Archiv der Kategorie: Obst

Mittwoch, 31. August 2016

Ein erfrischendes Green-Smoothie-Sorbet für den Sommer-Endspurt

Die beste Anschaffung des Sommers 2016? Eine Eismaschine (Amazon Affiliate Link). Keine große Maschine, denn einerseits habe ich leider keinen Platz für eine leistungsstarke Kompressormaschine, und zum anderen wollte ich ins Eis-Business quasi erst mal hineinschnuppern. Und was soll ich sagen? Das Ding läuft gefühlt jeden zweiten Tag. Frozen Yoghurt, Erdbeereis, klassisches Vanille- oder Schokoeis, aber auch viele Sorbets waren in den letzten Monaten Standard-Desserts. So viel besser als gekauftes Eis! Ich weiß, was drin ist – und ich kann vor allem bestimmen, was in mein Eis kommt.
Die Eistheke im Supermarkt ist aber immer noch wichtig. Immerhin gibt es da großartige Inspirationen; auf manche Kombi wäre ich vielleicht gar nicht gekommen. Man stelle sich also folgendes Szenario vor: Frau, 37, schiebt Einkaufswagen unverdächtig durch Tiefkühlabteilung. Öffnet eine Tür, nimmt eine Packung Tiefkühlblaubeeren heraus. Schlendert weiter. Bleibt abrupt stehen. Zückt blitzartig Smartphone. Reißt weitere Tür auf. Macht schnell Fotos. Schlägt Tür wieder zu. Guckt unschuldig. Schiebt weiter und grinst vor sich hin. Geht nach Hause, macht einen grünen Smoothie – und gießt ihn in die Eismaschine.
(Danke an Das Eis für die Inspiration!)
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Mittwoch, 5. August 2015

Kuchenmüsli oder Müslikuchen zum Frühstück: Banana Blueberry Bread Oats

Whoahaha. Was für ein Titel. Aber mir fällt echt nichts besseres ein, Bananenkuchen-Müsli klingt zu profan und trifft es auch nicht so richtig. Ein Carrot Cake schmeckt anders als eine Möhrentorte, ein Cheesecake anders als ein Quarkkuchen – und ein Banana Blueberry Bread ist nicht das gleiche wie ein Bananenkuchen. Finde ich.
Wie wichtig ich das Frühstück als Mahlzeit finde, habe ich ja schon mal geschrieben. Dabei gibt es, zumindest während der Woche, nichts einfacheres als ein haferflockenbasiertes Müsli, oder eben auf Neudeutsch-Blogdeutsch: Oats. Einfach zuzubereiten, zuverlässig, und immer wieder schön zu variieren. Ich würde lügen, wenn ich sagte, dass ich morgens nicht gern etwas Süßes äße. Das tue ich schon, allerdings sind Marmeladenbrötchen und Croissants leider weder gut für meine Taille noch für meine Haut. Die Lösung ist also dieses Kuchenmüsli, das schmeckt wie noch leicht warmes, aromatisches Banana Blueberry Bread. Kein Wunder – es hat ja auch fast alle Zutaten, die in den Kuchen gehören.
Für die Zeitsparer-Variante wird am Vorabend alles zusammen gerührt, im Kühlschrank aufbewahrt und morgens nach Belieben erwärmt. (Genau: Overnight Oats.)

Banana Blueberry Bread Oats: Leckeres Frühstücksmüsli, das nach Banana Bread schmeckt Weiterlesen

 

Freitag, 24. Juli 2015

Eiskalter alkoholfreier Sundowner: Spritziger Mango-Erdbeer-Cocktail

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Manche Gewohnheiten ändern sich ja erst so im Laufe der Zeit zum Besseren. Trinken zum Beispiel. Bis vor einigen Jahren trank ich echt nur, wenn ich mit ausgedörrter Kehle schon halb verdurstet war. Wasser, bäääh! Das hat sich grundlegend gewandelt, und gerade bei sommerlichen Temperaturen habe ich immer meine Wasserkaraffe neben mir stehen. Wasser, yeaah! Wie wichtig ausreichendes Trinken ist, muss ich im Jahr 2015 wohl niemandem mehr erzählen, oder? Wasser ist der Hauptbestandteil unseres Körpers, ohne Wasser wird der Körper nicht richtig durchblutet und mit Nährstoffen versorgt. Einen Teil der etwa 2,5 Liter, die wir täglich durch Atmung, Schwitzen oder eben den Urin verlieren, können wir durch die Nahrung aufnehmen, der Rest muss getrunken werden. Wasser ist dabei das simpelste und effektivste Getränk.
Ich mag mein Wasser eigentlich am liebsten still, der Gatte mag es dagegen sprudelig. Soll er gerne haben – aber die Wasserkästen kann selbst schleppen! Mein Wasser kommt schließlich aus der Leitung. Trinkwasser in Deutschland ist von hervorragender Qualität, insofern macht das die Sache natürlich einfach.

Kürzlich ist ein Wassersprudler bei uns eingezogen. Nun steht da in der Küche, der SodaStream Crystal, und sprudelt fröhlich Blubberwasser für uns. Ratet mal, wer sich darüber am meisten freut: Der Gatte? Nee – ICH! Und warum? Weil es nicht ständig die Diskussion gibt, dass wir schon wieder einen neuen Kasten holen müssen. Weil mir besagte Wasserkästen im Keller echt auf den Geist gingen, ständig musste ich einen zur Seite schieben, um den Gefrierschrank richtig öffnen zu können. Und weil ich selbst mittlerweile auch ganz gern mal Wasser mit Kohlensäure trinke. Ach ja, und weil die Glaskaraffe vom SodaStream Crystal so ausnehmend hübsch ist. Pfff, Mädchenkram, sagt der Mann. Na und? Manche Dinge ändern sich halt doch nie. Gut so. Alkoholfreier Mango-Erdbeer-Cocktail

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Mittwoch, 26. Februar 2014

Kleine Kokos-Käsekuchen mit Papaya: Ich back’s mir mit Claretti, Runde 2

Die #quarkkrise war noch in vollem Gange, da verkündete Tastesheriff Clara das Motto für den Februar und rettete mich wieder ein weiteres Stückchen. Denn diesmal hieß es: Käsekuchen, in allen Varianten. Und ich so: YEAH!, denn, surprise surprise, ich liebe Käsekuchen. Relativ schnell fanden sich demnach auch zwei Ideen, die es auszuprobieren galt – und beide sind wirklich sehr köstlich geworden. Lustigerweise sehen sich meine beiden Käsekuchen-Varianten recht ähnlich, woran hauptsächlich die Farbgestaltung Schuld ist, beide sind so schön rosa… Geschmacklich sind sie aber sehr weit voneinander entfernt, denn eine ist süß und fruchtig und die andere herzhaft und salzig.

Kokos-Käsekuchen mit Papaya-Maracuja-Topping

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Freitag, 13. Dezember 2013

Mecklenburger Götterspeise: Ein entstaubter Klassiker aus meiner Kindheit

Das folgende Gespräch fand in etwa so im Jahr 2010 statt. Am Telefon. Mit meiner Oma. Wie heißt es immer in den Fernseh-Reportagen? „Gedächtnis-Protokoll“. Und es steht quasi stellvertretend für so ziemlich alle Rezept- und Kochunterhaltungen, die ich je mit meiner Oma geführt habe – sie könnten auch alle unter der Rubrik „Maßangaben sind was für Feiglinge“ aufgeführt werden. Nur beim Backen, da war sie sehr genau. Allerdings konnte sie auch aus der Hand geschüttelt 100 Gramm Butter abstechen und 200 Gramm Mehl quasi blind abwiegen. Mecklenburger Götterspeise

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Mittwoch, 16. Oktober 2013

Scheibenweise Glück: Pflaumenkuchen mit Amaretto-Grießguss

Herbst, Deine Krönung heißt ganz unzweifelhaft Pflaumenkuchen.
Auch wenn ich weiß, dass es korrekterweise Zwetschgenkuchen heißen sollte. (Über Zwetschgen vs. Pflaumen habe ich mich ja hier schon einmal ausgelassen. Prunus domestica halt.) Aber über meine mecklenburgischen Lippen holpern die vielen Konsonanten des Zwetschgenkuchens so unelegant, weshalb ich bei Pflaumen bleibe – das klingt so schön weich und sonnenbeschienen und nach goldigem Herbstwetter. Pflaumenkuchen mit Amaretto-Grießguss

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Donnerstag, 6. Juni 2013

Rhabarber-Kokos-Kuchen

Ha, wenn das mit der Sonne und mir so weiter geht, dann bekomme ich wohl bald mit dem Blog ein Problem. Er könnte nämlich ziemlich eifersüchtig werden und mir zu Recht vorhalten, dass ich schließlich eine ganze Reihe Posts in der Warteschleife habe, alle angefangen, aber keiner zur Druck- bzw. Veröffentlichungsreife gebracht. Statt mich also vor den Computer zu setzen und endlich den ganzen Fotos von Rhabarber- und Spargelgerichten und denen von meinem Besuch bei der großartigen Keramik-Künstlerin Melanie Follmer einen passenden textlichen Rahmen zu geben (wir verschweigen jetzt auch mal die Fotos von unserer Lieblingspasta), verschwinde ich einfach in jeder freien Minute ins Gärtchen, pflanze hier, jäte da, gieße und rede gut zu. Oh, klar – und schiebe Töpfe und Gartenmöbel hin und her. Drei Zentimeter weiter nach rechts könnte der Hortensientopf ja auch noch besser aussehen.
 

Freitag, 22. März 2013

Orangen-Hefekränze für den Osterhasen

Hat Euer Bio-Dealer des Vertrauens noch ein paar unbehandelte Orangen im Angebot? Dann nichts wie los, besorgt Euch noch zwei davon und backt unbedingt diese Hefekränze. Die leicht herbe Note der Orange macht aus schnödem Hefeteig schnell eine kleine exotische Köstlichkeit. Da das sowieso eher etwas für Erwachsene ist, schadet auch ein klitzekleiner Schuss Orangenbrand nichts – aber das habt Ihr nicht von mir!
 

Sonntag, 3. Juni 2012

Rhabarberkuchen vom Blech

Die schönsten Dinge gehen am schnellsten vorbei. Ferien. Feste. Schöne Abende mit gutem Essen. Die Saison für Spargel, für Erdbeeren. Und Rhabarber. Zwar bleibt er uns noch ein Weilchen erhalten, zum Glück, aber die kleinen pinken Schlanken haben schon „au revoir“ gesagt. Die robusteren Stangen überdauern noch ein bisschen.  Zum Knabbern sind sie viel zu sauer, ein Garant für das Zitronengesicht. Aber kleingeschnitten, mit Zucker mariniert und dann auf Mürbeteig und eine Puddingschicht gebettet, ergeben sie immer noch einen tollen Blechkuchen.


Rhabarber-Blechkuchen gehört fest zu den Kindheitswochenend-Erinnerungen im Frühsommer, wenn es rausging in den Garten, vielleicht auch schon erste Strandausflüge gewagt wurden, aber in jedem Fall  draußen der Kaffeetisch gedeckt wurde. Noch bevor die Erdbeeren reif waren und auf dem Kuchen die Tafel rot verzierten (erst auf dem Tortenständer, dann auf dem Tischtuch…), war Rhabarberkuchen mit viel Schlagsahne der Star auf den Tellern.

Mein „Rhabarberblech“ ist der Beweis der Theorie „Mama knows best“. Hat nicht jede Mutter oder Großmutter ein tolles Rezept für einen ähnlichen Blechkuchen? Ich habe unseren Klassiker ein bisschen gepimpt, mit Mandeln verfeinert und den Pudding ohne Pulver angerührt, aber der erste Bissen rief mir umgehend das Bild eines orange geblümten Sonnenschirms und Holzgartenstühlen mit leicht abblätternder Farbe in Erinnerung.

Ist es ein Wunder, dass ich gern einen Garten hätte? Mit Rhabarberstauden, Erdbeerbeet und Sonnenschirm?



Rhabarberkuchen vom Blech

1 kg Rhabarber
250g Zucker
400g Mehl
100g gemahlene Mandeln
125g Zucker
1 Prise Salz
1 Pck. Backpulver
2 Eier
175g kalte Butter
2 Eigelb
2 EL Speisestärke
1 TL Vanilleextrakt oder Mark von 1 Vanilleschote
Milch zum Auffüllen (Menge variabel – s. unten)
200g saure Sahne
1 Handvoll gehobelte Mandeln
Puderzucker zum Bestäuben

:: Rhabarber putzen (in der Regel langt es, ihn zu waschen und die Enden abzuschneiden) und die Stangen in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. In einer großen Schüssel mit 250g Zucker mischen und etwa 1 Stunde ziehen lassen.

:: Mehl, gemahlene Mandeln, Zucker, Salz und Backpulver mischen. Eier aufschlagen, die Butter in kleine Stückchen schneiden und beides zu den trockenen Zutaten geben. Alles schnell zu einem glatten Teig verkneten und den Teigklumpen kühlstellen.

:: Rhabarber durch ein Sieb gießen, den entstandenen Saft auffangen und mit Milch auf 400ml auffüllen.
Vom Saft-Milch-Gemisch 6 EL abnehmen und diese mit Speisestärke, Eigelb und Vanilleextrakt glatt rühren. Das restlichen Saft-Milch-Gemisch aufkochen, vom Herd ziehen und die Puddingmischung einrühren. Wieder aufkochen und den Pudding dabei eindicken lassen. Etwas abkühlen lassen, dann die saure Sahne unterrühren.
*Alternativ: Statt Stärke und Ei eine Packung Vanille-Puddingpulver mit dem Milchgemisch verrühren. Zusätzlicher Zucker ist nicht notwendig.*

:: Ofen auf 180°C vorheizen.  Den Teig am besten direkt auf Backpapier auf Blechgröße ausrollen und dann auf das Blech transferieren. Erst den Pudding auf dem Teig verteilen, dann die Rhabarberscheiben auflegen, am besten kreuz und quer. Mit gehobelten Mandeln bestreuen.

:: Etwa 45 Minuten backen. Der Pudding wird immer noch recht weich und „rutschig“ sein, er wird beim Abkühlen fest werden. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben.
 

Sonntag, 22. April 2012

Geröstete Rhabarberkonfitüre – die erste des Jahres 2012!

In den letzten Tagen ist es hier etwas ruhig gewesen, bitte seht es mir nach, dass ich mich mit Bloggen und vor allem auch mit dem Kommentieren zurückgehalten habe. Ich war etwas, nun, nicht blogmüde, das bestimmt nicht, aber doch etwas maulfaul. 🙂 Das und ein wenig im Stress, weshalb die Warteschleife an ungebloggten Rezepten und Fotos immer länger wird. Auch die Liste der ungelesenen Blogposts bei Bloglovin‘ ist auf eine dreistellige Zahl angewachsen. (Was auch daran liegen kann, dass ich in letzter Zeit so viele tolle Blogs hinzugefügt habe.)
Die Küche ist unterdessen nicht kalt geblieben, ich habe in der letzten Woche einiges ausprobiert, habe die Bärlauch-Saison für mich eröffnet, endlich den Sauerteig besiegt und – jaaaa! – die schokoladige „Post aus meiner Küche“ fertiggestellt. Dazu dann aber am nächsten Wochenende mehr, denn erst einmal soll natürlich meine Tauschpartnerin Nicole ihr Päckchen öffnen.

Und dann habe ich gestern die erste Produktionsreihe im Glas in diesem Jahr hergestellt: Rhabarberkonfitüre. Dieses Jahr pur, einmal nicht mit Himbeeren oder Erdbeeren gemischt, sondern nur mit Vanille aromatisiert. Und auch komplett ohne Gelierzucker, irgendwie war mir nicht danach. Ähnlich wie Micha von Grain de sel karamellisiertes Apfelmus im Ofen geröstet hat, funktioniert auch geröstete Rhabarberkonfitüre. Allerdings mit Zucker, ohne wäre mir Rhabarber dann doch zu sauer.
Das Schöne an diesem Rezept, und gleichzeitig ein unschlagbarer Vorteil gegenüber Gelierzucker, ist die variable Mengenanpassung. Ob nun ein Kilo oder drei, ob Süß- oder Sauerschnabel, ob Vanilleliebhaber oder Ingwerverehrer – alles kommt je nach Gusto in den Bräter und verschwindet dann platzsparend im Ofen, will nur ein paar mal umgerührt werden und wird dann duftend in Gläser gefüllt, bevor es auf dem Frühstücksbrötchen oder auf Griesbrei schmeckt.
Da Rhabarber  relativ wenig Pektin enthält und daher weniger gut gelier, sollte die Konfitüre im Kühlschrank aufbewahrt werden, gerade, wenn man mit Zucker eher sparsam umgegangen ist. Also am besten gleich aufnaschen oder an liebe Menschen verschenken.

Geröstete Rhabarberkonfitüre
ergibt ca. 4-5 Gläser à 250ml Inhalt
1500g Rhabarber, geputzt
200 – 250g Zucker (je nachdem, wie süßschnäbelig ihr seid auch mehr)
Saft von 1 Zitrone
1 Vanilleschote

:: Rhabarber kleinschneiden (ca 1cm breite Stückchen) und in einem größeren Bräter oder ofenfestem Topf mit Zucker und Zitronensaft mischen. Vanilleschote der Länge nach halbieren und zum Rhabarber geben.
:: Bräter (nicht abgedeckt) in den Ofen stellen, diesen auf 180°C heizen und das Ganze eine Stunde backen. Dann einmal kräftig durchrühren und eine weitere Stunde backen. Hin und wieder die Ofentür öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Wenn noch zuviel Flüssigkeit vorhanden ist, noch etwas länger backen.
:: Gläser und Deckel auskochen und trocknen lassen und dann randvoll mit dem Rhabarbermus füllen. Verschließen und abkühlen lassen, dann im Kühlschrank aufbewahren.