Montag, 16. April 2012

Banoffee-Dessert mit Schokolade – und GÜ kann einpacken.

Alle Welt spricht von , überall fand man im Netz begeisterte Ausrufe über die zugegeben niedlichen Desserts im Gläschen. Ich blieb skeptisch, aber als vor einiger Zeit selbst meine (sehr wählerische) Kollegin nach dem Mittagessen ein GÜ-Dessert im Töpfchen hervorholte, war mein Widerstand gebrochen und ich kaufte mir bei meinem nächsten Besuch im “schönen” Supermarkt eine Packung Schokoladen-Banoffee im Glas und war sofort… eher mittelmäßig begeistert. Nicht schlecht, aber…. Der Keksboden war viel zu krümelig und im Verhältnis auch zu viel. Der Rest war unglaublich süß. Aber grundsätzlich war es keine dumme Idee, Banoffee mal nicht als Kuchen, sondern in kleinen Portionen als Dessert im Glas zu servieren. Extra-Schokolade schadet ja auch nicht… Das kann ich auch selbst machen! Mein Hirn begann zu arbeiten.
Eine Premiere für mich: Mit der Milchmädchen-Kondensmilch arbeiten. Für stundenlanges Einkochen in der Dose konnte ich mich nicht recht begeistern, und lasst Euch sagen: im Topf geht es auch. Man muss nur für etwa 20 Minuten rühren wie ein Weltmeister. Falls das Projekt Milchmädchen daneben gegangen wäre, stand schon die Karamellcreme von Bonne Maman hilfsbereit zur Stelle, und ich muss zugeben, dass ich kurzzeitig darüber nachgedacht hatte, doch gleich das Glas zu öffnen. Aber: Bangemachen gilt nicht, das wusste schon meine Oma. Ran an den Rührbesen.
Und ja, zugegeben: es ist ein bisschen aufwändig und kleckert bei der Herstellung der einzelnen Schichten die ein oder andere Schüssel ein. Aber es ist ein besonderes Dessert für besondere Gelegenheiten (und besondere Süßschnäbel!) und lohnt den Aufwand.
Leider kann man so ein Banoffeedessert nicht verschicken, da es gekühlt aufbewahrt werden sollte. Ansonsten hätte ich es liebend gern verpackt und als Post aus meiner Küche an meine Tauschpartnerin Nicole von live life deeply – now! geschickt. Aber da arbeitet das Hirn auch schon gewaltig, und somit schenke ich Euch eben allen das Rezept. :)

Banoffee-Dessert mit Schokolade

Für 4 Portionen

**Dieses Rezept stammt aus der “Vor-Zuckerfrei-Zeit” und lässt sich leider nicht wirklich entzuckern. Wer einen Weg gefunden hat, lasse es mich bitte unbedingt wissen! :-) **

100g Schokolade (bei mir: 50:50 Milchschokolade und zartbittere)
120ml Sahne
1 Dose gezuckerte Kondensmilch von Milchmädchen – alternativ 200g Karamellcreme
1 reife Banane
20g Butter 
75g Kekse
50g Mascarpone
50g Frischkäse
100ml Sahne
4 hübsche (Dessert-)Gläschen

:: Schokolade hacken  und in eine hitzefeste Schüssel geben (idealerweise eine mit einer kleinen Außgießer-Lippe, das erleichter später das tropffreie Einfüllen in die Gläser enorm). Sahne aufkochen, über die Schokolade gießen. Kurz stehen lassen und dann solange rühren, bis die Schokolade sich aufgelöst hat. Abkühlen lassen. (Dieser Schritt hat bei mir am längsten gedauert, weshalb ich ihn an den Anfang setzen würde.)
:: Kondensmilch in einen Topf füllen und bei mittlere Hitze langsam und unter Rühren zum Kochen bringen. Hitze auf die kleinste Stufe herunterschalten und bei ständigem Rühren etwa 25 Minuten köcheln lassen, bis die Creme goldbraun und sehr eingedickt ist. Etwas abkühlen lassen. Die Banane schälen und in kleine Stücke gebrochen zum Toffee geben und alles zusammen pürieren. (Hier schadet übrigens eine kleine Prise Meersalz auch nicht…). Jetzt wurde aus Toffee und Banane – tadadaaa - Banoffee. Daher übrigens der Name! Klar, ne? 
:: Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. Die Kekse in einen Ziplock-Beutel krümeln und mithilfe des Nudelholzes (oder einer Weinflasche – oh, oder der Wodkaflasche!) pulverisieren. Die geschmolzene Butter direkt in die Tüte geben, diese wieder verschließen und Kekskrümel und Butter im Beutel schön durchkneten, bis sich alles vermischt hat. Die Kekskrümel auf die Gläser verteilen, so dass sie den Boden bedecken, dann andrücken.
::  Banoffee über den Keksboden geben, Schüssel ausschlecken. (Ja, das ist hier definitiv empfohlen.) 
:: Mascarpone und Frischkäse glatt verrühren. Sahne steif schlagen und unterziehen. Auf die Banoffee-Schicht geben und anschließend die Schüssel…. nun ja. 

:: Final die eine dünne Schicht Schokoladencreme über das Keks-Banoffee-Sahne-Schichtwerk gießen. Sollte die Schokoladenganache zu fest zu, Gießen geworden sein,  kurz die Schüssel über ein heißes Wasserbad stellen und solange rühren, bis die Creme flüssig genug ist, um sie gleichmäßig über die Desserts zu gießen. Dann nach Belieben mit Krokant oder weiteren Bananenstücken garniert servieren.

:: Kann bis zu 1 Tag im Voraus zubereitet werden und im Kühlschrank aufbewahrt werden – länger aber nicht, da die Sahneschicht sonst den typischen “Kühlschrankgeschmack” annimmt. Einige Zeit vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen.

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Montag, 16. April 2012

18 Gedanken zu „Banoffee-Dessert mit Schokolade – und GÜ kann einpacken.

  1. Nysa

    gü kann sowas von einpacken. ich fand das zeugs so pappsüss… neee… nicht wirklich. mir gefallen die fotos sehr und es kann nur besser schmecken!

  2. Coconut and Vanilla

    Mönsch lecker! Ich mache mich dann an die Umsetzung dieser Zitronen Cheesecakes, da hab ich nämlich sowas von Lust drauf. Aber das Probieren der GÜ Teile spar ich mir ;) .

    Viele Grüße
    Lena

  3. foodandtravel

    Das sieht hammermäßig aus! Und schmeckt bestimmt auch genauso gut!
    Das ist mal wieder ein Beweis dafür, dass man so vieles einfach selbst machen kann. Ich werde dann auch mal getrost auf GÜ verzichten :-)

    LG
    Carina

  4. MissMalicious

    Tolle Idee!
    Das mir das noch nicht eingefallen ist :p

    So läuft wenigstens die Karamellcreme nicht vom Kuchen wie bei einem herkömmlichen Banoffee-Pie

    *Daumen hoch*

    Liebe Grüße von Pia

  5. Birgit

    Alles drin, was ich liebe… Dieses Wochenende muss ich das einfach mal probieren. Danke für das Rezept! Was hast Du denn für Kekse verwendet? LG, Birgit.

  6. Barbara

    Hallo Katharina, danke fürs Ausprobieren, die mundwässernden Fotos und das Rezept. Ich habe es etwas abgewandelt und heute verbloggt.

    Das macht echt süchtig… :-)

  7. Bettina

    lecker!!! lecker!!! lecker!!! bin total begeistert und gespannt, was meine mädels morgen sagen … :)

  8. Anonymous

    Hallo,

    ich habe dein Rezept ausprobiert und ich war – zugegeben – anfangs skeptisch wegen des *räusper* übel riechenden Aromas der Kondensmilch beim Einkochen.
    aaaaaaaaaber: Ich kann bestätigen, es sieht wunderschön aus und schmeckt unbeschreiblich gut. Ich denke, man kann es locker einige Tage kühl aufbewahren, es sind über 70 % H-Produkte verarbeitet (auch das Obers!!) Also für die Weihnachtstafel kann man es wohl schon ein paar Tage vorher zubereiten! LG Azrael

  9. corinna scheiper

    banane gehörtdefinitiv nicht ins echte rein,weiss nicht,wie du darauf kommst

  10. corinna scheipe

    löffelbisquit mit butter,vanille in die mascarponemischung und schokostreusel lösen sich von selbst in der sahne,ohne lästiges zerhacken

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