Archiv der Kategorie: Bücher

Freitag, 16. September 2016

„Clean Baking – Natürlich backen“ von Kathrin Runge ist erschienen! (…mit Rezepten auch von mir, whoohoo!))

Es gibt wieder etwas Neues für Euer Bücherregal! Also etwas besonders Tolles, das ich Euch unbedingt ans Herz (und in den Einkaufswagen 😉 ) legen möchte. Und über dessen Neuerscheinung auch ich ganz schön aufgeregt bin…
Trommelwirbel! Das Backbuch „Clean Baking – Natürlich Backen“* von Kathrin Runge ist erschienen!

Ganz klar: Auch wer sich nach den Clean-Eating-Prinzipien ernährt, mag mal einen Kuchen backen. Oder ein süßes Frühstück zubereiten. Oder an leckeren Weihnachtskeksen knabbern. Leider hat Vollwertgebäck immer auch den Ruf, langweilig, pupstrocken und fade zu schmecken. Das muss aber echt nicht sein – und wer wüsste das besser als meine allerliebste Backfee Kathrin Runge, die mit ihrem Mann Jan den tollen Blog „Backen macht glücklich“ betreibt? Kathrin ist Expertin für leckere Backwerke, die mit natürlichen und gesunden Zutaten alle Schleckermäuler glücklich machen.

Und nun ist es da, das schöne „Clean Baking“! Freut Euch auf kleine Muffins und Törtchen, auf großes Kino bei Geburtstagskuchen und üppigen Schokoladen-Kreationen, auf knusprige Kekse und auf allerhand „süßen Kram“.

"Clean Baking: Natürlich backen" von Kathrin Runge

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Freitag, 19. August 2016

Bücher rund um das Thema Zucker und „Zucker-Entwöhnung“ – plus Verlosung!

Als ich 2012 damit begann, mich mit Zucker zu beschäftigen, war die Literatur zu dem Thema äußerst dünn gesät, zumindest auf deutsch. Zum Glück gab es das Internet! Aber auch da: Das meiste spielte sich im anglo-amerikanischen Raum ab, viele Impulse kamen aus Australien. Dabei ist es so hilfreich, einen Leitfaden an der Hand zu haben, oder zumindest ein Buch, dass man dann zur Hand nehmen kann, wenn es einem an Motivation fehlt oder man sich noch mal einzelne Aspekte in Erinnerung rufen möchte.
Zum Glück hat das Thema rund um den Zucker an Fahrt aufgenommen, und so gibt es mittlerweile auch auf dem deutschsprachigen Markt jede Menge Bücher. Ich will nicht behaupten, ich hätte sie alle gelesen, aber eben doch viele davon. Und es ist wie immer: Einige sind prima, andere… nicht. Jeder hat eine etwas andere Zielgruppe, und das ist auch gut so. Das total ideale, perfekte Buch war für mich noch nicht dabei. Da muss ich wohl selbst noch mal ran. 😉

Hier folgt eine Auswahl der Bücher, die ich gern weiterempfehle.
Und, tatatataaa: Da das Thema „Zuckerfrei“ auch in meinem Clean-Eating-Buch vorkommt, stellt mir der TRIAS-Verlag drei Exemplare meines Buchs sowie drei Exemplare von Regina Tödters Buch „Die 50 besten Zuckersucht-Killer“ zur Verfügung, die ich an Euch verlosen darf. Die Teilnahmebedingungen stehen unten!
(Hinweis: Die Verlinkungen sind Amazon Affiliate-Links.)

Buecher zum Thema Zuckerfrei // www.katharinakocht.com Weiterlesen

 

Donnerstag, 14. Januar 2016

Ich über Essen im Allgemeinen, Clean Eating im Besonderen und vor allem mit Bild und Ton: Der Film zum Buch.

Wenn mich jemand fragen sollte, was der anstrengendste Teil am Kochbuchschreiben war, dann muss ich ehrlich sagen: die Korrekturen. (Liebgewonnene) Sätze wieder streichen und Gedanken neu zusammenfassen kenne ich natürlich auch vom Bloggen, aber die Begrenzungen setze ich mir hier ja selbst, wenn überhaupt. Im Buch sieht das natürlich ganz anders aus, da ist die Zeichenanzahl mehr oder weniger festgesetzt – und wenn der schöne Absatz partout zu lang ist, muss die Schere dran. Oder in meinem Fall natürlich die Delete-Taste. Auch die straffe, knappe Formulierung der Zubereitungsschritte bei den Rezepten war etwas, woran ich mich gewöhnen musste. Während ich hier natürlich jeden Messerschnitt einzeln beschreiben und zwischendurch noch ein Witzchen machen kann, ist es im Buch natürlich eine andere Sache. Allerdings muss ich sagen, dass ich dem irgendwann viel abgewinnen konnte und mich jetzt manchmal schwer tue, teilweise überausführlich zu formulieren.

Direkt nach der Korrekturphase kommt auf der „hui, das war anstrengend!“-Skala aber gleich der Film. Zum Glück steht er auf der „ui, das hat Spaß gemacht“-Skala auch ganz oben. TRIAS hat mir nämlich ein Kamerateam vorbei geschickt, und zusammen haben wir einen kleinen Film über Essen im Allgemeinen und Clean Eating im Besonderen gedreht. Gekocht habe ich auch – und ich werde niiieee wieder etwas Lästerliches sagen, wenn im TV Leute scheinbar unkundig Zwiebeln schneiden oder Knoblauch hacken. Das ist gar nicht mal so leicht, wenn das Gemüse in einem bestimmten – kameratauglichen – Winkel geschnitten werden muss. Nach langen Drehstunden waren wir alle ziemlich müde, aber trotz aller Anstrengung hat es echt viel Spaß gemacht und war eine superspannende Erfahrung. Und ich hätte bitte gern IMMER so tolles weiches Licht um mich herum. In Wirklichkeit hatte ich nämlich echt fiese Augenringe an dem Morgen.

So, wollt Ihr es sehen? Ich bin jetzt fast noch nervöser als bei der Ankündigung zum Buch. Weil… das bin ich jetzt ich. In Farbe. Und mit Ton. Huh.

Das Buch selbst sollte (theoretisch) seit heute in den Regalen stehen, allerdings scheint es noch eine Lieferverzögerung zu geben. Naja – Vorfreude, schönste Freude und so. 😉

 

Montag, 12. Oktober 2015

Wochenplan für die KW 42 – und Gedanken zum Thema „Kinderessen“

Wenn Ihr zufällig mein Interview bei Junika vor ein paar Wochen gelesen habt, wisst Ihr ja, dass diese ganze Sache mit dem Wochenplan eigentlich nur deswegen entstanden ist, weil ich aus der Nudeln-mit-Tomatensauce-Falle für LittleC. heraus wollte. (Wenn es nach ihm ginge, könnte er das jeden Tag essen. Mehrfach.) Erst dann hat sich nach und nach ein richtiger Plan mit fast allen Mahlzeiten herausgebildet und ist nun ein fester Bestandteil unserer Woche. Der Wochenplan funktioniert super für uns Große – nur beim Söhnchen ist es immer ein  Glücksspiel. Denn natürlich kommt es immer wieder vor, dass das, was ich geplant und gekocht habe, so gar nicht seinen aktuellen Geschmack trifft. Da wird der Kartoffeltaler wieder aus dem Mund gepult und mir mit einem ablehnenden Geräusch in die Hand gedrückt. Ich übersetze es mit „hier, das kannst du selbst essen!“ Leider kann er sich aber auch noch nicht wirklich ausdrücken, so dass Ratespiele oft an der Tagesordnung sind. („Worauf zeigst du denn? Möchtest du Paprika? Nein? Tomaten? Ja? Doch nicht? Vielleicht die Gurke? Brot?“)

Und nu? Aufgeben ist nicht, denn so bequem die Nudel-Nummer auch wäre, so ungünstig ist sie auch. Gewöhnung und Vorliebe für echtes, gesundes Essen mit natürlichen Lebensmitteln wird in unserer Kindheit geprägt. Klar ändert sich das Geschmacksempfinden bei den Kleinen quasi jeden Tag, was heute der Renner ist, kann mir morgen um die Ohren geworfen werden. That’s (toddler) life! Also mache ich fröhlich weiter, auch wenn die Fröhlichkeit manchmal recht erzwungen ist. Was mir wichtig ist: Dass mein Kind uns Eltern gesunde Sachen essen sieht. Daher gibt es bei unserern Familienmahlzeiten seltenst Fast Food, der Pizzabote würde an uns nicht reich werden. Pommes sind zwar ein festes Ritual beim Schwimmbadbesuch, aber das passiert eben einmal im Monat. Süßes gibt es nur sehr mäßig – er darf es natürlich essen, aber wir haben im Regelfall keine Schokolade daheim.
Vielleicht haben wir da einfach nur Glück, aber ich denke schon, dass das darauf Einfluss hat, dass der Kleine bisher gern Sachen wie Tomaten, Brokkoli oder Möhren und grüne Bohnen isst.

Inspirationen für kindertaugliches (Familien-)Essen ziehe ich mir natürlich hauptsächlich aus dem Netz, Blogs wie eben Junika, Tiny Spoon oder Butterflyfish haben immer wieder schöne Ideen. Auch der leider nicht mehr aktiv befüllte Blog Mein kleiner Gourmet hat Feines für die Kleinen. Die Rezepte der amerikanischen Family Blogs sind mir oft viel zu fleischlastig, außerdem ist gefühlt auf allem Ketchup drauf. Noch so ein Ding, das das Kindlein überhaupt nicht stören würde – die Mama schon. (Fleisch bekommt er übrigens in der Kita recht viel, da braucht es dann abends keins.)
Wirklich gute Kinderkochbücher habe ich bislang kaum gefunden. Entweder sie sind noch nichts für Kinder im Alter von LittleC., oder sie sind so derartig basic, dass ich mir das Geld auch sparen kann. Für Apfelpfannkuchen, geriebenen Möhrensalat oder Kartoffelstampf brauche ich nun wirklich kein Rezept! Empfohlen wurde mir neulich „Lottas Lieblingsessen“*. Und ich habe das neue Buch der Junika-Mamas* fest im Auge.
Habt Ihr tolle Kochbücher, die Ihr empfehlen könnt? Dann immer her damit! 🙂

So, nun aber der Wochenplan für die KW 42 (waaaah! Zweiundvierzig! Das Jahr ist ja fast schon wieder rum!). Alle Links auch auf dem Pinterestboard „Was gibt es diese Woche?“.

Wochenplan_KW42 // www.katharinakocht.com

Zur Vergrößerung auf das Bild klicken.

Montag ist Reste-Tag. Da wir am Wochenende bei meinen Eltern waren und wir großzügig mit restlichem Sonntagsbraten versorgt sind, ist das genug Mittag für den Liebsten und für mich. Das Gyros vom Abend kommt aus dem Tiefkühler – vor einiger Zeit hatte ich eine große Portion Ofen-Gyros zubereitet und die Reste portionsweise eingefroren. Die Zubereitung erfolgte grob nach diesem Rezept.
Der Muffin Tin Monday ist eine Inspiration aus dem Web, und das Kindlein findet das total witzig, wenn sein Essen nicht zusammen auf dem Teller, sondern getrennt in den einzelnen Vertiefungen der Muffinform liegt.
Der Knusperfisch wird ähnlich wie diese Hähnchennuggets in Pesto und Cornflakes gewälzt und dann im Ofen gebacken.
Smashed potatos & avocado cream nach Oh She Glows.
Pilz-Stroganoff ist die vegetarische Variante des Fleischgerichts, dazu gibt es aber profane Semmelknödel, kein Soufflé.
Polenta liebe ich sehr! Hier mit Curry-Gemüse.
Das kalte Wetter ruft wieder förmlich nach Eintöpfen und Chilis – Donnerstag gibt es eine Chili-Variante mit Butternut-Kürbis.
Gerösteter Kürbis mit Spinat, dazu noch Kürbispesto nach einem älteren Rezept vom Blog.
Und dann am Freitag noch eine vegetarisierte Version eines Fleisch-Klassikers: Statt Chicken Tikka Masala gibt es Veggie Tikka Masala mit Süßkartoffeln.
Gebacken wird ein Gewürzkuchen, in dem die zwei übrig gebliebenen Zucchini von letzter Woche verwendet werden.

*Amazon Affiliate Links

 

Donnerstag, 17. September 2015

„Clean Eating – Natürlich kochen“ von Hannah Frey.

Man hat ja so seine Vorbilder und Inspirateure, in der Küche, im Sport, in Sachen Mode und Style. Beim Thema Clean Eating ist es bei mir weniger Tosca Reno, die kanadische „Ikone“ des Clean Eating, sondern eindeutig Hannah Frey, die sich auf ihrem Blog Projekt: Gesund leben mit allen Aspekten dieser Ernährungs- oder vielmehr Lebensweise befasst. Wir ticken in vielen Sachen ganz ähnlich, in einigen Dingen haben wir andere Ansichten, aber uns gemein ist das Interesse an möglichst unverarbeiteter Nahrung und „sauberem“ Essen, das nicht im Dogmatismus verhaftet ist, sondern Spaß macht.
Hannah hat im März ihr erstes Buch veröffentlicht: „Clean Eating – Natürlich kochen“*. Ich habe es mit Spannung erwartet und mein Exemplar sofort unter begeisterten Ausrufen wie „oh, das sieht toll aus!“ oder „hmmmm!“ oder „ach, spannend!“ durchgeblättert. Dass ich erst jetzt dazu komme, eine Rezension für Euch zu schreiben, liegt zum einen am dazwischenkommenden Leben, vor allem aber daran, dass ich immer wieder ein Rezept gefunden habe, was ich unbedingt erst noch probieren wollte, bevor ich mich an eine Rezension mache. Gerade letzte Woche zum Beispiel noch den mediterranen Brotaufstrich mit getrockneten Tomaten. Und dann kommt eins zum anderen – und zack! sind ein paar Monate um. Aber andererseits hat das Buch dadurch einen echten Realitätscheck erfahren, eine Langzeitstudie sozusagen!

Blaubeermuffin-Porridge // Mediterraner Brotaufstrich // Apfelkuchen-Smoothie

Blaubeermuffin-Porridge // Mediterraner Brotaufstrich // Apfelkuchen-Smoothie

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Mittwoch, 8. Mai 2013

San Francisco Sourdough Bread

Die Inspiration schlägt manchmal an interessanten Orten zu. Diesmal bei Twitter. Dort zwitscherte Sandy vor ein paar Wochen ein Bild via Instagram von einem San Francisco Sourdough Bread, und in meinem Hirn fing es an zu rattern. Der Name klang bekannt – irgendwo hatte ich das schon mal gesehen. Relativ schnell fiel mir auch wieder ein, wo: Im Buch „Brot genießen“, das ich zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte. Da es Weizensauerteig verlangte, ich aber nur eine innige wöchentliche Beziehung zu einem Roggensauerteig pflege, war das auf „später irgendwann mal“ in die hinterste Ecke geschoben worden, drängte nun aber mit aller Macht nach vorn.
Tatsächlich ließ sich der Sauerteig ohne weiteres auch mit anderem Mehl füttern, und so stand einem krustig-krachendem Brotgenuss nichts mehr im Weg.

San Francisco Sourdough Bread helles Sauerteigbrot aus Dinkelmehl mit selbstgemachter Butter

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Mittwoch, 21. November 2012

"Wünsch dir was" von Regine Stroner & und ein erstes Rezept daraus: Rote-Bete-Konfitüre

Noch zehn Tage, dann wird aus November Dezember, dann haben Adventskalender Hochkonjunktur und (jippieh!) dann ist meine persönliche Schallmauer erreicht: Die Lebkuchen-Schallmauer. Sie lachen mich seit September an, und seit September tue ich so, als würde ich sie nicht sehen. Aber ha! Am ersten Dezember sind sie mein! Höchstwahrscheinlich sogar selbstgebacken, denn an die habe ich mich erst ein einziges Mal gewagt, vor etwa zehn Jahren – mit ungenießbarem, bröckelhartem Ergebnis. Das soll in diesem Jahr anders werden, und Regine Stroner hilft mir dabei. Sie hat das wunderbare Buch „Wünsch dir was! Geschenke aus der Weihnachtsküche“ geschrieben, das im Kosmos-Verlag erschienen ist. Für alle, die wie ich in der Adventszeit gern und viel in der Küche stehen und am liebsten Selbstgerührtes, -gebackenes oder -gekochtes verschenken, ist das eine tolle Fundgrube für bekannte und nicht ganz alltägliche Rezepte. Und eben auch für Lebkuchen. 🙂

„Wünsch dir was“: ©Martina Görlach /Kosmos Verlag. Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlags.
„Wünsch dir was!“ ist eine kulinarische Reise durch sechs europäische Länder: Durch Deutschland und Frankreich, England und Schweden, durch Italien und Österreich. In Deutschland dreht sich alles um die Klassiker, um Spekulatius, Dominosteine und Lebkuchen, aber der Stollen wird beispielsweise als kleines, gefülltes Stollentörtchen gebacken. In Frankreich wird es fein: Bûche de Noël, Schokoladen-Macarons, mit Lavendel gefüllte Sablés… merveilleux! Über den Ärmelkanal geht es nach England, von dort zeigt Regine Stroner selbstgemachte Teemischungen, Orangenmarmelade mit Datteln und Vanille, Sahne-Toffees oder die berühmten Mince Pies. God Jul in Schweden: mit Lussekatter zum St. Lucia-Tag, Knäckebrot, Glögg und Graved Lachs. Zurück im Süden gibt es italienischen Mini-Panettone, sizilianischen Mandelkuchen, Blutorangen-Sirup mit Campari oder fein aromatisierte Honigmischungen (Rosenhonig!!!). In Österreich schließlich lachen mich Sachertörtchen, feine Kipferln und Kringel und einige Rezepte für süß oder säuerlich Eingelegtes an.
Wie immer bei den neueren Büchern des Kosmos-Verlags gibt es für viele Rezepte Variationen und „Das ist wichtig“-Hinweise, die manchmal überflüssig, oft aber auch sehr hilfreich sind.

„Wünsch dir was“: ©Martina Görlach /Kosmos Verlag. Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlags.
Was mir an dem Buch wirklich gut gefällt, sind die kleinen, verschenk-tauglichen Portionen. Der Stollen wird als Stollentörtchen gebacken, der Panettone kommt in kleinen Gläsern daher, und auch die Sachertorte ist im Kleinformat prima als Geschenk geeignet.
Und dann natürlich Martina Görlachs Fotos. Die sind wunderbar. Ich wünsche mir vom Weihnachtsmann (Schaaaaaaatz!) ein Fotoatelier mit tollem Licht und einer so schönen, prall gefüllten Props-Kiste. Nein, im Ernst: Die Bilder passen ganz entzückend zu den Rezepten, sie sind hell und wirken dabei wunderbar gemütlich und kuschlig. Sie drücken natürlich ein klitzekleines bisschen auf die Kitschdrüse, aber hey, es ist Weihnachten! Und durch viel Weiß und Creme werden nicht nur Plätzchen, Törtchen und Co ins rechte Licht gerückt, sondern auch der Kitschfaktor minimiert.
Die Bilder zeigen viele schöne Ideen für die Verpackung der kulinarischen Geschenke, davon habe ich mir viel für mich mitgenommen. Ideal wären tatsächlich noch Bezugsquellen für Kartons, Boxen, Flaschen und Dosen gewesen. Vielleicht für die Neuauflage? Ich wünsch mir was.
Übrigens – Maria ist auch ganz angetan von dem Buch. Wenn das keine Empfehlung ist!

„Wünsch dir was“: ©Martina Görlach /Kosmos Verlag. Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

Die Rote-Bete-Konfitüre war eines der Rezepte, die umgehend einen Marker bekommen haben. Die tiefrote, leicht scharfe Marmelade passt toll zu Brot und Käse. Da ich vakuumierte Rote Bete verwendet habe und finde, dass diese süß genug sind, habe ich den Gelierzucker des Originalrezepts weggelassen und mir den Ingwer und den Kreuzkümmel aus der vorgeschlagenen Variation geholt. Ingwer und Rote Bete, das hat kürzlich als Rohkostsalat schon so hervorragend funktioniert.

Rote-Bete-Konfitüre mit Ingwer

ergibt (in meiner Version) 2 Gläser à 1/4 l 

3 Blatt weiße Gelatine
0,33l Rote-Bete-Saft

20g Gelierfix ohne Zugabe von Zucker – ich habe das von Natura benutzt, bei allen anderen Gelierprodukten die Menge bitte entsprechend berechnen. (Das Originalrezept möchte 350g Gelierzucker 2:1 auf 0,5l Rote-Bete-Saft) 
2 Knollen Rote Bete, ca. 300g (vorgegart)
30g Ingwer
2 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel
evtl. etwas Reissirup zum Abschmecken

:: Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen.
:: Rote-Bete-Saft im Topf mit dem Gelierfix mischen und zum Kochen bringen, 4 bis 5 Minuten sprudelnd kochen lassen.

:: Währenddessen die Roten Beten in feine Würfel schneiden (ich habe sie grob zerteilt und in die Küchenmaschine geworfen). Ingwer schälen und fein reiben. 

:: Die Rote-Bete-Würfel, den geriebenen Ingwer und den Zitronensaft in den kochen Sirup einrühren und mit Salz, Pfeffer und einer ordentlichen Prise Kreuzkümmel würzen, eventuell mit etwas Reissirup abschmecken. Nochmals kurz aufkochen lassen, dann vom Herd ziehen. Die Gelatineblätter ausdrücken und einzeln unter die Konfitüre rühren. 

:: In sterilisierte Gläser füllen und auskühlen lassen. 
Bei der Verwendung von Geliermitteln aus dem Bioladen kann es übrigens dazu kommen, dass der Geliervorgang viel länger dauert als bei normalem Gelierzucker und dass die Konfitüre etwas flüssiger bleibt.
 

Sonntag, 18. November 2012

Einfach mal "Danke" sagen: Cornbread für Thanksgiving & ein Giveaway

Der kommende Donnerstag ist der vierte Donnerstag im November und markiert somit das wohl wichtigste familiäre Fest im Jahreskreis in den USA: Thanksgiving. Hierzulande sind die Erntedank-Feiern schon eine Weile her, die Garbenkränze und die Körbe voll Obst und Gemüse wurden verteilt und nicht selten auch guten Werken zugeführt. Die Bedeutung von Weihnachten wird Erntedank in Europa nicht erlangen, dabei finde ich, dass das Herbstfest kulinarisch gesehen viel mehr zu bieten hat als Weihnachten, wenn die Ernte schon eine Weile zurückliegt. Sei’s drum, dann feiern wir einfach mit den US-Amerikanern ein Thanksgiving-Mahl.
Da ich seit jeher eine Schwäche für Beilagen habe, mehr noch als für die „Hauptsache“, widme ich mich auch eher diesen als dem obligatorischen Truthahn. Cornbread, also Maisbrot, ist aus europäischen Augen gesehen eher ein Kuchen als ein „richtiges“ Brot, durch das Maismehl ein leicht süßliches dazu. Aber im Zusammenspiel mit salzigen und/oder scharfen Zugaben funktioniert das nach dem gleichen Prinzip wie beispielsweise Melone und Schinken. Zu einem deftigen Chili passt das Cornbread das ganze Jahr über, und so ultraschnell gemixt ist kaum ein Brotteig!
Cornbread: Maisbrot (nicht nur) für Thanksgiving auf www.katharinakocht.com
Thanksgiving und Erntedank haben mit Dankbarkeit für gelungene Ernten, für einen gedeckten Tisch und mit Dankbarkeit für empfangene Gaben zu tun. Ich möchte an dieser Stelle auch einmal DANKE sagen:
Danke an denjenigen, der so etwas wunderbares wie Foodblogs, ach was, überhaupt Blogs „erfunden“ hat. Wer auch immer Du bist: I owe you forever! For-e-vaaah!
Danke an meinen liebsten Testesser, der sich, wenn er mich schreiben und formulieren sieht, gern mal über meine Schulter beugt und sagt, „schreib hin, dass ich gesagt hab, dass das lecker war!“ (Es gibt auch leichtere Variationen dieses Satzes.) Bloggen wäre echt easy, wenn ich seinen Rat befolgte…
Danke an meine lieben Freunde, die meinen Blog anderen Leuten empfehlen, so ganz uneigennützig und von sich aus.
Danke an alle in Bloggistan, die mich inspirieren, mit denen ich mich austauschen kann und die, wenn ich sie treffen durfte, ganz tolle Menschen waren, und bei denen mein inneres Kind vor Vergnügen quietschte, wenn  sie sagten „Oh, ich mag Deinen Blog!“
Und danke Danke DANKE an EUCH, an meine Leser! Auch wenn ich das Datum mal wieder verpennt habe, so gibt es den Blog nun schon seit etwas mehr als zwei Jahre. Über holprige Anfangsstolpersteine muss jeder hinweg, beispielsweise über gruselige Layouts und schreckliche Fotos, die sich zum Glück mit der Erfahrung verbessern. Als sich der allererste Kommentar einstellte, bin ich vor Freude durch die Küche gehüpft, als die Zahlen der regelmäßigen Leser stiegen, saß ich mit seligem Grinsen vor dem PC. Ich freue mich immer noch wahnsinnig über jeden Kommentar, über Eure Nachfragen, Eure Vorschläge, Eure Verlinkungen. Danke!!

Cornbread: Maisbrot (nicht nur) für Thanksgiving auf www.katharinakocht.com
Cornbread: Maisbrot (nicht nur) für Thanksgiving auf www.katharinakocht.com

 

„Bloggen ist das Gegenteil von alles für sich behalten.“ Die Weisheit von Jeanny, grafisch wunderbar in Szene gesetzt von Caro, sagt alles. Und in so wunderbarer Teiler-Laune mit vor Dankbarkeit überquellendem Herzen (übertreibe ich es jetzt gerade?) möchte ich auch etwas mit Euch teilen und verlose deshalb ein Exemplar von Tim Mälzers neuem Kochbuch „Greenbox“. Ein Buch, dass ich selbst wahnsinnig gern in die Hand nehme. Greenbox macht nämlich wirklich Spaß: Es hat tolle Fotos und ist gleichzeitig auch schön illustriert. Die Rezepte möchte ich alle nachkochen, ohne Ausnahme – und das bislang probierte ist wirklich hervorragend gelungen. Verschafft Euch doch mal einen ersten Überblick auf der Seite des Mosaik-Verlags. Die schwarzen Linsen mit geschmorten Petersilienwurzeln, die er im Video kocht, sind übrigens der Knaller. Pures Comfort Food.
Oh, und Stevan Paul hat mitgearbeitet. Überzeugt?
Bilder mit freundlicher Genehmigung des Verlags:
Tim Mälzer: „Greenbox“. Illustration (c) Rinah Lang/Mosaik Verlag, Foto: (c) Matthias Haupt/ Mosaik Verlag

Was Ihr tun müsst, um das Buch zu gewinnen? 

Hinterlasst mir bis einschließlich 30. November 2012 einen Kommentar hier unterhalb des Posts oder auf meiner Facebook-Seite. Bitte kommentiert nicht anonym, sondern hinterlasst mir zumindest Euren Namen, damit ich Euch ansprechen kann. Kommentare ohne Namen kann ich leider nicht berücksichtigen.
Der/die Gewinner/in wird im Anschluss ausgelost und der Name wird anschließend hier auf dem Blog veröffentlicht, woraufhin er/sie sich bitte innerhalb von 4 Tagen bei mir melden möchte. Der Rechtsweg ist selbstredend ausgeschlossen. Die Verlosung bzw. der Versand ist auf Europa beschränkt.
Viel Erfolg, meine Lieben!
Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlags:
Tim Mälzer: „Greenbox“. Illustration (c) Rinah Lang/Mosaik Verlag

Cornbread – Maisbrot

Quelle:  USA kulinarisch

Für eine Form von ca. 20×30 cm oder eine runde Form von etwa 25cm Durchmesser, klassischerweise aus ofenfestem Gusseisen.

50g Butter
250ml Buttermilch
1 Ei
120g feines Maismehl
150g Mehl, ich habe Dinkelmehl Type 630 benutzt, Weizen Type 550 geht ebenso.
1 TL Backpulver
1 TL Natron
1 TL Salz
1 knapper TL Chipotle Chili
weitere Zutaten nach Geschmack und Laune: gekochte Maiskörner, geriebener Käse, gehackte Zwiebeln, frische Chilis…


Für eine süße Variante lasst Ihr die Chilis weg, nehmt nur 1/4 TL Salz und dafür 2 EL Ahornsirup. 
:: Die Butter schmelzen, am besten direkt in der Backform, sofern sie herdtauglich ist. So ist dann gleich die Form eingebuttert. Ansonsten die Backform mit 1 TL der geschmolzenen Butter ausfetten. Geschmolzene Butter etwas abkühlen lassen.
:: Die Buttermilch und das Ei verquirlen, dann die flüssige Butter unterrühren.
:: In einer Rührschüssel Maismehl, Mehl, Backpulver, Natron, Salz und Chipotle mischen (und mit all Euren zusätzlichen Zutaten.) Die Buttermilch-Mischung dazugeben und mit dem Löffel verrühren, nicht zuviel rühren. Die Masse wird sehr dicklich sein. Etwas stehen lassen, damit das Maismehl quellen kann, und währenddessen den Herd auf 200°C vorheizen (Umluft 180°C).
:: Den Teig in die gefettete Form füllen, glatt streichen und 25 bis 30 Minuten backen, bis das Cornbread goldbraun ist und die Stäbchenprobe besteht. Wer mag, bestreicht das noch heiße Brot noch mit etwas Butter.
:: Etwas abkühlen lassen und in Rechtecke schneiden, dann am besten noch warm genießen.
Funktioniert auch als Muffins gebacken, dann sogar super in der süßen Variante und mit Blaubeeren. 
Getoastet oder angebraten sind Cornbread-Reste auch sehr köstlich.
Happy Thanksgiving!
 

Samstag, 31. Dezember 2011

Rustikales Brot – und ein Kochbuch-Review

Neulich durfte ich für Valentinas-Kochbuch.de testen. Hui, das war super! Und natürlich waaahnsinnig anstrengend, klar – besonders für den Testesser, der kritisch jeden Happen beäugte und ihn dann einem knallharten Urteil unterzog. 😉
Getestet wurde „Gemüse satt. 140 vegetarische Lieblingsgerichte“ von Alice Hart. Während ich das Buch im Laden wahrscheinlich stehen lassen hätte, da es mir zunächst als buntes Sammelsurium erschien, habe ich es im Laufe der Test-Zeit wirklich zu schätzen gelernt. Es finden sich tolle, meist recht einfach nachzukochende, aber überraschend leckere vegetarische Gerichte darin, ebenso wie kleine Tipps und Tricks, zum Beispiel für selbstgemachte Nussmilch oder Labneh, und Vorschläge für unterschiedliche, aber durch und durch vegetarische Menüs. Wir drei Kochbuchtester waren uns nicht immer in allem einig, aber auf jeden Fall darin, dass das Buch ganz sicher einen Platz im Regal verdient. Den Test findet Ihr hier bei Valentina, und das Rezept für mein Lieblingsgericht, das Eiercurry, auch. Und ich bin mir sicher, dass ich noch einige andere Sachen aus dem Buch mit Euch teilen werde.
Trotz allem Gemüse ist es witzigerweise ein Brotrezept, das sich zum Wiederholungstäter gemausert hat. Wie im letzten Post versprochen, ist es ein wirklich simples Rezept, das, wenn man es einfach nur ruhig vor sich her gehen lässt, ganz erstaunliche Ergebnisse erzielt: Gute, krosse Kruste und eine großporige, saftige Krume. Ich muss glaube ich nicht erwähnen, dass es ganz frisch am besten schmeckt, oder?
Brotbacknovizen und Hefehassern sei alle Angst genommen: Es erfordert keine großen technischen Fähigkeiten, keine künstlerischen Knettechniken und keinen vorsichtigen Umgang mit Hefe („Jetzt! Luft anhalten! Nicht bewegen!“). Alles, was es braucht, ist etwas Zeit. Die nehmen wir uns.

Rustikales Brot

250g Weizenmehl, Type 550
250g Vollkornweizenmehl
1 Tütchen Trockenhefe
2 gestr. TL Salz
1 gstr. TL Brotgewürz (gibt’s z.B. von Alnatura, oder im Reformhaus – oder man lässt es ganz weg)
etwas neutrales Speiseöl
Mehl für die Arbeitsfläche

Zum Backen: einen Bräter oder eine ofenfeste Form mit Deckel

Tipp zum Ansetzen und Backen: Wenn das Brot für das Wochenende gebacken werden soll, am besten am Freitagnachmittag oder abend den Teig ansetzen, dann kann es Samstag vormittag gebacken werden.
:: In einer sehr großen Schüssel beide Mehlsorten, die Trockenhefe, Salz und Brotgewürz verrühren. Dann 325ml lauwarmes Wasser dazugießen und erstmal mit dem Löffel durchrühren und anschließend ganz kurz mit den Händen kneten. Der Teig ist ziemlich matschig und sieht alles andere als fertig aus – das macht aber gar nichts.
:: Die Schüssel mit Klarsichtfolie stramm abdecken und den Teig darin 15 – 18 Stunden gehen lassen. Das Gute an der langen Gehzeit ist, dass der Teig auch ohne weiteres über Nacht in der (kühlen) Küche stehen kann, oder im Flur, oder sonstwo, wo er nicht im Weg rumsteht. Dabei muss dann kein Brimborium gemacht werden, dass es der Teig ja schön warm hat… 😉
:: Nach der Gehzeit die Klarsichtfolie nicht wegwerfen. Der Teig ist jetztziemlich in die Höhe geschossen und zeigt Blasen oder Löcher (wo mal Blasen waren). Auf eine bemehlten Arbeitsfläche den immer noch ziemlich klebrigen Teig kurz durchkneten oder falten, vielleicht 1 Minute, nicht länger.  Die Schüssel mit ein paar Spritzern Speiseöl benetzen, die Teigkugel wieder hineinlegen und wenden, so dass alle Seiten mit Öl bedeckt sind. Die Klarsichtfolie fest um die Teigkugel legen und 15 Minuten ruhen lassen.
:: Jetzt muss der Teig noch mal 2 Stunden gehen: Laut Rezept auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit etwas Folie abdecken – kein Geschirrtuch, der Teig würde daran kleben -, der Einfachheit halber transferiere ich den Teigklumpen lieber in eine neue, saubere Schüssel und lasse ihn dort noch einmal gehen.
:: Ca. 15 Minuten vor Ende der Gehzeit einen Bräter mit Deckel in den Backofen schieben und auf 220°C heizen.
:: Den Bräter vorsichtig aus dem Ofen nehmen, den Teig hineinsetzen („hinein fallen lassen“ trifft es eher…) und den Deckel wieder aufsetzen. 30 Minuten backen, dann den Deckel abnehmen – vorsicht, das ist heiß und dampft gemein! – und 15 Minuten unbedeckt zu Ende backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.