Archiv der Kategorie: Süßes

Montag, 8. Juli 2013

The Sweet BABYSHOWER Surprise for Madame Love: Mini-Handpies mit Pfirsich-Brombeer-Füllung

Pssst, kommt rein! Setzt Euch leise an den Partytisch mit Leckereien, Geschenken und liebevoller Dekoration, und dann wartet mit uns auf unseren Ehrengast Elodie! Und wenn sie dann zur Party stößt, rufen wir alle laut „Surprise!“ Seid Ihr dabei?
Elodie, bekannt als Madame Love mit dem wunderschönen Interior- und Blumenblog und Teil der #2flowergirls, erwartet im August „Baby Love“. Und aus diesem Grund schmeißen wir heute für sie eine (virtuelle) Babyshower, haben den Tisch für sie gedeckt und geschmückt und schicken ihr gute Wünsche aus allen Ecken des Landes.

The Sweet Babyshower Suprise for Madame Love

Mini Handpies mit Brombeer-Pfirsich-Füllung

Mason-Jar, die Geschenkbox und der hübsche Stempel wurden mir netterweise von Blueboxtree zur Verfügung gestellt.

Weiterlesen

 

Freitag, 28. Juni 2013

Franzbrötchen – endlich! Und eine Verlosung von Sukrin und Sukrin Gold, dem Ersatz für Zuckerverweigerer wie mich.

Mein zuckerfreier Wille wird besonders morgens auf die Probe gestellt, und das mehrmals wöchentlich. Seit unserem Umzug nach Lüneburg pendle ich nach Hamburg, meistens mit dem Zug. Und während ich raschen Schrittes durch die Bahnhofshalle wehe, umweht mich der köstliche Duft nach Zimt. Zimt kann in Hamburg eigentlich nur eins heißen: Franzbrötchen. Für mich eine reine olfaktorische Folter, die Duftmischung aus Butter und Zimt ist einfach umwerfend. Wenn da nur nicht die Unmengen an Zucker wären, die sich in so einer Rolle anfinden! Als es einmal besonders schlimm war, weil ich auf einen verspäteten Zug wartete, twitterte ich: „Mein nächstes Backprojekt werden zuckerfreie Franzbrötchen! Word!“

Franzbrötchen ohne Zucker Weiterlesen

 

Montag, 8. April 2013

Mandeleis (zur Feier des Tages!)

I’m so excited… beyond excited. Im aktuellen FOCUS (Heft 15/13) gibt es einen Artikel zum Thema Zucker. „Ist das noch gesund?“, fragt der FOCUS – und beleuchtet Fitness-Food und vorgeblich gesunde Lebensmittel wie Müsliriegel, Orangensaft oder Fruchtjoghurt. Und stellt fest, was ich auch immer wieder sage: Von wegen gesund! Außerdem: Selbermachen ist eigentlich der einzig wahre Weg, denn nur so kann ich bestimmen, was ich auf meinem Teller habe.
Was daran jetzt so aufregend und neu sei? Kommt auf die Betrachtungsweise an. Wenn man Teil des Artikels ist, dann ist es sehr aufregend! Denn der sechsseitige Artikel beeinhaltet auch Teile eines Interview mit Yours Truly. Moi. Mit mir! Wow, das war vielleicht spannend.
In einigen Belangen geht mir persönlich der Artikel nicht weit genug, aber letzten Endes ist das ja nun auch kein wissenschaftliches oder medizinisches Journal. Wenn angeregt durch den Artikel einige (viele!) Menschen interessiert auf die Zusammensetzungen ihrer Fertig-Lebensmittel schauen und die Zuckerbomben eliminieren, dann ist das schon ein großer Schritt, und ich freue mich, Teil des Schrittes zu sein.

FOCUS zuckerfrei leben ohne Zucker Ist das noch gesund

Weiterlesen

 

Sonntag, 16. Dezember 2012

Orangen-Thymian-Honig

Die Weihnachtsstimmung hat’s in diesem Jahr ein bisschen schwer bei mir, dabei hat der Schnee doch schon so schön weihnachtlich geglitzert. Dass er jetzt wegtaut, finde ich nicht schön, gar nicht schön! Grün-braune Weihnachten kann gegen weiße einfach nicht anstinken, Glühwein hin und Zimtmandeln her. Aber gut – die schwindende Anzahl von Tütchen an unserem als Adventskalender fungierenden Birkenast sagt mir, dass Weihnachten quasi im Türrahmen steht, und die gehetzten, leicht panischen Blicke der Menschen, die mit großen Tüten und langen Schritten durch die Stadt eilen, auch. (Wobei mir dann immer dieses Bild einfällt.)
Orangen-Thymian-Honig auf www.katharinakocht.com
Orangen-Thymian-Honig auf www.katharinakocht.com
Wie gut, dass es in meiner Küche aber doch schon nach Weihnachten aussieht und vor allem riecht. Vielleicht kommt die Weihnachtsstimmung dann ja doch um die Ecke gestürmt. Nahezu im Sturm ist auch der Honig zusammengerührt, der dann bloß noch ein paar Tage stehen und durchziehen muss. Schafft Ihr! Bis zum 24. sind es noch acht Tütchen, sagt unser Adventskalender.
Und als tatkräftige Unterstützung habe ich Euch HIER die Etiketten als Freebie hochgeladen!
Orangen-Thymian-Honig auf www.katharinakocht.com
 Orangen-Thymian-Honig auf www.katharinakocht.com

 

Orangen-Thymian-Honig
für 2 Gläser à 150ml
**Dies ist natürlich kein zucker- bzw. fructosefreies Rezept, und Honig lässt sich nicht wirklich ersetzen. Im Zweifelsfall: Einfach genießen und den Rest des Tages ohne Fructose gestalten.**
Schale von 1 unbehandelten Bio-Orange
4 Zweige Thymian
300g flüssiger Blütenhonig
 
:: Die Orange gut abspülen und die Schale dann mit dem Sparschäler fein abschälen, so, dass nichts Weißes an der Haut bleibt. Kleinere Streifen sind hier besser als lange – ich habe die Orangen „von Nord nach Süd geschält, also vom Stielansatz Richtung Blütenknospe.
:: Orangenschale zusammen mit dem Thymian in einen Topf legen und den Honig dazugeben. Bei sehr kleiner Hitze erwärmen (nicht kochen, nur eben warm machen) und ein paar Minuten auf der warmen Herdplatte stehen lassen. Der Honig sollte dabei sehr flüssig werden. Nicht zu viel rühren, sonst bröseln die Blättchen vom Thymianzweig.
:: Zwei kleine Gläser mit kochendem Wasser ausspülen. Die Orangenschale sowie die Thymianzweige auf die Gläser verteilen und dann am besten einen Trichter auf die Gläser setzen und den flüssigen Honig einfüllen. Die Gläser fest verschließen und idealerweise eine Woche durchziehen lassen, 3 Tage sollten es mindestens schon sein.
 

Sonntag, 11. November 2012

Karamell-Spekulatius mit Fleur de Sel für die Tchibo Blogparade – und ein Sneak Peek auf unser Geheimprojekt

Die Tage werden kürzer, grauer und ungemütlicher, mein Sofa lockt und ruft in dieser Jahreszeit viel verführerischer, geradezu sirenenhaft  nach mir. Nur zu gern lasse ich mich mit einem duftenden Tee oder heißem Kaffee auf ihm nieder und freue mich über einen würzigen Begleiter in Keksgröße, blättere durch Backbücher und solche mit Dekorationsinspirationen und freue mich uneingeschränkt auf die Vorweihnachtszeit. Im letzten Jahr habe ich überhaupt nur eine Sorte Plätzchen gebacken (unglaublich köstliche, aber ganz weihnachtsuntypische allerdings), in diesem Jahr ist es jetzt schon  eine ganze Keksparade.

Karamell-Spekulatius mit Fleur de Sel für die Tchibo Blogparade auf www.katharinakocht.com
Tchibo rief zur keksigen Blogparade auf und stellte mir und einigen anderen Bloggern freundlicherweise eine ganze Menge Equipment für die Weihnachtsbäckerei zur Verfügung. Meine Wahl fiel zielstrebig auf die Spekulatiusformen, in denen man nicht nur Spekulatius mit Mustern formen, sondern auch direkt backen kann. So sehr ich klassische Spekulatius mit Mandeln auch mag, wollte ich für meine „Spekus“ einen Twist hineinbringen, eine neue Note. Durch den dunklen, karamelligen Muscovadozucker und die Karamellcreme erinnern sie ein bisschen an die Karamellkekse, die es gern im Café zum Milchkaffee dazugibt, das Fleur de Sel kickt von der anderen Geschmacksseite – und gehobelte Haselnüsse statt Mandeln geben dem Keks eine runde, nussige Note. 
Die Kekskreationen aller Blogger sind auf dem Tchibo-Blog zu bestaunenmein Rezept findet Ihr schon hier im Blogpost.
Karamell-Spekulatius mit Fleur de Sel für die Tchibo Blogparade auf www.katharinakocht.com
Und weil wir alle in zuckergeschwängerter Lebenslaune sind (ja, ich auch!), lüfte ich hier schon mal ein bisschen das Geheimnis um das neulich angekündigte mysteriöse Geheimprojekt. Zusammen mit fünf wunderbaren Blogger-Kolleginnen habe ich an einem Online-Magazin gebastelt, für das wir rund um das Thema Weihnachten schon im Herbst wie verrückt gebacken, gerührt und gekocht haben – für Euch! „Hilda“ heißt unser Baby, und wir, quasi die werdenden Mütter, sind jetzt schon stolz wie Bolle auf das Kleine.
Das tolle Team um Isabel von Lecker Lezmi sind Juliane von Schöner Tag noch!, Christina von Feines Gemüse, Julie von mat & mi, Jenni von Fleur du Poirier – und moi. Ende November ist es soweit und wir hoffen, dass es Euch genauso gefällt wie uns.
Coming Soon! Das Blogger-Plätzchenmagazin HILDA

Karamell-Spekulatius mit Fleur de Sel


**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Leider lässt sich dunkler Musvovado-Zucker durch wirklich nichts anderes ersetzen. Leider!**

100g kalte Butter
100g Karamellcreme (nach diesem Rezept oder fertige aus dem Glas, z.B. von Bonne Maman)
40g dunkler Muscovado-Zucker 
200g Mehl Type 550, alternativ Dinkelmehl Type 630
1 Prise gem. Zimt
1 Prise gem. Ingwer
1 Prise gem. Nelken
1 Handvoll gehobelter Haselnüsse
etwas Fleur de Sel zum Bestreuen

::Butter in Stückchen schneiden und mit den Gewürzen, dem Muscovado, der Karamellcreme und dem Mehl zu einem festen Teig verkneten. Wenn sich der Muscovado dabei nicht vollständig auflöst sondern kleine Klümpchen bildet, ist das völlig in Ordnung daraus entstehen beim Backen köstliche KaramellKnusper! In Folie einschlagen und einige Stunden in den Kühlschrank legen (mindestens 3 Stunden, am besten über Nacht).
::Backofen auf 180°C/Umluft 160°C vorheizen. Den Spekulatiusteig etwa 2 mm dick ausrollen und in Formen oder Model pressen, alternativ in kleine Recheche schneiden. Ein Backblech mit den HaselnussHobeln bestreuen und die Spekulatius darauf legen, etwas anpressen. Mit ein paar Krümeln Fleur de Sel betreuen. Wenn man direkt in der SpekulatiusBackform von Tchibo bäckt, sollte man das Fleur de Sel in die Form streuen und anschließend den Teig hineindrücken. Dann die gehobelten Haselnüsse daraufstreuen und festdrücken oder mit dem Nudelholz ein mal darüberfahren. 

:: 8 bis 10 Minuten backen. Herausnehmen und komplett abkühlen lassen.

 

Sonntag, 26. August 2012

Sweet Sugarfree Sunday: Extradünne, extradunkle Schokoladen-Nuss-Kekse

Laut der Aussage des Wettermanns macht der Sommer an diesem Wochenende eine Pause. Naja, soll er mal. Bei strahlendem Sonnenschein habe ich nämlich weder Lust Wäsche zu waschen noch dazu sie zu bügeln, mag sie sich auch noch so aufgetürmt in meinen Weg stellen und mit dem Argument winken, dass ich dann am Montag wieder saubere und gebügelte Kleidung hätte. Pffff, entgegnete ich der Wäsche während der letzten sonnigen Tage, „Bügeln on demand“ hat doch immer gut funktioniert. Und denken wir gar an die Gelegenheiten, an denen „partielles Bügeln“ völlig ausreichend war! Kennt Ihr das? Wenn von der Bluse nur schnellschnell der Kragen und die Vorderseite gebügelt werden, maximal noch die Manschetten? Anzugjacke drüber und ab ins Büro. Blöd wurde es nur, wenn es wider Erwarten warm wurde und man die Jacke wirklich gern ausgezogen hätte. Wenn da nicht die zerknitterten Ärmel und die Rückenpartie gewesen wären…
Schokolade Kekse Walnüsse Reissirup Lace cookies zuckerfrei
Noch eine Sache macht sich perfekt bei schlechterem Wetter: Schokoladenkekse backen und sie dann mit Kaffee oder Tee auf dem Sofa genießen. Bei Wärme und Sonne schmilzt die Schokolade, und nicht erst im Mund, sondern präferiert auf Händen und weißer Sommerbuchse, womit der Bogen zum Wäscheberg geschlagen wäre.
Für diese extraschokoladigen Kekse habe ich ein altes „Double Choc Cookies“-Rezept verwendet, aber natürlich den Zucker durch eine Alternative ersetzt. Der Teig wurde damit wesentlich flüssiger, und statt der kompakten Schokocookies enstanden zwar unabsichtlich, aber umso erfreulicher dünne und knusprige, nusshügelige Kekse, die ein bisschen in der Tradition der amerikanischen Lace Cookies stehen. Für Freunde dunkler, intensiver Schokoladenaromen ist das genau das richtige, und durch Reissirup statt Zucker auch weniger süß.
Schokolade Kekse Walnüsse Reissirup Lace cookies zuckerfrei
Neulich mailte mir eine Leserin und schrieb, dass ihr Versuch, Zucker durch Stevia zu ersetzen, nur von geringem Erfolg gekrönt sei und fragte mich nach meinen Erfahrungen damit. Ich bekam umgehend rote Peinlichkeitsflecken, die sie zum Glück nicht sehen konnte, und musste dann unumwunden zugeben, dass ich keinerlei Erfahrungen mit Stevia habe. Als ich meine Ernährung „entzuckerte“, habe ich ganz bewusst auf jegliche Süßungsmittel verzichtet. Dazu kam, dass ich von diesen negativen Erfahrungen mit Stevia bereits von mehreren Leuten gehört hatte und deswegen ein wenig abgeneigt war, viel Geld für qualitativ hochwertiges Stevia auszugeben. Auch andere Süßungsalterniven wie Sukrin oder Xylithol sind mir ehrlich gesagt etwas suspekt. 
Letztlich ist es so, dass ich den hier verwendeten Reissirup tatsächlich nur zu Backen und für Desserts oder Marmelade benötige, also vielleicht einmal pro Woche. Die restliche Ernährung verläuft nach wie vor zuckerfrei, nach gut  drei Monaten (drei! Monaten!) hat sich das so eingependelt, als hätte ich nie etwas anders gemacht. Wir sind einfach Gewohnheitstiere.
Wie sind denn Eure Erfahrungen mit Zuckeralternativen? Lohnt sich die Investition, immerhin kostet so ein Pfund Sukrin ja etwa zehn Euro?
Schokolade Kekse Walnüsse Reissirup Lace cookies zuckerfrei
Extradünne, extradunkle Schokoladenkekse
Für 30 Kekse

100g Mehl
20g Kakaopulver
1/2 TL Natron
75g Walnüsse
75g (sehr) dunkle Schokolade, je dunkler, desto weniger Zucker enthält sie, ich habe 85%ige verwendet
100g weiche Butter
150g Reissirup
1 TL Vanilleextrakt
:: Backofen auf 200°C vorheizen und Backbleche mit Backpapier auslegen.
:: Mehl, Kakao und Natron gut vermischen. Walnüsse grob hacken oder einfach zerbrechen, Schokolade mittelfein hacken, so dass die Stückchen ca. einen halben Zentimeter „Kantenlänge“ haben.
:: Butter, Reissirup und Vanilleextrakt mixen, bis die Masse hell, weich und fluffig ist, ca. 2-3 Minuten. Dann die Mehlmischung über die Butter sieben und kurz unterrühren. Nüsse und Schokolade unterheben. 
:: Mite dem Teelöffel oder dem Melonenausstecher kleine Teigklümpchen abstechen und mit genügend Abstand 12 Häufchen auf das Backblech setzen.
:: 10 Minuten backen, herausnehmen und vollständig auskühlen lassen, am besten auf einem Gitterrost.
 

Donnerstag, 23. August 2012

Pfirsich-Brombeer-Konfitüre mit Rosmarin (zuckerfrei)

Vorletztes Wochenende waren wir Gäste auf einer wunderschönen Hochzeit. Nicht, dass ich Hochzeiten nicht schon immer gemocht hätte, dazu bin ich viel zu sehr Mädchen, aber nachdem ich das „Event Heiraten“ letztes Jahr auch von der anderen Seite erlebt habe, nämlich als Braut, kann ich eine solche Feier als Gast viel entspannter und freudiger genießen. Ich habe übrigens keine Ahnung, warum das so ist. Vielleicht ist man weniger kritisch. Oder ruft sich in Erinnerung, wie aufwändig die Vorbereitung war und wieviel Arbeit und Liebe in den kleinen Details steckt und ist aufmerksamer ihnen gegenüber. Oder freut sich an der Mühe, die sich die anderen Gäste gemacht haben und die zu würdigen man auf der eigenen Hochzeit leider gar nicht wirklich Zeit hatte. Jedenfalls: Als „Gast mit Erfahrung“ sind Hochzeiten noch schöner.
(Memo an Freundeskreis: Legt los, Leute! Ich wäre bereit.)

Pfirsich Brombeere Rosmarin Konfitüre Marmelade zuckerfrei ohne Zucker ohne Gelierzucker

Als Gastgeschenk zur Erinnerung an den schönen Tag hatte sich das Brautpaar stundenlang in die Küche gestellt und verschiedene Konfitüren gekocht. Eine Aktion, die ich selbst auch noch gut in Erinnerung hatte! Beim Anblick von beispielsweise Pfirsich-Mango+Vanille oder Himbeer-Papaya+Limoncello überkam mich eine ziemliche Lust aufs Marmeladekochen, und als die reifen, duftenden Pfirsiche bei meinem Obst- und Gemüsehändler quasi von selbst in meinen Korb hüpften, stellte ich noch eine Schale Brombeeren dazu und suchte gedanklich nach einer weiteren Komponente. Mein Blick fiel auf das Kräuterbord, und so durfte der Rosmarin auch mitmachen. Er gibt der Konfitüre eine leicht erdige Note, sozusagen einen Gegenspieler zur Süße der Früchte.
Pfirsich Brombeer Rosmarin
 Pfirsich Brombeer Rosmarin
Nach einer Idee von Nike hatte ich vor einigen Wochen schon eine Erdbeermarmelade ohne Zuckerzusatz gekocht, also auch ganz ohne Gelierzucker, nur mit Apfelpektin. Das funktionierte sehr gut, die Konsistenz ist zwar etwas flüssiger als bei Konfitüre mit Gelierzucker, aber das mag ich eigentlich ganz gern. Die zuckerfreie Variante hält sich nicht so lange wie ihre Kollegen, die mit Gelierzucker gekocht wurden, aber das schöne an den Geliermitteln ohne Zucker ist, dass die Mengen variabel sind. Egal ob 300 Gramm oder drei Kilo, ob zwei Gläser oder zwei Paletten, alles geht. Für mich ideal, denn unser Zwei-Personen-Haushalt vertilgt ja keine Unmengen an Marmelade, und außerdem komme ich so öfter zum Kochen. Hihi.
Und klar – mit regulärem Gelierzucker geht das Ganze natürlich auch!

Pfirsich Brombeere Rosmarin Konfitüre Marmelade zuckerfrei ohne Zucker ohne Gelierzucker

Pfirsich-Brombeer-Konfitüre
für 2 Gläser à 250ml
300g Pfirsiche – entsteint gewogen, also im „Originalzustand“ noch einmal 100g draufrechnen
200g Brombeeeren
100g Reissirup (mehr, wenn man gern süße Marmeladen mag oder die Früchte süßer sein könnten), alternativ ein Süßungsmittel eurer Wahl
Saft von 1/2 Zitrone
10g (ca. 2 gestr. EL) Apfelpektin, bspw. dieses
2 Zweige Rosmarin 
:: Pfirsiche waschen und häuten: Das geht wie bei Tomaten, die Pfirsiche kreuzweise einritzen, mit kochendem Wasser übergießen und nach 30 Sekunden herausfischen und kalt abspülen. Die Haut abziehen. Natürlich geht das ganze auch mit ungehäuteten Pfirsichen, das ist Geschmackssache.
:: Pfirsiche kleinschneiden. Brombeeren waschen und mit den Pfirsichstückchen, dem Reissirup und  dem Zitronensaft mischen. Das Apfelpektin unterrühren und die Rosmarinzweige im ganzen in die Früchte legen. 2 bis 3 Stunden durchziehen lassen.
:: Nach der Ziehzeit die Rosmarinzweige herausnehmen und die Fruchtmischung kurz „anpürieren“, so dass einige Stücke verbleiben, der Großteil aber musig ist. Rosmarin wieder hinzufügen und alles unter Rühren zum Kochen bringen und 4 bis 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Die Rosmarinzweige (final! endgültig!) entfernen und eine Gelierprobe durchführen – Variante A: den Kochlöffel in die Höhe halten und die Marmelade heruntertropfen lassen, wenn sie dickflüssig herabtropft und der letzte Tropfen geliert, ist sie gut. Variante B: einen Tropfen auf einen zuvor in den Tiefkühler gestellten Teller geben, dieser sollte ziemlich sofort fest werden.
:: In ausgekochte bzw. sterilisierte Gläser füllen und mit (ausgekochten bzw. sterilisierten) Deckeln fest verschließen. Abkühlen lassen und mindestens einen Tag stehen lassen und nicht umherräumen, da der Geliervorgang noch weiterläuft.
 

Sonntag, 22. Juli 2012

Sweet Sugarfree Sunday: Zitronen-Mohn-Kekse & Haselnussplätzchen

Große Freude, sowohl beim Gatten als auch in der Keksdose: Es gibt wieder Cookies! Nach der Backpause probiere ich jetzt viele Lieblingsrezepte in der zuckerfreien Variante aus, und Kekse in jeder Form gehören zweifellos zum besten, was der Backofen hervorbringen kann. Dem Wetter angemessen hätte ich sie fast mit Zimt und Ingwer gebacken, nur der bevorstehende Sommerurlaub mit seiner Aussicht auf Sonne hielt mich davon ab und ließ mich die Zitrone in die Hand nehmen. In der Kombi mit Mohn ist das Aroma der Zitrone einfach unschlagbar! Frisch, knusprig und nussig zugleich, so mag ich Kekse im Sommer, wenn sie sowohl zum Tee, aber auch zum Eiskaffee oder zur Limonade passen. Für meinen persönlichen Haselnussfan, das angetraute Krümelmonster, gab es auch noch Haselnussplätzchen. Diese sind etwas weicher als ihre Zitronen-Kumpels und werden durch Kastanienmehl und gehackte Kakaobohnen schön nussig.
zitrone mohn kekse cookies plätzchen haselnuss

Richtig gute Kekse sind herrlich unkompliziert, schnell zusammengeknetet und fix aufs Blech gebracht. Am besten finde ich dabei Kekse, die kein Ei enthalten, und das aus ganz praktischen Gründen: Sie sind wunderbar skalierbar, wie wir BWLer so sagen: Ich kann ein einziges Blech Kekse backen oder eine ganze Wagenladung voll, einfach indem die Mengen von Butter und Mehl angepasst werden. Jetzt wird man mich selten eine Wagenladung Kekse backen sehen, eher ist es so, dass ein einziges Blech einer Sorte mehr als ausreichend ist für uns beide. Lieber habe ich drei verschiedene Sorten Kekse in überschaubaren Mengen in der Dose als wochenlang an einer Variante zu knabbern.

zitrone mohn kekse cookies plätzchen haselnuss
Wer weiß, vielleicht können die Haselnussplätzchen ja in der Adventsbäckerei ein Revival erleben, und dann mit Haselnüssen aus eigener Ernte. Ende des Sommers werden wir unser neues Domizil beziehen und werden uns den Garten mit einem Haselnussstrauch teilen, der jetzt schon fleißig Früchte trägt. 
Für’s erste dürfen aber die Zitronen-Mohn-Kekse die Hauptrolle spielen, sie sind mein Beitrag zum aktuellen Kochtopf-Event „Papaver“, das von Pimpi-MEL-la ausgerichtet wird. Sie sucht alles, was mit oder aus Mohn gekocht, gebacken oder gerührt wird, egal ob süß oder salzig. Süß, Mel! Und knusprig! Bitte sehr!
 
Blog-Event LXXX - Papaver (Einsendeschluss 15. August 2012)
zitrone mohn kekse cookies plätzchen haselnuss
Zitronen-Mohn-Kekse
Für ca. 15 Stück
50g weiche Butter
40g Reissirup
abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
75g Mehl, 550er
1 EL (ca. 10g) Mohn

:: Backofen auf 175°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
:: Butter und Reissirup schaumig schlagen, dann die Zitronenzesten unterrrühren. Mehl und Mohn unterrühren und alles schnell zusammenkneten.
:: Jeweils 1 TL Teig abstechen, zu Kugeln formen und auf das Backblech legen. Mit den Zinken einer Gabel etwas breit drücken.
:: 15 Minuten backen bis die Kekse hellbraun sind. Herausnehmen und komplett auskühlen lassen.
Haselnussplätzchen
Für ca. 15 Stück

50g weiche Butter
40g Reissirup
1 TL Vanilleextrakt oder 1/4 TL gemahlene Vanille

75g Kastanienmehl

30g ganze Haselnüsse, plus 15 Nüsse zum dekorieren
4 Kakaobohnen (ca. 10g), alternativ dunkle Schokolade, 1 bis 2 Rippen
:: Backofen auf 175°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
:: Haselnüsse und Kakaobohnen mittelfein hacken.
:: Butter, Reissirup und Vanilleextrakt oder -pulver schaumig schlagen, dann das Kastanienmehl unterrühren. Haselnüsse und Kakaobohnen unterkneten.
:: Jeweils 1 TL Teig abstechen, zu Kugeln formen und auf das Backblech legen. Jeweils eine Haselnuss in die Bällchen drücken.
:: 15 Minuten backen bis die Kekse hellbraun sind. Herausnehmen und komplett auskühlen lassen.
 

Dienstag, 3. Juli 2012

Very Berry Post aus meiner Küche: Erdbeer-Holunder-Sirup

Zur ersten Runde Post aus meiner Küche sprudelte mein Hirn quasi über vor Ideen, Schokolade war einfach ein sehr dankbares Thema. Zur zweiten Runde, „Very Berry“, hatte ich mich schneller angemeldet, als ich nachdenken konnte, was vielleicht gut war, denn mir fiel zwar vieles ein, was mit Beeren zu tun hat, aber außer Marmelade wollte nicht viel in mein Hirn, was sich problemlos verschicken ließe. Erdbeersahnetorte stellte ich mir schwierig vor, meine Tauschpartnerin Laura sollte ja nicht nur Matsch im Päckchen vorfinden!

Erdbeer Holunderblüten Sirup Hugo Prosecco Milchfläschchen

Relativ schnell aber war klar, dass ich Erdbeeren treu bleiben würde, sie sind für mich die Früchte, die den Beginn des Sommers markieren und bringen Farbe auch in nieselige Junitage. Doch genau diese nieseligen kühlen Junitage führten zum glücklichen Umstand, dass passend zum Event die Holunderbüsche noch voll frischer Blüten waren. Holunder und Erdbeer, eine tolle Kombination, warum also nicht beides in einen süßen Sirup verheiraten?

Die erste Versuchsreihe war schon einmal vielversprechend, der Holunder hielt aber noch etwas hinter dem Berg. Deswegen bin ich einen Umweg gegangen und habe zunächst einen klassischen Holunderblütensirup gekocht, der dann zu einem späteren Zeitpunkt die Erdbeeren aufgenommen hat.

Erdbeere Holunderblütensirup Sommerdrink Hugo

Der schicke rote Sirup macht auch im Handumdrehen einen echten Mädchentraum aus dem momentan so hippen Hugo: Nämlich Hugos kleine rosa Schwester Hanna. Dafür einen Schuss Sirup mit 100ml trockenem Weißwein aufgießen und mit einem Spritzer Sprudelwasser verfeinern. Ein paar Eiswürfel dazu und vielleicht noch etwas Melisse, und fertig ist der Sommercocktail. Für die hübschen Eiswürfel auf dem Bild habe ich ein paar Erdbeeren halbiert oder geviertelt, in Eiswürfelbehälter gelegt, mit Wasser aufgegossen und eingefroren.

Erdbeer-Holunder-Sirup

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Zucker sollte sich hierbei aber ganz gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen lassen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde, je nach Süß-Vorliebe.**

20 Holunderblütendolden
1 Bio-Zitrone
500g Zucker
500ml Wasser
500g Erdbeeren

:: Holunderblüten verlesen und etwas ausschütteln.

:: Zitrone gründlich waschen und die Schale dünn abschälen, am besten mit dem Sparschäler. Den Saft auspressen.

:: Zitronenschale zusammen mit Zucker und Wasser in einen Topf aufkochen, dabei immer wieder gut umrühren, damit sich der Zucker nicht am Boden festsetzt und sich vollständig auflöst. Zitronensaft einrühren und die Holunderblüten hineingeben. Einmal umrühren und 2 Tage durchziehen lassen. Anschließend abseihen.

:: Erdbeeren putzen und vierteln.
:: Vom entstandenen Holunderblütensirup 500ml abmessen und zusammen mit den Erdbeeren aufkochen, dann etwa 15 Minuten köcheln lassen. Noch heiß durch ein Sieb in vorbereitete Flaschen füllen und sofort verschließen und abkühlen lassen.
 

Sonntag, 1. Juli 2012

Sweet Sugarfree Sunday: Mandelmilchreis und die zuckerfreie Woche 5

Der Zucker und ich haben uns weitestgehend miteinander arrangiert: Ich komme damit klar, ihn zu ignorieren, er muss damit klarkommen, ignoriert zu werden. Auch meine anfängliche Befürchtung, irgendwann für einen Apfel oder ein Stück Banane töten zu wollen, hat sich als komplett unbegründet erwiesen. Obst vermisse ich fast gar nicht, viel weniger als Tomaten, denn auch die sind im Moment gestrichen. Und da beginnt das Problem: Während ich mich ganz zuckerfrei wirklich großartig fühle, werde ich sozial unverträglich. Essen gehen ist momentan eine wirkliche Herausforderung, für mich und für meine Mitmenschen.
Mandelmilch milchreis zuckerfrei no sugar
Situation 1: Gemütliches Essen mit dem Gatten oder anderen lieben Menschen – keiner hetzt oder schaut auf die Uhr, wir haben alle Zeit der Welt. Und doch, während alle anderen schon längst gewählt haben, studiere ich immer noch die Speisekarte, gehe mental die Bestandteile eines Gerichts durch (Tomaten? Balsamico? Honig?) und löchere dann den armen Keller mit Fragen. 
Situation 2: Mittagessen mit den Kollegen. In der Regel bin ich ein „Selbstversorger“ und bringe mein Essen mit, wenn ich aber unterwegs bin, spielen sich ähnliche, aber ungleich dramatischere Szenen ab wie oben, denn diesmal sitzt die Zeit im Nacken. Am Ende bestelle ich einen Salat ohne Dressing (nein, auch kein Balsamico, bitte danke) und ohne Tomaten und komme mir vor wie eine der Tussis aus der „Ladies Lunch“-Liga, über die ich sonst nur den Kopf schütteln kann.
Natürlich frage ich mich an diesen Momenten, warum ich das eigentlich tue. Zu welchem Zweck, für wen, und überhaupt – bringt mich das der Weltherrschaft näher? Wahrscheinlich nicht. Aber dann erinnere ich mich daran, dass ich den kleinen Wohlstandsring um die Körpermitte verloren habe, dass meine Haut wieder mein Freund ist und dass außerhalb der Restaurants eine ganze Welt zuckerfreier süßer Dinge existiert, für ich ich mittlerweile gern Gummibärchen und Schokolade links liegen lasse.
Wie diesen Mandelmilchreis zum Beispiel. Leicht süß durch Mandelmilch, knusprig durch geröstete Mandeln und genauso cremig wie das Original. Funktioniert übrigens auch super in der Kokos-Variante! Und alles ohne einen Krümel (industriellen) Zucker.
Mandelmilchreis
für 4 Dessertportionen

700 ml Mandelmilch (so geht’s)
70g Rundkornreis (Milch- oder Arborioreis)
2 EL gemahlene Mandeln, von der Mandelmilch-Herstellung zurückbehalten
2 EL Amaretto oder einige Tropfen Mandelextrakt
2 EL gehobelte Mandeln
für ganz Süße: 1 EL Reissirup – geht aber auch ohne

:: Mandelmilch sanft zum Kochen bringen, dann den Reis einrühren und so lange leise köcheln lassen, bis der Reis weich ist und einen Großteil der Milch aufgesaugt hat.
:: Gemahlene Mandeln und Amaretto oder Mandelextrakt unterrühren und so lange weiterköcheln, bis die Milch vollständig aufgesogen ist. 
:: Wer es süßer mag, rührt jetzt den Reissirup ein.
:: Milchreis abkühlen lassen.
:: Gehobelte Mandeln in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Milchreis auf die Gläser verteilen und mit gehobelten Mandeln betreuen.
 Für die extra-knusprige Variante 2 EL gehobelte Mandeln mehr anrösten und unter die Mandeln heben, dann auf Schälchen verteilen, mit den restlichen Mandeln bestreuen und servieren.