Archiv der Kategorie: Quiche

Montag, 26. Januar 2015

Falls Ihr noch einen Kürbis herumliegen habt: Die Dreifach-Kürbis-Quiche namens „Hilda“ wäre eine Lösung

Die Kürbiszeit ist eigentlich seit geraumer Zeit vorbei, aber sowohl auf dem Markt als auch im Supermarkt liegen vor allem noch jede Menge Hokkaidos umher. Außerdem halten die Dinger unangeschnitten ja auch eine Weile. Also falls Ihr auch außer-saisonal noch Lust auf etwas Kürbissiges habt, hier wäre ein Vorschlag.
Um die Wahrheit zu sagen, ist obiger Absatz einfach nur eine Begründung Ausrede dafür, dass ich das Rezept und Foto schon so lange in der Warteschleife habe und aus bekannten Gründen *ähem* noch nicht veröffentlicht habe.

Kürbisquiche

Weiterlesen

 

Montag, 15. April 2013

Frühling! Spargel! Kleine Tartelettes mit Spargel und Ziegenfrischkäse (plus Spargel-Radieschen-Salat)

Ja, ich gebe es unumwundern zu: Ich habe es getan. Ich habe Spargel gekauft, obwohl die Saison selbst mit Fußbodenheizung auf den Feldern in unserem hiesigen Spargel-Mekka (welche Region Deutschands bezeichnet sich eigentlich nicht als Spargel-Mekka?) noch nicht wirklich begonnen hat. Zu meiner Verteidigung habe ich die unbändige, unstillbare Lust auf Frühling vorzubringen, auf zartes Grün, auf andere Aromen als die von Karotte und Kohl. Außerdem natürlich die finanzielle Unterstützung des Herkunftslands des Gatten, selbstredend habe ich NUR zu griechischem Spargel gegriffen, versteht sich.

Spargel Tartelettes Ziegenfrischkäse Radieschen Salat Kerbel Blätterteig zuckerfrei

Weiterlesen

 

Dienstag, 28. August 2012

Zucchinikuchen mit Ricotta, Ziegenkäse und Oliven

Seit Wochen ist der Suchbegriff, über den mein Blog die meisten Zugriffe bekommt, „Zucchinikuchen“. In allen möglichen lustigen Schreibweisen, aber ich gebe gern zu, dass ich die Suchmaschine auch oft mit möglichst weit gefassten Begriffen füttere. Ich bin übrigens ein Bild-Sucher, zumindest, was Rezepte betrifft. Macht Ihr das auch so, klickt ihr auch umgehend auf „Bilder“, wenn Ihr den Suchbegriff eingegeben habt und lasst Euch dann von den angezeigten Fotos inspirieren? Zugegebenermaßen liegt es auch daran, dass ich selten Lust verspüre, mich durch die endlosen Links zum Chefkoch-Forum zu klicken. Blogger-Snobbery, könnte man wohl sagen… ich bekenne mich schuldig.

zucchinikuchen zucchinibread zucchini kuchen

Die Zucchini-Schwemme scheint in vollem Gange zu sein, wenn auch nicht unbedingt auf unserem Balkon. Erst war das Wetter zu kühl und zu nass, um mehr als ein paar mickrige Gurken und eine Handvoll winziger Tomaten hervorzubringen, dann, als es schön und sonnig war, waren wir im Urlaub und fanden bei unserer Rückkehr die Pflanzen vertrocknet vor. Vorausschauendes Gärtnern geht wohl anders, für das nächste Jahr werde ich mir einen Plan anlegen!

Doch auch ohne Balkon-Ernte ergebe ich mich gern in die Zucchini-Schwemme, ich mag das vielseitige Gemüse sehr gern und kann selten an der gelben oder grünen, länglichen oder runden Auslage der Gemüsestände vorbeigehen.

zucchinikuchen zucchinibread zucchini kuchen

Und wenn die Welt nach Zucchinikuchen schreit, soll sie noch einen bekommen! Aber keinen süßen, immerhin soll es diesen „Kuchen“ zum Abendessen geben. Im ersten Anlauf wurde er nicht schlecht, aber für meinen Geschmack viel zu feucht und klatschig. KlAtschig, nicht klItschig. Ja ja, da ist ein Unterschied. Im zweiten Anlauf nahm ich mehr Mehl und weniger Flüssigkeit, dabei wurde der Kuchen perfekt: Schön saftig, und ja – ein wenig klischig. 🙂 Nur die Oliven hatte ich im zweiten Anlauf vergessen, das fiel mir erst auf, als der Kuchen bereits im Ofen garte. Sie schmeckten dann im dazu gereichten Salat, aber auch im Kuchen selbst sind sie wirklich gut.
Auch wirklich gut: Scheiben übrig gebliebenen Zucchinikuchens am nächsten Tag anbraten oder im „Armer-Ritter-Style“ in verkleppertem Ei einweichen und ausbacken.

zucchinikuchen zucchinibread zucchini kuchen

Zucchinikuchen mit Ricotta, Ziegenkäse und Oliven

für eine kleine Kastenform von 20 cm

2 mittlere Zucchini
2 Knoblauchzehen
2 Zweige Thymian
jeweils 3-4 Zweige Petersilie und Dill
1 Handvoll schwarze Oliven

2 Eier
50ml Sahne
25g Parmesan
50g Ricotta
1 EL Zitronensaft
125g Mehl
1 TL Backpulver
50g Ziegenkäse (Rolle oder fester Frischkäse oder Hirtenkäse)
Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette oder getrockneter Chili

:: Zucchini waschen und in dünne Scheiben schneiden. In etwas Öl anbraten. Währenddessen den Knoblauch pellen und hacken. Zusammen mit dem Thymian zu den Zucchinischeiben geben und alles so lange bei kleinerer Temperatur anbraten, bis die Zucchini weich sind. Abkühlen lassen.

:: Backofen auf 180°C vorheizen und eine 20er Kastenform mit Backpapier auskleiden.

:: Dill und Petersilie hacken, Oliven halbieren oder in Ringe schneiden. Parmesan reiben.

:: Eier und Sahne verschlagen. Parmesan mit Ricotta unter die Eier rühren. Oliven, Kräuter und Zitronensaft unterheben. Großzügig pfeffern, etwas salzen und eine Prise Piment d’Espelette oder Chilipulver hinzugeben. Mehl und Backpulver mischen und mit dem Löffel unterheben. Der Teig ist recht fest, evtl. noch 1-2 Löffel Sahne oder Milch einrühren. Die Zucchinischeiben und den grob zerbröckelten Käse unterheben, alles in die Backform füllen.

:: 35 bis 40 Minuten backen und im ausgeschalteten Backofen bei geöffneter Tür 10 Minuten auskühlen lassen, bevor der Zucchinikuchen herausgenommen wird.

 

Montag, 16. Juli 2012

Räucherforellen-Tarte

Gestern war wahrscheinlich der erste Sonntag seit Monaten, an dem es hier keinen sonntagssüßen Post zu lesen gab. Dabei mag ich meine süße Tradition selbst sehr gern, egal ob zuckrig oder zuckerfrei. Woran lag’s? Ich war unterwegs. Wer jetzt sagt, dass das keine Ausrede sei, dem gebe ich unumwunden recht. Immerhin kann man Posts vorbereiten, und so habe ich mit größter Akribie bereits am Freitag meine ersten zuckerfreien Muffins gebacken, nach einem Marmorkuchenrezept. Sie waren hübsch, rochen gut, die Struktur erschien fluffig und luftig, voll hoffnungsfroher Erwartung bis ich hinein – und sie schmeckten todlangweilig. So langweilig, dass wahrscheinlich nicht einmal Zucker etwas daran geändert hätte. Herbe Rückschläge wie diese werden mich jedoch nicht in meinem Forscherdrang aufhalten! Lediglich die fehlende Zeit, die tat es.

geräucherte Forelle Tarte Lauch
Da wir am Wochenende nun nicht zu Hause waren, gähnte unser Kühlschrank uns auch entsprechend leer an, doch seit dem Einzug der Kalten Else in den Keller ficht mich das nicht an. Der Tiefkühlschrank hat meist ein schönes Abendessen in sich, und diesmal fiel die Wahl auf die Tarte mit Räucherforelle, die immer vorhanden sein muss, da wir sie beide sehr lieben. Besonders schön ist dabei, dass die Menge sowohl des Mürbeteigs als auch des Belags für eine runde Form von etwa 25cm Durchmesser reicht und zusätzlich noch vier kleine Förmchen auskleidet. Somit habe ich gleichzeitig kleine Portionen für ein Büro-Mittagessen. Zwei Minitartes, zusammen mit einem Salat, ergeben ein wunderbares Mittagessen und erfüllen das gesamte Büro mit ihrem Duft. Fragt meine Kollegen – „eeeeh, wer hat denn hier bitte Fiiisch gekocht?!“ Ich. Und ich bin sehr glücklich damit. Nimm das, Kantinen-Schnitzel!

geräucherte Forelle Tarte Lauch Mürbeteig

So gelb, wie dieTarte auf dem Bild daher kommt, bin ich fast geneigt, auch diese bei Uwes Blogevent einzureichen, immerhin ist noch Juli. Aber ich will mein Glück nicht herausfordern, immerhin habe ich dank Eurer aller Klicks einen tollen dritten Platz für den Monat Mai belegt! Ich bin sehr glücklich darüber und schicke Euch auf diesem Weg ein großes Dankeschön! Und teile mit Euch dafür auch am Ende dieses Posts ein paar süße Bilder aus dem schwedischen Lund, einer hübschen Universitätsstadt nahe Malmö. So süß kann window shopping sein!

geräucherte Forelle Tarte Lauch Mürbeteig Tiefkühler einfrieren
Räucherforellen-Tarte

reicht für eine Tarte-Form mit ca. 25cm Durchmesser plus 4 kleine
nach Ghillie James, „Auf Vorrat gekocht“, Mürbeteig nach Nicole Stich

200g Mehl
125g kalte Butter in kleinen Stückchen
125g Quark
1/2 TL Salz
300g Räucherforellenfilets 
400ml Milch
Butter zum Anbraten
2 Stangen Lauch
2 EL Mehl
2 Eier
Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer
Backpapier und getrocknete Bohnen o.ä. zum Blindbacken

:: Ofen auf 200°C vorheizen.
:: Für den Mürbeteig Mehl, Butter, Quark und Salz schnell verkneten und für 30 Minuten kalt stellen.
:: Währenddessen die Forellenfilets auf Gräten checken, dann in eine Auflaufform legen und mit der Milch begießen. Mit einem Deckel oder mit Alufolie verschließen und im Ofen 20 Minuten pochieren. Herausnehmen und die Forelle aus der Milch nehmen.
:: Multitasking ahoi! Während der Teig kühlt und die Forelle pochiert, den Lauch putzen und in feine Scheiben schneiden.
:: Die Tarteform(en) vorbereiten, dann den Mürbeteig ausrollen und die Form(en) damit auskleiden. Backpapier darauf ausbreiten, mit Bohnen bestreuen und für 15 Minuten blindbacken. Bohnen und Backpapier entfernen und weitere 5 Minuten backen, dann herausnehmen.
:: Meanwhile eine Etage höher: Lauch in etwas Butter weichdünsten. Das Mehl unterrühren und dann nach und nach langsam die Milch angießen und unterrühren. Aufkochen lassen, mit Salz, Pfeffer und Cayenne würzen. 
:: Wer Zeit mitbringt, lässt die Lauch-Sauce jetzt in aller Ruhe abkühlen, wenn es schneller gehen soll: Das Waschbecken ein paar Zentimeter hoch mit kaltem Wasser füllen und den Topf hineinstellen. Immer mal wieder rühren. Wenn die Masse abgekühlt ist, die Eier verschlagen und unterrühren.
:: Die Lauchmasse auf dem Mürbeteigboden gießen, dann die Forellenfilets zerpflücken und gleichmäßig darauf verteilen.
:: Zum Einfrieren: die jetzt noch ungebackene Tarte in der Form abkühlen lassen, dann nicht abgedeckt in den Tiefkühler stellen. Wenn sie durchgefroren ist, aus der Form nehmen (es sei denn, man braucht sie auf absehbare Zeit nicht), mit Folie umwickeln oder in einen großen Gefrierbeutel umpacken.
Zum Sofort-Essen: Die Tarte in den Ofen schieben und etwa 40 Minuten backen, bis die Füllung gestockt und goldbraun ist. Herausnehmen und vor dem Anschneiden ein paar Minuten stehen lassen.
:: Auf Vorrat gekocht: Die Tarte wieder in die Backform setzen entweder komplett auftauen lassen und dann 30-40 Minuten bei 200°C in den vorgeheizten Backofen schieben oder die noch gefrorene Tarte 45 Minuten backen.
Abrick Macaronn in Lund:

 

Dienstag, 10. Juli 2012

Gelbe Zucchini-Parmesan-Tarte für Uwe

Der rosa April war mir hold, und auch der hellgrüne Mai hat mich bzw. meinen Spargelsalat mit Pinienkernen und Zitrone doch tatsächlich in die Endauswahl vom Cookbook of Colors gebracht. Noch bis Freitag könnt Ihr bei Uwe wählen, und ich würde mich bannich, sakrisch und wie bekloppt freuen, wenn Ihr Euer Häkchen vor meinen Beitrag setzt.
Womit wir auch schon gleich beim Thema wären. Den grünen Juni habe ich aus Mangel an guten Ideen ausgelassen, und auch im Juli wollte ich die Flügel strecken, gelb erschien mir irgendwie… kompliziert. Doch Unverhofft, der alte Zufallsgenosse, kommt oft und kam diesmal beim Durchblättern durch die Bilder der kürzlich gekochten und fotografierten, aber noch nicht gebloggten Gerichte.
Als das erste Bild der Zucchini-Parmesan-Tarte auf meinem Bildschirm erschien, sagte ich „gelb!“. Der Mann sagte „hä?“ und ich sagte, „na gelb! Perfekt für den Juli!“, und er machte die Wischer-Handbewegung vor der Stirn. Tssssk. Denn gegessen hat er die Tarte, und nicht zu wenig davon! Das Originalrezept aus der ersten Ausgabe der deutschen SAVEURS wollte grüne Zucchini, ich hatte nur gelbe, die aber um so dringender verarbeitet werden mussten. Also gab es ein monochromes Farbspiel für Teig, Belag und Guss, dreifach gelb. Und dreifach gut: Zucchini verbraucht, köstlich gegessen, Beitrag gekocht!

Überhaupt, das Cookbook of Colors. Die Idee ist schon einmal großartig: 12 Monate, 12 Farben, 36 Rezepte, und alles in einem Mega-Blogevent. Die Verwaltung ist ein Heidenaufwand, wahrscheinlich hat Uwe selbst nicht mit dieser Begeisterung in der „Szene“ gerechnet, denn von Monat zu Monat wurden es mehr Einreichungen. Hinzu kommt dann die Selektion, die Vorbereitung der Abstimmung und nicht zuletzt die Umsetzung in ein Buch, das am Ende allen als PDF zum Download zur Verfügung steht. Ich finde das unglaublich. Chapeau, Uwe! Vielen Dank für die farbenfrohe Begleitung und Inspiration durch das Jahr!
Zucchini-Parmesan-Tarte
Für eine Tarte-Form oder ein Blech à 30x30cm
250g Mehl
125g Butter
1 Prise Salz
1 Eigelb
3 gelbe Zucchini (ca. 400g)
50g Parmesan
200ml Sahne
2 Eier
Salz, Pfeffer, Muskat
:: Mehl, Butter Salz und Eigelb schnell zu einem Teig verkneten und 30 Minuten kühlstellen.
:: Währenddessen die Zucchini waschen und in dünne, ca. 2 mm breite Scheiben schneiden. Den Parmesan reiben und mit Sahne und Eiern aufschlagen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
:: Die Tarteform oder das Blech vorbereiten und den Backofen auf 180°C vorheizen.
:: Den Teig ausrollen und in die Form drücken und einen kleinen Rand bilden. Dann die Zucchini ziegelartig überlappend darauflegen. Mit dem Guss begießen und 45 Minuten backen, bis sich der Guss fest anfühlt und goldgelb geworden ist.
:: Herausnehmen, kurz etwas abkühlen lassen, in Scheiben schneiden und dann zusammen mit einem Salat servieren. Kalt schmeckt die Tarte auch ganz vorzüglich.
 

Donnerstag, 7. Juni 2012

Spinat & Feta & Filoteig: so eine Art Spanakopita

Neulich gab ich die Geschichte vom Schlagabtausch männlicher Alpha-Tiere auf dem Wochenmarkt zum Besten, also die, in der der hochmotivierte Verkäufer, angespornt vom Gatten, den seinerseits irgendeine seltsame Form von „alles meins“ gepackt hatte, händeweise Spinatblätter in eine Tüte stopfte. Am Ende anderthalb Kilo, obwohl ich eigentlich nur eine Handvoll haben wollte – zum Salatmachen. 
Als ich die Story erzählte, fiel mir ein, dass ich das Ergebnis der „Spinatorgie“ noch gar nicht gepostet hatte. Was sich nun als Glücksfall erweist, insofern nämlich, als dass die beiden letzten Gerichte, von denen ich mir einiges versprach und die ich gern gebloggt hätte, entweder völlig misslangen (Fisch pochieren ist weniger einfach als gedacht) oder sich nicht als sonderlich fotogen herausstellte (trotzdem sollte „Pasta alla Norma“ unbedingt auf Eure Nachkochliste rücken).

Spinat Feta Filo Filoteig Spanakopita Griechisch Muffinform


Anderthalb Kilo Spinat passten nun auf keinen Fall in meinen Kochplan für das Wochenende. Der arme Spinat konnte nichts dafür, doch wie es nun mal zugeht im wahren Leben, habe ich meine Verstimmung an ihm ausgelassen und ihn bis Montag ignoriert. Eine leider sehr kurz gedachte Aktion, sie führte dazu, dass ich am Montag eine gefühlte Ewigkeit damit verbrachte, Spinat zu spülen, gute von, äh, ehemals guten Blättern zu trennen und somit bestimmt eine Stunde Vorbereitung vor der Vorbereitung hatte. Wenigstens hatte ich über das ganze Wochenende Zeit, um über eine Verwendung für den Spinat nachzudenken.

Spinat Feta Filoteig Spanakopita Griechisch Muffinform
Spanakopita, die griechischen Teigtaschen mit Spinat und Käse, rangieren auf meiner Pita-Hitliste ganz oben, auf der vom angetrauten Griechen eher ganz unten, interessanterweise kann er mir nicht sagen, warum. Noch interessanter ist, dass er diese Spinatküchlein dennoch köstlich findet, eine Tatsache, die er mit „bei Dir schmecken die einfach!“ quittiert. Mir soll’s recht sein, Liebe geht durch den Magen, große Liebe auch.
Vielleicht liegt’s ja auch daran, dass hier im Gegensatz zu den regulären Pitas viel knuspriger Filoteig vorhanden ist. Das ist nämlich der einzige Punkt, den ich sonst an Spanakopita oder Tiropita, den Käseteigtaschen, vermisse: Knusprigkeit. Aber das haben wir jetzt ja auch im Griff.

Spinat Feta Filoteig Muffinform Spanakopita
Spinat & Feta & Filoteig: so eine Art Spanakopita aus der Muffinform

Für 10 kleine Küchlein

750g – 1kg Blattspinat, aternativ 300g TK-Spinat
2 Knoblauchzehen
200g Feta
1 Ei, Gr. L
100g griechischer Joghurt (oder Ziegenjoghurt oder Frischkäse – was eben gerade vorhanden ist)
1 Packung Filoteig mit 10 Blättern (meisten steht DIESER in der Kühltheke neben dem Blätterteig)
Olivenöl
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

außerdem: Muffinform und 20 ca. 1cm breite und 15cm lange Backpapierstreifen

:: Spinat waschen und verlesen, trockenschleudern. TK-Spinat auftauen lassen. Knoblauch pellen. Etwas Olivenöl in eine große Pfanne gießen und zusammen mit den Knoblauchzehen erhitzen. Dann den frischen Spinat in die Pfanne geben und zusammenfallen lassen. (TK-Spinat am besten auch kurz erhitzen.) Die Knoblauchzehen herausnehmen (nicht wegwerfen) und den Spinat in eine Schüssel umfüllen. Etwas abkühlen lassen.

:: Feta kleinbröseln und mit Ei und Joghurt vermischen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat würzen.

:: Backofen auf 180°C vorheizen und die Mulden der Muffinform leicht einfetten und über Kreuz mit den Backpapierstreifen auslegen.

:: Filoteig fertigmachen: Dafür 1 „Bogen“ halbseitig mit Olivenöl einpinseln – also vom z.B. linken Rand bis zur Mitte. Die andere Seite darüberschlagen, so dass sich das Öl jetzt zwischen den Schichten befindet. Das entstandene Rechteck wieder bis zur Mitte leicht mit Öl einpinseln und die andere Hälfte überschlagen – jetzt haben wir ein (ungefähres) Quadrat vor uns. Das Filo-Quadrat in die Muffinform setzen, so dass die Ecken spitz nach oben zeigen – das zweite Bild ist eigentlich recht anschaulich, oder?
Mit den restlichen Filoblättern ebenso verfahren.

:: Den abgekühlten Spinat ausdrücken und grob hacken. Die Knoblauchzehen fein hacken und mit dem Spinat vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

:: Die Filo-Förmchen mit Spinat befüllen, dann mit dem Feta-Mix bedecken. In den Ofen schieben und ca. 30 Minuten backen, bis der Teig knusprig ist und der Feta gebräunt.

:: Aus den Muffinförmchen nehmen (sollte mit den Papierstreifen ganz gut gehen) und 10 Minuten abkühlen lassen.

Schmecken kalt auch super, allerdings sollten sie dann nicht in der Muffinform aufbewahrt werden, da sie dort sonst durchweichen. Köstlich dazu: Ein simpler Tomatensalat.

 

Dienstag, 7. Februar 2012

Möhrenquiche

Manchmal geht alles schief…. Aber (Spoiler!)  am Ende wird alles wieder gut.
Nachdem ich mental die vorhandenen Lebensmittel durchgegangen war und mich für eine Quiche mit Möhren, Ziegenkäse und Filoteig entschieden hatte, stand mir ein Bild vor Augen, wie die Quiche auszusehen hätte: Mit gehobelten Möhrenscheiben, die quer auf dem Guss lagen. Irgendwo hatte ich es gesehen und bekam dieses Bild nun nicht mehr aus dem Kopf. Ich suchte alle Blogs ab, alle Homepages der einschlägigen Zeitschriften, doch nirgends sprang mich das Bild von dieser Quiche an. Grummelig und an mir zweifelnd machte ich mich auf den Heimweg, und da – völlig aus dem Blauen, machte es klick! und ich rief meinem Lenkrad entgegen: „MARTHA! Martha Stewart!“ Dumm nur, dass das zum Bild gehörige Rezept dann gar nichts am Hut hatte mit Möhren, sondern „dried peaches“ verlangte. Ganz mies angetäuscht! Püüh, dachte ich, mach ich halt trotzdem Möhren, so! Gesagt, gean, doch sofort kam der nächste Showstopper: Der Filoteig hatte Besuch bekommen von grünen Flecken und lachte mich hämisch aus. Buuuuh!
Und nun?! Die Möhren waren geschält und liebevoll in Streifen gehobelt, die Sauce war angerührt, und draußen war es viel zu kalt zum einkaufen gehen. Bockig war ich sowieso. Aber dann habe ich die Entdeckung des Jahrhunderts gemacht: Mürbeteig, der nicht nur relativ simpel zu kneten geht, sondern der auch noch so wahnsinnig gut schmeckt, dass ich die Kruste allein hätte essen mögen! Gefunden bei Nicole Stich, in ihrem ersten Buch „delicious days“.
Wahrlich etwas aus der Kategorie „Ende gut, alles gut“. Und das, obwohl aus Möhrenstreifen am Ende auch noch Möhrenkringel wurden.

Möhrenquiche

125g kalte  Butter
125g Quark
1/2 TL Salz
200g Mehl
3 große Möhren (wirklich große)
250g Schmand oder Crème fraîche
100g Ziegenfrischkäse
2 Eier
5-6 Zweige Thymian
Salz, Pfeffer

:: Butter in kleine Stückchen schneiden. Mit Quark, Salz und Mehl verkneten – am einfachsten zunächst mit dem Mixer, und dann kurz per Hand. Für 30 Minuten kühl stellen.
:: Möhren schälen und mit dem Sparschäler in lange Streifen hobeln.
:: Schmand, Ziegenfrischkäse und Eier glatt rühren. Von 3 Thymianzweigen die Blättchen abzupfen und unter den Guss rühren. Salzen und pfeffern.
:: Ofen auf 180°C vorheizen und eine Auflaufform ausbuttern.
:: Den Teig ausrollen und die Form damit auskleiden. Den Schmandguss darauf verteilen. Für die Möhrenkringel einen Streifen aufrollen, mit einem zweiten umwickeln, so dass schön dicke Kringel entstehen. Dicht an dicht auf und in den Schmandguss setzen. Die restlichen Thymianzweige darauf verteilen.
:: Ca. 45 Minuten backen, bis der Guss fest ist. Vor dem Anschneiden eine Weile ruhen lassen.
 

Dienstag, 24. Januar 2012

Spinatquiche mit Lachs und Feta

Wenn der Foodbloggerin mal wirklich nichts einfällt, was sie der geneigten Leserschaft zusätzlich zum Rezept des Tages erzählen kann, dann sollte sie vielleicht einfach mal auf’s Reden verzichten, die Quiche für sich sprechen lassen und lediglich in die Runde werfen: Nachbacken! Schnell! 🙂

Spinatquiche mit Lachs und Feta

für die 20er Form
200g Mehl
100g Butter in kleinen Würfeln
1 Ei
1 TL Salz
300g TK-Spinat
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
2 Lachsfilets
3 EL Crème fraîche
2 Eier
200g Feta
:: Aus Mehl, Butterwürfeln, Salz und Ei zügig einen Teig kneten, in Folie wickeln und ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Die Geheimnisse des Mürbeteigs werden hier gut erklärt, auch warum man den Guten nicht zu lange kneten soll: klick.

:: Unterdessen den Spinat auftauen und abtropfen lassen, Feuchtigkeit im Zweifelsfall richtig ausdrücken. Zwiebel und Knoblauch pellen und hacken, die Zwiebel über niedriger Hitze weich dünsten, den Knoblauch nach 2-3 Minuten dazugeben. Abkühlen lassen und mit dem Spinat vermischen, mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer sowie frisch geriebenem Muskat vermengen.

:: Backofen auf 200°C vorheizen. Die Springform mit Backpapier auskleiden, den Rand einfetten. Den Mürbeteig ausrollen und die Springform damit auskleiden, dann 10 – 15 Minuten vorbacken (blind oder nicht ist hier Ansichtssache).

:: Währenddessen die Eier und die Crème fraîche verquirlen. Den Feta hineinkrümeln und unterrühren. Ordentlich peffern und leicht salzen.
Lachsfilets waschen und trockentupfen, dann in Würfel oder Scheiben schneiden.
:: Den vorgebackenen Teig herausnehmen, die Lachswürfel auf dem Boden legen und die Spinatmischung darüber verteilen. Dann die Feta-Masse auf die Quiche gießen.
Für noch mal gut 45 Minuten in den Ofen schieben, bis der Feta-Guss fest und leicht gebräunt ist.

:: Herausnehmen und vor dem Servieren ca. 15 Minuten abkühlen lassen.


 

Dienstag, 3. Mai 2011

Spargel-Tarte

Quiches und Tartes sind etwas wunderbares, sie sind leicht und aromatisch und wärmend zugleich, und machen mit einem Salat zusammen eine komplette Mahlzeit. Es gibt nur ein Problem. Naja. Zwei, eigentlich. Denn so anstandslos ich auch für eine süße Tarte oder einen Kuchen Mürbeteig knete, kühle, ausrolle und erneut kühle, so sehr nervt mich das an einem normalen Wochentag, wenn ich ein (halbwegs) schnelles Abendessen kochen will, und mir der Sinn nun mal nach Quiche steht. Als Variante zum Mürbeteig wird daher ja oft Blätterteig in den Rezepten angegeben. Ist praktisch, gibt es fertig zum Ausrollen. Aber hier stehen wir vor meinem Problem Nr. 2: Ich mag keinen Blätterteig.
Damit stehe ich wahrscheinlich allein auf weiter Flur. Aber ich stehe dazu: Ich. Mag. Keinen. Blätterteig. Dieses krümelige, bröselige, was für andere der Himmel ist, ist für mich ein Graus.
Ich stand also irgendwie immer vor dem Quiche-Teig-Dilemma. Was jetzt für mich zum Glück gelöst ist – Halleluja!
Eatsmarter.de hat neulich auf seiner Facebookseite „Spargel-Tartelettes“ gepostet, und ich war sofort angefixt von dem hübschen Bild. Ich habe ein ambivalentes Verhältnis zu eatsmarter.de: Einerseits finde ich die Rezeptideen und die Bilder toll, andererseits nervt mich der Fettsparwahn und die Kalorienzählerei auf deren Seiten kollosal („Nur 127 Kalorien!“). Ich persönlich habe die Einstellung, dass man Zutaten nicht durch fettreduzierte Sachen ersetzen soll – in der Regel haben die auch nicht weniger Kalorien, dafür aber eine Menge Zucker und Zusatzstoffe mehr. Mal davon abgesehen, dass der Geschmack flöten geht. Dann lieber nur einen Keks – aber den mit vollem Geschmack!
OK, wo war ich? Genau. Mürbeteig/Blätterteig-Ersatz bei Quiches und Tartes. Denn eatsmarter, die Kaloriensparer, haben bei den Spargel-Tartelettes Filoteig eingesetzt. Jaaaa, Filoteig, mein alter Freund! Wer hätte gedacht, dass du so schnell wieder zum Einsatz kommst???
Silly old me hatte natürlich das Rezept nur so lala gelesen und mich nicht wirklich an die Mengen gehalten, so dass bereits 250g Ricotta in der Schüssel gelandet waren, statt der angegebenen 100g. Egal! Das Ergebnis war sehr zufriedenstellend. Die größte Schwierigkeit war am Ende, die Quiche aus der Form zu bekommen. Ich glaub ich brauch eine neue Backform. Da war doch mal was, oder?

Spargel-Tarte mit Ricotta und Filoteig

adaptiert von eatsmarter.de

4 rechteckige Blätter Filoteig
4 EL Olivenöl – oder mehr…
1 Pfund Spargel, grün und weiß gemischt
250g Ricotta
2 EL (Ziegen-)Frischkäse
3 Eier
2-3 EL Milch
Salz, Pfeffer, Muskat
nach Belieben Pesto

:: Den Spargel waschen, die weißen Spargelstangen schälen und das holzige Ende abbrechen, beim grünen Spargel entfällt das Schälen ja freundlicherweise. In ca. 5cm lange Stücke schneiden.
:: Wasser in einem mittleren Topf zum kochen bringen, und den weißen Spargel mit etwas Salz 2 Minuten kochen, dann den grünen Spargel zugeben und weitere 3 Minuten kochen. Abgießen und kalt abbrausen. (Warum? Das stoppt den Garvorgang im immer noch heißen Spargel, denn er wird im Ofen noch gegart und soll ja nicht zu weich sein.)
:: Den Ofen auf 180°C vorheizen.
:: Die Filoteigblätter schichten: Dafür ein Blatt mit Olivenöl bestreichen, mit einem zweiten Blatt abdecken, dieses ebenfalls bestreichen, das dritte Blatt darauflegen, bestreichen Blatt Nr. 4 darauflegen und diesem auch einen finalen Anstrich geben. Beim Bestreichen die Ecken nicht vergessen!
In eine rechteckige Form legen, etwas andrücken und zur Seite stellen.
:: Ricotta, Frischkäse, Eier und Milch zu einer glatten Masse verquirlen, mit Salz, Pfeffer und geriebenem Muskat abschmecken. Im Originalrezept soll noch 1 EL Bärlauchpesto untergerührt werden, da der nicht zur Hand war, habe ich ein paar Flöckchen Bärlauchbutter genommen. Ist aber sicher kein Muss.
:: Die Käsemasse auf den Teig gießen, die Spargelstückchen auf die Masse geben und etwas eindrücken.
Für ca. 30 Minuten backen. Herausnehmen und noch etwa 10 bis 15 Minuten ziehen und leicht abkühlen lassen.
:: Uns schmeckte dazu ein Salat von einem anderen Frühlingsboten: Radieschen, angemacht mit Kräutervinaigrette.