Kategorie-Archiv: Kekse

Dienstag, 26. August 2014

Stillkugeln für Muddi – und für alle anderen: kleine Energy Balls

Guten Tag, lasst Euch nicht stören, ich putze hier nur mal eben schnell durch… *hust* Staubwischen ist dringend nötig, Spinnweben aus der Ecke fegen und mal die Oberflächen polieren… So, fertig. Geht’s Euch gut und erinnert Ihr Euch noch an mich?

Seit einem halben Jahr bin ich nun der Ernährerin eines kleinen Energiebündels in Stramplerhosen. Nebenbei auch seine Trägerin, Schauklerin, Bespaßerin, Windelwechslerin und Kleidungsaufzwingerin. Alles zusammen ist ganz schrecklich wunderbar, spätestens wenn sich der kleine, noch zahnlose Mund zu einem breiten Lächeln zieht und der Windelheld beim Spielen und Toben vor Vergnügen quietscht, sprudle ich über vor Glück. Aber es ist eben auch ganz schön anstrengend – 24/7-Dienst mit Milchbar und Transportservice kostet Kraft. Da ist es dann gut, wenn man schnell (und einhändig! einhändig ist das Zauberwort!) ein bisschen Energie zu sich nehmen kann – fürs Essen bleibt leider viel zu wenig Zeit. Stillkugeln/Energy Balls

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Freitag, 29. November 2013

Konfettiregen! “Hilda: Mädchen & Kekse” ist wieder da!

Jubel! Hilda, die Zweite steht wieder in voller Schönheit als Weihnachtsausgabe für Euch online. Diesmal haben wir fünf von der Tanke Küche uns Verstärkung geholt und so findet Ihr in dieser Hilda die gesammelten Werke von neun Bloggerinnen – Wir hoffen sehr, dass Euch unser diesjähriges Weihnachtsbaby gefällt!

Nicht nur die Plätzchen sind übrigens der Knaller, auch die tollen Gewinne. So könnt Ihr beispielsweise zwei schöne Bücher gewinnen und eine richtig tolle Teekanne von WMF. Weihnachten kann kommen, sag ich mal.

Es gibt Plätzchen und Kekse für jeden Geschmack – “einmal mit allem”, aber auch vegan oder nussfrei, zuckerfrei oder glutenfrei. Und ich habe quasi bei allen schon einen virtuellen “nachmachen!”-Marker drangeklebt.

In diesem Jahr dabei sind:
Isa von Lecker Lezmi – unserem Mastermind, der Ruhm und Ehre gebührt!
Christina von Feines Gemüse
Dani von flowers on my plate
Julia von Chestnut & Sage
Juliane von Schöner Tag noch!
Julie von mat&mi
Kathi von Deck schon mal den Tisch
Micha von grain de sel – salzkorn
… und moi.

 

Habt eine schöne Adventszeit, ihr Lieben! Morgen habe ich auch noch etwas für Euch, und nicht nur morgen… :-)

PS: Wenn Ihr die Hilda-Rezepte ausgedruckt in Eure Arme schließen möchtet, geht es hier zur Druckversion.

 

Montag, 8. Juli 2013

The Sweet BABYSHOWER Surprise for Madame Love: Mini-Handpies mit Pfirsich-Brombeer-Füllung

Pssst, kommt rein! Setzt Euch leise an den Partytisch mit Leckereien, Geschenken und liebevoller Dekoration, und dann wartet mit uns auf unseren Ehrengast Elodie! Und wenn sie dann zur Party stößt, rufen wir alle laut “Surprise!” Seid Ihr dabei?
Elodie, bekannt als Madame Love mit dem wunderschönen Interior- und Blumenblog und Teil der #2flowergirls, erwartet im August “Baby Love”. Und aus diesem Grund schmeißen wir heute für sie eine (virtuelle) Babyshower, haben den Tisch für sie gedeckt und geschmückt und schicken ihr gute Wünsche aus allen Ecken des Landes.

The Sweet Babyshower Suprise for Madame Love

Mini Handpies mit Brombeer-Pfirsich-Füllung

Mason-Jar, die Geschenkbox und der hübsche Stempel wurden mir netterweise von Blueboxtree zur Verfügung gestellt.

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Dienstag, 21. Mai 2013

LG Cheesecake {mit Erdbeer-Rhabarber-Topping}

LG Cheesecake? Äll-Dschieh Cheesecake!
NY Cheesecake ist uns wohlbekannt, seine Alte-Welt-Cousins Käsekuchen und Quarktorte haben es auch wirklich nicht leicht neben ihm. Irgendwie ist so ein ordentlicher Cheesecake eine ganz andere Nummer. Auch ich bin dem kompakten, saftigen Wesen des Cheesecakes erlegen, spätestens seit 2008, als die Mädels und ich mit wundgelaufenen Füßen und schmerzendem Nacken vom ständigen Hochgucken eine Kuchenpause im New Yorker Central Park einlegten.
Allein… New York ist weit weg und der Doppelrahmrischkäse ward auf einer Neuauflage des Brotes weggefuttert. Außerdem war es Zeit, eine meiner liebsten Neuentdeckungen des letzten Jahres zu Ruhm und Ehre zu verhelfen: Dem Schichtkäse. Und wie er hier seine Aufgabe erfüllt! So einen cremig-sahnigen Cheesecake habe ich seit Jahren nicht mehr gegessen.
 

Montag, 1. April 2013

Waffeltüten, frei nach nach Omas Rezept: Kindergeburtstag reloaded.

Omas geerbte Rezeptekladde ist großartig. Alphabetisch aufgereiht findet sich dort fast alles, unter anderem auch allerlei kuriose Zeitungsausschnitte: “Brandflecke in weißer Wäsche entfernen.” (Mit Salz einreiben und in der Sonne bleichen.) “Speck schneidet sich leichter, wenn man zuvor das Messer in heißes Wasser taucht.” – “Sicherheitsschlösser dürfen nicht geölt werden.” – “Sauerkirschen sind ein natürliches Schmerzmittel.” Sowas stand früher in der Ostsee-Zeitung, unserem lokalen Käseblatt!
Beim Blättern durch das Büchlein auf der Suche nach potenziellen Rezepten für Post aus meiner Küche fiel mein Blick im Abschnitt T auf “Tüten”. Natürlich! Waffeltüten! Die durften auf keinem Geburtstagskaffeetisch fehlen. Sie wurden mit steif geschlagener Sahne gefüllt und womöglich noch mit Erdbeeren gefüllt. Ich habe im Juni Geburtstag, und in den 1980ern waren Erdbeeren bei uns nur dann zu bekommen, wenn sie im Garten reif waren. Meistens hatte ich Glück. Ansonsten ist Stachelbeergrütze ein großer Favorit.

Eiswaffeln knuspriger Teig zuckerfrei Waffeln Tüten
 

Sonntag, 11. November 2012

Karamell-Spekulatius mit Fleur de Sel für die Tchibo Blogparade – und ein Sneak Peek auf unser Geheimprojekt

Die Tage werden kürzer, grauer und ungemütlicher, mein Sofa lockt und ruft in dieser Jahreszeit viel verführerischer, geradezu sirenenhaft  nach mir. Nur zu gern lasse ich mich mit einem duftenden Tee oder heißem Kaffee auf ihm nieder und freue mich über einen würzigen Begleiter in Keksgröße, blättere durch Backbücher und solche mit Dekorationsinspirationen und freue mich uneingeschränkt auf die Vorweihnachtszeit. Im letzten Jahr habe ich überhaupt nur eine Sorte Plätzchen gebacken (unglaublich köstliche, aber ganz weihnachtsuntypische allerdings), in diesem Jahr ist es jetzt schon  eine ganze Keksparade.

Karamell-Spekulatius mit Fleur de Sel für die Tchibo Blogparade auf www.katharinakocht.com
Tchibo rief zur keksigen Blogparade auf und stellte mir und einigen anderen Bloggern freundlicherweise eine ganze Menge Equipment für die Weihnachtsbäckerei zur Verfügung. Meine Wahl fiel zielstrebig auf die Spekulatiusformen, in denen man nicht nur Spekulatius mit Mustern formen, sondern auch direkt backen kann. So sehr ich klassische Spekulatius mit Mandeln auch mag, wollte ich für meine “Spekus” einen Twist hineinbringen, eine neue Note. Durch den dunklen, karamelligen Muscovadozucker und die Karamellcreme erinnern sie ein bisschen an die Karamellkekse, die es gern im Café zum Milchkaffee dazugibt, das Fleur de Sel kickt von der anderen Geschmacksseite - und gehobelte Haselnüsse statt Mandeln geben dem Keks eine runde, nussige Note. 
Die Kekskreationen aller Blogger sind auf dem Tchibo-Blog zu bestaunenmein Rezept findet Ihr schon hier im Blogpost.
Karamell-Spekulatius mit Fleur de Sel für die Tchibo Blogparade auf www.katharinakocht.com
Und weil wir alle in zuckergeschwängerter Lebenslaune sind (ja, ich auch!), lüfte ich hier schon mal ein bisschen das Geheimnis um das neulich angekündigte mysteriöse Geheimprojekt. Zusammen mit fünf wunderbaren Blogger-Kolleginnen habe ich an einem Online-Magazin gebastelt, für das wir rund um das Thema Weihnachten schon im Herbst wie verrückt gebacken, gerührt und gekocht haben – für Euch! “Hilda” heißt unser Baby, und wir, quasi die werdenden Mütter, sind jetzt schon stolz wie Bolle auf das Kleine.
Das tolle Team um Isabel von Lecker Lezmi sind Juliane von Schöner Tag noch!, Christina von Feines Gemüse, Julie von mat & mi, Jenni von Fleur du Poirier – und moi. Ende November ist es soweit und wir hoffen, dass es Euch genauso gefällt wie uns.
Coming Soon! Das Blogger-Plätzchenmagazin HILDA

Karamell-Spekulatius mit Fleur de Sel


**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Leider lässt sich dunkler Musvovado-Zucker durch wirklich nichts anderes ersetzen. Leider!**

100g kalte Butter
100g Karamellcreme (nach diesem Rezept oder fertige aus dem Glas, z.B. von Bonne Maman)
40g dunkler Muscovado-Zucker 
200g Mehl Type 550, alternativ Dinkelmehl Type 630
1 Prise gem. Zimt
1 Prise gem. Ingwer
1 Prise gem. Nelken
1 Handvoll gehobelter Haselnüsse
etwas Fleur de Sel zum Bestreuen

::Butter in Stückchen schneiden und mit den Gewürzen, dem Muscovado, der Karamellcreme und dem Mehl zu einem festen Teig verkneten. Wenn sich der Muscovado dabei nicht vollständig auflöst sondern kleine Klümpchen bildet, ist das völlig in Ordnung -daraus entstehen beim Backen köstliche Karamell-Knusper! In Folie einschlagen und einige Stunden in den Kühlschrank legen (mindestens 3 Stunden, am besten über Nacht).
::Backofen auf 180°C/Umluft 160°C vorheizen. Den Spekulatiusteig etwa 2 mm dick ausrollen und in Formen oder Model pressen, alternativ in kleine Recheche schneiden. Ein Backblech mit den Haselnuss-Hobeln bestreuen und die Spekulatius darauf legen, etwas anpressen. Mit ein paar Krümeln Fleur de Sel betreuen. Wenn man direkt in der Spekulatius-Backform von Tchibo bäckt, sollte man das Fleur de Sel in die Form streuen und anschließend den Teig hineindrücken. Dann die gehobelten Haselnüsse daraufstreuen und festdrücken oder mit dem Nudelholz ein mal darüberfahren. 

:: 8 bis 10 Minuten backen. Herausnehmen und komplett abkühlen lassen.

 

Sonntag, 26. August 2012

Sweet Sugarfree Sunday: Extradünne, extradunkle Schokoladen-Nuss-Kekse

Laut der Aussage des Wettermanns macht der Sommer an diesem Wochenende eine Pause. Naja, soll er mal. Bei strahlendem Sonnenschein habe ich nämlich weder Lust Wäsche zu waschen noch dazu sie zu bügeln, mag sie sich auch noch so aufgetürmt in meinen Weg stellen und mit dem Argument winken, dass ich dann am Montag wieder saubere und gebügelte Kleidung hätte. Pffff, entgegnete ich der Wäsche während der letzten sonnigen Tage, “Bügeln on demand” hat doch immer gut funktioniert. Und denken wir gar an die Gelegenheiten, an denen “partielles Bügeln” völlig ausreichend war! Kennt Ihr das? Wenn von der Bluse nur schnellschnell der Kragen und die Vorderseite gebügelt werden, maximal noch die Manschetten? Anzugjacke drüber und ab ins Büro. Blöd wurde es nur, wenn es wider Erwarten warm wurde und man die Jacke wirklich gern ausgezogen hätte. Wenn da nicht die zerknitterten Ärmel und die Rückenpartie gewesen wären…
Schokolade Kekse Walnüsse Reissirup Lace cookies zuckerfrei
Noch eine Sache macht sich perfekt bei schlechterem Wetter: Schokoladenkekse backen und sie dann mit Kaffee oder Tee auf dem Sofa genießen. Bei Wärme und Sonne schmilzt die Schokolade, und nicht erst im Mund, sondern präferiert auf Händen und weißer Sommerbuchse, womit der Bogen zum Wäscheberg geschlagen wäre.
Für diese extraschokoladigen Kekse habe ich ein altes “Double Choc Cookies”-Rezept verwendet, aber natürlich den Zucker durch eine Alternative ersetzt. Der Teig wurde damit wesentlich flüssiger, und statt der kompakten Schokocookies enstanden zwar unabsichtlich, aber umso erfreulicher dünne und knusprige, nusshügelige Kekse, die ein bisschen in der Tradition der amerikanischen Lace Cookies stehen. Für Freunde dunkler, intensiver Schokoladenaromen ist das genau das richtige, und durch Reissirup statt Zucker auch weniger süß.
Schokolade Kekse Walnüsse Reissirup Lace cookies zuckerfrei
Neulich mailte mir eine Leserin und schrieb, dass ihr Versuch, Zucker durch Stevia zu ersetzen, nur von geringem Erfolg gekrönt sei und fragte mich nach meinen Erfahrungen damit. Ich bekam umgehend rote Peinlichkeitsflecken, die sie zum Glück nicht sehen konnte, und musste dann unumwunden zugeben, dass ich keinerlei Erfahrungen mit Stevia habe. Als ich meine Ernährung “entzuckerte”, habe ich ganz bewusst auf jegliche Süßungsmittel verzichtet. Dazu kam, dass ich von diesen negativen Erfahrungen mit Stevia bereits von mehreren Leuten gehört hatte und deswegen ein wenig abgeneigt war, viel Geld für qualitativ hochwertiges Stevia auszugeben. Auch andere Süßungsalterniven wie Sukrin oder Xylithol sind mir ehrlich gesagt etwas suspekt. 
Letztlich ist es so, dass ich den hier verwendeten Reissirup tatsächlich nur zu Backen und für Desserts oder Marmelade benötige, also vielleicht einmal pro Woche. Die restliche Ernährung verläuft nach wie vor zuckerfrei, nach gut  drei Monaten (drei! Monaten!) hat sich das so eingependelt, als hätte ich nie etwas anders gemacht. Wir sind einfach Gewohnheitstiere.
Wie sind denn Eure Erfahrungen mit Zuckeralternativen? Lohnt sich die Investition, immerhin kostet so ein Pfund Sukrin ja etwa zehn Euro?
Schokolade Kekse Walnüsse Reissirup Lace cookies zuckerfrei
Extradünne, extradunkle Schokoladenkekse
Für 30 Kekse

100g Mehl
20g Kakaopulver
1/2 TL Natron
75g Walnüsse
75g (sehr) dunkle Schokolade, je dunkler, desto weniger Zucker enthält sie, ich habe 85%ige verwendet
100g weiche Butter
150g Reissirup
1 TL Vanilleextrakt
:: Backofen auf 200°C vorheizen und Backbleche mit Backpapier auslegen.
:: Mehl, Kakao und Natron gut vermischen. Walnüsse grob hacken oder einfach zerbrechen, Schokolade mittelfein hacken, so dass die Stückchen ca. einen halben Zentimeter “Kantenlänge” haben.
:: Butter, Reissirup und Vanilleextrakt mixen, bis die Masse hell, weich und fluffig ist, ca. 2-3 Minuten. Dann die Mehlmischung über die Butter sieben und kurz unterrühren. Nüsse und Schokolade unterheben. 
:: Mite dem Teelöffel oder dem Melonenausstecher kleine Teigklümpchen abstechen und mit genügend Abstand 12 Häufchen auf das Backblech setzen.
:: 10 Minuten backen, herausnehmen und vollständig auskühlen lassen, am besten auf einem Gitterrost.
 

Sonntag, 22. Juli 2012

Sweet Sugarfree Sunday: Zitronen-Mohn-Kekse & Haselnussplätzchen

Große Freude, sowohl beim Gatten als auch in der Keksdose: Es gibt wieder Cookies! Nach der Backpause probiere ich jetzt viele Lieblingsrezepte in der zuckerfreien Variante aus, und Kekse in jeder Form gehören zweifellos zum besten, was der Backofen hervorbringen kann. Dem Wetter angemessen hätte ich sie fast mit Zimt und Ingwer gebacken, nur der bevorstehende Sommerurlaub mit seiner Aussicht auf Sonne hielt mich davon ab und ließ mich die Zitrone in die Hand nehmen. In der Kombi mit Mohn ist das Aroma der Zitrone einfach unschlagbar! Frisch, knusprig und nussig zugleich, so mag ich Kekse im Sommer, wenn sie sowohl zum Tee, aber auch zum Eiskaffee oder zur Limonade passen. Für meinen persönlichen Haselnussfan, das angetraute Krümelmonster, gab es auch noch Haselnussplätzchen. Diese sind etwas weicher als ihre Zitronen-Kumpels und werden durch Kastanienmehl und gehackte Kakaobohnen schön nussig.
zitrone mohn kekse cookies plätzchen haselnuss

Richtig gute Kekse sind herrlich unkompliziert, schnell zusammengeknetet und fix aufs Blech gebracht. Am besten finde ich dabei Kekse, die kein Ei enthalten, und das aus ganz praktischen Gründen: Sie sind wunderbar skalierbar, wie wir BWLer so sagen: Ich kann ein einziges Blech Kekse backen oder eine ganze Wagenladung voll, einfach indem die Mengen von Butter und Mehl angepasst werden. Jetzt wird man mich selten eine Wagenladung Kekse backen sehen, eher ist es so, dass ein einziges Blech einer Sorte mehr als ausreichend ist für uns beide. Lieber habe ich drei verschiedene Sorten Kekse in überschaubaren Mengen in der Dose als wochenlang an einer Variante zu knabbern.

zitrone mohn kekse cookies plätzchen haselnuss
Wer weiß, vielleicht können die Haselnussplätzchen ja in der Adventsbäckerei ein Revival erleben, und dann mit Haselnüssen aus eigener Ernte. Ende des Sommers werden wir unser neues Domizil beziehen und werden uns den Garten mit einem Haselnussstrauch teilen, der jetzt schon fleißig Früchte trägt. 
Für’s erste dürfen aber die Zitronen-Mohn-Kekse die Hauptrolle spielen, sie sind mein Beitrag zum aktuellen Kochtopf-Event “Papaver”, das von Pimpi-MEL-la ausgerichtet wird. Sie sucht alles, was mit oder aus Mohn gekocht, gebacken oder gerührt wird, egal ob süß oder salzig. Süß, Mel! Und knusprig! Bitte sehr!
 
Blog-Event LXXX - Papaver (Einsendeschluss 15. August 2012)
zitrone mohn kekse cookies plätzchen haselnuss
Zitronen-Mohn-Kekse
Für ca. 15 Stück
50g weiche Butter
40g Reissirup
abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
75g Mehl, 550er
1 EL (ca. 10g) Mohn

:: Backofen auf 175°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
:: Butter und Reissirup schaumig schlagen, dann die Zitronenzesten unterrrühren. Mehl und Mohn unterrühren und alles schnell zusammenkneten.
:: Jeweils 1 TL Teig abstechen, zu Kugeln formen und auf das Backblech legen. Mit den Zinken einer Gabel etwas breit drücken.
:: 15 Minuten backen bis die Kekse hellbraun sind. Herausnehmen und komplett auskühlen lassen.
Haselnussplätzchen
Für ca. 15 Stück

50g weiche Butter
40g Reissirup
1 TL Vanilleextrakt oder 1/4 TL gemahlene Vanille

75g Kastanienmehl

30g ganze Haselnüsse, plus 15 Nüsse zum dekorieren
4 Kakaobohnen (ca. 10g), alternativ dunkle Schokolade, 1 bis 2 Rippen
:: Backofen auf 175°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
:: Haselnüsse und Kakaobohnen mittelfein hacken.
:: Butter, Reissirup und Vanilleextrakt oder -pulver schaumig schlagen, dann das Kastanienmehl unterrühren. Haselnüsse und Kakaobohnen unterkneten.
:: Jeweils 1 TL Teig abstechen, zu Kugeln formen und auf das Backblech legen. Jeweils eine Haselnuss in die Bällchen drücken.
:: 15 Minuten backen bis die Kekse hellbraun sind. Herausnehmen und komplett auskühlen lassen.
 

Sonntag, 10. Juni 2012

Schokoladen-Pfeffer-Cookies

Wir schreiben den 10. Juni 2012. Die Erdbeersaison hat trotz Verspätung auch Norddeutschland erreicht und die köstlichen roten Früchte lachen mir von jedem Stand entgegen. Erdbeerrot prangt auf dem Cover jeder Zeitschrift, die nur entfernt mit dem Thema Essen zu tun hat. In der zweiten Auflage des tollen “Post aus meiner Küche”-Events heißt es “very berry”. 
So weit, so gut. Doch was passt hier auf den ersten Blick nicht ganz ins Bild?
Genau. Dass es hier trotzdem Cookies mit dem dunklen, intensiven Geschmack von Schokolade, Kaffee und Pfeffer zu sehen gibt.
Kakao Pfeffer Cookies Espresso
 
Dabei HABE ich Erdbeeren gekauft, pfundweise sogar, habe das erste Schälchen mit Genuss verspeist und eine Handvoll besonders reifer, saftiger Beeren geviertelt und ganz sacht unter Scones-Teig gehoben. Etwas, was ich seit Donnerstag tun wollte, seit ich die oh-so-köstlich aussehenden Strawberries and Cream Bisquits bei smitten kitchen gesehen hatte. Beim Zusammenrühren von Mehl und Zucker fragte ich mich grinsend, auf wievielen Foodblogs die Scones auftauchen würden, doch nach nahezu 30 Minuten Backzeit fragte ich mich stirnrunzelnd, wieviel andere Bäcker ein ebenso fragwürdiges Ergebnis erhalten würden. Sie waren nicht crispy, sondern eher soggy. Doch viele der Kommentatoren schwärmten, wie gut ihnen die Biscuits gelungen wären, und so vermute ich, dass der Hund wie so oft in den Substituten der amerikanischen Produkte begraben liegt. 1 cup Heavy Cream habe ich durch 1 cup 35%ige Sahne ersetzt, vielleicht wäre weniger mehr gewesen…
Wie macht Ihr das, wie ersetzt Ihr in solchen Rezepten die amerikanischen Produkte?
Kakao Pfeffer Cookies Espresso
Nach all der Vorrede klingen die Cookies jetzt, als wären sie nur ein müder Ersatz. Sind sie nicht. Sie sind nämlich genau perfekt zum Espresso nach dem Essen, zum Kaffee am Nachmittag oder zwischendurch, wenn der bisher etwas sonnenfaule Sommer wieder mal eine Pause einlegt und uns mit unsportlichen Temperaturen um die 12 Grad ärgert. Dann zeig ich dem Sommer einen Vogel, zieh meine Wollsocken an und mache auf der Couch einen Frühherbst-Nachmittag. Das kann ich noch, habe ich im letzten Jahr ausgiebig geübt.
Außerdem krümelt es sich bei trübe-Tassen-Wetter doch viel gemütlicher Kekse, und ein dampfender Kaffee oder Espresso schmeckt an heißen Tagen nur halb so gut. Am Ende muss ich selbst ganz erstaunt feststellen, dass ich dem herbstlichen Sommerwetter nicht undankbar bin. 
Friede, Freude, Schoko-Cookies.
Kakao Espresso Pfeffer Cookies Zuckerrand Heidesand
Schokoladen-Pfeffer-Cookies

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Zucker lässt sich aber ganz gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde, je nach Süß-Vorliebe.**

225g Mehl
40g Kakaopulver
1 Prise Meersalz
1/2 TL feingemahlener schwarzer Pfeffer
2 Päckchen (à 2g) lösliches Espressopulver, oder 1 gehäufter Esslöffel
175g weiche Butter
100g Zucker
1 Ei
1 TL Vanilleextrakt
grober Zucker zum Rollen
feingemahlener schwarzer Pfeffer zum Bestreuen
:: Mehl, Kakao, Salz, Pfeffer und Espressopulver in einer Schüssel verrühren, zur Seite stellen.
:: In einer großen Rührschüssel Butter und Zucker hell und fluffig schlagen, dann Ei und Vanilleextrakt untermixen. Die Mehl-Kakao-Mischung unterheben, nicht zu stark rühren, nur so, dass sich eben alles verbunden hat und keine Mehlnester mehr vorhanden sind.
:: Den entstandenen Teigklumpen halbieren und jede Hälfte zu einer “Wurst” von 3 cm Durchmesser rollen. Die Teigwürste jeweils fest in ein Stück Backpapier einrollen und mindestens eine Stunde ein den Kühlschrank legen, besser über Nacht. (Am besten beschriften. Mein Mann hat ganz enthusiastisch eine Keksteigrolle aufgewickelt, er dachte es würde sich Salami darin verbergen…)
:: Ofen auf 180°C vorheizen. 
:: Die Teigrollen auswickeln und den groben Zucker auf das Backpapier streuen, damit die Rollen darin rundherum gewälzt werden können. Dann in 1/2cm dicke Scheiben schneiden und mit etwas Abstand auf ein Backblech legen. Mit Pfeffer bestreuen – dabei kann man durchaus etwas großzügiger vorgehen, der Pfeffer bleibt eher im Hintergrund.
:: 10 bis 12 Minuten backen bis sie sich recht fest anfühlen, dann komplett auskühlen lassen, damit sie knusprig werden.
 

Sonntag, 1. April 2012

Kekskonfekt mit Baileys, weißer Schokolade und Kokosraspeln

Heute fand in meiner Küche der bei Facebook angekündigte Kochmarathon statt, “Mission Gefüllter Tiefkühlschrank”. Möhren-Süßkartoffel-Suppe, Kartoffelgratin, Zucchinikuchen und Mais-Puffer, alles das friert jetzt in der “Kalten Else” vor sich hin und wartet auf den Einsatz an einem Tag, an dem ich keine Lust auf Kochen, aber unbedingt Lust auf ein gutes Essen habe.
Bei allem Herzhaften passten das Kekskonfekt ganz wunderbar dazwischen. So wunderbar, dass ich zum Verschenken wohl doch noch eine zweite Charge anrühren muss… von dieser ist kaum noch etwas übrig.
Eine Osternest-Leckerei für Erwachsene! Löffelbisquits werden fein zerkrümelt und dürfen dann erst einmal ein Weilchen gemeinsame Sache mit einem Schlückchen Baileys machen, bis sich geschmolzene weiße Schokolade dazugesellt. Nach dem Erkalten  ist das Konfekt weich-cremig und noch einen Hauch knusprig und hüllt sich zum Grande Finale in Kokosraspel. Nur leider nicht sehr lange – viel zu schnell sind die Kugeln weggenascht.

Geeignet sind alle Arten heller, einfacher Kekse, besonders fein werden die Kugeln mit Löffelbisquits. Der Likör gibt den letzten Kick, aber selbstverständlich kann der auch weggelassen oder durch Sahne oder Kokosmilch ersetzt werden. Anstelle von Kokosraspeln können die Kekskugeln auch in gerösteten und gehackten Kürbiskernen gewendet werden.

Kekskonfekt mit Baileys und Kokosraspeln
ergibt ca. 20 Kugeln
aus: Nicole Stich und Coco Lang, Geschenkideen aus der Küche

**Leider nicht zuckerfrei durch die Löffelbisquits, die Schokolade und den Baileys… Leider!**


Braucht ca. 2 Stunden zum Erkalten und sollte anschließend auch kühl stehen.

75g Löffelbisquits oder andere helle Kekse
150g weiße Schokolade
50g Sahne
1-2 EL Baileys
4-5 EL Kokos (oder 3-4 EL Kürbiskerne)
:: Kekse fein zerbröseln, entweder in der Küchenmaschine oder in einer Plastiktüte, über die dann mit dem Nudelholz gerollt wird. In eine Schüssel füllen und mit Baileys begießen. Gut durchrühren.
:: Schokolade hacken und zusammen mit der Sahne über dem Wasserbad schmelzen. Leicht abkühlen lassen und dann zu den Keksbröseln gießen. Vermischen und im Kühlschrank fest werden lassen, das dauert ca. 2 Stunden.
:: Für die Kürbiskern-Variante die Kürbiskerne leicht anrösten, abkühlen lassen und mittelfein hacken. Auf einen Teller geben.
:: Mit einem Teelöffel gleichmäßig große Nocken abstechen und zu Kugeln rollen. Die Kugeln in den Kokosraspeln (oder den gehackten Kürbiskernen) wälzen. Noch einmal ordentlich durchkühlen lassen und bis zum Verschenken im Kühlschrank aufbewahren.