Montag, 30. April 2012

Post aus meiner Küche, Teil 1: Salted Peanut Caramel Clusters

Dank des heutigen Brückentags teilt sich ein großartiges Wochenende in zwei tolle Teile. Einer liegt hinter mir: mein Mädelswochenende im wunderbaren Oslo. Im anderen Teil bin ich mitten drin: Sonne genießen, ausschlafen, treiben lassen, Wir-Zeit mit dem Liebsten verbringen. Es sollte mehr solche extralangen Wochenenden geben! Und unbedingt mehr Städtetrips nach Oslo, eine der spannendsten und schönsten europäischen Städte, die ich je besucht habe: Nordisch und  kosmopolitisch, modern und urban und doch traditionell, Fjord und Wasser und gleich wieder Hügelland, Festungsbau und Opernhaus - und in unserem Fall: Sonne, Sonne und Sonne. Ein rundum gelungener Städetrip, und wenn die Bilderflut gesichtet und sortiert wurde, teile ich gern einige Fotos mit Euch. 



Aber auch die letzte Woche war schön - schön schokoladig. Überall im Netz stieß man auf die Posts der Aktion "Post aus meiner Küche", und auch bei mir hörte man am Donnerstag freudiges Gequieke, als ich mordsgespannt mein Päckchen öffnete, das Nicole unter anderem mit "Cookie Dough Filled Chocolates"gefüllt hatte. Sie verrät uns auf ihrem Blog das Rezept - lasst Euch inspirieren... Natürlich hat auch sie schokoladige Post bekommen, und es ist höchste Zeit, dass ich  Euch diese zeige.



Es gab ein Päckchen mit "Salted Peanut Caramel Clusters" - quasi Snickers für Erwachsene. Gesalzene Erdnüsse, die in leicht gesalzenes Karamell versenkt und dann in dunkle Schokolade getaucht werden. Der beste Ehemann von allen hat mich so lange treuherzig angeschaut, bis ich eine weitere Charge gerührt habe, so gut sind die. Aber für den besten Ehemann der Welt mache ich das gern. Ebenfalls im Päckchen enthalten waren zwei Gläser Schokoladen-Espresso-Kuchen, und den hebe ich mir ganz bequem für einen weiteren Post auf...




Salted Peanut Caramel Clusters

200g Zucker
4 EL Wasser (60ml)
55g Butter
150ml Sahne
1 Prise Meersalz
200g gesalzene Erdnüsse
150g dunkle Schokolade
50g Milchschokolade oder weiße Schokolade

:: Zunächst das Karamell zubereiten: Dazu Zucker und Wasser in einen Topf mit dickem Boden und hohem Rand geben und bei mittlerer Hitze und unter Rühren langsam zum Köcheln bringen, dabei eventuelle Zuckerkristalle am Rand mit einem feuchten Pinsel abwischen. Solange rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat, dann die Hitze erhöhen und ohne Rühren (nur gelegentlich mal am Henkel rütteln) so lange kochen, bis der Sirup bernsteinfarben ist, ca. 5-7 Minuten. Butter und Sahne einrühren. (Achtung, es blubbert wild!) Umrühren, dann Salz dazugeben und erkalten lassen.

:: Soviel Karamellsauce mit den Erdnüssen mischen, das alle bedeckt sind. (Die restliche Sauce zu Eis vernaschen!) Esslöffelweise Häufchen abstechen und auf ein Brett legen. 30 Minuten in den Tiefkühler stellen.

:: Dunkle Schokolade hacken und schmelzen. Die Erdnuss-Karamell-Häufchen darin wenden und die Schokolade fest werden lassen.

:: Milchschokolade oder weiße Schokolade hacken und schmelzen und dann dekorativ über die Cluster verteilen. Fest werden lassen.

Freitag, 27. April 2012

Bärlauch-Pesto mal zwei

So. Bärlauchsaison. Das ist ein bisschen wie Weihnachten - man freut sich das ganze Jahr darauf, aber dann kommt es doch wieder so plötzlich und man ist irgendwie unvorbereitet. Also ohne Ideen für Weihnachtsgeschenke. Oder eben ohne zündende Ideen für Rezepte mit Bärlauch. Plötzlich lachen dich beim Gemüsehändler und auf dem Wochenmarkt diese wunderbar sattgrünen Blätter an, und auch ohne Rezepte in der Hinterhand schlägt der Kaufreflex gnadenlos zu. The same procedure as last year? The same procedure as every year!


Und wenn nichts geht, dann geht mit grünen Blättern immer noch Pesto. Vor allem mit meiner persönlichen Neuentdeckung Haselnüsse. Komisch. Da muss ich die 30 hinter mir lassen, um Haselnüssen nicht mehr skeptisch gegenüber zu stehen. Demnächst backe ich womöglich noch einen Nusskuchen! Den mochte ich bislang eigentlich nicht, da er in der Regel furztrocken daherkommt, aber die Idee Nusskuchen beginnt gerade mir zu gefallen.
Aber das Pesto! Alles andere als furztrocken.


Das Pesto schmeckt pur sehr intensiv, gleichzeitig auch rund und fruchtig durch Haselnuss- und Olivenöl. 
Für eine cremige Nudelsauce habe ich das Pesto mit Frischkäse gemischt, und der Zufall wollte es, dass nur Ziegenfrischkäse im Kühlschrank vorhanden war. Der passt wirklich ganz großartig dazu, und die Intensität der Sauce kann man durch mehr oder weniger Bärlauchpesto prima steuern. 

Und wenn die Spargelsaison demnächst in meiner Küche beginnt, dann werde ich gewappnet sein! Ich bin dann mal kurz im Internet - auf Rezeptsuche!



Bärlauch-Pesto und Bärlauch-Nudelsauce
Pesto reicht für ca. 2 Gläser à 200ml Inhalt.

75g gehackte Haselnüsse
1 Bund Bärlauch à 75g
50g Parmesan oder Pecorino
3 EL Haselnussöl
Olivenöl
Salz, Pfeffer

FÜR DIE BÄRLAUCH-NUDELSAUCE: reicht für 250-300g Fusilli oder andere kurze Nudeln 
3-4 EL Bärlauch-Pesto
75g Ziegenfrischkäse
Hartkäse zum Servieren

:: Die gehackten Haselnüsse in einer Pfanne anrösten und leicht abkühlen lassen.

:: Bärlauch verlesen, waschen und schleudern, dann kleinschneiden. Käse in kleine Bröckchen brechen oder grob reiben und zusammen mit dem Bärlauch entweder in den Mörser (Helden-Variante) oder in den Blitzhacker geben. Haselnussöl dazugießen und anfangen zu mörsern oder zu hacken. Langsam soviel Olivenöl angießen, bis sich eine glatte Pesto-Masse ergibt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

:: In sauber ausgespülte Gläser füllen, die Oberfläche des Pestos mit Olivenöl bedecken und die Gläser gut verschließen.

:: Für die Nudelsauce Bärlauch-Pesto mit Ziegenfrischkäse mischen und mit den gekochten Nudeln vermengen. Mit gehobeltem oder geriebenem Hartkäse, am besten auch aus Ziegenmilch, bestreuen.


Donnerstag, 26. April 2012

Freudenschreie aus meiner Küche

Heute, halb sechs in Norddeutschland: Heimkehr mit platten Füßen dank eines Einsatzes auf der HannoverMesse (man sieht dort Sachen... unglaublich.). Sofort blinkt mir der gelbe Zettel im Briefkasten entgegen: Ihre Sendung wartet bei den Nachbarn. Alles stehen und liegen gelassen und ein Stockwerk höher gesprintet. Mental den Nachbarn ihren Trommellärm nachts um elf verziehen, wenn sie ja nur jetzt daheim sind und mir SOFORT! mein Päckchen aushändigen können.
Und da war es: frühlingsgrün verpackt. Post aus NICOLES Küche.

Quietschalarm. Aufregung. Meinen Aufreißreflex mühsam unterdrückend, habe ich das Päckchen vorsichtig enthüllt und fand in der stylishen orangen Box eine süße kleine Schachtel mit der Aufschrift "COOKIE DOUGH FILLED CHOCOLATES". Schnappatmung. Kannst Du Gedanken lesen, Nicole??? Ich liebe Cookie Dough Eiscreme, und seit einiger Zeit poppen immer mehr Cookie Dough-Rezepte im Netz auf und wanderten auf meine Nachbackliste. Und jetzt kommen sie frei Haus - wie toll ist das denn???


Vielen lieben Dank, Schokoschwester!!! :-)  
Sie sind einfach köstlich. Schokoladig außen und keksig-cremig süß innen, inklusiver knuspriger Schokostückchen. Ein Traum. 


Die Diät muss eindeutig bis Montag warten. Oder vielleicht auch nur bis morgen, denn bis Montag halten die göttlichen Teilchen bestimmt nicht.

Ein Wahnsinns-Danke geht auch an Clara, Jeanny und Rike, unsere Drei Damen von der Post, die die Initative ins Leben gerufen und organisiert haben. Was für eine wundervolle Idee, Glück quer durchs Land zu schicken und Menschen, die man irgendwie kennt und doch eigentlich nicht, zu beschenken. Einen süßen Schokobusserl an Euch, Mädels!

Dank des erwähnten Füßeplattstehens auf der Messe konnte ich nur sporadisch in den "Post aus meiner Küche"-Blogs lesen, aber das, was dort zu sehen war, war nicht nur köstlich anzuschauen, sondern auch immer wahnsinnig schön verpackt. Es ist unglaublich, welches Kreativ-Potenzial sich hier auftut! Eine wahre Augenweide, die ich heute abend, bewaffnet mit meinen Cookie Dough (Cookie Dough!!!) Filled Chocolates, genauer in Augenschein nehmen werde. 

Oder soll ich erst ein Bad nehmen? In der orangen Box versteckte sich nämlich auch noch ein Set mit Badeessenzen und Cremes mit Kakao und Vanille...

Am Sonntag zeige ich Euch dann, was Nicole in meinem Päckchen vorfand.

Und ich will so ein Drucker-Präge-Dingens. Unbedingt.
 


Dienstag, 24. April 2012

Torta di zucchine - Zucchinikuchen

Zucchini Zucchinikuchen Torta di zucchine Pinienkerne Petersilie

Ich habe mich letztes Jahr schon einmal gefragt, ob es für herzhafte Kuchen eigentlich ein gutes deutsches Wort gibt. Ich bin seither nicht viel schlauer geworden, obwohl "Kuchen" für mich immer noch eine süße Angelegenheit ist. In diesem Fall scheint aber auch die wortreiche italienische Sprache kein besseres Wort herzugeben, denn auch im Original heißt der Zucchinikuchen "Torta". Im Prinzip ist das doch auch wieder toll, denn wann gibt es sonst Kuchen zum Abendessen?

Zucchini Zucchinikuchen Torta di zucchine Pinienkerne PetersilieEin weiteres tolles und simples Rezept aus "La cucina verde" von Carlo Bernasconi, das immer noch meine persönlichen aktuellen Top 3 der Kochbücher anführt. Es gibt eigentlich nur eine einzige Sache, die zu bemängeln ist an diesem Rezept: Die angegebene Menge soll für vier Personen reichen. Haha. Selbst ohne Fressmaschine hungrigen Ehegatten reicht das vielleicht für vier als Vorspeise, um den Appetit anzuregen und sich auf das weitere Menü zu freuen. Also eher für zwei. MIT Salat. Oder (ehrlich, das habe ich echt schon überlegt!) gleich mal die doppelte Menge in den Backofen schieben.

Zucchini geraffelt


Torta di zucchine - Zucchinikuchen

750g Zucchini (im Original 500g - aber mehr ist mehr gut!)
50g Butter
100g Parmesan
250g Ricotta
4 Eier (3 reichen auch, mit 4 wird's aber fluffiger)
3 Stängel glatte Petersilie
2 Zweige Thymian
Salz, Pfeffer
Olivenöl
Paniermehl
2-3 EL Pinienkerne

:: Zucchini waschen und raspeln. Dann zusammen mit der Butter in eine große Pfanne oder einen Topf geben und etwa 10 Minuten auf kleiner Hitze garen. Anschließend in ein Sieb kippen und gut ausdrücken.

:: Backofen auf 180°C vorheizen.

:: Parmesan fein reiben und mit Ricotta und Eiern gut mischen. Petersilie hacken und Thymianblättchen abzupfen, unter den Ricotta rühren. Die Zucchini unterheben und mit Salz und Pfeffer würzen.

:: Eine Auflauf- oder Backform mit Olivenöl einfetten und mit Paniermehl ausstreuen. Die Zucchini-Ricotta-Masse einfüllen und mit Pinienkernen bestreuen. Etwa 40 Minuten im Ofen backen. Vor dem Servieren ein paar Minuten auskühlen lassen.

Schmeckt auch kalt sehr fein!

Sonntag, 22. April 2012

Geröstete Rhabarberkonfitüre - die erste des Jahres 2012!

In den letzten Tagen ist es hier etwas ruhig gewesen, bitte seht es mir nach, dass ich mich mit Bloggen und vor allem auch mit dem Kommentieren zurückgehalten habe. Ich war etwas, nun, nicht blogmüde, das bestimmt nicht, aber doch etwas maulfaul. :) Das und ein wenig im Stress, weshalb die Warteschleife an ungebloggten Rezepten und Fotos immer länger wird. Auch die Liste der ungelesenen Blogposts bei Bloglovin' ist auf eine dreistellige Zahl angewachsen. (Was auch daran liegen kann, dass ich in letzter Zeit so viele tolle Blogs hinzugefügt habe.)
Die Küche ist unterdessen nicht kalt geblieben, ich habe in der letzten Woche einiges ausprobiert, habe die Bärlauch-Saison für mich eröffnet, endlich den Sauerteig besiegt und - jaaaa! - die schokoladige "Post aus meiner Küche" fertiggestellt. Dazu dann aber am nächsten Wochenende mehr, denn erst einmal soll natürlich meine Tauschpartnerin Nicole ihr Päckchen öffnen.



Und dann habe ich gestern die erste Produktionsreihe im Glas in diesem Jahr hergestellt: Rhabarberkonfitüre. Dieses Jahr pur, einmal nicht mit Himbeeren oder Erdbeeren gemischt, sondern nur mit Vanille aromatisiert. Und auch komplett ohne Gelierzucker, irgendwie war mir nicht danach. Ähnlich wie Micha von Grain de sel karamellisiertes Apfelmus im Ofen geröstet hat, funktioniert auch geröstete Rhabarberkonfitüre. Allerdings mit Zucker, ohne wäre mir Rhabarber dann doch zu sauer.



Das Schöne an diesem Rezept, und gleichzeitig ein unschlagbarer Vorteil gegenüber Gelierzucker, ist die variable Mengenanpassung. Ob nun ein Kilo oder drei, ob Süß- oder Sauerschnabel, ob Vanilleliebhaber oder Ingwerverehrer - alles kommt je nach Gusto in den Bräter und verschwindet dann platzsparend im Ofen, will nur ein paar mal umgerührt werden und wird dann duftend in Gläser gefüllt, bevor es auf dem Frühstücksbrötchen oder auf Griesbrei schmeckt.
Da Rhabarber  relativ wenig Pektin enthält und daher weniger gut gelier, sollte die Konfitüre im Kühlschrank aufbewahrt werden, gerade, wenn man mit Zucker eher sparsam umgegangen ist. Also am besten gleich aufnaschen oder an liebe Menschen verschenken.



Geröstete Rhabarberkonfitüre
ergibt ca. 4-5 Gläser à 250ml Inhalt

1500g Rhabarber, geputzt
200 - 250g Zucker (je nachdem, wie süßschnäbelig ihr seid auch mehr)
Saft von 1 Zitrone
1 Vanilleschote

:: Rhabarber kleinschneiden (ca 1cm breite Stückchen) und in einem größeren Bräter oder ofenfestem Topf mit Zucker und Zitronensaft mischen. Vanilleschote der Länge nach halbieren und zum Rhabarber geben.

:: Bräter (nicht abgedeckt) in den Ofen stellen, diesen auf 180°C heizen und das Ganze eine Stunde backen. Dann einmal kräftig durchrühren und eine weitere Stunde backen. Hin und wieder die Ofentür öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Wenn noch zuviel Flüssigkeit vorhanden ist, noch etwas länger backen.

:: Gläser und Deckel auskochen und trocknen lassen und dann randvoll mit dem Rhabarbermus füllen. Verschließen und abkühlen lassen, dann im Kühlschrank aufbewahren.

Mittwoch, 18. April 2012

Möhrensuppe mit Süßkartoffeln und Kichererbsen

Gleich als sich der Einzug der "Kalten Else" in unseren Keller abzeichnete, legte ich ein Buch, das sich ganz dem Einfrieren widmet, in meinen virtuellen Einkaufskorb. Wie passend, dass die Rezension zum Buch just in dem Moment auf Valentinas Kochbuch erschien, als wir beschlossen, einen Gefrierschrank zu kaufen! Pünktlich zur Lieferung der Kalten Else wurde auch "Auf Vorrat gekocht" vom Ghillie James zugestellt, und während sich die Else auf Betriebstemperatur kühlte, versah ich das Buch mit vielen Klebezettelchen und schrieb eine Einkaufsliste. Die Möhrensuppe sprang mich schon direkt vom Buchcover an, und kaum etwas, was Süßkartoffeln und Kichererbsen enthält, ist es nicht wert, nachgekocht zu werden.


Das erste Schälchen, das hier Fotomodell spielen konnte, wurde nicht eingefroren, sondern durfte sofort verspeist werden. Sehr köstlich! Der wirkliche Härtetest würde sich aber erst nach Einfrieren und Auftauen  stellen, nicht immer verkraften alle Aromen die Kältekammer. Aber auch hier, nach einiger Zeit bei minus 18 Grad: Sieg auf ganzer Linie. Wirklich lecker!
Auch ansonsten bietet das Buch eine Fülle von Informationen zum Thema Einfrieren und wirklich gut klingende und schmeckende Rezepte - allerdings mit einem großen Aber. Zwei, eigentlich. "Auf Vorrat gekocht" heißt nämlich auf keinen Fall "ohne großen Aufwand gekocht". Viele Rezepte sind nicht gerade unkompliziert und verlangen viele Zwischenschritte. Das habe ich insofern mit einem Stirnrunzeln betrachtet, als dass Ghillie James vor allem auch Mütter mit (kleinen) Kindern als ihre Zielgruppe betrachtet. Vielleicht ist das ja aber auch nur auf das letzte Kapitel, Essen für Babies und Kinder, bezogen - denn die Mutter, die diesen Heidenaufwand beim Schälen, Schnippeln, Kochen, Pürieren und Pochieren mit (womöglich kleinen) Kindern betreibt, die möchte ich gern kennenlernen.



Oh, wenn ich's mir recht überlege, heißen die dann bestimmt Gwyneth Palthrow oder Sophie Dahl und haben Kindermädchen, die sich um die Kleinen kümmern, während Gwynnie und Sophs sich in der Küche vergnügen. Oder eigene Kochbücher schreiben. Ja, die beiden würde ich wirklich gern kennen lernen. Ich hätte auch eine Tarte mit Räucherfisch und Kräutern im Tiefkühlschrank, Mädels.
Und Eis!

Möhrensuppe mit Süßkartoffeln und Kichererbsen
ergibt 2 Liter Suppe

Ich  habe die Suppe etwas verändert: Im Original gibt man 250g gewürfelte Chorizo hinzu und löscht alles mit Hühnerbrühe ab. Da ich keine qualitativ hochwertige Chorizo fand, habe ich sie kurzerhand weggelassen und für den Geschmack Knoblauch und Paprikapulver hinzugefügt. Außerdem habe ich die Suppe mit Gemüsebrühe rein vegetarisch gehalten. Wenn schon, denn schon.

1 rote Zwiebel
400 g Möhren
400 g Süßkartoffeln
2 Stangen Staudensellerie
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl 
1–2 TL Chipotle-Chilis, alternativ "normale" getrocknete Chilischoten
1 TL Kreuzkümmelsamen
1/2 TL gemahlener Koriander 

1/2 TL Kurkuma 
1 TL Paprika, edelsüß
1 Dose gehackte Tomaten

1 l Gemüsebrühe
1/2 Bund Koriander 

1 Dose Kichererbsen
Salz, Pfeffer 
Limettensaft

:: Zwiebel pellen und fein hacken. Möhren und Süßkartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Selleriestangen putzen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Knoblauch pellen und fein hacken.

:: Das Öl in einem Suppentopf erhitzen und darin die Zwiebelwürfel bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten anschwitzen. Möhren, Süßkartoffeln, Sellerie und Knoblauch zufügen und weitere 10 Minuten dünsten, dabei immer mal wieder umrühren.

:: Die Gewürze unterrühren, 2 Minuten mitdünsten und dann alles mit Gemüsebrühe und Tomaten ablöschen. Salzen und pfeffern, einmal aufkochen lassen und dann 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist.

:: Kichererbsen abtropfen lassen und Koriander fein hacken.

:: 4 Schöpfkellen Suppe in eine Schüssel füllen und zusammen mit der Hälfte der Kichererbsen und des Korianders pürieren. Zurück zur Suppe geben, mit den restlichen Kichererbsen und Koriander unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Limettensaft abschmecken.

:: Wenn die Suppe eingefroren werden soll: Abkühlen lassen, in geeignete TK-Behälter füllen und ab damit in die Kälte. Zum Servieren am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und bei sanfter Hitze auf dem Herd erwärmen. Evtl. nachwürzen.

Montag, 16. April 2012

Banoffee-Dessert mit Schokolade - und GÜ kann einpacken.

Alle Welt spricht von , überall fand man im Netz begeisterte Ausrufe über die zugegeben niedlichen Desserts im Gläschen. Ich blieb skeptisch, aber als vor einiger Zeit selbst meine (sehr wählerische) Kollegin nach dem Mittagessen ein GÜ-Dessert im Töpfchen hervorholte, war mein Widerstand gebrochen und ich kaufte mir bei meinem nächsten Besuch im "schönen" Supermarkt eine Packung Schokoladen-Banoffee im Glas und war sofort... eher mittelmäßig begeistert. Nicht schlecht, aber.... Der Keksboden war viel zu krümelig und im Verhältnis auch zu viel. Der Rest war unglaublich süß. Aber grundsätzlich war es keine dumme Idee, Banoffee mal nicht als Kuchen, sondern in kleinen Portionen als Dessert im Glas zu servieren. Extra-Schokolade schadet ja auch nicht... Das kann ich auch selbst machen! Mein Hirn begann zu arbeiten.


Eine Premiere für mich: Mit der Milchmädchen-Kondensmilch arbeiten. Für stundenlanges Einkochen in der Dose konnte ich mich nicht recht begeistern, und lasst Euch sagen: im Topf geht es auch. Man muss nur für etwa 20 Minuten rühren wie ein Weltmeister. Falls das Projekt Milchmädchen daneben gegangen wäre, stand schon die Karamellcreme von Bonne Maman hilfsbereit zur Stelle, und ich muss zugeben, dass ich kurzzeitig darüber nachgedacht hatte, doch gleich das Glas zu öffnen. Aber: Bangemachen gilt nicht, das wusste schon meine Oma. Ran an den Rührbesen.



Und ja, zugegeben: es ist ein bisschen aufwändig und kleckert bei der Herstellung der einzelnen Schichten die ein oder andere Schüssel ein. Aber es ist ein besonderes Dessert für besondere Gelegenheiten (und besondere Süßschnäbel!) und lohnt den Aufwand.
Leider kann man so ein Banoffeedessert nicht verschicken, da es gekühlt aufbewahrt werden sollte. Ansonsten hätte ich es liebend gern verpackt und als Post aus meiner Küche an meine Tauschpartnerin Nicole von live life deeply - now! geschickt. Aber da arbeitet das Hirn auch schon gewaltig, und somit schenke ich Euch eben allen das Rezept. :)


Banoffee-Dessert mit Schokolade
Für 4 Portionen

**Dieses Rezept stammt aus der "Vor-Zuckerfrei-Zeit" und lässt sich leider nicht wirklich entzuckern. Wer einen Weg gefunden hat, lasse es mich bitte unbedingt wissen! :-)**

100g Schokolade (bei mir: 50:50 Milchschokolade und zartbittere)
120ml Sahne
1 Dose gezuckerte Kondensmilch von Milchmädchen - alternativ 200g Karamellcreme
1 reife Banane
20g Butter 
75g Kekse
50g Mascarpone
50g Frischkäse
100ml Sahne
4 hübsche (Dessert-)Gläschen

:: Schokolade hacken  und in eine hitzefeste Schüssel geben (idealerweise eine mit einer kleinen Außgießer-Lippe, das erleichter später das tropffreie Einfüllen in die Gläser enorm). Sahne aufkochen, über die Schokolade gießen. Kurz stehen lassen und dann solange rühren, bis die Schokolade sich aufgelöst hat. Abkühlen lassen. (Dieser Schritt hat bei mir am längsten gedauert, weshalb ich ihn an den Anfang setzen würde.)

:: Kondensmilch in einen Topf füllen und bei mittlere Hitze langsam und unter Rühren zum Kochen bringen. Hitze auf die kleinste Stufe herunterschalten und bei ständigem Rühren etwa 25 Minuten köcheln lassen, bis die Creme goldbraun und sehr eingedickt ist. Etwas abkühlen lassen. Die Banane schälen und in kleine Stücke gebrochen zum Toffee geben und alles zusammen pürieren. (Hier schadet übrigens eine kleine Prise Meersalz auch nicht...). Jetzt wurde aus Toffee und Banane - tadadaaa - Banoffee. Daher übrigens der Name! Klar, ne? 

:: Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. Die Kekse in einen Ziplock-Beutel krümeln und mithilfe des Nudelholzes (oder einer Weinflasche - oh, oder der Wodkaflasche!) pulverisieren. Die geschmolzene Butter direkt in die Tüte geben, diese wieder verschließen und Kekskrümel und Butter im Beutel schön durchkneten, bis sich alles vermischt hat. Die Kekskrümel auf die Gläser verteilen, so dass sie den Boden bedecken, dann andrücken.

::  Banoffee über den Keksboden geben, Schüssel ausschlecken. (Ja, das ist hier definitiv empfohlen.) 

:: Mascarpone und Frischkäse glatt verrühren. Sahne steif schlagen und unterziehen. Auf die Banoffee-Schicht geben und anschließend die Schüssel.... nun ja. 

:: Final die eine dünne Schicht Schokoladencreme über das Keks-Banoffee-Sahne-Schichtwerk gießen. Sollte die Schokoladenganache zu fest zu, Gießen geworden sein,  kurz die Schüssel über ein heißes Wasserbad stellen und solange rühren, bis die Creme flüssig genug ist, um sie gleichmäßig über die Desserts zu gießen. Dann nach Belieben mit Krokant oder weiteren Bananenstücken garniert servieren.

:: Kann bis zu 1 Tag im Voraus zubereitet werden und im Kühlschrank aufbewahrt werden - länger aber nicht, da die Sahneschicht sonst den typischen "Kühlschrankgeschmack" annimmt. Einige Zeit vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen.


Freitag, 13. April 2012

Penne alla Vodka *hicks*

Wenn man so schön im Flow ist, sollte man doch gleich weitermachen. Im Blog-Event Flow. Ganz präzise: Im Fremdkoch-Pasta-e-Basta-Blog-Event-Flow. Wow. Das war ein Wort mit sechs Bindestrichen. Es sollte auf den Index der sprachverschandelnden und schlimmen Wortkreationen kommen. Wobei ich eigentlich ja genau das mag an der deutschen Sprache: Ein neues Wort erfinden geht ganz einfach, und die Aneinanderreihung scheint beliebig fortsetzbar. Ganz original natürlich ohne Bindestriche, aber wem (wie mir) schon das Wort "Rohrohrzucker" Schwierigkeiten bereitet (Rohr-Ohr-Zucker? Höö?), der vertraut gern auf die trennende Kraft der Bindestriche.

Ich sollte weniger von der Pastasauce naschen, vor allem im ungekochten Zustand. *hicks*


Penne mit Wodka gluckert in tausend Variationen durch das Netz. Mit viel Wodka. Mit wenig Wodka. Mit maßvollem Knoblauchgehalt. Mit einer unglaublichen Anzahl von Knoblauchzehen. Mit Petersilie. Mit Basilikum. Mit Schinken. Rein vegetarisch. Lediglich bei Tomaten und Sahne scheinen sich alle einig zu sein und natürlich mit der Form der Nudeln. Es heißt ja auch nicht umsonst Penne alla Vodka.
Vor allem zwei Rezeptquellen werden immer wieder genannt: Das Buch Trattoria von Patricia Wells und The Sopranos Family Cookbook. Letzteres ist wohl eher ein Muss für Fans der Fernsehserie denn ein wirkliches Kochbuch. Klingt aber sehr amüsant und wäre bestimmt spannend, wenn ich denn die Serie gesehen hätte. Lief die überhaupt in Deutschland?



Da ich's jetzt nicht so mit der Mafia habe (ich gestehe, den "Paten" nie gesehen zu haben), wende ich mich Patricia Wells zu. Kathleen von Gonna Want Seconds schwört auf das Rezept, es sei "by far and away the best Penne with vodka sauce I've had.  I deeply love Patricia Wells for this recipe!" Nun kennen wir alle die Omigod-Thisissoamaaaaazing-I'mdying!-Übertreibungen vieler Amerikaner, aber es erschien mir schnell umsetzbar, klang nach Soulfood, alle Zutaten waren daheim, und was kann man an Tomatensauce mit Sahne und viel Knoblauch verkehrt machen? Nicht viel.



Ergebnis: OMIGOD! THIS IS SO AMAZING! I'M IN LOOOVE! Wirklich lecker.
Lediglich die Knoblauchzehen habe ich nur leicht angepresst und im Ganzen mitgekocht. Da ich mein Büro-Mittagessen selbst mitbringen muss, hätte mir das eventuell keine Freunde gemacht...

Fremdkochen Pasta ...e Basta

Penne alla Vodka
Für 500g Pasta - aber zum einen lässt sich für weniger Pasta  die Saucenmenge bestens halbieren und zum anderen... More sauce, more better! :)

4 Knoblauchzehen
4 EL Olivenöl
1 Prise getrocknete Chiliflocken
Salz
2 Dosen gehackte Tomaten (ca. 800g)
500g Penne
2 EL Wodka (30ml)
120ml Sahne
2 EL grob gehackte Petersilie

:: Koblauchzehen anquetschen und die Schale entfernen. Zusammen mit Olivöl, Chili und Salz in einer große, nicht vorgeheizte Pfanne geben (hinterher muss auch die Pasta hineinpassen) und auf mittlerer Hitze erwärmen und solange sanft braten, bis der Knoblauch weich und leicht golden, aber auf keinen Fall braun oder knusprig ist. 

:: Tomaten hineingeben und unterrühren, alles für etwa 15 Minuten offen köcheln lassen. Die Sauce muss dabei eindicken, damit der Geschmack intensiver wird - wenn sie nach 15 Minuten immer noch sehr flüssig ist, länger kochen lassen. Eventuell etwas Tomatenmark unterrühren. Abschmecken und die Knoblauchzehen entfernen. Für eine besonders cremige Sauce kurz alles mit dem Zauberstab pürieren.

:: Währenddessen die Pasta nach Packungsanweisung kochen und abgießen - am besten noch ziemlich al dente abgießen, denn:

:: Pasta in die eingedickte Sauce geben und vermengen. Wodka dazugeben, unterrühren, dann die Sahne angießen und ebenfalls unterrühren. Abdecken, die Hitze herunterschalten und bei kleiner Flamme noch 2-3 Minuten durchziehen lassen. 

:: Mit Petersilie bestreut servieren.

Mittwoch, 11. April 2012

Sobanudeln mit Shiitake, Spinat und Edamame

In einem japanischen Restaurant gibt es für mich zwei Must-haves: Misosuppe und Edamame-Bohnen. Beim Running Sushi gar verrenke ich regelmäßig meinen Hals, um auch ja alle Tellerchen mit den grünen Dingern zu erwischen, verfolge mit Argusaugen ihren Weg über das Schängelband bis zu mir - und wehe, es wagt jemand, sich einen Teller Edamame vom Band zu nehmen. Dieser Unhold wird mit bösen Blicken bedacht. Andere stapeln leere Maguro-Nigiri-Tellerchen auf ihrem Tisch, ich staple solche mit Bohnenschalen. Muss ja jeder so seinen kleinen (kulinarischen) Spleen haben.


Außerhalb der Restaurants hatte ich Edamame noch nie gesehen, hielt sie gar für ein Produkt, auf das jenseits von Asien allein Restaurants das Verwendungsmonopol halten würden - aber dann stolperte ich über das Soba-Nudel-Rezept von smitten kitchen und wurde erleuchtet. Erleuchtet und gleichzeitig zur Suche angespornt. Dennoch schielte ich lange Zeit ohne Erfolg in die Gemüseabteilungen der Asia-Läden und suchte Marktstände ab. Auf die Idee, mal einen Blick in die Tiefkühltruhe meiner thailändischen Ladeninhaberin des Vertrauens zu werfen, kam ich erst nach einer kleinen Internetrecherche. "Edamame kaufen" brachte sofort gefühlt 820 Treffer mit dem Hinweis "gefroren". You live, you learn. Oder kurz: Dooooh.

Das Palen der Bohnen (heißt das bei Bohnen auch palen?) dauert so seine Zeit, weswegen ich diese Aktion gleich an den Anfang verlagert habe. Dummerweise hatte das aber auch zur Folge, dass weniger Edamame als gedacht ihren Weg in das finale Essen geschafft haben, sie haben den direkten Weg in meinen Bauch genommen, ohne Umweg über Topf und Teller.

Fremdkochen Pasta ...e Basta
Die restlichen Bohnen haben dann mit Shiitake-Pilzen, Spinat, Sobanudeln und Sesam ganz wunderbar harmonisiert: ein bisschen scharf, sehr würzig und eins von den Gerichten, bei denen man anschließend angenehm gesättigt aber nicht übersatt ist. Deswegen (und weil's wirklich köstlich schmeckt) ist das mein heißer Kandidat für das neue Fremdkoch-Event der Hüttenhilfe: Pasta... e Basta!


Sobanudeln mit Shiitake, Spinat und Edamame
3-4 Portionen
fremdgekocht von smitten kitchen

500g Edamame (ca. 200-250g geschält)
3 EL Sojasauce
3 EL Wasser
1 EL dunkler Zucker
1-2 TL Sambal Oelek oder andere Chilipaste (schärfe nach Geschmack anpassen)
3 EL Sesamsamen
1 Stück Ingwer 
2 Knoblauchzehen
250g Shiitakepilze 
1 Bund Frühlingszwiebeln
4 EL Öl
3 große Handvoll Spinatblätter (alternativ geschätzt 200g TK-Blattspinat, aufgetaut)
200-300g Sobanudeln

:: Tiefgefrorene Edamame auftauen und die Bohnen palen.

:: Sojasauce, Wasser und Zucker verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann die Chilipaste unterrühren und zur Seite stellen.

:: Eine große Pfanne erhitzen und die Sesamsamen ohne Fett anrösten bis sie duften und springen, anschließend in ein Schüsselchen füllen und abkühlen lassen.

:: Ingwer und Knoblauch schälen und fein hacken. Shiitakepilze putzen und in Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln waschen, die Wurzeln entfernen und die Zwiebeln in Ringe schneiden.

:: In der Pfanne das Öl erhitzen und bei mittlerer Hitze Ingwer und Knoblauch anbraten und nach etwa einer Minute die Shiitakepilze dazugeben. Unter gelentlichem Rühren etwa 5-8 Minuten braten, bis die Pilze gebräunt und weich sind, dann etwa 3/4 der Frühlingszwiebeln dazugeben und kurz mitdünsten.

:: Unterdessen einen großen Topf mit Wasser aufsetzen und die Sobanudeln nach Anleitung zusammen mit den Edamame-Bohnen kochen.

:: Die Sojasaucen-Mischung zu den Pilzen in die Pfanne gießen und etwas einköcheln lassen.
Spinat gut waschen und abtropfen lassen, dann in die Pfanne geben und zusammenfallen lassen.

:: Sobanudeln abgießen und mit Wasser spülen, damit die Stärke ausgewaschen wird. Dann zurück in den Topf geben und mit der Pilz-Sojasaucen-Spinat-Mischung vermengen. Auf Teller füllen und mit Sesam und den restlichen Frühlingszwiebeln bestreut servieren. 



Montag, 9. April 2012

Semifreddo mit Himbeeren

 
Vor einiger Zeit ist ein weiteres Gerät in unsere Wohnung eingezogen und hat (wie alle wichtigen Geräte in unserem Haushalt) sofort einen Namen bekommen: Die "Kalte Else". Der Gefrierschrank. Das Leben ist so anders geworden jetzt. Bislang musste ich vor jedem Einkauf die Lage im 3-Sterne-Gefrierfach überprüfen, überlegen, ob ich noch tiefgefrorene Beeren oder Fisch oder Spinat kaufen kann, oder ob die bereits maximale Platzausnutzung doch wieder keinen Neuzugang erlaubt. An Tagen, an denen ich abends keinerlei Lust zum Kochen, aber große Lust auf ein Essen jenseits von Käsebrot hatte, war ich eben angeschmiert. Und am allerschlimmsten: Spontanes Eisessen fiel auch flach, denn ein 1-Liter-Behältnis bekam ich in der Regel beim allerbesten Willen nicht unter. Ganz zu schweigen von der Familienpackung.


Doch nun ist endlich Platz für mein liebstes Süß, das Eis. Eis in allen Formen. Sorbet. Cremeeis. Halbgefrorenes. Letzteres hat den wunderbaren Vorteil, dass man es auch ohne Eismaschine rühren kann. (Besitze ich nicht - aber wenn, hätte das Gerät garantiert auch einen Namen. Luigi vielleicht.)
Mein liebstes Semifreddo-Rezept, das ich vor Jahren mal in einem Italienisch-Kurs abgegriffen habe und das tiefkühlschranklos eine Weile ruhen musste, habe ich mit Himbeeren gepimpt. Passt ja auch wunderbar zu Ostern, Himbeeren heißen auf Italienisch nämlich "lampone", und das ist phonetisch doch sehr dicht an Meister Lampe, dem Osterhasen. Oder? Schon, ne?



Die 3 Eiweiß, die ich ungenutzt lassen musste, sind auch in den Tiefkühler gewandert. Hier hatte ich schon davon geschwärmt, wie wunderbar sich Eiklar einfrieren lässt. Und sobald das letzte Löffelchen Himbeer-Semifreddo vernascht ist, wird sich mit Eiweiß das Schokoladen-Semifreddo nach Cynthia Barcomi in den Tiefkühler einnisten. Mit extra Chocolate Fudge Sauce, versteht sich.

Aber dieses so wunderschön rosafarbene Semifreddo reiche ich jetzt bei Uwes April-Event auf High Foodality ein!

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors



Semifreddo mit Himbeeren
Für eine Form von 1 Liter Inhalt

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Puderzucker lässt sich aber gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde (je nach Süß-Vorliebe).**

300g Himbeeren (TK geht prima)
3 Eigelb
100g + 2 EL Puderzucker
1-2 EL Himbeergeist oder Limoncello
500g Sahne
1 Handvoll Himbeeren zur Deko (außerhalb der Saison gehen langsam aufgetaute Himbeeren super)

:: Tiefkühl-Himbeeren behutsam auftauen lassen. 200g Himbeeren mit 2 EL Puderzucker pürieren und durch ein Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen.

:: Eigelb und 100g Puderzucker über dem Wasserbad etwa 5 Minuten aufschlagen, bis die Masse hell und cremig ist und sich der Zucker weitestgehend aufgelöst hat. Vom Wasserbad herunternehmen und weitere 5 Minuten aufschlagen.

:: Sahne steif schlagen. Vom Fruchtpüree 4 EL abnehmen und unter die Sahne rühren, dann die Sahne unter die Eigelb-Masse heben. 

:: Eine gefrierfeste Form oder eine Kastenform mit einem Fassungsvermögen von 1 Liter mit Frischhaltefolie auslegen (oder die Masse direkt einfüllen). Ein Drittel der Creme in die Form füllen. Mit der Hälfte des Himbeerpürees beklecksen und das Püree verwirbeln oder leicht unterheben. Die Hälfte der Himbeeren, die nicht püriert wurden, auf die 1. Schicht verteilen. Dann mit einem zweiten Drittel Creme abdecken, den Rest Himbeerpüree daraufklecken, verzwirbeln und mit die restlichen Himbeeren darauf verteilen. Mit der finalen Schicht Creme abschließen.

:: Abdecken und mindestens 12 Stunden gefrieren lassen.

:: 15 Minuten vor dem Anschneiden aus dem Gefrierschrank nehmen. Evtl. die Form in ein warmes Wasserbad stellen, um das Eis anzulösen. Aus der Form auf eine Platte stürzen und mit Himbeeren servieren. Wer dazu noch weitere Sauce mag, püriert noch ein paar Himbeeren und streicht sie durch ein Sieb.

Alternative: statt die Himbeeren zu prürieren, kann man natürlich auch einen Himbeersmoothie oder "kernlose" Himbeerkonfitüre verwenden.


Freitag, 6. April 2012

Hot Cross Buns: Traditionelles Karfreitagsgebäck aus England

... das zum Glück auch noch am gesamten Osterwochenende schmeckt. Und im Rest des Jahres.  Zugegebenermaßen habe ich mich gar nicht wirklich damit befasst, zu welcher Gelegenheit die kleinen süßen Brötchen mit dem Kreuz gegessen werden, ich hatte sie nur "irgendwie mit Ostern" in Verbindung gebracht. Tatsächlich verhält es sich so, dass Hot Cross Buns ein klassisches englisches Karfreitagsgebäck sind. Die Herkunft der Tradition ist nicht ganz klar, angeblich sind die süßen Brötchen schon in vorchristlichen Zeiten zu Ehren der Frühlingsgöttin Eostre gebacken worden,  das kreuzförmige Muster soll hiebei eine Referenz an die vier Phasen des Mondzyklus gewesen sein. Später wurde das Kreuz zur Symbolisierung der Kreuzigung Jesu umgedeutet. 



Der klassische englische Hot Cross Bun ist ein Hefeteig mit Rosinen und Gewürzen, die australische Variante enthält gern auch Schokostückchen anstatt Rosinen. Charmant, finde ich. Überaus charmant ist auch die Tradition des Teilens eines Buns, was feste Freundschaft im Verlauf des Jahres besiegeln soll, begleitet vom Spruch "Half for you and half for me, between us two shall goodwill be".


Jetzt, kurz vor Ostern, springen einem auf englischsprachigen Blogs die Hot Cross Bun-Rezepte entgegen wie hierzulande die für Osterbrot. Mein Rezept ist (Schock!) aus Amerika. Aberaberaaaaaber: Ich wollte schon ewig das Brioche-Rezept von Bread in Five ausprobieren, die süße Variante vom No Knead Bread. Da der Teig dort auch für die Hot Cross Buns genommen wurde, gab es auf dieser Seite des großen Teichs kein Halten mehr!


Hot cross buns!
Hot cross buns!
One ha' penny, two ha' penny,
Hot cross buns!
If you have no daughters,
Give them to your sons
One ha' penny,
Two ha' penny,
Hot Cross Buns!


Hot Cross Buns

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Honig lässt sich aber gut durch Reissirup, der Puderzucker durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge jeweils um ca. 20-30% erhöhen würde (je nach Süß-Vorliebe). Durch die Rosinen oder Korinthen wird es aber trotzdem nicht komplett zuckerfrei. Just saying.**


Für 16 Stück
Braucht 5-6 Stunden Ruhezeit. Super Sache für vorausplanende Bäcker. Öhm, ja. :)

Update (da beim ersten Posten völlig vergessen): Wofür der No-Knead-Teig hervorragend geeignet ist: zum Lagern. Man kann also ohne weiteres nach dem Kühlen nur die Hälfte der Buns herstellen. Der restliche Teig kann bis zu 5 Tage im Kühlschrank vor sich hinkühlen und dann abgebacken werden. Meine 2. Ladung wurde zu 4 Kränzchen für das Osterfrühstück.
FÜR DEN BRIOCHE-TEIG:
150g Butter
200ml lauwarmes Wasser
20g Frischhefe oder 1 Pck. Trockenhefe
1 Prise Salz
4 Eier, leicht verquirlt
4 EL (ca. 60 ml) flüssiger Honig
500g Mehl
50g Korinthen oder Rosinen
1/2 TL Zimt
1 Prise Kardamom
1 Prise Piment, gemahlen
1 TL geriebene Orangenschale

MEHLPASTE FÜR DIE CROSSES:
30g Mehl (ca. 3 EL)
1 TL Zucker
2 EL Wasser

2-3 EL Honig oder heller Sirup zum Bestreichen

FÜR DAS ICING (kann man auch weglassen):
50g Puderzucker
2 EL Frischkäse
1-2 TL Milch

:: Butter schmelzen und leicht abkühlen lassen. Die Eier in einer Schüssel verquirlen und 1-2 EL davon abnehmen und kühlstellen (brauchen wir später).

:: Wasser und (Trocken-)Hefe in eine GROSSE verschließbare Schüssel (ca. 3-4 Liter fassend) füllen, kurz stehen lassen, bis die Hefe aufgelöst ist. Honig und Eier unterschlagen, dann Mehl, Salz,  Korinthen und die Gewürze dazugeben. Mit einem Holzlöffel alles verrühren, bis der Teig halbwegs homogen und ohne Mehlnester ist, das dauert vielleicht 30 Sekunden. Der Teig ist danach irre klebrig. Muss so. Abdecken (aber nicht luftdicht) und bei Zimmertemperatur 2 Stunden gehen lassen.

:: Der Teig ist nach dem ersten Gehen immer noch klebrig und wenig händelbar, also wandert er für 3 Stunden (oder einfach über Nacht) in den Kühlschrank - oder auf den kalten Balkon. Dabei den Deckel auf die Schüssel oder Tupperbox legen, aber nicht komplett schließen. Nach dem "Chillen" ist er wesentlich bediehnfreundlicher, auch wenn er dann zusammensackt ist. Macht aber nichts.

:: Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, zu einem losen Ball formen, halbieren, wieder halbieren... bis man 16 gleichgroße Stücke erhält. Jedes davon zu einer glatten Kugel formen. HIER wird ziemlich gut erklärt, wie das ganz allgemein am besten passiert. 
Die Bällchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und bei Raumtemperatur 30 Minuten gehen lassen.

:: Währenddessen die Mehlpaste herstellen: Mehl, Zucker und Wasser solange verrühren, bis sie sich zu einer glatten Paste verbinden. In einen Spritzbeutel mit schmaler Tülle umfüllen.  

:: Den Backofen auf 180°C vorheizen.

:: Die gegangenen Buns mit dem zurückbehaltenen Ei bestreichen und dann mit der Mehlpaste Kreuze aufspritzen (klebrige Angelegenheit!). In den Ofen schieben und ca. 20 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Die Mehlpaste sorgt dafür, dass das Kreuzmuster nicht bräunt.

:: Unterdessen für das Icing Puderzucker, Frischkäse und Milch verrühren und in einen Spritzbeutel füllen. 

:: Die Buns aus dem Ofen nehmen und noch warm mit Honig oder Sirup glasieren. Mit dem Icing die Kreuze aufspritzen. 

Am besten warm essen!

Donnerstag, 5. April 2012

Gebackener Ricotta mit Avocado: Für den ausgedehnten (Oster-)Brunch

Die Wetteraussichten für Ostern 2012 sind.... bescheiden. Angrillen wird wahrscheinlich verschoben, auf Würstchendrehen im (Schnee-)Regen hat nicht einmal der härteste norddeutsche Griller Lust. Auch das Ostereiersuchen wird wohl verlagert, weg aus dem Garten und hinein auf Treppennischen, Kellerstiegen und Dachböden. Wobei man ja durchaus zugeben muss, dass sich dort die viel besseren Verstecke befinden, denn die nesttauglichen Stellen im Garten sind nach Jahren des Benutzens doch allseits bekannt.

Wenn es draußen gar so grauslich ist, ist an einem Sonntagmorgen kaum etwas schöner, als mit den Lieben zu frühstücken. Doch, eins ist noch schöner: wenn das Frühstück zum Brunch ausgedehnt wird, wenn frischer Kaffee nachgeschenkt wird, in Muße die Zeitung gelesen und die wichtigen Themen besprochen werden können.
Mein heißer Tipp für den Osterbrunch ist gebackener Ricotta. Gewürzt mit Kräutern, Parmesan und Zitronenabrieb, wird er im Ofen gebacken und mit Avocadoscheiben zusammen auf einer dicken Scheibe Brot, womöglich sogar geröstet, genossen - der Ostersegen für den Gaumen.
Das Rezept war und ist eines meiner Favoriten aus dem vegetarischen Kochbuch "Gemüse satt" von Alice Hart, das ich letztes Jahr für Valentinas Kochbuch testen durfte.


Falls Ihr zum Osterbrunch eingeladen seid, legt ganz schnell eine reife Avocado und ein Päckchen Ricotta in Euren Einkaufskorb! Außerdem lege ich Euch noch etwas für den Klugscheiß-Generator dazu: Eierlikör, das Top-of-the-Pops-Number-One-Hitgetränk an Ostern, hat mit Avocados eine Menge zu tun, denn die ursprüngliche Zutat für das gelbe Getränk waren Avocados! Indianische Stämme im brasilianischen Amazonas-Gebiet mixten ein alkoholisches Getränk mit dem Fruchtfleisch der Avocado und nannten dies Abacate. Portugiesische und niederländische Kolonialfahrer fanden dieses im 17. Jahrhundert sehr berauschend, vor allem nachdem sie es mit Rum und Zuckerrohr verfeinert hatten. Sie gaben dem Getränk den Namen Advocaat (hat wohl nicht so geklappt mit der indianischen Aussprache). Kommt Euch das Wort bekannt vor? Es wird noch besser. Leider konnte der Original-Advocaat kein rechter Exportschlager werden, denn die Avocadobäumchen wollten partout nicht im kühleren Klima in Europa gedeihen. Ein findiger Niederländer namens Eugen Verpoorten (!) ersetzte das Avocado-Fruchtfleisch durch Eidotter, bastelte auch sonst noch ein bisschen an der Rezeptur herum und brachte 1876 seinen Advocaat-Eierlikör auf den Markt.

So richtig uncool ist Eierlikör gar nicht. Auf der Verpoorten-Homepage gibt es ein paar nette Rezepte, mit denen nicht nur Oma glücklich ist. Und bei Steph im Kuriositätenladen gibt es heute das ultimative Rezept für selbstgemachten Eierlikör.





Gebackener Ricotta mit Avocado
ergibt 2 Förmchen - genug für 6-8 Scheiben Brot

250g Ricotta
1 Ei
20g Parmesan oder Pecorino
2 Stängel Basilikum
1/2 Chili, mittelscharf 
Salz
Pfeffer
Olivenöl
1 reife Avocado
6 Scheiben Brot

:: Den Backofen auf 200°C vorheizen und 2 Ramequin-Förmchen mit etwas Öl auspinseln.

:: Ricotta cremig rühren. Das Ei verquirlen und unter den Ricotta rühren. Parmesan oder Pecorino reiben. Basilikumblätter in feine Streifen schneiden. Chili in kleine Würfelchen hacken. Käse, Kräuter und Chili zusammen mit etwas Salz und großzügig Pfeffer unter die Ricotta-Creme rühren.

:: In die Förmchen füllen und etwa 30 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen, dann stürzen.

:: Avocado schälen und in Scheiben schneiden. Die Brotscheiben toasten. Den gebackenen Ricotta auf das Brot verteilen, mit Avocadoscheiben belegen und gern mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer oder (spicy!) Tabasco würzen.

Dienstag, 3. April 2012

Hot'n'smoky: BBQ-Sauce

Bei wem wird denn zu Ostern noch angegrillt? Oder sollte ich eher fragen: Bei wem wurde denn noch nicht angegrillt? Das tolle Wetter im März hat bestimmt viele zum Anschüren des liebsten Männerspielzeugs verlockt. Bei uns gehören Ostern und Angrillen aber irgendwie zusammen, selbst wenn das bedeutet, dass draußen einer in der fahlen Abendsonne steht und fröstelnd die Würstl umdreht, während die anderen drinnen sitzen und schon mal fröhlich den, äh, Getränken zusprechen.
Ganz perfekt zum Angrillen einerseits, aber auch zum Verstecken im Osterkörbchen von Meistergrillern ist da eine selbstgerührte, rauchig-scharfe BBQ-Sauce.


Den Anlass für die selbstgemachte BBQ-Sauce gab nicht nur das bevorstehende Angrillen zu Ostern (das Würstchen auf dem Bild unten wurde in der Pfanne gebräunt...), sondern auch die Tatsache, dass mir neulich beim Aufräumen des Gewürzregals ein Päckchen in die Hand fiel, von dem ich gar nicht mehr wusste, dass ich es noch hatte: Langpfeffer, oder Bengalischer Pfeffer. Höchste Zeit, ihn zum Einsatz zu bringen! Der Langpfeffer gibt der BBQ-Sauce Schärfe, aber der Clou ist eigentlich die rauchige Würze durch geräuchertes Pimentón- oder Chilipulver. Wer es milder mag, nimmt Pimentón de la Vera, wem es nicht scharrrrrrrrrrrf genug sein kann, greift zu Chipotle. Falls Euer Gewürzhändler Supermarkt das nicht hat, gibt es das alles (und noch so viele tolle Sachen mehr!) bei Madavanilla. Aber sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt.

Das Rezept stammt aus einem Buch, um das ich im Buchladen einige Zeit umhergeschlichen bin, das ich beäugt und beblättert und schließlich als Beute zur Kasse geschleppt habe: Aromen und Gewürze von Hans Gerlach. Das Buch hatte, noch bevor ich es überhaupt aufgeschlagen hatte, schon zwei unschlagbare Vorteile: Es ist aus dem KOSMOS-Verlag, deren neuere Kochbücher ich ganz wunderhübsch finde. Und es ist von Hans Gerlach, seines Zeichens einer meiner liebsten Kochbuch-Autoren. Beste Vorraussetzungen für Kochbuch-Liebe auf den ersten Blick - und die ersten drei Rezepte haben nicht enttäuscht.


Und kennt Ihr Bernd? Bernd am Grill? Nein? Solltet Ihr nachholen. Aber Vorsicht: Ohrwurmgefahr.
Ick hab die Schürze um, ick dreh die Würschte um... *träller*


BBQ-Sauce
aus "Aromen und Gewürze" von Hans Gerlach
ergibt ca. 250ml 

1 mittlere Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 EL Öl
8 Stück Langpfeffer (entspricht 5 Gramm - ggf. durch schwarze Pfefferkörner ersetzen)
2 EL Reissirup (für den Zucker OK ist, der nimmt 1 EL braunen Zucker)
1 EL geräuchertes Pimentón de la Vera oder 1-2 TL Chipotle-Chilis (Schärfe nach Geschmack variieren)
3 EL Apfelessig
300ml passierte Tomaten
Salz

:: Zwiebel und Knoblauch pellen und fein hacken. Olivenöl in einem mittelgroßen Topf erhitzen und die Zwiebel- und Knoblauchwürfel etwa 3 Minuten auf moderater Hitze anschwitzen.

:: Langpfeffer und Zucker dazugeben und den Zucker karamellisieren lassen.

:: Pimentón oder Chipotle einstreuen und umrühren. Sofort mit dem Essig ablöschen und, wenn dieser eingedampft ist, die passierten Tomaten angießen. Alles 30 Minuten bei schwacher Hitze einkochen, dabei immer mal umrühren, damit die Sauce nicht anbrennt. (Gegebenenfalls etwas Wasser oder weitere passierte Tomaten angießen.)

:: Den Langpfeffer entfernen und die Sauce sämig pürieren, dann mit Salz abschmecken. In eine ausgekochte Flasche umfüllen und abkühlen lassen. Im Kühlschrank aufbewahren.
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