Kategorie-Archiv: Exotisch

Donnerstag, 3. September 2015

Ugly Food – macht aber nix: Kalte Tomaten-Avocado-Suppe mit pikanten Kokoschips (quasi veganem Bacon)

Farbenlehre, 2. Klasse Grundschule: Gelb und Blau ergibt Grün. Rot und Blau ergibt Lila. Rot und Grün ergibt… Braun. Was im Tuschkasten funktioniert, lässt sich auch auf Essen übertragen, und so wird gemeinerweise aus der Kombination der hellgrünen Avocado und der knallroten Tomate ein recht unattraktives Graubraun. Das hatte ich mir anders vorgestellt! (Womit mal wieder klar wäre, dass die Schule und der Kunstunterricht doch schon das ein oder andere Jahr her sind.)
Die Lösung des Problems war folgende: 1. Die Suppe, die im Grunde genommen schmeckt wie flüssige Guacamole (also granatenmäßig!), mit einer Schicht pikant gewürzter Kokoschips bedecken. 2. Das Licht dimmen; wobei uns die wieder kürzer werdenden Tage helfen.

Die pikanten Kokoschips habe ich in diesem Internet ganz oft als “vegan bacon” gesehen. Auch wenn ich sonst nichts von manchmal obskurem Fleischersatz halte, war die Neugier groß. Außerdem waren alle Zutaten im Haus. Und egal ob Bacon oder nicht, Veganer oder Omni: Die salzig-räuchrigen Chips sind der Knaller! Die essen sich auch ohne Suppe prima weg…Kalte Avocado Tomaten Suppe mit "Vegan Bacon" Weiterlesen

 

Freitag, 19. Juni 2015

Das doppelte Curry: Einmal vegan, einmal mit Fisch. Mein Flexitarier-Beitrag auf der REWE-Homepage.

Beim letzten Mal sprach ich von einigen Projekten, die mich beschäftigt halten. Et voilà, hier ist schon mal eines davon!

Veganes Blumenkohl-Kartoffel-Curry mit Kichererbsen

REWE bat eine Reihe von Foodbloggern, sich zum Thema Flexitarismus (das ist ab heute ein Wort!) Gedanken zu machen und ein Gericht in zwei Varianten zu kochen. Dabei ist die Aktion “Mal mit, einmal ohne – Blogger kochen flexitarisch” entstanden.
Ich freue mich sehr, dass ich mit meinem doppelten Curry dabei bin: Ein indisch inspiriertes Curry mit selbst gemischter, aber unkomplizierter Gewürzpaste hat einmal Fisch und Garnelen an Bord, und einmal, in der veganen Fassung, stattdessen Kichererbsen. In beiden Fällen ist viel Gemüse, viel Würze und viel Liebe dabei.

Schaut ganz schnell auf der REWE-Homepage vorbei!
Mit mir zusammen haben diese drei großartigen Kollegen den flexitarischen Kochlöffel geschwungen:
Stefanie von schmecktwohl
Tastesheriff Clara
und Björn von Herzfutter

Blumenkohl-Kartoffel-Curry mit Fisch und Garnelen

 

Mittwoch, 26. Februar 2014

Kleine Kokos-Käsekuchen mit Papaya: Ich back’s mir mit Claretti, Runde 2

Die #quarkkrise war noch in vollem Gange, da verkündete Tastesheriff Clara das Motto für den Februar und rettete mich wieder ein weiteres Stückchen. Denn diesmal hieß es: Käsekuchen, in allen Varianten. Und ich so: YEAH!, denn, surprise surprise, ich liebe Käsekuchen. Relativ schnell fanden sich demnach auch zwei Ideen, die es auszuprobieren galt – und beide sind wirklich sehr köstlich geworden. Lustigerweise sehen sich meine beiden Käsekuchen-Varianten recht ähnlich, woran hauptsächlich die Farbgestaltung Schuld ist, beide sind so schön rosa… Geschmacklich sind sie aber sehr weit voneinander entfernt, denn eine ist süß und fruchtig und die andere herzhaft und salzig.

Kokos-Käsekuchen mit Papaya-Maracuja-Topping

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Montag, 24. Juni 2013

Kokos und weg! Kokos-Erdbeer-Törtchen und eine Traumreise ins Kurumba Maldives Resort, die es zu gewinnen gibt!

Endlose weiße Strände? Kristallklares Wasser und Sand zwischen den Zehen? Strahlende Sonne? Ach ja, das wäre so schön! Dazu noch ein eisgekühlter Cocktail oder ein kühles Kokoswasser, direkt aus der Nuss. Und jemand, der alle kulinarischen Wünsche erfüllt. Könnt Ihr haben! Doch, ehrlich. Alles, was Ihr braucht, ist Kokos. Und eine Idee, was man damit Grandioses anstellen kann. Und dann, mit etwas Glück, fliegen Ihr und Euer Rückeneincremer des Vertrauens schon bald dem Traumurlaub im maledivischen Kurumba-Resort entgegen.

Kokos Erdbeer Cupcakes

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Dienstag, 2. Oktober 2012

Langsam geschmortes Gewürzhähnchen

Neulich im Lecker Lezmi-Interview fragte Isabel nach dem, was es gäbe, wenn ich mir einmal etwas gönnen möchte. Meine Antwort war “ein knuspriges Brathähnchen”, und eigentlich sollte es am Sonntag wieder soweit gewesen sein. Der Anlass: Die Bude ist fertig. Nun – fast fertig. Es hängt noch kein Bild an der Wand und auch sonstige Dekoration ist eher spärlich vertreten, aber alle Möbel stehen an ihrem Bestimmungsort, die Kartons sind ausgepackt, der Keller ist ansatzweise organisiert und auch die letzte Baustelle, die Küche, ist wieder benutzbar, ohne dass man Yogi-mäßige Verrenkungen ausführen muss, um an Gewürze und anschließend an Rührlöffel zu kommen. This calls for a celebration!
Auf dem wunderbaren Lüneburger Wochenmarkt flatterte also ein Gockel in meine Einkaufstasche, und als ich im Vorbeigehen am Gewürzstand hörte, wie der Händler einem Kunden seine spezielle Curry-Mischung anpries, kam mir die Idee, statt des Brathähnchens doch lieber ein sehr langsam geschmortes Gewürzhähnchen zu zaubern. Der Gatte, um seine Meinung gebeten, antwortete mit einer Gegenfrage: “Ist das das Huhn mit DER Sauce? Ja?”, und das Strahlen in seinen Augen allein hätte mich davon überzeugt, jedes andere womöglich geplante Rezept zugunsten “der Sauce” über den Haufen zu werfen.
Das Hähnchen wird dazu zerteilt, ich habe mir hier zeigen lassen, wie das funktioniert. Dank des superscharfen Messers, das mir netterweise von Butch.de zur Verfügung gestellt wurde (toller Laden! meine Wunschliste wächst ins Unendliche…) ging das sehr geschmeidig.
Die drei Stunden Schmorzeit kann man übrigens auch sehr gut aufteilen: So habe ich alles angebraten und schon einmal zwei Stunden köcheln lassen, bin dann mit dem Liebsten noch eine Weile durch unsere neue Heimatstadt gebummelt und habe dann abends das Hähnchen zuende schmoren lassen. Währenddessen waren auch Reis und Linsen fertig. Und der Liebste selig.
Ein absoluter Soulfood-Favorit für kühle Tage, die orientalischen Gewürze bringen Wärme in den Bauch und ins Gemüt!
Langsam geschmortes Gewürzhähnchen
Für 2
Frei nach diesem Rezept aus der CK-Datenbank
Vorweg: Das Gericht funktioniert nicht mit Hähnchenbrustfilet, es braucht definitiv Fleisch mit Knochen. Nach dem Zerteilen friere ich die Brustfilets in der Regel ein, um sie später zu verwenden.
1 Bio-Hähnchen von etwa 1,5kg oder 2 Keulen und 2 Flügel o.ä.
2 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 Zimtstange
1 TL Fenchelsamen
1 TL gelbe Senfsaat
1 TL Koriander (ganz)
1 TL Kreuzkümmel (ganz)
1/2 TL Anissamen
5 Kardamomkapseln
2 TL Kurkuma (gemahlen)
1 rote Chili
1 große reife Tomate, alternativ 1 TL Tomatenmark
3 EL Ghee oder Butterschmalz
500ml Wasser
Salz
:: Hähnchen waschen, trockentupfen und zerlegen (klick für die Anleitung). Alternativ die Hähnchenteile waschen und trocknen.
:: Zwiebeln hacken, Knoblauch und Ingwer in Scheiben schneiden. Die Gewürze mischen. Die Tomate würfeln und die Chilischote in Ringe schneiden.
:: In einem ausreichend großen Bräter oder Schmortopf 2 EL Ghee erhitzen und die Hähnchenteile darin rundherum scharf anbraten. Herausnehmen und den restlichen EL Ghee in den Bräter geben. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer darin anbraten, dann die Gewürze dazugeben und unter ständigem Rühren etwa 1 Minute anrösten, aufpassen, dass nichts anbrennt! (*pfeif*)
:: Die Hähnchenteile wieder zurück in die Pfanne legen, Tomatenwürfel und Chili dazugeben und alles mit 500ml Wasser angießen. Etwas salzen und die ganze Masse einmal aufkochen lassen. Die Hitze auf die kleinste Stufe herunterregeln, Deckel auflegen und Hähnchen und Gewürze 3 Stunden bei allerkleinster Hitze schmoren lassen, bis das Fleisch nahezu von selbst von den Knochen fällt.
:: Das Fleisch aus dem Topf nehmen und warmhalten. Die Sauce durch ein Sieb passieren, die Rückstände im Sieb richtig gut auspressen, damit möglichst viele Aromen in der Sauce bleiben, und die Sauce dann auf die gewünschte Konsistenz einkochen lassen.
:: Die Keulen und Flügel wieder in die Sauce legen (wer mag, zieht vorher die Haut ab) und am besten zusammen mit Reis und Linsen servieren.
 

Sonntag, 24. Juni 2012

Sweet Sunday: Five treats to bring sweetness to your (sugarfree) day and stop the cravings

This is something of a first, writing a blog post in English*. And it’s something of an exception, too, but let me explain: Nearly ten years after finishing school and uni I went back to being a student again. For a short time but still: I take lessons, I learn new things and I’m handing in homework. (You, my dear readers, are experiencing my homework for this week right while reading this. Aren’t you excited?) I am taking classes with the lovely Holly Becker which you might (should!) know as the author of the wonderful decor8 blog and an equally great book. The classes she and her co-teachers are giving at Blogging Your Way e-courses are truly inspiring but oh my gosh – I had totally forgotten how hard student life is! :)
So in honour of Holly and my fellow international students I’ll switch to English for this post.
The “sugarfree” posts have caused quite a stir here on the blog and whenever I mention the thing about not eating sugar to people in my non-virtual life they will typically answer, “Ohmigod, I could NEVER do this, I’m so addicted to my piece of sweet little something here and there during the day.” My standard answer would be that it’s all a matter of habit (unless you wave a Snickers bar in front of my face. That’s still a toughie.) but that there ARE substitutes that get you nicely over your cravings and will satisfy your sweet tooth. Even if you’re not planning to go all sugarfree you might be interested in something to replace that candy bar every now and then, so I though I’d share.
So here’s my favourite Sweet Five:
Vanilla powder
There’s hardly a sweet treat out there that doesn’t contain vanilla. It adds sweetness and taste to all kinds of cakes and chocolates – and I think it’s  a shame that we mostly use vanilla as a flavouring agent instead of giving it the attention it deserves. I’m raising my voice for vanilla! So treat yourself to a small jar of ground vanilla pods and mix half a teaspoon over plain yoghurt or sprinkle some onto your coffee or on your morning muesli. The smell alone will lift your spirits and the sweet and pure taste will make up for any longing for cookies. (Or for Snickers bars. Hrmph.)

5 sweet treats to boost sugar cravingsCocoa nibs.

I used to say that as long as cocoa beans grow on trees I consider chocolate as some sort of fruit. Now that fruit is off limits for a while, I declare cocoa beans as legumes. They’re beans, after all! Seriously though, we all have heard about the health benefits of raw cocoa and (very) dark chocolate so it’s just a small stretch towards nibbling on real cocoa for a change. I have never liked this super dark 99 per cent chocolate bar and I had my reservations about cocoa beans but really – they are something else. They have an intense chocolate flavour with a subtle sweetness, all along with a nice crunch. In fact they were my rescue remedy when I learned to have my espresso without sugar since cocoa beans and feshly brewed coffee are an ideal match.

5 sweet treats to bust the sugar cravingsCoconut water & coconut oil

To me, some hint of coconut is a must in most Thai dishes. Coconut flavour might even be the reason I love Thai food in the first place. When coconut water became the Hollywood It-drink some years ago I was suspicious (as I always am when it comes to it-this and hip-that) but I became a fan of the stuff pretty soon. It’s fruity and a bit sweet and always reminds me of the baby coconuts that were offered on every corner of Balinese streets. Coconut water does contain a bit of fructose but it’s on quite a low level.
Coconut oil is perfect for frying at high temperatures since it will not change its texture or burn if heated to high. There’s a number of studies showing the health benefits of coconut oil, and I think there’s got to be a reason why Asian dishes are cooked with it. It’s also said to be great for hair and body care, however I haven’t given that a try yet. I believe in inner body care. :-)

5 sweet treats to bust the sugar cravingsRice syrup
Most natural liquid sweeteners such as honey or agave syrup will contain high fructose levels. If you’re trying to keep your fructose intake low then rice syrup might be your friend. Its taste is a bit lighter than honey and the syrup is a bit less sweet but other than that it’s a great substitute for honey. For the sole purpose of sweetening you can substitute sugar and rice syrup roughly on a 1:1 basis but I’d be careful when it comes to baking. Other than pure sweetness sugar has some more functions, such as adding volume to a cake batter. But do not fear – there’s a whole world of sugarfree bakers out there, so get your search engine on. I’ll do that, too, once my no-sweetness-at-all time is up.

5 sweet treats to bust the sugar cravings

Chai tea 
Chai tea isn’t only a sweet and tasty drink, its preaparation is also some kind of a ritual. Personally I find that my cravings for sweets are often a result of either stress or boredom. Brewing a cup of chai tea makes for a nice distraction from either a fizzy mind or a bored one. Sweet spices like cinnamon, cardamom and liquorice calm the cravings (and the mind), plus it adds to your daily drink balance. I’m guilty as charged when it comes to not drinking enough. Chai is available in a wide range of varieties and tastes, with black or green tea as a base as well as pure herbal tea. Please avoid the boxed chai tea powders, their main ingredient will usually be sugar. 

Since I’m pretty new to the no-sugar business my main source of inspiration is Sarah Wilson and her book “I quit sugar”. But these five sweet cravings busters do work for me, and very well so, so I guess there’s no harm in trying. And I’m always happy when it comes to new unsweet sweet things, so please do share!

While some of the ingredients above may seem pretty exotic, most of them will be readily available in the stores. Look for coconut oil and water in your local dm Drogeriemarkt at the organic grocery section or refer to your local health store/Reformhaus. Both shops will also most likely carry rice syrup and a variety of chai tea. I was lucky to find ground vanilla beans in a small spice shop but a there’s a couple of online shops that sell vanilla powder at a fair price. THIS one is also the one where I ordered my cocoa beans.
Have yourself a sweet little Sunday evening!
All the best,

Katharina

*Initially, when I set up the blog, I had even considered writing it in English altogether but then decided to stick to German. I felt more confident using my mother tongue, also I do think some of the things I write about here don’t translate all that easily. Or well – they might give me a hard time translating them properly, getting the message across as I’d like it to. For a while I toyed with the idea of having a bilingual blog, but as much as I admire bloggers who do exactly that I felt like the blog would be at risk of turning into hard work instead of being fun – which was its first purpose. I guess you all know these days when words and ideas for blog posts come flying by without much ado but then there’s these other days when you fight for good ideas to share in your post. Or any ol’ idea in the first place. Admittedly, the thought of struggeling to translate hard-earned posts to another language scared me off. And lazy cow that I am I kept it at that. At German language, that is. Jawohl. :-)
 

Freitag, 9. März 2012

Scharfe Mango-Papaya-Salsa

Eine auf den Punkt gereifte Mango und eine ebenso reife Papaya wollten keinen Obstnachtisch ergeben. Sie schmiegten sich an die Chilis und bestanden darauf, zu einem Teil des Haupgerichts zu werden, schließlich seien sie doch auch so scharfe Biester. Und so sexy.

Na gut. Manchmal sollte man einfach wissen, wann man nachgeben muss.

Also alles in Begleitung durch meine neue Lieblingsbeschäftigung – Hörbucher! (Ich weiß, ich hinke dem Rest der Welt um Jahrhunderte hinterher…) – liebevoll in kleinste Würfelchen geschnitten, gemischt, gewürzt und allem einem kleinen Schönheitsschlaf gegönnt. In die liebsten Schälchen gefüllt und mit mehr Grün gekrönt. Zu köstlichen Garnelen und knusprigem Fladenbrot gereicht.
Ich glaube, sie waren zufrieden.

Scharfe Mango-Papaya-Salsa

1 reife Mango
1 reife Papaya
jeweils 1 rote und grüne Chilischote – die Schärferegulierung der Salsa liegt ganz bei Euch.
1 kleine rote Paprika
1 kleine rote Zwiebel
Saft von 1/2 Orange
Limettensaft
Salz, Pfeffer
1/2 Bund Koriander

:: Mango und Papaya waschen, entkernen, schälen und in kleine Würfelchen schneiden. In eine Schüssel geben.
:: Chili und Paprika putzen, die Samen entfernen und jeweils in feine Würfel schneiden.Zwiebel pellen und ebenfalls fein würfeln. Alles zusammen mit den Mango- und Papayawürfeln mischen.
:: Mit Orangensaft, einigen Spritzern Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und 30 Minuten durchziehen lassen.
:: Kurz vor dem Servieren den Koriander waschen und trockenschütteln. Die Blättchen fein hacken und unter die Salsa rühren.
 

Sonntag, 22. Januar 2012

Kokos-Crêpes mit Palmzuckersirup

Vor Weihnachten haben wir uns aus dem Staub gemacht, sind der norddeutschen Wettertrübseligkeit per Flieger entronnen und haben uns knapp zwei Wochen im tropischen Klima die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Das Ziel unserer verspäteten Flitterwochen: Bali, die Insel der Götter. Auf der Suche nach einem Reiseziel gab ich “Bali” in die Bildersuche ein, und beim Anblick der smaragdgrünen Reisterrassen sagten Bauch, Herz und Kopf einstimmig: DA will ich hin. Gesagt, gebucht, gepackt.
Nach langer langer Anreise wurden wir vom klimatisierten Flugzeug ins tropische Klima gespült. Ich bin ein Sommer- und Sonnenkind, und so fing sofort jede Zelle an, vor Freude Lambada zu tanzen. Die ersten Tage verbrachten wir relaxend am Strand, schliefen den Jet-Lag, die Hektik des Jahresendes und die winterliche Trägkeit weg. Dann begannen wir die Insel zu erkunden. Wir haben meerumtoste Tempel gesehen, unfassbar dichten, völlig irren Verkehr, stille Heiligtümer im Dschungel, riesige, farbenfrohe Schmetterlinge, exotische Blüten und auch die Reisterrassen, die tatsächlich unglaublich beeindruckend und spektakulär schön sind.

Und ich wäre nicht Foodie, wenn ich mich nicht einmal durch die balinesische Küche gegessen hätte und von jeder tropischen Frucht probiert hätte, die ich probieren konnte. Und ich wäre noch weniger Foodie, wenn ich nicht auch ein Kochbuch mit nach Hause genommen hätte! Heinz von Holzen, wiewohl Schweizer von Geburt, scheint der balinesische Starkoch zu sein. In sein Restaurant “Bumbu Bali” haben wir es leider nicht mehr geschafft, aber sein Kochbuch holt uns immer mal wieder kulinarische Urlaubsmomente nach Hause.

 
Übrigens ist das keine Tomate, sondern eine Tamarillo… just saying. ;-)
Kokos-Crepes mit Palmzuckersirup

Für ca. 10 Crêpes

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept, und leider lässt sich Palmzucker auch nicht wirklich durch ein Ersatzprodukt austauschen. Leider!!!**

FÜR DIE FÜLLUNG:
250ml Wasser
375g Palmzucker (im Asienladen, am besten den “krümeligen” kaufen, nicht den im Block)
200g frisch geriebene Kokosnuss, oder Kokosraspel
1 EL Limettensaft

FÜR DIE CREPES:
100g Reismehl
1 EL Zucker
1 Prise Salz 
3 Eier
250ml Kokosmilch
Kokosöl oder neutrales Öl zum Ausbacken

:: Zunächst den Palmzuckersirup herstellen, dazu Zucker und Wasser in einem Topf oder einer kleinen Pfanne erhitzen, bis der Zucker geschmolzen ist. Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und 10 Minuten sanft köcheln lassen.

:: Für die Crêpes Reismehl, Zucker und Salz mischen, dann mit den Eiern glattrühren – vorsicht, staubt! Kokosmilch unterrühren, so dass es einen glatten, eher flüssigen Teig ergibt. Pfannkuchenteig, eben.

:: In einer kleinen Pfanne etwas Öl erhitzen. Je nach Pfannengröße 3-4 EL Teig in die Pfanne gießen und einen dünnen Crêpe ausbacken, wenden, wenn der Teig stockt. Der Pfannkuchen sollte nicht braun oder dunkel werden.
Crêpes auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

:: Den Sirup erhitzen, (frische) Kokosraspel und Limettensaft dazugeben und 2 Minuten köcheln lassen.
Je 1 EL Sirupfüllung auf einen Crêpe löffeln, die obere und untere Kante zur Mitte falten und dann von der schmalen Seite her aufrollen. Ich habe die Crepes mit Pandanblättern zusammengebunden.
Kokos-Crêpes mit einem Salat aus exotischen Früchten und etwas zusätzlichem Sirup servieren.

 

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Steckrüben-Kürbis-Curry mit Würzfladenbrot

Confessions, confessions: Ich mag Dinge, bei denen viele andere die Mundwinkel nach unten verziehen. Nee, Moment, ich rede jetzt nicht von frittierten Würmern und ähnlich exotischem Getier, aber schaut Euch mal um, bei wie vielen Menschen allein das Wort “Rosenkohl” oder “Blumenkohl” Ablehnung hervorruft. Ich liebe beides.
Steckrüben fallen auch in diese Kategorie. Allein der Beiname, Wruken, klingt nicht gerade nach kulinarischem Hochgenuss, dabei gab es als Kind für mich kaum was schöneres, als wenn meine Oma zum Mittagessen Steckrüben gekocht hatte. Ihr selbst waren sie, irgendwie verständlich, durch die Hungerzeiten während des Krieges verleidet, ich glaube, sie aß sie mit einer Art verachtungsvoller Disziplin. Ich dagegen liebte die süßlichen Würfel, eine Liebe, die bis heute anhält und die jeden Winter erneut eine Renaissance erlebt.
Deswegen habe ich mich sehr gefreut, neulich bei Kirsten von Sugar and Spice ein Steckrüben-Curry zu sehen, das sofort auf die Nachkochliste wanderte. Das Buch, aus dem sie das Rezept entnommen hat, lacht mich schon seit geraumer Zeit an: Winterküche von Tanja Dusy. Ich will fast rückfällig werden von meinem Vorsatz, dieses Jahr auf Weihnachtsgeschenke zu verzichten, auch an mich selbst.
Mist.

Steckrüben-Kürbis-Curry mit Würzfladenbrot

Für das Curry:
400 g Steckrüben 
500 g Kürbis, geputzt ca. 400 g 
2 Zwiebeln 
1 Knoblauchzehe
1 großes Stück Ingwer (6-8 cm)
3 EL Öl zum Braten
1 TL Kurkumapulver
1 TL Chilipulver 
2 TL Garam Masala 
1 Dose gehackte Tomaten 
250 g Naturjoghurt 
Salz 
1 Dose Kichererbsen (400 g)

Für das Würzbrot:
1/2 türkisches Fladenbrot 
1/2 Knoblauchzehe 
3 EL Butter
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel 
1 Prise Chilipulver

 
:: Steckrüben und Kürbis schälen, Kürbis entkernen, und beides in Würfel schneiden, ca. 2cm groß.
Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer schälen und jeweils fein hacken.
:: In einem großen Topf das Öl über kleiner Flamme erhitzen. Darin zunächst die Zwiebeln langsam anbraten bis sie etwas Farbe bekommen haben, dann Ingwer und Knoblauch dazugeben und mitdünsten. Mit Kurkuma und Chili abstäuben und eine weitere Minute braten. Dann Tomaten und Garam Masala unterrühren und die Hitze hochdrehen, so dass die Mischung ordentlich 3-4 Minuten kocht und recht viel Flüssigkeit verdampft.
:: Den Topf vom Herd nehmen und die Hälfte des Joghurts unterrühren. Steckrüben und 100ml Wasser unterheben und kräftig salzen. Bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen, dann die Kürbiswürfel dazugeben und weitere 25-30 Minuten köcheln lassen, bis alles gar ist. Die Kichererbsten abtropfen lassen und ca. 5 Minuten vor Ende der Garzeit unterrühren.
:: Während das Curry köchelt, ist das Würzbrot dran: Dafür den Backofen auf 180°C vorheizen. Das Fladenbrot in ca. 4cm breite Streifen schneiden und halbieren, dann aufschneiden. Butter in einer kleinen Pfanne schmelzen, die Knoblauchzehe entweder fein hacken oder direkt durch die Knoblauchpresse in die Pfanne pressen und 2 Minuten anbraten. Die Pfanne vom Herd nehmen, die Gewürze dazugeben und gut unterrühren. Die Paste entweder auf die Brotscheiden streichen oder die Scheiben mit der Krume in die Mischung drücken, zusätzlich noch leicht salzen. Die Brote in den Ofen schieben und ca. 10 Minuten rösten.
:: Curry auf tiefen Tellern verteilen, jeweils einen Klacks vom restlichen Joghurt darauf geben und eventuell, wenn man mag, mit Koriander oder Petersilie bestreuen. Das Brot dazu reichen.
 

Donnerstag, 29. September 2011

Misosuppe, eine Art

Misosuppe ist mein “must have” bei jedem Besuch eines japanischen Restaurants.
Zuhause allerdings habe ich noch keine großen Versuche gestartet, irgendwie schien mir das ganze immer super-kompliziert zu sein, das Miso-Rezept im Japan-Heft der  “Lust auf Genuss” vom März/April verlangte unter anderem Bonitoflocken oder zumindest Dashi. Und so gern ich auch neue Lebensmittel einkaufe, so wenig mag ich es, wenn sie dann nach einmaliger (womöglich erfolgloser) Nutzung im Küchenschrank vor sich hinvegetieren.
Neulich sah ich dann auf dem Blog Green Kitchen Stories aber eine Misosuppe mit Nudeln, die eigentlich ganz machbar aussah, da alle “exotischen” Dinge dafür durchaus in meinem Küchenrepertoire vorhanden waren: Misopaste und Soba-Nudeln. Wenn’s weiter nichts ist, dachte ich mir, versuch ich das mal! Und tatsächlich war’s nicht kompliziert. Es ist ganz sicher keine klassische japanische Misosuppe, aber für die alltägliche Küche durchaus eine gute und wärmende Alternative zum Gemüseeintopf.
Sie sieht im echten Leben auch ein bisschen attraktiver aus als auf dem Foto, ich schwör! Ich habe mein Bestes getan, aber wie wahrscheinlich allen Bloggern ohne professionelle Fotoausrüstung und Lichtzelt fällt mir die Umstellung vom langen Tageslicht auf die nun wieder früh einbrechende Dunkelheit sehr schwer. Ich habe allerdings kürzlich die Seite der Lighing Academy gefunden und werde mich mal durch die Tipps lesen. Ich befürchte aber, wenn ich nun auch noch mit Papier und Stehlampen rumhample, halten mich meine Nachbarn für komplett bescheuert.
Nun ja. Alles für’s Projekt!
Misosuppe, eine Art

nach der Version von Green Kitchen Stories – und mir. :-)

1/2 Chilischote
1 Stückchen Ingwer, ca. 3 cm
2 Knoblauchzehen
1 Stängel Zitronengras
4 kleine Karotten
1/2 oder 1 kleine, schlanke Stange Lauch
6 Pilze: braune Champignons oder Shiitake
1 Fenchelknolle
150g grüne Bohnen
3-4 EL Misopaste
1 EL Sojasauce
100g Sobanudeln
1/2 Bund Koriander
2 TL Sesam

:: Schnippelarbeit, die erste: Chili, Ingwer und Koblauch waschen bzw. schälen, von allem Ungewollten befreien und fein hacken. Zitronengras der Länge nach halbieren und mit dem Messer anquetschen. Alles zur Seite stellen.
:: Schnippelarbeit, die zweite: Karotten, Lauch, Pilze, Fenchel und Bohnen säubern. Mohrrüben mithilfe des Sparschälers in schmale Streifen hobeln. Lauch in ca. 6cm lange Stücke teilen und diese dann mit dem Messer in feine Streifen schneiden. Pilze vierteln, Fenchel ebenfalls in Streifen schneiden. 
:: In einem großen Topf 1,5l Wasser zum Kochen bringen. Misopaste in einer Schüssel mit etwas heißem Wasser auflösen und dann in den Topf geben. Sojasauce, Chili, Ingwer, Knoblauch und Zitronengras  hineinwerfen, den Topf vom Feuer nehmen und alles eine Weile ziehen lassen – in der Zeit habe ich die Bohnen gekocht: Da sie eine etwas längere Kochzeit als das restliche Gemüse haben, habe ich sie für ca. 8 Minuten separat in etwas Salzwasser vorgekocht – bei Green Kitchen Stories kommen sie direkt in die Misosuppe. Geschmackssache! 
:: Einen zweiten Topf (oder eben den, in dem sich gerade noch die Bohnen befanden) mit Wasser aufsetzen und darin die Soba-Nudeln nach Packungsanleitung kochen, meistens ca. 5 Minuten.
:: Währenddessen alles übrige Gemüse ins Miso-Wasser geben und für ein paar Minuten erhitzen, aber nicht kochen. Da das Gemüse sehr fein geschnitten ist, braucht es nur maximal 5 Minuten, um bissfest gegart zu sein.
:: Nudeln abgießen, zur Suppe geben und diese dann auf Schälchen verteilen, mit Koriander und Sesam bestreuen und servieren.