Archiv der Kategorie: Marmelade

Montag, 19. August 2013

Blaubeermarmelade ohne Gelierzucker kochen: Agar-Agar vs. Apfelpektin. Der knallharte Vergleich.

Beeren, Pfirsiche, Nektarinen. Pflaumen und Aprikosen. Die letzten Kirschen. Die ersten Äpfel. Die Markstände sind üppig gefüllt im Moment, und mein Kaufreflex ist einfach nicht zu bremsen. Ich fühle mich auch schon ganz beerig, demnächst wachsen mir bestimmt so kleine Blätter und ein Stiel aus dem Kopf!
Mit den Erdbeeren begann sonst für mich im Juni die Marmeladenzeit. Früher war alles einfacher und besser, ja ja… aber tatsächlich bedeutete „Marmelade kochen“ ganz einfach den Griff zum 3:1-Gelierzucker und dann ein fröhliches Halali bei der Beerenjagd. Das fällt jetzt natürlich aus, also habe ich mich nach Alternativen umgesehen. Dabei erschienen mir zwei Kandidaten als besonders geeignet: Agar-Agar und Apfelpektin. Beides habe ich im Biomarkt meines Vertrauens erstanden. Mit beiden Produkten habe ich dann quasi einen 1:1-Test gemacht und, damit nichts den Geschmack verfälscht, diesmal auch ohne Schnickschnack oder interessante Kombis einfach pure Blaubeermarmelade gekocht. Blaubeermarmelade ohne Gelierzucker

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Freitag, 22. März 2013

Orangen-Hefekränze für den Osterhasen

Hat Euer Bio-Dealer des Vertrauens noch ein paar unbehandelte Orangen im Angebot? Dann nichts wie los, besorgt Euch noch zwei davon und backt unbedingt diese Hefekränze. Die leicht herbe Note der Orange macht aus schnödem Hefeteig schnell eine kleine exotische Köstlichkeit. Da das sowieso eher etwas für Erwachsene ist, schadet auch ein klitzekleiner Schuss Orangenbrand nichts – aber das habt Ihr nicht von mir!
 

Sonntag, 16. Dezember 2012

Orangen-Thymian-Honig

Die Weihnachtsstimmung hat’s in diesem Jahr ein bisschen schwer bei mir, dabei hat der Schnee doch schon so schön weihnachtlich geglitzert. Dass er jetzt wegtaut, finde ich nicht schön, gar nicht schön! Grün-braune Weihnachten kann gegen weiße einfach nicht anstinken, Glühwein hin und Zimtmandeln her. Aber gut – die schwindende Anzahl von Tütchen an unserem als Adventskalender fungierenden Birkenast sagt mir, dass Weihnachten quasi im Türrahmen steht, und die gehetzten, leicht panischen Blicke der Menschen, die mit großen Tüten und langen Schritten durch die Stadt eilen, auch. (Wobei mir dann immer dieses Bild einfällt.)
Orangen-Thymian-Honig auf www.katharinakocht.com
Orangen-Thymian-Honig auf www.katharinakocht.com
Wie gut, dass es in meiner Küche aber doch schon nach Weihnachten aussieht und vor allem riecht. Vielleicht kommt die Weihnachtsstimmung dann ja doch um die Ecke gestürmt. Nahezu im Sturm ist auch der Honig zusammengerührt, der dann bloß noch ein paar Tage stehen und durchziehen muss. Schafft Ihr! Bis zum 24. sind es noch acht Tütchen, sagt unser Adventskalender.
Und als tatkräftige Unterstützung habe ich Euch HIER die Etiketten als Freebie hochgeladen!
Orangen-Thymian-Honig auf www.katharinakocht.com
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Orangen-Thymian-Honig
für 2 Gläser à 150ml
**Dies ist natürlich kein zucker- bzw. fructosefreies Rezept, und Honig lässt sich nicht wirklich ersetzen. Im Zweifelsfall: Einfach genießen und den Rest des Tages ohne Fructose gestalten.**
Schale von 1 unbehandelten Bio-Orange
4 Zweige Thymian
300g flüssiger Blütenhonig
 
:: Die Orange gut abspülen und die Schale dann mit dem Sparschäler fein abschälen, so, dass nichts Weißes an der Haut bleibt. Kleinere Streifen sind hier besser als lange – ich habe die Orangen „von Nord nach Süd geschält, also vom Stielansatz Richtung Blütenknospe.
:: Orangenschale zusammen mit dem Thymian in einen Topf legen und den Honig dazugeben. Bei sehr kleiner Hitze erwärmen (nicht kochen, nur eben warm machen) und ein paar Minuten auf der warmen Herdplatte stehen lassen. Der Honig sollte dabei sehr flüssig werden. Nicht zu viel rühren, sonst bröseln die Blättchen vom Thymianzweig.
:: Zwei kleine Gläser mit kochendem Wasser ausspülen. Die Orangenschale sowie die Thymianzweige auf die Gläser verteilen und dann am besten einen Trichter auf die Gläser setzen und den flüssigen Honig einfüllen. Die Gläser fest verschließen und idealerweise eine Woche durchziehen lassen, 3 Tage sollten es mindestens schon sein.
 

Mittwoch, 21. November 2012

"Wünsch dir was" von Regine Stroner & und ein erstes Rezept daraus: Rote-Bete-Konfitüre

Noch zehn Tage, dann wird aus November Dezember, dann haben Adventskalender Hochkonjunktur und (jippieh!) dann ist meine persönliche Schallmauer erreicht: Die Lebkuchen-Schallmauer. Sie lachen mich seit September an, und seit September tue ich so, als würde ich sie nicht sehen. Aber ha! Am ersten Dezember sind sie mein! Höchstwahrscheinlich sogar selbstgebacken, denn an die habe ich mich erst ein einziges Mal gewagt, vor etwa zehn Jahren – mit ungenießbarem, bröckelhartem Ergebnis. Das soll in diesem Jahr anders werden, und Regine Stroner hilft mir dabei. Sie hat das wunderbare Buch „Wünsch dir was! Geschenke aus der Weihnachtsküche“ geschrieben, das im Kosmos-Verlag erschienen ist. Für alle, die wie ich in der Adventszeit gern und viel in der Küche stehen und am liebsten Selbstgerührtes, -gebackenes oder -gekochtes verschenken, ist das eine tolle Fundgrube für bekannte und nicht ganz alltägliche Rezepte. Und eben auch für Lebkuchen. 🙂

„Wünsch dir was“: ©Martina Görlach /Kosmos Verlag. Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlags.
„Wünsch dir was!“ ist eine kulinarische Reise durch sechs europäische Länder: Durch Deutschland und Frankreich, England und Schweden, durch Italien und Österreich. In Deutschland dreht sich alles um die Klassiker, um Spekulatius, Dominosteine und Lebkuchen, aber der Stollen wird beispielsweise als kleines, gefülltes Stollentörtchen gebacken. In Frankreich wird es fein: Bûche de Noël, Schokoladen-Macarons, mit Lavendel gefüllte Sablés… merveilleux! Über den Ärmelkanal geht es nach England, von dort zeigt Regine Stroner selbstgemachte Teemischungen, Orangenmarmelade mit Datteln und Vanille, Sahne-Toffees oder die berühmten Mince Pies. God Jul in Schweden: mit Lussekatter zum St. Lucia-Tag, Knäckebrot, Glögg und Graved Lachs. Zurück im Süden gibt es italienischen Mini-Panettone, sizilianischen Mandelkuchen, Blutorangen-Sirup mit Campari oder fein aromatisierte Honigmischungen (Rosenhonig!!!). In Österreich schließlich lachen mich Sachertörtchen, feine Kipferln und Kringel und einige Rezepte für süß oder säuerlich Eingelegtes an.
Wie immer bei den neueren Büchern des Kosmos-Verlags gibt es für viele Rezepte Variationen und „Das ist wichtig“-Hinweise, die manchmal überflüssig, oft aber auch sehr hilfreich sind.

„Wünsch dir was“: ©Martina Görlach /Kosmos Verlag. Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlags.
Was mir an dem Buch wirklich gut gefällt, sind die kleinen, verschenk-tauglichen Portionen. Der Stollen wird als Stollentörtchen gebacken, der Panettone kommt in kleinen Gläsern daher, und auch die Sachertorte ist im Kleinformat prima als Geschenk geeignet.
Und dann natürlich Martina Görlachs Fotos. Die sind wunderbar. Ich wünsche mir vom Weihnachtsmann (Schaaaaaaatz!) ein Fotoatelier mit tollem Licht und einer so schönen, prall gefüllten Props-Kiste. Nein, im Ernst: Die Bilder passen ganz entzückend zu den Rezepten, sie sind hell und wirken dabei wunderbar gemütlich und kuschlig. Sie drücken natürlich ein klitzekleines bisschen auf die Kitschdrüse, aber hey, es ist Weihnachten! Und durch viel Weiß und Creme werden nicht nur Plätzchen, Törtchen und Co ins rechte Licht gerückt, sondern auch der Kitschfaktor minimiert.
Die Bilder zeigen viele schöne Ideen für die Verpackung der kulinarischen Geschenke, davon habe ich mir viel für mich mitgenommen. Ideal wären tatsächlich noch Bezugsquellen für Kartons, Boxen, Flaschen und Dosen gewesen. Vielleicht für die Neuauflage? Ich wünsch mir was.
Übrigens – Maria ist auch ganz angetan von dem Buch. Wenn das keine Empfehlung ist!

„Wünsch dir was“: ©Martina Görlach /Kosmos Verlag. Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

Die Rote-Bete-Konfitüre war eines der Rezepte, die umgehend einen Marker bekommen haben. Die tiefrote, leicht scharfe Marmelade passt toll zu Brot und Käse. Da ich vakuumierte Rote Bete verwendet habe und finde, dass diese süß genug sind, habe ich den Gelierzucker des Originalrezepts weggelassen und mir den Ingwer und den Kreuzkümmel aus der vorgeschlagenen Variation geholt. Ingwer und Rote Bete, das hat kürzlich als Rohkostsalat schon so hervorragend funktioniert.

Rote-Bete-Konfitüre mit Ingwer

ergibt (in meiner Version) 2 Gläser à 1/4 l 

3 Blatt weiße Gelatine
0,33l Rote-Bete-Saft

20g Gelierfix ohne Zugabe von Zucker – ich habe das von Natura benutzt, bei allen anderen Gelierprodukten die Menge bitte entsprechend berechnen. (Das Originalrezept möchte 350g Gelierzucker 2:1 auf 0,5l Rote-Bete-Saft) 
2 Knollen Rote Bete, ca. 300g (vorgegart)
30g Ingwer
2 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel
evtl. etwas Reissirup zum Abschmecken

:: Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen.
:: Rote-Bete-Saft im Topf mit dem Gelierfix mischen und zum Kochen bringen, 4 bis 5 Minuten sprudelnd kochen lassen.

:: Währenddessen die Roten Beten in feine Würfel schneiden (ich habe sie grob zerteilt und in die Küchenmaschine geworfen). Ingwer schälen und fein reiben. 

:: Die Rote-Bete-Würfel, den geriebenen Ingwer und den Zitronensaft in den kochen Sirup einrühren und mit Salz, Pfeffer und einer ordentlichen Prise Kreuzkümmel würzen, eventuell mit etwas Reissirup abschmecken. Nochmals kurz aufkochen lassen, dann vom Herd ziehen. Die Gelatineblätter ausdrücken und einzeln unter die Konfitüre rühren. 

:: In sterilisierte Gläser füllen und auskühlen lassen. 
Bei der Verwendung von Geliermitteln aus dem Bioladen kann es übrigens dazu kommen, dass der Geliervorgang viel länger dauert als bei normalem Gelierzucker und dass die Konfitüre etwas flüssiger bleibt.
 

Donnerstag, 23. August 2012

Pfirsich-Brombeer-Konfitüre mit Rosmarin (zuckerfrei)

Vorletztes Wochenende waren wir Gäste auf einer wunderschönen Hochzeit. Nicht, dass ich Hochzeiten nicht schon immer gemocht hätte, dazu bin ich viel zu sehr Mädchen, aber nachdem ich das „Event Heiraten“ letztes Jahr auch von der anderen Seite erlebt habe, nämlich als Braut, kann ich eine solche Feier als Gast viel entspannter und freudiger genießen. Ich habe übrigens keine Ahnung, warum das so ist. Vielleicht ist man weniger kritisch. Oder ruft sich in Erinnerung, wie aufwändig die Vorbereitung war und wieviel Arbeit und Liebe in den kleinen Details steckt und ist aufmerksamer ihnen gegenüber. Oder freut sich an der Mühe, die sich die anderen Gäste gemacht haben und die zu würdigen man auf der eigenen Hochzeit leider gar nicht wirklich Zeit hatte. Jedenfalls: Als „Gast mit Erfahrung“ sind Hochzeiten noch schöner.
(Memo an Freundeskreis: Legt los, Leute! Ich wäre bereit.)

Pfirsich Brombeere Rosmarin Konfitüre Marmelade zuckerfrei ohne Zucker ohne Gelierzucker

Als Gastgeschenk zur Erinnerung an den schönen Tag hatte sich das Brautpaar stundenlang in die Küche gestellt und verschiedene Konfitüren gekocht. Eine Aktion, die ich selbst auch noch gut in Erinnerung hatte! Beim Anblick von beispielsweise Pfirsich-Mango+Vanille oder Himbeer-Papaya+Limoncello überkam mich eine ziemliche Lust aufs Marmeladekochen, und als die reifen, duftenden Pfirsiche bei meinem Obst- und Gemüsehändler quasi von selbst in meinen Korb hüpften, stellte ich noch eine Schale Brombeeren dazu und suchte gedanklich nach einer weiteren Komponente. Mein Blick fiel auf das Kräuterbord, und so durfte der Rosmarin auch mitmachen. Er gibt der Konfitüre eine leicht erdige Note, sozusagen einen Gegenspieler zur Süße der Früchte.
Pfirsich Brombeer Rosmarin
 Pfirsich Brombeer Rosmarin
Nach einer Idee von Nike hatte ich vor einigen Wochen schon eine Erdbeermarmelade ohne Zuckerzusatz gekocht, also auch ganz ohne Gelierzucker, nur mit Apfelpektin. Das funktionierte sehr gut, die Konsistenz ist zwar etwas flüssiger als bei Konfitüre mit Gelierzucker, aber das mag ich eigentlich ganz gern. Die zuckerfreie Variante hält sich nicht so lange wie ihre Kollegen, die mit Gelierzucker gekocht wurden, aber das schöne an den Geliermitteln ohne Zucker ist, dass die Mengen variabel sind. Egal ob 300 Gramm oder drei Kilo, ob zwei Gläser oder zwei Paletten, alles geht. Für mich ideal, denn unser Zwei-Personen-Haushalt vertilgt ja keine Unmengen an Marmelade, und außerdem komme ich so öfter zum Kochen. Hihi.
Und klar – mit regulärem Gelierzucker geht das Ganze natürlich auch!

Pfirsich Brombeere Rosmarin Konfitüre Marmelade zuckerfrei ohne Zucker ohne Gelierzucker

Pfirsich-Brombeer-Konfitüre
für 2 Gläser à 250ml
300g Pfirsiche – entsteint gewogen, also im „Originalzustand“ noch einmal 100g draufrechnen
200g Brombeeeren
100g Reissirup (mehr, wenn man gern süße Marmeladen mag oder die Früchte süßer sein könnten), alternativ ein Süßungsmittel eurer Wahl
Saft von 1/2 Zitrone
10g (ca. 2 gestr. EL) Apfelpektin, bspw. dieses
2 Zweige Rosmarin 
:: Pfirsiche waschen und häuten: Das geht wie bei Tomaten, die Pfirsiche kreuzweise einritzen, mit kochendem Wasser übergießen und nach 30 Sekunden herausfischen und kalt abspülen. Die Haut abziehen. Natürlich geht das ganze auch mit ungehäuteten Pfirsichen, das ist Geschmackssache.
:: Pfirsiche kleinschneiden. Brombeeren waschen und mit den Pfirsichstückchen, dem Reissirup und  dem Zitronensaft mischen. Das Apfelpektin unterrühren und die Rosmarinzweige im ganzen in die Früchte legen. 2 bis 3 Stunden durchziehen lassen.
:: Nach der Ziehzeit die Rosmarinzweige herausnehmen und die Fruchtmischung kurz „anpürieren“, so dass einige Stücke verbleiben, der Großteil aber musig ist. Rosmarin wieder hinzufügen und alles unter Rühren zum Kochen bringen und 4 bis 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Die Rosmarinzweige (final! endgültig!) entfernen und eine Gelierprobe durchführen – Variante A: den Kochlöffel in die Höhe halten und die Marmelade heruntertropfen lassen, wenn sie dickflüssig herabtropft und der letzte Tropfen geliert, ist sie gut. Variante B: einen Tropfen auf einen zuvor in den Tiefkühler gestellten Teller geben, dieser sollte ziemlich sofort fest werden.
:: In ausgekochte bzw. sterilisierte Gläser füllen und mit (ausgekochten bzw. sterilisierten) Deckeln fest verschließen. Abkühlen lassen und mindestens einen Tag stehen lassen und nicht umherräumen, da der Geliervorgang noch weiterläuft.
 

Sonntag, 22. April 2012

Geröstete Rhabarberkonfitüre – die erste des Jahres 2012!

In den letzten Tagen ist es hier etwas ruhig gewesen, bitte seht es mir nach, dass ich mich mit Bloggen und vor allem auch mit dem Kommentieren zurückgehalten habe. Ich war etwas, nun, nicht blogmüde, das bestimmt nicht, aber doch etwas maulfaul. 🙂 Das und ein wenig im Stress, weshalb die Warteschleife an ungebloggten Rezepten und Fotos immer länger wird. Auch die Liste der ungelesenen Blogposts bei Bloglovin‘ ist auf eine dreistellige Zahl angewachsen. (Was auch daran liegen kann, dass ich in letzter Zeit so viele tolle Blogs hinzugefügt habe.)
Die Küche ist unterdessen nicht kalt geblieben, ich habe in der letzten Woche einiges ausprobiert, habe die Bärlauch-Saison für mich eröffnet, endlich den Sauerteig besiegt und – jaaaa! – die schokoladige „Post aus meiner Küche“ fertiggestellt. Dazu dann aber am nächsten Wochenende mehr, denn erst einmal soll natürlich meine Tauschpartnerin Nicole ihr Päckchen öffnen.

Und dann habe ich gestern die erste Produktionsreihe im Glas in diesem Jahr hergestellt: Rhabarberkonfitüre. Dieses Jahr pur, einmal nicht mit Himbeeren oder Erdbeeren gemischt, sondern nur mit Vanille aromatisiert. Und auch komplett ohne Gelierzucker, irgendwie war mir nicht danach. Ähnlich wie Micha von Grain de sel karamellisiertes Apfelmus im Ofen geröstet hat, funktioniert auch geröstete Rhabarberkonfitüre. Allerdings mit Zucker, ohne wäre mir Rhabarber dann doch zu sauer.
Das Schöne an diesem Rezept, und gleichzeitig ein unschlagbarer Vorteil gegenüber Gelierzucker, ist die variable Mengenanpassung. Ob nun ein Kilo oder drei, ob Süß- oder Sauerschnabel, ob Vanilleliebhaber oder Ingwerverehrer – alles kommt je nach Gusto in den Bräter und verschwindet dann platzsparend im Ofen, will nur ein paar mal umgerührt werden und wird dann duftend in Gläser gefüllt, bevor es auf dem Frühstücksbrötchen oder auf Griesbrei schmeckt.
Da Rhabarber  relativ wenig Pektin enthält und daher weniger gut gelier, sollte die Konfitüre im Kühlschrank aufbewahrt werden, gerade, wenn man mit Zucker eher sparsam umgegangen ist. Also am besten gleich aufnaschen oder an liebe Menschen verschenken.

Geröstete Rhabarberkonfitüre
ergibt ca. 4-5 Gläser à 250ml Inhalt
1500g Rhabarber, geputzt
200 – 250g Zucker (je nachdem, wie süßschnäbelig ihr seid auch mehr)
Saft von 1 Zitrone
1 Vanilleschote

:: Rhabarber kleinschneiden (ca 1cm breite Stückchen) und in einem größeren Bräter oder ofenfestem Topf mit Zucker und Zitronensaft mischen. Vanilleschote der Länge nach halbieren und zum Rhabarber geben.
:: Bräter (nicht abgedeckt) in den Ofen stellen, diesen auf 180°C heizen und das Ganze eine Stunde backen. Dann einmal kräftig durchrühren und eine weitere Stunde backen. Hin und wieder die Ofentür öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Wenn noch zuviel Flüssigkeit vorhanden ist, noch etwas länger backen.
:: Gläser und Deckel auskochen und trocknen lassen und dann randvoll mit dem Rhabarbermus füllen. Verschließen und abkühlen lassen, dann im Kühlschrank aufbewahren.
 

Sonntag, 2. Oktober 2011

Pflaumen-Rotwein-Konfitüre

Äpfel haben hier im Blog jetzt wirklich ordentlich Aufmerksamkeit bekommen. Da wird es doch mal Zeit, sich einem anderen spätsommerlich-frühherbstlichen Obst zuzuwenden: Pflaumen. Oder eigentlich: Zwetschgen, denn die blauen Dingers, die in diese Konfitüre gewandert sind, sind nämlich letzteres. Da die Zwetschge eine Unterart der Gattung Pflaumen, Prunus domestica, ist, geht das aber in Ordnung, oder? *klugscheissmodus OFF*
Und phew, es ist eines der Dinge, an deren Gelingen ich zwischendurch stark gezweifelt habe, am Ende aber doch sehr froh bin, das Projekt nicht abgebrochen zu haben.
Die ersten Zweifel kamen, als Testesser sich erstmal eine (große) Männerhand voll Zwetschgen klaute und gemütlich vor sich hinmampfte. Super – hätte ich mal mehr als 3 Pfund gekauft! Zugegebenermaßen waren sie aber auch wirklich perfekt, süß, aber noch fest.
Dann kam die Wartezeit. Die Mischung muss mindestens 12 Stunden durchziehen, damit der Gelierzucker die Fruchtstückchen auch durchdringen kann. Total toll, wenn der Deckel ein kleines Loch hat und der austretende Duft ganze Fruchtfliegen-Großfamilien anlockt!
Kurz vor dem eigentlichen Marmeladekochen war der Mix aus Fruchtfleisch, Rotwein und Gelierzucker derartig intensiv, dass ich befürchtete, Glühweinkonfitüre zu produzieren. Und das im September! Und das mir, da ich mich doch vor Dezember weigere, irgendwas Adventliches, Weihnachtliches zu produzieren!
Aber nein – alles prima, die Konfitüre ist wunderbar gelungen, schmeckt nicht nach Glühwein und wird bei der nächsten Gelegenheit zur Buchelfüllung werden. Bis dahin darf sie auf’s Sonntagsfrühstücksbrot, im Wechsel mit dem Apfelgelee.
A propos Sonntag – auch heute wird wieder fleißig Sonntagssüßes gesammelt, heute bei Katrin von Lingonsmak. Sehen ihre Nuss-Recht-Ecken nicht umwerfend aus?

Pflaumen-Rotwein-Konfitüre
ergibt ca. 1400ml
braucht mindestens 12h zum Durchziehen – ein schönes Wochenend-Projekt.

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Gelierzucker lässt sich aber durch entsprechende Mengen Apfelpektin und Reissirup ersetzen – einfach der Anweisung auf der Pektin-Packung und für die Süße dem eigenen Geschmack folgen!***

1,5kg Zwetschgen
Saft von 1 Zitrone
150ml trockener Rotwein
500g Gelierzucker 3:1

:: Pflaumen waschen, halbieren und entkernen. Die Hälften in feine Scheiben schneiden und diese zusammen mit Rotwein, Zitronensaft und Gelierzucker in einem großen Topf vermischen. Zudecken und mindestens 12 Stunden ziehen lassen.

:: Gläser und Deckel sterilisieren.

:: Pflaumen zum Kochen bringen und unter ständigem Rühren 4-5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dabei zerfallen die Pflaumenscheiben etwas, das soll aber so und ergibt eine schöne „schlotzige“ Konsistenz.

:: Gelierprobe machen und mit Hilfe eines Einfülltrichters die Pflaumenkonfitüre in die sterilisierten Gläser füllen und sofort verschließen.
Durch den Alkohol im Rotwein kann es vorkommen, dass die Konfitüre nicht sofort fest geliert, daher am besten gleich irgendwo hinstellen, wo sie nicht stört und dort abkühlen lassen und zwei Tage nicht bewegen. Also die Gläser, nicht Ihr. 🙂

 

Donnerstag, 22. September 2011

Apfelgelee mit Thymian

Die Gravensteiner aus dem Garten meiner Eltern waren gerade verbraucht, da kam schon die nächste Ladung Äpfel, diesmal aus dem Garten der Schwiegereltern. Ich werde Euch also wohl noch eine ganze Weile mit apfeligen Rezepten erfreuen. Quitten gab es übrigens auch ohne Ende, also stellt Euch drauf ein… ;-))
Beim Apfelgelee mit Thymian bin ich ein Wiederholungstäter. Die erste Ladung habe ich ganz zaghaft und versuchsweise gekocht, das Ergebnis war aber so umwerfend köstlich, dass ich mich nun an eine größere Menge gewagt habe und allen nur zum Nachkochen raten kann, die irgendwie zwei Kilo Äpfel rumliegen haben und keinen Apfelkuchen mehr sehen können. Wenn bei Euch aber noch ein weiteres Kilo Äpfel rumliegt und Ihr durchaus noch Apfelkuchen sehen mögt, könnte ich am Sonntag auch noch was für Euch haben!
Das Gelee passt natürlich toll auf’s Frühstücksbrot, hier in meiner Lieblingskombi mit Frischkäse, aber es schmeckt auch hervorragend auch zu Ziegenkäse. Der Thymian spielt sich nicht in den Vordergrund, unterstreicht aber die Frische des Apfels.
Übrigens kann man auf die gleiche Art und Weise auch ein feines Apfelgelee mit Vanille kochen – den Thymian einfach durch eine Vanilleschote ersetzen, oder zwei, wenn man einen intensiven vanilligen Geschmack haben möchte.

Apfelgelee mit Thymian

ergibt ca. 1400ml, stellt aber lieber ein zusätzliches Marmeladenglas bereit!

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept, aber die Versuchsreihe mit einem zuckerfreien Geliermittel geht im Sommer 2013 los!**

2kg säuerliche Äpfel
1,5l Wasser
Saft von 2 Zitronen, ca. 80ml
500g Gelierzucker 3:1
4 Zweige Thymian

Utensilien: 2 große Töpfe (oder 1 großer Topf und 1 große Schüssel), Sieb, Geschirrtuch, Rührlöffel, Schöpfkelle, Einfülltrichter und kleines Sieb.
:: Äpfel waschen und vierteln. Blüten- und Stielansatz herausschneiden, Kerngehäuse und Schale aber dran lassen, darin befindet sich sehr viel Pektin, was beim Gelieren hilft. Die Viertel noch mal halbieren und dann die Apfelstücke zusammen mit dem Wasser aufkochen und 30 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen.
Das Sieb mit einem Geschirrtuch auslegen und über den zweiten Topf oder die Schüssel hängen. Die gekochten Äpfel mitsamt Flüssigkeit durch das Sieb gießen und sehr gut abtropfen lassen, kann durchaus 1 bis 2 Stunden dauern, bis alles abgetropft ist.
:: Währenddessen Gläser und Deckel sterilisieren.
:: Den Zitronensaft in einen Messbecher geben und mit dem aufgefangenen Apfelsaft auf 1200ml (oder die Menge, die Eure Gelierzuckerpackung für ein Gelee empfiehlt) auffüllen. Den Saft im Kochtopf mit Gelierzucker mischen, die Thymianzweige hinzufügen und alles zum Kochen bringen. 4-5 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei rühren-rühren-rühren. Gelierprobe machen: Entweder einen Tropfen auf einem kalten Teller geben und schauen ob es sofort geliert, oder den Rührlöffel aus dem Gelee nehmen und abtropfen lassen – wenn der letzte Tropfen geliert, ist es soweit.
:: Ein kleines Sieb auf den Einfülltrichter setzen (kann man auch weglassen, wenn einen die Thymianblättchen im Gelee nicht stören) und mit Hilfe von Kelle, Sieb und Trichter das Gelee auf die sterilisierten Gläser verteilen und sofort verschließen. Dahin stellen, wo sie nicht im Weg sind, abkühlen lassen und am besten die nächsten 1-2 Tage nicht bewegen.
::und hier noch die vanillige Variante:  Für das Apfelgelee mit Vanille eine Vanilleschote aufschlitzen, auskratzen und das Mark und die Schote mit Apfelsaft und Gelierzucker kochen wie oben beschrieben. Schote entfernen und Gelee auf die Gläser verteilen.
 

Sonntag, 7. August 2011

Erdbeer-Espresso-Konfitüre

Habt ihr den tollen Reigen von selbstgemachten Dingen in Julianes Post bei Schöner Tage noch! gesehen? Toll, was die große Bloggerwelt alles so zustande bringt. Da können sich die Lebensmittel- und Kleider- und Interieurfabrikanten aber wirklich noch mal was abgucken! Ich schwelge seit Tagen in den Bildern und klicke mich mit Begeisterung durch die Blogs.
Deswegen gibt es heute auch was Selbstgemachtes. OK – alle Sachen hier im Blog sind selbstgemacht. Aber klassische Selbermacher sind ja so Sachen wie zum Beispiel Marmelade. Diese hier hat sogar noch einen besonderen Hintergrund: Es war nämlich unsere „Hochzeitsmarmelade“. Wir wollten ein Gastgeschenk jenseits der (zweifellos leckeren) Zuckermandeln, und ziemlich schnell war die Wahl da auf Marmelade in hübschen Gläschen gefallen. Da ich gerne etwas außer der Reihe haben wollte, aber dennoch etwas mit Früchten, die in den Frühsommer passen, war ich ganz glücklich, als ich in Hans Gerlachs Buch „Marmeladen & Gelees“ das Rezept für Erdbeer-Espresso-Konfitüre fand. Einmal testkochen bestätigte die Wahl und dann steckte ich Ende Mai ellenbogentief in blutroter Erdbeerpampe und kochte in vier Chargen 80 Gläser Marmelade. Ist es eigentlich total gaga, wenn man das total toll findet und nur ein kleeeeiiiin biiiisschen anstrengend? Wahrscheinlich.
Der Frühsommer ist zwar leider vorbei, wer aber Lust hat, die letzten Erdbeeren zu einer ausgefallenen Konfitüre zu verarbeiten, sollte diese hier unbedingt probieren. Der Espressogeschmack ist nicht vordergründig, keine Angst, und durch die Teefilter-Methode besteht auch keine Gefahr, dass man auf Kaffeesplittern herumbeißt.

Erdbeer Espresso Konfitüre Marmelade Hochzeit Gastgeschenk

Erdbeer-Espresso-Konfitüre

für 8-9 Gläser à 200ml

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Gelierzucker lässt sich aber durch entsprechende Mengen Apfelpektin und Reissirup ersetzen – einfach der Anweisung auf der Pektin-Packung und für die Süße dem eigenen Geschmack folgen!***

Ein paar Tips aus dem Buch gebe ich gern weiter.
Sterilisation der Gläser und Deckel: Die gewaschenen Gläser im Backofen bei 120°C ca. 15 Minuten „backen“, das sterilisiert laut Gerlach effektiver als Auskochen, außerdem braucht man den großen Topf ja eher für die Marmelade! Ich habe z.B. nur einen einzigen Riesen-Topf. Außerdem kann das super nebenher passieren, da man die Gläser dann auch zügig befüllen sollte. Die Deckel in kochendem Wasser sterilisieren.
Vakuum: Anders als z.B. meine Omma das gemacht hat, empfiehlt Gerlach, die Gläser NICHT auf den Kopf zu stellen. Der Effekt sind schmutzige Ränder und eventuell unerwünschte Stoffe, die sich durch die heiße Konfitüre aus dem Deckel lösen können. Der Unterdruck entsteht durch die abkühlende Konfitüre, der Deckel wölbt sich nach innen.
Farbe: Leider verliert Erdbeerkonfitüre ziemlich schnell an Farbe. Gerlachs Tipp: Ein paar pürierte Himbeeren oder Sauerkirschen oder andere stark dunkelrot färbende Früchte dazugeben. Diese geben dann ordentlich Farbe ab, ohne sich geschmacklich bemerkbar zu machen.

So, und nun geht’s los!

1,5 kg Erdbeeren
Saft von 2 mittelgroßen Zitronen, sollte etwa 80ml ergeben
5 EL ganze Espressobohnen
500g Gelierzucker 3:1
2 Teefilter

:: Erdbeeren waschen, trocken und putzen. Die Hälfte der Erdbeeren mit Zitronensaft pürieren, die andere Hälfte in kleine Würfel schneiden. Wer eine samtige Konfitüre ohne Stückchen möchte, püriert die gesamten Erdbeeren.
:: Espressobohnen im Mörser etwas anstoßen und dann in die Teefilter füllen und diese verschließen.
:: Erdbeerpüree, Erdbeerstücken und Gelierzucker in einem großen Kochtopf mischen, die Espresso-Teefilter ebenfalls hineingeben und 3 bis 4 Stunden ziehen lassen, damit das Kaffeearoma in die Konfitüre übergehen kann.
:: Nach der Ziehzeit die Teefilter entfernen und (da muss man jetzt durch!) ordentlich ausdrücken, damit die ganze superaromatisierte Erdbeersoße rauskommt.
:: Die sterilisierten Gläser, einen Einfülltrichter und eine Schöpfkelle bereitstellen.
:: Den Topf auf den Herd stellen und bei starker Hitze aufkochen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei ständig rühren. Dann in die vorbereiten Gläser füllen und schnell mit den sterilisierten Decken verschließen – superheiß, attenzione! Abkühlen lassen, mit hübschen Schildern versehen (ich hatte für die Hochzeit Aufkleber bei Casa di Falcone bestellt) und dann verschenken („Hab ich selbst gemacht!“) oder im Vorratsschrank lagern und sich auf süße Wochenend-Frühstücke freuen.
 

Montag, 21. März 2011

Sweet Monday: Schnelle Beeren-Konfitüre

Am Wochenende wurde das Kapitel „Frühjahrsputz“ aufgeschlagen, mit allem drum und dran, inklusive Fensterputzen. (Bäh.) Beim Küchenputz kam auch der Kühlschrank dran, und nachdem ich den Kühlbereich von diversen angebrochenen und im rückwärtigen Teil in Vergessenheit geratenen Bechern und Schachteln befreit hatte, stellte sich heraus, dass im Tiefkühlfach auch einige angefangene Dinge vor sich hin froren. Aber nicht mehr lange! Alles Angefangene wurde sofort herausgenommen und eingesetzt. Unser Abendessen bestand dann aus einem Potpourri aus Fisch, denn je für sich gesehen ergaben 2 Zanderfilets, 2 kleine Lachssteaks und ein paar einsame Garnelen kein wirkliches Abendessen, was wohl auch der Grund für ihre tiefgefrorene Einsamkeit war.
Aus der viertel Tüte Waldbeeren und der drittel Schachtel Himbeeren habe ich kurzerhand Marmelade gekocht, die allerdings so lecker ist, dass ich versucht bin, mehr TK-Früchte zu kaufen, um noch mehr Marmelade zu kochen. Aber ich kenne mich…. am Ende steht dann ein trauriges Marmeladenglas im hinteren Kühlschrankbereich. Und das will ich ihm nicht antun, also bleibt es bei diesem einen leckeren Glas. Ihr könnt aber natürlich gern mehr kochen!

Ein Tipp zur Sterilisierung von Marmeladengläsern vorweg: Die Gläser im Backofen bei 120°C mindestens 10 Minuten „backen“, währenddessen die Deckel in kochendem Wasser auskochen. Während die Gläser im Ofen sterilisieren, sollte die Marmelade oder Konfitüre bereitet werden, damit die sterilisierten Gläser schnell benutzt werden könne, so dass eine neue mögliche Keimbildung verhindert wird.

Schnelle Beeren-Konfitüre

für 1 Glas à 200ml, mehr Inhalt entsprechend anpassen
Die Beerenmenge war bei mir purer Zufall, hat aber genau für 1 Glas gereicht.

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Gelierzucker lässt sich aber durch entsprechende Mengen Apfelpektin und Reissirup ersetzen – einfach der Anweisung auf der Pektin-Packung und für die Süße dem eigenen Geschmack folgen!***

240g gemischte TK-Beeren (Erdbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Johannisbeeren….)
80g Gelierzucker 3:1 (Bei anderem Gelierzucker entsprechend anpassen und abwiegen)
Saft von 1/2 Zitrone
1 TL Vanillearoma 
:: Beeren auftauen lassen und kurz abspülen, damit keine Eiskristalle zurückbleiben – das verwässert das Aroma.
:: Beeren mit Vanillearoma und Zitronensaft grob pürieren, dann mit Gelierzucker mischen und in einen Topf geben. Aufkochen und ca. 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, hin und wieder umrühren.
:: Währenddessen die Einmachgläser auf ein feuchtes Tuch stellen, damit sie beim Einfüllen der heißen Masse nicht platzen.
:: Kurz vor Ende der Kochzeit die Gelierprobe machen: Dazu den Rührlöffel aus der Konfitüre ziehen und abtropfen lassen: Fließt die zukünftige Konfitüre zäh ab und der letzte Tropfen bleibt fest am Löffel kleben und fällt nicht ab, ist es perfekt! Ansonsten noch eine Minute kochen lassen und erneut testen.
:: In Gläser füllen und sofort verschließen.
NICHT UMDREHEN! Entgegen der landläufigen Meinung bringt das keinen Vorteil, eher im Gegenteil: Man hat keinen sauberen Rand und durch die starke Hitze der Marmeladenflüssigkeit könnten irgendwelche unliebsamen Stoffe aus dem Deckel gelöst werden. Das Vakuum, das den „Klick“ beim Öffnen des Glases auslöst, entsteht auch so.