


Sonntag, 1. Mai 2011

Zitronenrosen mit Himbeerkonfitüre

Andere Leute sammeln Uhren oder Schmuck oder irgendwie abgefahrene Dinge. ICH könnte Backformen sammeln. Ich KÖNNTE, wohlgemerkt, denn aus Platzgründen und Mangel an Verwendung halte ich mich doch meistens notgedrungen zurück, auch wenn ich oftmals seufzend in meinem Hamburger Lieblingsladen Laegel (Achtung, gruselige Homepage!) vor dem Sortiment stehe und eigentlich alle alle alle mit heimnehmen will. Die schönen Sachen. Die kitschigen. Und die Klassiker. Aber nein, ich übe mich in Willensstärke. Meistens, jedenfalls. Denn vor einiger Zeit MUSSTE ganz einfach diese Silikonbackform für kleine Kuchenrosen oder Rosenkuchen mit mir mitkommen, zu laut war ihr verlockender Ruf. Sie hat sich aber auch schon als überaus praktisch herausgestellt, denn für 2 Personen und einen Eiervorrat im Kühlschrank von genau 1 Stück ist das die perfekte Größe. 15 kleine Kuchen purzeln am Ende problemlos aus der Form.

Da es ein sonntagssüßer Genuss für Schleckermäulchen ist, ist das mein Beitrag zur Initiative Sonntagssüß, heute bei Fräulein Text.


Das mit der Silikonbackform mitgelieferte Rezept für Zitronenblumen ist super, ich habe heute noch den letzten Rest Himbeerkonfitüre dazugegeben.



Zitronenrosen mit Himbeerkonfitüre

Für die 15er Mini-Millefleur-Form von Birkmann, verdoppelt müsste das eigentlich für 1 Muffinblech reichen.

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Zucker lässt sich aber ganz gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde, je nach Süß-Vorliebe.**


1 Ei
60g Puderzucker
60g weiche Butter
abgeriebene Schale von 1/2 unbehandelten Zitrone
60g Mehl
1 EL Milch oder Sahne
3 TL Himbeerkonfitüre (oder Erdbeer, oder Waldfrucht, oder...)

:: Den Backofen auf 175°C vorheizen.

:: Ei und Puderzucker schaumig aufschlagen, bis die Masse weißlich und fluffig ist. Butter und Zitronenschale gut unterrühren, dann das Mehl darübersieben und alles zu einem glatten Teig vermischen. Milch oder Sahne unterrühren.

:: Am einfachsten ist es nun, die Masse mit einem Spritzbeutel gleichmäßig auf die Formen zu verteilen, das verhindert größere Kleckereien. Mit einem Teelöffel sollte es aber auch funktionieren.

:: Die Konfitüre in die Spritztüte füllen und in jedes Förmchen einen kleinen Klecks spritzen. (Sollte auch mit einem Espressolöffel gehen.)

:: 15- 20 Minuten backen, danach auskühlen lassen und eventuell mit Puderzucker bestäubt servieren.

Einen süßen Sonntag!




+++Backform-Update vom 4. Mai.+++

So. Da war es wieder, das laute "Nimm! Mich! Mit!"-Gebrülle seitens der Backformen. Und nach monatelangem Widerstand, nach festem Augenzudrücken und Ohrenzuhalten, nach tapferem Ignorieren und heimlichem Anschmachten ist sie nun mein: Die "Heritage Bundt"-Form von Nordic Ware.

UND IST SIE NICHT SCHÖN???
Wenn man sie schnell dreht, kann einem ganz schwindelig werden. Huiuiuiui.



Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...