Dienstag, 31. Januar 2012

How to fake Schwarzbrot (but lecker!)

Ich mag ja die Seite 101cookbooks.com sehr gern, Heidis Kochbücher stehen schon seit einer Weile auf meiner Wunschliste, und als sie neulich "Black Bread" gepostet hat, habe ich das umgehend ans Pinterest-Board geklebt. Beim ersten Lesen bin ich aber nicht ganz bis zur Zutatenliste gekommen sondern habe einfach nur die Bilder bewundert. Als ich dann das Rezept wieder aufrief um mir mal anzuschauen, wie black das Black Bread denn jetzt wirklich ist, musste ich schon sehr sehr grinsen, den Kopf schütteln und "haha, ihr Amis!" sagen. Die superdunkle Farbe kommt mitnichten durch dunkles Mehl, sondern durch - festhalten jetzt! - Kakaopulver, dunklen Sirup und - setzt Euch lieber hin! - gemahlene Espressobohnen. Jo. Alles klassische Zutaten für ein gutes Schwarzbrot, oder?
Aber irgendwie hatte sie mich doch am Haken, und so hab ich's einfach mal versucht mit Heidi Swansons Black Bread. Gar nicht mal so übel! Eigentlich sogar richtig lecker. Es ist natürlich alles andere als ein Vollkornbot, aber sicherlich kann man das auch durch entsprechendes Mehl pimpen. Im Grunde genommen ist es ein dunkel geratenes Mischbrot, das mit einem farbenfrohen Dipp (von hier) und einem Zucchini-Chutney (folgt!) ein ganz wunderbares Abendbrot ergibt.



Black Bread
für 1 sehr großen Laib à 1000g

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Dunkler Sirup lässt sich recht gut durch Gerstenmalzsirup ersetzen, für dunklen Zucker soll Sukrin Gold eine gute Alternative sein. Im Zweifelsfall kann der braune Zucker auch weggelassen werden.**


1/2 Würfel (21g) frische Hefe, oder 1 Tütchen Trockenhefe
300ml lauwarmes Wasser
1 TL brauner Zucker
2 EL Kakaopulver
2 EL feingemahlene Espressobohnen
70ml dunkler Sirup
1 TL gemahlener Kümmel (kann man durchaus auch weglassen)
40g Butter
2 TL Salz
2 große Karotten
150g Roggenmehl
450g Weizenmehl, Type 550

Zum Bestreichen: 
2 EL Buttermilch, Milch oder Wasser
Mehl
Kümmelsamen (optional)

Olivenöl zum Kneten

:: Die Hefe und den Zucker in lauwarmem Wasser auflösen und ein paar Minuten stehen lassen.

:: Währenddessen Kakaopulver, gemahlene Espressobohnen, Sirup, Kümmel, Butter und Salz in einen kleinen Topf geben und über niedriger Temperatur erhitzen, bis die Butter gerade so geschmolzen ist und sich alles vermengt hat. Sollte es kochen, abkühlen lassen, hohe Temperaturen mag die Hefe nicht.

:: Karotten schälen und reiben.

:: In einer großen Rührschüssel das Hefewasser, die Sirupmischung und die Karotten mischen. Das Mehl nach und nach zugeben und zu einem Teigklumpen rühren. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche kippen und 5 Minuten kneten. Dann die Hände mit etwas Olivenöl einreiben, den Teig damit zu einer Kugel formen und von allen Seiten mit Öl bedecken. Wieder in die Schüssel legen. Mit Folie abdecken und 1 bis 2 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.

:: Ein Backblech leicht einölen (oder mit Backpapier belegen.)

:: Den  Teig nach dem Gehen noch in der Schüssel mit einer geschlossenen Faust sanft niederdrücken, so dass die Luft entweicht - mein Teig war nach nach 5 "Drückern" am Boden und machte dabei lustige leise "pffffffff"-Geräusche. Er sollte nicht geknetet werden. Herausheben, auf der Arbeitsfläche zu einem Laib formen und auf das Backblech transferieren. Mit Folie oder einem eingemehlten Küchentuch abdecken und noch mal ca. 1 Stunde gehen lassen, bis der Laib seine Größe beinahe verdoppelt hat.

:: Backofen auf 220°C vorheizen.

:: Den Laib mit Buttermilch, Milch oder Wasser bestreichen, mit etwas Mehl bestäuben und (wer mag) Kümmelsamen darübersprenkeln. Das Brot mit einem scharfen Messer zweimal einschneiden - vorsicht, dass es nicht zusammenfällt.

::  20 Minuten bei 220°C backen, dann die Hitze auf 180°C reduzieren und weitere 25 Minuten fertig backen. Herausnehmen und abkühlen lassen (noch leicht warm ist es auch sehr köstlich...)

Sonntag, 29. Januar 2012

Kokos-Buttermilch-Kuchen - aka "Schweinekuchen"

Bei manchen Backrezepten ringe ich mit mir, ob ich sie überhaupt posten soll, da sie mir so banal erscheinen, so einfach, und es von ihnen im Netz schon tausende Varianten gibt... so wie bei diesem Familienklassiker. Ein ganz entspannter Wochenendkuchen, der ohne viel Klimbim daherkommt, ohne Frosting, ohne Füllung. Aber er macht mich glücklich, also darf er auf auf den Blog, und mit ihm auch die süße Geschichte, die es in unserer Familie dazu gibt:
Meine Tante wollte den Kuchen für eine Geburtstags-Kaffeetafel backen, griff aber im Küchenregal daneben und erwischte statt Kristallzucker Gelierzucker. Sie merkte es aber nicht und buk den Kuchen wie gewohnt. Komplett entsetzt zog sie aber dann den missratenen Kuchen aus dem Ofen, der wenig aufgegangen, klebrig und unansehnlich war, kurz: für die Kaffeetafel ungeeignet. Und dann setzte ihre Tochter noch einen drauf, indem sie fragte, "Wer hat denn diesen Schweinekuchen gebacken?!" Einen Tag später allerdings hatte der Gelierzucker sein Werk getan und den Kuchen in köstliches Kuchenkonfekt verwandelt, von dem keiner genug bkommen konnte. Meine Tante hat das Gelierzucker-Experiment seither nicht wiederholt, aber der Name "Schweinekuchen" blieb haften. Jeder bei uns weiß, was damit gemeint ist, auch wenn natürlich niemand auf die Idee käme, den fluffig-saftigen Blechkuchen den Schweinen zu geben.




Kokos-Buttermilch-Kuchen
für ein reguläres Blech von ca. 35 x 45cm

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Zucker lässt sich hier aber gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die verwendete Menge um 20-30% erhöhen würde, je nach Süßvorliebe.**

150g Zucker 
2 Eier 
1 TL Vanilleextrakt
500 ml Buttermilch   
300g Mehl
1 Pck. Backpulver
75g Kokosflocken
75g Zucker
200ml Sahne


:: Backofen auf  180°C vorheizen, ein Backblech mit Backpapier auslegen oder einfetten.

:: Eier und Zucker schaumig schlagen, dann 300ml Buttermilch unterrühren. Mehl und Backpulver zum Teig sieben und kurz unterrühren, bis sich eben so alles vermengt hat. In die vorbereitete Backform gießen.

:: Kokosflocken und Zucker mischen und über den Kuchen streuen. Dann in den Ofen schieben und ca. 20 Minuten backen, bis die Stäbchenprobe positiv und die Kokoskruste leicht gebräunt ist.

:: Sahne und die restlichen 200ml Buttermilch mischen und den noch warmen Kuchen damit begießen, dann abkühlen und durchziehen lassen, bis sich der Guss gesetzt hat. Am besten schmeckt der Kuchen nach einem Tag durchziehen bei Zimmertemperatur.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Turbo-Frühstück: Müsli on the run

Als ich ein Kind war, war Frühstück meine Hass-Mahlzeit, eine überhaupt nicht einzusehende morgendliche Tortur. Später dann, als Teenager, habe ich Frühstück rundweg verweigert, die Schule begann früh, und noch früher essen war mir einfach unmöglich - weder mein Geist noch mein Magen waren vor neun Uhr wach. So richtig habe ich die Bedeutung des Frühstücks für mich erst in den letzten zehn Jahren entdeckt, und das lief über einen langen, teilweise antrainierten Lernprozess, der damit anfing, dass ich ein paar Kilo zuviel mit mir umhertrug und im Zuge ihrer Bekämpfung viel über Ernährung und die Bedeutung der ersten Tagesmahlzeit las. Mittlerweile ist frühstücken für Körper und Geist das Signal, dass der Tag startet, und so könnten wir eigentlich glücklich bis ans Ende der Tage über die obstbestreute Müsliwiese hüpfen...... wenn es denn nicht auch immer wieder solche Tage gäbe:
Noch fünf Minuten snoozen, noch fünf, noch fünf, noch fünf, noch...... uuuuuuooooooaaaaaaaaah, ohgottohgottohgott, verschlafenzuspätmussaufstehen! Hektik. Für das Müsli bleibt da keine Zeit, so dass dann "Müsli on the run" zum Einsatz kommt: Zwischen Duschen und Zähneputzen kommen alle Zutaten in den Mixer, und wenn die Zähne sauber sind, ist das Frühstück fertig, das dann nur noch in einen Thermobecher gefüllt werden muss.
Der Müsli-Smoothie schmeckt wie ein leckeres Dessert aus dem Coffeeshop und enthält alles, was ich zu einem Start in den Tag benötige, inklusive der Ballaststoffe für ein langes Sättigungsgefühl.





Müsli-Smoothie
kann endlos variiert werden mit allem, was die Vorräte so her geben, als Basis dienen mir aber immer Haferflocken und Milch.

Für 1 Glas à 300ml

2 gehäufte EL Haferflocken
1 Tasse Milch oder Buttermilch
1/2 Tasse gemischte Beeren oder Blaubeeren, TK 
1 kleiner Apfel und/oder 1/2 Banane
evtl. 1 TL Proteinpulver

:: Bei Mega-Eile: Alle Zutaten in den Blender/Mixer werfen und auf mittlerer Stufe 2-3 Minuten pürieren, bis alles glatt ist. In Thermobecher umfüllen und zur Arbeit oder zum Termin spurten, unterwegs trinken, möglichst nicht kleckern.

:: Bei etwas mehr Zeit: Haferflocken und Milch in den Mixer geben und kurz einweichen lassen, dann ein paar Sekunden pürieren.

:: Apfel waschen, vierteln und entkernen, zerkleinern und zur Haferflocken-Milch geben. Alternativ die Banane in Stückchen brechen und zur Milch geben. (Blau-)Beeren ebenfalls in den Mixer schmeißen. Wer mag, gibt noch einen TL Proteinpulver (am besten Vanillegeschmack) dazu und püriert alles auf mittlerer Stufe für 3 Minuten. In den Thermobecher umfüllen und auf dem Weg zur Arbeit genießen.

Wenn mal mehr entstanden ist, als der Becher fassen kann: 
den Rest ggf. mit Milch auffüllen, in einen zweiten Becher (oder eine verschließbares Glas) umfüllen, ebenfalls mitnehmen und im Büro in den Kühlschrank stellen. Ein super Snack für Nachmittags! Dann aber vor dem Trinken gut schütteln.


Dienstag, 24. Januar 2012

Spinatquiche mit Lachs und Feta

Wenn der Foodbloggerin mal wirklich nichts einfällt, was sie der geneigten Leserschaft zusätzlich zum Rezept des Tages erzählen kann, dann sollte sie vielleicht einfach mal auf's Reden verzichten, die Quiche für sich sprechen lassen und lediglich in die Runde werfen: Nachbacken! Schnell! :-)




Spinatquiche mit Lachs und Feta
für die 20er Form

200g Mehl
100g Butter in kleinen Würfeln
1 Ei
1 TL Salz
300g TK-Spinat
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
2 Lachsfilets
3 EL Crème fraîche
2 Eier
200g Feta

:: Aus Mehl, Butterwürfeln, Salz und Ei zügig einen Teig kneten, in Folie wickeln und ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Die Geheimnisse des Mürbeteigs werden hier gut erklärt, auch warum man den Guten nicht zu lange kneten soll: klick.

:: Unterdessen den Spinat auftauen und abtropfen lassen, Feuchtigkeit im Zweifelsfall richtig ausdrücken. Zwiebel und Knoblauch pellen und hacken, die Zwiebel über niedriger Hitze weich dünsten, den Knoblauch nach 2-3 Minuten dazugeben. Abkühlen lassen und mit dem Spinat vermischen, mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer sowie frisch geriebenem Muskat vermengen.

:: Backofen auf 200°C vorheizen. Die Springform mit Backpapier auskleiden, den Rand einfetten. Den Mürbeteig ausrollen und die Springform damit auskleiden, dann 10 - 15 Minuten vorbacken (blind oder nicht ist hier Ansichtssache).

:: Währenddessen die Eier und die Crème fraîche verquirlen. Den Feta hineinkrümeln und unterrühren. Ordentlich peffern und leicht salzen.
Lachsfilets waschen und trockentupfen, dann in Würfel oder Scheiben schneiden.

:: Den vorgebackenen Teig herausnehmen, die Lachswürfel auf dem Boden legen und die Spinatmischung darüber verteilen. Dann die Feta-Masse auf die Quiche gießen.
Für noch mal gut 45 Minuten in den Ofen schieben, bis der Feta-Guss fest und leicht gebräunt ist.

:: Herausnehmen und vor dem Servieren ca. 15 Minuten abkühlen lassen.


Sonntag, 22. Januar 2012

Kokos-Crêpes mit Palmzuckersirup

Vor Weihnachten haben wir uns aus dem Staub gemacht, sind der norddeutschen Wettertrübseligkeit per Flieger entronnen und haben uns knapp zwei Wochen im tropischen Klima die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Das Ziel unserer verspäteten Flitterwochen: Bali, die Insel der Götter. Auf der Suche nach einem Reiseziel gab ich "Bali" in die Bildersuche ein, und beim Anblick der smaragdgrünen Reisterrassen sagten Bauch, Herz und Kopf einstimmig: DA will ich hin. Gesagt, gebucht, gepackt.
Nach langer langer Anreise wurden wir vom klimatisierten Flugzeug ins tropische Klima gespült. Ich bin ein Sommer- und Sonnenkind, und so fing sofort jede Zelle an, vor Freude Lambada zu tanzen. Die ersten Tage verbrachten wir relaxend am Strand, schliefen den Jet-Lag, die Hektik des Jahresendes und die winterliche Trägkeit weg. Dann begannen wir die Insel zu erkunden. Wir haben meerumtoste Tempel gesehen, unfassbar dichten, völlig irren Verkehr, stille Heiligtümer im Dschungel, riesige, farbenfrohe Schmetterlinge, exotische Blüten und auch die Reisterrassen, die tatsächlich unglaublich beeindruckend und spektakulär schön sind.

Und ich wäre nicht Foodie, wenn ich mich nicht einmal durch die balinesische Küche gegessen hätte und von jeder tropischen Frucht probiert hätte, die ich probieren konnte. Und ich wäre noch weniger Foodie, wenn ich nicht auch ein Kochbuch mit nach Hause genommen hätte! Heinz von Holzen, wiewohl Schweizer von Geburt, scheint der balinesische Starkoch zu sein. In sein Restaurant "Bumbu Bali" haben wir es leider nicht mehr geschafft, aber sein Kochbuch holt uns immer mal wieder kulinarische Urlaubsmomente nach Hause.

 
Übrigens ist das keine Tomate, sondern eine Tamarillo... just saying. ;-)


Kokos-Crepes mit Palmzuckersirup
Für ca. 10 Crêpes

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept, und leider lässt sich Palmzucker auch nicht wirklich durch ein Ersatzprodukt austauschen. Leider!!!**


FÜR DIE FÜLLUNG:
250ml Wasser
375g Palmzucker (im Asienladen, am besten den "krümeligen" kaufen, nicht den im Block)
200g frisch geriebene Kokosnuss, oder Kokosraspel
1 EL Limettensaft

FÜR DIE CREPES:
100g Reismehl
1 EL Zucker
1 Prise Salz 
3 Eier
250ml Kokosmilch
Kokosöl oder neutrales Öl zum Ausbacken

:: Zunächst den Palmzuckersirup herstellen, dazu Zucker und Wasser in einem Topf oder einer kleinen Pfanne erhitzen, bis der Zucker geschmolzen ist. Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und 10 Minuten sanft köcheln lassen.

:: Für die Crêpes Reismehl, Zucker und Salz mischen, dann mit den Eiern glattrühren - vorsicht, staubt! Kokosmilch unterrühren, so dass es einen glatten, eher flüssigen Teig ergibt. Pfannkuchenteig, eben.

:: In einer kleinen Pfanne etwas Öl erhitzen. Je nach Pfannengröße 3-4 EL Teig in die Pfanne gießen und einen dünnen Crêpe ausbacken, wenden, wenn der Teig stockt. Der Pfannkuchen sollte nicht braun oder dunkel werden.
Crêpes auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

:: Den Sirup erhitzen, (frische) Kokosraspel und Limettensaft dazugeben und 2 Minuten köcheln lassen.
Je 1 EL Sirupfüllung auf einen Crêpe löffeln, die obere und untere Kante zur Mitte falten und dann von der schmalen Seite her aufrollen. Ich habe die Crepes mit Pandanblättern zusammengebunden.
Kokos-Crêpes mit einem Salat aus exotischen Früchten und etwas zusätzlichem Sirup servieren.



Donnerstag, 19. Januar 2012

Howdy, Cowboy! Rauchige Bohnensuppe

Weil's gar so grauslich kalt, nass und windig ist, schiebe ich gleich noch mal eine Suppe hinterher. Im Winter kann ich so oder so nicht genug davon bekommen.
Die Bohnensuppe mit ihrem rauchigen Aroma ist aus Alice Harts vegetarischem Kochbuch Gemüse satt, das ich im November für Valentinas-Kochbuch.de rauf und runter getestet habe. Beim Ranking wärmte sich die Suppe ganz eindeutig in unsere Top 3 der Herzen Mägen.
Beim Wiederholungstäter-Kochen habe ich mich allerdings an die einfachere, schnellere Variante gehalten - statt zunächst eingeweichter und vorgekochter schwarzer Bohnen habe ich mit zwei Dosen Kidneybohnen ein genauso leckeres Ergebnis erzielt. So kann die Suppe auch in die Oberliga der schnellen abendlichen Essen aufsteigen.

Das rauchige Aroma erhält die Bohnensuppe durch Chipotle, das sind geräucherte Jalapeños. Irgendwie kam dadurch sofort Lagerfeuer-Feeling auf, hätte ich einen Kochkessel gehabt, hätte ich bestimmt ein Feuerchen auf dem Balkon machen wollen, um dort weiterzukochen. Ob die Nachbarn das so toll gefunden hätten?! Oder der Vermieter? Lieber nicht ausprobieren.

Die Suppe: auf jeden Fall ausprobieren!




Rauchige Bohnensuppe mit schwarzen Bohnen 
und getrockneten Tomaten
Aus: Alice Hart, Gemüse satt

FÜR DIE SUPPE
1 EL Öl
2 rote Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
2 TL Chipotle Chilis/geräucherte Jalapeños (meine sind von Madavanilla)
1 TL Oregano
1 EL Kreuzkümmelsamen
500g gekochte schwarze Bohnen, ersatzweise 2 Dosen Kidneybohnen à 250g Abtropfgewicht
12 getrocknete Tomatenhälften
750 ml Gemüsebrühe
Limettensaft
Salz, Pfeffer
1 Becher Sauerrahm

FÜR DIE SALSA
1 kleine rote Zwiebel, sehr fein gehackt
1 EL Öl
100g Maiskörner
1 rote Chilischote, fein gehackt
Salz, Pfeffer
Limettensaft
1/2 Bund Koriander (oder 2 EL gehackte Petersilie)

:: Die Zwiebeln hacken und in einem großen Topf im Öl anschwitzen, bis sie weich sind. Knoblauch hacken und mit Chipotle, Oregano und Kreuzkümmel dazugeben. Mitbraten, bis der Kreuzkümmel duftet und der Knoblauch weich ist, dauert ca. 2-3 Minuten.

:: Bohnen und Tomaten in den Topf geben, die Gemüsebrühe angießen und kurz aufkochen, dann auf niedriger Temperatur 30 Minuten simmern lassen.

:: Während die Suppe köchelt, die Salsa zubereiten. Dazu die Zwiebel sehr fein hacken und in Öl anschwitzen. Chilischote halbieren und von Samen und Fäden befreien, dann fein hacken oder in feine Streifen schneiden. Maiskörner und Chilis mit in die Pfanne geben und kurz braten, dann mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Limettensaft würzen. Koriander hacken und untermischen.

:: Die Suppe pürieren, wenn sie zu dickflüssig ist, noch etwas Gemüsebrühe angießen. Mit Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Auf Teller oder Schalen verteilen, mit einem Löffel Sauerrahm verzieren und etwas von der Salsa darüber streuen.

Dienstag, 17. Januar 2012

Wirsing-Parmesan-Suppe

Mein immerwährender kulinarischer Vorsatz aus bislang jedem Jahr lautet: Mehr regional und saisonal kochen. Oder: Saisonal mit regionalen Zutaten. Das ist oft gar nicht mal so leicht! Dabei stellt mich meist weniger die Verwendung von saisonalem Gemüse wie z.B. Kohl oder Rüben vor große Hürden, wozu gibt es das Internet?! Nein, meistens steht angesichts des Überangebots im noch so kleinen Supermarkt viel eher die Frage im Raum, was denn jetzt bitte eigentlich gerade Saison hat? Ohne einen fachkundigen Gemüsehändler, der weiß, woher er seine Ware bezieht und wie sie wann dort angebaut wurde, ist man als Verbraucher doch recht alleingelassen im Exoten-Dschungel.
Als Starthilfe für 2012 habe ich jetzt einen hübschen Saison-Kalender in der Küche hängen, außerdem habe ich mich hier schlau gemacht.

Und natürlich habe ich neulich keinen ganzen Wirsing gekauft, nur um ein oder zwei Blätter in den Power-Shake zu werfen. Wobei es den Shake schon so oft gab, dass sich mittlerweile ein eigener Wirsing dafür gelohnt hätte. Für den Rest des Kohlkopfs hatte ich bereits Pläne, in meinem Hinterkopf spukte schon seit geraumer Zeit die Wirsing-Parmesan-Suppe von Ottolenghi herum. Beim Nachschlagen stellte sich aber heraus, dass es sich um eine pürierte Creme-Suppe handelte, und darauf hatte ich nun gar keine Lust. Deswegen habe ich es ganz simpel und einfach gehalten, den Parmesan einfach mitgekocht und am Ende noch ein wenig mehr davon über die Suppe gehobelt. Ein super-simples und wärmendes Winteressen. Wer eine Variante mit Rindfleisch sucht, sollte mal bei Schöner Tag noch! schauen, Juliane hat letztes Jahr eine Suppe mit Wirsing, Rind und Petersilienwurzeln vorgestellt.


Wirsing-Parmesan-Suppe


1 kleiner Wirsing, ca. 500g
1 EL Öl
2 Pastinaken
200g Sellerie
1 Knoblauchzehe
1,5l Gemüsebrühe, ruhig schwächer dosiert, da der Parmesan gut salzt
50g Parmesan am Stück (ideale Verwendung für Parmesanrinden!)
2 EL gehackte Petersilie
Parmesan zum Bestreuen

:: Je nach "Sauberkeitsgrad" des Wirsings die äußeren Blätter entfernen. Vierteln, den Strunk herausschneiden und den Wirsing in kleine Stücke schneiden. In klarem Wasser waschen und abtropfen lassen. Pastinaken und Sellerie putzen und in ca. 2 cm große Scheiben bzw. Würfel schneiden. Knoblauch pellen und fein hacken.

:: Das Öl in einem großen Suppentopf erhitzen und Pastinaken- und Selleriestückchen darin ein paar Minuten anbraten, dann den Knoblauch hinzugeben und kurz mitbraten. Wirsing in den Topf geben und die Gemüsebrühe angießen. Parmesan hinzufügen und alles bei kleinerer Hitze für ca. 20 Minuten köcheln lassen.

:: Suppe auf Teller verteilen, mit gehackter Petersilie bestreuen und Parmesan darüberhobeln.

Montag, 16. Januar 2012

Gelagertes Winterglück: Zimtapfelkuchen mit Saurer Sahne

Als wir neulich schon fast vom Hof gefahren waren nach dem Besuch bei meinen Eltern, sagte mein Vater "komm noch mal mit!", nahm eine Tasche und verschwand im Geräteschuppen. Dort füllte er die mitgenommene Tasche randvoll mit gelagerten Äpfeln aus dem Garten. Keine strahlenden Schönheiten, eher faltig und klein - und trotzdem auf ihre Art doch ganz wunderhübsch mit den Sprenkeln und rotgelben Fleckchen. Neben den Verzehräpfeln gab er mir auch eine Handvoll großer, säuerlicher Äpfel mit, "für Apfelkuchen".
Und dann.... dann war ausgerechnet das Familienrezept für versunkenen Apfelkuchen unauffindbar. Dazu muss man sagen, dass in unserer Familie niemand so richtig dazu neigt, Rezepte aufzuschreiben, und wenn doch, dann entsteht das, was man landläufig eine "lose Blattsammlung" nennt. Ich bin da keine Ausnahme, auch wenn ich mich zwinge, Rezeptzettel in einem Ordner abzuheften - aber offensichtlich war diese Ordnung wohl nicht bis zum Apfelkuchen-Rezept vorgedrungen. Keines meiner Koch- und Backbücher konnte mir etwas Adäquates anbieten, bis ich zu einem älteren Buch von Donna Hay griff und dort das Rezept für Zimtapfelkuchen mit saurer Sahne fand. Treffer!

Der Kuchen ist durch den verwendeten Sauerrahm unglaublich saftig, und die mit Zimt, Mandeln und braunem Zucker eingepuderten Apfelscheiben sind der Kracher. Ehrlich gesagt habe ich die Suche nach dem Familienrezept vorerst ad acta gelegt, mit diesem Kuchen habe ich einen mehr als würdigen Ersatz gefunden.




Zimtapfelkuchen mit saurer Sahne
nach Donna Hay, Herrlich aromatisch (Neuauflage als "Gewürze & Aromen")

für die 20er Springform - bei einer 26er Form 3 Eier nehmen und alles andere entsprechend erhöhen

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Zucker lässt sich aber gut durch Reissirup für den Teig und Dextrose/Traubenzucker für den Belag ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde (je nach Süß-Vorliebe).**

120g weiche Butter
120g Zucker
2 TL Zimt
2 Eier
1 TL Vanilleextrakt
200g saure Sahne
180g Mehl
3 TL Backpulver

Belag:
2 große, säuerliche Äpfel
3 EL Mehl
3 EL gemahlene Mandeln
3 EL brauner Zucker
1 TL Zimt

:: Backofen auf 180°C vorheizen. Spingformboden mit Backpapier auslegen, den Rand einfetten.

:: Butter, Zucker und Zimt schaumig schlagen. Eier einzeln unterrühren, dann Vanilleextrakt und saure Sahne untermixen. Mehl und Backpulver mischen und über den Teig sieben, verrühren, bis sich gerade alles vermengt hat. In die Springform füllen

:: Die Rührschüssel ausspülen und dann darin Mehl, Mandeln, braunen Zucker und Zimt verrühren. Die Äpfel schälen, halbieren und entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Die Apfelscheiben in die Mischung geben und vorsichtig unterheben, so dass die Äpfel gut bestäubt sind. Auf dem Teig verteilen, mit der restlichen Zucker-Mischung großzügig bestreuen und ca. 60 Minuten backen.

Donnerstag, 12. Januar 2012

Power-Shake mit Blaubeeren und Geheimzutaten

Blog-Event LXXIII- Mit Power ins neue Jahr (Eindsendeschluss 15. Januar 2012)

Schade, dass ich Euch diesen Shake nicht einfach ohne Worte zum Probieren vorsetzen kann, um dann zu fragen "Naaaaaa? Uuuuuuuund? Was schmeckst du?" Das habe ich aber beim Testesser getan, und der sagte "Hm, Blaubeeren, lecker!" Auf die geheimen Geheimzutaten ist er im Leben nicht gekommen, und in dem Moment schwor ich mir grinsend, dass ich irgendwann genau so meinen Kindern das (anzunehmenderweise) ungeliebte grüne Blattgemüse unterjubeln würde. Denn der Testesser ist nach dem Genuss eines ganzen großen Glases nicht auf die weiteren Zutaten gekommen: Spinat und Wirsing. Kein Quatsch - wenn man's nicht weiß, schmeckt man's nicht raus, Blaubeeren und Banane sind zu vordergründig.

Das ist quasi die Heilsarmee unter den Smoothies: Geballt voll mit guten Inhaltstoffen, Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen, nur mit fruchteigenem Zucker und kaum Fett. Das nur mal nebenher erwähnt. Vor allem schmeckt der Smoothie granatenmäßig gut und ist mit einem guten Blender oder Pürierstab in vielleicht 3 Minuten gemixt. Gefrorene Blaubeeren geben noch den eisigen Kick.

So geht dann auch Dessert zum Frühstück, und dann startet nicht nur der Tag, sondern auch das neue Jahr mit Power. Daher ist das mein Beitrag zum gleichnamigen Blog-Event, das Ulli von Fit & Glücklich bei Zorras Kochtopf initiiert hat.



Power-Shake mit Blaubeeren, Spinat und Wirsing

Natürlich gehen auch andere Kohlsorten oder Blattgemüse. Spinat und Wirsing haben aber relativ weiche Blätter, die sich gut pürieren lassen. Aber probiert es doch auch mal mit Feldsalat!

Für 2 große Gläser à 0,3 l


1 Tasse (TK-)Blaubeeren, ca. 150g
1 Tasse kaltes Wasser (oder Milch, wer es cremiger mag)
1/2 Banane
1 Handvoll frische Spinatblätter 
2 Wirsingblätter, oder 1 großes
evtl. 1 TL Vanilleextrakt

:: Blaubeeren und Wasser im Blender oder mit dem Pürierstab glatt prürieren. Banane in kleine Stückchen brechen und dazugeben, ebenfalls pürieren.

:: Spinat und Wirsing waschen, Stiele und Strünke entfernen und in kleine Stückchen zupfen. Zu den Blaubeeren geben und alles zusammen noch einmal gut 1 Minute auf höchster Stufe pürieren.

:: Probieren und eventuell mit Vanilleextrakt abschmecken, für die Schleckermäulchen und Süßschnäbel kann auch noch das Süßungsmittel der Wahl untergemixt werden. Auf Gläser verteilen und dem nichtsahnenden Volk Gesundes unterjubeln.

Dienstag, 10. Januar 2012

Gratinierte Schnittbohnen mit Knusperbröseln

Hand hoch, wer alles auf Neujahrsdiät ist! Hm, doch so wenige. Das ist gut. :-)
In diesem Jahr steht "3 Kilo abnehmen" nämlich nicht auf meiner to-do-Liste. Sport treiben, bewegen, wohlfühlen, gesund essen - das alles ja, aber auf Krampf abnehmen können meinetwegen andere. Mein Vorsatz für 2012 ist vor allem glücklich sein, und deswegen habe ich das Rezept für die Bohnen, das ich auf der Oberschlank-Seite von EatSmarter gefunden habe, erstmal ordentlich mit Butter gepimpt. Butter macht ja glücklich, habe ich gehört.

Die leicht scharfen, nussigen Knusperbrösel waren so überraschend lecker, dass auch die letzten Fitzelchen mit einer Kartoffel aus der Ecke der Auflaufform gewischt wurden. So liebe ich Kochen: wenn aus einer vermeintlich unspektakulären Alltagsküche ein kleines, unerwartetes Genusswunder wird. So fängt das Jahr doch glücklich an.
Uns haben dazu Pellkartoffeln und ein bisschen roher Schinken geschmeckt, ich kann es mir auch gut zu kurzgebratenem Fleisch vorstellen.




Schnittbohnen mit Knusperbröseln
von eatsmarter.de

500g flache Bohnen (Schnittbohnen)
1 Handvoll ganze Haselnüsse (oder ca. 30g gehackte oder gemahlene)
2 EL Semmelbrösel
2 EL Olivenöl
2 TL Zitronensaft
1 kleine getrocknete Chilischote
1 Knoblauchzehe
2 EL gehackte Petersilie
Salz, Pfeffer
2 EL Butter


:: Backofen auf 200°C vorheizen.

:: Die Bohnen waschen, die Enden abschneiden. In reichlich kochendem Salzwasser 5-6 Minuten kochen, dann abgießen. Tipp: 1 TL Backpulver im Kochwasser sorgt dafür, dass die Bohnen ihre grüne Farbe behalten.

:: Während die Bohnen kochen, die Haselnüsse "mittelgrob" hacken und mit Semmelbröseln, Olivenöl und Zitronensaft vermischen. Knoblauch pellen und fein hacken, Chili zerbröseln, beides zu den Semmelbröseln geben. Petersilie ebenfalls unterrühren und alles mit Pfeffer und einer Prise Salz abschmecken.

:: Eine längliche Auflaufform  evtl. mit Olivenöl einfetten, die Hälfte der Bohnen hineinlegen und einen halben Esslöffel Butter in Flöckchen darauf verteilen. Die andere Hälfte der Bohnen darüber legen und einen weiteren Esslöffel in Flöckchen über die Bohnen verteilen. Die Bröselmischung auf die Bohnen geben.

:: Ca. 15 Minuten im Ofen backen, bis die Brösel goldbraun sind.

:: Den zweiten Esslöffel Butter schmelzen (der Topf, in dem die Bohnen gekocht wurden, ist doch sicher noch nicht abgewaschen, oder? ;-) ), nach Belieben leicht anbräunen und über die Brösel träufeln.

Sonntag, 8. Januar 2012

Red Velvet Cupcakes (und jede Menge Rosa)

An jedem anderen Tag würde ich die Sache der Aktion Pinkstinks unterschreiben. Die "Pinkifizierung" und der Rosa-Terror im Kleiderschrank und im Kinderzimmer von (kleinen) Mädchen ist kaum auszuhalten. Und finde mal ein schönes Babygeschenk für kleine Mädchen, das nicht rosa ist - gar nicht mal so leicht!
Aber gestern war nicht jeder andere Tag, und so wurde mit sehr viel Freude mein Esszimmer zum rosa Schauplatz für eine Baby Shower für gleich zwei Bauchzwerginnen und ihre Mamas. Wir haben Girlanden und Luftballons aufgehängt, den Tisch für einen Brunch gedeckt, Spiele vorbereitet und uns wie Bolle auf die Gesichter der beiden werdenden Mamas gefreut, die natürlich nichts davon wussten. Überraschungsparties sind einfach die besten! Tatsächlich grinsten die beiden Süßen die ganze Zeit über beide Backen, nur kurz unterbrochen von dem ein oder anderen angewiderten Blick, als sie Babybrei blindverkosten mussten. Zugegebenermaßen hatten wir fiese Sorten, Pastinake oder Kartoffeln mit Rind schmecken püriert und kalt wirklich scheußlich.

Die Cupcakes wurden auch farblich angepasst - Red Velvet musste es werden. Da ich natürlich keinen Reinfall erleben wollte, habe ich Martha Stewarts Rezept auf diversen Foodblogs verifiziert, und nachdem sowohl bei Nata als auch bei Nina die Umsetzung erfolgreich war, habe ich mich an die dunkelroten Kuchen gewagt, und: sie schmecken umwerfend. Wie Schokokuchen, und genauso samtig-weich, wie der Name verspricht.

Baby Showers sind echt eine tolle Sache, um der werdenden Mama zu zeigen, dass man sich riesig für sie und mit ihr auf den Nachwuchs freut. Wenn der Zwerg erst da ist, wird ihr Leben turbulent genug sein, deswegen ist das doch noch mal eine tolle Gelegenheit, eine Mädelsrunde zu veranstalten. In meinem letzten Babyshower-Post vom Oktober findet Ihr auch eine Reihe hilfreicher Links und noch mehr Cupcake-Rezepte.



Red Velvet Cupcakes
von MarthaStuart.com, auf 12 Cupcakes in "normaler" Größe umgerechnet. Reicht schätzungsweise für 48 Mini-Cupcakes.

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Zucker und der Puderzucker lässt sich hier aber gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde (je nach Süß-Vorliebe).**

Faustregel: 1 cup entspricht 1 Tasse von 240ml Inhalt. Wer ein richtiges Cup-Maß sein Eigen nennt, sollte damit backen, ansonsten habe ich die Mengen mit dieser Hilfe in Gramm und Milliliter umgerechnet.

1 1/4 cup Mehl (entspricht 150g)
1 EL Kakaopulver
1/2 TL Salz
3/4 cup Zucker (170g)
3/4 cup neutrales Pflanzenöl, z.B. Livio (180 ml)
1 Ei, Gr. L, Zimmertemperatur
1/4 TL rote Speisefarbenpaste (ich habe Wilton Red benutzt, wer normale Speisefarbe aus dem Supermarkt nimmt, braucht wahrscheinlich wesentlich mehr) 
1/2 TL Vanilleextrakt
1/2 cup Buttermilch (120ml)
3/4 TL Natron
1 TL Weißwein-Essig

Frosting:
100g Puderzucker
100g sehr weiche Butter
1 TL Vanilleextrakt 
150g Frischkäse, Zimmertemperatur
evtl. Verzierung (Sprinkles, Zuckerperlen etc.)

:: Backofen auf 180°C vorheizen und Muffinform mit Förmchen auskleiden.

:: In einer Schüssel Mehl, Kakao und Salz mischen.
In der Rührschüssel Zucker und Öl schlagen, bis sich der Zucker etwas aufgelöst hat, dann das Ei dazugeben und gut mixen. Speisefarbe und Vanilleextrakt unterschlagen und anschließend abwechselnd Mehl und Buttermilch unterrühren: 1/3 Mehl - 1/2 Buttermilch - 1/3 Mehl - 1/2 Buttermilch - 1/3 Mehl. Nicht zu lange mixen.

:: Natron und Essig in einer kleinen Schüssel mischen - das schäumt zunächst recht stark. Zum Teig geben und bei mittlerer Rührgeschwindigkeit ca. 10 Sekunden unterrühren.

:: Teig in die Förmchen füllen, bis ca. 3/4 der Höhe. Das geht v.a. bei Mini-Cupcakes am besten, wenn man den Teig in einen Spritzbeutel füllt.
Cupcakes ca 20 Minuten backen, Mini-Cupcakes sollten nach 12 Minuten fertig sein. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

:: Für das Frosting Puderzucker und Butter cremig rühren, bis sich die Zuckerkristalle so ziemlich aufgelöst haben. Vanilleextrakt einrühren und dann den Frischkäse untermischen. Kurz kühlstellen und dann mit der Spritztülle auf die Kuchen spritzen oder mit einem Löffel oder Messer auf den Cupcakes verstreichen. Wer mag, kann die Cupcakes noch mit Zuckerperlen verzieren.



Mittwoch, 4. Januar 2012

Auberginencreme/Melitzanosalata und gute Vorsätze für 2012

Happy New Year, meine Lieben! Ich hoffe, Ihr hattet eine rauschende Silvesternacht und einen tollen Start ins Jahr 2012. Ich selbst komme irgendwie nicht so richtig rein ins Bloggen... und in diesem Jahr kann ich auch nicht mal auf Weihnachts- oder Silvestermenüs zurückgreifen, die zu posten wären. Ich bitte also um etwas Nachsicht, wenn der Schwung hier nur sehr verhalten ausfällt. Manchmal muss man Dinge wohl einfach langsamer angehen.

Im letzten Jahr riefen Juliane und Zorra auf zu guten Kulinarischen Vorsätzen für 2011. Meine Vorsätze, mehr vegetarisch und mehr griechisch zu kochen, habe ich eigentlich ganz ordentlich umsetzen können, vegetarisch mehr als griechisch (und dabei lässt sich doch beides so gut verbinden!). Nicht immer war es perfekt, nicht immer wurde es gepostet, aber es sind doch ganz schöne Ergebnisse dabei herausgekommen.
Und nun ist 2011 bereits Geschichte, 2012 hat begonnen. Was habe ich mir vorgenommen? Kulinarisch gesehen wenig, außer etwas mehr Experimentierfreude mit Rezepten und Zutaten aus den Küchen ferner Länder. Aber ich will den Blog schon seit Monaten auf Vordermann bringen, ältere Posts überarbeiten, Bilder austauschen (gruselt es Euch auch immer so, wenn Ihr Eure alten Bilder betrachtet? Huiuiuiuiui.) und ein bisschen am Layout basteln. Mit Facebook oder Twitter spiele ich auch schon länger rum, allerdings eher halbherzig... Mein Vorsatz: endlich all die Vorhaben umsetzen!

Aber zum eigentlichen Thema. Das ist ja immerhin ein Kochblog hier. Griechische Auberginencreme bzw. Melitzanosalata passt nicht nur wunderbar in die Reihe der guten Vorsätze vom letzten Jahr, sondern ist auch eine perfekte Verwendung für einsame, übriggebliebene Auberginen im Gemüsefach. Dass Gerichte mit Auberginen optisch meist kein Highlight sind, ist ein alter Hut, aber wenn man das Licht dimmt oder eine Kerze anzündet, überzeugt vor allem der Geschmack.

 



Auberginencreme: 
Melitzanosalata - μελιτζανοσαλάτα

Es gibt in Griechenland tausend und eine Variante dieser Vorspeise. So macht meine Schwiegermutter sie, und der glaube ich auf's Wort!

2 Auberginen
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
2 EL Joghurt
Salz, Pfeffer
1/2 Bund Petersilie
50g Feta

:: Die Auberginen gut waschen und abtrocknen. Auf ein Backblech legen, in den Ofen schieben und auf 200°C heizen. Etwa 45 Minuten backen, dabei immer mal wenden.

:: Herausnehmen und der Länge nach halbieren - Vorsicht, heiß! Etwas abkühlen lassen, dann mit einem Löffel das Fleisch aus den Auberginenhälften kratzen und in eine hohe Schüssel oder Mixbecher geben. Natürlich kann man die Aubergine auch erkalten lassen, aber heiß löst sich das Fruchtfleisch besser aus der Schale und mit dem Abkühlen wird es auch dunkler.

:: Knoblauch pellen und hacken, zum Auberginenfleisch geben. Olivenöl und Joghurt angießen, salzen und pfeffern und alles mäßig fein pürieren, so dass noch ein paar Stückchen übrig sind. Natürlich kann man es auch ganz glatt und sämig pürieren.

:: Petersilie hacken, Feta kleinkrümeln. Beides unterrühren. Kurz durchziehen lassen, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Brot servieren.
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