Archiv der Kategorie: Fleisch

Freitag, 30. Oktober 2015

Schnelles Pulled Chicken „Indian Style“ (mit Kokosmilch und Gewürzen)

Noch so ein Rezept, mit dessen Titel ich mich schwer tue. Im Original ist es ein „(Paleo) Pulled Tandoori Chicken“. So, und nu übersetz das mal elegant! Genau. Außerdem ist Pulled Meat im Normalfall auch eher etwas sehr lange bei sehr kleiner Hitze Gegartes – dieses Gericht ist aber in weniger als 45 Minuten fertig (es sei denn, der Reis braucht länger).
Wie dem auch sei – unser „Fleischtag“ in dieser Woche fällt indisch inspiriert aus. Nur mit Paleo ist dann nichts mehr, denn dazu gibt es Belugalinsen und Reis mit Erbsen. Egal: Die Bikinifigur hat jetzt Winterpause!

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Samstag, 13. September 2014

Rosemary Skillet Chicken – alles in eine Pfanne und dann ab in den Ofen

In den letzten Monaten habe ich nicht nur den Blog, sondern auch das ganze „Social Media Gedöns“ ziemlich vernachlässigt. Gut, ich hatte wichtige Gründe ;-), aber man merkt schon, wie schnell die Technologie einen überholt und davonsaust, wenn man sie einmal lässt. Am ehesten war ich noch bei Instagram zugange, Bildchen gucken oder auch aufnehmen und teilen geht fix. Twitter war am Anfang meine Kinderwagenschieb-Unterhaltung, seit der Kinderwagen allerdings im Keller vereinsamt und der MiniMan und ich fast nur noch mit der Manduca unterwegs sind, hat das aber auch ziemlich nachgelassen. Schade eigentlich, denn Twitter ist wirklich unterhaltsam. Komplett ignoriert habe ich Facebook, die Profilseite des Blogs genau so wie meinen privaten Account. Ehrlich gesagt habe ich da aber auch nichts vermisst, Facebook und ich haben irgendwann festgestellt, dass unsere Freundschaft irgendwie abgeklungen ist.

Haehnchen_Kartoffel_Pfanne_3

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Donnerstag, 7. November 2013

Heute findet Ihr mich bei Lunch For One mit einem Soulfood-Schmorgericht für den Herbst

Heute koche und esse ich auswärts.
Tina, deren Reisehunger mindestens genauso groß ist wie ihr Appetit auf gutes Essen, erkundet für mich (also, fast…) meine Traumdestination Neuseeland. Damit sie sich trotz grauem Herbstwetter wieder auf’s Heimkommen freuen kann, hat sie einige Foodblogger gebeten, ihr die Rückkehr mit gutem Essen zu versüßen, mit Gerichten, auf die sie sich freuen kann.

Ich freue mich, dabei zu sein, und so habe ich für Tina den Ofen angeworfen und ihr ein herbstliches Schmorgericht mitgebracht, in dem Rinderbeinscheiben in viel Gemüse und noch viel mehr Rotwein baden, bis sie weich und aromatisch sind. Den Duft, der dem Schmortopf entweicht, möchte ich am liebsten in Flaschen abfüllen…

Schaut hier: Geschmorte Beinscheiben für Tina von Lunch For One.

Geschmorte Beinscheiben in Rotwein

 

Dienstag, 5. November 2013

Rote-Bete-Burger mit Spinat und Avocado-Sauce

Meine Obsession Faszination für die Kombination „Rote Bete und Spinat“ hat sich seit dem Salat nicht gelegt. Überhaupt die für Rote Bete. Vielleicht sollte ich das in meiner persönlichen Spalte der „kulinarischen Absonderlichkeiten während der Schwangerschaft“ ablegen. Nun, ich schätze, das ist besser als die Klassiker wie Gewürzgurken mit Nutella. (A propos Nutella, erinnert mich daran, dass ich das neueste zuckerfreie Nutelle-Rezept blogge!)

Rote-Bete-Burger mit Spinat und Avocado-Sauce

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Donnerstag, 31. Oktober 2013

Quitten-Finale: Hähnchenschenkel mit Quitten und Cidre-Sauce

Jedes Jahr wiederholt sich ein Ritual: Ein Eimer Quitten wandert vom Schwiegereltern-Garten in meine Küche und verströmt dort seinen unwiderstehlichen Duft. Die ersten Kilos werden pflichtgemäß zu Gelée und Quittenmus verarbeitet, ein Teil wandert in Kuchen, in dem Quitten wie Birnen verwendet werden können, und ein paar Gläser Quittenchutney fallen auch noch an.
In diesem Jahr erreichten mich gleich ZWEI Eimer der goldenen Früchte. Toll! dachte ich, aber spätestens nach dem zehnten verarbeiteten Kilo packte mich ein leichter Quittenkoller. Zum Glück erbarmten sich zwei liebe Bloggerkolleginnen und nahmen mir die letzten Früchte ab. Nun – beinahe die letzten, zwei Quitten lagen immer noch in der Warteschleife, aber mit ihnen hatte ich etwas anderes vor als Einkochen.

Hähnchenschenkel mit Quitten und Cidre-Sauce

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Dienstag, 2. Juli 2013

Mekong Food: Schnelle Gurken-Hackfleisch-Pfanne

Rechtfertigt ein einzelnes gelungenes Rezept den Kauf eines mir ansonsten unbekannten und zugegebenermaßen nicht ganz günstigen Kochbuchs? Ein Rezept, das allerdings so gut ist, dass es das bei uns mehr als nur einmal gab. Und das in den letzten vier Tagen! Das bei Valentinas Kochbuch  veröffentlichte Interview und das zweite Rezept lassen wirklich Schönes und Köstliches ahnen, ebenso die Online-Vorschau. Ich werde wohl das ein oder andere Mal um „Mekong Food“ von Michael Langoth herumschleichen müssen…

Hackfleisch- und Gurkenpfanne

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Montag, 10. Juni 2013

Griechisches Zitronenhähnchen mit Kartoffeln

Meine Damen und Herren, Mesdames et Messieurs, Ladies and Gentlemen – Κυρίες και Κύριοι! Wir unterbrechen das laufende Programm die Spargel-Rhabarber-Erdbeer-Saison kurz für ein sensationelles Gericht, das nie sensationeller schmeckt als zu dem Zeitpunkt, wenn die Sonne scheint und uns von Balkonien direkt in den sonnigen Süden versetzt. Wenn jeder noch so kleine Balkon zur großzügigen Loggia wird, die Terrasse zur Lounge Zone und das kleinste Gärtchen zum Schlosspark. Wenn die Eiswürfel im Glas klingeln und die Luft nach sonnenbeschienenem Thymian riecht. Dann ist Zeit für das Griechische Zitronenhähnchen, mit Kartoffeln, Lorbeer und Oliven.
 

Donnerstag, 18. April 2013

Fleischbällchen mit Spinat, Knoblauch und Lauchzwiebeln

Ich hab’s ja eigentlich nicht so mit Fernsehwerbung. OK – ich bin gewissermaßen ein Marketingopfer, aber eher eins im Direktkontakt, meine Schwäche ist das Regal im Markt, wenn mich ein Produkt mit hübscher Verpackung und cleverem Logo so von Auge zu Auge anlacht. Dann ist Beherrschung gefragt. Aber weniger beim Fernsehen, da gibt es wenige Spots, die mich begeistern. Worüber ich mich aber auch nach dem 28. Mal gucken noch wirklich beömmeln kann, sind ja die Spots von EDEKA. Die legendäre Frau Wiesner aus der Steinstraße. Oder, gerade erst gesehen, die Griller. Ich persönlich wohne ja im die Ecke vom zweitcoolsten EDEKA-Markt der Welt(der erstcoolste ist in der Innenstadt Lüneburgs.), und ich stelle mir bei dieser Werbung immer vor, wie ich durch meinen Markt gehe und den Marktleiter, Herrn T., frage „haben Sie…“, und er lacht über das bärtige Gesicht und sagt, „Ja sicher, dort vorne.“ – „Vanillesalz?“ – „Dritter Gang, ganz durch.“ – „Kartoffelchips, nur in Olivenöl gebacken?“ – „Ganz neu für Sie im Sortiment!“ – „Bio-Macadamiaöl?“ – „Natürlich.“ – „Schichtkäse, handgeklöppelt, und Fassbutter, im Mondschein geschlagen?“ – „Im MoPro-Regal, auf der rechten Seite!“ Hihihi. Wobei ich vermute, dass sie das tatsächlich auch hätten, Mondschein und handgeklöppelt und so. Oder auf jeden Fall besorgen könnten.
Fleischbällchen aus Rinderhack und Salsiccia mit Babyspinat Knoblauch, dazu Ofenpommes und gebackene Tomaten

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Dienstag, 2. Oktober 2012

Langsam geschmortes Gewürzhähnchen

Neulich im Lecker Lezmi-Interview fragte Isabel nach dem, was es gäbe, wenn ich mir einmal etwas gönnen möchte. Meine Antwort war „ein knuspriges Brathähnchen“, und eigentlich sollte es am Sonntag wieder soweit gewesen sein. Der Anlass: Die Bude ist fertig. Nun – fast fertig. Es hängt noch kein Bild an der Wand und auch sonstige Dekoration ist eher spärlich vertreten, aber alle Möbel stehen an ihrem Bestimmungsort, die Kartons sind ausgepackt, der Keller ist ansatzweise organisiert und auch die letzte Baustelle, die Küche, ist wieder benutzbar, ohne dass man Yogi-mäßige Verrenkungen ausführen muss, um an Gewürze und anschließend an Rührlöffel zu kommen. This calls for a celebration!
Auf dem wunderbaren Lüneburger Wochenmarkt flatterte also ein Gockel in meine Einkaufstasche, und als ich im Vorbeigehen am Gewürzstand hörte, wie der Händler einem Kunden seine spezielle Curry-Mischung anpries, kam mir die Idee, statt des Brathähnchens doch lieber ein sehr langsam geschmortes Gewürzhähnchen zu zaubern. Der Gatte, um seine Meinung gebeten, antwortete mit einer Gegenfrage: „Ist das das Huhn mit DER Sauce? Ja?“, und das Strahlen in seinen Augen allein hätte mich davon überzeugt, jedes andere womöglich geplante Rezept zugunsten „der Sauce“ über den Haufen zu werfen.
Das Hähnchen wird dazu zerteilt, ich habe mir hier zeigen lassen, wie das funktioniert. Dank des superscharfen Messers, das mir netterweise von Butch.de zur Verfügung gestellt wurde (toller Laden! meine Wunschliste wächst ins Unendliche…) ging das sehr geschmeidig.
Die drei Stunden Schmorzeit kann man übrigens auch sehr gut aufteilen: So habe ich alles angebraten und schon einmal zwei Stunden köcheln lassen, bin dann mit dem Liebsten noch eine Weile durch unsere neue Heimatstadt gebummelt und habe dann abends das Hähnchen zuende schmoren lassen. Währenddessen waren auch Reis und Linsen fertig. Und der Liebste selig.
Ein absoluter Soulfood-Favorit für kühle Tage, die orientalischen Gewürze bringen Wärme in den Bauch und ins Gemüt!
Langsam geschmortes Gewürzhähnchen
Für 2
Frei nach diesem Rezept aus der CK-Datenbank
Vorweg: Das Gericht funktioniert nicht mit Hähnchenbrustfilet, es braucht definitiv Fleisch mit Knochen. Nach dem Zerteilen friere ich die Brustfilets in der Regel ein, um sie später zu verwenden.
1 Bio-Hähnchen von etwa 1,5kg oder 2 Keulen und 2 Flügel o.ä.
2 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 Zimtstange
1 TL Fenchelsamen
1 TL gelbe Senfsaat
1 TL Koriander (ganz)
1 TL Kreuzkümmel (ganz)
1/2 TL Anissamen
5 Kardamomkapseln
2 TL Kurkuma (gemahlen)
1 rote Chili
1 große reife Tomate, alternativ 1 TL Tomatenmark
3 EL Ghee oder Butterschmalz
500ml Wasser
Salz
:: Hähnchen waschen, trockentupfen und zerlegen (klick für die Anleitung). Alternativ die Hähnchenteile waschen und trocknen.
:: Zwiebeln hacken, Knoblauch und Ingwer in Scheiben schneiden. Die Gewürze mischen. Die Tomate würfeln und die Chilischote in Ringe schneiden.
:: In einem ausreichend großen Bräter oder Schmortopf 2 EL Ghee erhitzen und die Hähnchenteile darin rundherum scharf anbraten. Herausnehmen und den restlichen EL Ghee in den Bräter geben. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer darin anbraten, dann die Gewürze dazugeben und unter ständigem Rühren etwa 1 Minute anrösten, aufpassen, dass nichts anbrennt! (*pfeif*)
:: Die Hähnchenteile wieder zurück in die Pfanne legen, Tomatenwürfel und Chili dazugeben und alles mit 500ml Wasser angießen. Etwas salzen und die ganze Masse einmal aufkochen lassen. Die Hitze auf die kleinste Stufe herunterregeln, Deckel auflegen und Hähnchen und Gewürze 3 Stunden bei allerkleinster Hitze schmoren lassen, bis das Fleisch nahezu von selbst von den Knochen fällt.
:: Das Fleisch aus dem Topf nehmen und warmhalten. Die Sauce durch ein Sieb passieren, die Rückstände im Sieb richtig gut auspressen, damit möglichst viele Aromen in der Sauce bleiben, und die Sauce dann auf die gewünschte Konsistenz einkochen lassen.
:: Die Keulen und Flügel wieder in die Sauce legen (wer mag, zieht vorher die Haut ab) und am besten zusammen mit Reis und Linsen servieren.
 

Donnerstag, 12. Juli 2012

Linguine mit Pfifferlingen, Bohnen und Speck

Die Schmach, sie war da, als Mario Balotelli im Alleingang, so hatte es fast den Eindruck, die deutsche Nationalmannschaft nach Haus und in den Urlaub schickte. Schon wieder im Halbfinale, schon wieder Italien. Wie bitter.
Ich hatte am Abend des 28. Juni frische Pfifferlinge und eine Handvoll grüner Bohnen erstanden und hatte eine ungefähre Idee, was damit anzustellen sei. Der Vorratsschrank brachte Linguine und geräuchterten Schinkenspeck hervor, Thymian wuchert wächst auf dem Balkon und ein wenig Butter war auch noch vorhanden. Schnell wurde gekocht und gebraten, aufgetischt, verspeist, und pünktlich zum Anpfiff saßen wir vor dem Fernseher. 
Im Nachhinein hätten wir uns mit dem Essen einfach mehr Zeit und Muße lassen können. *seufz*
Linguine Pfifferlinge Pilze Bohnen Speck Thymian Pasta
Mittlerweile, zwei Wochen danach, hat König Fußball Sommerpause, die EM ist verdaut und das köstliche Pastagericht darf auf nun endlich den Blog, ohne dass ich ihm noch gram bin. Das wäre ja in jedweder Hinsicht gemein, die Pasta ist doch ganz unschuldig an dem Debakel. Ganz im Gegenteil, immerhin war sie das einzige Highlight des Fußball-Abends! Doch zwischendurch war ja noch Very Berry. So soll sie eben jetzt zu Ruhm und Ehre gelangen. Sie hat es verdient. 
Pfifferlinge; Pilze putzen; Thymian
Das Pastagericht ist eigentlich eine recht schnelle Angelegenheit, das Essen steht mit ein bisschen Multitasking in weniger als 20 Minuten auf dem Tisch… oder vielmehr: stünde in weniger als 20 Minuten auf dem Tisch, wenn da nicht das nervenaufreibende Putzen der Pfifferlinge wäre. Ich habe mit einem Pinsel hantiert, das nächste Mal werde ich aber ganz sicher diese angeblich idioten- und sandkörnersichere Variante aus dem Chefkoch-Forum testen: Die Pilze in eine Schüssel geben, mit Mehl bestäuben und so lange schütteln, bis sich das Mehl gut verteilt hat. In einer verschließbaren Tüte sollte das auch gut gehen. Dann die Pilze in einen Durchschlag kippen und gut abbrausen, bis alles Mehl abgespült ist.
Für eine knirschfreie Wiederholung der Halbfinal-Pasta werde ich diese Methode unbedingt testen. Habt Ihr damit Erfahrung?
Pfifferlinge; Speck, Thymian; Pfifferlinge putzen
Linguine mit Pfifferlingen, Bohnen und Speck
300g Pfifferlinge 
1 Knoblauchzehe
50g geräucherten Schinkenspeck
200g grüne Bohnen
Butter zum Anbraten
Linguine, Bavette oder Spaghetti – Menge nach  Hunger, wir hatten 300g
3 Zweige Thymian
1 kleine getrocknete Chilischote
Salz, schwarzer Pfeffer
Olivenöl
:: Pfifferlinge putzen – mit dem Pinsel oder der oben geschilderten Methode, für die ich mich aber mangels Ausprobieren nicht verbürgen kann.
:: Knoblauch pellen und fein hacken, Schinkenspeck  in Scheiben oder Würfel schneiden.
:: Bohnen waschen und die Enden abschneiden, dann in Salzwasser al dente garen und abgießen.
:: Nudelwasser aufsetzen und Pasta nach Packungsanweisung kochen.
:: In einer großen Pfanne 1 EL Butter schmelzen und die Pfifferlinge darin bei mittlerer Hitze anbraten. Knoblauch fein hacken (oder in Scheibchen schneiden, wie man’s lieber mag) und zusammen mit dem Schinkenspeck zu den Pilzen geben. Thymianblätter abzupfen, über die Pilze verteilen und alles 2-3 Minuten braten. Bohnen dazugeben und weitere 2 Minuten garen. Salzen und pfeffern.
:: Pasta abgießen. Die Linguine unter die Pilze und Bohnen mischen, die Chilischoten darüber zerbröseln und alles mit einem Schuss Olivenöl vermengen.
Linguine; Pasta; grüne Bohnen; Speck; Pfifferlinge