Archiv der Kategorie: Obst

Dienstag, 28. Februar 2012

Green Monster Smoothie

„Alle Geräte, die man nicht mindestens einmal pro Woche benutzt, haben in der Küche nichts zu suchen.“ Diesen weisen Satz hörte eine Freundin vor einiger Zeit bei einem Kochkurs, und als sie ihn mir weitersagte, ging ich im Geiste alle meine Geräte durch, stellte fest, dass sogar der Toaster einmal pro Woche ran darf….. aber hm…. der Blender? Also nur her mit den Obst- und Gemüsesmoothies, den Mixdrinks und Milchshakes!

Dieser Green Monster Smoothie erhält seine grüne Farbe von Kiwis, na klar, aber auch hier versteckt sich wieder eine Handvoll Spinat. Es ist ein ordentlicher Hallo wach!-Kick mit einem gewaltigen Schuss Vitaminen.
Die Kiwis sollten allerdings sehr reif sein, sonst wird der Smoothie schnell sehr säuerlich.

Green Monster Smoothie

für 2 große Gläser

2 reife Kiwis
1 Handvoll Spinatblätter
1/2 Apfel
1 Banane
2 Tassen Flüssigkeit, z.B. Orangensaft, Kokosmilch, Reis- bzw. Hafermilch (Kiwis enthalten ein eiweißspaltendes Enzym, dass Kuhmilch bitter und flockig werden lässt, daher ist diese eher nicht geeignet)
1 Handvoll Eiswürfel 

:: Kiwis schälen und kleinschneiden. Spinat gründlich waschen und kleinzupfen. Apfel und Banane schälen und zerkleinern.

:: Alles zusammen mit der Flüssigkeit nach Wunsch und in den Eiswürfeln in den Blender geben und ordentlich durchmixen, bis alles glatt püriert ist.

 

Donnerstag, 26. Januar 2012

Turbo-Frühstück: Müsli on the run

Als ich ein Kind war, war Frühstück meine Hass-Mahlzeit, eine überhaupt nicht einzusehende morgendliche Tortur. Später dann, als Teenager, habe ich Frühstück rundweg verweigert, die Schule begann früh, und noch früher essen war mir einfach unmöglich – weder mein Geist noch mein Magen waren vor neun Uhr wach. So richtig habe ich die Bedeutung des Frühstücks für mich erst in den letzten zehn Jahren entdeckt, und das lief über einen langen, teilweise antrainierten Lernprozess, der damit anfing, dass ich ein paar Kilo zuviel mit mir umhertrug und im Zuge ihrer Bekämpfung viel über Ernährung und die Bedeutung der ersten Tagesmahlzeit las. Mittlerweile ist frühstücken für Körper und Geist das Signal, dass der Tag startet, und so könnten wir eigentlich glücklich bis ans Ende der Tage über die obstbestreute Müsliwiese hüpfen…… wenn es denn nicht auch immer wieder solche Tage gäbe:
Noch fünf Minuten snoozen, noch fünf, noch fünf, noch fünf, noch…… uuuuuuooooooaaaaaaaaah, ohgottohgottohgott, verschlafenzuspätmussaufstehen! Hektik. Für das Müsli bleibt da keine Zeit, so dass dann „Müsli on the run“ zum Einsatz kommt: Zwischen Duschen und Zähneputzen kommen alle Zutaten in den Mixer, und wenn die Zähne sauber sind, ist das Frühstück fertig, das dann nur noch in einen Thermobecher gefüllt werden muss.
Der Müsli-Smoothie schmeckt wie ein leckeres Dessert aus dem Coffeeshop und enthält alles, was ich zu einem Start in den Tag benötige, inklusive der Ballaststoffe für ein langes Sättigungsgefühl.
Müsli-Smoothie

kann endlos variiert werden mit allem, was die Vorräte so her geben, als Basis dienen mir aber immer Haferflocken und Milch.

Für 1 Glas à 300ml

2 gehäufte EL Haferflocken
1 Tasse Milch oder Buttermilch
1/2 Tasse gemischte Beeren oder Blaubeeren, TK 
1 kleiner Apfel und/oder 1/2 Banane
evtl. 1 TL Proteinpulver

:: Bei Mega-Eile: Alle Zutaten in den Blender/Mixer werfen und auf mittlerer Stufe 2-3 Minuten pürieren, bis alles glatt ist. In Thermobecher umfüllen und zur Arbeit oder zum Termin spurten, unterwegs trinken, möglichst nicht kleckern.
:: Bei etwas mehr Zeit: Haferflocken und Milch in den Mixer geben und kurz einweichen lassen, dann ein paar Sekunden pürieren.
:: Apfel waschen, vierteln und entkernen, zerkleinern und zur Haferflocken-Milch geben. Alternativ die Banane in Stückchen brechen und zur Milch geben. (Blau-)Beeren ebenfalls in den Mixer schmeißen. Wer mag, gibt noch einen TL Proteinpulver (am besten Vanillegeschmack) dazu und püriert alles auf mittlerer Stufe für 3 Minuten. In den Thermobecher umfüllen und auf dem Weg zur Arbeit genießen.


Wenn mal mehr entstanden ist, als der Becher fassen kann: 

den Rest ggf. mit Milch auffüllen, in einen zweiten Becher (oder eine verschließbares Glas) umfüllen, ebenfalls mitnehmen und im Büro in den Kühlschrank stellen. Ein super Snack für Nachmittags! Dann aber vor dem Trinken gut schütteln.
 

Montag, 24. Oktober 2011

Zupfkuchen mit Birnen…. und Küchlein

Wenn der Sonntagssüß-Post erst am Montag kommt…..
…dann war die Blogbetreiberin am Sonntag zu beschäftigt, um nach dem Backen und Fotografieren auch noch zu posten. Also klaue ich mir mal die Überschrift von Steffi und mache ein Mmmhhhooontagsrezept draus. Hat ja auch was.
Mein eigentlich geplantes Sonntagssüß ist total in die Hose gegangen. Es sollte Schokoladencookies geben, mit Cranberries und Kokos, inspiriert durch diesen Post von Elbmari. Frau Stewart hatte freundlicherweise auch ein ähnliches Rezept im Repertoire, aber irgendwie wollte es einfach nicht. Erst war der Teig zu krümelig, dann wurden die Cookies nicht fest… und beim letzten Blech, als ich mir extra Mühe gegeben hatte und noch ein paar dekorative Kokosstreusel auf die Teigklumpen rieseln ließ, da war ich für eine halbe Minute abgelenkt, vielleiht eine ganze… OK, zwei. Aber in diesen zwei Minuten sind die blöden Dingers einfach verbrannt, die Kokosflocken waren braun und hart.
Zum Glück war ja noch der Zupfkuchen geplant, den Testesser heute ins Büro mitgenommen hat. Und zum allergrößten Glück haben Teig und Füllung gereicht, um noch zwei Zupfküchlein in kleinen Förmchen zu backen. Puh! Sonntag gerettet!

Zupfkuchen mit Birnen

Das Rezept für den Schokomürbeteig stammt von der Homepage der LECKER, das für die Füllung habe ich aus einem uralten Kochbuch meiner Mutter.
Für eine 26er Springform.
**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Zucker lässt sich aber ganz gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde, je nach Süß-Vorliebe.**

Mürbeteig:
300g Mehl
150g Zucker
3 EL Kakao
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 Ei
200g kalte Butter

pochierte Birnen:
2 große Birnen
Saft von 1/2 Zitrone
50g Zucker
1/2 Stange Zimt

Quarkfüllung:
1kg Magerquark
150g Zucker
1/2 Vanilleschote
3 Eier
200ml Sahne
1 Pck. Vanillepuddingpulver

:: Für den Mürbeteig Mehl, Zucker, Kakao, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel mischen. Die Butter in kleine Stückchen schneiden und zusammen mit dem Ei zur Mehlmischung geben. Relativ zügig einen Teig kneten, aber nicht zuviel (warum, steht übrigens hier). Meistens reicht es, wenn es keine Mehlnester mehr ergibt und die Krümel beim Zusammendrücken auch zusammen bleiben. Eine Kugel formen, in Folie wickeln und etwa 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

:: In der Zwischenzeit die Birnen pochieren. Dazu etwa 1 bis 1,5l Wasser zusammen mit Zucker, Zitronensaft und Zimtstange aufkochen. Die Birnen schälen, vierteln und entkernen. In den Sud geben und etwa 5-8 Minuten simmern lassen. Dann herausnehmen, abtropfen lassen und etwas abkühlen.

:: Jetzt ist Zeit, den Ofen anzuschmeißen: Vorheizen auf 180°C.

:: Für die Quarkfüllung den Magerquark mit Zucker und dem Mark der Vanilleschote verrühren. Die Eier einzeln unterschlagen. Das Vanillepuddingpulver mit der Sahne glattrühren und unter die Quarkmasse mixen.

:: Eine Springform mit Backpapier auslegen und die Ränder einbuttern.

:: Den Teig aus dem Kühlschrank holen und halbieren. Eine Hälfte auf die Größe der Springform ausrollen und den Boden damit belegen. Aus ca. 2/3 der zweiten Teighälfte einen Rand formen.
3-4 EL Quarkmasse auf dem Boden verstreichen. Die pochierten Birnenviertel darauf verteilen und dann die restliche Quarkmasse auf Boden und Birnen gießen.
Den restlichen Teig nun entweder mit den Fingern auseinander zupfen und über die Quarkmasse krümeln, oder ausrollen und dann auseinanderzupfen und „fleckig“ auf dem Kuchen verteilen.

:: 50-60 Minuten backen, bis die Quarkfüllung fest und leicht gebräunt ist.
Den Ofen ausschalten, die Backofentür aufmachen und das Rost etwas herausziehen, so dass der Kuchen nicht ganz draußen, aber auch nicht mehr ganz drinnen steht. Etwa 10 Minuten so stehen lassen. Bei mir ruscht der Kuchen auf diese Art nicht zusammen.

:: Komplett auskühlen lassen und am besten für 3 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit der Quark kompakt wird.

 

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Quittensirup

Es gibt zwischen allen Obst- und Beerendüften kaum einen, der vergleichbar ist mit dem wunderbaren Duft, der aus einem Korb reifer, aromatischer Quitten entsteigt. Oder, wie in meinem Fall – dem Duft, der aus einer Aldi-Tüte voller reifer, aromatischer Quitten entsteigt. Die tollen Früchte kamen ganz nämlich pragmatisch, unromantisch zu mir, aber dennoch bin ich einfach glücklich, dass liebe Menschen mir welche geschenkt haben. Kiloweise.
Ein Teil wurde ganz klassisch zu Quittengelee gekocht, leicht mit Anis aromatisiert. Einen Teil steht bereit, um zu Quittenbrot bzw. Quittenkonfekt zu werden, mein Wochenend-Projekt, für das ich mich in einer Eigenschaft üben muss, die mir nicht so ganz vertraut ist: Geduld. Geduld braucht auch das Glas, in dem sich Quittenstückchen, Zucker und Wodka miteinander anfreunden, um hoffentlich in ein paar Wochen einen schönen Quittenlikör zu ergeben.
Und ein Teil wurde zu etwas, was meinem bisherigen Lieblings-Prosecco-Begleiter, dem Holunderblütensirup, mal locker den Rang ablaufen kann: Quittensirup. Er ist gleichzeitig frisch, fruchtig und süß, peppt Sprudelwasser genauso auf wie Prosecco und ist garantiert auch ein Gewinn für Quark oder Naturjoghurt, wenn einen der süße Hunger packt.
Die Zubereitung ist recht simpel, aber braucht ein bisschen Zeit – perfekt für Fernsehabende mit mäßig spannendem Programm. Die Action kommt erst ganz zum Schluss, da wurde der Mörder längst von den Kommissaren oder Detectives gefasst.

Quittensirup

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Zucker lässt sich in der Regel gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde (je nach Süß-Vorliebe). Hier steht ein Test aber noch an!**
Ergibt ca. 1 Liter Sirup.
Die Menge ist beliebig erweiterbar, aber genügend Flaschen bereitstellen!
A propos Flaschen: Meine Gläser und Flaschen bestelle ich immer hier im gleichnamigen Shop: glaeserundflaschen.de. Der Laden hat eine gute Auswahl, akzeptable Preise und die Lieferung erfolgt zuverlässig und gut verpackt. Da kann man ruhig mal Werbung machen. 🙂

1kg Quitten
1l Wasser
200g Zucker
1 Zitrone

Utensilien: großer Topf, große standfeste Schüssel, Sieb, Küchentuch (zum Filtern, also vielleicht nicht gerade Omas besticktes Erbstück nehmen), Einfülltrichter, Schöpfkelle. Und natürlich ausreichend sterisilierte (!) Flaschen und Deckel.
:: Den Flaum gut von den Quitten abreiben. Er gibt sonst beim Kochen Bitterstoffe ab. Dann waschen und trocknen und die komplette Quitte in kleinere Stücke schneiden, dabei Stiel und Blütenansatz entfernen. Schale und Gehäuse können ruhig dranbleiben, die geben viel Geschmack ab.
:: Quittenstücke und Wasser im großen Topf aufsetzen, zum Kochen bringen und dann etwa 45 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Wer Zeit hat, lässt das Ganze jetzt für ein paar Stunden abkühlen und durchziehen, ansonsten geht es weiter über Los, ziehe 2000 EUR ein. Aber dann Vorsicht – die Biester sind heiß!
:: Das Sieb über die Schüssel hängen und die Quitten samt Saft hineingeben und abtropfen lassen. Währenddessen den Topf kurz ausspülen. Mit der Schöpfkelle und Muskelkraft die Quittenstücke in das Sieb pressen, damit so viel Saft wie möglich entsteht. Die Quittenreste entsorgen, das Sieb ausspülen, über den Topf hängen und mit dem Küchentuch auslegen. Den Quittensaft durch das Tuch filtern, damit alle Stückchen oder alles Mus entfernt wird. Der entstehende Saft sollte klar sein.
:: Zitrone auspressen und den Saft zusammen mit dem Zucker zum Quittensaft geben. Alles aufkochen und dann etwa 10 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei rühren, rühren, rühren. Die Konsistenz wird dabei etwas dickflüssiger, sirupartiger. (Wenn das nicht ganz der Fall ist – keine Sorge, spätestens nach dem Abkühlen dickt der Sirup ein.)
:: Mit Hilfe des Einfülltrichters und der Schöpfkelle den heißen Sirup in die vorbereiteten Flaschen gießen und fest zuschrauben. Abkühlen lassen und dann entweder verschenken oder selbst darüber freuen.
Haltbarkeit: schätzungsweise 1 Jahr, kühl und dunkel gelagert.

Quittengelée: Etwas mehr Quitten nehmen, Saft wie oben kochen und dann 1,2 l Quittensaft mit 1 Päckchen Gelierzucker 3:1, dem Saft einer Zitrone und 1 TL Anissamen zu Gelée kochen, so wie beim Apfelgelée beschrieben. Ein kleines Sieb über den Einfülltrichter hängen, um die Anissamen herauszufiltern, und dann in Gläser füllen. Ergibt etwa 1600 ml Gelée.
 

Sonntag, 2. Oktober 2011

Pflaumen-Rotwein-Konfitüre

Äpfel haben hier im Blog jetzt wirklich ordentlich Aufmerksamkeit bekommen. Da wird es doch mal Zeit, sich einem anderen spätsommerlich-frühherbstlichen Obst zuzuwenden: Pflaumen. Oder eigentlich: Zwetschgen, denn die blauen Dingers, die in diese Konfitüre gewandert sind, sind nämlich letzteres. Da die Zwetschge eine Unterart der Gattung Pflaumen, Prunus domestica, ist, geht das aber in Ordnung, oder? *klugscheissmodus OFF*
Und phew, es ist eines der Dinge, an deren Gelingen ich zwischendurch stark gezweifelt habe, am Ende aber doch sehr froh bin, das Projekt nicht abgebrochen zu haben.
Die ersten Zweifel kamen, als Testesser sich erstmal eine (große) Männerhand voll Zwetschgen klaute und gemütlich vor sich hinmampfte. Super – hätte ich mal mehr als 3 Pfund gekauft! Zugegebenermaßen waren sie aber auch wirklich perfekt, süß, aber noch fest.
Dann kam die Wartezeit. Die Mischung muss mindestens 12 Stunden durchziehen, damit der Gelierzucker die Fruchtstückchen auch durchdringen kann. Total toll, wenn der Deckel ein kleines Loch hat und der austretende Duft ganze Fruchtfliegen-Großfamilien anlockt!
Kurz vor dem eigentlichen Marmeladekochen war der Mix aus Fruchtfleisch, Rotwein und Gelierzucker derartig intensiv, dass ich befürchtete, Glühweinkonfitüre zu produzieren. Und das im September! Und das mir, da ich mich doch vor Dezember weigere, irgendwas Adventliches, Weihnachtliches zu produzieren!
Aber nein – alles prima, die Konfitüre ist wunderbar gelungen, schmeckt nicht nach Glühwein und wird bei der nächsten Gelegenheit zur Buchelfüllung werden. Bis dahin darf sie auf’s Sonntagsfrühstücksbrot, im Wechsel mit dem Apfelgelee.
A propos Sonntag – auch heute wird wieder fleißig Sonntagssüßes gesammelt, heute bei Katrin von Lingonsmak. Sehen ihre Nuss-Recht-Ecken nicht umwerfend aus?

Pflaumen-Rotwein-Konfitüre
ergibt ca. 1400ml
braucht mindestens 12h zum Durchziehen – ein schönes Wochenend-Projekt.

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Gelierzucker lässt sich aber durch entsprechende Mengen Apfelpektin und Reissirup ersetzen – einfach der Anweisung auf der Pektin-Packung und für die Süße dem eigenen Geschmack folgen!***

1,5kg Zwetschgen
Saft von 1 Zitrone
150ml trockener Rotwein
500g Gelierzucker 3:1

:: Pflaumen waschen, halbieren und entkernen. Die Hälften in feine Scheiben schneiden und diese zusammen mit Rotwein, Zitronensaft und Gelierzucker in einem großen Topf vermischen. Zudecken und mindestens 12 Stunden ziehen lassen.

:: Gläser und Deckel sterilisieren.

:: Pflaumen zum Kochen bringen und unter ständigem Rühren 4-5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dabei zerfallen die Pflaumenscheiben etwas, das soll aber so und ergibt eine schöne „schlotzige“ Konsistenz.

:: Gelierprobe machen und mit Hilfe eines Einfülltrichters die Pflaumenkonfitüre in die sterilisierten Gläser füllen und sofort verschließen.
Durch den Alkohol im Rotwein kann es vorkommen, dass die Konfitüre nicht sofort fest geliert, daher am besten gleich irgendwo hinstellen, wo sie nicht stört und dort abkühlen lassen und zwei Tage nicht bewegen. Also die Gläser, nicht Ihr. 🙂

 

Sonntag, 25. September 2011

Apfel-Brownie-Kuchen

Das ist jetzt der dritte Apfelkuchen in Folge. Ertragt Ihr den? Ich verspreche auch, dass der total köstlich ist und ganz anders als ein klassischer Apfelkuchen daherkommt! Hoch und heilig verspreche ich das. Dieser hübsche kleine Pfundskerl ist nämlich alles, was ich an Brownies mag: dunkel, saftig mit einem Hauch von Klitschigkeit, kompakt, über-schokoladig und mit vielen Nüssen gespickt. Die Äpfel sind ein fruchtiges Gegengewicht dazu.
Der Kuchen ist so lecker, dass ich ihn gleich zwei mal gebacken habe. Einmal nämlich für die Kolleginnen von Testesser, die bekommen regelmäßig im Herbst einen Apfelkuchen, eine Institution, über die sich beide Seiten freuen: Die Mädels (und Jungs) im Büro und ich, da ich so immer wieder einen Anlass zum Backen habe. Als wenn ich einen bräuchte… meistens reicht „ich hab jetzt Lust auf’s Backen“ völlig aus.
Den zweiten Apfel-Brownie-Kuchen habe ich dann noch mal für uns gebacken, weil der Kollegen-Kuchen so hüüübsch war und so guuut gerochen hat. Gut, dass ich’s getan habe, denn viel besser kann man den Herbst, meine zumindest kulinarische Lieblingsjahreszeit, gar nicht einläuten.
Und nächste Woche gibt’s dann was anderes, ohne Äpfel.
Wer schon jetzt was ohne Äfel sucht, wird bestimmt beim Sonntagssüß fündig, Fräulein Text ist unsere heutige Gastgeberin.

Apfel-Brownie-Kuchen

Passend für eine 26er-Springform. Für den „Kollegen-Kuchen“ habe ich eine quadratische 30×30-Form genommen, damit der Kuchen besser in Brownie-typische Stücke geschnitten werden kann. Auf dem Bild sieht man den Kuchen aus einer 20er Springform, dafür habe ich 2/3 des Teigs hergestellt – alles auf 2 Eier berechnet.

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Brauner Zucker lässt sich nicht so leicht ersetzen, allerdings soll Sukrin Gold eine gute Alternative darstellen. Puderzucker lässt sich gut durch Dextrose/Traubenzucker austauschen.**

Quelle: www.lecker.de

100g Butter
100g dunkle Schokolade
100g Walnüsse (oder Pecannüsse, oder gemischt)
200g brauner Zucker
75g Mehl
50g Kakaopulver
2 TL Backpulver
1 Pck. Vanillezucker
3 Eier
125g Crème fraîche
4 große Äpfel
2 TL helle Konfitüre oder Gelee
evtl. Puderzucker zum Bestäuben

:: Backofen auf 175°C vorheizen, Springform oder Backblech startklar machen.
:: Butter schmelzen.
Schokolade und Nüsse mittelgrob hacken.
Zucker, Mehl, Kakaopulver, Backpulver und Vanillezucker mischen, gut rühren, damit sich auch die letzten Kakaoklümpchen auflösen.
:: Eier ordentlich schaumig schlagen, dann die geschmolzene Butter langsam einfließen lassen, unterrühren. Mit einem Holzlöffel die Mehl-Mischung unterrühren, bis sich eben so alles vermengt hat. Abwechselnd Crème fraîche, Nüsse und Schokolade unterrühren. Den Teig in die vorbereitete Kuchenform geben.
:: Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Die Viertel mehrfach tief einschneiden, das ergibt beim Backen die hübsche Fächerform. Schön dicht aneinander auf den Teig setzen und für insgesamt 45 Minuten backen.
Konfitüre oder Gelee eventuell erwärmen, glattrühren und die Äpfel damit nach 25 Minuten Backzeit glasieren, dann weiterbacken.
Aus dem Ofen nehmen und gut auskühlen lassen, dann evtl. mit Puderzucker oder einer Mischung aus Puderzucker und etwas Kakaopulver bestäuben.

 

Sonntag, 11. September 2011

Whoopie Pies mit Kirsch-Sahne-Füllung

… und nichts läuft, wie es soll. *grrrr*
Whoopie Pies stehen auf meiner Backliste, seit ich das Buch „The Hummingbird Bakery Cake Days“ geschenkt bekommen habe. Die kleinen Ufos mit Cremefüllung waren mal eine willkommene Abwechslung zu den sonst heißgeliebten Cupcakes.
Ebenso schmachte ich aber auch schon seit Wochen das Foto vom „Forêt-Noire“ aus Kathreinerles Photisserie an. Genauer gesagt schmachte ich alle Fotos von ihrem Blog an, aber diesen Kuchen ganz besonders.
Nun wollte ich unbedingt Whoopie Pies backen und ebenso unbedingt den Forêt Noire… und dachte großmäulig, na is ja allet super, machste eben eines aus beidem. Und damit begann die Katastrophe. (Mein Mann findet die Dinger trotzdem lecker, aber über mein konstantes Fluchen hat er schon sehr gelacht.)
Whoopie Pies sind nicht sonderlich kompliziert zu backen, aber sie sind aufwändig: Milch und Joghurt erst in einer Schale verrühren und dann zum Teig zugeben. Butter schmelzen. Trockene Zutaten in eine Schüssel sieben, vermischen und dann in Schüben zum Teig geben. Ehe ich mich versah, hatte ich neben der Rührschüssel 3 weitere Gefäße eingesaut.
Die Whoopie Pies gingen super auf, könnten aber etwas saftiger sein, im Gegensatz zu anderen Schokoladenkuchen fand ich sie recht trocken. Ich hoffte daher auf die Füllung.
Die Kirschfüllung war kein größerer Akt, aber dann kam die Sahne. Die blöde, olle, dämliche %!(&$)§-Sahne. Zunächst bildete sie beim Schlagen hübsche Schaumkrönchen, wurde halbsteif – und dann auf einmal wieder flüssig. Selbstredend hatte ich keine weitere Packung Sahne im Kühlschrank, und eine frühere, bittere Erfahrung hatte mich gelehrt, dass die Tanke ein paar Häuser weiter keine Sahne führt. Irgendwann, nachdem ich die halbe Küche mit Sahnetröpfchen eingesprüht hatte, sah ich meine Niederlage ein, rührte die Creme Fraîche unter und hob alles unter die Kirschen.
Dass der obere Whoopie bei der Fotosession dann auch noch einen Abgang gemacht hat, lag wohl einfach in der Natur der Dinge.

Whoopie Pies mit Kirsch-Sahne-Füllung

Für ca. 8 Ufos

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Zucker lässt sich gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde (je nach Süß-Vorliebe). Allerdings ist in den Schattenmorellen auch Zucker enthalten.**
Ich folge in der Rezeptbeschreibung dem Backbuch, es steht Euch natürlich frei, den Prozess zu vereinfachen. Da der Kuchen aber eigentlich ein Standard-Schokoladenkuchen ist, sollte es eigentlich kein Problem sein, die Butter nicht zu schmelzen, sondern direkt und weich unterzurühren, und den Joghurt ohne Verrühren mit der Milch direkt aus dem Becher hineinzukippen. Oder das Mehl gleich in die Rührschüssel zu sieben…


75g Butter
1 großes Ei
120g Zucker (im Buch sind’s 150g)
125g Naturjoghurt
25ml Milch
1 Pck. Vanillezucker 
200g Mehl
3 EL Kakaopulver (im Buch wollen sie 80g haben, das wäre aber 1/3 einer handelsüblichen Kakaopulver-Packung, das war selbst mir zu viel)
1 knapper TL Natron
1/4 TL Backpulver
1 Glas Schattenmorellen (Abtropfgewicht ca. 400g)
2 TL Speisestärke 
1 Prise Pfeffer
250ml Sahne
1 Prise Zucker
50 g Creme Fraîche
nach Belieben fein gehackte bzw. geriebene dunkle Schokolade

:: Butter schmelzen. (Vereinfachungstipp: einfach bei Raumtemperatur sehr weich werden lassen.)

:: Ei und Zucker mixen, bis die Masse ihr Volumen deutlich vergrößert hat und hell wird. Joghurt und Milch verrühren (oder auch nicht…) und zusammen mit dem Vanillezucker zur Ei-Masse geben und unterrühren. Geschmolzene (oder weiche) Butter einrühren und alles gut vermischen.
:: Mehl, Kakao, Natron und Backpulver in eine Schüssel sieben und mischen, dann in 2 Schüben zum Teig fügen und jeweils gut unterrühren. (Allerdings sehe ich kein Problem, die trockenen Zutaten direkt im über die Schüssel gehängten Sieb zu mischen…) Den Teig für 20 bis 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
:: Währenddessen den Ofen auf 170°C vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. (Ich habe nur 1 Backblech benutzt und damit 2 Chargen gebacken, so konnte die eine bereits auskühlen, während die andere noch buk.)
:: Die Kirschen in einem Sieb abtropfen lassen, Saft auffangen.
Die abgetropften Kirschen in einem Topf ohne weitere Flüssigkeit erhitzen und etwa 5 Minuten köcheln lassen. Dabei die Prise Pfeffer unterrühren. Wie Kathreinerle sagt, schmeckt man den Pfeffer später nicht raus, aber der Kirschgeschmack wird verstärkt. 3 EL vom Kirschsaft mit Speisestärke glattrühren und zu den Kirschen geben. Eindicken lassen und abkühlen.
:: Pro Backblech 8 Teigklekse auf das Blech setzen, entweder mit dem Löffel oder mit der Spritztülle – letzteres sorgt natürlich für gleichmäßigere Kreise. Die Klekse sollten etwa 4-5 cm groß sein, dabei genügend Abstand lassen, da sie noch etwas in die Breite gehen. Ca. 10-12 Minuten backen, dann herausnehmen und abkühlen lassen.
:: Sahne steif schlagen, dabei Zucker einrieseln lassen. Anschließend die Creme Fraîche vorsichtig unterrühren.
:: IDEALERWEISE (*grrrr*) sieht die Schichtung jetzt so aus: Whoopies gleicher Größe und Form zu Paaren paaren. Auf das untere Whoopie einen Klacks Sahne geben, liebevoll einige Kirschen daraufsetzen, noch einen ganz kleinen Klacks Sahne obendarauf und eventuell ein paar Schokoladen-Raspel. Dann mit dem Deckel-Whoopie zudecken.
Nicht so idealerweise – oder weil man zu der Sorte gehört, die Kartoffeln und Soße auch am liebsten zu Brei matschen *öhm* – Kirschen und Sahne vemischen und auf den unteren Whoopie streichen, dann den oberen Whoopie darüberklappen.