Archiv der Kategorie: Salat

Montag, 13. Juni 2016

Spargelsalat mit Tomaten, Avocado und Petersiliendressing. Das gibt es morgen gleich noch mal!

Kurz vor Ende der Spargelsaison bricht bei mir eine Art Panik aus: Habe ich sie auch wirklich gut ausgenutzt? Für fast ein Jahr gibt’s jetzt schließlich nix mehr, das ist eine der wenigen Traditionen, mit denen ich es wirklich halte.
Die Antwort auf die Frage nach der saisonalen Ausnutzung fällt meist negativ aus, und so verfalle ich Mitte Juni regelmäßig in einen totalen Spargelwahn und verfrachte das Stangengemüse in so ziemlich jedes Gericht. Olfaktorische Nebenwirkungen ignoriere ich genau so wie die leicht süffisante Nachfrage, „Oh, mal wieder Spargel? Und wieder experimentell?“ Durchhalten, Schatz, bald ist Johanni. Bis dahin gibt es diesen irre köstlichen Salat aus gebratenem Grünspargel, cremiger Avocado und süßsäuerlichen Tomaten aber ganz sicher noch einmal. Am besten gleich morgen!

Spargelsalat mit Tomate und Avocado // katharinakocht.com Weiterlesen

 

Freitag, 29. Januar 2016

(See-)Lachs-Kebaps zum Fischfreitag

Als Nordlicht ist es quasi Pflicht, beim Braten der Fisch-Kebaps folgende Zeilen aus Nordisch by Nature vor sich hinzu… ääh… sprechen:

„Samstag Abend – ’n Kööm und ’n kühles Blondes
und auf die Schnelle noch ne Fischfrikadelle“

Ist es Samstag? Nein!
Gehen die Fischklopse mal eben auf die Schnelle? Das nicht.
Aber macht das was? Überhaupt nichts! Sie lassen sich nämlich super vorbereiten.

Wie immer konnte ich es nicht lassen und habe das Rezept aus der aktuellen EDEKA „Mit Liebe“ ein bisschen verändert. Da beim ersten Fisch-Kebap-Essen alle zwölf Frikadellen in Nullkommanix vertilgt waren, habe ich die Menge erweitert und dem Seelachs noch Wildlachs hinzugefügt. Was soll ich sagen – ich hätte auch die doppelte Menge machen können. Weggeatmet.
Dass das Rote-Bete-Hummus dazu ganz fein sein würde, habe ich nicht bezweifelt. Dem  empfohlenen Krautsalat mit Walnüssen stand ich schon eher skeptisch gegenüber und habe lieber noch zusätzlich einen Gurkensalat gehobelt. Zur Sicherheit, kennt man ja. Aber was soll ich sagen: Der Krautsalat war der Knüller und passte perfekt.

So, und jetzt: „yo hier kommt Disco, Samstag Nacht wie bei John Travolta, holterdipolter!“ Schönes Wochenende Euch allen!

Fisch_Kebaps_Rote_Bete_Hummus_Krautsalat

Fisch-Kebaps mit Seelachs und Wildlachs

ergibt: 12 Stück
Dauer: ca. 1,5 Stunden

FÜR DIE FISCH-KEBAPS:
300g Seelachs (TK-Fisch aufgetaut)
100g (Wild-)Lachs (TK-Fisch aufgetaut)
1 große rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
4 Stängel Petersilie
1 knapper TL Salz
1 TL gem. Kreuzkümmel
1/2 TL gem. Paprika (edelsüß oder scharf)
Pfeffer
1 Ei
30g Semmelbrösel + evtl. mehr zum Wenden
1 unbehandelte Bio-Zitrone (hier brauchen wir nur etwas Schale)
Öl und Butter zum Braten

FÜR DAS ROTE-BETE-HUMMUS:
100g gegarte Rote Bete
100g gekochte Kichererbsen
1 Knoblauchzehe
1 EL Tahini
1 EL Zitronensaft (Zitrone von oben)
1 TL gem. Kreuzkümmel
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

FÜR DEN KRAUTSALAT
1/2 Spitzkohl (ca. 250 g)
2 Stängel Petersilie
2 Stängel Dill
1 Handvoll Walnüsse
2 EL Olivenöl
1 EL Reissirup
1/2 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer

:: Für die Kebaps die Fischfilets waschen und trockentupfen, dann in der Küchenmaschine nicht zu fein hacken. Ohne Küchenmaschine: Die Filets mit einem ordentlich scharfen Messer sehr klein schneiden.

:: Zwiebel und Knoblauch pellen und fein hacken. Petersilie waschen und trocknen, ebenfalls fein hacken. Zusammen mit den zerkleinerten Fischfilets, den Gewürzen, Ei und Semmelbrösel in eine große Schüssel füllen. Die Zitrone heiß abspülen und etwa die Hälfte der Schale abreiben. Zu den anderen Kebap-Zutaten geben. Großzügig pfeffer und dann alles gut verkneten. Mit angefeuchteten Händen 12 Frikadellen oder Kebaps formen und auf einen großen Teller oder eine Platte legen. Abdecken und im Kühlschrank ca. 1 Stunde ziehen lassen.

:: Währenddessen das Hummus vorbereiten: Rote Bete würfeln und die Kichererbsen kalt abspülen. Knoblauchzehe pellen und grob hacken. Alles zusammen mit Tahini, Zitronensaft und Kreuzkümmel in der Küchenmaschine oder mit dem Pürierstab zu einer sämigen Masse pürieren. Olivenöl unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ebenfalls ziehen lassen.

:: Die Spitzkohl-Hälfte noch einmal halbieren und den Strunk entfernen. Den Kohl in feine Streifen schneiden. Petersilie und Dill waschen, trocknen und fein hacken. Die Walnüsse in einer heißen Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie duften. Dann kurz abkühlen lassen und grob zerkleinern. Kohl und Kräuter mischen, die Walnüsse darauf geben. Reisessig, Zitronensaft und Olivenöl verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wichtig: Den Salat erst kurz vor dem Servieren mit dem Dressing mischen, sonst werden die Kohlstreifen matschig.

:: Die durchgezogenen Kepabs aus dem Kühlschrank nehmen. Wer sie besonders knusprig mag, wendet sie noch mal in extra-Semmelbröseln. In einer großen Pfanne etwas Olivenöl und einen Stich Butter erhitzen und die Kebaps darin von beiden Seiten knusprig braten.
Als weniger geruchsintensive Alternative zum Braten ein Backblech (oder so ein amerikanisches „Cookie baking sheet“) bei 180°C Ober-/Unterhitze aufheizen und ein paar EL Olivenöl darin erhitzen. Die Kepabs auf das Blech legen und in etwa 15 Minuten knusprig braten bzw. backen. Nach der Hälfte der Zeit wenden.

:: Hummus ggf. mit Gewürzen, Zitronensaft oder Olivenöl abschmecken. Krautsalat mit dem Dressing mischen. Beides zusammen mit den Fisch-Kebaps servieren. Dazu passt ein rustikales Brot und zusätzlich auch ein klassischer Gurkensalat.

 

Freitag, 11. Oktober 2013

Salat mit Roter Bete, Spinat und gegrilltem Ziegenkäse

Meine Lieben – tausend Dank für all die lieben Kommentare und Glückwünsche hier und auf allen möglichen sozialen Medien zu meinen Baby-News! Auch ohne Schwangerschaftshormone (die mich nach Aussagen des Gatten ein kliiitzekleines bisschen emotional und weinerlich machen – hö?!) wäre ich total geflasht gewesen. Hach. ♥ ♥

Salat mit Spinat Roter Bete und gegrilltem Ziegenkaese

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Donnerstag, 8. August 2013

Im Norden nichts Neues: Es ist warm und es gibt Salat {Wassermelone, Gurke, Radieschen und Feta mit Kräuterdressing}

Melonen-Gurken-Feta-Salat

Zugegeben – der Salat ist ein No-Brainer, die Genialität der Kombination von Gurke, Melone und Feta ist weithin bekannt. Ich mag hier aber besonders die spritzig-frische Note durch das Dressing aus Petersilie, Minze und Limette. Und jaaaa, der Ordnungsfreak hat mal kurz vorbei geschaut und gesagt, dass auch ein Salat ein bisschen Übersichtlichkeit verträgt. (Der könnte mal öfter vorbeikommen, wenn es so grundsätzlich ums Aufräumen geht…) Weiterlesen

 

Montag, 29. Juli 2013

Hilda geht picknicken – kommt mit! {Orzo-Salat mit Hühnchen, Oliven-Mandel-Pesto und ein Joghurt-Dessert}

Hilda geht picknicken

Hilda ist wieder da! Diesmal hat sie keine Kekse oder Weihnachtsleckereien dabei, sondern einen großen Picknickkorb und nimmt uns mit nach draußen: auf die Wiese, an den See oder in den Wald.
Isa, Juliane, Julie, Christina und ich haben uns wieder zusammengetan und für Euch viele Picknickideen für den Sommer mitgebracht. Weiterlesen

 

Dienstag, 18. Juni 2013

Ein Traum in Rosa auf dem Teller: Spargelsalat mit Roter Bete

Der Sommer ist zurück, hurra! Ab auf den Balkon, raus in den Garten!

Spargel Salat Rote Bete

Weil draußen sein viel spaßiger ist, als lange in der Küche zu schwitzen, gibt es heute den Liebling der Saison als kühlen Salat. Und so schön rosa! Durch das kurze Marinieren im Rote-Bete-Dressing wird der Spargel pink, und auf besonderen Wunsch habe ich ihn auch noch auf rosa gekochtem Schinken angerichtet. Nur rosa Pfeffer hatte ich keinen mehr da, das hätte die Pinkification perfekt gemacht. Weiterlesen

 

Montag, 6. Mai 2013

Salade Niçoise mit grünem Spargel

Ich freue mich so, dass Euch das neue Blogdesign gefällt! All die Komplimente lasen mich dann ganz schnell vergessen, dass noch das ein oder andere schief hängt und ich noch nicht durch bin, die Bilder alle auf die neue Größe anzupassen. Darüber, dass man das in HMTL und CSS sicher auch allgemeingültig veranlassen kann, breiten wir den Mantel des Schweigens. Ich und CSS, wir werden keine dicken Kumpels mehr, nicht mehr in diesem Leben, befürchte ich…
Spargel und ich, wir haben aber eine lebenslange Freundschaft, sind BFF (Forever ever? Forever ever ever ever.). Die Saison ist gestartet, es gibt kein Halten mehr!
 

Montag, 15. April 2013

Frühling! Spargel! Kleine Tartelettes mit Spargel und Ziegenfrischkäse (plus Spargel-Radieschen-Salat)

Ja, ich gebe es unumwundern zu: Ich habe es getan. Ich habe Spargel gekauft, obwohl die Saison selbst mit Fußbodenheizung auf den Feldern in unserem hiesigen Spargel-Mekka (welche Region Deutschands bezeichnet sich eigentlich nicht als Spargel-Mekka?) noch nicht wirklich begonnen hat. Zu meiner Verteidigung habe ich die unbändige, unstillbare Lust auf Frühling vorzubringen, auf zartes Grün, auf andere Aromen als die von Karotte und Kohl. Außerdem natürlich die finanzielle Unterstützung des Herkunftslands des Gatten, selbstredend habe ich NUR zu griechischem Spargel gegriffen, versteht sich.

Spargel Tartelettes Ziegenfrischkäse Radieschen Salat Kerbel Blätterteig zuckerfrei

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Donnerstag, 17. Januar 2013

Avocado, my love: Überbacken und mit Salsa gefüllt {Projekt Zuckerfrei, Woche 2}

Als ich vor 15 Jahren zu Hause auszog, probierte ich mich nicht nur einmal quer durch alle Fertiggerichte, die der Supermarkt zu bieten hatte, ich schwor gleichzeitig auch Fett ab. Uääääääh, Fett! (*angeekelte Teenager-Miene*) Milch gab es ab dann nur noch in der Halbfett-Variante, Joghurt am besten gleich mit 0,1%, und alles, was mit „fettreduziert“ beworben wurde, war automatisch ein Interessenskandidat, ebenso wie diese dubiosen „statt Sahne“-Produkte, die im Laufe der Zeit aufkamen. Schließlich hieß es doch immer, Fett mache fett. Das einzige sogenannte Schlank-Produkt, mit dem ich mich auch schon damals nicht anfreunden konnte, war Putenbrust.
Glücklicherweise dauerte meine Low-Fat-Phase nur ein paar Jahre. Butter kommt mir zwar noch immer nur noch in den seltensten Ausnahmefällen auf’s Brot, aber das ist eine reine Geschmacks- und Konsistenzsache. Ansonsten sind Öle, Nüsse, vollfette Milchprodukte und hin und wieder tierisches Fett meine Freunde. Und Avocados.
Überbackene Avocado Brösel Haselnüsse Petersilie Projekt Zuckerfrei
Ooooh, Avocados. Als ich Euch das erste Mal probierte, war es um mich geschehen…. OK, stopp – ganz so war es nicht, meine erste Avocado war ein unreifes, hartes Ding mit widerspenstiger Schale und seifigem Geschmack. Und ich war 12. Keine gute Kombination. Unsere wahre Liebesgeschichte begann erst viel später, und ich schäme mich, zuzugeben, dass ich den dunkelgrünen Knubbelschalen während meiner Fett-Abstinenz untreu wurde. Was ich in dieser Zeit alles verpasst habe! Nicht nur den cremigen Geschmack, auch eine geballte Ladung an ungesättigten Fettsäuren, an den Vitaminen A und E, an Alpha- und Beta-Carotin. Außerdem macht es das in der Avocado enthaltene Fett einfacher, fettlösliche Vitamine und Nährstoffe aus anderen Früchten herauszulösen. Übrigens, alle die im Baby-Modus sind, sollten Avocados auch auf ihren Einkaufszettel setzen, denn sie enthalten viel Folsäure, sollen den Hormonhaushalt ausgleichen und übrigens auch beim Mann alles in Schwung bringen. Fun fact: Das aztekische Wort für Avocado, ahuacatl, bedeutet soviel wie Hoden, da sie paarweise wachsen. (Und naja, auch ein bisschen so aussehen.) Bei einer Avocado dauert es übrigens auch 9 Monate, bis sie von der Blüte bis zur reifen Frucht heranreift.
Avocado gratiniert überbacken Petersilie Haselnüsse Projekt Zuckerfrei
In Woche 2 des Projekt Zuckerfrei 2013 holen wir also mehr Fett auf den Teller. Keine Pommes, tut mir Leid, aber ansonsten alles, was schmeckt und dem Körper gut tut. Kokos- und Olivenöl, Oliven, Avocados (ach), Nüsse, Kürbiskerne und Saaten, Käse und Joghurt mit natürlichem Fettgehalt, Eier. Erschreckt? Muss nicht sein. Genau wie bei der Umwandlung von Glucose in Energie hat unser Körper ein sensibles Regelsystem, das uns sagt, wann es reicht. Dieses Signal auch zu hören, oder besser: auch hören zu wollen, müssen wir oftmals erst wieder lernen. Es zu hören, zu verstehen und zu akzeptieren, also aufhören zu essen, wenn man satt ist, das ist die ganz hohe Kunst, oooooh ja. *seufz*
  • Was mir in dieser Woche hilft: Ganz bewusst essen. Das fühlt sich am Anfang ziemlich albern an: nach jedem zweiten Bissen abzuwarten, ob der Bauch sagt, so reicht jetzt, ne. Aber es funktioniert! Als wir gestern abend beim Essen saßen, sagte ich plötzlich zum Testesser: „Wahnsinn. Gerade hat mein Hypothalamus Signale ans Hirn geschickt, dass ich satt bin. Das ist irgendwie wie bei Otto Waalkes damals: Großhirn an Kleinhirn!“ (Er hat gelacht. Gelacht! Grmpf. Ich mache hier die Entdeckung des Jahres und er lacht.)
  • Was ich in dieser Woche austausche: Snacks. Wenn der kleine Hunger kommt, dann gibt es keinen Apfel (geschweige denn einen Keks), sondern ein Stück Käse für das Insta-Satt-Gefühl. Ich habe im Büro übrigens auch immer Käse in einer Tupperschüssel im Kühlschrank stehen, und wenn das 11-Uhr-Tief oder das Nachmittagsloch kommt, dann hole ich mir ein Stückchen. Am liebsten Ziegengouda.
  • Mein Superfood in dieser Woche: Mein heißgeliebtes natives Kokosöl, mein absoluter Allrounder. Sehr hoch erhitzbar, also perfekt zum Braten, aber gleichzeitig auch lecker und leicht süßlich auf einer Scheibe Brot, und voll mit essentiellen Fettsäuren. Und – kein Witz – mein Held im Badregal. Seit einiger Zeit benutze ich Öl zur Gesichtsreinigung, und meine Haut liebt Kokosöl.
  • Interessant: Das Gehirn besteht in seiner Trockenmasse zu 60 % aus Fett.
Gefüllte Avocado, Tomatensalsa, Koriander, Projekt Zuckerfrei
Tomaten Avocado Salsa Koriander Projekt Zuckerfrei

Überbackene Avocado

Die Brösel-Masse reicht locker für 2 Avocados, also 4 Hälften
25g Haselnusskerne (eine Handvoll)
2-3 EL grob gehackte Petersilie 
abgeriebene Schale von 1/4 Zitrone
1-2 EL Zitronensaft
2 EL Olivenöl
1-2 EL Paniermehl oder 1/2 Scheibe altbackenes Bauernbrot
Salz & Pfeffer
1 Prise Piment d’Espelette (alternativ Chili)
2 Avocado 
evtl. Olivenöl zum Beträufeln
:: Backofen auf 220°C vorheizen, während der Aufheizphase die Haselnüsse auf ein Backblech geben und für 5 Minuten im Ofen rösten. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.
:: Haselnusskerne, Petersilie, Zitronenschale und -saft mit Olivenöl und Paniermehl in die Küchenmaschine geben und alles mittelgrob hacken, so dass durchaus noch Stückchen da sind. Ohne Küchenmaschine: Scharfes Messer zum Einsatz bringen und die Haselnüsse und die Petersilie hacken, dann Zitrone, Öl und Paniermehl unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Piment d’Espelette abschmecken.
:: Avocados halbieren, den Kern entfernen und die Hälften mit der Bröselmasse bedecken. Für ca. 7 Minuten in den Backofen schieben. Die Bröselmasse soll leicht bräunen, die Avocados sollen aber nicht zu warm oder matschig werden. Wer eine gut regulierbare Grillfunktion im Ofen hat, kann die dazunehmen – meine ist so stark, dass sie die Brösel sehr schnell verbrennen ließ.
:: Herausnehmen und nach Geschmack mit etwas Olivenöl beträufeln.

 

Avocado mit Tomaten-Salsa-Füllung

für 2 Avocado-Hälften
1/4 kleine rote Zwiebel
1 TL heller Essig
150g Kirschtomaten
1/2 Bund Koriander
1/4 rote Chili (gern mehr, wer mag!)
1 kleine Knoblauchzehe
Limettensaft
Pfeffer
asiatische Fischsauce (oder good old Salz)
1 Avocado
 
:: Die Zwiebel in feine Scheiben schneiden und in einer Schüssel mit dem Essig mischen. Eine Viertelstunde stehen lassen. (Der Essig entzieht den Zwiebeln die manchmal unangenehme Schärfe.)
:: Tomaten waschen und in Würfel schneiden, zu den Zwiebeln geben. Koriander waschen, trockenschütteln und mittelfein hacken. Chili fein würfeln, Knoblauchzehe fein hacken. Alles zu Zwiebeln und Tomaten hinzufügen und gut durchrühren. Mit Limettensaft, Pfeffer und Fischsauce (oder Salz) abschmecken.

:: Die Avocado halbieren, Kern entfernen und dann jede Hälfte mit der Tomatensalsa füllen.

:: Auch gut: Das Avocadofleisch herauslöffeln, in Würfel schneiden und unter die Salsa rühren. Schmeckt super zu Tortillas oder in den Quesadillas von hier.

 

Dienstag, 15. Januar 2013

Wie ich einmal versuchte, die Biochemie zu verstehen. Plus: Bohnen-Linsen-Salat mit Haselnussöl

Mit meiner Aussage, einen Post zum Thema Stoffwechsel und Zucker schreiben zu wollen, habe ich mich ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt… Ich hatte über die Weihnachtspause eine Reihe von Büchern und Artikeln zu diesem Thema gelesen, dachte mir, dass ich das Grundprinzip verstanden hätte und dass es ja wohl kein größeres Problem sein dürfte, das in verständlichem Deutsch in einen Blogpost zu packen. Ahahahahaha.
Ich begann also zu schreiben, erneut in Büchern zu blättern,entwirrte Griechisch, Latein und diverse Abkürzungen, bastelte mir eine Übersichtsgrafik, strich sie wieder zusammen, schrieb weiter – und war irgendwann bei einem fünfseitigen (!) Dokument angelangt. Und das, obwohl ich immer wieder darauf hinwies, dass ich hier jetzt wirklich arg gekürzt und einige (OK, viele) Schritte übersprungen hätte. Am Ende meiner Erklärungen war ich trotzdem lange noch nicht. Puuh.
Mein innerer Faulpelz flüsterte: Lass gut sein, sag den Lesern einfach, das Zucker Scheiße ist und Fructose ’n A… und dass sie ohne das Zeug wirklich besser dran sind. Gib ihnen ein paar Literaturempfehlungen, in denen sie selbst nachlesen können. Der Erklärbär, der mir über die Schulter schaute, protestierte: „Nein! Bloß nicht! Sie sollen das ganze Bild bekommen!“ So, und nun? Am Ende ist es ein Kompromiss geworden: Weiterhin arbeite ich an einem größeren Post über Zucker und seinen Weg im Körper. Den werde ich dann gesondert posten, abseits des „normalen“ Blogalltags. Für heute gibt es eine kleine Erklärung, eine wirklich miniklitzekleine, eher einen Erklärungsansatz. Ein Ansätzchen. Denn eines ist jedenfalls klar: Gegenüber dem, was in unserem Körper so vor sich geht, sind Autos, Düsenjets und Marsroboter Pillepalle. Pillepalle. Sorry, liebe Ingenieure.
weiße Bohnen scharze Linsen Haselnüsse Haselnussöl Petersilie zuckerfrei

Kurz vorab: Ich ignoriere hier der Einfachheit halber komplett die Verarbeitung von Protein und Fett – das würde definiv zu weit führen.

Zucker besteht chemisch betrachtet aus zwei miteinander verbundenen Molekülen: Einem Molekül Glucose und einem Molekül Fructose. Um es gleich vorweg zu nehmen: Glucose ist nicht unser Problem. Problematisch ist der Fructose-Teil.
In einem normalen, gesunden Körper sorgt ein ausgeklügeltes System von Hormonen dafür, dass unsere Energielevel möglichst ausbalanciert sind und wir genau soviel Nahrung zu uns nehmen, wie wir benötigen. Das in der Bauchspeicheldrüse produzierte Hormon Insulin ist dafür verantwortlich, dass die im Blut vorhandene Glucose („Blutzucker“) abgebaut und den Zellen als Snack zur Verfügung gestellt wird, sowie dafür, Energie quasi abrufbar zu speichern. Das entstandene Sättigungsgefühl nach einer Mahlzeit auch eine ganze Weile aufrecht zu erhalten, das ist der Job eines weiteren Hormons: Leptin, sozusagen ein körpereigener Appetitzügler. Wenn der Blutzuckerspiegel nach einer Weile unter einen gewissen Wert sinkt, sorgt zunächst das Hormon Glucagon dafür, dass Energiereserven angezapft werden, so dass wir bis zur nächsten Mahlzeit überleben. Unterstützend wird Ghrelin (yep, ein Hormon) produziert, das ein Hungergefühl verursacht und auch dafür verantwortlich ist, dass sich der Magen zusammenzieht und „knurrt“.

 

Und Fructose? Fructose ist so etwas wie ein blinder Passagier, oder eher: so etwas wie ein trojanisches Pferd. Die Glucose-Detektoren, die in der Bauchspeicheldrüse das Insulin losschicken, können Fructose nicht wirklich guterkennen. Wenn Fructose ins System gelangt, steigt der Blutzuckerspiegel kauman, anders, als es bei Glucose der Fall ist. Wenn der aber nicht ansteigt, wer sagt uns dann, dass wir satt sind? Leptin? Nö. Studien haben ergeben, dass unter dem Einfluss einer fructosereichen Ernährung auch die Aktivität von Leptin unterdrückt wird. Ghrelin hingegen wird nicht unterdrückt, sondern eher angeregt. Pffffft. Das heißt in der Konsequenz, dass man Hunger verspürt, obwohl dem Körper eigentlich genug Energie zur Verfügung steht, weil die letzte Mahlzeit beispielsweise erst kürzlich erfolgte. Auch interessant ist, dass Ghrelin mit der Entstehung von Suchtkrankheiten in Verbindung gebracht wird. Zuckersucht ist wohl doch nicht nur ein Wort. 😉
Anders als Glucose kann Fructose nicht von allen Zellen verarbeitet werden, da es bestimmte „Transporter“ und Enzyme braucht. Eines der sehr wenigen Organe, die mit Fructose etwas anfangen können, ist die Leber. Aber auch hier umschifft Fructose recht elegant die Kontrollmechanismen, die z.B. in der Verarbeitung von Glucose rote Lämpchen leuchten lassen. Wenn Fructose in höheren Mengen in die Leber gelangt, entstehen in Windeseile eine hübsche Menge an Fettsäure im Blut. Sehr effizient.
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So lange die einzige Quelle an Fructose, die wir zu uns nahmen, als das Modell Mensch in Serienproduktion ging, in reifen Früchten oder Beeren bestand, war das alles kein größeres Problem, damit konnte der Verbrennungsmotor umgehen, und das Angebot an Früchten und Beeren war naturgemäß extrem übersichtlich. Ein paar Stücke Obst sind auch wirklich nicht das Problem, aber zum Zeitpunkt unserer „Konstruktion“ waren wohl ein überbordender Einsatz von Zuckerzusätzen in unglaublich vielen verarbeiteten Lebensmitteln, der Zusatz von Fructosesirup in Getränken und die generelle Verfügbarkeit von Snickers und Co irgendwie nicht einkalkuliert…
Unser Körper ist in vielerlei Hinsicht noch auf „Werkseinstellung“ konfiguriert – das Tuning, das einige vornehmen lassen, ist ja eher äußerlich. Wenn man das richtige Benzin ins Auto tankt, läuft der Motor. Wenn aber Diesel in den Benzintank kommt, wird es schwierig. Das leuchtet interessanterweise allen ein…Einleuchtend sollte auch der Salat sein: So einfach, so gut, so sättigend. Viele Proteine, viele Ballaststoffe, und eins der köstlichsten Öle auf der Erde: Haselnussöl. Reich an Vitamin E (Antioxidantien) und den Omega-Fettsäuren.
Bei Fett fällt etwas ein: Willkommen in Woche 2 vom Projekt Zuckerfrei! Diese Woche steht nämlich unter dem Motto „Fett ist mein Freund!“ Stay tuned!

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Bohnen-Linsen-Salat mit Haselnussöl

Für 4 als Vorspeise, für 2 Normalhungrige zusammen mit etwas Brot als Hauptgericht

100g getrocknete weiße Bohnen oder 1 Dose gekochte weiße Bohnen (400g, ohne Grün – und schaut bitte auf die Zutatenliste, viele Podukte haben neben Bohnen und Wasser auch Zucker mit an Bord)
50g getrocknete schwarze Linsen
1 Handvoll (ca. 30g) Haselnusskerne
2 EL Apfelessig
2 EL Haselnussöl
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1/2 Bund glatte Petersilie

:: Weiße Bohnen über Nacht einweichen und dann nach Packungsanweisung garen. Alternativ, wenn’s schnell gehen soll: die Dose öffnen, die Bohnen gut abspülen und ordentlich abtropfen lassen.

:: Die Linsen abspülen und nach Packungsanweisung garen. Idealerweise so timen, dass Linsen und Bohnen in etwa zur gleichen Zeit gar werden.

:: Die Haselnüsse auf ein Backblech geben und bei 160°C im Ofen ca. 10 Minuten rösten, bis sie duften. Das geht auch in der Pfanne auf dem Herd, dabei gut aufpassen, dass sie nicht anbrennen. Herausnehmen und auskühlen lassen.

:: Aus Essig und Öl, Salz und Pfeffer eine Marinade rühren, am besten direkt in der Salatschüssel.

:: Linsen und Bohnen abgießen und noch warm mit der Marinade vermischen, damit sie die Aromen besonders gut aufnehmen. Petersilie fein hacken und unterrühren und den Salat etwa 30 Minuten lang marinieren lassen.

:: Den Salat abschmecken. Die Haselnüsse grob hacken und über den Salat streuen. Eventuell (für ganz Dekadente… *öööhm*) noch ein wenig mehr Haselnussöl darüberträufeln und servieren. Köstlich sind dazu auch Croutons aus geröstetem Sauerteigbrot.