Archiv der Kategorie: ausgefallen

Mittwoch, 31. August 2016

Ein erfrischendes Green-Smoothie-Sorbet für den Sommer-Endspurt

Die beste Anschaffung des Sommers 2016? Eine Eismaschine (Amazon Affiliate Link). Keine große Maschine, denn einerseits habe ich leider keinen Platz für eine leistungsstarke Kompressormaschine, und zum anderen wollte ich ins Eis-Business quasi erst mal hineinschnuppern. Und was soll ich sagen? Das Ding läuft gefühlt jeden zweiten Tag. Frozen Yoghurt, Erdbeereis, klassisches Vanille- oder Schokoeis, aber auch viele Sorbets waren in den letzten Monaten Standard-Desserts. So viel besser als gekauftes Eis! Ich weiß, was drin ist – und ich kann vor allem bestimmen, was in mein Eis kommt.
Die Eistheke im Supermarkt ist aber immer noch wichtig. Immerhin gibt es da großartige Inspirationen; auf manche Kombi wäre ich vielleicht gar nicht gekommen. Man stelle sich also folgendes Szenario vor: Frau, 37, schiebt Einkaufswagen unverdächtig durch Tiefkühlabteilung. Öffnet eine Tür, nimmt eine Packung Tiefkühlblaubeeren heraus. Schlendert weiter. Bleibt abrupt stehen. Zückt blitzartig Smartphone. Reißt weitere Tür auf. Macht schnell Fotos. Schlägt Tür wieder zu. Guckt unschuldig. Schiebt weiter und grinst vor sich hin. Geht nach Hause, macht einen grünen Smoothie – und gießt ihn in die Eismaschine.
(Danke an Das Eis für die Inspiration!)
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Donnerstag, 24. September 2015

Tom Kha Gai: Ohne Gai, dafür mit Butternut-Kürbis

Vor nicht ganz fünf Jahren habe ich diesen Foodblog gestartet. Damals habe ich mir selbst EINE Sache versprochen: Niemals nicht, aber wirklich nicht! würde ich ein Rezept für Kürbissuppe posten. Boah, nee, ne. Gibt es auf der Welt mehr Rezepte für Kürbissuppe oder für Spaghetti Bolognese? Da würde es doch nicht auch noch eins von mir brauchen!
Also rede ich mir die Suppe jetzt einfach damit schön, dass es gar keine Kürbissuppe ist, sondern eine fleischlose Tom Kha Gai, in der zufällig gerösteter Butternut umherschwimmt. Und es schmeckt auch wirklich mehr nach Thailand als nach Kürbis, vor allem, da die Suppengrundlage aus einer eigens hergestellten Brühe aus Zitronengras, Kaffirlimettenblättern, Galgant, Korianderwurzeln und Thai-Basilikum besteht.

Wie heißt eigentlich eine vegetarische Tom Kha Gai? Soweit ich weiß, steht „Gai“ für das sonst verwendete Hähnchenfleisch. Bis mich einer aufklärt, nenne ich sie Tom Kha Kürbis. Aber es ist keine Kürbissuppe, ok?

Tom Kha Gai mit Kürbis

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Dienstag, 5. November 2013

Rote-Bete-Burger mit Spinat und Avocado-Sauce

Meine Obsession Faszination für die Kombination „Rote Bete und Spinat“ hat sich seit dem Salat nicht gelegt. Überhaupt die für Rote Bete. Vielleicht sollte ich das in meiner persönlichen Spalte der „kulinarischen Absonderlichkeiten während der Schwangerschaft“ ablegen. Nun, ich schätze, das ist besser als die Klassiker wie Gewürzgurken mit Nutella. (A propos Nutella, erinnert mich daran, dass ich das neueste zuckerfreie Nutelle-Rezept blogge!)

Rote-Bete-Burger mit Spinat und Avocado-Sauce

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Dienstag, 2. Juli 2013

Mekong Food: Schnelle Gurken-Hackfleisch-Pfanne

Rechtfertigt ein einzelnes gelungenes Rezept den Kauf eines mir ansonsten unbekannten und zugegebenermaßen nicht ganz günstigen Kochbuchs? Ein Rezept, das allerdings so gut ist, dass es das bei uns mehr als nur einmal gab. Und das in den letzten vier Tagen! Das bei Valentinas Kochbuch  veröffentlichte Interview und das zweite Rezept lassen wirklich Schönes und Köstliches ahnen, ebenso die Online-Vorschau. Ich werde wohl das ein oder andere Mal um „Mekong Food“ von Michael Langoth herumschleichen müssen…

Hackfleisch- und Gurkenpfanne

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Montag, 6. Mai 2013

Salade Niçoise mit grünem Spargel

Ich freue mich so, dass Euch das neue Blogdesign gefällt! All die Komplimente lasen mich dann ganz schnell vergessen, dass noch das ein oder andere schief hängt und ich noch nicht durch bin, die Bilder alle auf die neue Größe anzupassen. Darüber, dass man das in HMTL und CSS sicher auch allgemeingültig veranlassen kann, breiten wir den Mantel des Schweigens. Ich und CSS, wir werden keine dicken Kumpels mehr, nicht mehr in diesem Leben, befürchte ich…
Spargel und ich, wir haben aber eine lebenslange Freundschaft, sind BFF (Forever ever? Forever ever ever ever.). Die Saison ist gestartet, es gibt kein Halten mehr!
 

Dienstag, 5. März 2013

Schokoladen-Cupcakes und ein Überblick über die Zuckeraustauschstoffe {Projekt Zuckerfrei, Woche 8}

*ähem* Woche 7 im Projekt Zuckerfrei ist einfach in Verlängerung gegangen. Nein, im Ernst: Es gab irre viel zu tun, und in der freien Zeit war im Kopf kein Platz mehr für sinnvolle Gedanken, so dass hier in der letzten Woche Funkstille herrschte. Macht aber auch nichts, so ist eben in dieser Woche das Grande Finale des (eigentlich) achtwöchigen Projektes. Bevor ich aber im nächsten Post eine Zusammenfassung schreiben werde, möchte ich heute noch mal die schlaue Brille aufsetzen und ein bisschen was zu Zuckeraustausch- bzw. Ersatzstoffen sagen. Und passend dazu habe ich Euch Mini-Cupcakes gebacken mit einem neuen Zuckerersatz, den ich frisch getestet habe.
Grundsätzlich braucht es nach dem „Zuckerentzug“ gar nicht mehr viel zugesetzte Süße im Alltagsleben, die meisten Dinge schmecken süß genug und die Gier hat sich aus dem Staub gemacht. Aber auch zuckerentwöhnte Gaumen mögen hin und wieder ein Dessert oder ein Stück Kuchen – und hier kommen die Austausch- oder Ersatzstoffe ins Spiel. Sie verstecken sich oft hinter wilden E-Nummern oder fantasievollen Namen, und alle haben so ihre Vor- und Nachteile. Für mich habe ich drei akzeptable Alternativen gefunden, die ich hin und wieder verwende.
Schokoladen Cupcakes Avocado Frosting zuckerfrei Natvia Stevia Backen mit Süßstoff Zuckerersatzstoff
 

Freitag, 14. Dezember 2012

Coconut Granola

Dieses Granola.

Dieses GRANOLA, ja.

Also, DIESES COCONUT GRANOLA hat einen ganz gemeinen Nachteil: Es macht süchtig.

So schlimm, dass ich überlege, Selbstanzeige beim BZgA zu erstatten, wegen Verführung der Blogleserschaft. Allerdings bezweifle ich, dass es eine adäquate Suchtprävention gibt, im Zweifelsfall werden die auch alle abhängig.

Coconut Granola auf www.katharinakocht.com

Deswegen, und auch, weil ich den Mund gerade voll habe und neben mmhmmm, oooaaaaaaaah und so gut! kein Platz für andere Gedanken in meinem Kopf ist, lasse ich nur die Bilder sprechen und lege Euch dringend ans Herz, beim Wochenend-Einkauf Kokoschips zu kaufen und ein großes Blech Granola zu backen. Und es dann über cremigen griechischen Joghurt zu streuen, denn die Kombination aus leicht säuerlichem Joghurt und crunchigem Topping ist un-fass-bar gut. Finden bestimmt auch alle, denen das Coconut Granola von Euch unter den Weihnachtsbaum gelegt wird…

Coconut Granola auf www.katharinakocht.comCoconut Granola auf www.katharinakocht.com
Coconut Granola auf www.katharinakocht.com

Coconut Granola

zum Verschenken schön: für 3 Gläser à ca. 200ml Inhalt (und 1-2 Handvoll für Dich)
Aus: Sarah Wilson, I Quit Sugar

25g Kokosnussöl ( oder 1 gehäufter EL)
2 EL Reissirup (optional – mittlerweile mache ich es komplett ohne Süße)
150g Kokoschips (gibt’s im Reformhaus, im Biosupermarkt oder von Alnatura) – keine Kokosraspeln oder Kokosflocken!
1 Handvoll Kürbiskerne
2 Handvoll ganze Mandeln (oder Haselnüsse, Pecans, Walnüsse…) 
2 EL Chia-Samen (optional)
1/2 TL Zimt (optional)

:: Den Backofen auf 120°C heizen.

:: Kokosnussöl schmelzen und in einer großen Schüssel mit Reissirup glattrühren. Mandeln grob hacken, dann zusammen mit Kokoschips, den Kürbiskernen und den Chia-Samen mit Kokosöl und Reissirup mischen.

:: Die Masse auf einem Backblech verteilen und den Zimt darüberstreuen. Dann für 20-30 Minuten in den Backofen schieben und nach gewünschtem Bräunungsgrad toasten. Ich mag meins knusprig! Nach der Hälfte der Zeit einmal durchrühren.

:: Aus dem Ofen nehmen und komplett auskühlen lassen, erst wenn das Granola kalt ist, wird es richtig kross.

:: Nach dem Abkühlen in Gläser füllen und gut verschließen. Plastikcontainer sind leider nicht so geeignet, die machen das Granola leicht matschig. Auch offen an der Luft ist nicht so ideal. Am besten in schöne Gläser füllen, das ist dann auch viel hübscher zum Verschenken.

 

Sonntag, 21. Oktober 2012

Rote-Bete-Suppe mit Kürbis und Kokosmilch

Ich zitiere mich selbst: „Gerichte mit Äpfeln, Kürbis oder Suppe“, das ist es, was momentan ganz weit oben auf meiner Speisekarte steht. Gebacken: Apfel-Mandel-Kranz nach Leila Lindholm (folgt), gekocht: Pasta mit Kürbis und Kürbiskernpesto (dito), gelöffelt: dunkelpinke Suppe mit Roten Beten, Kürbis und ein bisschen Asien.

Kürbis Rote Bete Ingwer Kokosmilch Currypaste Sauerrahm
Ich tendiere dazu, von allem zu viel haben zu wollen und bekenne, Gewichte oder Abmaße nicht gut einschätzen zu können. Die Zielvorgabe „ein Pfund Kartoffeln“ übertreffe ich beim Eintüten der Knollen meist um einhundert Prozent, genau wie „fünfzig Gramm Käse“; und „ein Stück Ingwer, daumengroß“ führt meist zu ersticktem Schnauben – ist jetzt mein, öhm, filigraner Mädchendaumen gemeint oder die Prankengröße des Gatten? Nun, die Händler freut’s und so hat wenigstens einer was davon, wenn ich beim Kürbiskauf locker sage „ach, noch’n bisschen mehr“ und dann mit einem zwei Kilo schweren Stück heimgehe und wir tagelang nichts anderes essen als Kürbis.
Kürbis Rote Bete Ingwer Kokosmilch Currypaste Sauerrahm
Dem Kürbisverzehr zuträglich war, dass mir frische Rote Bete mitgebracht wurden, quasi als Einzugsgeschenk. Das sind mir die liebsten Geschenke, aus eigenem Anbau oder aus eigener Produktion. Die Kürbissuppe mit Kresse-Sahne aus dem wirklich hübsch gemachten Buch „Vegetarisch gut gekocht“ lieferte die Inspiration, wollte aber auch Kartoffeln, mehligkochende noch dazu. Die gibt es bei mir sowieso seltener, und nach dem letzten ver- und überschätzten Einkauf war ich eher froh, alle Kartoffeln verarbeitet zu haben. Kürbis sprang ein, Kokosmilch und Currypaste gesellten sich dazu und vor lauter Experimentierfreude vergass ich, Gemüsebrühe hinzuzufügen – es hat nicht geschadet. Am Ende dampfte ein cremig-sämige Suppe in den Schüsseln, lippenstiftrot und scharf-würzig.
Rote-Bete-Suppe mit Kürbis und Kokosmilch
nach „Vegetarisch gut gekocht“ von Cornelia Schinharl und nach GourmetGuerilla
ergibt 4-5 Teller

2 große Rote Beten, ca. 500-750g
150g Kürbis (alternativ Kartoffeln)
1 mittlere rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 dickes, ca. 3cm lange Stück Ingwer 
1 EL Öl, bei mir Kokosöl
1-2 EL rote Currypaste, je nach Schärfevorliebe
400ml Kokosmilch
Salz, Fischsauce
etwas Zitronen- oder Limettensaft
4 EL Sauerrahm
Kresse, Petersilie oder Koriander zum Bestreuen

:: Rote Beten schälen, dazu evtl. Handschuhe tragen, und in Würfel schneiden. Kürbis ebenfalls schälen und in Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch pellen und grob hacken. Ingwer schälen, 2 dünne Scheiben abschneiden und zur Seite legen, den Rest mittelfein würfeln.
:: Öl in einem großen Topf erhitzen und das Gemüse sowie Zwiebel, Knoblauch und Ingwer darin anbraten und etwa 5 Minuten dünsten. Die Currypaste dazugeben und unterrühren, dann 500ml Wasser angießen – evtl. mehr, das Gemüse sollte auf jeden Fall bedeckt sein -, einmal aufkochen lassen und dann zugedeckt so lange köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. 
:: Vom Herd ziehen und die Kokosmilch angießen. Die Suppe mit dem Pürierstab cremig pürieren. Mit Fischsauce und Limettensaft abschmecken.
:: Den Sauerrahm glattrühren, die beiden restlichen Scheiben Ingwer sehr fein hacken und unterrühren. Die Suppen in Teller geben, jeweils einen Kleks Ingwer-Rahm darauf verteilen und mit Kräutern bestreuen.
 

Dienstag, 5. Juni 2012

Ofenspargel mit Pistazien und Oliven

Ja, wir Deutschen sind ein komisches Volk. Global und im großen und ganzen gesehen wohl nicht komischer oder kauziger als Südeuropäer oder Skandinavier, aber die Begeisterung, ja geradezu Obsession, mit der wir im März der ersten Ernte entgegenfiebern und  im April die erste Beute zu horrenden Preisen johlendnach Hause tragen, diese Liebe zu den blassen Stangen, die macht uns wohl so schnell niemand nach. Vielleicht Trüffelschweine mit ihrem unterirdischen Fund.
Die Liebe der Krauts zum Spargel scheint alle zu amüsieren. Gut so! Uns amüsiert der Spargel nämlich auch, Jahr für Jahr. Gekocht, gedämpft, gebraten, gebacken. Grün, weiß, violett – egal! Wahrscheinlich wird am Spargel wahr, was wir selbst schon lange wissen: Wir Deutschen sind viel offener als alle denken. Nicht umsonst gibt es unzählige kreative Spargelrezepte. Ein neues fand ich bei Mel von GourmetGuerilla: Im Bratschlauch zusammen mit einer köstlichen Haube aus Pistazien und Oliven.

Auf die dazugehörigen Zitronenstreusel habe ich verzichtet und dafür ein paar Brotscheiben gewürfelt, angeröstet und mit Zitronensaft und Petersilie vermischt. Die Zitronenfrische peppt das Gemüse noch einmal auf und harmonierte bestens nicht nur mit der nussigen Marinade sondern auch mit Abendessen auf dem Balkon und einer Weißwein-Cuvée, die sich „Sommerzeit“ nennt. Nomen est omen.

Ofenspargel mit Pistazien, Oliven und zitronigen Brotwürfeln

1kg weißer Spargel
1 TL Salz
60g geröstete Pistazien (ungeschält gewogen – mehr schadet auch nicht)
10 schwarze Oliven, entsteint
1 kleine rote Peperoni
2 EL Weißweinessig
4 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer
4 dicke Scheiben Baguette
2 EL Olivenöl
1/2 Bund Petersilie
Saft und Schale von 1/2 Zitrone

:: Spargel gründlich waschen, schälen und die holzigen Enden abschneiden. Die Schalen und Endstücke mit 300ml Wasser und 1 TL Salz aufsetzen, aufkochen lassen, vom Feuer nehmen und 20-30 Minuten ziehen lassen. Danach durch ein Sieb gießen und den Sud auffangen.
:: Derweil den Ofen auf  180°C vorheizen. 
Ein ausreichend großes Stück Bratschlauch nach Packungsanweisung zuschneiden und ein Ende zubinden. Den Spargel hineinlegen.
:: Pistazien schälen und grob hacken. Oliven und Peperoni kleinschneiden. Weißweinessig, Olivenöl und 100ml vom Spargelsud verrühren, 1/2 TL Salz und ein paar Umdrehungen frisch gemahlenen Pfeffer unterschlagen. Pistazien, Oliven und Peperoni untermischen. Die Sauce zum Spargel in den Bratschlauch gießen, den Schlauch verschließen und alles kräftig schütteln, damit sich die Sauce um die Spargelstangen legt.
:: Auf das kalte Backblech legen und für 35 Minuten in den Ofen schieben.
:: Petersilie waschen und trockenschleudern, dann fein hacken. Mit der Zitronenschale mischen, etwas pfeffern. Brot in Würfel schneiden und im heißen Olivenöl knusprig braten. Zitronensaft darüber träufeln, dann Petersilie und Zitronenschaledarüber streuen und alles vermischen.
:: Spargelschlauch aus dem Ofen nehmen und vorsichtig öffnen – Dampf-Alarm! Auf einer Platte anrichten, die im Schlauch verbliebene Flüssigkeit dazugießen und mit Botwürfeln servieren.
 

Dienstag, 6. März 2012

Salat mit Granatapfel, Pinienkernen und Gorgonzola

Kennt Ihr schon StumbleUpon.com? Ja? Und warum hat mir dann noch niemand davon erzählt? Da tun sich ja ganz neue Welten auf für mich! Ich dachte, ich hätte die „Szene“ mit Bloglovin‘, Facebook, Pinterest & Co. so halbwegs im Überblick, und dann kommt das. Ich stumble jetzt über Blog upon Blog, über Idee upon Idee, über Inspiration upon Inspiration. Irre. Und immer wenn ich denke, wow, das gibt’s doch gar nicht, das geht ja gar nicht mehr besser, denke ich beim nächsten Klick auf „Stumble!“ wowwowwow, wie toll ist DAS denn? Nein, guck mal an! etc.

Gut, dass ich das jetzt kenne. Sonst wäre meine (eh schon etwas längere) Blogleseliste nicht nur um mindestens 37 Blogs kürzer, ich wäre auch nie auf dem Blog „The Italian Dish“ gelandet. Das wäre ziemlich schade gewesen! Außer einer Fülle von Bildern, die das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen, schönen Rezepten und netten Stories gibt es auch eine Reihe toller Tipps, unter anderem diese Knüller-Methode, wie man Granatäpfel ohne Gemetzel und blutrote Hinterlassenschaften an Händen und Wänden zerlegt und entkernt. Nämlich so: Eine Schüssel halbhoch mit kaltem Wasser füllen. Mit einem scharfen, großen Messer den Granatapfel köpfen und 4 Präzisionsschnitte an den Seiten setzen, so tief, dass man an die Kerne vordringt. Dann alles in die Schüssel transferieren und dort im Tauchgang den Granatapfel aufbrechen und die Kerne aus dem (wie heißt das??) weißen Zeug heraustrennen. Die Kerne werden dabei nach unten auf den Boden sinken, alles andere wird an die Oberfläche steigen, von der man es nur noch runtersammeln muss. Easy-peasy, oder? Und wie gemacht für den Farbkick im Salat.

So langsam habe ich das ganze Wintergemüse wirklich satt. Zwar ist Soulfood bei nieseligem Grau das Beste, was einem passieren kann, aber ich möchte auch wieder frisches Grün sehen, frische Sachen essen, den Frühling auf der Gabel haben! Der Salat ist schon mal ein erster Vorgeschmack, zwar hat er noch Winternoten durch Spinat und Feldsalat und ist dank Gorgonzola etwas gehaltvoller, aber die säuerlichen Omma-Schmidt-Apfelscheiben und die fruchtigen Granatapfelkerne peppen das ganze ordentlich auf. Von all dem Guten aus den granatroten Kernchen ganz zu schweigen.
Also ein rundum guter Fund, dieser neue Blog.
Ich geh jetzt mal weiterstolpern!

Salat mit Granatapfel, Pinienkernen und Gorgonzola

Für 1 größere Schale – adaptierbar für jede Größe.

1 Granatapfel
1 Handvoll Pinienkerne (ca. 20g)
1 Schüssel voll gemischte Salatblätter (bei mir: Frisee, Römerherzen, Spinat, Feldsalat)
1 Granny Smith
100g Gorgonzola (am besten ein nicht ganz so reif-cremiger)
1 EL Apfelessig oder weißer Balsamico
1 TL flüssiger Honig
4 EL Pflanzenöl (bei mir: Olive und Raps gemischt und ein winziger Spritzer Haselnussöl)
Salz, Pfeffer

:: Zunächst den Granatapfel wie oben beschrieben entkernen. Die roten Kerne in einem Sieb abtropfen lassen.
:: Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, in ein Schälchen füllen und abkühlen lassen.
:: Salat waschen und trockenschleudern.
:: Für das Salatdressing Essig und Honig vermischen, dann salzen und pfeffern und mit Öl aufschlagen.
:: Kurz vor dem Servieren den Apfel in feine Stifte schneiden und den Gorgonzola zerbröckeln oder kleinschneiden.
:: Salatblätter mit dem Dressing vermischen, auf eine Servierplatte geben und dann mit Granatapfelkernen, gerösteten Pinienkernen, Apfelstiften und Gorgonzolastückchen bestreuen. Etwas schwarzen Pfeffer frisch darüber mahlen und dann zusammen mit Brot genießen.