Sonntag, 16. Januar 2011

Apfel-Rosen-Kuchen

Eigentlich wollte ich gerade schreiben, dass ich ja schon lange nichts mehr gebacken habe, aber das stimmt ja gar nicht, wie ein Blick auf die immer noch nicht weggeräumten Plätzchendosen zeigt. In manchen ist sogar noch was drin! Ich sollte die Plätzchen am  Montag einfach ins Büro mitnehmen, von meinen lieben Kollegen erzählen mir zwar zwei Drittel, dass sie jetzt aber mal, und gute Vorsätze und überhaupt und die 3 Kilo Weihnachtsspeck… aber am Abend ist der Keksteller dann doch wieder leer gefuttert.

Aber ich mochte wirklich mal wieder was anderes backen, und da kam mir dieser winterliche Apfelkuchen gerade recht. Genau das richtige für Sonntagnachmittage auf dem Sofa!

Für den Kuchen auf dem Foto habe ich etwas mehr Teig gemacht, so dass es für ein Backblech reicht, die unten angegebene Menge ist für eine 28er Springform berechnet.

Die Menge der Äpfel ist auch reichlich, aber ich finde, dass ein APFELkuchen auch sicht- und schmeckbare Apfelstückchen haben sollte.



Apfel-Rosen-Kuchen

für eine 28er Springform.

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Zucker lässt sich aber gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde (je nach Süß-Vorliebe). Allerdings ist durch die Rosinen und die Glasur immer noch Zucker enthalten.**


Für den Teig:
400g Mehl
70g Zucker
1 Prise Salz 
1 Ei 
150ml Milch
20g Frischhefe (ca 1/2 Würfel) – oder ein Tütchen Trockenhefe
70g Butter

Für die Füllung:
100g Rosinen oder getrocknete Cranberries
2 EL Sherry (oder Rum oder Likör oder Apfelsaft)
800g Äpfel
50g brauner Zucker
1 TL Zimt
2 EL Zitronensaft
50g Butter

Zum Glasieren: 
helle Marmelade oder Gelee


:: Für den Hefeteig das Mehl in eine große Schüssel sieben, mit Zucker und Salz vermischen, dann in die Mitte eine Vertiefung drücken und das Ei darin aufschlagen.
Die Milch erwärmen, Hefe darin auflösen und 5 Minuten stehen lassen, bis die Mischung leicht zu schäumen anfängt.
Die Butter schmelzen lassen und zusammen mit der Milch-Hefe-Mischung zum Mehl geben. Mit den Rührhaken des Handmixers verrühren und anschließend noch einige Minuten gut durchkneten.

:: Abdecken und 1-2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen (Stichwort „Hefeteigsauna“), bis sich das Volumen deutlich vergrößert, am besten verdoppelt hat.

:: In der Zwischenzeit die Rosinen oder getrockneten Cranberries in einer Schüssel mit dem Sherry vermischen und ziehen lassen.

:: Kurz vor Ende der Gehzeit des Teigs die Äpfel schälen, in Würfel schneiden, mit Zitronensaft beträufeln und dann mit Zucker und Zimt vermischen.
Ich habe den Zimt auch schon mal durch Vanilleextrakt ersetzt – auch sehr fein!

:: Eine 28er Springform vorbereiten und bereit stellen.

:: Den gegangenen Teig noch einmal kurz durchkneten, dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn zum Rechteck ausrollen, ca. 40×30 cm.
Butter schmelzen und den Teig mit 2/3 der flüssigen Butter bestreichen. Die Rosinen unter die Äpfel mischen und auf der Teigplatte verteilen.

:: Den Teig vorsichtig von der langen Seite her aufrollen und die entstandene „Wurst“ mit einem scharfen Messer in 3-4cm dicke Scheiben schneiden. Die Rollen dann nicht allzu dicht in die Springform setzen – Achtung, die schlüpfrigen Apfelscheißerchen fallen dabei gern raus – die Füllung guckt dabei natürlich nach oben. (Wollte ich nur mal gesagt haben.)

:: Noch mal 20 Minuten gehen lassen, dann mit der übrigen flüssigen Butter bestreichen.

:: Den Backofen auf 180°C vorheizen und den Kuchen anschließend etwa 30 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.

:: Aus dem Ofen nehmen. Die Marmelade oder das Gelee in einem kleinen Topf erhitzen und dann den noch heißen Kuchen damit bestreichen.


:: Wenn man sich beherrschen kann, kann man den Kuchen vollständigen auskühlen lassen. Wenn nicht, kann ich das gut verstehen!


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