Kategorie-Archiv: Geschenke

Dienstag, 26. August 2014

Stillkugeln für Muddi – und für alle anderen: kleine Energy Balls

Guten Tag, lasst Euch nicht stören, ich putze hier nur mal eben schnell durch… *hust* Staubwischen ist dringend nötig, Spinnweben aus der Ecke fegen und mal die Oberflächen polieren… So, fertig. Geht’s Euch gut und erinnert Ihr Euch noch an mich?

Seit einem halben Jahr bin ich nun der Ernährerin eines kleinen Energiebündels in Stramplerhosen. Nebenbei auch seine Trägerin, Schauklerin, Bespaßerin, Windelwechslerin und Kleidungsaufzwingerin. Alles zusammen ist ganz schrecklich wunderbar, spätestens wenn sich der kleine, noch zahnlose Mund zu einem breiten Lächeln zieht und der Windelheld beim Spielen und Toben vor Vergnügen quietscht, sprudle ich über vor Glück. Aber es ist eben auch ganz schön anstrengend – 24/7-Dienst mit Milchbar und Transportservice kostet Kraft. Da ist es dann gut, wenn man schnell (und einhändig! einhändig ist das Zauberwort!) ein bisschen Energie zu sich nehmen kann – fürs Essen bleibt leider viel zu wenig Zeit. Stillkugeln/Energy Balls

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Freitag, 29. November 2013

Konfettiregen! “Hilda: Mädchen & Kekse” ist wieder da!

Jubel! Hilda, die Zweite steht wieder in voller Schönheit als Weihnachtsausgabe für Euch online. Diesmal haben wir fünf von der Tanke Küche uns Verstärkung geholt und so findet Ihr in dieser Hilda die gesammelten Werke von neun Bloggerinnen – Wir hoffen sehr, dass Euch unser diesjähriges Weihnachtsbaby gefällt!

Nicht nur die Plätzchen sind übrigens der Knaller, auch die tollen Gewinne. So könnt Ihr beispielsweise zwei schöne Bücher gewinnen und eine richtig tolle Teekanne von WMF. Weihnachten kann kommen, sag ich mal.

Es gibt Plätzchen und Kekse für jeden Geschmack – “einmal mit allem”, aber auch vegan oder nussfrei, zuckerfrei oder glutenfrei. Und ich habe quasi bei allen schon einen virtuellen “nachmachen!”-Marker drangeklebt.

In diesem Jahr dabei sind:
Isa von Lecker Lezmi – unserem Mastermind, der Ruhm und Ehre gebührt!
Christina von Feines Gemüse
Dani von flowers on my plate
Julia von Chestnut & Sage
Juliane von Schöner Tag noch!
Julie von mat&mi
Kathi von Deck schon mal den Tisch
Micha von grain de sel – salzkorn
… und moi.

 

Habt eine schöne Adventszeit, ihr Lieben! Morgen habe ich auch noch etwas für Euch, und nicht nur morgen… :-)

PS: Wenn Ihr die Hilda-Rezepte ausgedruckt in Eure Arme schließen möchtet, geht es hier zur Druckversion.

 

Montag, 1. April 2013

Waffeltüten, frei nach nach Omas Rezept: Kindergeburtstag reloaded.

Omas geerbte Rezeptekladde ist großartig. Alphabetisch aufgereiht findet sich dort fast alles, unter anderem auch allerlei kuriose Zeitungsausschnitte: “Brandflecke in weißer Wäsche entfernen.” (Mit Salz einreiben und in der Sonne bleichen.) “Speck schneidet sich leichter, wenn man zuvor das Messer in heißes Wasser taucht.” – “Sicherheitsschlösser dürfen nicht geölt werden.” – “Sauerkirschen sind ein natürliches Schmerzmittel.” Sowas stand früher in der Ostsee-Zeitung, unserem lokalen Käseblatt!
Beim Blättern durch das Büchlein auf der Suche nach potenziellen Rezepten für Post aus meiner Küche fiel mein Blick im Abschnitt T auf “Tüten”. Natürlich! Waffeltüten! Die durften auf keinem Geburtstagskaffeetisch fehlen. Sie wurden mit steif geschlagener Sahne gefüllt und womöglich noch mit Erdbeeren gefüllt. Ich habe im Juni Geburtstag, und in den 1980ern waren Erdbeeren bei uns nur dann zu bekommen, wenn sie im Garten reif waren. Meistens hatte ich Glück. Ansonsten ist Stachelbeergrütze ein großer Favorit.

Eiswaffeln knuspriger Teig zuckerfrei Waffeln Tüten
 

Freitag, 29. März 2013

Fisch-Freitag: Käse-Cräcker mit Mohn und Sesam

Ganz begeistert habe ich mich zur fünften Ausgabe von Post aus meiner Küche angemeldet, verhieß doch das Thema “Kindheitserinnerungen” ein großartiges Potenzial für kulinarische Zeitreisen in die 1980er und 1990er: Omas Zitronenspeise… Kirschglibber… Milchreis und Pflaumenkompott… Pfannkuchen-Samstage und Tomatenbrot zum Abendessen… Herrlich! Ich schlug das von Oma geerbte, handgeschriebene Kochbuch auf und begann zu blättern. Leider wurde mir bald bewusst, dass sich nur die allerwenigsten Sachen eignen würden, um sie quer durch Deutschland nach Neckarsulm zu meiner Tauschpartnerin Julia von junifaden zu transportieren. Die größten Genüsse meiner Kindheit sparten nicht an frischer Sahne, an rohen Eiern und frischen Zutaten – aber was wohl die Post dazu sagen würde? Und was Julia dazu sagen würde, nur noch die traurigen Überreste vorzufinden?
 

Mittwoch, 27. März 2013

Wenn der PAMK-Mann zweimal klingelt… Post von Julia!

Post aus meiner Küche ist ein bisschen wie Weihnachten: Lang ersehnt. Viel Heimlichkeit in der Vorbereitung. Große Vorfreude. Ungeduldiges Warten auf den WeihnachtsPaketmann. Glückliches Quietschen beim Auspacken – einerseits ungeduldig, andererseits ganz vorsichtig, ganz aufmerksam, um alle liebevollen Details aufzunehmen: Knisterndes Papier, schöne Schleifen, hübsche Etiketten und handgeschriebene Briefe.
Und gleichzeitig zum eigenen Paket wartet man aufs Äußerste gespannt auf die Reaktion des Tauschpartners, auf die eMail mit der Empfangsbestätigung. Wie Weihnachten – wenn man gespannt auf das Gesicht des Beschenkten guckt.
Mein Postbote brachte mir heute ein Paket, das aus Neckarsulm bis zu mir nach Lüneburg gereist war und süße Köstlichkeiten für mich bereit hielt. Eine besonders tolle Überraschung war, dass Julia vom Blog junifaden sich die Mühe gemacht hatte, beim Backen auf Zucker zu verzichten und den Kuchen mit Reissirup und Dextrose angerührt hat. Aber schaut selbst – sieht das nicht großartig aus? Und es schmeckt noch viel besser.
Vielen Dank, liebe Julia! ♥
 

Donnerstag, 24. Januar 2013

Chai-Mischung für die zuckerfreie Pause

Hier im Norden liegt Schnee, und ich gebe es unumwunden zu: Ich liebe Schnee. Ich finde Schnee großartig. Liegt es daran, dass wir in Norddeutschland mit schönem und flauschigem Schnee, der in dicken Flocken fällt, nicht so gesegnet sind, und es immer ein Großereignis ist (auch auf der Straße… *seufz*)? Oder daran, dass meine alte Wahlheimat Bayern immer noch Teil meines Herzens ist? Auf jeden Fall liegt es bestimmt auch daran, dass es sich bei Schnee und Kälte so wunderschön gemütlich machen lässt und dass heiße Getränke wie ein würziger Chai Latte jetzt am besten schmecken.
Den Lesern unseres Plätzchen-Magazins Hilda aus dem letzten Jahr wird die Chai-Mischung bekannt vorkommen; tatsächlich stammen das Rezept und die Fotos aus der “Geschenke aus der Küche”-Strecke. Ohne den Gewürzzucker (der auf den Bildern hübsch aussieht, aber im PZF’13 natürlich nichts zu suchen hat) ist es aber auch ein perfektes Getränk für die zuckerfreie Nachmittagspause.
Als ich bei Sarah Wilson damals las, “The ritual of heating the milk and adding spices, then pouring cup after cup into a nice glass makes for very happy times.”, dachte ich, ja nee is klar, happy times. Tee kochen soll mich davon abbringen, dass ich eigentlich lieber Schokolade und einen Kaffee hätte? Und überhaupt, Chai Latte? Das ist doch dieses seltsame Pulverzeugs aus dem Coffeeshop, das so künstlich und übersüßt schmeckt! Aber ich hab’s ausprobiert – und interessanterweise hat das mit der Ablenkung funktioniert, und mit meinem eigenen Mix war von übersüßter Coffeeshop-Plörre auch keine Spur.

Chai Mix Schwarztee zuckerfrei

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Sonntag, 16. Dezember 2012

Orangen-Thymian-Honig

Die Weihnachtsstimmung hat’s in diesem Jahr ein bisschen schwer bei mir, dabei hat der Schnee doch schon so schön weihnachtlich geglitzert. Dass er jetzt wegtaut, finde ich nicht schön, gar nicht schön! Grün-braune Weihnachten kann gegen weiße einfach nicht anstinken, Glühwein hin und Zimtmandeln her. Aber gut – die schwindende Anzahl von Tütchen an unserem als Adventskalender fungierenden Birkenast sagt mir, dass Weihnachten quasi im Türrahmen steht, und die gehetzten, leicht panischen Blicke der Menschen, die mit großen Tüten und langen Schritten durch die Stadt eilen, auch. (Wobei mir dann immer dieses Bild einfällt.)
Orangen-Thymian-Honig auf www.katharinakocht.com
Orangen-Thymian-Honig auf www.katharinakocht.com
Wie gut, dass es in meiner Küche aber doch schon nach Weihnachten aussieht und vor allem riecht. Vielleicht kommt die Weihnachtsstimmung dann ja doch um die Ecke gestürmt. Nahezu im Sturm ist auch der Honig zusammengerührt, der dann bloß noch ein paar Tage stehen und durchziehen muss. Schafft Ihr! Bis zum 24. sind es noch acht Tütchen, sagt unser Adventskalender.
Und als tatkräftige Unterstützung habe ich Euch HIER die Etiketten als Freebie hochgeladen!
Orangen-Thymian-Honig auf www.katharinakocht.com
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Orangen-Thymian-Honig
für 2 Gläser à 150ml
**Dies ist natürlich kein zucker- bzw. fructosefreies Rezept, und Honig lässt sich nicht wirklich ersetzen. Im Zweifelsfall: Einfach genießen und den Rest des Tages ohne Fructose gestalten.**
Schale von 1 unbehandelten Bio-Orange
4 Zweige Thymian
300g flüssiger Blütenhonig
 
:: Die Orange gut abspülen und die Schale dann mit dem Sparschäler fein abschälen, so, dass nichts Weißes an der Haut bleibt. Kleinere Streifen sind hier besser als lange – ich habe die Orangen “von Nord nach Süd geschält, also vom Stielansatz Richtung Blütenknospe.
:: Orangenschale zusammen mit dem Thymian in einen Topf legen und den Honig dazugeben. Bei sehr kleiner Hitze erwärmen (nicht kochen, nur eben warm machen) und ein paar Minuten auf der warmen Herdplatte stehen lassen. Der Honig sollte dabei sehr flüssig werden. Nicht zu viel rühren, sonst bröseln die Blättchen vom Thymianzweig.
:: Zwei kleine Gläser mit kochendem Wasser ausspülen. Die Orangenschale sowie die Thymianzweige auf die Gläser verteilen und dann am besten einen Trichter auf die Gläser setzen und den flüssigen Honig einfüllen. Die Gläser fest verschließen und idealerweise eine Woche durchziehen lassen, 3 Tage sollten es mindestens schon sein.
 

Freitag, 14. Dezember 2012

Coconut Granola

Dieses Granola.

Dieses GRANOLA, ja.

Also, DIESES COCONUT GRANOLA hat einen ganz gemeinen Nachteil: Es macht süchtig.

So schlimm, dass ich überlege, Selbstanzeige beim BZgA zu erstatten, wegen Verführung der Blogleserschaft. Allerdings bezweifle ich, dass es eine adäquate Suchtprävention gibt, im Zweifelsfall werden die auch alle abhängig.

Coconut Granola auf www.katharinakocht.com

Deswegen, und auch, weil ich den Mund gerade voll habe und neben mmhmmm, oooaaaaaaaah und so gut! kein Platz für andere Gedanken in meinem Kopf ist, lasse ich nur die Bilder sprechen und lege Euch dringend ans Herz, beim Wochenend-Einkauf Kokoschips zu kaufen und ein großes Blech Granola zu backen. Und es dann über cremigen griechischen Joghurt zu streuen, denn die Kombination aus leicht säuerlichem Joghurt und crunchigem Topping ist un-fass-bar gut. Finden bestimmt auch alle, denen das Coconut Granola von Euch unter den Weihnachtsbaum gelegt wird…

Coconut Granola auf www.katharinakocht.comCoconut Granola auf www.katharinakocht.com
Coconut Granola auf www.katharinakocht.com

Coconut Granola

zum Verschenken schön: für 3 Gläser à ca. 200ml Inhalt (und 1-2 Handvoll für Dich)
Aus: Sarah Wilson, I Quit Sugar

25g Kokosnussöl ( oder 1 gehäufter EL)
2 EL Reissirup (optional – mittlerweile mache ich es komplett ohne Süße)
150g Kokoschips (gibt’s im Reformhaus, im Biosupermarkt oder von Alnatura) – keine Kokosraspeln oder Kokosflocken!
1 Handvoll Kürbiskerne
2 Handvoll ganze Mandeln (oder Haselnüsse, Pecans, Walnüsse…) 
2 EL Chia-Samen (optional)
1/2 TL Zimt (optional)

:: Den Backofen auf 120°C heizen.

:: Kokosnussöl schmelzen und in einer großen Schüssel mit Reissirup glattrühren. Mandeln grob hacken, dann zusammen mit Kokoschips, den Kürbiskernen und den Chia-Samen mit Kokosöl und Reissirup mischen.

:: Die Masse auf einem Backblech verteilen und den Zimt darüberstreuen. Dann für 20-30 Minuten in den Backofen schieben und nach gewünschtem Bräunungsgrad toasten. Ich mag meins knusprig! Nach der Hälfte der Zeit einmal durchrühren.

:: Aus dem Ofen nehmen und komplett auskühlen lassen, erst wenn das Granola kalt ist, wird es richtig kross.

:: Nach dem Abkühlen in Gläser füllen und gut verschließen. Plastikcontainer sind leider nicht so geeignet, die machen das Granola leicht matschig. Auch offen an der Luft ist nicht so ideal. Am besten in schöne Gläser füllen, das ist dann auch viel hübscher zum Verschenken.

 

Montag, 10. Dezember 2012

Selbstgemischt: Orangen- & Zitronen-Ingwer-Tee

Wahrscheinlich habe ich zu viel Downton Abbey geschaut. Ja, eine ganze Staffel, hintereinander weg. Draußen fiel Schnee in dicken Flocken, drinnen war es kuschelig warm, die zweite Adventskerze brannte – da war das Leben und Lieben derer von Grantham die perfekte Sonntagsunterhaltung. Nach der zweiten Folge stoppte ich und warf den Teekessel Wasserkocher an. Holte standesgemäß die Teekanne hervor und verzichtete auf die schnelle Teebeutel-Nummer. Wärmte die Kanne vor und streute lose Blätter in ein großes Sieb. Und nahm dann quasi zusammen mit Lady Violet meinen Tee.

Selbstgemischt: Orangen- & Zitronen-Ingwer-Tee auf www.katharinakocht.com

Diesmal sogar einen selbstgemischten. Seit ich für das Kapitel “Geschenke aus der Küche” in unserer HILDA einen Chai-Mix mit schwarzem Tee zusammengestellt hatte, probierte ich ein bisschen mit weiteren Teemischungen. Die beiden Sorten hier sind sehr leicht herzustellende und eher dezent parfümierte Tees. Für eine intensivere Zitrusnote lohnt es sich, die Mischung ein paar Tage stehen zu lassen, damit die Teeblätter das Aroma ihrer Beigaben aufnehmen können. Wenn man den Tee verschenken möchte und weiß, dass der glückliche Empfänger lieber mehr Orange oder Zitrone in der Tasse hat, kann man auch noch ein wenig natürliches Aroma hinzu geben.

Selbstgemischt: Orangen- & Zitronen-Ingwer-Tee auf www.katharinakocht.com
Selbstgemischt: Orangen- & Zitronen-Ingwer-Tee auf www.katharinakocht.com

Essentiell ist allerdings die Teequalität. Ich habe einen nicht allzu kräftigen Schwarztee verwendet und einen frischen, duftigen Grüntee. Und dass die Schalen der Zitrusfrüchte unbehandelt und nicht gespritzt sind, ist auch klar, isn’t it, my dears?
Lady Violet würde der Tee sicher auch schmecken. Wahrscheinlich aber würde sie indigniert die Augenbrauen heben ob meiner unkultivierten Art, meinen Tee zu trinken – ins Sofa gekuschelt, Kissen auf dem Bauch, Füße hochgelegt. Nicht sonderlich ladylike, wahrscheinlich auch 100 Jahre nach Dowton Abbey nicht…
Selbstgemischt: Orangen- & Zitronen-Ingwer-Tee auf www.katharinakocht.com

Schwarztee mit Orangen

Die Schalen von 2 unbehandelten Bio-Orangen dünn mit dem Sparschäler abschälen, so, dass die bittere weiße Schicht nicht mit abgeschnitten wird. Auf einem Blech oder einem großen Teller ausbreiten und trocknen lassen. Das dauert 2-3 Tage – natürlich geht es im Backofen schneller, etwa 2-3 Stunden bei 100°C.
30g schwarze Teeblätter, ich habe einen aromatischen Second Flush Darjeeling genommen, in ein Glas oder eine Teedose füllen. Die Orangenschale in kleine Stückchen brechen und mit den Teeblättern mischen. Idealerweise 1-2 Wochen “durchziehen” lassen.
Zubereitung: 15g Teemischung (ca. 7 gestr. TL) mit 1 Liter frischem, kochendem Wasser überbrühen und 2 Minuten ziehen lassen.

Grüntee mit Zitronen und Ingwer

Die Schalen von 2 unbehandelten Bio-Zitronen dünn mit dem Sparschäler abschälen, so, dass die bittere weiße Schicht nicht mit abgeschnitten wird. 5 dünne Scheiben Ingwer abschneiden und zusammen mit den Zitronenschalen auf einem Blech oder einen großen Teller ausbreiten und 2-3 Tage trocknen lassen, alternativ bei 100°C 2-3 Stunden im Backofen.
30g losen Grüntee in ein Glas oder eine Teedose füllen. Die getrocknete Zitronenschale und die Ingwerscheiben in kleine Stückchen brechen und mit den Teeblättern mischen. 1-2 Wochen “durchziehen” lassen.

Zubereitung: gemäß der Zubereitungsanweisung des von Euch gewählten Grüntees. Beim von mir verwendeten Green Darjeeling werden für je 12g Teemischung (ca. 5 TL) 1 Liter frisches Wasser aufgekocht und dann einige Minuten auf 90°C abgekühlt. Dann die Teeblätter überbrühen und anderthalb Minuten ziehen lassen.
 

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Blutorangen-Sirup mit Campari

Im letzten Jahr war Quittensirup der Renner. Er zierte mein Sektglas, perlte in der Schorle und tröpfelte auf Pancakes. In diesem Jahr hatten die Quitten andere Aufgaben und die Sirupproduktion war ein wenig zum Erliegen gekommen. Ihr könnt Euch also mein begeistertes Quietschen vorstellen, als ich im Buch “Wünsch dir was” von Regine Stroner (hier ist auch meine Rezension zu lesen) auf Blutorangen-Sirup stieß. Mit Campari! Dass ich diesen Sirup nachkochen würde, daran bestand kein Zweifel, die Frage war nur wann. Und dann kam Post aus meiner Küche. Frage beantwortet.

Blutorangen-Sirup mit Campari auf www.katharinakocht.com

Es ist ein wenig wie Weihnachten im Glas. Durch Zimt, Nelken und Piment hat es einen Anflug von Glühwein, durch den Campari die typische leichte Bitternote -  perfekt, wie ich finde, und mit Prosecco kombiniert ideal für einen weihnachtlichen Aperitiv beim Abendessen mit Freunden oder der Familie, um auf das vergangene Jahr anzustoßen. 2012, du warst gut zu mir, wirklich. Neue Entdeckungen, viel gelernt, schöne Zeit auf dem Berg und der Insel verbracht, tolle Menschen kennengelernt. In die Provinz gezogen (und wir lieben es hier!). Und dann all die tollen Päckchen aus der Post aus meiner Küche-Initiative, zuletzt das Knüllerpaket aus Ricardas Küche. Ein wirklich gutes Jahr, dieses 2012.

Blutorangen-Sirup mit Campari auf www.katharinakocht.com
Blutorangen-Sirup mit Campari auf www.katharinakocht.com

Am Jahresende haben Geschenke aus der Küche Hochsaison. Das weiß auch Maria, sie sucht in ihrem neuesten Wettbewerb selbstgemachte Last-Minute-Geschenke, die man auch wirklich kurz vorm Fest zusammenrühren kann, ohne exotische Zutaten, nach denen man am 23. Dezember  panisch in allen Supermärkten der nördlichen Hemisphäre suchen muss. In ein paar Tagen werden Blutorangen auch frisch zu bekommen sein, ich habe allerdings Direktsaft auf der Kühltheke genommen. Nach weniger als einer Stunde ist dann ein aromatischer Sirup entstanden, den man nur noch hübsch verpacken muss. Wenn man sie denn verpackt bekommt und nicht selbst ausgiebig probieren muss. Am besten zwei Flaschen kochen…

Blutorangen-Sirup mit Campari auf www.katharinakocht.com

Blutorangen-Sirup mit Campari

nachRegine Stroner,Wünsch dir was: Geschenke aus der Weihnachtsküche

ergibt ca. 300ml – kann ganz einfach verdoppelt werden.

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Normalerweise lässt sich aber Zucker gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen. Dieser Test wird sofort umgesetzt, wenn Blutorangen wieder Saison haben.**

1 Bio-Zitrone mit unbehandelter Schale
400ml Blutorangensaft – frisch gepresst oder Direktsaft 
150g Zucker
1 Stange Zimt
8 Pimentkörner
6 Nelken
50ml Campari

:: Zitrone abwaschen und dann in dünne Scheiben schneiden.

:: Blutorangensaft mit Zitronenscheiben, Zucker und Gewürzen in einen Topf geben. Campari dazugießen und alles auf minimaler Hitze zum Kochen bringen. Dann für etwa 30 Minuten leise köcheln lassen, bis die Mischung zu einem Sirup eingedickt ist.

:: Zitronenscheiben entfernen und den Sirup durch ein Sieb und einen Trichter in eine sterilisierte Flasche gießen, verschließen und abkühlen lassen.

:: Der Sirup hält sich im Kühlschrank ca. 4 Wochen. Er schmeckt super mit Sekt oder Prosecco gemischt, oder (laut Buch) auch zu Früchtetee oder heißem Punsch.