Archiv der Kategorie: Dips

Montag, 10. November 2014

Hummus aus grünen Erbsen, und: Vom (richtigen) Einfrieren und Auftauen

*sponsored post*

Neulich las ich mich fest. Das ist per se ja nichts ungewöhnliches, ein spannendes Buch schafft das oft. Ungewöhnlich ist dabei jedoch, dass ich mich in einer Broschüre festlas, in der es um Tiefkühlkost ging. Tiefkühlkost. Davon erwartet man im ersten Moment ja keinen Spannungsbogen, der Dan Brown erblassen ließe. Dabei war es höchst interessant! Denn ich gebe es unumwunden zu: Beim Einfrieren und im Umgang mit Tiefgefrorenem bin ich bislang eine ziemliche Niete. Ich bin von der Sorte, die sich schon stolz auf die Schulter klopft, wenn ein Aufkleber mit Inhalt und Einfrierdatum die Box ziert. Und trotzdem stehe ich viel zu oft vor der Kalten Else, halte eine Tupperbox in der Hand und frage mich, was zum Geier da wohl drin sein mag. Pizzasauce? Oder doch Beerenpüree?
Das muss sich ändern. Ich bin jetzt Muddi, da muss ich sowas doch im Griff haben! 😉 Deswegen kam der nette Kontakt zum Deutschen Tiefkühlinstitut sehr passend, denn erstens muss die Kalte Else dringend abgetaut werden und zweitens soll sie dann nach dem Motto „unser TK-Schrank soll schöner werden“ effektiver befüllt werden. So. Wissta Bescheid.

Erbsen_Hummus

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Mittwoch, 11. September 2013

Lange nicht mehr gegessen: Würziges Ajvar {Make Your Own}

Die tagespolitische Diskussion kam kürzlich auf das Thema „Balkan“ (man frage mich aber bitte nicht mehr nach dem Zusammenhang) und plötzlich war ich mit meinen Gedanken ganz woanders; vor meinem inneren Auge wanderte Ćevapčići vorbei, Djuvec-Reis, würziges Gulasch mit viel Paprika, Bohnen- oder Sauerkrautsuppe. Und immer dabei: ein guter Klecks Ajvar. Irgendwie hing ich mich am Ajvar auf und hatte plötzlich unbändige Lust auf die pikante Sauce. Das kleine Glas, das ich dann auch gleich kaufte, machten wir noch am selben Abend nieder. „Das kann man doch auch selbst machen!“ rief die innere Stimme hinter meiner Stirn. „Ja, klar!“ antwortete ich und checkte kurz die Zutaten: Paprika, Aubergine, Knoblauch und Peperoni. Klingt nach einer Gewinnerknüllerkombination, aber gut, alles mit Auberginen gewinnt bei mir. Selbstgemachtes Ajvar

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Montag, 29. Juli 2013

Hilda geht picknicken – kommt mit! {Orzo-Salat mit Hühnchen, Oliven-Mandel-Pesto und ein Joghurt-Dessert}

Hilda geht picknicken

Hilda ist wieder da! Diesmal hat sie keine Kekse oder Weihnachtsleckereien dabei, sondern einen großen Picknickkorb und nimmt uns mit nach draußen: auf die Wiese, an den See oder in den Wald.
Isa, Juliane, Julie, Christina und ich haben uns wieder zusammengetan und für Euch viele Picknickideen für den Sommer mitgebracht. Weiterlesen

 

Donnerstag, 18. Juli 2013

Von Schwiegermüttern inspiriert: Feta-Creme mit Paprika und ssssarf

Natürlich habe ich nur eine Schwiegermutter. Eine ganz süße, die mich „mein Katharinchen“ nennt, mit gerolltem R, und auch sonst sehr niedliche deutsch-griechische Sachen sagt. Und die, ich erwähnte es bereits, das beste Moussaka diesseits des Epirus-Gebirges macht, mit ganz flaumiger, luftiger Bechamelschicht obendrauf. Und eben die köstliche Feta-Creme.
Und die andere Schwiegermutter? Die kenne ich gar nicht, das ist nämlich die Schwiegermutter von Julias Käsedealer auf ihrem Wochenmarkt. Der verkauft eine scharf-würzige Schafskäsepaste, die nach der Schwiegermutter benannt ist – oder nach ihrem Rezept hergestellt. Man weiß es nicht.

Fetacreme mit Paprika Weiterlesen

 

Sonntag, 2. Juni 2013

Rhabarber-Chutney

Huii, mit diesem Post hinke ich ganz schön hinterher. Eigentlich sollte er schon Freitag das Licht der Welt erblicken, aber manchmal kommt einem doch einfach das Leben dazwischen. Erst wollten die Worte nicht kommen. Dann schien die Sonne, ein so seltenes Phänomen, dass ich ob der grellen Scheibe am Himmel völlig verwirrt war. Dann war ich eingeladen auf die Jubelparty der wunderbaren Keramikdesignerin Melanie Follmer, die mit ihrem Label …F („drei Punkt F“) einfach umwerfend schöne Dinge herstellt, alle mit einem enormen „haben-wollen“-Faktor versehen. Dazu schreibe ich bald einen Follow-up-Post, Indianerehrenwort. Ich weiß gar nicht, wieviele hunderte von Bildern ich in ihrem Atelier gemacht habe…
Ja, und dann war Fußball. Wie gesagt, manchmal kommt einem das Leben dazwischen.
Aber nun – genug der Ausreden, jetzt geht’s ans Eingemachte.

Rhabarber-Chutney mit Chili, Walnüssen, Pistazien | www.katharinakocht.com

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Donnerstag, 4. April 2013

(Curry-)Ketchup – und eine neue Kategorie: Make Your Own.

Ihr Lieben, ich hoffe, Ihr hattet ein schönes Osterfest! Wir haben unseren Koffer gepackt und sind für ein paar Tage nach Amsterdam gefahren – und es war großartig! Eine wunderbare Stadt, ein tolles Hotel, strahlendblauer Himmel und Sonnenschein, und das alles komplett schneefrei.
Zurück in Norddeutschland finden sich zwar auch in unserem Garten immer noch ein paar weiße Flecken, aber ansonsten scheint der April ’ne coole Socke zu sein, immerhin bin ich bereits zweimal ohne Handschuhe, ohne Mütze, ohne Frieren, dafür aber mit Sonnenbrille (!) draußen unterwegs gewesen. Wenn dieser Monat etwas Neues kann, dann kann ich das auch und starte heute mit einer neuen Serie:  

MYO – Make Your Own.

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Donnerstag, 14. Februar 2013

Wagen wir ein süßes Experiment? Süßkartoffel-Küchlein mit Joghurt-Dip {Projekt Zuckerfrei, Woche 6}

Fünf Wochen! Fünf Wochen sind geschafft im Projekt Zuckerfrei 2013, und davon drei komplett süßfreie, fructosefreie Wochen. Die Geschmacksnerven sollten sich inzwischen an das Leben ohne Zucker gewöhnt haben und Süße auch dort finden, wo sie sie sonst nicht vermutet hätten. Milch zum Beispiel hatte ich nie auf dem süßen Plan, die enthaltene Galaktose (Milchzucker) ist nur etwa 60% so süß wie Haushaltszucker, und wenn man wie ich ich Kaffee früher nur mit viel Milchschaum trinken konnte und auch diese Kombination dann noch mit einigem Zucker süßen musste, dann hatte die Milch auch keine Chance, süß zu schmecken.
Andere Lebensmittel oder Speisen erscheinen mittlerweile grotesk süß. Neulich auf der Skihütte: Der Gatte und ich bestellen Jagertee – noch in der letzten Skisaison ein geschmacklich akzeptables Getränk. Dieses Mal schauten wir uns an und sagten gleichzeitig; „whooaaaa, ist das süß!“  und schoben den Becher zur Seite. Praktischer Nebeneffekt: Wir kam auf diese Weise komplett nüchtern auch den letzten Teil der Talabfahrt hinunter. Spaßbremsen, wir. 😉
Süßkartoffeln Joghurtdip Kreuzkümmel Koriander Chili Limette zuckerfrei "Projekt Zuckerfrei 2013"
 

Donnerstag, 7. Februar 2013

Linsenaufstrich mit Kürbiskernen: Für mehr Abwechlung auf dem Frühstücksteller!

Frühstück. Keiner anderen Mahlzeit wird landauf, landab soviel Bedeutung zugemessen wie dem Frühstück. Gesund soll es sein, Energie für den Tag soll es liefern. Trotzdem sind wir, was unsere erste Tagesmahlzeit betrifft, ehrlicherweise vor allem eins: mordslangweilig. Abwechslung ist beim Frühstücke nicht wirklich die Devise, und so essen wir zumindest an fünf Tagen in der Woche eigentlich immer das selbe. Je nach Lager ist das dann Müsli (da kann ich mich eindeutig einordnen) oder das Frühstücksbrötchen. Zumindest während der Woche hört es da einfach auf mit meiner Kreativität…
Als ich diese Woche zur Frühstückswoche hier auf dem Blog auserkor, habe ich mich ein bisschen umgesehen, wie denn unsere Fühstücksgewohnheiten in Deutschland so aussehen. Interessanterweise habe ich festgestellt, dass wir bei keiner anderen Mahlzeit so in einer eigenen Tradition verhaftet sind wie beim Frühstück. Wir essen oft das, was wir schon als Kind gegessen haben. Vielleicht haben wir als Kinder lieber Cornflakes gegessen und sind heute auf Früchtemüsli umgestiegen, aber eine Misosuppe oder ägyptisches Foul käme uns wohl eher nicht in den Sinn. Zu jeder anderen Tageszeit gehen wir gern zum Italiener, zum Chinesen, zum Spanier; wir essen Japanisch oder Indisch – morgens aber hat die Exotik noch nichts auf unserem Teller zu suchen. Mir wird dabei wohl immer die Erinnerung an einen langen Overnight-Flug nachhängen, bei dem ich mich vorab für „Asian Vegetarian“ bei der Speisewahl entschieden hatte. Zum Frühstück gab es gedämpfte Linsen mit Curry, Spinat und Paneer. Ich halte mich grundsätzlich für einen kulinarisch offenen Menschen, aber das war für mich wirklich gewöhnungsbedürftig.

 

Samstag, 19. Januar 2013

Frischkäsebällchen mit Schnittlauch und Mandeln (inkl. selbst hergestelltem Frischkäse)

Neben einer fragend gekräuselten Stirn kommt als Reaktion auf das Zuckerfrei-Projekt in der Regel unweigerlich die Frage „Machste Diät, oder was?!“ Witzig ist dabei, dass meistens „ach so, OK“ als Antwort kommt, wenn ich die Frage der Einfachheit halber bejahe, um mir lange Erklärungen zu ersparen. (Ich denke mir dann immer, Wieso? Sollte ich etwa abnehmen und du bist nur zu höflich, mir das zu sagen?!)

Aber ist denn nun eine zuckerfreie Ernährung eigentlich eine Diät? Ich finde, ja und nein. Ganz eindeutig, ich habe einige Kilos abgenommen, doch mein Ziel war eigentlich ein völlig anderes. Vielleicht sollten wir uns einfach mal das Wort „Diät“ genauer anschauen. Bei Wikipedia steht zu lesen, dass „Diät“ auf das griechische Wort díaita (δίαιτα) zurückgeht und soviel wie Lebensweise oder Lebensführung bedeutet. Seit Hippokrates (ca. 460 – 370 v. Chr.) wird das Wort vor allem für die Ernährung des Menschen verwendet, die Diätetik beschäftigt sich auch heute noch wissenschaftlich mit der richtigen bzw. heilenden und therapeutischen Ernährungsweise. Umgangssprachlich verstehen wir unter Diät natürlich eher die sogenannte Reduktionsdiät zum Abnehmen: FDH, Kohlsuppendiät, Low-Irgendwas, Glyx-Diät oder die ganzen „super geheimen Diättricks der Stars.“ (Habt Ihr Euch die mal genau angeguckt? Das ist doch entweder total hirnverbranntes Zeugs – 2 Wochen lang von Zitronensaft leben etc. – oder ganz alte Hüte.)

 

Freitag, 17. August 2012

Kolokitho-Dingsda: Griechische Zucchinipuffer, völlig ohne Frittieren

Unser erster gemeinsamer Griechenland-Urlaub vor einigen Jahren hatte gleich zwei Gründe. Urlaub, natürlich, Sonne und Meer genießen. Aber ebenso sollte ich meine zukünftigen Schwiegereltern kennenlernen, die die Sommermonate jedes Jahr in Chalkidiki verbringen. Ich war – verständlicherweise, möchte man meinen – nervös bis in die Haarspitzen, der Mann sagte angeblich beruhigende Sachen wie „wieso? das sind auch nur ganz normale Menschen!“ Daran hätte ich keinen Zweifel, erwiderte ich, aber immerhin sei das was Ernstes zwischen uns, und da darf man doch wohl aufgeregt sein?! 
Natürlich hatte er Recht, es gab keinen Grund, nervös zu sein, denn sie waren – und sind – wunderbar unkomplizierte und liebe Menschen, die mich sofort in der Familie willkommen hießen.
Zucchini Puffer Kolokithokeftedes griechisch Feta
An diesen ersten Urlaub muss ich jedes Mal denken, wenn ich Zucchini zu diesen „Kolokitho-Dingsdas“ forme. Es ist aber auch ein Zungenbrecher! Kolokithokeftedes. Besagte Dingsdas waren das erste griechische Gericht, das meine Schwiegermama mir in diesem Urlaub beibrachte, draußen auf der Terasse gekocht auf ihrem Freiluft-Herd. Das ist vielleicht großartig! Kein Ölgeruch im Haus, kein blauer Dunst, der das Atmen erschwert. Auf ihre subjektiv-präzise Art und Weise erklärte sie mir, dass ich „ein bisschen“ hiervon und „ein wenig“ davon nehmen soll, und dann alles in „viel Öl“ ausbacken müsste. Die Zucchinipuffer waren köstlich, und bevor ich’s recht realisiert hatte, lagen erst drei auf meinem Teller und waren dann irgendwie in meinem Bauch verschwunden.
Zucchini Puffer Kolokithokeftedes griechisch Feta

Der erste Versuch, die „Dingsdas“ in der heimischen Küche zu fabrizieren, führte zu Flüchen und vor allem zu Rauchschwaden. Für die ersten war das Öl nicht heiß genug, sie wurden labberig. Für die nächste Charge war das Öl schon wieder zu heiß, es spritzte und knallte, und vor allem rauchte es. Der dritte Teil wurde in weniger Öl angebraten, war dann genießbar, kam aber bei weitem nicht an die von Schwiegermama heran. (Ich meldete einen Freiluftherd beim Testesser an.)
Etwas später fand ich dann auf einem griechisch-kanadischen Blog die Lösung des Problems: Den Backofen. Die fertig geformten Dingsdas wandern nicht in verbrennungsgefährdendes Öl, sondern werden gefahrenminimierend in den Ofen geschoben, einmal gewendet und können dann warm, lauwarm oder kalt gegessen werden. Und da sich der Ölanteil in klaren Grenzen hält, kann man auch glatt noch einen vierten Dingsda essen.
Den Freiluftherd will ich aber trotzdem noch.

Kolokithokeftedes: Griechische Zucchini-Puffer(Κολοκυθοκεφτέδες)

ergibt ca. 10-12 Dingsdas

3 Zucchini, ca. 600 – 700g
1 Knoblauchzehe, idealerweise in Öl eingelegt
1/2 Bund Dill
1/2 Bund Petersilie
3-4 Stängel Minze
200g Feta
1 Ei
2-3 EL Paniermehl
Salz, Pfeffer
Olivenöl zum Bestreichen
2 EL griechischer Joghurt


:: Zucchini waschen und raspeln. Mit etwas Salz mischen, in einen Durchschlag geben und diesen in eine Schüssel stellen. Mindestens 2 Stunden ziehen lassen. 
:: Falls eine frische Knoblauchzehe benutzt wird, diese fein hacken und in ein wenig Öl weich garen. Abkühlen lassen. Wenn eine eingelegte benutzt wird, diese fein hacken.
:: Ofen auf 220°C vorheizen, Backblech mit Papier auslegen oder mit etwas Öl bestreichen.
:: Zucchiniraspel mit den Händen ordentlich auspressen, dann portionsweise in einem Geschirrtuch richtig kräftig ausdrücken. In eine Schüssel geben.
:: Dill, Minze und Petersilie waschen und trockenschütteln, dann fein hacken. Kräuter und die gehackte, weiche Knoblauchzehe zu den Zucchini geben.
 
:: 150g Feta zerkrümeln und zusammen mit dem Ei und 2 EL Paniermehl unter die Masse rühren. Wenn es zu feucht ist, noch 1-2 EL Paniermehl einrühren, wenn es zu trocken ist, einen Spritzer Olivenöl dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann nicht ganz handttellergroße Zucchiniklopse formen. 
:: Die Zucchiniklopse mit etwas Olivenöl bepinseln und auf einer oberen Schiene in den Ofen schieben. Etwa 10 Minuten backen, dann umdrehen und von der anderen Seite auch noch einmal 10 Minuten backen, beide Seiten sollten goldbraun sein. Herausnehmen und ein wenig abkühlen lassen. 
:: Für den Dip die restlichen 50g Feta fein zerkrümeln und mit dem Joghurt mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen und einen kleinen Schuss Öl unterrühren. Wer mag, gibt noch gehackten Dill oder geriebene Gurke dazu.