Kategorie-Archiv: braucht Zeit

Mittwoch, 31. August 2016

Ein erfrischendes Green-Smoothie-Sorbet für den Sommer-Endspurt

Die beste Anschaffung des Sommers 2016? Eine Eismaschine (Amazon Affiliate Link). Keine große Maschine, denn einerseits habe ich leider keinen Platz für eine leistungsstarke Kompressormaschine, und zum anderen wollte ich ins Eis-Business quasi erst mal hineinschnuppern. Und was soll ich sagen? Das Ding läuft gefühlt jeden zweiten Tag. Frozen Yoghurt, Erdbeereis, klassisches Vanille- oder Schokoeis, aber auch viele Sorbets waren in den letzten Monaten Standard-Desserts. So viel besser als gekauftes Eis! Ich weiß, was drin ist – und ich kann vor allem bestimmen, was in mein Eis kommt.
Die Eistheke im Supermarkt ist aber immer noch wichtig. Immerhin gibt es da großartige Inspirationen; auf manche Kombi wäre ich vielleicht gar nicht gekommen. Man stelle sich also folgendes Szenario vor: Frau, 37, schiebt Einkaufswagen unverdächtig durch Tiefkühlabteilung. Öffnet eine Tür, nimmt eine Packung Tiefkühlblaubeeren heraus. Schlendert weiter. Bleibt abrupt stehen. Zückt blitzartig Smartphone. Reißt weitere Tür auf. Macht schnell Fotos. Schlägt Tür wieder zu. Guckt unschuldig. Schiebt weiter und grinst vor sich hin. Geht nach Hause, macht einen grünen Smoothie – und gießt ihn in die Eismaschine.
(Danke an Das Eis für die Inspiration!)
Green Smoothie Sorbet Weiterlesen

 

Freitag, 29. Januar 2016

(See-)Lachs-Kebaps zum Fischfreitag

Als Nordlicht ist es quasi Pflicht, beim Braten der Fisch-Kebaps folgende Zeilen aus Nordisch by Nature vor sich hinzu… ääh… sprechen:

“Samstag Abend – ‘n Kööm und ‘n kühles Blondes
und auf die Schnelle noch ne Fischfrikadelle”

Ist es Samstag? Nein!
Gehen die Fischklopse mal eben auf die Schnelle? Das nicht.
Aber macht das was? Überhaupt nichts! Sie lassen sich nämlich super vorbereiten.

Wie immer konnte ich es nicht lassen und habe das Rezept aus der aktuellen EDEKA “Mit Liebe” ein bisschen verändert. Da beim ersten Fisch-Kebap-Essen alle zwölf Frikadellen in Nullkommanix vertilgt waren, habe ich die Menge erweitert und dem Seelachs noch Wildlachs hinzugefügt. Was soll ich sagen – ich hätte auch die doppelte Menge machen können. Weggeatmet.
Dass das Rote-Bete-Hummus dazu ganz fein sein würde, habe ich nicht bezweifelt. Dem  empfohlenen Krautsalat mit Walnüssen stand ich schon eher skeptisch gegenüber und habe lieber noch zusätzlich einen Gurkensalat gehobelt. Zur Sicherheit, kennt man ja. Aber was soll ich sagen: Der Krautsalat war der Knüller und passte perfekt.

So, und jetzt: “yo hier kommt Disco, Samstag Nacht wie bei John Travolta, holterdipolter!” Schönes Wochenende Euch allen!

Fisch_Kebaps_Rote_Bete_Hummus_Krautsalat

Fisch-Kebaps mit Seelachs und Wildlachs

ergibt: 12 Stück
Dauer: ca. 1,5 Stunden

FÜR DIE FISCH-KEBAPS:
300g Seelachs (TK-Fisch aufgetaut)
100g (Wild-)Lachs (TK-Fisch aufgetaut)
1 große rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
4 Stängel Petersilie
1 knapper TL Salz
1 TL gem. Kreuzkümmel
1/2 TL gem. Paprika (edelsüß oder scharf)
Pfeffer
1 Ei
30g Semmelbrösel + evtl. mehr zum Wenden
1 unbehandelte Bio-Zitrone (hier brauchen wir nur etwas Schale)
Öl und Butter zum Braten

FÜR DAS ROTE-BETE-HUMMUS:
100g gegarte Rote Bete
100g gekochte Kichererbsen
1 Knoblauchzehe
1 EL Tahini
1 EL Zitronensaft (Zitrone von oben)
1 TL gem. Kreuzkümmel
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

FÜR DEN KRAUTSALAT
1/2 Spitzkohl (ca. 250 g)
2 Stängel Petersilie
2 Stängel Dill
1 Handvoll Walnüsse
2 EL Olivenöl
1 EL Reissirup
1/2 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer

:: Für die Kebaps die Fischfilets waschen und trockentupfen, dann in der Küchenmaschine nicht zu fein hacken. Ohne Küchenmaschine: Die Filets mit einem ordentlich scharfen Messer sehr klein schneiden.

:: Zwiebel und Knoblauch pellen und fein hacken. Petersilie waschen und trocknen, ebenfalls fein hacken. Zusammen mit den zerkleinerten Fischfilets, den Gewürzen, Ei und Semmelbrösel in eine große Schüssel füllen. Die Zitrone heiß abspülen und etwa die Hälfte der Schale abreiben. Zu den anderen Kebap-Zutaten geben. Großzügig pfeffer und dann alles gut verkneten. Mit angefeuchteten Händen 12 Frikadellen oder Kebaps formen und auf einen großen Teller oder eine Platte legen. Abdecken und im Kühlschrank ca. 1 Stunde ziehen lassen.

:: Währenddessen das Hummus vorbereiten: Rote Bete würfeln und die Kichererbsen kalt abspülen. Knoblauchzehe pellen und grob hacken. Alles zusammen mit Tahini, Zitronensaft und Kreuzkümmel in der Küchenmaschine oder mit dem Pürierstab zu einer sämigen Masse pürieren. Olivenöl unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ebenfalls ziehen lassen.

:: Die Spitzkohl-Hälfte noch einmal halbieren und den Strunk entfernen. Den Kohl in feine Streifen schneiden. Petersilie und Dill waschen, trocknen und fein hacken. Die Walnüsse in einer heißen Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie duften. Dann kurz abkühlen lassen und grob zerkleinern. Kohl und Kräuter mischen, die Walnüsse darauf geben. Reisessig, Zitronensaft und Olivenöl verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wichtig: Den Salat erst kurz vor dem Servieren mit dem Dressing mischen, sonst werden die Kohlstreifen matschig.

:: Die durchgezogenen Kepabs aus dem Kühlschrank nehmen. Wer sie besonders knusprig mag, wendet sie noch mal in extra-Semmelbröseln. In einer großen Pfanne etwas Olivenöl und einen Stich Butter erhitzen und die Kebaps darin von beiden Seiten knusprig braten.
Als weniger geruchsintensive Alternative zum Braten ein Backblech (oder so ein amerikanisches “Cookie baking sheet”) bei 180°C Ober-/Unterhitze aufheizen und ein paar EL Olivenöl darin erhitzen. Die Kepabs auf das Blech legen und in etwa 15 Minuten knusprig braten bzw. backen. Nach der Hälfte der Zeit wenden.

:: Hummus ggf. mit Gewürzen, Zitronensaft oder Olivenöl abschmecken. Krautsalat mit dem Dressing mischen. Beides zusammen mit den Fisch-Kebaps servieren. Dazu passt ein rustikales Brot und zusätzlich auch ein klassischer Gurkensalat.

 

Donnerstag, 10. September 2015

Rosmarin-Meersalz-Rosenbrot

So war der Plan: Das Brot backen, für diesen Blogpost fotografieren, dann gut verpacken und einfrieren. Als schnell aufzubackenden Antipasti-Begleiter, beispielsweise. Oder wenn Besuch vor der Tür steht. Für Gelegenheiten eben, bei denen so ein wunderbar weiches, aromatisch-salziges Brot, das man bequem auseinanderzupfen kann, gelegen kommt.
So war die Realität: Brot gebacken. Zusammen mit den Tomaten fotografiert. Die Tomaten gegessen. Ein Stückchen Brot abgezupft und dazu gegessen. Noch eins. Noch eins. (Es war noch lauwarm, was soll ich da zu meiner Verteidigung vorbringen?) Mit einem weiteren Stückchen den Tomatensaft, das Olivenöl und die letzten Fetakrümel aufgewischt. Und dann noch eins zum Abschluss. Und jetzt ist gar nichts mehr da, denn der Rest verschwand über den Lauf des Tages, das letzte Drittel inhalierte der Lieblingsgrieche förmlich.

Plan B: noch mal backen, diesmal gleich zwei Stück. Und dann eins einfrieren (diesmal bestimmt!), für die Gelegenheiten, an denen besagtes weiche, aromatisch salzige Brot gelegen kommt.

Rosmarin_Meersalz_Rosenbrot_Zupfbrot

Weiterlesen

 

Donnerstag, 20. August 2015

Noch mehr Kuchenmüsli: Carrot Cake Overnight Oats

Morgens abwechslungsreich zu frühstücken, macht Spaß und ein bisschen süchtig, immer nach dem Motto: Hui – was kann ich denn heute ausprobieren? Noch mal die leckeren Banana Bread Oats? Oder eher Avocado-Toast mit oder ohne pochiertem Ei? Oder Joghurt mit Nüssen und Beeren? Oder, wie heute: Müsli, das an Möhrenkuchen erinnert? Das Frühstücksglück könnte so schön sein, wenn da nicht der morgendliche Zeitmangel wäre. Lieber noch zehn Minuten schlafen als schon am Herd zu stehen, wobei das bei einem Hardcore-Foodie ja fast gleichwertig ist. Anyways – da kommen natürlich die smarten Overnight Oats* ins Spiel: Abends fünf Minuten Arbeit und dann ab damit in den Kühlschrank. Wobei genau da bei mir das Problem liegt: Ich mag morgens keine kalten Oats, und besonders wenn es draußen noch dunkel und üsselig ist, möchte ich ein wohlig-warmes Gefühl im Bauch haben. In die Mikrowelle stellen? Scheitert an der Nichtexistenz eines entsprechenden Gerätes in unserem Haushalt. Noch mal auf dem Herd erwärmen? Zu umständlich, zu viele Arbeitsschritte, zu viel schmutziges Geschirr. Meine Lösung: Ich gieße morgens noch mal eine kleine Menge heißes Wasser auf die Flocken und lasse es kurz stehen. Das Wasser wird ja sowieso gekocht, da Kaffee morgens bei uns handgefiltert wird. Dadurch wird mein Müsli zum einen schön warm und zum anderen lockert die Konsistenz noch einmal auf. Und so sind Kaffee und Müsli gleichzeitig fertig. Perfektes Frühstücksglück inklusive zehn Minuten Mehr-Schlaf!

*Gibt es für Overnight Oats ein gutes deutsches Wort? Birchermüsli ist es ja nun wirklich nicht, und “Übernacht-Haferflocken”… naja.

Carrot Cake Overnight Oats Weiterlesen

 

Donnerstag, 13. August 2015

Zucchini-Lasagne: Low Carb und Veggie für die sommerliche Zucchinischwemme

Hätten wir Zucchinipflanzen, würden diese aktuell sicherlich auf Höchstleistung produzieren. Wir haben allerdings nur Tomaten in unserem rand-urbanen Garten. Ihre Leistung ist auch recht beachtlich, und es wäre so schön, wenn die Früchte die Chance bekämen, rot und reif geernet zu werden. Ich habe aber meine begründeten Zweifel, denn aktuell höre ich mich mehrfach täglich rufen: “Neeeein! Nicht die grünen Tomaten essen! Spuck das bitte sofort aus!”, kombiniert mit der Bewegung der auffordernd unter den Kindermund gestreckten Handfläche. Die Mütter wissen, was ich meine. Die Väter sicher auch.
Am hier vorliegenden Zucchini-Überfluss bin ich selbst Schuld, ich habe schlicht zu beherzt zugegriffen im Gemüseregal. Ich möchte fast wetten, dass ich zu dem Zeitpunkt irgendeine granatenmäßige Idee zur Verwendung hatte, aber wieder daheim war die Idee irgendwie… verschwunden. AWOL. Die Rettung aller Ideenlosen, Pinterest nämlich, schlug mir Low Carb Zucchini-Lasage vor. Halleluja! Wenn ich schon keinen Plan habe, dann hat ihn wenigstens jemand anders.

Nach zweimaligem Kochen (Backen?) dieser schlanken und unheimlich köstlichen Gemüselasagne weiß ich jetzt auch, warum ich im Internet kein Bild vom Anschnitt der Lasagne finden konnte: Es ist ein Gemetzel. Manche Dinge bleiben eben einfach lieber unveröffentlicht.

Low Carb Zucchini-Lasagne

Weiterlesen

 

Montag, 26. Januar 2015

Falls Ihr noch einen Kürbis herumliegen habt: Die Dreifach-Kürbis-Quiche namens “Hilda” wäre eine Lösung

Die Kürbiszeit ist eigentlich seit geraumer Zeit vorbei, aber sowohl auf dem Markt als auch im Supermarkt liegen vor allem noch jede Menge Hokkaidos umher. Außerdem halten die Dinger unangeschnitten ja auch eine Weile. Also falls Ihr auch außer-saisonal noch Lust auf etwas Kürbissiges habt, hier wäre ein Vorschlag.
Um die Wahrheit zu sagen, ist obiger Absatz einfach nur eine Begründung Ausrede dafür, dass ich das Rezept und Foto schon so lange in der Warteschleife habe und aus bekannten Gründen *ähem* noch nicht veröffentlicht habe.

Kürbisquiche

Weiterlesen

 

Sonntag, 26. Januar 2014

Ich back’s mir mit Claretti: Zimtschnecken-Rolle

Heute startet Clarettis monatliche “Ich back’s mir”-Aktion in die erste Runde. Das Motto könnte nicht besser zum Wetter passen: Alles, was mit Zimtschnecken zu tun hat. Klar schmecken die auch im Frühling, im Hochsommer und im Herbst, aber wenn draußen Schnee liegt und es klirrekalt ist, macht ein würziges, womöglich noch leicht warmes Hefeteilchen erst so richtig Vergnügen. Einen großen Kaffee, Tee oder Kakao dazu, die Wolldecke und ein Buch – Sonntagsglück, dein Name sei Zimtschnecke.

Zimtrolle_Zupfbrot

Weiterlesen

 

Donnerstag, 7. November 2013

Heute findet Ihr mich bei Lunch For One mit einem Soulfood-Schmorgericht für den Herbst

Heute koche und esse ich auswärts.
Tina, deren Reisehunger mindestens genauso groß ist wie ihr Appetit auf gutes Essen, erkundet für mich (also, fast…) meine Traumdestination Neuseeland. Damit sie sich trotz grauem Herbstwetter wieder auf’s Heimkommen freuen kann, hat sie einige Foodblogger gebeten, ihr die Rückkehr mit gutem Essen zu versüßen, mit Gerichten, auf die sie sich freuen kann.

Ich freue mich, dabei zu sein, und so habe ich für Tina den Ofen angeworfen und ihr ein herbstliches Schmorgericht mitgebracht, in dem Rinderbeinscheiben in viel Gemüse und noch viel mehr Rotwein baden, bis sie weich und aromatisch sind. Den Duft, der dem Schmortopf entweicht, möchte ich am liebsten in Flaschen abfüllen…

Schaut hier: Geschmorte Beinscheiben für Tina von Lunch For One.

Geschmorte Beinscheiben in Rotwein

 

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Warum es hier in letzter Zeit relativ ruhig ist – und “Entschädigung” in Kuchenform: Kleine Chocolate Espresso Cheesecakes

Seit dem Sommer habe ich nicht so wirklich Tritt gefunden mit dem Bloggen und war immer ganz erleichtert und froh, wenn ich es wenigstens auf einen Beitrag pro Woche geschafft hatte. Das Sommerloch kam natürlich ganz gelegen als Ausrede, wer hat schon Lust auf Schmorbraten, wenn man selbst bei 35 Grad im Schatten schmort? Aber das Sommerloch ist nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte ist: Die Zeiten stehen auf Veränderung im Hause K, denn wir bekommen Zuwachs! Nun ja, im Moment habe eher ich den Zuwachs, mittlerweile lässt auch die weiteste Jeans die kleine Bauchkugel nicht mehr verschwinden und die Haargummi-Methode zur Hosenbund-Erweiterung reicht auch nicht mehr aus… Während wir uns gleichzeitig wie Bolle freuen auf den Zwerg, bedeutete das für mich erstmal eine ziemliche Umstellung, nicht zuletzt als Foodblogger.

Chocolate Espresso Cheesecakes im Weckglas

Weiterlesen

 

Donnerstag, 22. August 2013

Ob Sommer, ob Winter, Pizza geht immer: Auberginen-”Pizza” mit Ziegenkäse

Dass ich Euch dieses Rezept bislang vorenthalten habe, hat einen einzigen Grund: mir war schlicht das Rezept abhanden gekommen. Die Bilder schlummern seit Monaten in meinem Ordner und waren schon mehrfach an der Reihe, endlich gepostet zu werden, aber offenbar hatte ich in einem Anfall von “ich räume JETZT diesen Zeitschriftenstapel hier auf!” auch die entsprechende Ausgabe der SAVEURS entsorgt, ohne das Rezept vorher zu entnehmen und im Rezepteordner zu bergen.

Auberginenpizza mit Ziegenkäse

Weiterlesen