Das schwierigste an diesem Gericht ist ohne Zweifel sein Name. Bis ich mir die richtige Reihenfolge der a's und m's gemerkt habe, hatte ich schon das halbe Internet nach diversen ähnlich klingenden, aber schlussendlich inkorrekten Bezeichnungen durchsucht und wurde leicht ungeduldig, irgendwo musste sich doch diese Paste finden lassen? Fündig wurde ich schließlich durch die Eingabe der Zutaten. Und hätte ich im Inhaltsverzeichnis von "Oriental Basics" unter P wie Paprika nachgeschaut, wäre mir der würzig-fruchtige Dip quasi von selbst in die Schüssel gesprungen. Warum einfach, wenn...?
Die Küche der Levante, des sagenumwobenen Morgenlandes, hat es mir von jeher angetan. Sobald die Aromen von Kreuzkümmel, Koriander oder Zimt in meine Nase steigen, bekomme ich umgehend gute Laune - und Fernweh. Muhammara bedeutet "gerötet", was bei der Farbe naheliegt, und passt nicht nur großartig als Dip zum Fladenbrot, sondern auch zu Gegrilltem oder anstatt Butter auf das Sandwich.
Die Küche der Levante, des sagenumwobenen Morgenlandes, hat es mir von jeher angetan. Sobald die Aromen von Kreuzkümmel, Koriander oder Zimt in meine Nase steigen, bekomme ich umgehend gute Laune - und Fernweh. Muhammara bedeutet "gerötet", was bei der Farbe naheliegt, und passt nicht nur großartig als Dip zum Fladenbrot, sondern auch zu Gegrilltem oder anstatt Butter auf das Sandwich.
Wenn es das "Sujet" erlaubt, mache ich meine Fotos gern morgens, da das Licht dann am besten ist. Die Muhammara-Paste wurde gegen acht Uhr fotografiert, und selbstredend muss das, was angerichtet wird, auch gegessen werden. Köstlich! Wer sagt denn eigentlich, dass Frühstück immer Müsli oder Marmeladenbrötchen bedeuten muss? Das während der Fotosession vor sich hinköchelnde Frühstücksei wurde jedenfalls zugunsten eines Muhammara-Fladenbrot-Snacks auf später vertröstet. Mir fiel in diesem Zusammenhang unser Urlaub in Asien im letzten Jahr ein. Dort gab es natürlich ein kontinentales Frühstück, das aber nach drei Tagen unendlich langweilig wurde, und so schwenkten wir recht schnell auf die asiatische Seite des Büffets über und aßen schon morgens unter anderem Reis und Suppe, die wir mit bereitgestellten scharfen Pasten würzen konnten. Auch wenn wir daheim wieder in die Müsli-Routine verfallen, passe ich mich im Urlaub gern den Essgewohnheiten des Landes an. Es wird schon seine Bewandnis haben.
À propos Urlaub: Wenn dieser Post online geht, hat für uns die schönste Zeit des Jahres begonnen und wir sind im Urlaub. Es ist quasi meine letzte Amtshandlung, den Post für später vorzubereiten, bevor ich mich daran mache, die letzten Dinge in den Koffer zu packen, noch ein weiteres Buch hineinzuquetschen und mich zu fragen, ob ich die grünen Schuhe nicht vielleicht doch mitnehmen sollte? Kurzentschlossen haben wir unsere Reisepläne geändert. Bis vor etwa einer Woche lautete der Plan "Roadtrip durch Dänemark", doch dann schlug uns der Dauerregen derartig auf das tiefgekühlte norddeutsche Gemüt, dass wir uns eines Abends um zehn Uhr über ein Glas Rotwein hinweg ansahen und sagten: "Ich brauch' Sonne". Ja, jetzt ist sie auch hier angekommen, haben wir das nicht gut gemacht? Wir überlassen sie auch ganz Euch und gucken sie uns von weiter weg an, die spontane Umbuchung fliegt uns nämlich auf die Insel, die griechische.
Bis die Tage!
Bis die Tage!
Muhammara: Paprika-Walnuss-Paste
3 rote Paprikaschoten (gesamt 500-600g)
100g Walnüsse
50g altbackenes Weiß- oder Mischbrot
1 EL Harissa (Paste)
1 Knoblauchzehe
1 kleine Zwiebel
4 EL Olivenöl1 EL Granatapfelsirup oder anderer Sirup
1 knapper TL Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer
:: Den Ofengrill vorheizen oder den Ofen auf die höchte Temperatur stellen, gewöhnlich um die 250°C.
:: Paprikaschoten gründlich waschen, halbieren oder vierteln und Stiel und Kerngehäuse entfernen. Auf ein Backblech legen und im knalleheißen Ofen so lange rösten, bis die Haut schwarz wird und Blasen wirft, das dauerte bei mir ca. 15 Minuten. Herausnehmen und abkühlen lassen. Dann die Haut abzuppeln. Ich habe es übrigens mit so ziemlich jeder Methode probiert: beispielsweise ein feuchtes Handtuch über die heißen Paprika legen oder die Schoten in eine Plastiktüte stecken. Letzteres ist mir sehr suspekt - heiße Lebensmittel und Plastik, hmmmm - aber es bringt auch nicht viele Vorteile. Also am besten die Paprika so wie sie sind auf dem Blech auskühlen lassen und dann häuten.
:: Walnüsse anrösten, in der Pfanne ohne Fett oder im Ofen (kann gleichzeitig mit den Paprika geschehen), ebenfalls leicht abkühlen lassen. Das Brot in Würfel schneiden, Knoblauch und Zwiebel grob kleinhacken.
:: Brot und Walnüsse in der Küchenmaschine oder mit dem Blitzhacker recht fein mahlen. Die gehäuteten Paprika dazugeben und mit Brot- und Nusskrümeln pürieren. Knoblauch, Zwiebel, Harissa und Olivenöl unterrühren und ebenfalls pürieren. Die Masse sollte fein und sämig sein, aber noch etwas "Textur" haben.
:: Kreuzkümmel und Sirup unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Fladenbrot servieren.




