Dienstag, 28. Februar 2012

Green Monster Smoothie

"Alle Geräte, die man nicht mindestens einmal pro Woche benutzt, haben in der Küche nichts zu suchen." Diesen weisen Satz hörte eine Freundin vor einiger Zeit bei einem Kochkurs, und als sie ihn mir weitersagte, ging ich im Geiste alle meine Geräte durch, stellte fest, dass sogar der Toaster einmal pro Woche ran darf..... aber hm.... der Blender? Also nur her mit den Obst- und Gemüsesmoothies, den Mixdrinks und Milchshakes!

Dieser Green Monster Smoothie erhält seine grüne Farbe von Kiwis, na klar, aber auch hier versteckt sich wieder eine Handvoll Spinat. Es ist ein ordentlicher Hallo wach!-Kick mit einem gewaltigen Schuss Vitaminen.
Die Kiwis sollten allerdings sehr reif sein, sonst wird der Smoothie schnell sehr säuerlich.



Green Monster Smoothie
für 2 große Gläser

2 reife Kiwis
1 Handvoll Spinatblätter
1/2 Apfel
1 Banane
2 Tassen Flüssigkeit, z.B. Orangensaft, Kokosmilch, Reis- bzw. Hafermilch (Kiwis enthalten ein eiweißspaltendes Enzym, dass Kuhmilch bitter und flockig werden lässt, daher ist diese eher nicht geeignet)
1 Handvoll Eiswürfel 

:: Kiwis schälen und kleinschneiden. Spinat gründlich waschen und kleinzupfen. Apfel und Banane schälen und zerkleinern.

:: Alles zusammen mit der Flüssigkeit nach Wunsch und in den Eiswürfeln in den Blender geben und ordentlich durchmixen, bis alles glatt püriert ist.

Sonntag, 26. Februar 2012

Banana Split Cake

HAPPY BIRTHDAY!
Happy Birthday, liebes Sonntagssüß! Wie schön, dass es Dich jetzt schon seit einem Jahr gibt, wie schön, dass Du uns jede Woche wieder neue Inspirationen lieferst, neues Oh! und Ah!, wie schön, dass Du uns das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt, wie schön, dass Du uns jeden Sonntag um die (virtuelle) Tafel versammelst. Und wie schön, dass Deine drei "Ideengeberinnen" so wunderbar sympathische, interessante und talentierte Frauen sind, die auch von Montag bis Samstag mit tollen, kreativen Ideen, wunderbaren Bildern und poetischen Zeilen für ein Lächeln sorgen.

Vielen Dank, liebe Julie von mat & mi, liebe Katrin von lingonsmak und liebe Nina von Fräulein Text,  für diese farben- und geschmacksbunte Initiative. Ihr seid toll!

So ein erster Geburtstag hat ja bisschen was von Kindergeburtstag, deswegen gibt es heute meinen liebsten Kindertageeisbecher als Kuchen: Banana Split Cake. Gesehen bei Martha Stewart, zusammengesetzt frei nach Schnauze. Allerdings verstehe ich jetzt, warum der Kuchen bei Martha im Desserglas geschichtet wird. Fragt bitte nicht, wie der nach dem Anschneiden aussah... aber göttlich lecker war die Kombination aus Vanille-Bisquit, Sahne, Pudding und Bananen - und natürlich Schokoladensirup.

Mehr Geburtstagssüß heute bei Nina und hier bei Pinterest.




Banana Split Cake
für die 18er-Springform


**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Zucker lässt sich aber ganz gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde, je nach Süß-Vorliebe.**


Der Boden und die Puddingcreme lassen sich ohne weiteres schon einen oder zwei Tage vorweg backen bzw. kochen, so dass man dann am Tag X alle Konzentration aufs Schichten legen kann. Gerade beim Tortenboden ist das sogar ziemlich schlau, damit der in aller Ruhe erkalten kann. Dann krümelt er auch nicht so beim "Tranchieren".


FÜR DEN BODEN
3 Eier
150g Zucker
1 TL Vanilleextrakt
100g weiche Butter
200g Mehl
2 TL Backpulver
75ml Buttermilch

FÜR DEN PUDDING
300 ml Milch 
2 Eigelb
2 EL Zucker
2 EL Stärke
1 Prise Salz
1/2 Vanilleschote
15g Butter

AUSSERDEM
4 EL Baileys (oder ein anderes Likörchen)
250ml Schlagsahne 
1 TL Puderzucker
Schokoladensirup
4 Bananen
2 EL Krokant
1 Maraschino-Kirsche


:: Backofen auf 180°C vorheizen, die Backform mit Backpapier auskleiden und die Seiten einbuttern.

:: Eier und Zucker sehr schaumig schlagen, dann Vanille und die weiche Butter unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Buttermilch zum Teig geben. Mixen, bis sich alles gerade eben so vermengt hat. In die Form füllen und etwa 40 Minuten backen. Komplett auskühlen lassen. Danach waagerecht in 4 Böden teilen, wenigstens aber 3.

:: Für den Pudding Zucker, Stärke und Salz in einer Schüssel verrühren. 6 Esslöffel Milch angießen, gut unterrühren, so dass die Speisestärke komplett aufgelöst wird. Die Eigelbe unterschlagen. Vanilleschote der Länge nach aufschlitzen und auskratzen. Die restliche Milch aufkochen, vom Herd ziehen und dann langsam und vorsichtig und vor allem unter konstantem Rühren die Stärke-Eier-Mischung in die Milch gießen. Das Vanillemark und die Schote in den Topf geben und diesen zurück auf die Flamme stellen. Über mittlerer Hitze solange kochen, bis die Creme dick wird und Blasen wirft. Die Butter unterrühren und den Pudding abkühlen lassen. Damit sich keine Haut bildet, ein Stück Frischhaltefolie direkt auf den Pudding legen.

:: Schlagsahne steif schlagen, dabei den Puderzucker einrieseln lassen. 3 Bananen längs in Scheiben schneiden, die 4. zur Seite legen.

:: Schichtarbeit: Den ersten Boden mit etwas Baileys beträufeln, dann 1/4 des Puddings darauf verteilen (1/3 wenn es nur 3 Böden sind). 1/4 der Sahne daraufklecksen und mit den Scheiben  von 1 Banane belegen. Den nächsten Boden auflegen und das ganze wiederholen: Pudding, Sahne, Bananen. (Ganz Dekadente können jetzt auch schon Schokosirup in die einzelnen Lagen träufeln.) Auf die oberste Schicht ebenfalls Pudding verteilen, dann die letzte Banane längs halbieren und in bester Banana-Split-Manier auflegen. Einen dekorativen Klecks Sahne dazwischen/darüber verteilen und das ganze mit Krokant, Schokosirup und der Kirsche krönen.

Donnerstag, 23. Februar 2012

İmam bayıldı - gefüllte Auberginen

Da fällt nicht nur der berühmte Gelehrte vor Verzückung in Ohnmacht - da schmatzt auch der Sultan! Momentan schmatzt der Sultan recht häufig bei uns, orientalisches Essen, egal ob türkisch, arabisch, persisch oder noch weiter östlicher Provenienz, verweist Pizza, Pasta & Co gerade eindeutig auf die Ränge. Wenn es draußen gruselig kalt oder grau und nass ist, wärmen orientalische Gerichte die Seele und lassen an Sommer, Wärme und ferne Reiseziele denken. 

İmam bayıldı stand schon ewig auf meiner Kochliste, schließlich sind Auberginen dabei! Besonders gut und orientalisch-geheimnisvoll ist die Prise Zimt, und weil es gar zu gut zu Auberginen passt, habe ich auch noch mal eine kräftige Prise Sumach dazugegeben. Das qualifiziert mich dann auch sofort zur Teilnahme am aktuellen Koch-Event "Mediterrane Kräuter und Gewürze – Sumach" von tobias kocht! - jippieh!




İmam bayıldı
Leicht adaptiert aus "Oriental Basics", definitiv eines der besten Kochbuchkäufe 2011. 

4 kleinere, längliche Auberginen
2 große Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
300g Tomaten (im Winter am besten gehackte Dosen-Tomaten von bester Qualität)
1/2 Bund Petersilie
1/2 Bund Dill (oder 2 EL gehackter TK-Dill)
1 TL Zucker
1 Prise Zimt
1 Prise Sumach
Salz, Pfeffer 
Olivenöl 
2 ganze Tomaten
4 kleine grüne eingelegte scharfe Pepperoni

:: Die Auberginen gründlich waschen, den Stielansatz kürzen oder ganz abschneiden. Mit dem Sparschäler der Länge nach Streifen abschälen - bei nicht ganz topfitten Auberginen mag das mit einem scharfen Messer besser gehen. Dann in eine Schale mit reichlich Salzwasser legen und 20 Minuten ruhen lassen.

:: Derweil die Füllung zubereiten: Dafür Zwiebeln und Knoblauch pellen und fein hacken. Olivenöl in einem Topf oder Bräter, der groß genug ist, um später die Auberginen zu beherbergen, erhitzen und bei mittlerer Hitze Zwiebeln und Knoblauch weich dünsten. In eine Schüssel geben.

:: Falls frische Tomaten verwendet werden, diese evtl. schälen, dann würfeln, ansonsten die gehackten Dosen-Tomaten unter die Zwiebel-Knoblauch-Mischung rühren. Petersilie und Dill hacken, ebenfalls unterrühren. Mit Zucker, Salz und Pfeffer würzen, dann mit Zimt und Sumach abschmecken.

:: Die Auberginen aus dem Wasserbad nehmen und abtupfen. Olivenöl im Topf oder Bräter erhitzen und die Auberginen darin rundherum anbraten, bis sie etwas weich geworden sind, ca. 10 Minuten.

:: Herausnehmen und jede Aubergine an einer geschälten Stelle längs tief einschneiden. Den Schnitt mithilfe eines Löffels (oder, ja... den Fingern) etwas verbreitern und dann die Füllung in die Öffnung geben. Die beiden übrigen Tomaten in Scheiben schneiden, über die Füllung legen und jeweils eine grüne Pepperoni darauf legen.

:: Die Auberginen wieder in den Bräter setzen und mit etwas Olivenöl beträufeln. 150ml Wasser in den Topf gießen, mit dem Deckel verschließen und bei kleiner bis mittlerer Hitze etwa 45 Minuten garen, bis die Auberginen weich sind.

:: Etwas abkühlen lassen und eher lauwarm servieren.

Dienstag, 21. Februar 2012

Rosenkohl-Spieße auf Pastinaken-Püree

Huh, jetzt habe ich es getan. Nach mehr als einem Jahr Bloggen und mehr als einem Mal betonen, dass mir Restaurantsprache echt auf die Nerven geht, habe ich einen Post mit "etwas AUF etwas anderem" betitelt. Na immerhin war kein "an" dabei. "An" ist an der Wand: Bild an der Wand. Am schlimmsten ist für mich die "Ouvertüre", dicht gefolgt von der "Komposition". Tut mir Leid, liebe Restaurateure, aber beides gehört in den Konzertsaal oder die Stereoanlage, nicht aber auf den Teller.
Genug geschimpft. Eine bessere Beschreibung für das Gericht fällt mir heute ja auch nicht ein.

Zwei nicht überdachte oder eingeplante Spontankäufe wollten verbraucht werden, jeweils ein Pfund Rosenkohl und Pastinaken lagen in der Küche umher und langweilten sich. Aber zum Gratin wollten sie auch nicht werden, die anspruchsvollen Biester! Tsk. Beim Vorschlag, das Gericht von Valeskas Blog "fressen und gefressen werden" zu kochen, waren sie zum Glück sofort dabei. Glück gehabt! Vielleicht, weil sich das "auf" so posh anhörte.




Rosenkohl-Spieße auf Pastinaken-Püree
Für 10 Spieße

30 Rosenkohl-Röschen, ca. 500g - falls ihr die Chance zum Handverlesen habt, nehmt schöne große! 
10 schmale Scheiben Frühstücksspeck
5-6 EL Balsamico
4 EL Zucker
2 kl. getrocknete Chili
500g Pastinaken
2-3 EL Milch
1 EL Butter
Salz, Pfeffer, Muskat nach Belieben
gehackter Schnittlauch

:: Pastinaken schälen, in Würfel schneiden und mit gesalzenem Wasser aufsetzen. In ca. 20 Minuten gar kochen. Abgießen und etwas ausdampfen lassen. Mit dem Kartoffelstampfer zermusen, wer es ganz glatt mag, bringt den Pürierstab zum Einsatz. Milch und Butter unterrühren, mit Salz und Pfeffer und ggf. Muskat abschmecken.

:: Während die Pastinaken kochen, den Rosenkohl putzen und den Stielansatz kreuzweise einschneiden. In kochendem Salzwasser etwa 10 Minuten garen, bis sie bissfest sind. Abgießen.

:: Backofen auf 200°C vorheizen.

:: Balsamico in eine Schüssel geben und die Speckscheiben darin einlegen. Ein paar Minuten marinieren lassen. Zucker und Chili im Mörser zermahlen, auf einen Teller geben und die Speckstreifen darin wenden.

:: Jeweils 3 "Rosenköhle" und eine Scheibe Speck auf ein Holzstäbchen spießen und die Spieße dann für 10-15 Minuten im Ofen backen, bis der Schinkenspeck schön knusprig ist. Wer die Sauerei nicht scheut, legt die Spieße direkt auf den Rost, dann aber ein Blech unterlegen, damit nicht der gesamte Backofen einer Generalreinigung bedarf.

:: Das Pastinakenpüree noch einmal abschmecken (meist fehlt noch Salz), auf Teller verteilen und Schnittlauch darüberstreuen. Die Rosenkohl-Spieße daraufgeben und servieren.

Sonntag, 19. Februar 2012

Eclairs au café

Oh là là. Mesdames et Messieurs, isch bin färrdisch. Fix ün' färrdisch.

Neulich fiel mir beim Staubwischen das Buch "Chocolat" in die Hände. Lange hatte ich Maître Robert Linxes Werk nicht mehr angeschaut, aber sofort stieg bei den wundervollen Fotografien in dunklem Braun und glänzendem Gold der Duft des Pariser "Maison du Chocolat" in meine Nase und damit die Erinnerung an das in Paris verbrachte  Studienjahr - geliebte, leider zu schnell vergangene Zeit. Manchmal habe ich mir eine kleine Box voll köstlicher Pralinen geleistet und sie dann mit größtmöglicher Andacht verzehrt, über Tage hinweg. Manchmal mussten es aber unbedingt auch die Eclairs sein, die kaum den Weg aus dem Laden fanden, bevor ich sie verschlungen habe.


In Erinnerung daran fragte ich mich, warum ich nicht viel öfter Eclairs backe. Mittlerweile weiß ich wieder, wieso. Diese petits Scheißöörschönn haben meine Küche in ein Chaos, mich halb in den Wahnsinn und meine Zuckervorräte zur Neige getrieben. Originalgetreu wollte ich den Guss mit aromatisiertem Fondant herstellen, doch die Versuche, Fondant mit dieser Methode zu rühren, sind (mehrfach) kläglich gescheitert, das Karamell ist zunächst verbrannt, härtete dann zu schnell aus und ließ sich zu keiner Koorperation bewegen. Am Ende habe ich complètement énervée die Töpfe in die Spüle geworfen und freihändig eine Schokoladenglasur gerührt.

Allerdings... die petits éclairs au café schmecken ganz köstlich, und so langsam beschleicht mich das Gefühl, das doch nicht alles umsonst war und ich mich langsam mit ihnen aussöhne sollte...



Eclairs au café
aus Robert Linxe, "Chocolat. Sinnliche Verführung."
ergibt ca. 16-20 Stück

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Zucker lässt sich aber ganz gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde, je nach Süß-Vorliebe.**


FÜR DEN BRANDTEIG:
120ml Milch
1 Prise Salz
1 TL Zucker
50g Butter
75g Mehl
2 Eier
1 Eigelb

FÜR DIE CREME:
250ml Milch
2 Eigelb
50g Zucker
30g Mehl
80ml frischer, sehr starker Kaffee

FÜR DIE GLASUR:
40g Zucker
30ml starker Kaffee
150g Fondant

alternativ: Schokoladenglasur (s.u.)


:: Zunächst die Creme herstellen - diese braucht Zeit zum Abkühlen. Dafür die Eigelbe und den Zucker aufschlagen, bis die Masse schaumig und hell ist. In einem Topf die Milch aufkochen. Mehl unter die Eiermasse rühren, dann ganz langsam und vorsichtig die heiße Milch in die Mischung gießen und rührenrührenrühren. Zurück in den Topf geben und bei milder Hitze kochen, ohne das Rühren zu unterbrechen - so lange, bis die Creme eindickt. Den Kaffee unterrühren und vom Feuer nehmen. Die Creme abkühlen lassen, dabei immer wieder umrühren. Damit keine Haut entsteht, ein Stückchen Frischhaltefolie direkt auf den Pudding legen.

**Alternative: 1 Pck. Vanillepuddingpulver mit etwas weniger Milch nach Packungsanleitung aufkochen, dann den Kaffee einrühren und abkühlen lassen.**

:: Den Backofen auf 200°C vorheizen, ein Backblech mit Backpapier auslegen.

:: Für den Brandteig die Milch zusammen mit Salz, Zucker und Butter aufkochen bis sich die Butter aufgelöst hat, dann das Mehl auf einmal hineinschütten und schnell mit einem Kochlöffel verrühren. Unter Rühren noch einige Sekunden weiterkochen, bis sich ein Teigklumpen bildet, der sich vom Boden löst. Den Teigklumpen in eine Schüssel geben und kurz abkühlen lassen. Die Eier schaumig schlagen und dann nach und nach mit dem Mixer unterrühen. Der Teig geht über krümelig zu weich.

:: In einen Spritzbeutel mit einer 16er Lochtülle füllen (oder einen Gefrierbeutel entsprechend pimpen) und Stränge von ca. 10 bis 15 cm spritzen, dabei gut Abstand lassen.
Das Eigelb mit 1 EL Wasser verrühren und die Teigwürste damit einstreichen. Dann ca. 25 Minuten backen, bis sie goldgelb sind. Herausnehmen und abkühlen lassen.

:: Die Eclairs seitlich ein kleines Stückchen einschneiden und mit der Creme befüllen - geht am einfachsten mit dem Spritzbeutel.

:: Für den Guss des Originalrezepts einen mittelgroßen Topf bei milder Hitze erwärmen, dann den Zucker einrieseln lassen. Kochen, bis der Zucker zu einem hellbraunen Karamell geschmolzen ist. Dabei aufpassen wie ein Luchs! Vom Herd nehmen und kurz abkühlen, bis das Karamell nur noch lauwarm ist. Dann den Kaffee einrühren. Den Topf in ein warmes Wasserbad stellen und den Fondant zusammen mit dem Karamell weich werden lassen. Verrühren, bis alles miteinander verbunden ist. Wieder etwas abkühlen und auf die Oberseite der Eclairs streichen.

**Alternative: 100g in kleine Stück gebrochene oder gehackte Schokolade über dem Wasserbad schmelzen, dann 1 TL Kokosfett und evtl. 1 EL Espresso (oder auch löslichen Kaffee) unterrühren, bis alles glatt ist. Auf die Eclairs streichen.**

Donnerstag, 16. Februar 2012

Fruchtiger Linsensalat

Heute mal was aus einer Rubrik, die sonst immer ein bisschen zu kurz kommt: Hülsenfrüchte. Zwar verwenden wir in unserem halb-griechischen Haushalt gern Bohnen, am liebsten große weiße, zum Einsatz, aber selten in blogwürdiger Form. Linsen hingegen stehen selten auf dem Plan. Schade eigentlich.

Beim Kochtrotz sah ich vor einiger Zeit einen Salat mit roten Linsen, der geradezu rief: Koch! Mich! Nach! Okayokay, ich ergab mich schnell und wir wurden mit einem sehr leckeren Abendessen belohnt.
Die roten Linsen verlieren leider beim Kochen enorm an Farbe und erblassen deutlich zu einem hellen Orange, dafür sorgen Paprika, Chili und Kräuter für den Farbkick. Die Linsen sollten allerdings unbedingt eine Weile durchziehen können, bevor sie mit den restlichen Zutaten vermischt werden.


Fruchtiger Linsensalat
für 2 als leichter Hauptgang, für 4 als Vorspeise

300g rote Linsen
3 EL Olivenöl

1 EL  Weißweinesseig
Salz, Pfeffer
2 rote Paprika
1 Chilischote
1 Apfel
2 Lauchzwiebeln
1/2 Bund Petersilie
1/2 Bund Koriander
weiteres Olivenöl zum Abschmecken

:: Linsen nach Packungsanweisung kochen. Unterdessen die Marinade zubereiten, dafür Olivenöl, Rapsöl und Essig mischen, salzen und pfeffern. Die abgetropften Linsen in einer Salatschüssel mit der Marinade verrühren und mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen.

:: Paprika waschen, entkernen und in Würfel schneiden. Chili und Lauchzwiebeln putzen und jeweils in feine Ringe schneiden. Apfel waschen und fein würfeln.Petersilie waschen, trockenschleudern und mittelfein hacken. Alles unter die durchgezogenen Linsen heben und mit Salz, Pfeffer und evtl. mehr Olivenöl abschmecken.

:: Kurz vor dem Servieren den Koriander waschen, trocknen und fein hacken oder zupfen, über dem Salat verteilen.

Dienstag, 14. Februar 2012

Pasta mit Fenchel und Räucherforelle

Komisch eigentlich, dass es verhältnismäßig wenig Pasta bei uns gibt. Komisch vor allem angesichts der Tatsache, dass ich immer zugreifen muss, wenn ich eine neue Sorte Nudeln sehe, eine ungewöhnliche Form finde oder (ganz gefährlich!) große Pasta entdecke. Riesen-Penne. Oder kinderschuhgroße Muschelnudeln. Da kann ich die Augen einfach nicht fest genug zudrücken oder den Zugreif-Reflex unterdrücken. Auch wenn ich weiß, dass die meisten am Ende doch wieder schmecken wie... naja, Nudeln halt. Und so stapeln sich halbvolle Kartons und Tüten "exotischer" Pasta im Vorratsschrank, denn wenn's drauf ankommt, greife ich doch meist wieder zu meinen guten alten Favoriten: Penne rigate oder Bavette. Allerdings mache ich gern eine Ausnahme bei Muschelnudeln, allein schon deswegen, weil sie so hübsch sind. :-)

Im Kühlschrank fand sich passend dazu eine Fenchelknolle und zwei geräucherte Forellenfilets. Das klingt zunächst vielleicht komisch, ist aber eine Knüller-Kombi, abgerundet mit Tomaten und einem Schuss Ouzo.



Pasta mit Fenchel und Räucherforelle
aus der Datenbank der Küchengötter-Homepage
für 2 Portionen

200 - 300g Muschelnudeln, z.B. Castellane - je nach Belieben und Hunger
1 Fenchelknolle, ca. 200g
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
200g Tomaten 
150ml Gemüsebrühe
2 EL Olivenöl
2 EL Ouzo (oder anderer Anis-Schnaps - oder Orangensaft)
1 EL Zitronensaft 
1 EL Tomatenmark
Salz, Pfeffer
2 geräucherte Forellenfilets

:: Fenchelknolle waschen, das Grün abschneiden, etwas zerkleinern und zur Seite legen - brauchen wir später noch für die Deko, das Auge isst mit! Die Fenchelknolle halbieren und quer in feine Streifen schneiden oder hobeln.
Knoblauch und Zwiebeln pellen. Den Knoblauch fein hacken,  die Zwiebel halbieren und in feine Streifen schneiden.

:: Die Tomaten waschen, vom Stilansatz befreien und klein schneiden. Dann mit 50ml Gemüsebrühe pürieren.

:: Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest kochen.

:: Währenddessen die Sauce herstellen: Olivenöl erhitzen und bei mittlerer Hitze die Fenchelscheiben, den Knoblauch und die Zwiebel etwa 3 Minuten unter Rühren anbraten. Mit Ouzo und den verbleibenden 100ml Gemüsebrühe ablöschen. Salzen und pfeffern, dann Zitronensaft und Tomatenmark unterrühren und noch einmal 5 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce etwas eindickt.

:: Die Forellenfilets in Stückchen zupfen und in der Sauce leicht erwärmen.

:: Die abgegossenen Nudeln unter die Sauce mischen, auf Teller füllen und mit dem Fenchelgrün bestreuen.

Sonntag, 12. Februar 2012

Schokoladen-Cranberry-Cookies

Kekse. Soulfood vom allerfeinsten. Außer Brotteigkneten kenne ich kaum eine Beschäftigung, die mich so meditativ stimmt wie Kekse backen. Und die ein so umgehendes Glücksgefühl erzeugt - allein wenn der Duft aus dem Backofen in die Küche steigt und dann die Wohnung durchzieht... Glück, instant!
Im Sommer habe ich ja lieber zitronig-leichte Cookies oder knusprige mit Kokos und Mandeln, aber für ein knackig-kaltes Winterwochenende geht doch nichts über Schokoladencookies mit dicken Schokostückchen.

Inspiriert seit Wochen, ach was, Monaten schon hiervon, gebacken nach Martha, adaptiert für meinen Geschmack. Für Euren auch, hoffe ich.



Schokoladen-Cranberry-Cookies

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Brauner Zucker lässt sich wohl ganz gut durch Sukrin Gold ersetzen. Allerdings sind die Cookies durch die Schokolade und die Cranberries trotzdem nicht zucker- bzw. fructosefrei. Just saying.**


150g Mehl
3 EL Kakaopulver
1 TL Natron
1 Prise Salz 
100g dunkle Schokolade
120g Butter
100g brauner Zucker
1 Ei
150g getrocknete Cranberries
4 EL Kokosraspel

:: Für die Erwachsenenversion können die Cranberries ein paar Stunden in hochprozentigem Alkohol eingelegt werden, beispielsweise Kirschwasser. Ansonsten kommen sie erst nachher dran. 

:: Backofen auf 175°C heizen, 2 Backbleche startklar machen.

:: In einer Schüssel Mehl, Natron, Kakao und Salz mischen, zur Seite stellen. Schokolade hacken.

:: In der Rührschüssel Butter und Zucker schaumig schlagen, dann das Ei zugeben und gut unterschlagen. Die Mehlmischung dazugeben, vorsichtig unterrühren.

:: Gehackte Schokolade zusammen mit den Cranberries unter den Teig heben.

:: Mit einem Esslöffel Teig abstechen und Bällchen formen. Mit genug Abstand auf die Backbleche setzen und etwas platt drücken. Dann mit Kokosraspeln bestreuen und für ca. 12 Minuten backen. Herausnehmen und gut auskühlen lassen.

Donnerstag, 9. Februar 2012

Gefüllte Tomaten

Neulich habe ich all meine Skepsis über Bord geworfen und habe beim Bio-Markt meines Vertrauens Marisma-Tomaten bestellt. Die Marisma wurden als grüne Wintertomate mit einzigartigem Geruch und Geschmack angepriesen, so süß und saftig wie keine zweite. Die mit Spannung erwarteteten grünen Tomaten stellten sich dann als rote Riesen heraus, die weder im Geruch noch im Geschmack sonderlich aufregend waren, vielmehr schmeckten sie wie normale winterliche Discounterware aus Holland. Pure Enttäuschung statt purem Geschmack.
Merke: Auch Bio-Tomaten sind im Winter einfach nichts. Für richtig gute Tomaten müssen wir eben noch ein paar Monate warten und auf gutes Wetter hoffen. Ein jedes hat seine Zeit.

Also habe ich das einzige daraus gemacht, wofür sie sich wirklich eignen: mit Reis gefüllt und im Ofen gebacken. Dabei waren sie dann gar nicht so schlecht, und die Füllung war richtig lecker. Definitiv etwas, was man für die Sommer- und Grillsaison im Hinterkopf behalten sollte!



Gefüllte Tomaten mit Reis

4 große reife Fleischtomaten
1 Tasse Reis nach Wahl, hier: Naturreis und Wildreis gemischt
1 Stich Butter
Salz, Pfeffer
1/2 Bund Petersilie
2 Lauchzwiebeln oder 1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Olivenöl

:: Reis unter fließendem Wasser waschen (also im Sieb - war eh klar, oder?) und dann mit der anderthalbfachen Menge Wasser und 1/2 TL Salz aufsetzen. Zum Kochen bringen und solange offen köcheln, bis das Wasser den Reis nicht mehr bedeckt. Dann die Butter dazugeben, den Deckel drauf setzen und bei kleiner Hitze fast gar kochen - der Reis sollte noch Biss haben.

:: Währenddessen die Tomaten waschen und einen Deckel abschneiden. Aushöhlen (am einfachsten mit einem Teelöffel), dabei Saft und Fleisch auffangen. Die groben Tomatenfleischstücke klein schneiden. Petersilie hacken und unter die Tomatenstückchen mischen.

:: (Lauch-)Zwiebeln und Knoblauch putzen und hacken, dann erst die Zwiebeln in Öl anschwitzen, Knoblauch nach ein paar Minuten dazugeben und kurz mitdünsten. Zum Tomatenfleisch geben, alles mit Salz und Pfeffer würzen.

:: Backofen auf 180°C vorheizen. Eine Auflaufform mit etwas Olivenöl einpinseln.

:: Den Reis abgießen, abtropfen lassen und dann mit dem Tomatenfleisch-Petersilie-Zwiebel-Gemisch vermengen. Die Reismasse in die Tomaten füllen, mit dem Deckelchen krönen und in die Auflaufform setzen. Etwa 45 Minuten backen, je nach Größe der Tomaten auch kürzer.

Dienstag, 7. Februar 2012

Möhrenquiche

Manchmal geht alles schief.... Aber (Spoiler!)  am Ende wird alles wieder gut.
Nachdem ich mental die vorhandenen Lebensmittel durchgegangen war und mich für eine Quiche mit Möhren, Ziegenkäse und Filoteig entschieden hatte, stand mir ein Bild vor Augen, wie die Quiche auszusehen hätte: Mit gehobelten Möhrenscheiben, die quer auf dem Guss lagen. Irgendwo hatte ich es gesehen und bekam dieses Bild nun nicht mehr aus dem Kopf. Ich suchte alle Blogs ab, alle Homepages der einschlägigen Zeitschriften, doch nirgends sprang mich das Bild von dieser Quiche an. Grummelig und an mir zweifelnd machte ich mich auf den Heimweg, und da - völlig aus dem Blauen, machte es klick! und ich rief meinem Lenkrad entgegen: "MARTHA! Martha Stewart!" Dumm nur, dass das zum Bild gehörige Rezept dann gar nichts am Hut hatte mit Möhren, sondern "dried peaches" verlangte. Ganz mies angetäuscht! Püüh, dachte ich, mach ich halt trotzdem Möhren, so! Gesagt, gean, doch sofort kam der nächste Showstopper: Der Filoteig hatte Besuch bekommen von grünen Flecken und lachte mich hämisch aus. Buuuuh!

Und nun?! Die Möhren waren geschält und liebevoll in Streifen gehobelt, die Sauce war angerührt, und draußen war es viel zu kalt zum einkaufen gehen. Bockig war ich sowieso. Aber dann habe ich die Entdeckung des Jahrhunderts gemacht: Mürbeteig, der nicht nur relativ simpel zu kneten geht, sondern der auch noch so wahnsinnig gut schmeckt, dass ich die Kruste allein hätte essen mögen! Gefunden bei Nicole Stich, in ihrem ersten Buch "delicious days".

Wahrlich etwas aus der Kategorie "Ende gut, alles gut". Und das, obwohl aus Möhrenstreifen am Ende auch noch Möhrenkringel wurden.



Möhrenquiche

125g kalte  Butter
125g Quark
1/2 TL Salz
200g Mehl
3 große Möhren (wirklich große)
250g Schmand oder Crème fraîche
100g Ziegenfrischkäse
2 Eier
5-6 Zweige Thymian
Salz, Pfeffer

:: Butter in kleine Stückchen schneiden. Mit Quark, Salz und Mehl verkneten - am einfachsten zunächst mit dem Mixer, und dann kurz per Hand. Für 30 Minuten kühl stellen.

:: Möhren schälen und mit dem Sparschäler in lange Streifen hobeln.

:: Schmand, Ziegenfrischkäse und Eier glatt rühren. Von 3 Thymianzweigen die Blättchen abzupfen und unter den Guss rühren. Salzen und pfeffern.

:: Ofen auf 180°C vorheizen und eine Auflaufform ausbuttern.

:: Den Teig ausrollen und die Form damit auskleiden. Den Schmandguss darauf verteilen. Für die Möhrenkringel einen Streifen aufrollen, mit einem zweiten umwickeln, so dass schön dicke Kringel entstehen. Dicht an dicht auf und in den Schmandguss setzen. Die restlichen Thymianzweige darauf verteilen.

:: Ca. 45 Minuten backen, bis der Guss fest ist. Vor dem Anschneiden eine Weile ruhen lassen.

Sonntag, 5. Februar 2012

Nachgebacken: Möhren-Mohn-Marzipan-Kuchen von Alice

Heute ist ein Schummel-Post. Wenn der online geht, dann bin ich nämlich gar nicht am PC daheim, sondern wahrscheinlich irgendwo auf der Autobahn. Gut also, dass es die Planungsfunktion gibt!

Mit uns auf der Autobahn ist aber der Rest dieses wahnsinnig saftigen, leckeren und hübsch gestrudelten Möhren-Mohn-Marzipan-Kuchens, oder, wie Alice ihn nannte: "M&M&M-Kuchen". Aus ihrem kulinarischen Wunderland stammt das Rezept, und ich muss anstandslos zugeben, dass sich hierbei die Benutzung und die anschließende Reinigung von sage und schreibe: 2 Töpfen, 2 Schüsseln, 3 Rührbesen, 1 Reibe, 1 Rührschüssel inkl. Mixer-Einheit und 1 Backform WIRKLICH gelohnt hat. Abwaschminimierung kann nun mal nicht immer das vorherrschende Thema sein! Und wenn das Ergebnis und der Genuss im Vordergrund stehen, dann ist dieser Kuchen nicht weit, weswegen ich ihn mit sofortiger Wirkung in den Olymp der liebsten Sonntagskuchen aufgenommen habe.





Möhren-Mohn-Marzipan-Kuchen

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Zucker lässt sich aber ganz gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde, je nach Süß-Vorliebe. Allerdings enthält der Kuchen durch das Marzipan immer noch recht viel Zucker.**


225ml Milch
200g Marzipan-Rohmasse
45g Mohn
1 EL Zitronensaft
175g Möhren
215g weiche Butter
150g + 1 EL Zucker
5 Eier
275g Mehl
25g Stärke
3 TL Backpulver

:: Den Backofen auf 175°C vorheizen und einen Guglhupf oder eine Kranzform ausfetten.

:: Zunächst die Marzipancreme herstellen: Dafür 150ml Milch in einem Topf erwärmen und das Marzipan hineinkrümeln oder reiben (das geht mit einer groben Handreibe eigentlich ganz gut). Marzipan unter Rühren auflösen, es ergibt eine dickflüssige Masse. Zur Seite stellen und abkühlen lassen.

:: Dann kommt die Mohnfüllung dran: Mohn, 75ml Milch, Zitronensaft und 1 EL Zucker in einem Topf verrühren und kurz aufkochen, dann 15g Butter unterrühren. Ebenfalls zur Seite stellen.

:: Jetzt noch die Möhren schälen und fein reiben.

:: Und nun kommt der Teig: Dafür die Eier und 150g Zucker sehr schaumig schlagen, dann die weiche Butter unterrühren. Mehl, Stärke und Backpulver mischen und über die Eiermasse sieben, kurz unterrühren. Nun die abgekühlte Marzipanmilch unterrühren.

:: 1/3 des Marzipan-Teigs unter die Mohnmasse mischen. 
Der restliche Teig darf in der Schüssel bleiben, unter ihn werden die geriebenen Möhren gemischt.

:: Schichtbetrieb: 2/3 des Marzipan-Möhren-Teigs in die Form füllen, glatt streichen. Den Mohnteig komplett darauf verteilen, glattstreichen und dann mit dem restlichen Drittel des Marzipan-Möhren-Teigs toppen.

:: Ca. 70 Minuten backen, die Backzeit nicht enorm unterschreiten, im Inneren ist er sonst gern noch sehr feucht. Anschließend 30 Minuten in der Form auskühlen lassen, bevor der Kuchen gestützt wird.

Donnerstag, 2. Februar 2012

Zucchini-Chutney

Passend zu einem richtigen, echten Abendbrot mit Stulle und Käse muss auch etwas Eingelegtes her. Zwar gehören Chutneys und Relishes eigentlich in die "Einmachzeit" im Spätsommer,  aber da es rund ums Jahr gute Zucchini und Paprika gibt, machen wir hier mal eine groooooße Ausnahme. Außerdem macht Einkochen und Einlegen so irre viel Spaß!

Talking about Stulle: Jeanny von Zucker, Zimt und Liebe (sie ist wieder da! Yeah!) hat die Kategorie "Stulle of the Week" eingeführt. Ihre Liebe zum Käsebrot teile ich uneingeschränkt, aber meine Stulle of the Week ist diese hier: eine getoastete Scheibe Black Bread, ein wenig Ziegenfrischkäse, und dann dieses Chutney darauf. Die Kombination aus Röstaromen vom Brot, der feinen Säure vom Ziegenkäse und dann das Süßsaure des Chutneys - mehr brauche ich derzeit am Abend nicht, um (kulinarisch) glücklich zu sein.





Zucchini-Chutney
für ca. 4 sterilisierte (!) Gläser à 250ml
Quelle: Essen & Trinken.

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Gelierzucker lässt sich hier aber gut durch Apfelpektin (z.B. aus dem Reformhaus) und eine entsprechende Menge Reissirup ersetzen. Einfach auf die Mengenangabe der Pektinpackung achten.**


1 kg grüne Zucchini
40g Salz
250 g Zwiebeln
1 rote Peperoni
1 gelbe Paprikaschote
250 g Gelierzucker (3:1)
250 ml Weißweinessig
2 Tl Currypulver
Pfeffer, Salz zum Abschmecken

Ein Wort vorweg zum verwendeten Gelierzucker: Damit dieser die richtige "Dosierung" hat, ist es sinnvoll, zunächst die gesamte Packung in eine Schüssel zu geben, diese ordentlich durchzumischen und dann die erforderliche Menge abzuwiegen. 

:: Zucchini waschen und in feine Würfel schneiden. In einer Schüssel mit Salz mischen und dann 30 Minuten ziehen lassen.

:: Währenddessen die Zwiebeln fein würfeln und die Peperoni entkernen und fein hacken. Die Paprika waschen und putzen, ebenfalls fein würfeln.
Die eingeweichten Zucchini waschen und abtropfen lassen.

:: Zucchini, Zwiebeln, Paprika und Peperoni mit Gelierzucker, Essig, etwas Salz, Curry und Pfeffer in einem Topf mischen, aufkochen und offen bei mittlerer Hitze 30-35 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder mal umrühren.

:: Dann sofort randvoll in die Gläser füllen und fest verschließen..
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