Kategorie-Archiv: Spargel

Montag, 13. Juni 2016

Spargelsalat mit Tomaten, Avocado und Petersiliendressing. Das gibt es morgen gleich noch mal!

Kurz vor Ende der Spargelsaison bricht bei mir eine Art Panik aus: Habe ich sie auch wirklich gut ausgenutzt? Für fast ein Jahr gibt’s jetzt schließlich nix mehr, das ist eine der wenigen Traditionen, mit denen ich es wirklich halte.
Die Antwort auf die Frage nach der saisonalen Ausnutzung fällt meist negativ aus, und so verfalle ich Mitte Juni regelmäßig in einen totalen Spargelwahn und verfrachte das Stangengemüse in so ziemlich jedes Gericht. Olfaktorische Nebenwirkungen ignoriere ich genau so wie die leicht süffisante Nachfrage, “Oh, mal wieder Spargel? Und wieder experimentell?” Durchhalten, Schatz, bald ist Johanni. Bis dahin gibt es diesen irre köstlichen Salat aus gebratenem Grünspargel, cremiger Avocado und süßsäuerlichen Tomaten aber ganz sicher noch einmal. Am besten gleich morgen!

Spargelsalat mit Tomate und Avocado // katharinakocht.com Weiterlesen

 

Dienstag, 18. Juni 2013

Ein Traum in Rosa auf dem Teller: Spargelsalat mit Roter Bete

Der Sommer ist zurück, hurra! Ab auf den Balkon, raus in den Garten!

Spargel Salat Rote Bete

Weil draußen sein viel spaßiger ist, als lange in der Küche zu schwitzen, gibt es heute den Liebling der Saison als kühlen Salat. Und so schön rosa! Durch das kurze Marinieren im Rote-Bete-Dressing wird der Spargel pink, und auf besonderen Wunsch habe ich ihn auch noch auf rosa gekochtem Schinken angerichtet. Nur rosa Pfeffer hatte ich keinen mehr da, das hätte die Pinkification perfekt gemacht. Weiterlesen

 

Montag, 6. Mai 2013

Salade Niçoise mit grünem Spargel

Ich freue mich so, dass Euch das neue Blogdesign gefällt! All die Komplimente lasen mich dann ganz schnell vergessen, dass noch das ein oder andere schief hängt und ich noch nicht durch bin, die Bilder alle auf die neue Größe anzupassen. Darüber, dass man das in HMTL und CSS sicher auch allgemeingültig veranlassen kann, breiten wir den Mantel des Schweigens. Ich und CSS, wir werden keine dicken Kumpels mehr, nicht mehr in diesem Leben, befürchte ich…
Spargel und ich, wir haben aber eine lebenslange Freundschaft, sind BFF (Forever ever? Forever ever ever ever.). Die Saison ist gestartet, es gibt kein Halten mehr!
 

Montag, 15. April 2013

Frühling! Spargel! Kleine Tartelettes mit Spargel und Ziegenfrischkäse (plus Spargel-Radieschen-Salat)

Ja, ich gebe es unumwundern zu: Ich habe es getan. Ich habe Spargel gekauft, obwohl die Saison selbst mit Fußbodenheizung auf den Feldern in unserem hiesigen Spargel-Mekka (welche Region Deutschands bezeichnet sich eigentlich nicht als Spargel-Mekka?) noch nicht wirklich begonnen hat. Zu meiner Verteidigung habe ich die unbändige, unstillbare Lust auf Frühling vorzubringen, auf zartes Grün, auf andere Aromen als die von Karotte und Kohl. Außerdem natürlich die finanzielle Unterstützung des Herkunftslands des Gatten, selbstredend habe ich NUR zu griechischem Spargel gegriffen, versteht sich.

Spargel Tartelettes Ziegenfrischkäse Radieschen Salat Kerbel Blätterteig zuckerfrei

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Dienstag, 5. Juni 2012

Ofenspargel mit Pistazien und Oliven

Ja, wir Deutschen sind ein komisches Volk. Global und im großen und ganzen gesehen wohl nicht komischer oder kauziger als Südeuropäer oder Skandinavier, aber die Begeisterung, ja geradezu Obsession, mit der wir im März der ersten Ernte entgegenfiebern und  im April die erste Beute zu horrenden Preisen johlendnach Hause tragen, diese Liebe zu den blassen Stangen, die macht uns wohl so schnell niemand nach. Vielleicht Trüffelschweine mit ihrem unterirdischen Fund.
Die Liebe der Krauts zum Spargel scheint alle zu amüsieren. Gut so! Uns amüsiert der Spargel nämlich auch, Jahr für Jahr. Gekocht, gedämpft, gebraten, gebacken. Grün, weiß, violett – egal! Wahrscheinlich wird am Spargel wahr, was wir selbst schon lange wissen: Wir Deutschen sind viel offener als alle denken. Nicht umsonst gibt es unzählige kreative Spargelrezepte. Ein neues fand ich bei Mel von GourmetGuerilla: Im Bratschlauch zusammen mit einer köstlichen Haube aus Pistazien und Oliven.

Auf die dazugehörigen Zitronenstreusel habe ich verzichtet und dafür ein paar Brotscheiben gewürfelt, angeröstet und mit Zitronensaft und Petersilie vermischt. Die Zitronenfrische peppt das Gemüse noch einmal auf und harmonierte bestens nicht nur mit der nussigen Marinade sondern auch mit Abendessen auf dem Balkon und einer Weißwein-Cuvée, die sich “Sommerzeit” nennt. Nomen est omen.

Ofenspargel mit Pistazien, Oliven und zitronigen Brotwürfeln

1kg weißer Spargel
1 TL Salz
60g geröstete Pistazien (ungeschält gewogen – mehr schadet auch nicht)
10 schwarze Oliven, entsteint
1 kleine rote Peperoni
2 EL Weißweinessig
4 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer
4 dicke Scheiben Baguette
2 EL Olivenöl
1/2 Bund Petersilie
Saft und Schale von 1/2 Zitrone

:: Spargel gründlich waschen, schälen und die holzigen Enden abschneiden. Die Schalen und Endstücke mit 300ml Wasser und 1 TL Salz aufsetzen, aufkochen lassen, vom Feuer nehmen und 20-30 Minuten ziehen lassen. Danach durch ein Sieb gießen und den Sud auffangen.
:: Derweil den Ofen auf  180°C vorheizen. 
Ein ausreichend großes Stück Bratschlauch nach Packungsanweisung zuschneiden und ein Ende zubinden. Den Spargel hineinlegen.
:: Pistazien schälen und grob hacken. Oliven und Peperoni kleinschneiden. Weißweinessig, Olivenöl und 100ml vom Spargelsud verrühren, 1/2 TL Salz und ein paar Umdrehungen frisch gemahlenen Pfeffer unterschlagen. Pistazien, Oliven und Peperoni untermischen. Die Sauce zum Spargel in den Bratschlauch gießen, den Schlauch verschließen und alles kräftig schütteln, damit sich die Sauce um die Spargelstangen legt.
:: Auf das kalte Backblech legen und für 35 Minuten in den Ofen schieben.
:: Petersilie waschen und trockenschleudern, dann fein hacken. Mit der Zitronenschale mischen, etwas pfeffern. Brot in Würfel schneiden und im heißen Olivenöl knusprig braten. Zitronensaft darüber träufeln, dann Petersilie und Zitronenschaledarüber streuen und alles vermischen.
:: Spargelschlauch aus dem Ofen nehmen und vorsichtig öffnen – Dampf-Alarm! Auf einer Platte anrichten, die im Schlauch verbliebene Flüssigkeit dazugießen und mit Botwürfeln servieren.
 

Dienstag, 15. Mai 2012

Gratinierter Spargel mit zitronigen Nussbröseln

Blogmäßig bin ich ein Spätstarter in Sachen Spargel, hinke der Realität um eine Woche hinterher. Aber wie auch Erdbeeren kaufe ich Spargel erst, wenn mein Händler des Vertrauens mir versichern kann, dass die Stangen ganz “normal” gewachsen sind, ohne Heizrohre in der Erde, und ohne hunderte Kilometer durch die Landschaft gekarrt zu werden, bis sie in meinem Topf landen. Aber dann! Dann gibt es kein Halten mehr. Traditionell wird die Saison auf unserem Teller mit weißem Spargel begonnen, mit Kartoffeln, zerlassener Butter und hauchdünnen Scheiben Schinken. Die einfachen Dinge, die glücklich machen. Erst danach wird experimentiert.
Das hier ist allerdings nur ein halbes Experiment. Neulich las ich bei GourmetGuerilla von Ofengegartem Spargel mit Zitronenstreuseln und trug die Idee mit mir umher. Gleichzeitig kamen mir die zitronigen Brösel in den Sinn, mit denen ich im Januar Schnittbohnen gratiniert hatte – das gleiche Prinzip sollte doch auch mit Spargel funktionieren! Meine Mutige Mütze hatte ich aber verlegt, weswegen ich zunächst auf die bewährten Nussbrösel gesetzt habe. Die Bratschlauch-Idee von Mel kommt in der nächsten Woche dran. Nachdem ich eine Rolle Schlauch besorgt habe.
Bei den Bröseln habe ich diesmal mehr das Zitronige und das Nussige hervorheben wollen und habe dafür auf Knoblauch und Chili verzichtet. Durch das Rösten im Ofen gewinnen die Haselnüsse noch mehr an Geschmack, wer es über-nussig mag, kann die Ofenvorheizphase gleich dazu nutzen, die Nüsse vor dem Hacken anzurösten. In jedem Fall ist die Kombination Zitrone & Nuss ein Traum zu Spargel!
Dazu gab es sparsam gewürztes und langsam gebratenes Lachsfilet.
Gratinierter Spargel mit zitronigen Nussbröseln
1 kg Spargel
50g Butter (ca. 4 EL)
1 Handvoll ganze Haselnüsse (ca. 50g)
2 EL Semmelbrösel
Saft und Schale von 1/2 Zitrone
2 EL gehackte Petersilie
Salz, Pfeffer

:: Backofen auf 200°C vorheizen.

:: Spargel schälen, die Enden abschneiden und für ca. 5-6 Minuten in Salzwasser garen.

:: Während der Spargel köchelt, die Butter schmelzen. Haselnüsse mittelfein hacken (oder in die Küchenmaschine werfen) – ein paar gröbere Stückchen sind dabei durchaus erwünscht. Die gehackten Nüsse mit Semmelbröseln, 2 EL geschmolzener Butter, abgeriebener Zitronenschale und Zitronensaft vermischen, die Petersilie unterrühren und alles mit Pfeffer und einer Prise Salz abschmecken.

:: Eine längliche Auflaufform  bereitstellen. Den Spargel aus dem Wasser nehmen, abtropfen lassen und in die Auflaufform legen. Die Bröselmischung auf dem Spargel verteilen.

:: Ca. 15 Minuten im Ofen backen, bis die Brösel goldbraun sind. Herausnehmen und mit der restlichen geschmolzenen Butter beträufeln.

 

Freitag, 24. Juni 2011

Scharfe Spargelsuppe mit Kokosmilch und Curry

Kirschen rot – Spargel tot!
Bis Johanni nicht vergessen, sieben Wochen Spargel essen!
So und ähnlich kennen wir die Sprüche, die sich um die Spargelsaison und ihr festgesetzes allerspätestes Ende – den Johannistag am 24. Juni – ranken. Ich hab das zwar irgendwie immer akzeptiert, aber noch nie nachgeforscht, warum das so ist. Nachdem es aber wieder so weit ist und der Spargel bis zum nächsten Frühjahr aus unseren Supermärkten verschwinden wird, habe ich mich mal aufgeschlaut. Also aufgemerkt, heute kommt was aus der Rubrik “Klugscheißen für Fortgeschrittene”:
Der Wurzelstock der Spargelpflanze hat nach etwa 7 bis 8 Wochen Erntezeit alle Kräfte aufgezehrt, die für ein gesundes Wachstum vonnöten sind und braucht danach eine Regenerationspause. Sozusagen als Deadline zum Ernten hat sich der Johannitag entwickelt, am 24. Juni ist Schluss! Spargel ist eine mehrjährige Pflanze, deren Wurzelstock tief in der Erde überwintert. Nach dem Johannitag treibt der Spargel ins Kraut, was die Pflanze mit Reservestoffen für das nächste Jahr versorgt, damit es dann im April/Mai wieder losgehen kann. (Quellen: THOMY, und mein Opa)
Wieder was gelernt.
Wohlan! Ein letztes Spargelgericht sollte in diesem Jahr auf den Tisch kommen, bevor wir den Stangen bis zum nächsten Frühjahr Adieu sagen. Diesmal machen wir dem Königsgemüse ein bisschen Dampf unterm Hintern, mit Currypaste und überhaupt einer eher asiatischen Note.

Scharfe Spargelsuppe mit Kokosmilch 

und Curry

Für 4 Teller.

1 Bund weißer Spargel
100g Zuckerschoten
2 Karotten
2 Schalotten oder ein kleine rote Zwiebel 
1 EL Öl
1-2 EL rote Currypaste
500ml Hühnerbrühe
400ml Kokosmilch (wer es nicht ganz so cremig mag, variiert einfach das Brühe/Kokosmilch-Verhältnis mit mehr Brühe und weniger Kokos)
1 Hähnchenbrustfilet
3-4 Stängel Koriander

Für die vegetarische Variante kann man die Hühnerbrühe durch Gemüsebrühe ersetzen und das Huhn entweder ganz weglassen oder durch Tofu ersetzen.
:: Die holzige Enden des Spargels abbrechen, die Stangen schälen und in ca 5 cm lange Stücken schneiden. Diese noch einmal längs halbieren.
Zuckerschoten waschen und einmal durchschneiden.
Karotte schälen und in Scheiben schneiden.
Schalotte/Zwiebel in Streifen schneiden.
:: Hähnchenbrustfilet waschen, trockentupfen und in mittelkleine Würfel schneiden, so ca. 2×2 cm, (kühl) beiseite stellen.
:: Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen, Spargel und Karotten darin 2-3 Minuten anbraten, dann die Zwiebelscheiben dazugeben und eine weitere Minute mitbraten.
Currypaste dazugeben und unterrühren.
:: Mit Hühnerbrühe und Kokosmilch ablöschen, kurz aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren und etwa 3 Minuten köcheln lassen.
:: Hähnchenwürfel zusammen mit den Zuckerschoten in die Suppe geben und 5 Minuten ziehen lassen.
:: Korianderblätter abzupfen. Die Suppe in Teller füllen und mit Koriander bestreut servieren.
 

Dienstag, 24. Mai 2011

Rindfleisch aus dem Wok mit grünem Spargel

Nach unserer letzten Tanzstunde waren Testesser und ich ganz schön ausgehungert. Es ist aber auch echt anstrengend, so irre konzentriert unter den Augen eines Profis Kreise durch den Ballsaal zu drehen und auf die richtige Haltung UND die richtigen Schritte zu achten. Am Tag nach der ersten Stunde merkte ich ein deutliches Jammern meiner unteren Rückmuskeln, die mich fragten, ob ich eigentlich einen totalen Hau hätte, sie so zu beanspruchen?! Mittlerweile klappt das aber schon ganz gut mit uns, wir üben aber auch jeden Abend brav. Nur unsere Nachbarn werden wohl demnächst an der Tür klingeln, wenn zum 26. Mal in Folge “Love Ain’t Here Anymore” von Take That läuft. Sorry, liebe Nachbarn, aber es ist einfach der perfekte langsame Walzer. Und der einzige, der in meiner oldschool CD-Sammlung vorhanden ist. Kann ich ja nix für, dass die meisten Lieder im 4/4-Takt komponiert werden!
Und was braucht der sportliche Mensch nach getaner Arbeit? Richtiiiig. Eiweiß. Da aber die Menge an Rindfleisch nicht wirklich für 2 Steaks gereicht hätte und ich gekochten Spargel gerade am Vortag gegessen habe, habe ich kurzerhand ein Wokgericht aus Rind und Spargel gemacht. Dazu ein bisschen Jasminreis (nicht im Bild), und beides ist innerhalb von 30 Minuten fertig.
Die Spargel-Obsession erreicht gerade ihren Höhepunkt, inklusive dieses Gerichts habe ich drei Tage am Stück Spargel gegessen. Und ich kann nicht sagen, dass er mir nicht mehr schmeckt, ganz im Gegenteil. Love it! :-)
Rindfleisch Wok grüner Spargel Koriander Paprika

Rindfleisch aus dem Wok mit grünem Spargel

mit Reis zusammen reicht es für 2 größere Portionen


200-250g Rindfleisch, z.B. Rumpsteak
1 Pfund grüner Spargel
1 mittelgroße Karotte
1 rote Paprika
1 Knoblauchzehe
1 rote Chilischote
2 Frühlingszwiebeln
1 Stück Ingwer, ca. 2cm
1 unbehandelte Orange
3-4 EL Hoisin-Sauce
Zum Abschmecken: Pfeffer, Salz oder Fischsauce, Zitronensaft
2 EL gehackter Koriander
2 EL gehackte Cashewkerne

:: Nach Belieben Reis kochen.
:: Gemüse waschen bzw. pellen.
:: Rindfleisch waschen und trockentupfen, dann mit einem scharfen Messer in dünne Scheiben schneiden.
:: Die unteren Enden des Spargels abbrechen und den “guten” Teil in 3 cm lange Stücke schneiden. Karotte schälen und in feine Streifen schneiden. Paprika entkernen, ebenfalls in schmale Streifen schneiden. Knoblauch hacken, Chili in feine Ringe schneiden. Ingwer schälen und fein würfeln. Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden.
:: Die Rindfleischstückchen im heißen Öl im Wok portionsweise scharf anbraten. Je nach Wok-Größe in 2 oder 3 Portionen braten, wenn zuviel Fleisch in der Pfanne oder im Wok ist, kann es nicht richtig bräunen und wässert leicht. Herausnehmen, pfeffern und warm stellen.
:: Spargelstücke und Karottenstifte in den Wok geben und 6-8 Minuten unter Rühren anbraten, eventuell mit etwas Wasser ablöschen (oder mit einem Schuss Mirin, dem japanischen Reiswein). Paprika, Knoblauch, Ingwer und Frühlingszwiebeln zufügen und weitere 5 Minuten braten, öfter rühren.
:: Währenddessen Koriander und Cashewkerne hacken.
:: Orangenschale fein abreiben, die Orange auspressen und Schale und Saft zusammen mit der Hoisin-Sauce in den Wok geben. Mit Salz oder Fischsauce und Zitronen- oder Limettensaft abschmecken.
:: Rindfleisch wieder in den Wok geben, noch einmal 2 Minuten garen. Dann mit oder ohne Reis in Teller oder Schüsseln füllen und mit Koriander und Cashews betreuen.
 

Freitag, 6. Mai 2011

Spargel-Salat mit Pinienkernen und Zitrone

Ja, schon wieder Spargel. Doch was soll ich auch machen? Auf dem Markt und im Supermarkt springt Spargel förmlich von selbst ins Einkaufskörbchen, und all die schönen Kochblogs haben die grünen und weißen Stangen zum Thema Nr. 1 erklärt. Nicht dass es mich stören würde – in der leider viel zu kurzen Saison könnte ich quasi täglich Spargel essen.

Bei Smitten Kitchen sah ich neulich einen Salat aus rohem grünen Spargel und dachte zunächst, ööh, die Amis wieder… keine Ahnung von der Stange, das soll schmecken? Nein. Niemals nicht! Doch als ich vorgestern grünen Spargel wusch und von den holzigen Enden befreite, ist mir von einer Stange ein Stückchen abgebrochen, und gedankenverloren steckte ich mir das kleine Fitzelchen in den Mund – wie man das halt so macht mit Gemüse (halbe Karotte ins Töpfchen, halbe Karotte ins Kröpfchen). Oh, dachte ich – das schmeckt ja wirklich gut! Gleich noch einmal probiert und nach erneut positivem Geschmackserlebnis konnte ich es am Ende kaum abwarten, den Salat von Smittenkitchen, den ich erst regelrecht gedisst hatte, auszuprobieren.

Eigentlich kommt Parmesankäse über den Spargel, allerdings war der Parmesan, den ich noch vor meinem geistigen Auge im Kühlschrank gesehen hatte, wohl über Nacht wie durch Zauberhand verschwunden (anklagender Blick in Richtung des Gatten). Sehr alter Gouda tat’s aber auch. Die Kombination aus Zitronensaft und Pinienkernen gibt dem grünen Spargel ein wunderbares nussiges und gleichzeitig frisches, knackiges Aroma.
Frühling auf dem Teller!
Und neu aufgerüscht (wäre niemandem aufgefallen, oder? *hihi*) wird der Salat eine Archiv-Einreichung für die hellgrüne Mai-Ausgabe des Cookbook of Colours von High Foodality.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Spargel-Salat mit Pinienkernen 
und Zitrone

nach dem Rezept von smittenkitchen.com

500g grüner Spargel
2 EL Pinienkerne
1/2 Zitrone
Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 kleines Stückchen reifer Hartkäse

:: Spargel gut waschen und abtrocken, aber die holzigen Enden ausnahmsweise mal NICHT abbrechen, denn sie dienen als Halt. Kommt gleich.

:: Pinienkerne in einer Pfanne rösten.

:: Den Spargel in dünne Streifen “schälen”: Dafür die Spargelstange am Ende festhalten und mit dem Sparschäler dünne Streifen abschälen – natürlich erst ab dem nicht mehr holzigen Stück.
Die Spargelstreifen auf eine Platte oder einen Teller häufen und etwas Zitronensaft darüber auspressen. Mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Alles leicht vermengen und die Pinienkerne darüber streuen.

:: Mit dem Sparschäler dünne Streifen Käse über den Salat hobeln.

:: Servieren und genießen!

 

Dienstag, 3. Mai 2011

Spargel-Tarte

Quiches und Tartes sind etwas wunderbares, sie sind leicht und aromatisch und wärmend zugleich, und machen mit einem Salat zusammen eine komplette Mahlzeit. Es gibt nur ein Problem. Naja. Zwei, eigentlich. Denn so anstandslos ich auch für eine süße Tarte oder einen Kuchen Mürbeteig knete, kühle, ausrolle und erneut kühle, so sehr nervt mich das an einem normalen Wochentag, wenn ich ein (halbwegs) schnelles Abendessen kochen will, und mir der Sinn nun mal nach Quiche steht. Als Variante zum Mürbeteig wird daher ja oft Blätterteig in den Rezepten angegeben. Ist praktisch, gibt es fertig zum Ausrollen. Aber hier stehen wir vor meinem Problem Nr. 2: Ich mag keinen Blätterteig.
Damit stehe ich wahrscheinlich allein auf weiter Flur. Aber ich stehe dazu: Ich. Mag. Keinen. Blätterteig. Dieses krümelige, bröselige, was für andere der Himmel ist, ist für mich ein Graus.
Ich stand also irgendwie immer vor dem Quiche-Teig-Dilemma. Was jetzt für mich zum Glück gelöst ist – Halleluja!
Eatsmarter.de hat neulich auf seiner Facebookseite “Spargel-Tartelettes” gepostet, und ich war sofort angefixt von dem hübschen Bild. Ich habe ein ambivalentes Verhältnis zu eatsmarter.de: Einerseits finde ich die Rezeptideen und die Bilder toll, andererseits nervt mich der Fettsparwahn und die Kalorienzählerei auf deren Seiten kollosal (“Nur 127 Kalorien!”). Ich persönlich habe die Einstellung, dass man Zutaten nicht durch fettreduzierte Sachen ersetzen soll – in der Regel haben die auch nicht weniger Kalorien, dafür aber eine Menge Zucker und Zusatzstoffe mehr. Mal davon abgesehen, dass der Geschmack flöten geht. Dann lieber nur einen Keks – aber den mit vollem Geschmack!
OK, wo war ich? Genau. Mürbeteig/Blätterteig-Ersatz bei Quiches und Tartes. Denn eatsmarter, die Kaloriensparer, haben bei den Spargel-Tartelettes Filoteig eingesetzt. Jaaaa, Filoteig, mein alter Freund! Wer hätte gedacht, dass du so schnell wieder zum Einsatz kommst???
Silly old me hatte natürlich das Rezept nur so lala gelesen und mich nicht wirklich an die Mengen gehalten, so dass bereits 250g Ricotta in der Schüssel gelandet waren, statt der angegebenen 100g. Egal! Das Ergebnis war sehr zufriedenstellend. Die größte Schwierigkeit war am Ende, die Quiche aus der Form zu bekommen. Ich glaub ich brauch eine neue Backform. Da war doch mal was, oder?

Spargel-Tarte mit Ricotta und Filoteig

adaptiert von eatsmarter.de

4 rechteckige Blätter Filoteig
4 EL Olivenöl – oder mehr…
1 Pfund Spargel, grün und weiß gemischt
250g Ricotta
2 EL (Ziegen-)Frischkäse
3 Eier
2-3 EL Milch
Salz, Pfeffer, Muskat
nach Belieben Pesto

:: Den Spargel waschen, die weißen Spargelstangen schälen und das holzige Ende abbrechen, beim grünen Spargel entfällt das Schälen ja freundlicherweise. In ca. 5cm lange Stücke schneiden.
:: Wasser in einem mittleren Topf zum kochen bringen, und den weißen Spargel mit etwas Salz 2 Minuten kochen, dann den grünen Spargel zugeben und weitere 3 Minuten kochen. Abgießen und kalt abbrausen. (Warum? Das stoppt den Garvorgang im immer noch heißen Spargel, denn er wird im Ofen noch gegart und soll ja nicht zu weich sein.)
:: Den Ofen auf 180°C vorheizen.
:: Die Filoteigblätter schichten: Dafür ein Blatt mit Olivenöl bestreichen, mit einem zweiten Blatt abdecken, dieses ebenfalls bestreichen, das dritte Blatt darauflegen, bestreichen Blatt Nr. 4 darauflegen und diesem auch einen finalen Anstrich geben. Beim Bestreichen die Ecken nicht vergessen!
In eine rechteckige Form legen, etwas andrücken und zur Seite stellen.
:: Ricotta, Frischkäse, Eier und Milch zu einer glatten Masse verquirlen, mit Salz, Pfeffer und geriebenem Muskat abschmecken. Im Originalrezept soll noch 1 EL Bärlauchpesto untergerührt werden, da der nicht zur Hand war, habe ich ein paar Flöckchen Bärlauchbutter genommen. Ist aber sicher kein Muss.
:: Die Käsemasse auf den Teig gießen, die Spargelstückchen auf die Masse geben und etwas eindrücken.
Für ca. 30 Minuten backen. Herausnehmen und noch etwa 10 bis 15 Minuten ziehen und leicht abkühlen lassen.
:: Uns schmeckte dazu ein Salat von einem anderen Frühlingsboten: Radieschen, angemacht mit Kräutervinaigrette.