Archiv der Kategorie: Eingelegt

Sonntag, 16. Dezember 2012

Orangen-Thymian-Honig

Die Weihnachtsstimmung hat’s in diesem Jahr ein bisschen schwer bei mir, dabei hat der Schnee doch schon so schön weihnachtlich geglitzert. Dass er jetzt wegtaut, finde ich nicht schön, gar nicht schön! Grün-braune Weihnachten kann gegen weiße einfach nicht anstinken, Glühwein hin und Zimtmandeln her. Aber gut – die schwindende Anzahl von Tütchen an unserem als Adventskalender fungierenden Birkenast sagt mir, dass Weihnachten quasi im Türrahmen steht, und die gehetzten, leicht panischen Blicke der Menschen, die mit großen Tüten und langen Schritten durch die Stadt eilen, auch. (Wobei mir dann immer dieses Bild einfällt.)
Orangen-Thymian-Honig auf www.katharinakocht.com
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Wie gut, dass es in meiner Küche aber doch schon nach Weihnachten aussieht und vor allem riecht. Vielleicht kommt die Weihnachtsstimmung dann ja doch um die Ecke gestürmt. Nahezu im Sturm ist auch der Honig zusammengerührt, der dann bloß noch ein paar Tage stehen und durchziehen muss. Schafft Ihr! Bis zum 24. sind es noch acht Tütchen, sagt unser Adventskalender.
Und als tatkräftige Unterstützung habe ich Euch HIER die Etiketten als Freebie hochgeladen!
Orangen-Thymian-Honig auf www.katharinakocht.com
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Orangen-Thymian-Honig
für 2 Gläser à 150ml
**Dies ist natürlich kein zucker- bzw. fructosefreies Rezept, und Honig lässt sich nicht wirklich ersetzen. Im Zweifelsfall: Einfach genießen und den Rest des Tages ohne Fructose gestalten.**
Schale von 1 unbehandelten Bio-Orange
4 Zweige Thymian
300g flüssiger Blütenhonig
 
:: Die Orange gut abspülen und die Schale dann mit dem Sparschäler fein abschälen, so, dass nichts Weißes an der Haut bleibt. Kleinere Streifen sind hier besser als lange – ich habe die Orangen „von Nord nach Süd geschält, also vom Stielansatz Richtung Blütenknospe.
:: Orangenschale zusammen mit dem Thymian in einen Topf legen und den Honig dazugeben. Bei sehr kleiner Hitze erwärmen (nicht kochen, nur eben warm machen) und ein paar Minuten auf der warmen Herdplatte stehen lassen. Der Honig sollte dabei sehr flüssig werden. Nicht zu viel rühren, sonst bröseln die Blättchen vom Thymianzweig.
:: Zwei kleine Gläser mit kochendem Wasser ausspülen. Die Orangenschale sowie die Thymianzweige auf die Gläser verteilen und dann am besten einen Trichter auf die Gläser setzen und den flüssigen Honig einfüllen. Die Gläser fest verschließen und idealerweise eine Woche durchziehen lassen, 3 Tage sollten es mindestens schon sein.
 

Freitag, 7. September 2012

Eingelegte Zucchini mit Curry- und Honig-Sud

Dass hier auf dem Blog gerade so wenig los ist, hängt leider weniger damit zusammen, dass ich all meine neuerworbenen Kenntnisse zu Anwendung bringe und jedes Gemüse, jedes Kraut und jede Zitrone, die mit vor die Linse kommt, ablichte und darüber das Bloggen vergesse. Dabei würde ich es eigentlich sehr gern tun, denn die Hausaufgabe, die Susanne uns am Ende des Workshops stellte, lautete neben der Aufforderung „üben üben üben“ auch ganz konkret, dass wir uns ein Lebensmittel vornehmen und dieses in allen Varianten fotografieren sollten, mit verschiedenen Blenden, verschiedenen Perspektiven, verschiedenen Sets. Am Stück, in Scheiben, roh oder zubereitet.
Zucchini eingelegt Essig Curry Honig
Momentan bleibt dafür nicht so viel Zeit. Aus dem Büro heimgekehrt, gibt es bei uns meist schnelle Küche (aber auch hier gebührt dem Fotoworkshop Lob und Dank: Ich habe dank Fabio meine Liebe zu fix zubereiteten herzhaften Tartes und Quiches wiederentdeckt) und dann dreht sich all mein Denken ausnahmsweise nicht um Essen, sondern um Farbe. Um Abmaße. Um die sinnvolle Platzierung von Möbeln. Um Lampen. Um Bilder. Kurz: Um die Organisation und die Ausführung unseres Umzugs, um die Überführung unser jetzigen Wohnung nördlich der Elbe in die zukünftige Wohnung südlich der Elbe. Man sollte meinen, dass sich nach ungelogen sieben Umzügen in den letzen 14 Jahren eine gewisse Routine eingeschlichen haben sollte, aber aufregend bleibt es dennoch. 
Zucchini eingelegt Essig Curry Honig
Deswegen zeige ich Euch heute ein Rezept für eingelegte Zucchini, das ich schon vor über zwei Wochen hergestellt habe. Da die Zucchini aber eine ganze Weile in ihrem Essigsud baden sollten, bevor das Glas geöffnet wird, passt es am Ende wieder. 
Wer schön essigsaure Mixed Pickles mag und noch die ein oder andere gelangweilte Zucchini aus der Ernte übrig hat, für den ist das genau das richtige. Ich werde beim nächsten Mal allerdings etwas weniger Essig nehmen. Aber vielleicht ist das auch wie beim Himbeersenf – je länger dieser nämlich steht, desto milder und runder wird er. Zwei Gläser zur Beobachtung stehen noch im Schrank und ziehen demnächst mit uns um.
Und ich… ich gehe jetzt Farbrollen kaufen, denn morgen kommen die 30 Liter Farbe, die bereits in der Garage stehen, auf die Wand der neuen Wohnung.
Eingelegte Zucchini mit Curry- und Honig-Sud
reicht für 3 Gläser à 250ml
**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Honig sollte sich aber durch Reissirup ersetzen lassen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde (je nach Süß-Vorliebe).**

3 mittlere Zucchini, grün und/oder gelb
3 Schalotten
200ml Apfelessig
50ml Honig
150ml Wasser
1/2 TL gelbe Senfsamen
10 Pfefferkörner, leicht angestoßen
1 gestr. TL Salz
1 TL Madras Currypulver

:: Zucchini waschen, vierteln, das Kerngehäuse herausschneiden und in ca. 2-3cm breite Stücke teilen. Zwiebeln putzen und in Ringe schneiden. Beides in eine große Schüssel oder in einen Topf geben (kein Aluminium-Topf, dieser reagiert mit dem Essig).
:: Apfelessig, Honig und Wasser mischen und die Mischung mit Senfsamen, Pfeffer, Salz und Curry über die Zucchini- und Zwiebelstückchen gießen. Alles mindestens 3 Stunden durchziehen lassen.
:: Gläser auskochen.
:: Das Gemüse zusammen mit dem Sud aufkochen und 3-4 Minuten köcheln lassen. Die Zucchini werden dann immer noch recht bissfest sein, wer sie lieber weich mag, kocht sie weitere 3-4 Minuten. Das Gemüse aus dem Sud heben und in die Gläser füllen, dann mit dem Sud und den Gewürzen auffüllen. Fest verschließen und für mindestens 2 Wochen stehen und durchziehen lassen.
 

Donnerstag, 29. März 2012

Zwiebel-Konfitüre: Confettura di cipolle

Von meiner Begeisterung für das Buch „La cucina verde“ von Carlo Bernasconi sprach ich bereits hier. Die Begeisterung ist ungebrochen, nicht umsonst schwärmten Valentinas Kochbuch und Arthurs Tochter zum Beispiel von der Torta di zucchine, dem Zucchinikuchen. Der ist aber auch zu gut! Und ganz sicher Bestandteil eines Posts in naher Zukunft. Aber erst einmal habe ich ja versprochen, mich in den nächsten Posts den selbstgerührten, -gekochten und -gebackenen Ostergeschenken zu widmen. Oder überhaupt Geschenken, Ostern ist ja nur ein willkommener Anlass.

Das wunderbare Buch beinhaltet ein Rezept, das ich in ähnlicher Form schon mal bei Steph und bei Christina gesehen und nachgekocht hatte, und das an und für sich schon perfekt ist. Aber man probiert ja gern etwas neues aus, nicht? Deswegen hat die „Confettura di cipolle“ sofort einen Marker verpasst bekommen, als Geschenk für Feinschmecker und Käseliebhaber. Die Zwiebelmarmelade macht sich perfekt zu reifem Käse oder in meiner persönlichen Lieblingskombi mit Ziegenfrischkäse: hier ist das Zusammenspiel aus säuerlichem Frischkäse und würzig-süßlichem Marmeladengeschmack der Himmel auf Erden. Quasi die Abendbrot-Variante vom Frühstücks-Frischkäsebrot mit „normaler“ Marmelade. Stulle of the Week-verdächtig!!!

Eigentlich heißt das Rezept „Confettura di cipolle di Tropea“, also Konfitüre mit Zwiebeln aus Tropea, einer Stadt im süditalienischen Kalabrien. Nun gab es nur norddeutsche Zwiebeln aus den Vierlanden im Angebot. Confettura di cipolle di Quattro Paese, dann vielleicht? Egal.
Auch sonst habe ich das Rezept ein bisschen anpassen müssen, denn Carlo Bernasconi möchte Rotweinessig verwendet haben. Da ich den aber in zwei Supermärkten nicht oder nicht in anständiger Qualität bekam, bin ich auf den bewährten Balsamico umgestiegen. Balsamico ist ja von Haus aus ein bisschen süßlich und milder als Rotweinessig, weshalb ich die Zuckermenge etwas reduziert habe. Der Vollständigkeit halber steht die Originalmenge beim Rezept dabei.

Und weil Euch neulich die Etiketten der Schokoladensirup- und Karamellsaucen-Flaschen so gefallen haben, habe ich Euch hier die Etiketten als Vorlage für Aufkleber oder Anhänger für die Zwiebelkonfitüre umgestaltet und als PDF hochgeladen: KLICK.

Zwiebel-Konfitüre: Confettura di cipolle
**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Zucker lässt sich grundsätzlich durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde (je nach Süß-Vorliebe). Allerdings ist hier durch den Aceto Balsamico ziemlich viel Zucker drin. Leider!**

Ergibt genug für 1 Glas à 400ml Fassungsvermögen, oder 2 nicht ganz volle 250ml-Weck-Gläser

600g rote Zwiebeln, gepellt gewogen
4 EL Olivenöl
75g Zucker (original: 100g)
100ml Aceto Balsamico (original: Rotweinessig)
1 Zimtstange
2 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer

:: Zwiebeln in feine Scheiben schneiden.
:: In einem weiten Topf das Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln darin langsam für ein paar Minuten andünsten, bis sie etwas weicher geworden sind.
:: Zucker, Balsamico/Essig, Zimt und Lorbeerblätter zu den Zwiebeln geben, umrühren und ca. 1 Stunde auf geringster Hitze köcheln. Dabei immer mal wieder umrühren und evtl. etwas Wasser nachgießen, damit die Zwiebeln nicht anbrennen.
:: Zimt und Lorbeerblätter entfernen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. In saubere Gläser füllen, verschließen und abkühlen lassen.
:: In Kühlschrank aufbewahren. Die Zwiebel-Konfitüre hält sich dort einige Wochen.
 

Donnerstag, 2. Februar 2012

Zucchini-Chutney

Passend zu einem richtigen, echten Abendbrot mit Stulle und Käse muss auch etwas Eingelegtes her. Zwar gehören Chutneys und Relishes eigentlich in die „Einmachzeit“ im Spätsommer,  aber da es rund ums Jahr gute Zucchini und Paprika gibt, machen wir hier mal eine groooooße Ausnahme. Außerdem macht Einkochen und Einlegen so irre viel Spaß!
Talking about Stulle: Jeanny von Zucker, Zimt und Liebe (sie ist wieder da! Yeah!) hat die Kategorie „Stulle of the Week“ eingeführt. Ihre Liebe zum Käsebrot teile ich uneingeschränkt, aber meine Stulle of the Week ist diese hier: eine getoastete Scheibe Black Bread, ein wenig Ziegenfrischkäse, und dann dieses Chutney darauf. Die Kombination aus Röstaromen vom Brot, der feinen Säure vom Ziegenkäse und dann das Süßsaure des Chutneys – mehr brauche ich derzeit am Abend nicht, um (kulinarisch) glücklich zu sein.

Zucchini-Chutney
für ca. 4 sterilisierte (!) Gläser à 250ml
Quelle: Essen & Trinken.

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Gelierzucker lässt sich hier aber gut durch Apfelpektin (z.B. aus dem Reformhaus) und eine entsprechende Menge Reissirup ersetzen. Einfach auf die Mengenangabe der Pektinpackung achten.**

1 kg grüne Zucchini
40g Salz
250 g Zwiebeln
1 rote Peperoni
1 gelbe Paprikaschote
250 g Gelierzucker (3:1)
250 ml Weißweinessig
2 Tl Currypulver
Pfeffer, Salz zum Abschmecken

Ein Wort vorweg zum verwendeten Gelierzucker: Damit dieser die richtige „Dosierung“ hat, ist es sinnvoll, zunächst die gesamte Packung in eine Schüssel zu geben, diese ordentlich durchzumischen und dann die erforderliche Menge abzuwiegen. 
:: Zucchini waschen und in feine Würfel schneiden. In einer Schüssel mit Salz mischen und dann 30 Minuten ziehen lassen.
:: Währenddessen die Zwiebeln fein würfeln und die Peperoni entkernen und fein hacken. Die Paprika waschen und putzen, ebenfalls fein würfeln.
Die eingeweichten Zucchini waschen und abtropfen lassen.

:: Zucchini, Zwiebeln, Paprika und Peperoni mit Gelierzucker, Essig, etwas Salz, Curry und Pfeffer in einem Topf mischen, aufkochen und offen bei mittlerer Hitze 30-35 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder mal umrühren.

:: Dann sofort randvoll in die Gläser füllen und fest verschließen..

 

Donnerstag, 8. September 2011

Kürbis-Chutney

Zu kaum einer anderen Zeit im Jahr macht es mir mehr Spaß, mein Obst und Gemüse direkt auf dem Wochenmarkt zu kaufen als im Spätsommer und Frühherbst. Die Farben sind unglaublich, das Angebot groß, und die Preise sehr günstig. Das alles zusammen kommt meiner Herbst-Leidenschaft sehr entgegen: Einkochen und konservieren. Alles, was irgendwie ins Glas passt, fasziniert mich, und sei es nur der Optik wegen. Bisschen oberflächlich? Naja, vielleicht, aber der Inhalt ist ja auch nicht zu verachten, und in den nächsten Wochen muss ich mir um Mitbringsel oder kleine Geschenke keine Gedanken machen, denn das Regal ist voll mit hübschen und lecker gefüllten Gläsern.
Kürbis-Chutney ist (wie eigentlich alle Chutneys und Relishes) eine ziemliche Schnippelei, bei der ich mir wünschte, doch endlich mal auf die honigsüßen Worte der Marktverkäufer und – jaaaaaaaaa! – der unglaublichen Werbung in den Homeshopping-Kanälen zu reagieren und diese Wunderwaffe zu kaufen: den Maxx Cuisine superduper Obst- und Gemüseschneider. Oder gleich den Salat Chef? Himmel, ich liebe diese TV-Werbesendungen. Ohne Schmarrn, ich könnte stun-den-lang zugucken, und wenn Testesser nicht da ist, mache ich das machmal auch. Das ist die perfekte Unterhaltung beim Bügeln. Am liebsten sind mir die amerikanischen Spots. Diese schlechten Schauspieler! Diese miesen Übersetzungen! Die komischen deutschen Stimmen, die darüber gelegt werden! Wundervoll!!!
„Caaaaaaaathy, das ist ja unglaublich!“
„Ja, ich weiß, Aaalan, es ist fan-tas-tisch! Und weißt Du was, Alan, damit können wir noch viel mehr machen!“
„Nein, Cathy, sag bloß! Das ist großartig!“
„Doch, doch, Alan – der Gemüseschneider kann sogar Haare schneiden! Und staubsaugen! Und Betten machen!“
„Caaaathy, das ist ja UNGLAUBLICH!“
Äh, wo war ich?
Ach ja. Kürbis-Chutney. Schnippelarbeit. Perfekt für regnerische Herbstsonntage.

Kürbis-Chutney

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Gelierzucker lässt sich hier aber gut durch Apfelpektin (z.B. aus dem Reformhaus) und eine entsprechende Menge Reissirup ersetzen. Einfach auf die Mengenangabe der Pektinpackung achten.**

für 6 Gläser à 250ml
aus „Marmeladen & Gelees“ von Hans Gerlach, wie immer mit meinen Adaptionen.

1kg Kürbisfleisch, der komplette Kürbis wog in etwa 1,5kg. Als Kürbissorte ist Hokkaido eine sichere Bank, jeder andere aromatische Kürbis eignet sich aber auch.
2 Zwiebeln
100g Ingwer
2 Knoblauchzehen
200g Zucker
2 EL Öl
Chili – Menge nach Belieben, 1 Espressolöffel ergibt eine ordentliche Schärfe, vielleicht lieber mit 1 Prise beginnen.
500ml Orangensaft
200ml Weißwein
Saft von 2 Zitronen 
Salz

:: Kürbisfleisch in kleine Würfel schneiden, Kantenlänge sollte in etwa 1/2 cm sein. Wer kein Wundergerät aus dem TV Shop, sondern wie ich nur ein großes scharfes Messer besitzt, der macht’s am besten auf diese Weise: die Kürbishälften in 1/2 cm schmale Scheiben schneiden, diese dann längs in 1/2 cm breite Streifen schnitzen und dann, Wunder oh Wunder, wiederum in 1/2 cm breite Stückchen zerteilen. Würfel. Identische Kantenlänge. Muss ja.
Zwiebel fein hacken (Kantenlänge: egal. klein.).
:: Ingwer und Koblauch ebenfalls klein hacken. Mit dem Zucker zu einer Paste vermengen. Das geht am einfachsten im Blitzhacker oder einem ähnlichen Gerät, bei mir ging’s im Mörser, wobei ich den Zucker nach und nach zugegeben habe.
:: In einem großen, weiten Topf oder einer großen Schmorpfanne das Öl erhitzen. Kürbis- und Zwiebelwürfel darin unter Rühren etwa 5 Minuten braten. Die Knoblauch-Ingwer-Zucker-Paste dazugeben, unter erneutem Rühren weitere 3 Minuten garen, dabei löst sich der Zucker auf. Anschließend Chili, Orangensaft und Wein dazugeben und alles 20 Minuten lang köcheln lassen. Die Konsistenz sollte dann marmeladig sein, allerdings nicht zu trocken, da das Gemüse beim Auskühlen noch mal ordentlich Flüssigkeit aufsaugt. Im Zweifelsfall noch einen Schluck Orangensaft oder Wein hinzugeben.
:: Zitronen auspressen und in den Saft unterrühren. Etwas einkochen lassen. Dann das Chutney mit Salz abschmecken und sofort in sterilisierte Gläser füllen und mit ausgekochten Deckeln verschließen.
Haltbarkeit:etwa 6 Monate, bei dunkler und kühler Lagerung.
Labels: hab ich mir ganz ungeniert bei Nicole Stichs Blog Delicious Days abgeschaut. Ich mag es, wenn alle „Produktionen“ eines Jahres die gleichen Labels haben. Freakig? Ja, absolut! Aber auch totale Arbeitserleichterung, da ich mir nicht x verschiedene Designs ausdenken muss. 🙂 Übrigens: Nicoles „Spicy Tomato Jam“ geht piep-einfach und schmeckt einfach fantastisch!

 

Dienstag, 23. August 2011

Eingelegte Zwiebeln

Weckgläser, die Zweite.

Zumindest im Blog. In der Wirklichkeit ist es eher „Weckgläser, die Einundvierzigste“. Ich habe da nämlich eine kleinere Obsession entwickelt und packe alles, was nicht schnell genug weglaufen kann, in Gläser: Kuchen, Brot, Desserts, Marmelade, Gemüse. Kuchen klappt mittlerweile ganz gut, Marmelade auch – Brot hat noch Entwicklungspotenzial. Und Gemüse ist auch noch ganz schönes Neuland! Zwar war das Gurkeneinwecken in der Ausführung nichts kompliziertes, aber jetzt muss ich noch 4 laaaange Wochen warten, um zu testen, ob sich das Einlegen überhaupt gelohnt hat. Geduld ist keine meiner Stärken… seufz.
Da bin ich mit diesen eingelegten Zwiebeln viel besser dran, denn die Zeit zum Durchziehen betrug hier lediglich 2 Tage – und ich habe keinen Tag länger gewartet!
Wenn Ihr aus dem Glas Mixed Pickles am liebsten die Perlzwiebeln herausgefischt habt (so wie gewisse Blog-Inhaber hier), dann ist das genau das richtige für Euch! Und garantiert ohne seltsame Zutaten wie ominöse „Gewürze“ und Konservierungsstoffe.

 

 

Eingelegte Zwiebeln

für ca. 4 kleine Schraubgläser von 250ml Inhalt – oder 1 oder 2 größere Gläser.

500g gemischte kleine Zwiebeln: Schalotten, kleine weiße, kleine rote…. Zwiebeln.
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
400ml Wasser
400 ml trockener Weißwein 
200 ml Essig 
2 Lorbeerblätter 
2 TL Senfkörner
2 TL Salz
2 EL Zucker bzw. in der zuckerfreien Version 3 EL Traubenzucker oder Reisessig

:: Zwiebeln und Schalotten putzen. Frühlingszwiebeln waschen und dann die Wurzeln so entfernen, dass die Zwiebel noch zusammenhält. Ergo: kurz über den Wurzelansatz abschneiden. Auf ca. 5cm Länge kürzen, den Rest der Zwiebel anderweitig verwenden. Knoblauchzehe pellen und halbieren.

:: Wasser zusammen mit Weißwein und Essig und Gewürzen aufkochen. Zwiebeln und Knoblauch hineingeben und bei sanfter Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen.

:: Zwiebeln und Knoblauch herausschöpfen und gleichmäßig auf die vorbereiteten Gläser verteilen. Den Sud noch einmal aufkochen und dann mit den Gewürzen ebenfalls auf die Gläser verteilen. Sofort verschließen und dann 2 Tage ohne viel Bewegung an einem kühlen Ort ziehen lassen.

 

 

Donnerstag, 20. Januar 2011

Eingelegter Knoblauch

Griechisches Kochbuch, ich komme!

Neulich habe ich „Gigandes plaki“ kochen wollen, Riesenbohnen in Tomatensauce, eines meiner Lieblings-Leckereien im griechischen Vorspeisen-Business. Das kann ich mehr oder weniger im Schlaf, aber ich dachte mir, schauen wir doch mal, was Herr Psilakis dazu sagt und habe die Bohnen kurzerhand nach seinem Rezept gekocht. Und das war sicher nicht das letzte Mal! Schon allein deswegen nicht, weil er kurz vor Ende „Garlic purée“ untergerührt haben wollte – „see page 264“. Hui. Ein Rezept im Rezept. Wie immer hatte ich das überlesen. Auf Seite 264 wurde mir klar, dass ich nicht mal eben so Knoblauchpürée würde zusammenrühren können, denn besagtes Pürée verlangte erstmal eingelegten Knoblauch…
Den „Gigandes Plaki“ habe ich an diesem Abend das Pürée vorenthalten und auf das nächste Mal vertröstet, aber die Idee vom eingelegten Knoblauch ließ mich ab dann nicht mehr in Ruhe. Ich hatte mich schon mehrfach an Knoblauchöl versucht, aber so richtig toll und aromatisch ist es mir nicht gelungen.
Auch bei dieser Variante habe ich zwei Anläufe gebraucht. Michael Psilakis‘ Rezept sieht vor, die Knoblauchzehen in Olivenöl in einem Bräter eine Stunde bei 150°C zu schmoren. Versuch Nr. 1 kam schwarz aus dem Ofen… Beim zweiten Versuch habe ich die Knoblauchzehen bei minimaler Hitze auf dem Herd vor sich hinköcheln lassen, ca. 45 Minuten, und wurde dafür mit mediterranem Duft belohnt und einem herrlich aromatisierten Öl.
Naja, nur die Mengen habe ich leicht *hüstel* angepasst. Das Psilakis-Rezept sprach von, haltet Euch fest, „3 cups garlic cloves“. 3 Tassen. Ja klar! Ich habe es auf 4 Knollen reduziert, deren Zehen dann gepellt in etwa 1 Tasse ergab. 
Ebenso habe ich auf die Mischung aus Raps- und Olivenöl verzichtet und angesichts der kleinen Menge reines Olivenöl verwendet. Immerhin griechisches!

Eingelegter Knoblauch

für 1 Schraubglas

adaptiert nach Michael Psilakis, „How to Roast a Lamb“ 

4 Knollen Knoblauch
2 Zweige Thymian
1 Lorbeerblatt
1/2 TL grobes Meersalz 
grob gemahlener schwarzer Pfeffer
sehr viel Olivenöl

:: Knoblauch in Zehen teilen und pellen.
Zusammen mit Thymian, Lorbeer, Salz und Pfeffer in einen Topf geben und mit soviel Olivenöl bedecken, dass der Knoblauch nicht mehr herausguckt.
:: Den Topf zudecken und bei minimalster Hitze auf dem Herd erwärmen, dabei hin und wieder umrühren. Wenn das Öl zu brodeln und der Knoblauch zu brutzeln beginnt, kurz von der Herdplatte ziehen und leicht abkühlen lassen, dann wieder auf die Platte stellen.
:: Nach ca. 45 Minuten in ein ausgekochtes Schraubglas füllen und vollständig abkühlen lassen.
Psilakis sagt, dass sich der eingelegte Knoblauch im Kühlschrank ca. 3 Wochen hält. Ich würde behaupten, dass er sich auch länger hält, denn Öl konserviert ja recht gut. Und wenn man sich bei Öffnen und Entnehmen an ein paar hygienische Grundregeln hält (sauberer Löffel, nicht reinfassen), sollte eigentlich nichts schiefgehen.