Archiv der Kategorie: Pasta

Donnerstag, 13. Februar 2014

Kohlrabischnitzel mit Rote-Bete-Gnocchi

Ist es bezeichnend, dass mein letzter „Ausflug“ in die große Stadt, also vor Ankunft des neuen Mitbewohners, ausgerechnet zum Hamburger Bloggertreffen war? Wahrscheinlich… Aber ich habe auch brav die regionale Wirtschaft gefördert und ein paar Sachen für Mutter und Kind in zwei tollen Läden geshoppt. (Kennt Ihr zum Beispiel Kalason? Wenn nicht, dann solltet Ihr das nachholen! ;-))
Danach ging es zur fröhlichen Schnatterrunde in den Teesalon Dear Matsu, den Elodie aka Madame Love für uns reserviert hatte. Im Dear Matsu in Eppendorf bekommt man nicht nur feine Tees, sondern auch feines veganes Essen.

Rote_Bete_Gnocchi_Kohlrabischnitzel

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Dienstag, 19. November 2013

Alles in #buttersauce: Die High-End-Deluxe-Varianten eines Mittagsklassikers.

Wenn ich die BLOGST-Konferenz vom vergangenen Wochenende in einem einzigen Hashtag beschreiben sollte… dann würde ich erst einmal überlegen, ob es überhaupt möglich ist, eine derartig bunte, facettenreiche und inspirierende Veranstaltung in ein Wort zu fassen. Doch dann würde ich ganz klar sagen: #buttersauce – und wäre mir natürlich absolut darüber im Klaren, dass das so überhaupt keinen Sinn ergibt und dass ich trotzdem ganz viele Worte brauchen werde, um die Zusammenhänge zwischen Buttersauce und BLOGST zu beschreiben. (Und wie im letzten Jahr kann ich kein einziges Bild vorzeigen… aber soviele andere haben schon Bilder und Posts veröffentlicht, und unter dem Hashtag #blogst13 findet ihr bei Instagram über 1600 Bilder. Der helle Wahnsinn!) Nudeln mit Buttersauce

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Dienstag, 22. Oktober 2013

Überbackener Blumenkohl mit Brokkoli-Käse-Sauce (und die Option auf ein Upgrade auf „Mac’n’Veg’n’Cheese“)

Bei Jamie Oliver ist ja immer alles mindestens mal fantastisch. Gern auch das „beste“. Oder gar das „weltbeste“: Nudelsalat, Brathähnchen, Dessert. Immer alles superduper und großartig. Nachdem ich auf diese Eigenlob-Arien aber schon ein paar Mal hereingefallen bin, begegnete ich dem Blumenkohl-Gratin mit Vorsicht – immerhin war es mit „the best cauliflower broccoli cheese“ bezeichnet. Dennoch, ich hatte so oder so Lust auf Blumenkohl, ein Brokkoli lag auch noch im Gemüsefach, und gegen mit viel Käse überbackenes Gemüse hat man ja eigentlich nie etwas.

Blumenkohlgratin mit Brokkoli-Kaese-Sauce

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Mittwoch, 25. September 2013

Heute wird’s wild: Muschelnudeln mit viel Gemüse, und alles hübsch auf biologisch abbaubarem Geschirr serviert

Erinnert Ihr Euch noch an die virtuelle Babyshower, die wir für Madame Love geschmissen haben? Baby Love hat inzwischen das Licht der Welt erblickt, und damit Elodie und Mr. Love genügend Zeit haben, sich mit der kleinen Ella bekannt zu machen, hat sie ihre Bloggerfreunde gebeten, ihre Kindheitserinnerungen zu teilen. Als Foodblogger haben meine natürlich mit Essen zu tun. Was Nudeln im allgemeinen, aber auch Erbsen mit meiner Kindheit zu tun haben, habe ich gestern bei Elodie erzählt.

Muschelnudeln mit Brokkoli und Erbsen

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Montag, 18. März 2013

Zitronenrisotto mit Kräuterseitlingen (Kohlenhydrate UND Wein – Ihr wollt es doch auch!)

Kennt Ihr solche Tage? Solche, an denen Ihr aufsteht und beim ersten Blick aus dem Fenster, direkt auf die erneut geschlossene Schneedecke, denkt „Och NÖ! Nicht! Schon! Wieder!“ An denen Ihr den Bus mit Müh und Not erwischt, inklusive beinahigem Ausrutschen auf selbstverständlich nicht geräumten Wegen – nur um dann am Bahnhof fast eine halbe Stunde auf den verspäteten Zug zu warten, der Euch in die große Stadt bringen soll. Um dort mit tausenden anderen, ebenfalls gestrandeten Menschen auf eine verspätete und proppevolle U-Bahn zu warten. Um nach mehr als zwei Stunden ab Startzeitpunkt im Büro anzukommen, wo dann final das Netzwerk nur sehr wacklig funktioniert.
So ein Tag war heute. Und dann, wenn wirklich nur noch Soulfood und ein Glas Wein helfen, dann ist es so spät, dass das Licht nicht mehr für gute Fotos taugt. Aber nach einem solchen Tag ist das dann Auch. Schon. Egal.

 

Donnerstag, 12. Juli 2012

Linguine mit Pfifferlingen, Bohnen und Speck

Die Schmach, sie war da, als Mario Balotelli im Alleingang, so hatte es fast den Eindruck, die deutsche Nationalmannschaft nach Haus und in den Urlaub schickte. Schon wieder im Halbfinale, schon wieder Italien. Wie bitter.
Ich hatte am Abend des 28. Juni frische Pfifferlinge und eine Handvoll grüner Bohnen erstanden und hatte eine ungefähre Idee, was damit anzustellen sei. Der Vorratsschrank brachte Linguine und geräuchterten Schinkenspeck hervor, Thymian wuchert wächst auf dem Balkon und ein wenig Butter war auch noch vorhanden. Schnell wurde gekocht und gebraten, aufgetischt, verspeist, und pünktlich zum Anpfiff saßen wir vor dem Fernseher. 
Im Nachhinein hätten wir uns mit dem Essen einfach mehr Zeit und Muße lassen können. *seufz*
Linguine Pfifferlinge Pilze Bohnen Speck Thymian Pasta
Mittlerweile, zwei Wochen danach, hat König Fußball Sommerpause, die EM ist verdaut und das köstliche Pastagericht darf auf nun endlich den Blog, ohne dass ich ihm noch gram bin. Das wäre ja in jedweder Hinsicht gemein, die Pasta ist doch ganz unschuldig an dem Debakel. Ganz im Gegenteil, immerhin war sie das einzige Highlight des Fußball-Abends! Doch zwischendurch war ja noch Very Berry. So soll sie eben jetzt zu Ruhm und Ehre gelangen. Sie hat es verdient. 
Pfifferlinge; Pilze putzen; Thymian
Das Pastagericht ist eigentlich eine recht schnelle Angelegenheit, das Essen steht mit ein bisschen Multitasking in weniger als 20 Minuten auf dem Tisch… oder vielmehr: stünde in weniger als 20 Minuten auf dem Tisch, wenn da nicht das nervenaufreibende Putzen der Pfifferlinge wäre. Ich habe mit einem Pinsel hantiert, das nächste Mal werde ich aber ganz sicher diese angeblich idioten- und sandkörnersichere Variante aus dem Chefkoch-Forum testen: Die Pilze in eine Schüssel geben, mit Mehl bestäuben und so lange schütteln, bis sich das Mehl gut verteilt hat. In einer verschließbaren Tüte sollte das auch gut gehen. Dann die Pilze in einen Durchschlag kippen und gut abbrausen, bis alles Mehl abgespült ist.
Für eine knirschfreie Wiederholung der Halbfinal-Pasta werde ich diese Methode unbedingt testen. Habt Ihr damit Erfahrung?
Pfifferlinge; Speck, Thymian; Pfifferlinge putzen
Linguine mit Pfifferlingen, Bohnen und Speck
300g Pfifferlinge 
1 Knoblauchzehe
50g geräucherten Schinkenspeck
200g grüne Bohnen
Butter zum Anbraten
Linguine, Bavette oder Spaghetti – Menge nach  Hunger, wir hatten 300g
3 Zweige Thymian
1 kleine getrocknete Chilischote
Salz, schwarzer Pfeffer
Olivenöl
:: Pfifferlinge putzen – mit dem Pinsel oder der oben geschilderten Methode, für die ich mich aber mangels Ausprobieren nicht verbürgen kann.
:: Knoblauch pellen und fein hacken, Schinkenspeck  in Scheiben oder Würfel schneiden.
:: Bohnen waschen und die Enden abschneiden, dann in Salzwasser al dente garen und abgießen.
:: Nudelwasser aufsetzen und Pasta nach Packungsanweisung kochen.
:: In einer großen Pfanne 1 EL Butter schmelzen und die Pfifferlinge darin bei mittlerer Hitze anbraten. Knoblauch fein hacken (oder in Scheibchen schneiden, wie man’s lieber mag) und zusammen mit dem Schinkenspeck zu den Pilzen geben. Thymianblätter abzupfen, über die Pilze verteilen und alles 2-3 Minuten braten. Bohnen dazugeben und weitere 2 Minuten garen. Salzen und pfeffern.
:: Pasta abgießen. Die Linguine unter die Pilze und Bohnen mischen, die Chilischoten darüber zerbröseln und alles mit einem Schuss Olivenöl vermengen.
Linguine; Pasta; grüne Bohnen; Speck; Pfifferlinge
 

Freitag, 27. April 2012

Bärlauch-Pesto mal zwei

So. Bärlauchsaison. Das ist ein bisschen wie Weihnachten – man freut sich das ganze Jahr darauf, aber dann kommt es doch wieder so plötzlich und man ist irgendwie unvorbereitet. Also ohne Ideen für Weihnachtsgeschenke. Oder eben ohne zündende Ideen für Rezepte mit Bärlauch. Plötzlich lachen dich beim Gemüsehändler und auf dem Wochenmarkt diese wunderbar sattgrünen Blätter an, und auch ohne Rezepte in der Hinterhand schlägt der Kaufreflex gnadenlos zu. The same procedure as last year? The same procedure as every year!

Und wenn nichts geht, dann geht mit grünen Blättern immer noch Pesto. Vor allem mit meiner persönlichen Neuentdeckung Haselnüsse. Komisch. Da muss ich die 30 hinter mir lassen, um Haselnüssen nicht mehr skeptisch gegenüber zu stehen. Demnächst backe ich womöglich noch einen Nusskuchen! Den mochte ich bislang eigentlich nicht, da er in der Regel furztrocken daherkommt, aber die Idee Nusskuchen beginnt gerade mir zu gefallen.
Aber das Pesto! Alles andere als furztrocken.

Das Pesto schmeckt pur sehr intensiv, gleichzeitig auch rund und fruchtig durch Haselnuss- und Olivenöl. 
Für eine cremige Nudelsauce habe ich das Pesto mit Frischkäse gemischt, und der Zufall wollte es, dass nur Ziegenfrischkäse im Kühlschrank vorhanden war. Der passt wirklich ganz großartig dazu, und die Intensität der Sauce kann man durch mehr oder weniger Bärlauchpesto prima steuern. 
Und wenn die Spargelsaison demnächst in meiner Küche beginnt, dann werde ich gewappnet sein! Ich bin dann mal kurz im Internet – auf Rezeptsuche!

Bärlauch-Pesto und Bärlauch-Nudelsauce

Pesto reicht für ca. 2 Gläser à 200ml Inhalt.

75g gehackte Haselnüsse
1 Bund Bärlauch à 75g
50g Parmesan oder Pecorino
3 EL Haselnussöl
Olivenöl
Salz, Pfeffer

FÜR DIE BÄRLAUCH-NUDELSAUCE: reicht für 250-300g Fusilli oder andere kurze Nudeln 
3-4 EL Bärlauch-Pesto
75g Ziegenfrischkäse
Hartkäse zum Servieren

:: Die gehackten Haselnüsse in einer Pfanne anrösten und leicht abkühlen lassen.
:: Bärlauch verlesen, waschen und schleudern, dann kleinschneiden. Käse in kleine Bröckchen brechen oder grob reiben und zusammen mit dem Bärlauch entweder in den Mörser (Helden-Variante) oder in den Blitzhacker geben. Haselnussöl dazugießen und anfangen zu mörsern oder zu hacken. Langsam soviel Olivenöl angießen, bis sich eine glatte Pesto-Masse ergibt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 
:: In sauber ausgespülte Gläser füllen, die Oberfläche des Pestos mit Olivenöl bedecken und die Gläser gut verschließen.
:: Für die Nudelsauce Bärlauch-Pesto mit Ziegenfrischkäse mischen und mit den gekochten Nudeln vermengen. Mit gehobeltem oder geriebenem Hartkäse, am besten auch aus Ziegenmilch, bestreuen.

 

Freitag, 13. April 2012

Penne alla Vodka *hicks*

Wenn man so schön im Flow ist, sollte man doch gleich weitermachen. Im Blog-Event Flow. Ganz präzise: Im Fremdkoch-Pasta-e-Basta-Blog-Event-Flow. Wow. Das war ein Wort mit sechs Bindestrichen. Es sollte auf den Index der sprachverschandelnden und schlimmen Wortkreationen kommen. Wobei ich eigentlich ja genau das mag an der deutschen Sprache: Ein neues Wort erfinden geht ganz einfach, und die Aneinanderreihung scheint beliebig fortsetzbar. Ganz original natürlich ohne Bindestriche, aber wem (wie mir) schon das Wort „Rohrohrzucker“ Schwierigkeiten bereitet (Rohr-Ohr-Zucker? Höö?), der vertraut gern auf die trennende Kraft der Bindestriche.
Ich sollte weniger von der Pastasauce naschen, vor allem im ungekochten Zustand. *hicks*

Penne mit Wodka gluckert in tausend Variationen durch das Netz. Mit viel Wodka. Mit wenig Wodka. Mit maßvollem Knoblauchgehalt. Mit einer unglaublichen Anzahl von Knoblauchzehen. Mit Petersilie. Mit Basilikum. Mit Schinken. Rein vegetarisch. Lediglich bei Tomaten und Sahne scheinen sich alle einig zu sein und natürlich mit der Form der Nudeln. Es heißt ja auch nicht umsonst Penne alla Vodka.
Vor allem zwei Rezeptquellen werden immer wieder genannt: Das Buch Trattoria von Patricia Wells und The Sopranos Family Cookbook. Letzteres ist wohl eher ein Muss für Fans der Fernsehserie denn ein wirkliches Kochbuch. Klingt aber sehr amüsant und wäre bestimmt spannend, wenn ich denn die Serie gesehen hätte. Lief die überhaupt in Deutschland?

Da ich’s jetzt nicht so mit der Mafia habe (ich gestehe, den „Paten“ nie gesehen zu haben), wende ich mich Patricia Wells zu. Kathleen von Gonna Want Seconds schwört auf das Rezept, es sei „by far and away the best Penne with vodka sauce I’ve had.  I deeply love Patricia Wells for this recipe!“ Nun kennen wir alle die Omigod-Thisissoamaaaaazing-I’mdying!-Übertreibungen vieler Amerikaner, aber es erschien mir schnell umsetzbar, klang nach Soulfood, alle Zutaten waren daheim, und was kann man an Tomatensauce mit Sahne und viel Knoblauch verkehrt machen? Nicht viel.

Ergebnis: OMIGOD! THIS IS SO AMAZING! I’M IN LOOOVE! Wirklich lecker.
Lediglich die Knoblauchzehen habe ich nur leicht angepresst und im Ganzen mitgekocht. Da ich mein Büro-Mittagessen selbst mitbringen muss, hätte mir das eventuell keine Freunde gemacht…

Fremdkochen Pasta ...e Basta
Penne alla Vodka
Für 500g Pasta – aber zum einen lässt sich für weniger Pasta  die Saucenmenge bestens halbieren und zum anderen… More sauce, more better! 🙂

4 Knoblauchzehen
4 EL Olivenöl
1 Prise getrocknete Chiliflocken
Salz
2 Dosen gehackte Tomaten (ca. 800g)
500g Penne
2 EL Wodka (30ml)
120ml Sahne
2 EL grob gehackte Petersilie
:: Koblauchzehen anquetschen und die Schale entfernen. Zusammen mit Olivöl, Chili und Salz in einer große, nicht vorgeheizte Pfanne geben (hinterher muss auch die Pasta hineinpassen) und auf mittlerer Hitze erwärmen und solange sanft braten, bis der Knoblauch weich und leicht golden, aber auf keinen Fall braun oder knusprig ist. 
:: Tomaten hineingeben und unterrühren, alles für etwa 15 Minuten offen köcheln lassen. Die Sauce muss dabei eindicken, damit der Geschmack intensiver wird – wenn sie nach 15 Minuten immer noch sehr flüssig ist, länger kochen lassen. Eventuell etwas Tomatenmark unterrühren. Abschmecken und die Knoblauchzehen entfernen. Für eine besonders cremige Sauce kurz alles mit dem Zauberstab pürieren.
:: Währenddessen die Pasta nach Packungsanweisung kochen und abgießen – am besten noch ziemlich al dente abgießen, denn:
:: Pasta in die eingedickte Sauce geben und vermengen. Wodka dazugeben, unterrühren, dann die Sahne angießen und ebenfalls unterrühren. Abdecken, die Hitze herunterschalten und bei kleiner Flamme noch 2-3 Minuten durchziehen lassen. 
:: Mit Petersilie bestreut servieren.
 

Mittwoch, 11. April 2012

Sobanudeln mit Shiitake, Spinat und Edamame

In einem japanischen Restaurant gibt es für mich zwei Must-haves: Misosuppe und Edamame-Bohnen. Beim Running Sushi gar verrenke ich regelmäßig meinen Hals, um auch ja alle Tellerchen mit den grünen Dingern zu erwischen, verfolge mit Argusaugen ihren Weg über das Schängelband bis zu mir – und wehe, es wagt jemand, sich einen Teller Edamame vom Band zu nehmen. Dieser Unhold wird mit bösen Blicken bedacht. Andere stapeln leere Maguro-Nigiri-Tellerchen auf ihrem Tisch, ich staple solche mit Bohnenschalen. Muss ja jeder so seinen kleinen (kulinarischen) Spleen haben.

Außerhalb der Restaurants hatte ich Edamame noch nie gesehen, hielt sie gar für ein Produkt, auf das jenseits von Asien allein Restaurants das Verwendungsmonopol halten würden – aber dann stolperte ich über das Soba-Nudel-Rezept von smitten kitchen und wurde erleuchtet. Erleuchtet und gleichzeitig zur Suche angespornt. Dennoch schielte ich lange Zeit ohne Erfolg in die Gemüseabteilungen der Asia-Läden und suchte Marktstände ab. Auf die Idee, mal einen Blick in die Tiefkühltruhe meiner thailändischen Ladeninhaberin des Vertrauens zu werfen, kam ich erst nach einer kleinen Internetrecherche. „Edamame kaufen“ brachte sofort gefühlt 820 Treffer mit dem Hinweis „gefroren“. You live, you learn. Oder kurz: Dooooh.

Das Palen der Bohnen (heißt das bei Bohnen auch palen?) dauert so seine Zeit, weswegen ich diese Aktion gleich an den Anfang verlagert habe. Dummerweise hatte das aber auch zur Folge, dass weniger Edamame als gedacht ihren Weg in das finale Essen geschafft haben, sie haben den direkten Weg in meinen Bauch genommen, ohne Umweg über Topf und Teller.

Fremdkochen Pasta ...e Basta
Die restlichen Bohnen haben dann mit Shiitake-Pilzen, Spinat, Sobanudeln und Sesam ganz wunderbar harmonisiert: ein bisschen scharf, sehr würzig und eins von den Gerichten, bei denen man anschließend angenehm gesättigt aber nicht übersatt ist. Deswegen (und weil’s wirklich köstlich schmeckt) ist das mein heißer Kandidat für das neue Fremdkoch-Event der Hüttenhilfe: Pasta… e Basta!

Sobanudeln mit Shiitake, Spinat und Edamame

3-4 Portionen
fremdgekocht von smitten kitchen

500g Edamame (ca. 200-250g geschält)
3 EL Sojasauce
3 EL Wasser
1 EL dunkler Zucker
1-2 TL Sambal Oelek oder andere Chilipaste (schärfe nach Geschmack anpassen)
3 EL Sesamsamen
1 Stück Ingwer 
2 Knoblauchzehen
250g Shiitakepilze 
1 Bund Frühlingszwiebeln
4 EL Öl
3 große Handvoll Spinatblätter (alternativ geschätzt 200g TK-Blattspinat, aufgetaut)
200-300g Sobanudeln

:: Tiefgefrorene Edamame auftauen und die Bohnen palen.
:: Sojasauce, Wasser und Zucker verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann die Chilipaste unterrühren und zur Seite stellen.
:: Eine große Pfanne erhitzen und die Sesamsamen ohne Fett anrösten bis sie duften und springen, anschließend in ein Schüsselchen füllen und abkühlen lassen.
:: Ingwer und Knoblauch schälen und fein hacken. Shiitakepilze putzen und in Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln waschen, die Wurzeln entfernen und die Zwiebeln in Ringe schneiden.
:: In der Pfanne das Öl erhitzen und bei mittlerer Hitze Ingwer und Knoblauch anbraten und nach etwa einer Minute die Shiitakepilze dazugeben. Unter gelentlichem Rühren etwa 5-8 Minuten braten, bis die Pilze gebräunt und weich sind, dann etwa 3/4 der Frühlingszwiebeln dazugeben und kurz mitdünsten.
:: Unterdessen einen großen Topf mit Wasser aufsetzen und die Sobanudeln nach Anleitung zusammen mit den Edamame-Bohnen kochen.
:: Die Sojasaucen-Mischung zu den Pilzen in die Pfanne gießen und etwas einköcheln lassen.
Spinat gut waschen und abtropfen lassen, dann in die Pfanne geben und zusammenfallen lassen.
:: Sobanudeln abgießen und mit Wasser spülen, damit die Stärke ausgewaschen wird. Dann zurück in den Topf geben und mit der Pilz-Sojasaucen-Spinat-Mischung vermengen. Auf Teller füllen und mit Sesam und den restlichen Frühlingszwiebeln bestreut servieren. 

 

Dienstag, 14. Februar 2012

Pasta mit Fenchel und Räucherforelle

Komisch eigentlich, dass es verhältnismäßig wenig Pasta bei uns gibt. Komisch vor allem angesichts der Tatsache, dass ich immer zugreifen muss, wenn ich eine neue Sorte Nudeln sehe, eine ungewöhnliche Form finde oder (ganz gefährlich!) große Pasta entdecke. Riesen-Penne. Oder kinderschuhgroße Muschelnudeln. Da kann ich die Augen einfach nicht fest genug zudrücken oder den Zugreif-Reflex unterdrücken. Auch wenn ich weiß, dass die meisten am Ende doch wieder schmecken wie… naja, Nudeln halt. Und so stapeln sich halbvolle Kartons und Tüten „exotischer“ Pasta im Vorratsschrank, denn wenn’s drauf ankommt, greife ich doch meist wieder zu meinen guten alten Favoriten: Penne rigate oder Bavette. Allerdings mache ich gern eine Ausnahme bei Muschelnudeln, allein schon deswegen, weil sie so hübsch sind. 🙂

Im Kühlschrank fand sich passend dazu eine Fenchelknolle und zwei geräucherte Forellenfilets. Das klingt zunächst vielleicht komisch, ist aber eine Knüller-Kombi, abgerundet mit Tomaten und einem Schuss Ouzo.

Pasta mit Fenchel und Räucherforelle

aus der Datenbank der Küchengötter-Homepage
für 2 Portionen

200 – 300g Muschelnudeln, z.B. Castellane – je nach Belieben und Hunger
1 Fenchelknolle, ca. 200g
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
200g Tomaten 
150ml Gemüsebrühe
2 EL Olivenöl
2 EL Ouzo (oder anderer Anis-Schnaps – oder Orangensaft)
1 EL Zitronensaft 
1 EL Tomatenmark
Salz, Pfeffer
2 geräucherte Forellenfilets

:: Fenchelknolle waschen, das Grün abschneiden, etwas zerkleinern und zur Seite legen – brauchen wir später noch für die Deko, das Auge isst mit! Die Fenchelknolle halbieren und quer in feine Streifen schneiden oder hobeln.
Knoblauch und Zwiebeln pellen. Den Knoblauch fein hacken,  die Zwiebel halbieren und in feine Streifen schneiden.

:: Die Tomaten waschen, vom Stilansatz befreien und klein schneiden. Dann mit 50ml Gemüsebrühe pürieren.

:: Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest kochen.

:: Währenddessen die Sauce herstellen: Olivenöl erhitzen und bei mittlerer Hitze die Fenchelscheiben, den Knoblauch und die Zwiebel etwa 3 Minuten unter Rühren anbraten. Mit Ouzo und den verbleibenden 100ml Gemüsebrühe ablöschen. Salzen und pfeffern, dann Zitronensaft und Tomatenmark unterrühren und noch einmal 5 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce etwas eindickt.

:: Die Forellenfilets in Stückchen zupfen und in der Sauce leicht erwärmen.

:: Die abgegossenen Nudeln unter die Sauce mischen, auf Teller füllen und mit dem Fenchelgrün bestreuen.