Archiv der Kategorie: Brot

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Mein Adventskalendertürchen bei Kids, Cooks & Compost: Christopsomo, das griechische Weihnachtsbrot

Weihnachtet es bei Euch schon? Hier kommt so ganz langsam und leise die Weihnachtsstimmung herbei, wir basteln Sterne und Leuchten, gehen auf den Weihnachtsmarkt und backen Plätzchen. Mit dem kleinen Weihnachtsmann entdecken auch wir als Eltern unsere Traditionen wieder neu.

A propos Weihnachtstradition: zu dieser gehört ja vor allem das ganze Thema Essen. Von der Geschenk-Frage abgesehen, bewegt kaum etwas die Gemüter so sehr wie die Frage, was an Heiligabend und den Feiertagen auf den Tisch kommen soll. Das Gleiche wie immer, weil es doch dazu gehört? Oder mal etwas anderes wagen?
Falls Ihr eher dem „Was Neues, was Neues!“-Lager angehört, schließt doch dieses Jahr das griechische Weihnachtsbrot Christopsomo in Eure Backpläne ein: Weich, leicht süß und weihnachtlich gewürzt wird es traditionell vom Familienoberhaupt verteilt, nachdem allen Familienmitgliedern und Gästen ein frohes Weihnachtsfest gewünscht wurde: Καλά Χριστούγεννα – Kala Christouyenna – Frohe Weihnachten!

Das Rezept gibt es im Adventskalender von Kids, Cooks & Compost!

Christopsomo_griechisches_Weihnachtsbrot

 

Donnerstag, 5. November 2015

Herzhafte Dinkel-Buttermilch-Muffins: Zum Frühstück, als Beilage, als Snack…

Mmmmhhh, Frühstück! Besonders am Wochenende meine liebste Mahlzeit. Allein der Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee… Und dazu, klassisch Brötchen? Meistens schon. Aber manchmal, wenn das Wetter allzu gruselig ist, um vor die Tür zu gehen, oder aber der kleine Mensch schon vor Tau und Tag Party machen will und dazu dringend weitere Party People braucht (sprich: Muddi, ungekämmt, müde, mit Schlafsand zwischen den Wimpern), dann schmeißen wir den Backofen an und machen den Kühlschrank auf, um ganz schnell entweder Quarkbrötchen oder aber in letzter Zeit verstärkt Frühstücksmuffins mit Dinkelmehl und Buttermilch zu backen. Das Prinzip ist ähnlich, der Vorteil ist, dass man nicht kneten muss, da alles locker mit dem Löffel zusammen gerührt wird. Während die Muffins dann im Ofen backen, läuft der Kaffee durch, wir bestaunen durch das Ofenfenster die Berge, die da plötzlich aus dem Teig wachsen – und so langsam kommt auch Leben in die müden Geister.

Falls (und ich sage ausdrücklich falls) noch Muffins übrig bleiben, sind sie perfekte Begleiter zu Suppe und Salat – oder eben als kleiner Snack zwischendurch.

Herzhafte Dinkel-Buttermilch-Muffins // www.katharinakocht.comDinkel-Butternilch-Muffins //  www.katharinakocht.com

 

Dinkel-Buttermilch-Muffins

Mein Grundrezept sieht als Hauptzutaten Dinkelmehl und Buttermilch vor, aber nach Lust und Laune können auch noch 1-2 TL Pesto, eine Handvoll geriebener Käse, getrocknete Kräuter o.ä.  hinzugefügt werden. Ich überbacke die Muffins gern mit geriebenem Käse oder mit etwas Polenta.
Wichtig: Die Buttermilch im Teig benötigt wirklich Natron, damit die Muffins gut aufgehen. Mit Backpulver wird das Ergebnis nicht so fluffig und locker.

Dauer: 30 Minuten
Ergibt 6 Muffins
Originalrezept von Martha Greber, via Katies Kitchen Journal (beides großartige, großartige Blogs)

150g Dinkelmehl, entweder Vollkorn oder 1050er
1/2 TL Natron
1/2 TL Salz
150ml Buttermilch
2 EL Olivenöl
1 Ei
Polenta oder 2-3 EL geriebener Käse zum Bestreuen (optional)

:: Backofen auf 180°C vorheizen. 6 Muffinförmchen einfetten.

:: Mehl, Natron und Salz in einer Rührschüssel mischen. Buttermilch, Olivenöl und Ei verschlagen, dann zur Mehlmischung gießen und mit dem Löffel unterrühren, bis alles gerade eben vermischt ist. Kleinere Mehlnester sind OK.

:: Den Teig in die gefetteten Muffinförmchen füllen und nach Belieben mit geriebenem Käse oder Polenta bestreuen. Etwa 20 Minuten backen, dann herausnehmen und auskühlen lassen.

 

Donnerstag, 10. September 2015

Rosmarin-Meersalz-Rosenbrot

So war der Plan: Das Brot backen, für diesen Blogpost fotografieren, dann gut verpacken und einfrieren. Als schnell aufzubackenden Antipasti-Begleiter, beispielsweise. Oder wenn Besuch vor der Tür steht. Für Gelegenheiten eben, bei denen so ein wunderbar weiches, aromatisch-salziges Brot, das man bequem auseinanderzupfen kann, gelegen kommt.
So war die Realität: Brot gebacken. Zusammen mit den Tomaten fotografiert. Die Tomaten gegessen. Ein Stückchen Brot abgezupft und dazu gegessen. Noch eins. Noch eins. (Es war noch lauwarm, was soll ich da zu meiner Verteidigung vorbringen?) Mit einem weiteren Stückchen den Tomatensaft, das Olivenöl und die letzten Fetakrümel aufgewischt. Und dann noch eins zum Abschluss. Und jetzt ist gar nichts mehr da, denn der Rest verschwand über den Lauf des Tages, das letzte Drittel inhalierte der Lieblingsgrieche förmlich.

Plan B: noch mal backen, diesmal gleich zwei Stück. Und dann eins einfrieren (diesmal bestimmt!), für die Gelegenheiten, an denen besagtes weiche, aromatisch salzige Brot gelegen kommt.

Rosmarin_Meersalz_Rosenbrot_Zupfbrot

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Mittwoch, 19. Februar 2014

Monas großartiges Quarkbrot – oder: „With a little help from my blogger friends“

Neulich, am späteren Vormittag im Hause K:

Der Gatte: „Du, Spatzl, also… könntest Du beim Einkaufen vielleicht nicht mehr Quark, sondern lieber Joghurt mitbringen? Irgendwie mag ich keinen Quark mehr.“
Ich: „Huh? Was ist los? Du bist doch sonst der Quark-Enthusiast?“
(Der Kühlschrank, wenn er reden könnte: „Ich habe noch zweieinhalb Kilo Quark in meinem Inneren.“)
Der Gatte: „Ja, weiß auch nicht… schmeckt mir irgendwie nicht mehr.“
Ich: „Hm, klar, dann eben Joghurt. Soll mir nur recht sein.“ (Die bis dahin existente Leidenschaft des Mannes für puren Quark habe ich eh nie so recht teilen können.)

So weit, so gut, nur – was sollte ich jetzt mit den erwähnten zweieinhalb verbleibenden Kilo Quark anfangen? Quarkbrot

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Dienstag, 4. Februar 2014

Zwiebel-Bier-Brot (aus dem Topf – the latest craze!)

Beim Brotbacken, auch wenn das Maschinchen den Hauptteil erledigt, kann man ganz wunderbar entspannen und philosophieren. Ich denke beim Brotbacken paradoxerweise gern mal über Low Carb oder Paleo nach. Nicht, dass ich beiden Ernährungs-Philosophien nicht das ein oder andere abgewinnen könnte, so per se – nur im Moment entlocken sie mir ein lediglich schiefes Grinsen von der Sorte „pffffffffft“. Ich rede hier immerhin von mir, dem Dauerhungermuttertier! Nein, im Ernst, Low Carb ließe mich momentan, in Woche 38 vom Zustand „Knirps inside“, extrem hungrig zurück. Also Brot! Brot rules!

Zwiebel-Bier-Brot

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Freitag, 13. Dezember 2013

Mecklenburger Götterspeise: Ein entstaubter Klassiker aus meiner Kindheit

Das folgende Gespräch fand in etwa so im Jahr 2010 statt. Am Telefon. Mit meiner Oma. Wie heißt es immer in den Fernseh-Reportagen? „Gedächtnis-Protokoll“. Und es steht quasi stellvertretend für so ziemlich alle Rezept- und Kochunterhaltungen, die ich je mit meiner Oma geführt habe – sie könnten auch alle unter der Rubrik „Maßangaben sind was für Feiglinge“ aufgeführt werden. Nur beim Backen, da war sie sehr genau. Allerdings konnte sie auch aus der Hand geschüttelt 100 Gramm Butter abstechen und 200 Gramm Mehl quasi blind abwiegen. Mecklenburger Götterspeise

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Dienstag, 5. November 2013

Rote-Bete-Burger mit Spinat und Avocado-Sauce

Meine Obsession Faszination für die Kombination „Rote Bete und Spinat“ hat sich seit dem Salat nicht gelegt. Überhaupt die für Rote Bete. Vielleicht sollte ich das in meiner persönlichen Spalte der „kulinarischen Absonderlichkeiten während der Schwangerschaft“ ablegen. Nun, ich schätze, das ist besser als die Klassiker wie Gewürzgurken mit Nutella. (A propos Nutella, erinnert mich daran, dass ich das neueste zuckerfreie Nutelle-Rezept blogge!)

Rote-Bete-Burger mit Spinat und Avocado-Sauce

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Montag, 28. Oktober 2013

It’s Pumpkin Everything Time: Kürbis-Scones mit Thymian und Parmesan

Ich hab da was Neues… Einen neuen Button, nämlich. Schaut mal rechts, unter „Aufgereiht“. Ab sofort gibt es auch endlich eine Kategorie für Brot und Brötchen. Dazu gibt es nämlich einige Rezepte hier im Blog, doch deren Kategorisierung ist mir bislang immer schwer gefallen: sie sind nicht Vorspeise, aber auch (meist) nicht Hauptgericht, zwar zuckerfrei, aber kein Kuchen… hm. Also hat mir die liebe Martina flugs einen neuen Button kreiert, et voilà – je vous présente „Brot & Brötchen“.

Kuerbisscones mit Parmesan Thymian

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Mittwoch, 8. Mai 2013

San Francisco Sourdough Bread

Die Inspiration schlägt manchmal an interessanten Orten zu. Diesmal bei Twitter. Dort zwitscherte Sandy vor ein paar Wochen ein Bild via Instagram von einem San Francisco Sourdough Bread, und in meinem Hirn fing es an zu rattern. Der Name klang bekannt – irgendwo hatte ich das schon mal gesehen. Relativ schnell fiel mir auch wieder ein, wo: Im Buch „Brot genießen“, das ich zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte. Da es Weizensauerteig verlangte, ich aber nur eine innige wöchentliche Beziehung zu einem Roggensauerteig pflege, war das auf „später irgendwann mal“ in die hinterste Ecke geschoben worden, drängte nun aber mit aller Macht nach vorn.
Tatsächlich ließ sich der Sauerteig ohne weiteres auch mit anderem Mehl füttern, und so stand einem krustig-krachendem Brotgenuss nichts mehr im Weg.

San Francisco Sourdough Bread helles Sauerteigbrot aus Dinkelmehl mit selbstgemachter Butter

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Donnerstag, 20. Dezember 2012

Baby, It’s Cold Outside! Gewürzbrot für die weihnachtliche Käseplatte & meine Weihnachts-Playlist

Dem ungeduldigen Foodblogger winkt Food-Foto-Pech (FFP). Auch die Missachtung der guten alten Regel „keine Experimente, wenn’s drauf ankommt“ hat gern FFP zur Folge. Teilschuld trägt diesmal aber auch die Jahreszeit und die damit bedingte Knappheit an gutem, nutzbarem Tageslicht. 
Es trug sich nämlich zu, dass ich am vergangenen Wochenende ein wunderbar aromatisches Gewürzbrot buk, das pur köstlich schmeckte, aber in Kombination mit Käse, vor allem Blauschimmelkäse oder reifem Brie, eine wahre Gaumenfreude wurde. (Wenn man zum Kühlschrank läuft und die Gabel enthusiastisch in den Inhalt des Sauerkraut-Glases sticht, heißt das entweder, dass man guter Hoffnung ist – oder dass man dringend geschmacklich dagegen ankämpfen muss, sich auch noch den Rest des Gewürzbrots einzuverleiben. Nur um zu verdeutlichen, wie köstlich das Backwerk war. Und ja, ich weiß: Zähneputzen soll den gleichen Effekt haben. Das mit dem Sauerkraut ist Foodblogger-Logik.)
Gewürzbrot/Pain d'épices auf www.katharinakocht.com

Freude zu teilen, vervielfacht sie, heißt es. Bloggen ist Teilen. Doch kein Post ohne Bild – und dieses erste Pain d’épices war fast aufgegessen, die Reste nicht mehr wirklich zum Bloggen verwertbar. Da kommt jetzt der Teil mit dem Experiment: Statt auf die bewährte Guglform zu setzen, versuchte ich mich beim Wiederholungsbacken an der gusseisernen Pfanne. Und dann, um besagtes, per se schon nicht sonderlich üppig vorhandenes Dezemberlicht nutzen zu können, habe ich das Brot viel zu früh angeschnitten, es hatte sich noch in keinster Weise setzen können, ruhen, an Kompaktheit gewinnen. Krümel-Dreiecke statt samtiger Scheiben. Fluchen beim Fotografieren. Klassisches FFP-Dilemma.

Gewürzbrot/Pain d'épices auf www.katharinakocht.com
Für dieses Jahr ist’s zu spät, aber im nächsten Jahr kommt Beleuchtungsequipment auf den Brief an den Weihnachtsmann, um weiteres winterliches FFP zu verhindern. Ich schicke dem Weihnachtsmann auch gern ein Mixtape mit, damit bewies man sich in meiner Teenager-Zeit unzerbrechliche Freundschaft oder unsterbliche Liebe. Heute, wir sind ja sowas von 2012, gibt’s ein digitales Mixtape, Santa hat wahrscheinlich auch gar keinen Platz in seinem Schlitten für einen dicken Ghettoblaster, und sein Smartphone kommt mit neumodischem Kram wie Spotify garantiert auch viel besser klar.

Meinen persönlichen Weihnachtsmix könnt ihr hier hören: „Baby, It’s Cold Outside“ enthält viele (amerikanischen) Weihnachtsklassiker, Bing Crosby und Frank singen „Let It Snow!“ ebenso wie Brian Setzer „Run, Rudolph“ boogie-woogiet und Macy Gray im „Winter Wonderland“ spaziert. Auch ein paar meiner liebsten „Weihnachtsperlen“ sind dabei, für „Grandma Got Run Over By A Reindeer“ solltet Ihr Euch unbedingt auch das Video anschauen.
Have a merry little Christmas time!

(Danke an Nora für die Idee mit Spotify. Ihr könnt Euch ganz einfach ein kostenloses Konto anlegen, die Verbindung mit Facebook geht besonders simpel.)
Gewürzbrot/Pain d'épices auf www.katharinakocht.com

Gewürzbrot (Pain d’épices)

Für einen kleinen Guglhupf oder eine kleine Kastenform
Nach Leila Lindholm: Backen mit Leila

Koriander und Kümmel kann man sowohl als ganze Samen oder als gemahlenes Produkt verwenden. Da Koriandersamen recht groß sind, muss man abwägen, wie weit man das mag oder nicht. Falls Ihr unsicher seid, verwendet lieber gemahlenen Koriander. Bei Kümmel ist es ähnlich, ganze Kümmelsamen sind intensiver als gemahlener Kümmel und sind nicht jedermanns Sache.
Die kräftige Note von Fenchel- und Anissamen passt meiner Meinung nach sehr gut. Evtl. könnt Ihr die Samen im Mörser etwas zerstoßen.


75g getrocknete Datteln oder Aprikosen – oder ein Trockenfrüchte-Mix. Die Früchte sollten auf jeden Fall schön fest sein.

2 EL Orangenlikör (alternativ Orangen- oder Apfelsaft)
50g ganze Haselnüsse
50g Kürbiskerne
125g flüssigen Honig oder 150g Reissirup
100ml Schlagsahne
1-2 EL Mandelmus (optional)
1 TL Anissamen
1 TL Fenchelsamen
1 TL Koriandersamen oder 1 Msp gemahlenen Koriander
1 TL gemahlenen Ingwer
1 TL gemahlenen Zimt
1 Msp gemahlenen Kümmel
1 gestr. TL Meersalz 
125g Mehl
2 TL Natron
1 EL (10g) Kakaopulver

:: Die Trockenfrüchte kleinschneiden und in einem Schüsselchen mit dem Orangenlikör übergießen. Einige Stunden oder über Nacht einweichen lassen.

:: Backofen auf 150°C (Umluft 130°C) vorheizen und eine Guglhupfform oder kleine Kastenform ausfetten.

:: Honig oder Reissirup mit Sahne, Mandelmus und den Gewürzen und dem Meersalz in einen mittleren Topf geben und unter Rühren zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und ohne großes Rühren etwa 5 Minuten köcheln lassen, dabei sollte eine leicht dickliche, karamellige Masse entstehen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

:: Währenddessen Haselnüsse und Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten und abkühlen lassen.
:: Mehl mit Natron und Kakao mischen.

:: Zunächst die eingeweichten Trockenfrüchte und die Haselnüsse und Kürbiskerne unter die Honig-Gewürzmasse heben, dann die Mehlmischung unterrühren. Mit dem Holzlöffel verrühren, bis keine Mehlnester mehr vorhanden sind. Dabei entsteht ein recht fester Teig. In die Backform füllen.

:: Etwa 30-40 Minuten backen, die Stäbchenprobe sollte das Gewürzbrot gerade so bestehen. Dann herausnehmen und abkühlen lassen und gut einen Tag ruhen lassen, bevor es angeschnitten wird.