Aber irgendwie hatte sie mich doch am Haken, und so hab ich's einfach mal versucht mit Heidi Swansons Black Bread. Gar nicht mal so übel! Eigentlich sogar richtig lecker. Es ist natürlich alles andere als ein Vollkornbot, aber sicherlich kann man das auch durch entsprechendes Mehl pimpen. Im Grunde genommen ist es ein dunkel geratenes Mischbrot, das mit einem farbenfrohen Dipp (von hier) und einem Zucchini-Chutney (folgt!) ein ganz wunderbares Abendbrot ergibt.
Black Bread
für 1 sehr großen Laib à 1000g**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Dunkler Sirup lässt sich recht gut durch Gerstenmalzsirup ersetzen, für dunklen Zucker soll Sukrin Gold eine gute Alternative sein. Im Zweifelsfall kann der braune Zucker auch weggelassen werden.**
1/2 Würfel (21g) frische Hefe, oder 1 Tütchen Trockenhefe
300ml lauwarmes Wasser
1 TL brauner Zucker
2 EL Kakaopulver
2 EL feingemahlene Espressobohnen
70ml dunkler Sirup
1 TL gemahlener Kümmel (kann man durchaus auch weglassen)
40g Butter
2 TL Salz
2 große Karotten
150g Roggenmehl
450g Weizenmehl, Type 550
Zum Bestreichen:
2 EL Buttermilch, Milch oder Wasser
Mehl
Kümmelsamen (optional)
Olivenöl zum Kneten
:: Die Hefe und den Zucker in lauwarmem Wasser auflösen und ein paar Minuten stehen lassen.
:: Währenddessen Kakaopulver, gemahlene Espressobohnen, Sirup, Kümmel, Butter und Salz in einen kleinen Topf geben und über niedriger Temperatur erhitzen, bis die Butter gerade so geschmolzen ist und sich alles vermengt hat. Sollte es kochen, abkühlen lassen, hohe Temperaturen mag die Hefe nicht.
:: Karotten schälen und reiben.
:: In einer großen Rührschüssel das Hefewasser, die Sirupmischung und die Karotten mischen. Das Mehl nach und nach zugeben und zu einem Teigklumpen rühren. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche kippen und 5 Minuten kneten. Dann die Hände mit etwas Olivenöl einreiben, den Teig damit zu einer Kugel formen und von allen Seiten mit Öl bedecken. Wieder in die Schüssel legen. Mit Folie abdecken und 1 bis 2 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.
:: Ein Backblech leicht einölen (oder mit Backpapier belegen.)
:: Den Teig nach dem Gehen noch in der Schüssel mit einer geschlossenen Faust sanft niederdrücken, so dass die Luft entweicht - mein Teig war nach nach 5 "Drückern" am Boden und machte dabei lustige leise "pffffffff"-Geräusche. Er sollte nicht geknetet werden. Herausheben, auf der Arbeitsfläche zu einem Laib formen und auf das Backblech transferieren. Mit Folie oder einem eingemehlten Küchentuch abdecken und noch mal ca. 1 Stunde gehen lassen, bis der Laib seine Größe beinahe verdoppelt hat.
:: Backofen auf 220°C vorheizen.
:: Den Laib mit Buttermilch, Milch oder Wasser bestreichen, mit etwas Mehl bestäuben und (wer mag) Kümmelsamen darübersprenkeln. Das Brot mit einem scharfen Messer zweimal einschneiden - vorsicht, dass es nicht zusammenfällt.
:: 20 Minuten bei 220°C backen, dann die Hitze auf 180°C reduzieren und weitere 25 Minuten fertig backen. Herausnehmen und abkühlen lassen (noch leicht warm ist es auch sehr köstlich...)
