Samstag, 13. November 2010

Brasilianische Fischsuppe

Traditionellerweise essen Testesser und ich am Freitag – hahaha, reingefallen, oder? „Fisch“ ist leider nicht die richtige Antwort. 🙂 Nein, bei uns gibt es am Freitag in der Regel Suppe. Das kommt noch aus der Zeit, in der wir einige hundert Kilometer voneinander entfernt wohnten, Testesser sich aber fast jeden Freitag auf den Weg zu mir gemacht hat. Da waren Suppen das praktischste, da sie auch Verkehrsstau-bedingte Verzögerungen überstanden und einfach aufgewärmt werden konnten. Wir haben diese Tradition beibehalten, aber so langsam habe ich ziemlich alle Suppenrezepte durchgekocht! Da kam mir diese Fischsuppe gerade recht.

Zwar habe ich mich bei der Durchsicht der Zutaten gefragt, was jetzt so brasilianisch an der Suppe ist (vielleicht soll man beim Kochen im Samba-Takt Zwiebeln schneiden?), aber dann fiel mir ein, dass ich vor einigen Jahren einen Kochkurs zum Thema „Karibische Küche“ belegt hatte, in dem wir eine ähnliche Suppe gekocht haben, allerdings mit Kokosmilch und nicht mit Kokoswasser. Und da Kokoswasser in Brasilien ja quasi ein Alltagsgetränk ist, glaube ich Eatsmarter.de, von denen das Rezept ist, einfach mal. Auf jeden Fall ist das das Rezept mit der längsten Zutatenliste, die ich in letzter Zeit gekocht habe!!! Aber nicht abschrecken lassen, es lohnt sich wirklich, und sobald das Gemüse geschnippelt ist, ist die Hauptarbeit sowieso vorbei.




Brasilianische Fischsuppe mit Kokos und Chili

3 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
3 Paprikaschoten (je 1 gelbe, rote, grüne)
1 Stange Staudensellerie 
1 Dose gehackte Tomaten (das Originalrezept verlangt 400g reife Tomaten, aber die krieg mal ohne Probleme im November…)
2 rote Chilischoten
1 Stück Ingwer 
Öl
Salz
Pfeffer
200 ml Kokoswasser
1 l Geflügelbrühe
1 EL gemahlener Kreuzkümmel
1 Limette, halbiert und ausgepresst
400 g weißes Fischfilet (bei mir gab es Viktoriabarsch)
200 g Garnelen 
1/2 Bund Frühlingszwiebeln  

:: Zwiebeln schälen und fein würfeln, den Knoblauch schälen und hacken oder in feine Scheiben schneiden.
Paprika würfeln, Chilis halbieren, entkernen und in feine Streifen schneiden.
Staudensellerie putzen, eventuell „entfädeln“ und in 1cm breite Stüche schneiden. Ingwer schälen und fein hacken.

:: In einem großen Topf Öl erhitzen und Zwiebeln, Knoblauch, Paprika und Sellerie darin etwa 5 Minuten andünsten.
Tomaten, Chili und Ingwer dazugeben und eine weitere Minute mitdünsten. Salzen und pfeffern.

:: Kokoswasser und Brühe dazugießen und aufkochen lassen. Mit Kreuzkümmel würzen und 10 Minuten leicht köcheln lassen.

:: In der Zwischenzeit Fisch und Garnelen putzen, die Garnelen, wenn nötig, von der Schale befreien – hier eignen sich geschälte Garnelen am besten (öh, ja. Ich hab eher lange an den Schalen rumgepult.) Den Fisch in mittelgroße Stücke schneiden.
Fisch und Garnelen zur Suppe geben und 5 Minuten gar ziehen lassen und die Suppe mit der Hälfte des Limettensaftes würzen.

:: Die Frühlingszwiebeln waschen und in Streifen oder Scheiben schneiden. Das Rezept bei Eatsmarter.de sagt zwar, dass die Frühlingszwiebeln optional sind, aber ich finde, dass sie ein MUSS sein, da sie der Suppe erst den richtigen Kick geben.

:: Die Suppe noch einmal mit Salz, Pfeffer und dem restlichen Zitronensaft abschmecken, in tiefen Tellern oder Schalen anrichten und mit den Fühlingszwiebeln bestreuen.

Dazu: Baguette und gut gekühlter, nicht allzu fruchtiger Riesling.


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Samstag, 13. November 2010

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