Archiv der Kategorie: Kürbis

Montag, 12. Oktober 2015

Wochenplan für die KW 42 – und Gedanken zum Thema „Kinderessen“

Wenn Ihr zufällig mein Interview bei Junika vor ein paar Wochen gelesen habt, wisst Ihr ja, dass diese ganze Sache mit dem Wochenplan eigentlich nur deswegen entstanden ist, weil ich aus der Nudeln-mit-Tomatensauce-Falle für LittleC. heraus wollte. (Wenn es nach ihm ginge, könnte er das jeden Tag essen. Mehrfach.) Erst dann hat sich nach und nach ein richtiger Plan mit fast allen Mahlzeiten herausgebildet und ist nun ein fester Bestandteil unserer Woche. Der Wochenplan funktioniert super für uns Große – nur beim Söhnchen ist es immer ein  Glücksspiel. Denn natürlich kommt es immer wieder vor, dass das, was ich geplant und gekocht habe, so gar nicht seinen aktuellen Geschmack trifft. Da wird der Kartoffeltaler wieder aus dem Mund gepult und mir mit einem ablehnenden Geräusch in die Hand gedrückt. Ich übersetze es mit „hier, das kannst du selbst essen!“ Leider kann er sich aber auch noch nicht wirklich ausdrücken, so dass Ratespiele oft an der Tagesordnung sind. („Worauf zeigst du denn? Möchtest du Paprika? Nein? Tomaten? Ja? Doch nicht? Vielleicht die Gurke? Brot?“)

Und nu? Aufgeben ist nicht, denn so bequem die Nudel-Nummer auch wäre, so ungünstig ist sie auch. Gewöhnung und Vorliebe für echtes, gesundes Essen mit natürlichen Lebensmitteln wird in unserer Kindheit geprägt. Klar ändert sich das Geschmacksempfinden bei den Kleinen quasi jeden Tag, was heute der Renner ist, kann mir morgen um die Ohren geworfen werden. That’s (toddler) life! Also mache ich fröhlich weiter, auch wenn die Fröhlichkeit manchmal recht erzwungen ist. Was mir wichtig ist: Dass mein Kind uns Eltern gesunde Sachen essen sieht. Daher gibt es bei unserern Familienmahlzeiten seltenst Fast Food, der Pizzabote würde an uns nicht reich werden. Pommes sind zwar ein festes Ritual beim Schwimmbadbesuch, aber das passiert eben einmal im Monat. Süßes gibt es nur sehr mäßig – er darf es natürlich essen, aber wir haben im Regelfall keine Schokolade daheim.
Vielleicht haben wir da einfach nur Glück, aber ich denke schon, dass das darauf Einfluss hat, dass der Kleine bisher gern Sachen wie Tomaten, Brokkoli oder Möhren und grüne Bohnen isst.

Inspirationen für kindertaugliches (Familien-)Essen ziehe ich mir natürlich hauptsächlich aus dem Netz, Blogs wie eben Junika, Tiny Spoon oder Butterflyfish haben immer wieder schöne Ideen. Auch der leider nicht mehr aktiv befüllte Blog Mein kleiner Gourmet hat Feines für die Kleinen. Die Rezepte der amerikanischen Family Blogs sind mir oft viel zu fleischlastig, außerdem ist gefühlt auf allem Ketchup drauf. Noch so ein Ding, das das Kindlein überhaupt nicht stören würde – die Mama schon. (Fleisch bekommt er übrigens in der Kita recht viel, da braucht es dann abends keins.)
Wirklich gute Kinderkochbücher habe ich bislang kaum gefunden. Entweder sie sind noch nichts für Kinder im Alter von LittleC., oder sie sind so derartig basic, dass ich mir das Geld auch sparen kann. Für Apfelpfannkuchen, geriebenen Möhrensalat oder Kartoffelstampf brauche ich nun wirklich kein Rezept! Empfohlen wurde mir neulich „Lottas Lieblingsessen“*. Und ich habe das neue Buch der Junika-Mamas* fest im Auge.
Habt Ihr tolle Kochbücher, die Ihr empfehlen könnt? Dann immer her damit! 🙂

So, nun aber der Wochenplan für die KW 42 (waaaah! Zweiundvierzig! Das Jahr ist ja fast schon wieder rum!). Alle Links auch auf dem Pinterestboard „Was gibt es diese Woche?“.

Wochenplan_KW42 // www.katharinakocht.com

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Montag ist Reste-Tag. Da wir am Wochenende bei meinen Eltern waren und wir großzügig mit restlichem Sonntagsbraten versorgt sind, ist das genug Mittag für den Liebsten und für mich. Das Gyros vom Abend kommt aus dem Tiefkühler – vor einiger Zeit hatte ich eine große Portion Ofen-Gyros zubereitet und die Reste portionsweise eingefroren. Die Zubereitung erfolgte grob nach diesem Rezept.
Der Muffin Tin Monday ist eine Inspiration aus dem Web, und das Kindlein findet das total witzig, wenn sein Essen nicht zusammen auf dem Teller, sondern getrennt in den einzelnen Vertiefungen der Muffinform liegt.
Der Knusperfisch wird ähnlich wie diese Hähnchennuggets in Pesto und Cornflakes gewälzt und dann im Ofen gebacken.
Smashed potatos & avocado cream nach Oh She Glows.
Pilz-Stroganoff ist die vegetarische Variante des Fleischgerichts, dazu gibt es aber profane Semmelknödel, kein Soufflé.
Polenta liebe ich sehr! Hier mit Curry-Gemüse.
Das kalte Wetter ruft wieder förmlich nach Eintöpfen und Chilis – Donnerstag gibt es eine Chili-Variante mit Butternut-Kürbis.
Gerösteter Kürbis mit Spinat, dazu noch Kürbispesto nach einem älteren Rezept vom Blog.
Und dann am Freitag noch eine vegetarisierte Version eines Fleisch-Klassikers: Statt Chicken Tikka Masala gibt es Veggie Tikka Masala mit Süßkartoffeln.
Gebacken wird ein Gewürzkuchen, in dem die zwei übrig gebliebenen Zucchini von letzter Woche verwendet werden.

*Amazon Affiliate Links

 

Donnerstag, 24. September 2015

Tom Kha Gai: Ohne Gai, dafür mit Butternut-Kürbis

Vor nicht ganz fünf Jahren habe ich diesen Foodblog gestartet. Damals habe ich mir selbst EINE Sache versprochen: Niemals nicht, aber wirklich nicht! würde ich ein Rezept für Kürbissuppe posten. Boah, nee, ne. Gibt es auf der Welt mehr Rezepte für Kürbissuppe oder für Spaghetti Bolognese? Da würde es doch nicht auch noch eins von mir brauchen!
Also rede ich mir die Suppe jetzt einfach damit schön, dass es gar keine Kürbissuppe ist, sondern eine fleischlose Tom Kha Gai, in der zufällig gerösteter Butternut umherschwimmt. Und es schmeckt auch wirklich mehr nach Thailand als nach Kürbis, vor allem, da die Suppengrundlage aus einer eigens hergestellten Brühe aus Zitronengras, Kaffirlimettenblättern, Galgant, Korianderwurzeln und Thai-Basilikum besteht.

Wie heißt eigentlich eine vegetarische Tom Kha Gai? Soweit ich weiß, steht „Gai“ für das sonst verwendete Hähnchenfleisch. Bis mich einer aufklärt, nenne ich sie Tom Kha Kürbis. Aber es ist keine Kürbissuppe, ok?

Tom Kha Gai mit Kürbis

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Montag, 26. Januar 2015

Falls Ihr noch einen Kürbis herumliegen habt: Die Dreifach-Kürbis-Quiche namens „Hilda“ wäre eine Lösung

Die Kürbiszeit ist eigentlich seit geraumer Zeit vorbei, aber sowohl auf dem Markt als auch im Supermarkt liegen vor allem noch jede Menge Hokkaidos umher. Außerdem halten die Dinger unangeschnitten ja auch eine Weile. Also falls Ihr auch außer-saisonal noch Lust auf etwas Kürbissiges habt, hier wäre ein Vorschlag.
Um die Wahrheit zu sagen, ist obiger Absatz einfach nur eine Begründung Ausrede dafür, dass ich das Rezept und Foto schon so lange in der Warteschleife habe und aus bekannten Gründen *ähem* noch nicht veröffentlicht habe.

Kürbisquiche

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Freitag, 15. November 2013

Schokoladenglück: Mehlfreie Kürbis-Schoko-Cupcakes (und Gedanken zum Thema „Weniger ist mehr“.)

Bei Twitter entspinnen sich immer wieder interessante Gespräche und Diskussionen. (Ohne Twitter wären auch Fernseh-Ereignisse wie der ESC, der Tatort und kürzlich „The Taste“ nur halb so unterhaltsam.) Ein Tweet von mir über Agavensirup, mein persönliches Feindbild, mündete final in ein halbstündiges Telefonat mit der Respektspezialistin Bettina Schöbitz. Wir kannten uns vorher nicht, hatten aber das Gefühl, in vielen Dingen sehr ähnlich zu denken. Und sie fragte mich, ob ich nicht an ihrer Blogparade zum Thema „Weniger ist mehr“ teilnehmen und etwas über „weniger Zucker ist mehr“ schreiben möchte. Seither bewege ich das Thema in meinem Kopf hin und her. Nicht, weil ich nicht fest daran glauben würde. Sondern, weil ich erst einmal dachte, dass ich dazu ja eigentlich alles geschrieben hätte, was es dazu zu schreiben und zu sagen gibt. Aber andererseits weiß ich auch, dass nichts so alt ist wie die Zeitung der Blogpost von gestern. Also dachte ich mir, ich versuche es einfach mal. Und nein, ich habe jetzt noch keine Ahnung, wie ich den Bogen zu den Kürbis-Schoko-Cupcakes spannen soll, mal schauen ob es mir gelingt.
Aber kurz drei Worte vorab zu den Cupcakes – mehlfrei, zuckerfrei, super schokoladig. Oh, das waren vier. Und Kürbis ist auch drin, auch wenn man es nicht vermutet.  mehlfreie Schoko-Kürbis-Cupcakes

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Donnerstag, 7. November 2013

Heute findet Ihr mich bei Lunch For One mit einem Soulfood-Schmorgericht für den Herbst

Heute koche und esse ich auswärts.
Tina, deren Reisehunger mindestens genauso groß ist wie ihr Appetit auf gutes Essen, erkundet für mich (also, fast…) meine Traumdestination Neuseeland. Damit sie sich trotz grauem Herbstwetter wieder auf’s Heimkommen freuen kann, hat sie einige Foodblogger gebeten, ihr die Rückkehr mit gutem Essen zu versüßen, mit Gerichten, auf die sie sich freuen kann.

Ich freue mich, dabei zu sein, und so habe ich für Tina den Ofen angeworfen und ihr ein herbstliches Schmorgericht mitgebracht, in dem Rinderbeinscheiben in viel Gemüse und noch viel mehr Rotwein baden, bis sie weich und aromatisch sind. Den Duft, der dem Schmortopf entweicht, möchte ich am liebsten in Flaschen abfüllen…

Schaut hier: Geschmorte Beinscheiben für Tina von Lunch For One.

Geschmorte Beinscheiben in Rotwein

 

Montag, 28. Oktober 2013

It’s Pumpkin Everything Time: Kürbis-Scones mit Thymian und Parmesan

Ich hab da was Neues… Einen neuen Button, nämlich. Schaut mal rechts, unter „Aufgereiht“. Ab sofort gibt es auch endlich eine Kategorie für Brot und Brötchen. Dazu gibt es nämlich einige Rezepte hier im Blog, doch deren Kategorisierung ist mir bislang immer schwer gefallen: sie sind nicht Vorspeise, aber auch (meist) nicht Hauptgericht, zwar zuckerfrei, aber kein Kuchen… hm. Also hat mir die liebe Martina flugs einen neuen Button kreiert, et voilà – je vous présente „Brot & Brötchen“.

Kuerbisscones mit Parmesan Thymian

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Dienstag, 17. September 2013

Mit Liebe: Kürbis-Pfifferlings-Focaccia und das neu gestaltete Kundenmagazin von EDEKA

Neulich stand ich hoch über den Dächern Hamburgs und hatte die Qual der Wahl: Entweder den spektakulären Ausblick aus der „Sturmfreien Bude“ (einer wirklich tollen Event-Location) genießen, oder mich mit vielen anderen Bloggern unterhalten, oder aber durch das neu gestaltete EDEKA-Kundenmagazin „Mit Liebe“ blättern. Oder das grandiose Abendessen mit vielen guten Dingen genießen. Ich habe einfach alles getan, in genau der Reihenfolge.

EDEKA hatte uns zur Präsentation ihres komplett überarbeiteten Kundenmagazins „Mit Liebe“ eingeladen und hatte den Abend genau so gestaltet: Mit Liebe. Eine kurze Präsentation, viel Zeit zum Blättern im neuen Magazin, ein liebevoll gedeckter Abendbrottisch und echtes Interesse an unserer Meinung und überhaupt an guter „BR“, Blogger Relations.

Kuerbis-Pilz-Focaccia

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Sonntag, 21. Oktober 2012

Rote-Bete-Suppe mit Kürbis und Kokosmilch

Ich zitiere mich selbst: „Gerichte mit Äpfeln, Kürbis oder Suppe“, das ist es, was momentan ganz weit oben auf meiner Speisekarte steht. Gebacken: Apfel-Mandel-Kranz nach Leila Lindholm (folgt), gekocht: Pasta mit Kürbis und Kürbiskernpesto (dito), gelöffelt: dunkelpinke Suppe mit Roten Beten, Kürbis und ein bisschen Asien.

Kürbis Rote Bete Ingwer Kokosmilch Currypaste Sauerrahm
Ich tendiere dazu, von allem zu viel haben zu wollen und bekenne, Gewichte oder Abmaße nicht gut einschätzen zu können. Die Zielvorgabe „ein Pfund Kartoffeln“ übertreffe ich beim Eintüten der Knollen meist um einhundert Prozent, genau wie „fünfzig Gramm Käse“; und „ein Stück Ingwer, daumengroß“ führt meist zu ersticktem Schnauben – ist jetzt mein, öhm, filigraner Mädchendaumen gemeint oder die Prankengröße des Gatten? Nun, die Händler freut’s und so hat wenigstens einer was davon, wenn ich beim Kürbiskauf locker sage „ach, noch’n bisschen mehr“ und dann mit einem zwei Kilo schweren Stück heimgehe und wir tagelang nichts anderes essen als Kürbis.
Kürbis Rote Bete Ingwer Kokosmilch Currypaste Sauerrahm
Dem Kürbisverzehr zuträglich war, dass mir frische Rote Bete mitgebracht wurden, quasi als Einzugsgeschenk. Das sind mir die liebsten Geschenke, aus eigenem Anbau oder aus eigener Produktion. Die Kürbissuppe mit Kresse-Sahne aus dem wirklich hübsch gemachten Buch „Vegetarisch gut gekocht“ lieferte die Inspiration, wollte aber auch Kartoffeln, mehligkochende noch dazu. Die gibt es bei mir sowieso seltener, und nach dem letzten ver- und überschätzten Einkauf war ich eher froh, alle Kartoffeln verarbeitet zu haben. Kürbis sprang ein, Kokosmilch und Currypaste gesellten sich dazu und vor lauter Experimentierfreude vergass ich, Gemüsebrühe hinzuzufügen – es hat nicht geschadet. Am Ende dampfte ein cremig-sämige Suppe in den Schüsseln, lippenstiftrot und scharf-würzig.
Rote-Bete-Suppe mit Kürbis und Kokosmilch
nach „Vegetarisch gut gekocht“ von Cornelia Schinharl und nach GourmetGuerilla
ergibt 4-5 Teller

2 große Rote Beten, ca. 500-750g
150g Kürbis (alternativ Kartoffeln)
1 mittlere rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 dickes, ca. 3cm lange Stück Ingwer 
1 EL Öl, bei mir Kokosöl
1-2 EL rote Currypaste, je nach Schärfevorliebe
400ml Kokosmilch
Salz, Fischsauce
etwas Zitronen- oder Limettensaft
4 EL Sauerrahm
Kresse, Petersilie oder Koriander zum Bestreuen

:: Rote Beten schälen, dazu evtl. Handschuhe tragen, und in Würfel schneiden. Kürbis ebenfalls schälen und in Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch pellen und grob hacken. Ingwer schälen, 2 dünne Scheiben abschneiden und zur Seite legen, den Rest mittelfein würfeln.
:: Öl in einem großen Topf erhitzen und das Gemüse sowie Zwiebel, Knoblauch und Ingwer darin anbraten und etwa 5 Minuten dünsten. Die Currypaste dazugeben und unterrühren, dann 500ml Wasser angießen – evtl. mehr, das Gemüse sollte auf jeden Fall bedeckt sein -, einmal aufkochen lassen und dann zugedeckt so lange köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. 
:: Vom Herd ziehen und die Kokosmilch angießen. Die Suppe mit dem Pürierstab cremig pürieren. Mit Fischsauce und Limettensaft abschmecken.
:: Den Sauerrahm glattrühren, die beiden restlichen Scheiben Ingwer sehr fein hacken und unterrühren. Die Suppen in Teller geben, jeweils einen Kleks Ingwer-Rahm darauf verteilen und mit Kräutern bestreuen.
 

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Kürbiskuchen

Gerichte mit Äpfeln, Kürbis oder Suppe – so sehen im Moment die Erzeugnisse aus meiner Küche aus. Nächste Woche werden sich wohl noch Quitten dazugesellen, die uns aus dem Garten der Schwiegereltern mitgebracht werden. Auf die Quitten freue ich mich schon, anders als Äpfel sind sie auf eine kurze Saison beschränkt. Die nutze ich dann gern aus, in diesem Jahr möchte ich unbedingt herzhaft-quittiges produzieren, nicht nur Gelée oder den (wirklich tollen) Quittensirup. Also falls jemand Ideen hat – gern her damit!
Kürbis betrachte ich auch als ein sehr saisonales Ereignis im Gemüseregal, auch wenn es ihn weit über den Herbst hinaus zu kaufen gibt. Und saisonale Ereignisse müssen gefeiert werden, so wie Weihnachten und Ostern, aber auf dem Herd.
Kürbis Kuchen Schokolade Haselnüsse
Im letzten Jahr war ich ganz begeistert von den Guten-Morgen-Muffins aus Nicky Stichs Buch „Delicious Days“. Die sind meiner Meinung nach die besten und fluffigsten Karotten-Muffins weit und breit und ergeben, in der Springform oder Kastenform gebacken, auch einen schönen saftigen Kuchen. Anstelle der geriebenen Karotten habe ich hier geriebenen Muskatkürbis verwendet, und das Ergebnis wird leuchtend gelb und hat eine etwas herbere Note als die des klassischen Karottenkuchens. Doch alles wird gut mit Schokolade, deswegen bekommt der Kuchen statt des Carrot Cake-typischen Frischkäse-Frostings einfach eine Schicht geschmolzener dunkler Schokolade.
Kürbis Kuchen Schokolade Haselnüsse
A propos Schokolade: Neulich musste ich sehr grinsen, als ich in einem Schaufenster ein Frühstücksbrettchen mit der Aufschrift „Rettet die Erde! Sie ist der einzige Planet mit Schokolade.“ sah. Das stimmt! Und wahrscheinlich auch der einzige Planet mit Kürbissen. Und Quitten. Und Suppen.
Kürbis Kuchen Schokolade Haselnüsse

Kürbiskuchen
gebacken in einer 20×30 großen rechteckigen Form

FÜR DEN KUCHEN:
175g Mehl
3 gestr. TL Backpulver
1 Msp. Zimt
1 Prise Salz
200g Kürbisfleisch
2 Eier, Gr. L
175g Reissirup (alternativ 150g Rohrzucker)
80g Kokosöl (oder Butter), am besten kurz angewärmt und verflüssigt, im festen Zustand geht’s aber auch
100g gemahlene Haselnüsse

FÜR DIE GLASUR:
100g dunkle Schokolade
1 TL Kokosöl (ca. 10g)

:: Backofen auf 175°C vorheizen, Umluft ca. 150°C
:: Mehl, Backpulver, Zimt und Salz mischen.
:: Kürbisfleisch fein raspeln.
:: Eier, Reissirup und Kokosöl 2-3 Minuten schaumig schlagen. Das geriebene Kürbisfleisch und die gemahlenen Haselnüsse unterrühren, dann die Mehlmischung dazugeben und alles nur so lange rühren, bis alles vermengt ist und keine Mehlnester mehr im Teig sind.
:: In die Form füllen und ca. 30 Minuten backen. Herausnehmen und auskühlen lassen.
:: Für die Glasur die Schokolade hacken und über dem Wasserbad schmelzen. Das Kokosöl unterziehen (sorgt für Glanz und Geschmeidigkeit) und dann über dem Kuchen verteilen. Fest werden lassen und genießen.
 

Freitag, 5. Oktober 2012

Kürbis- und Kichererbsensalat mit Tahini-Dressing

Mit dem ersten Oktober fällt der offizielle Startschuss: Heizung anstellen. Die Heizung aufzudrehen ist die nächste Stufe im Wärmeplan, kommt nach „Wollsocken herausholen“ und kurz vor „nach Weihnachtsdeko suchen“. Jedenfalls – es ist kalt im Land. Somit ist nun auch die Zeit für heiße Suppen, duftende Gratins und warme Salate gekommen.
Warum ich Euch diesen wunderbaren Salat bisher vorenthalten habe, kann ich nicht sagen. Ich kann mich nur dafür entschuldigen, vor allem, da ich ihn jetzt im dritten Jahr in Folge koche, mit diversen Wiederholungen, weil er so unglaublich gut ist. Soulfood geradezu; cremig, würzig und so bunt wie die Herbstblätter. Ich sage es ja: Mea maxima culpa.
Gefunden habe ich das Rezept bei Smitten Kitchen, wieder ein Grund mehr, Debs Blog zu mögen und mich auf ihr Buch zu freuen.

Kürbis Kichererbsen Salat Tahini Dressing Fladenbrot Petersilie rote Zwiebeln

Und weil heute der norddeutsche Herbstwind offensichtlich nicht nur die Blätter von den Bäumen, sondern mir auch alle guten Ideen aus dem Kopf gepustet hat, gibt’s hier, without much further ado, umgehend das Rezept: Und die Empfehlung, in Großbuchstaben: NACHKOCHEN!

Kürbis Kichererbsen Salat Tahini Dressing Fladenbrot Petersilie rote Zwiebeln

Kürbis Tahini Dressing Petersilie rote Zwiebeln
Lauwarmer Kürbis- und Kichererbsensalat 
mit Tahini-Dressing

2 Portionen

500g festes Kürbisfleisch, z.B. Butternut 
3 Knoblauchzehen
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer, Piment
1 Dose Kichererbsen
1/2 rote Zwiebel
3-4 Stängel glatte Petersilie
Saft von 1/2 Zitrone
4 TL Tahini
2 EL Olivenöl

:: Backofen auf 200°C vorheizen.

:: Kürbis schälen und entkernen, in 1cm lange Würfel schneiden. 2 Knoblauchzehen grob hacken und zusammen mit den Kürbiswürfeln in einer Schüssel mit Olivenöl, etwas Salz, großzügig Pfeffer und 1 Prise Piment vermischen, bis alle Würfel mit Öl und Gewürzen vermischt sind. Auf ein Backblech legen und etwa 25 Minuten rösten, bis der Kürbis weich ist und goldbraun glänzt.

:: Währenddessen die Kichererbsen aus der Dose befreien und in einem Sieb spülen und abtropfen lassen. Die Zwiebel hacken oder in feine Scheiben schneiden. Petersilienblättchen grob hacken oder zupfen.

:: Das Dressing anrühren: Dazu die übrige Knoblauchzehe pellen und durchpressen oder fein hacken. Mit Zitronensaft, Tahini und Olivenöl glatt rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Falls das Dressing zu dicklich ist, teelöffelweise Wasser unterrühren.

:: Die Kürbiswürfel aus dem Ofen nehmen und in einer flachen Schüssel vorsichtig mit den Kichererbsen, Zwiebeln, Petersilie und 2/3 des Dressings mischen.

:: Mit Fladenbrot servieren und das restliche Dressing dazu reichen.