Mittwoch, 29. Juni 2011

Vegetarische Bolognese

Nie hätte ich gedacht, dass eine fleischfreie Bolognese so authentisch schmecken kann.

Aber der Reihe nach. Im hübschen neuen Forum Alles hausgemacht! (unter der Federführung von Steph vom Kuriositätenladen) gibt es einen Thread, in dem Lieblingsgerichte oder Evergreens in eine vegetarische Variante abgewandelt werden sollen. Klar, für Fleisch kommt dann oft Tofu auf den Teller, den ich aber immer noch schwierig finde. Deswegen war ich erstmal skeptisch, als "Sojaschnetzel" das Hackfleisch in der Bolognese ersetzen sollten. Mein Testesser isst aber ganz gern diese vegetarischen Brotaufstriche, von denen ich finde, dass die wie Bolo-Paste schmecken, also dachte ich mir, dass es dann ja gar nicht so schlimm werden kann. (Dabei habe ich einfach mal komplett ignoriert, dass dieser vegetarische Brotaufstrich auf Hefebasis hergestellt wird. Nicht aus Soja. Egal.)
Da ich Testessers Urteil nicht durch Wissen beeinflussen wollte, habe ich ihn während der "Action-Phase" des Kochens von der Küche ferngehalten (gar nicht mal so leicht, denn Schnappi, unser neuer Mitbewohner, zieht immer wieder Testessers Aufmerksamkeit auf sich. Stundenlang kann er das Ding betrachten.). 
Nach den ersten Bissen habe ich ihn dann gefragt, ob er findet, dass es anders schmeckt als sonst. Es sei ein kleines bisschen salziger als sonst, aber ansonsten ganz normal, lecker wie immer. Ha! Er hat nicht schlecht gestaunt, als ich gesagt habe, dass es kein Fleisch, sondern Soja sei.

Der Trick, wie auch bei "echter" Bolognese, oder Ragù, wie es ja eigentlich heißt, ist das stundenlange Schmoren. Einmal angesetzt kann man sich in aller Ruhe ein WM-Spiel anschauen. In der Halbzeitpause einmal umrühren, dann kann man unseren Ladies weiter zujubeln, und nach Abpfiff müssen dann nur noch Spaghetti aufgesetzt werden. Weltmeisterlich!




Vegetarische Bolognese
Die Menge ist für 4 Portionen plus Nachschlag oder Reste zum Einfrieren gedacht.

150g Sojaschnetzel (z.B. von Alnatura)
450ml Gemüsebrühe
2 Karotten
2 Selleriestangen
2 Zwiebeln
3 EL Tomatenmark
je 1 Zweig Thymian und Rosmarin
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer
3 Dosen gehackte Tomaten
1/2 Flasche Rotwein
2 Knoblauchzehen

:: Sojaschnetzel mit Gemüsebrühe übergießen und etwa 10 Minuten quellen lassen.

:: Währenddessen Karotten, Sellerie und Zwiebeln putzen bzw. schälen und in feine Würfelchen schneiden oder hacken.

:: Sojaschnetzel in einem Sieb abtropfen lassen und dann am besten noch auf einen großen, mit Küchenkrepp ausgelegten Teller geben und mit einer weiteren Lage Krepp abtupfen. Das ergibt zwar eine mittlere Schweinerei, aber die Sojabrösel braten besser, wenn sie trocken sind.

:: In einem großen Bräter oder Topf etwas Öl erhitzen und die gewürfelten Zwiebeln, Karotten und Sellerie darin glasig anschwitzen. Sojaschnetzel dazugeben und gut 5-6 Minuten mitbraten. Kräftig salzen und pfeffern. Rosmarin, Thymian und Lorbeer dazugeben, Tomatenmark unterrühren und alles noch eine weitere Minuten unter Rühren anrösten. Dann mit gehackten Tomaten und Rotwein aufgießen. Einmal aufkochen lassen, Hitze auf sehr klein herunterschalten und dann zugedeckt mindestens 1,5 Stunden langsam vor sich hin köcheln lassen, besser noch 2 Stunden.

:: 15 Minuten vor Ende der Garzeit die Knoblauchzehen dazugeben. Ich nehme am liebsten eingelegten Knoblauch, frischer tut's aber natürlich auch. Die Knoblauchzehen hacken bzw. zermatschen und unter die Bolognese rühren, dann zuende schmoren lassen.

:: Dann nur noch Spaghetti kochen und Parmesan reiben - und los geht das fleischlose Bolo-Vergnügen!


Sonntag, 26. Juni 2011

Sonntagskekse: Lemon Sugar Snaps

Die würden auch das Krümelmonster glücklich machen und einfach nur noch nach mehr Keksen verlangen lassen! Keeeeeeeekkkkssseeeee!

Meine Merkliste und mein Wunschzettel bei Amazon wachsen ja so langsam ins Unendliche, und wenngleich Koch- und Backbücher noch nicht ganz die Mehrheit haben, so sind sie kurz davor, sie zu erobern. Ganz oben auf der Wunschliste (so als kleiner Tipp für mitlesende frischgebackene Ehegatten) steht im Moment Martha Stewarts Buch "Cookies". Diese "Blick-ins-Buch-"Funktion ist ja so fies - man sieht fast alles, aber sobald man da mal einen genaueren Blick drauf werfen will, verschwindet entweder die Seite oder der Text ist total verschwommen. Oder die darauffolgende Seite, auf der das (mühsam entzifferte) Rezept weitergeht, ist dann nicht mehr da. Irgendwie clever, denn so sitze ich da wie der sabbernde Hund vor dem Bild eines Knochens und will den Knochen das Buch haben. Sofort!

Trotz verschwindender Seiten und veschwommener Texte hatte es mir ein Cookie ganz besonders angetan, allein der Name: Lemon Sugar Snaps. Zitrone! Zucker! Kekse! Jaaaa!
Ein bisschen Google-Kung fu hat mich dann mit mehreren Varianten der Kekse bekannt gemacht, und nach ganz dollem Augenzusammenkneifen hab ich das in etwa mit Mrs Stewarts Rezept in Einklang gebracht. Nur den Zucker habe ich wie immer massiv reduziert.

Die Kekse haben eine beinahe softe Textur, weniger knusprig als "normale" deutsche Kekse, eher so wie zu lange gebackener Bisquitteig. Herrlich delikat. Zum Espresso (wie auf dem Bild) passen sie super - reine Perfektion ist allerdings ist die Kombi mit einer Tasse Earl Grey.



Lemon Sugar Snaps

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Zucker lässt sich aber ganz gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde, je nach Süß-Vorliebe.**


für ca. 40 Kekse

Ich habe einen Cups-Messbesser, allerdings habe ich auch festgestellt, dass eine Tasse mit 250ml Inhalt (randvoll) in der Regel auch ganz gut passt. Umrechnungstabellen online findet ihr hier: USA kulinarisch.

1 3/4 Tassen Mehl
1 TL Natron
1 TL Weinsteinbackpulver - oder einfach 1 TL Backpulver nehmen
1/2 TL Salz
225g weiche Butter 
1/2 Tasse Zucker, plus zusätzlichen Zucker zum Wälzen
1 Ei
Abgeriebene Zitronenschale von 3 Zitronen (oder 2 Tütchen Zitronenschale von Dr. Ö & Co.)
2 TL Zitronensaft

:: Backofen auf 175°C vorheizen, 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.

:: Mehl, Natron, Weinsteinpulver und Salz mischen.
Butter und Zucker schaumig rühren, Ei, Zitronenschale und -saft darunterrühren.
Die Mehlmischung daruntermixen, aber nur "gerade so". Der Teig wird nicht sonderlich fest, wie man das sonst von Mürbeteig gewohnt ist.

:: Mit einem Teelöffel kleine (!!!) Häufchen abstechen, am besten nur einen ganz knapp gehäuften TL. Die Dinger werden auf dem Backblech noch ordentlich breit.
Die Häufchen zu Bällchen formen, diese in einer Schale mit Zucker wenden und dann mit genügend Abstand auf ein Backblech legen.

:: Ca. 12-15 Minuten backen, dabei nach der Hälfte einmal wenden.
Gut auskühlen lassen.

So süß, wie die sind, werden sie sofort zum Sonntagssüß erklärt, diesmal bei Julie von mat & mi.

Freitag, 24. Juni 2011

Scharfe Spargelsuppe mit Kokosmilch und Curry

Kirschen rot - Spargel tot!
Bis Johanni nicht vergessen, sieben Wochen Spargel essen!

So und ähnlich kennen wir die Sprüche, die sich um die Spargelsaison und ihr festgesetzes allerspätestes Ende - den Johannistag am 24. Juni - ranken. Ich hab das zwar irgendwie immer akzeptiert, aber noch nie nachgeforscht, warum das so ist. Nachdem es aber wieder so weit ist und der Spargel bis zum nächsten Frühjahr aus unseren Supermärkten verschwinden wird, habe ich mich mal aufgeschlaut. Also aufgemerkt, heute kommt was aus der Rubrik "Klugscheißen für Fortgeschrittene":
Der Wurzelstock der Spargelpflanze hat nach etwa 7 bis 8 Wochen Erntezeit alle Kräfte aufgezehrt, die für ein gesundes Wachstum vonnöten sind und braucht danach eine Regenerationspause. Sozusagen als Deadline zum Ernten hat sich der Johannitag entwickelt, am 24. Juni ist Schluss! Spargel ist eine mehrjährige Pflanze, deren Wurzelstock tief in der Erde überwintert. Nach dem Johannitag treibt der Spargel ins Kraut, was die Pflanze mit Reservestoffen für das nächste Jahr versorgt, damit es dann im April/Mai wieder losgehen kann. (Quellen: THOMY, und mein Opa)
Wieder was gelernt.

Wohlan! Ein letztes Spargelgericht sollte in diesem Jahr auf den Tisch kommen, bevor wir den Stangen bis zum nächsten Frühjahr Adieu sagen. Diesmal machen wir dem Königsgemüse ein bisschen Dampf unterm Hintern, mit Currypaste und überhaupt einer eher asiatischen Note.





Scharfe Spargelsuppe mit Kokosmilch 

und Curry

Für 4 Teller.

1 Bund weißer Spargel
100g Zuckerschoten
2 Karotten
2 Schalotten oder ein kleine rote Zwiebel 
1 EL Öl
1-2 EL rote Currypaste
500ml Hühnerbrühe
400ml Kokosmilch (wer es nicht ganz so cremig mag, variiert einfach das Brühe/Kokosmilch-Verhältnis mit mehr Brühe und weniger Kokos)
1 Hähnchenbrustfilet
3-4 Stängel Koriander

Für die vegetarische Variante kann man die Hühnerbrühe durch Gemüsebrühe ersetzen und das Huhn entweder ganz weglassen oder durch Tofu ersetzen.

:: Die holzige Enden des Spargels abbrechen, die Stangen schälen und in ca 5 cm lange Stücken schneiden. Diese noch einmal längs halbieren.
Zuckerschoten waschen und einmal durchschneiden.
Karotte schälen und in Scheiben schneiden.
Schalotte/Zwiebel in Streifen schneiden.

:: Hähnchenbrustfilet waschen, trockentupfen und in mittelkleine Würfel schneiden, so ca. 2x2 cm, (kühl) beiseite stellen.

:: Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen, Spargel und Karotten darin 2-3 Minuten anbraten, dann die Zwiebelscheiben dazugeben und eine weitere Minute mitbraten.
Currypaste dazugeben und unterrühren.

:: Mit Hühnerbrühe und Kokosmilch ablöschen, kurz aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren und etwa 3 Minuten köcheln lassen.

:: Hähnchenwürfel zusammen mit den Zuckerschoten in die Suppe geben und 5 Minuten ziehen lassen.

:: Korianderblätter abzupfen. Die Suppe in Teller füllen und mit Koriander bestreut servieren.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Lammcarrée mit Chilikruste

Wenn das World Wide Web nicht immer so ein FÜLLE an neuen Rezepten und Ideen und Inspirationen hervorbringen würde, dann... ja dann würde ich vielleicht mal wieder mehr aus dem 80 cm vollgepackten Billy-Regal-Fach, in dem sich meine Koch- und Backbuchsammlung befindet, nachkochen. Aber irgendwie läuft mir dann doch immer wieder ein Rezept über den Weg, was meine Aufmerksamkeit weg vom Billy-Regal und hin zum Bildschirm zieht. Klassische Konzentrationsstörung, würde ich mal sagen. Oder Information Overflow. Egal, jedenfalls habe ich eines Abends, als der frischgebackene Gatte nicht da war, das Regalfach leergeräumt und alle Kochbücher durchgeblättert, und dann eine lange Liste mit all den Dingen erstellt, die ich daraus mal (wieder) kochen sollte und will. Dabei kristallisierte sich aber schnell heraus, dass vor allem 2 Bücher ganz weit vorn lagen: Das vegetarische Kochbuch von Yotam Ottolenghi (mit dem ich mich wieder ausgesöhnt habe) und ein etwas älteres Buch von Donna Hay: "Herrlich aromatisch", naja, wahrscheinlich war der Titel der Originalausgabe, "Flavours", nicht geschickter zu übersetzen. Mir fällt auch grad nix besseres ein. Komischer Titel oder nicht, jedenfalls schaffte es das Lammkotelett in Chili-Kruste aus diesem Kochbuch (das gleichzeitig auch ein Backbuch ist) in die Top 3 meiner Liste.

Lammkoteletts mit Chilikruste und Gurkenjoghurt auf www.katharinakocht.com

Ich habe allerdings statt des Koteletts Lammcarrée gekauft und vereinzeln lassen, das sieht zum einen besser aus und lässt sich zum anderen dank des Knochens zum Festhalten besser verarbeiten und wenden. Das Lamm wird durch die Paste aus Chilis (keine Angst, die normalen Supermarkt-Chilis sind ja nicht so scharf) und das Backen im Ofen extrem saftig und aromatisch. Dazu in der Pfanne gebackenes Fladenbrot nach einem Rezept von Fool for Food - perfekte Kombi, auch zusammen mit dem Gurkenjoghurt.

Das Rezept ist laut Buch für 4 Personen berechnet, allerdings sind die Lammcarrée-Scheiben ja doch eher, öhm, klein, so dass wir zu zweit locker 10 Stück niedergemacht haben. Nur so als Warnhinweis... ;-)


Lammcarrée mit Chilikruste und Gurkenjoghurt

Aus Donna Hays "Herrlich aromatisch"

FÜR DAS LAMMCARREE:

8-12 Lammkoteletts oder vereinzelte Scheiben vom Lammcarrée
Salz
4 große rote Chilis
2 Frühlingszwiebeln
2 EL Zitronensaft
1 Bund Korianderblätter
1 EL Olivenöl

FÜR DEN GURKENJOGHURT:
1/2 Gurke
1 Becher Naturjoghurt
100g Feta
1 EL feingehackter Dill
Salz, weißer Pfeffer


:: Zunächst den Gurkenjoghurt anrühren: Gurke schälen, längs halbieren und mit einem Löffel entkernen. Joghurt und zerbröselten Feta gut vermischen, wer eine sämigere Konsistenz möchte, püriert beides kurz. Dann die Gurkenhälften in die Mischung raspeln. Dill unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

:: Backofengrill vorheizen und ein Backblech klarmachen.

:: Für die Chilipaste die Chilis säubern und die Kerne und Samenfädenn entfernen - oder drinlassen, wenn man mehr Schärfe mag. Grob kleinschneiden.
Frühlingszwiebeln putzen und ebenfalls grob hacken. Koriander waschen, trockenschütteln und die Blätter abzupfen. Chilis, Zwiebeln und Koriander zusammen mit Zitronensaft und Olivenöl pürieren.
Ich habe die Masse etwas stückig gelassen, würde sie aber beim nächsten Mal feiner pürieren, da die Schale der Chilis doch recht zäh war.

:: Lammkoteletts waschen, trockentupfen und vom überschüssigen Fett befreien. Auf jeder Seite leicht salzen. Beidseitig mit der Chilipaste bestreichen, auf ein Backblech legen (am besten ohne Backpapier darunter) und dann im unter dem vorgeheizten Grill von jeder Seite 3 - 4 Minuten grillen.

:: Mit Gurkenjoghurt und Fladenbrot servieren.

Sonntag, 19. Juni 2011

Walnuss-Bananen-Kuchen mit Schokostückchen

Immer noch Schietwetter. Wie war das noch gleich mit warmem Wetter und dem Sommer, der sozusagen schon im Türrahmen steht? Da hilft es auch nicht, wenn die Schwiegereltern aus ihrer Sommerbleibe in Griechenland anrufen und uns erzählen "Naja, abends regnet es, aber tagsüber ist es sonnig und es sind 35 Grad." Hm. Nur kein Neid. Ich sag mal so - für die Landwirtschaft ist es ein Segen. ;-)

Und, zugegebenermaßen: So ein verregnetes Wochenende gibt einem doch jede Ausrede, um auf dem Sofa rumzulümmeln, zu lesen, Musik zu hören oder trashiges Nachmittagsfernsehen zu gucken. Außerdem ist es quasi ein Naturgesetz, dass Regentage mit Kuchen aufgehellt werden müssen.
Deswegen wartete ich ganz sehnsüchtig auf meine Neuerwerbung, Cynthia Barcomis "Backen - I love baking". Im Blog foodphotolove wurde so von dem Buch geschwärmt, und spätestens bei dem Foto, auf dem der Mann so andächtig in einen Snickerdoodle beißt, hing ich am Haken. Dank eines Gutscheins, den ich von den Mädels geschenkt bekommen habe, hab ich ruckizucki bei Amazon bestellt, und dann kam und kam die Post nicht. Dabei wollte ich doch so gern etwas aus dem Buch backen.... Irgendwas amerikanisches, saftiges, mit Schoki und so. Also musste also eine Zwischenlösung her. Ich hab eine gefunden - und was für eine! In der Januar-Ausgabe der LECKER gab es das "Sweets for my sweet"-Coffeeshop-Special, und nach kurzem Entscheidungskampf zwischen Apple-Toffee-Cake und Walnut-Banana-Bread gewannen Walnuss und Banane. Praktisch, dass 3 fast schon überreife Bananen verarbeitet werden mussten!
Das Ergebnis: die Kuchen gewordene Schokobanane vom Jahrmarkt. Himmlisch.
Da muss Cynthia Barcomi wohl bis zum nächsten Wochenende warten...




Walnuss-Bananen-Kuchen mit Schokostückchen
Aus der LECKER 1/2011

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Zucker lässt sich aber ganz gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde, je nach Süß-Vorliebe.**


Fett und Zucker für die Form
150g Walnusskerne
75g Zartbitterschokolade
2 Eier
100g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
75 ml Öl
250g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
2 Msp. Zimt
3 reife Bananen
150 ml Milch

:: Den Backofen auf 175°C vorheizen. Eine 26cm-Kastenform fetten und leicht mit Zucker ausstreuen.

:: Dann am besten alles zunächst hacken, abwiegen und mischen, bevor es losgeht - alles, bis auf die Bananen: Walnüsse und Schokolade hacken. Zucker, Vanillezucker und Eier in die Rührschüssel geben. Mehl, Backpulver, Salz und Zimt mischen. Mixer rausholen oder Küchenmaschine startklar machen.

:: Zucker/Ei-Mischung aufschlagen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat und weißlich und fluffig ist. Öl dazugeben und unterrühren.
Die Banenen schälen und in Scheiben schneiden, direkt in Schüssel hinein. Unterrühren.
Dann abwechselnd die Mehlmischung und Milch unterrühren: 1/3 Mehlmischung, 1/2 Milch, 1/3 Mehlmischung, 1/2 Milch, final 1/3 Mehlmischung.
Nun die Schokostückchen und 100g gehackte Walnüsse unterheben.

:: In die Kastenform füllen, die restlichen Walnüsse auf den Teig streuen. Ca. 1 Stunde backen.
In der Form 15 Minuten auskühlen lassen, dann stürzen und komplett auskühlen lassen. Am besten einen Tag durchziehen lassen.

Ein perfektes Regen-Sonntagssüß! Da hört sogar der Regen kurzzeitig auf.



Freitag, 17. Juni 2011

Holländische Fritten und Saucen

Blitz! Donner!
Der Sommer macht gerade eine kleine Pause. Naja, nachdem ich mich halb beschwert habe, dass ich bei warmem Wetter keine Lust zum Kochen habe, hab ich die kleine Abkühlung gestern abend gleich ausgenutzt. Außerdem war Donnerstag! Donnerstags gibt's fettiges Essen! Auch wenn Germany's Next Topmodel für dieses Jahr beendet ist!
Ein paar große neue Kartoffeln haben mich zu selbstgemachten Pommes inspiriert, und im Hinterkopf hatte ich noch Mestolos WM-Kochaktion aus dem letzten Jahr, da gab es auch Pommes. (Pommesse? Pommse? Fritten halt.)
Dazu wollte ich diese leckere holländische Sauce haben, diese Mayo-Art, aber nachdem ich selbst im gut sortierten, großen Supermarkt keine anständige Frittensauce gefunden habe, habe ich das Netz durchforstet nach einem Rezept für Frietsaus & Co, um sie dann aus Eiern, Senf und Öl selbstzumachen. Das Ergebnis war OK, wenngleich auch nicht umwerfend. Ich habe zum Quervergleich noch mal pure Mayo genommen, war auch nicht schlechter!

Aber probiert es selbst mal aus.
Für die Menge auf dem Foto (die allein in meinen Magen wanderte) habe ich 4 große Kartoffeln verwandt, dementsprechend kann man die Menge abwandeln. Die Saucen waren reichlich, also wenn Ihr keine Fans von schweren Mayo-artigen Saucen seid, nehmt lieber die Hälfte. Oder ein kleines Ei.
Die Sauce vorne ist "Joppiesaus", die Curry enthält und die mit Zwiebeln gegessen wird, die Sauce dahinter ist "Frietsaus". Und der rote Klecks ist Curryketchup - den KONNTE ich mir einfach nicht verkneifen! Wirklich gern hätte ich auch die niederländische Variante mit der Erdnussauce versucht, aber dafür hatte ich nicht das passende im Vorratsschrank.



Holländische Fritten mit Saucen


FÜR DIE FRITTEN:
4 große Kartoffeln
3 EL Öl
1 TL Kurkuma
Meersalz


FÜR DIE FRIETSAUS:
1 Ei
150 ml Öl
1-2 TL Senf
1 Prise Salz
1 Prise weißer Pfeffer
1 Prise Zucker
1 TL feingewiegte Kräuter


FÜR DIE JOPPIESAUS:
2 Eier
150 ml Öl
2 TL Senf
1/2 TL Currypulver
1 Prise Paprika
je 1 Prise Salz, Pfeffer und Zucker
1 TL Butterschmalz (ja, wirklich!)
1/2 feingehackte  Zwiebel

:: Kartoffeln schälen und in ca. 1 cm dicke Fritten schneiden. Für 30 Minuten in kaltes Wasser legen. Danach abgießen, etwas trockentupfen und mit Öl und Kurkuma vermischen.

:: Backofen auf 200°C heizen und die Pommes auf einem Backblech 30-40 Minuten knusprig backen, dabei 2 oder 3 Mal wenden. Sie können ruhig auch eine Minute länger drin bleiben, meine waren nicht ganz auf dem Höhepunkt der Knusprigkeit.

:: Wer mag und hat, kann natürlich die Friteuse verwenden, ich habe mir sagen lassen, dass die 2fach Frittierung die beste sei.

:: Nun zu den Saucen, die sich gut machen lassen, während die Pommesse im Ofen sind. Es könnte nicht einfacher sein:
Für die Frietsaus alle Zutaten im hohen Rührbecher pürieren, evtl. nachwürzen. Mir fehlte noch etwas Salz und ein winziges bisschen Zucker. Wem die Sauce zu dick ist, kann mit Milch verdünnen.
Für die Joppiesaus alle Zutaten außer den Zwiebeln im Rührbecher pürieren, die Zwiebeln auf die Sauce bzw. auf die Sauce, die schon auf den Fritten ist, streuen.

:: Pommes aus dem Ofen holen, mit Meersalz bestreuen und dann heiß und fettig mit den Saucen zusammen essen.

Dienstag, 14. Juni 2011

Karottensalat mit Harissa

Sonne. SONNE! Auch wenn sie sich noch manchmal hinter grauen Wolken versteckt, sie ist da und der Sommer steht quasi schon im Türrahmen. Ich glaube fest daran, dass dieser Sommer sensationell toll wird und träume jetzt schon von Ausflügen und Radtouren an Meer und Seen, mit Klappgrill und Kühlbox auf dem Gepäckträger.

Da ich bei so warmen Temperaturen ja am liebsten auf Salat und Gemüse zurückgreife, leidet die Lust am "echten" Kochen ein bisschen, wenn das Quecksilber steigt. Aber einen simplen Mix aus Paprika, Gurke und Tomaten posten ist dann ja doch ein bisschen langweilig. Wie gut, dass es für mich die sichere Bank unter den Bloggern gibt: Deb von smittenkitchen.com, die immer was spannendes auf dem Herd hat (und dazu noch entzückende Bilder von dem Gekochten und nicht minder entzückende Bilder von ihrem quirligen Nachwuchs).
Ihren "Carrot Salad with Harissa, Feta and Mint" wollte ich schon lange ausprobieren, und jetzt frage ich mich, warum ich es denn nicht viel eher getan habe! Der Salat ist fantastisch. Scharf, ungewöhnlich und exotisch. Und garantiert die perfekte Beilage zum Grillen - falls man den nicht schon längst weggefuttert hat, wenn die Spießchen fertiggegrillt sind! :-)

Karottensalat mit Harissa auf www.katharinakocht.com

Karottensalat mit Harissa, Feta 

und Kräutern

500g Karotten
1 Knoblauchzehe
4 EL Olivenöl
1/2 TL gemahlener Kümmel
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL Paprikapulver
1 TL Harissa (oder weniger, wenn man es weniger scharf mag)
1/2 TL Zucker
3 EL Zitronensaft
3 Zweige Petersilie
3 Zweige Minze
50g Feta

:: Karotten schälen und reiben. Knoblauch pellen und fein hacken.

:: Olivenöl in einer kleinen Pfanne erhitzen und dann Kümmel, Kreuzkümmel, Paprika, Harissa und Zucker zusammen mit dem Knoblauch unter Rühren etwa 1 bis 2 Minuten braten. Über die geraspelten Karotten geben und gut durchrühren. Etwa 1 Stunde ziehen lassen, damit sich das Aroma gut entfalten kann.

:: Kurz vor dem Servieren die Petersilie und die Minze fein hacken und unter die Karotten rühren. Feta kleinbröseln und über den Salat streuen.

Genießen.


Sonntag, 12. Juni 2011

Erdbeer-Mascarpone-Eis

So, da bin ich wieder. Zurück mit blitzendem Ring am Finger, unendlichen vielen schönen Erinnerungen an unseren großen Tag mit Familie und Freunden, an Sonne, blauen Himmel und blaues Meer - Erinnerungen, die mir immer noch das von-Ohr-zu-Ohr-Grinsen auf's Gesicht zaubern, und ein "hach, es war so schön!"-Gefühl, immer, wenn ich die Fotos anschaue. Und, ja, ich muss es zugeben, ein breites Besitzer-Grinsen, wenn ich in die Küche komme, denn da steht sie, zur Hochzeit geschenkt von lieben Freunden: Meine Unsere feuerwehrrote KitchenAid. Umgehend habe ich ihr einen Platz freigeräumt, sobald wir nach Hause kamen, und sofort überlegt, wann und wie ich sie denn (möglichst sofort) zum Einsatz bringen könnte. Was für ein glücklicher Zufall, dass wir für das Topmodel-Finale noch ein Dessert brauchten und ich noch Urlaub hatte, um das Eis auch frieren zu lassen.


Das GNTM-Finale war, wie erwartet, eher lahm, der erste Einsatz der KitchenAid allerdings hochspannend. Denn das ist mal ne ganz andere Sache, als mit dem Mixer zu hantieren! Im Rezept angegeben waren "Mascarpone und Puderzucker  5-6 Minuten mit dem Handmixer rühren". Super, dachte ich - das kann ja sofort mal die KitchenAid machen! Nach 3 Minuten Rühren blickte ich dann erwartungsfroh in die Schüssel - um festzustellen, dass die (der? das?) Mascarpone inzwischen eher zu Butter geworden war, da die Rührleistung der Wundermaschine die eines Handmixers doch ein bisschen übersteigt. Naja. Diese Erkenntnis hätte ich mir auch ohne weiteres holen können, wenn ich die Bedienungsanleitung vorweg gelesen hätte, aber waruuuum denn? Eben.
Mit einer zweiten Ladung Mascarpone und wesentlich reduzierter Rührzeit (und genauester Überwachung!) ging dann aber alles glatt und Madame KitchenAid und ich hatten uns wieder lieb. Mittlerweile habe ich schon einige Sachen mehr gerührt, unter anderem Kuchenteig, und wir sind zugegebenermaßen immer noch ein wenig in der Übungsphase. Aber es wird. Und sie ist so hübsch! Auch wenn das Geschenk natürlich Testessers UND meinen Namen trug, ist es ja eigentlich eher für mich. Aber Testesser freut sich, dass ich mich freue. Und ich freue mich, dass ihm die Ergebnisse der Maschine schmecken. Alle glücklich.
Und es gibt Eis, Baby! Gottseidank ist die Fasterei für das Brautkleid vorbei. :-)

Wie fast geahnt, blieb vom Eis in der Auflaufform nichts übrig - wie gut, dass ich noch eine kleine Extra-Portion gemacht habe!




Erdbeer-Mascarpone-Eis

Aus der LECKER Nr. 6/2011

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Puderucker lässt sich aber gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde (je nach Süß-Vorliebe).**

500g Erdbeeren
50g + 2 EL Puderzucker
1-2 EL Zitronensaft
250g Mascarpone
200g Schlagsahne

:: Eine Auflaufform oder einen Plastikbehälter mit ca. 1,5l Fassungsvermögen mit Frischhaltefolie auslegen.

:: Erdbeeren waschen und putzen. Halbieren oder vierteln und dann mit 50g Puderzucker und Zitronensaft pürieren.

:: Mascarpone und 2 EL Puderzucker mit den Schneebesen des Handmixers cremig aufschlagen, bis sich der Puderzucker gelöst hat. Mit der Küchenmaschine entsprechend kürzer mixen - die Masse soll noch schön cremig sein. Aber die alten Hasen unter den Küchenmaschinenbesitzern wissen das wahrscheinlich und lachen über Neulinge wie mich.

:: Erdbeerprüee bis auf 4 EL unter die Mascarponecreme rühren.

:: Sahne steif schlagen und unter die Erbeer-Mascarpone-Creme heben.

:: Eismasse in die Form füllen und mit Frischhaltefolie abdecken. Im Tiefkühler ca. 45 Minuten anfrieren lassen, dann herausholen und einmal umrühren. Das restliche Erdbeerpüree auf das Eis tröpfeln und dann mit einem Löffelstiel oder einem Holzstäbchen spiralförmig einrühren. Weitere 5 Stunden einfrieren.

:: 20 - 30 Minuten vor dem Servieren herausnehmen und antauen lassen, dann in Stücke schneiden oder Kugeln "stechen" und servieren, zum Beispiel mit frischen Erdbeeren.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Katharina macht Urlaub

... und ist dann nach Pfingsten wieder da. Ganz bestimmt mit neuen Ideen und Anregungen für den Blog.

Ich wünsch Euch was!

Liebe Grüße,
Katharina
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