Archiv der Kategorie: USA

Mittwoch, 8. Mai 2013

San Francisco Sourdough Bread

Die Inspiration schlägt manchmal an interessanten Orten zu. Diesmal bei Twitter. Dort zwitscherte Sandy vor ein paar Wochen ein Bild via Instagram von einem San Francisco Sourdough Bread, und in meinem Hirn fing es an zu rattern. Der Name klang bekannt – irgendwo hatte ich das schon mal gesehen. Relativ schnell fiel mir auch wieder ein, wo: Im Buch „Brot genießen“, das ich zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte. Da es Weizensauerteig verlangte, ich aber nur eine innige wöchentliche Beziehung zu einem Roggensauerteig pflege, war das auf „später irgendwann mal“ in die hinterste Ecke geschoben worden, drängte nun aber mit aller Macht nach vorn.
Tatsächlich ließ sich der Sauerteig ohne weiteres auch mit anderem Mehl füttern, und so stand einem krustig-krachendem Brotgenuss nichts mehr im Weg.

San Francisco Sourdough Bread helles Sauerteigbrot aus Dinkelmehl mit selbstgemachter Butter

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Sonntag, 2. Dezember 2012

Post aus meiner Küche: Peanut & Caramel Brownies – und die Auslosung für "Greenbox" von Tim Mälzer

Vielen lieben Dank für all die Glückwünsche und die begeisterten Ausrufe zu Hilda, unserem Plätzchenmagazin. Auf Facebook wird der Link fleißig geteilt und weiterempfohlen, bis zum Anruf aus Hollywood kann es also nicht mehr lange dauern. Ob wohl Kate Hudson mich spielen wird? 😉
Scherz beiseite, es ist großartig, dass Euch Hilda so gefällt und wir hoffen alle, dass Ihr für die backintensivste Saison des Jahres viele Inspirationen bekommen habt.
Kaum waren für mich die Arbeiten an Hilda abgeschlossen, kam Post aus meiner Küche, Volume 4. Bobby Flitter hatte mir dieses Mal Ricarda von 23qm Stil zugelost – nach der BLOGST war das ein neuer Anlass, um gleichermaßen geflasht und schockverliebt zu sein. Also tat ich es wie alle anderen, wälzte Kochbücher, klickte Blogs, sortierte Sherlock-Holmes-mäßig meine Gedanken, verwarf die Hälfte wieder und entschied mich schließlich für folgende Leckereien, die sich dann auf den Weg zu Ricarda machten: Peanut & Caramel Brownie, Blutorangen-Sirup mit Campari und gebackenes Apfelmus mit Lebkuchengewürzen und Marzipan.
Peanut & Caramel Brownie auf www.katharinakocht.com

Ricardas Paket war schneller da als ich meins zur Post tragen konnte und beinhaltete köstlich-knusprige Lebkuchen-Cantuccini mit Cranberries und Pistanzien und eine Flasche selbstangesetzten weißen Glühwein. Besonders clever: die Gewürze sowie Orange und Zitrone hat sie einzeln dazu gelegt, so kann der Glühwein frisch aufgeheizt werden und erhält genau das richtige Aroma. Tausend Dank, Ricarda!

Post aus meiner Küche
Die Brownies und den Blutorangen-Sirup, die in meinem Päckchen für Ricarda enthalten waren, zeige ich Euch ein bisschen ausführlicher, die Sache mit dem gebackenen Apfelmus ist schnell erklärt: Auf ein Kilo geschälte und kleingeschnittene schön säuerliche Äpfel gebt Ihr drei bis vier Teelöffel Lebkuchengewürz und ein paar Tropfen Mandelextrakt und mischt alles in einem ofenfesten Topf oder Bräter mit Deckel. Zugedeckt bei 100°C etwa zwei Stunden backen, bis die Äpfel fast von allein zerfallen. 20 Gramm Marzipan fein reiben, unter die Äpfel mischen und alles kräftig durchrühren. Noch einmal 15 Minuten in den Ofen schieben und dann in Gläser füllen und schnell verschließen.

Peanut & Caramel Brownie auf www.katharinakocht.com
 Peanut & Caramel Brownie auf www.katharinakocht.com

Ha. Und jetzt zu dem, auf das Ihr doch eigentlich wartet, oder? Der Verlosung von Tim Mälzers Buch Greenbox! Ich habe fleißig in der Lostrommel gerührt und gekruschelt, und habe folgende (hoffentlich) glückliche Gewinnerin gezogen: 

Ramona aka Fräulein Moonstruck! 

Herzlichen Glückwunsch!

Danke an Euch alle, die mitgemacht und so liebe Worte geschrieben haben.

Special PAMK Peanut & Caramel Brownies 

für eine Form von 20×30 cm
Inspiration von Martha Stewart – und von Isabelle von Applewood House, dank ihres Monster Brownies brauchte ich keine Cups und Ounces umrechnen. Yay!

Ricardas Brownie kam ins Glas, dafür hatte ich die Menge halbiert, woraus man etwa 3 Gläser à 250ml Inhalt enthält.

150g Schokolade, bei mir: 70%ige 
120g Butter
1 EL Instant-Espressopulver (oder 1 kleine Tasse frisch gebrühter Espresso, das unterstreicht den Schokoladengeschmack noch mal zusätzlich) 
80g Mehl
2 EL Kakaopulver
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
75g gesalzene Erdnüsse
100g Karamellsauce (nach diesem Rezept, alternativ z.B. von Bonne Maman)
75g Erdnussbutter
2 Eier
150g brauner Zucker (alternativ 175g Reissirup, allerdings muss ich zugeben, dass die Brownies mit braunem Zucker besser schmecken)

:: Backofen auf 170°C vorheizen (Umluft 150°C) und die Backform mit Backpapier auslegen oder einfetten.

:: Schokolade hacken und Butter in kleine Stückchen schneiden. Beides zusammen mit dem Instant-Espresso langsam über dem Wasserbad schmelzen.

:: Während Schokolade und Butter sich verflüssigen, bereite ich alles andere vor:
Mehl, Kakao, Salz und Backpulver vermischen.
Erdnüsse grob hacken.
Karamellsauce und Erdnussbutter verrühren.

:: Eier und Zucker schaumig aufschlagen, dann mit dem Rührlöffel die Schokoladen-Butter-Mischung unterrühren, anschließend die Mehlmischung. Gehackte Erdnüsse unterheben und den Teig in die vorbereitete Form gießen.

:: Den Karamell-Erdnuss-Mix auf den Teig klecksen und mit einem Messer durch den Teig fahren, um Marmoreffekte zu erhalten. (oder wie sagt man auf Deutsch „swirl“?)

:: Etwa 30 Minuten backen, dann herausnehmen und abkühlen lassen.

 

Sonntag, 18. November 2012

Einfach mal "Danke" sagen: Cornbread für Thanksgiving & ein Giveaway

Der kommende Donnerstag ist der vierte Donnerstag im November und markiert somit das wohl wichtigste familiäre Fest im Jahreskreis in den USA: Thanksgiving. Hierzulande sind die Erntedank-Feiern schon eine Weile her, die Garbenkränze und die Körbe voll Obst und Gemüse wurden verteilt und nicht selten auch guten Werken zugeführt. Die Bedeutung von Weihnachten wird Erntedank in Europa nicht erlangen, dabei finde ich, dass das Herbstfest kulinarisch gesehen viel mehr zu bieten hat als Weihnachten, wenn die Ernte schon eine Weile zurückliegt. Sei’s drum, dann feiern wir einfach mit den US-Amerikanern ein Thanksgiving-Mahl.
Da ich seit jeher eine Schwäche für Beilagen habe, mehr noch als für die „Hauptsache“, widme ich mich auch eher diesen als dem obligatorischen Truthahn. Cornbread, also Maisbrot, ist aus europäischen Augen gesehen eher ein Kuchen als ein „richtiges“ Brot, durch das Maismehl ein leicht süßliches dazu. Aber im Zusammenspiel mit salzigen und/oder scharfen Zugaben funktioniert das nach dem gleichen Prinzip wie beispielsweise Melone und Schinken. Zu einem deftigen Chili passt das Cornbread das ganze Jahr über, und so ultraschnell gemixt ist kaum ein Brotteig!
Cornbread: Maisbrot (nicht nur) für Thanksgiving auf www.katharinakocht.com
Thanksgiving und Erntedank haben mit Dankbarkeit für gelungene Ernten, für einen gedeckten Tisch und mit Dankbarkeit für empfangene Gaben zu tun. Ich möchte an dieser Stelle auch einmal DANKE sagen:
Danke an denjenigen, der so etwas wunderbares wie Foodblogs, ach was, überhaupt Blogs „erfunden“ hat. Wer auch immer Du bist: I owe you forever! For-e-vaaah!
Danke an meinen liebsten Testesser, der sich, wenn er mich schreiben und formulieren sieht, gern mal über meine Schulter beugt und sagt, „schreib hin, dass ich gesagt hab, dass das lecker war!“ (Es gibt auch leichtere Variationen dieses Satzes.) Bloggen wäre echt easy, wenn ich seinen Rat befolgte…
Danke an meine lieben Freunde, die meinen Blog anderen Leuten empfehlen, so ganz uneigennützig und von sich aus.
Danke an alle in Bloggistan, die mich inspirieren, mit denen ich mich austauschen kann und die, wenn ich sie treffen durfte, ganz tolle Menschen waren, und bei denen mein inneres Kind vor Vergnügen quietschte, wenn  sie sagten „Oh, ich mag Deinen Blog!“
Und danke Danke DANKE an EUCH, an meine Leser! Auch wenn ich das Datum mal wieder verpennt habe, so gibt es den Blog nun schon seit etwas mehr als zwei Jahre. Über holprige Anfangsstolpersteine muss jeder hinweg, beispielsweise über gruselige Layouts und schreckliche Fotos, die sich zum Glück mit der Erfahrung verbessern. Als sich der allererste Kommentar einstellte, bin ich vor Freude durch die Küche gehüpft, als die Zahlen der regelmäßigen Leser stiegen, saß ich mit seligem Grinsen vor dem PC. Ich freue mich immer noch wahnsinnig über jeden Kommentar, über Eure Nachfragen, Eure Vorschläge, Eure Verlinkungen. Danke!!

Cornbread: Maisbrot (nicht nur) für Thanksgiving auf www.katharinakocht.com
Cornbread: Maisbrot (nicht nur) für Thanksgiving auf www.katharinakocht.com

 

„Bloggen ist das Gegenteil von alles für sich behalten.“ Die Weisheit von Jeanny, grafisch wunderbar in Szene gesetzt von Caro, sagt alles. Und in so wunderbarer Teiler-Laune mit vor Dankbarkeit überquellendem Herzen (übertreibe ich es jetzt gerade?) möchte ich auch etwas mit Euch teilen und verlose deshalb ein Exemplar von Tim Mälzers neuem Kochbuch „Greenbox“. Ein Buch, dass ich selbst wahnsinnig gern in die Hand nehme. Greenbox macht nämlich wirklich Spaß: Es hat tolle Fotos und ist gleichzeitig auch schön illustriert. Die Rezepte möchte ich alle nachkochen, ohne Ausnahme – und das bislang probierte ist wirklich hervorragend gelungen. Verschafft Euch doch mal einen ersten Überblick auf der Seite des Mosaik-Verlags. Die schwarzen Linsen mit geschmorten Petersilienwurzeln, die er im Video kocht, sind übrigens der Knaller. Pures Comfort Food.
Oh, und Stevan Paul hat mitgearbeitet. Überzeugt?
Bilder mit freundlicher Genehmigung des Verlags:
Tim Mälzer: „Greenbox“. Illustration (c) Rinah Lang/Mosaik Verlag, Foto: (c) Matthias Haupt/ Mosaik Verlag

Was Ihr tun müsst, um das Buch zu gewinnen? 

Hinterlasst mir bis einschließlich 30. November 2012 einen Kommentar hier unterhalb des Posts oder auf meiner Facebook-Seite. Bitte kommentiert nicht anonym, sondern hinterlasst mir zumindest Euren Namen, damit ich Euch ansprechen kann. Kommentare ohne Namen kann ich leider nicht berücksichtigen.
Der/die Gewinner/in wird im Anschluss ausgelost und der Name wird anschließend hier auf dem Blog veröffentlicht, woraufhin er/sie sich bitte innerhalb von 4 Tagen bei mir melden möchte. Der Rechtsweg ist selbstredend ausgeschlossen. Die Verlosung bzw. der Versand ist auf Europa beschränkt.
Viel Erfolg, meine Lieben!
Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlags:
Tim Mälzer: „Greenbox“. Illustration (c) Rinah Lang/Mosaik Verlag

Cornbread – Maisbrot

Quelle:  USA kulinarisch

Für eine Form von ca. 20×30 cm oder eine runde Form von etwa 25cm Durchmesser, klassischerweise aus ofenfestem Gusseisen.

50g Butter
250ml Buttermilch
1 Ei
120g feines Maismehl
150g Mehl, ich habe Dinkelmehl Type 630 benutzt, Weizen Type 550 geht ebenso.
1 TL Backpulver
1 TL Natron
1 TL Salz
1 knapper TL Chipotle Chili
weitere Zutaten nach Geschmack und Laune: gekochte Maiskörner, geriebener Käse, gehackte Zwiebeln, frische Chilis…


Für eine süße Variante lasst Ihr die Chilis weg, nehmt nur 1/4 TL Salz und dafür 2 EL Ahornsirup. 
:: Die Butter schmelzen, am besten direkt in der Backform, sofern sie herdtauglich ist. So ist dann gleich die Form eingebuttert. Ansonsten die Backform mit 1 TL der geschmolzenen Butter ausfetten. Geschmolzene Butter etwas abkühlen lassen.
:: Die Buttermilch und das Ei verquirlen, dann die flüssige Butter unterrühren.
:: In einer Rührschüssel Maismehl, Mehl, Backpulver, Natron, Salz und Chipotle mischen (und mit all Euren zusätzlichen Zutaten.) Die Buttermilch-Mischung dazugeben und mit dem Löffel verrühren, nicht zuviel rühren. Die Masse wird sehr dicklich sein. Etwas stehen lassen, damit das Maismehl quellen kann, und währenddessen den Herd auf 200°C vorheizen (Umluft 180°C).
:: Den Teig in die gefettete Form füllen, glatt streichen und 25 bis 30 Minuten backen, bis das Cornbread goldbraun ist und die Stäbchenprobe besteht. Wer mag, bestreicht das noch heiße Brot noch mit etwas Butter.
:: Etwas abkühlen lassen und in Rechtecke schneiden, dann am besten noch warm genießen.
Funktioniert auch als Muffins gebacken, dann sogar super in der süßen Variante und mit Blaubeeren. 
Getoastet oder angebraten sind Cornbread-Reste auch sehr köstlich.
Happy Thanksgiving!
 

Dienstag, 27. März 2012

Geschenke aus der Küche: Pancake-Mix mit Schokoladensirup und Karamellsauce

Die momentane sonnige Wetterlage bringt scheinbar nicht nur die Pflanzen zum Blühen, sondern lässt auch in meinem Kopf jede Menge Ideen sprießen. Einige sind sogar ganz brauchbar. Immerhin steht Ostern vor der Tür. Oder sollte ich sagen: Ostern steht im Supermarktregal? Und das schon seit Januar? Manchmal frage ich mich, ob der ganze Kram an Ostern dann überhaupt noch gut ist. Haltbarkeitsdatum hin oder her – irgendwie mag ich sowieso keine Schmunzelhasen oder vierfach verpackte Kinderschokoladen verschenken, wie ich überhaupt ungern Dinge verschenke, die ich selbst nicht mag. Somit befinde ich wieder auf dem Pfad der Selbermacherei – doch moment, habe ich den je verlassen?
Wer mit mir auf dem Pfad wandeln will, ist herzlich eingeladen. In den nächsten Tagen (Schock! Ostern ist keine zwei Wochen mehr entfernt!) werde ich mal all die geschenktauglichen Ideen, die mir durch den Kopf flitzen, am Herd umsetzen und bei Gelingen posten.
Ein ganzes Geschenke-Nest lässt sich aus diesem Pancake-Mix und den beiden dazugehörigen Saucen basteln. Wer liebt denn keine fluffigen Pfannkuchen am Morgen? Oder braucht hin und wieder einen Löffel süßes Glück? Karamell und Schokolade, meine persönliche Vorstellung von einer ausgewogenen Ernährung.
Der Schokoladen-Kaffee-Sirup ist von Steph aus dem Kuriositätenladen, ich habe allerdings die Mengen an das Fassungsvermögen der Flasche angepasst. Wenn schon ihr erster Schokoladensirup der Knüller war (und unter anderem den Banana Split Cake krönte), so ist die Variante mit Kaffee noch mal besser, genau wie sie sagt.
Karamell und Vanille vereinen sich nach einem Rezept von Nicole Stich zu einer Butterscotch-Sauce, die harmlos-blass beginnt und dann goldig duftend darum kämpfen muss, überhaupt noch in die Flasche zu kommen. Mein Tipp: Doppelte Menge machen und sich selbst beschenken. 
Die Pancakes sind aus dem ersten (?) Buch von Jamie Oliver, Genial kochen mit Jamie Oliver. Und Milch und Eier sollte der glücklich Beschenkte dann einfach zu Hause haben.
Last but not least: Die Flaschen sind von glaeserundflaschen.de, und die Aufkleber habe ich mit ein bisschen PowerPoint-Magic nach dieser großartigen Idee gebastelt: dem Jam Labelizer. Leider war das Motiv nicht kostenlos, so dass ich frech CopyCat gespielt habe. (Gibt’s auch als Beer Labelizer – wie witzig ist das, bitte?)

Pancake-Mix mit Schokoladen-Kaffee-Sirup und Karamell-Vanille-Sauce

**Dies sind keine zuckerfreien Rezepte. Der Zucker lässt sich gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde (je nach Süß-Vorliebe). Beim Kaffeesirup und der Karamellsauce geht es auch recht gut mit Reissirup als Zuckerersatz.**

PANCAKE-MIX (ERGIBT CA. 10-12 HANDTELLERGROSSE PANCAKES):
1 Glas à 400-500ml Fassungsvermögen, plus Deckel
120g Mehl
1 1/2 TL Backpulver
2-3 EL Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
SCHOKOLADEN-KAFFEE-SIRUP
1 Flasche à 250ml Fassungsvermögen, plus Deckel
100ml frischer Kaffee
150g brauner Zucker
2 EL Kakaopulver
1 Vanilleschote
25g Schokolade
KARAMELL-VANILLE-SAUCE
1 Flasche à 250ml Fassungsvermögen, plus Deckel
50g Butter
200ml Sahne
150g brauner Zucker
1 Msp. Meersalz 
1 Vanilleschote
:: Alle Gläser bzw. Flaschen und Deckel auskochen und trocknen lassen.
:: Für den Pancake-Mix Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben, mit Zucker, Vanillezucker und Salz gut vermischen. In das Glas umfüllen und verschließen. Einen Aufkleber oder Anhänger mit Zubereitungsanleitung basteln:
„3 Eier schaumig rühren und mit 120ml Milch und dem Pancake-Mix verrühren. Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und Pancakes ausbacken. Für besonders fluffige Pancakes die Eier zunächst trennen und das Eiweiß steif schlagen. Das Eigelb mit dem Mix und der Milch verrühren und dann das Eiweiß unterheben.“
:: Für den Schokoladen-Kaffee-Sirup Kaffee, Zucker und Kakaopulver in einen Topf geben. Schokolade grob hacken. Vanilleschote längs halbieren und das Mark auskratzen. Schokolade, Vanillemark und Vanilleschote mit in den Topf geben und alles und bei geringer Hitze und ständigem Rühren langsam zum Kochen bringen. Einmal aufwallen lassen und dann in die vorbereitete Flasche füllen. Verschließen und abkühlen lassen. Hält sich im Kühlschrank ein paar Wochen. Locker.
:: Für die Karamell-Vanille-Sauce die Butter in Stücke schneiden und mit Zucker, Sahne und Salz in einen Topf mit schwerem Boden geben. Vanilleschote längs halbieren und das Mark auskratzen. Mark und Schote ebenfalls in den Topf geben und bei mittlerer Hitze erwärmen, bis sich Butter und Zucker aufgelöst haben. Zum Kochen bringen und etwa 5 Minuten ohne großes Rühren einkochen, je nach gewünschter „Dicke“ und Farbe. Die Sauce wird beim Abkühlen noch ordentlich eindicken, also nicht zu sehr einkochen lassen. In die vorbereitete Flasche füllen und verschließen. Abkühlen lassen und dann am besten im Kühlschrank aufbewahren.
 

Mittwoch, 21. März 2012

English Muffins

Brötchen und Toast zum Frühstück – klar, kennen wir. Croissants, Brioches und Baguette – auch nichts Neues mehr. Bagels und Pancakes gibt es auch immer mal am Wochenende, aber was ich in Deutschland bislang ganz selten gesehen habe, fast nie eigentlich, sind English Muffins. Von den Toasties im Supermarkt-Regal mal abgesehen. Und auch die sind nur ein müder Ersatz. Das schrie also förmlich nach Selbermachen. Ist ja auch bald Ostern, ne? Haseneiersammelfrühstück und so.
Es war ja schon mal eine Entdeckung für sich, als ich damals bei meiner ersten Begegnung mit den Dingern festgestellt habe, dass die Muffins in diesem Fall gar keine Muffins sind, sondern eher Brötchen. (Ja, ich hatte mich auf etwas Süßes eingestellt, auf etwas wie Scones.) Und ganz groß die Überraschung, dass sie erst in der Pfanne gebacken werden, anstatt sofort vollvoluminös in den Ofen zu wandern.
À propos Pfanne: wenn möglich gusseisern. Besitze ich nicht. Warum eigentlich? Wahrscheinlich schreckte mich bislang der Preis, aber andererseits, heißt es nicht auch, wer einmal kauft usw., Investion fürs Leben, etc.? Memo an selbst: Gusseiserne Pfanne nach Hause schleifen. Zur Not dem Gatten das Tragen überlassen.
English Muffins
Für 6 Muffins
Nach der Methode von Peter Reinhart, via diverse Blogs & Anleitungen, tried and tested von mir.
200ml Milch 
1 EL Butter 
330g Mehl, Type 550, plus mehr zum Kneten
5g Trockenhefe (1 1/4 TL)
1 TL Salz
Maismehl oder Polenta zum Bestäuben
:: Milch und Butter erwärmen, so dass die Butter geschmolzen ist und die Flüssigkeit lauwarm ist.
:: In einer großen Schüssel Mehl, Hefe und Salz mischen. Die lauwarme Milchmischung einrühren und kurz mit den Knethaken des Mixers verrühren, so dass sich Mehl und Milch verbunden haben. Auf eine bemehlte Arbeitsfläche kippen und 10 Minuten mit den Händen kneten. Dabei sollte ein extrem geschmeidiger, seiger Teig entstehen, der nicht an den Händen klebt und schön elastisch ist. Falls der Teig zu trocken ist, 1-2 EL Milch dazugeben. (Beim Kneten kann man 1a Hörbücher hören, habe ich festgestellt.)
:: Zum Gehenlassen den Teig in die Schüssel zurücklegen und mit Frischhaltefolie bedecken. Dann an einem warmen, idealerweise feuchtwarmen Raum 60 – 90 Minuten gehen lassen, bis sich der Teig etwa verdoppelt. Mein Lieblingstrick: Eine flache Schale mit heißem Wasser füllen, in den Backofen stellen und diesen auf 50°C vorheizen, während der Teig geknetet wird. Dann ausschalten, die Tür kurz öffnen, um die Temperatur zu reduzieren, und dann die Hefeteigschüssel in den ausgeschalteten Ofen stellen.
:: Den gegangenen Teig mit der geschlossenen Faust noch in der Schüssel sanft niederboxen. Den Teigklumpen herausnehmen, in 6 gleiche Stücke teilen und jedes Klümpchen zu einem hübschen runden Ball formen. Ein Blech oder Tablett mit Backpapier auslegen und mit Maismehl bestreuen. Die Teigbällchen darauf setzen, mit mehr Maismehl bestreuen und noch mal 60 bis 90 Minuten unter Folie abgedeckt gehen lassen, bis die Bollerchen ordentlich gewachsen sind.
:: Den Ofen auf 200°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen, gleich mitheizen.
::  Jetzt kommt der abgefahrene Teil: Eine möglichst gusseiserne (oder sonstwie schwere) Pfanne auf höchster Stufe erhitzen, dann die Herdplatte auf mittlere Hitze zurückschalten. Zwei oder drei Teigklumpen vorsichtig in die Pfanne setzen, so, dass sie genug Abstand haben. Die Muffins etwa 4-5 Minuten in der Pfanne backen (braten?). Sie bräunen schnell, aber bei mittlerer Hitze verbrennen sie nicht sofort. Allerdings immer mal vorsichtig checken. Umdrehen, die andere Seite ebenfalls 4-5 Minuten garen. Dann sofort in den Backofen schieben noch mal 8 Minuten backen, so dass auch die Mitte durchgegart ist. Wichtig ist, die Muffins direkt nach dem Braten von der Pfanne in den Ofen zu transportieren und nicht auf die anderen, noch ungebrateten Muffins, zu warten.
:: Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Dann, für das echte English-Muffins-(und Toasties-)Feeling halbieren und knusprig toasten.
 

Sonntag, 12. Februar 2012

Schokoladen-Cranberry-Cookies

Kekse. Soulfood vom allerfeinsten. Außer Brotteigkneten kenne ich kaum eine Beschäftigung, die mich so meditativ stimmt wie Kekse backen. Und die ein so umgehendes Glücksgefühl erzeugt – allein wenn der Duft aus dem Backofen in die Küche steigt und dann die Wohnung durchzieht… Glück, instant!
Im Sommer habe ich ja lieber zitronig-leichte Cookies oder knusprige mit Kokos und Mandeln, aber für ein knackig-kaltes Winterwochenende geht doch nichts über Schokoladencookies mit dicken Schokostückchen.

Inspiriert seit Wochen, ach was, Monaten schon hiervon, gebacken nach Martha, adaptiert für meinen Geschmack. Für Euren auch, hoffe ich.

Schokoladen-Cranberry-Cookies

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Brauner Zucker lässt sich wohl ganz gut durch Sukrin Gold ersetzen. Allerdings sind die Cookies durch die Schokolade und die Cranberries trotzdem nicht zucker- bzw. fructosefrei. Just saying.**

150g Mehl
3 EL Kakaopulver
1 TL Natron
1 Prise Salz 
100g dunkle Schokolade
120g Butter
100g brauner Zucker
1 Ei
150g getrocknete Cranberries
4 EL Kokosraspel

:: Für die Erwachsenenversion können die Cranberries ein paar Stunden in hochprozentigem Alkohol eingelegt werden, beispielsweise Kirschwasser. Ansonsten kommen sie erst nachher dran. 

:: Backofen auf 175°C heizen, 2 Backbleche startklar machen.

:: In einer Schüssel Mehl, Natron, Kakao und Salz mischen, zur Seite stellen. Schokolade hacken.

:: In der Rührschüssel Butter und Zucker schaumig schlagen, dann das Ei zugeben und gut unterschlagen. Die Mehlmischung dazugeben, vorsichtig unterrühren.

:: Gehackte Schokolade zusammen mit den Cranberries unter den Teig heben.

:: Mit einem Esslöffel Teig abstechen und Bällchen formen. Mit genug Abstand auf die Backbleche setzen und etwas platt drücken. Dann mit Kokosraspeln bestreuen und für ca. 12 Minuten backen. Herausnehmen und gut auskühlen lassen.

 

Dienstag, 31. Januar 2012

How to fake Schwarzbrot (but lecker!)

Ich mag ja die Seite 101cookbooks.com sehr gern, Heidis Kochbücher stehen schon seit einer Weile auf meiner Wunschliste, und als sie neulich „Black Bread“ gepostet hat, habe ich das umgehend ans Pinterest-Board geklebt. Beim ersten Lesen bin ich aber nicht ganz bis zur Zutatenliste gekommen sondern habe einfach nur die Bilder bewundert. Als ich dann das Rezept wieder aufrief um mir mal anzuschauen, wie black das Black Bread denn jetzt wirklich ist, musste ich schon sehr sehr grinsen, den Kopf schütteln und „haha, ihr Amis!“ sagen. Die superdunkle Farbe kommt mitnichten durch dunkles Mehl, sondern durch – festhalten jetzt! – Kakaopulver, dunklen Sirup und – setzt Euch lieber hin! – gemahlene Espressobohnen. Jo. Alles klassische Zutaten für ein gutes Schwarzbrot, oder?
Aber irgendwie hatte sie mich doch am Haken, und so hab ich’s einfach mal versucht mit Heidi Swansons Black Bread. Gar nicht mal so übel! Eigentlich sogar richtig lecker. Es ist natürlich alles andere als ein Vollkornbot, aber sicherlich kann man das auch durch entsprechendes Mehl pimpen. Im Grunde genommen ist es ein dunkel geratenes Mischbrot, das mit einem farbenfrohen Dipp (von hier) und einem Zucchini-Chutney (folgt!) ein ganz wunderbares Abendbrot ergibt.

Black Bread

für 1 sehr großen Laib à 1000g

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Dunkler Sirup lässt sich recht gut durch Gerstenmalzsirup ersetzen, für dunklen Zucker soll Sukrin Gold eine gute Alternative sein. Im Zweifelsfall kann der braune Zucker auch weggelassen werden.**

1/2 Würfel (21g) frische Hefe, oder 1 Tütchen Trockenhefe
300ml lauwarmes Wasser
1 TL brauner Zucker
2 EL Kakaopulver
2 EL feingemahlene Espressobohnen
70ml dunkler Sirup
1 TL gemahlener Kümmel (kann man durchaus auch weglassen)
40g Butter
2 TL Salz
2 große Karotten
150g Roggenmehl
450g Weizenmehl, Type 550

Zum Bestreichen: 
2 EL Buttermilch, Milch oder Wasser
Mehl
Kümmelsamen (optional)

Olivenöl zum Kneten

:: Die Hefe und den Zucker in lauwarmem Wasser auflösen und ein paar Minuten stehen lassen.

:: Währenddessen Kakaopulver, gemahlene Espressobohnen, Sirup, Kümmel, Butter und Salz in einen kleinen Topf geben und über niedriger Temperatur erhitzen, bis die Butter gerade so geschmolzen ist und sich alles vermengt hat. Sollte es kochen, abkühlen lassen, hohe Temperaturen mag die Hefe nicht.

:: Karotten schälen und reiben.

:: In einer großen Rührschüssel das Hefewasser, die Sirupmischung und die Karotten mischen. Das Mehl nach und nach zugeben und zu einem Teigklumpen rühren. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche kippen und 5 Minuten kneten. Dann die Hände mit etwas Olivenöl einreiben, den Teig damit zu einer Kugel formen und von allen Seiten mit Öl bedecken. Wieder in die Schüssel legen. Mit Folie abdecken und 1 bis 2 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.

:: Ein Backblech leicht einölen (oder mit Backpapier belegen.)

:: Den  Teig nach dem Gehen noch in der Schüssel mit einer geschlossenen Faust sanft niederdrücken, so dass die Luft entweicht – mein Teig war nach nach 5 „Drückern“ am Boden und machte dabei lustige leise „pffffffff“-Geräusche. Er sollte nicht geknetet werden. Herausheben, auf der Arbeitsfläche zu einem Laib formen und auf das Backblech transferieren. Mit Folie oder einem eingemehlten Küchentuch abdecken und noch mal ca. 1 Stunde gehen lassen, bis der Laib seine Größe beinahe verdoppelt hat.

:: Backofen auf 220°C vorheizen.

:: Den Laib mit Buttermilch, Milch oder Wasser bestreichen, mit etwas Mehl bestäuben und (wer mag) Kümmelsamen darübersprenkeln. Das Brot mit einem scharfen Messer zweimal einschneiden – vorsicht, dass es nicht zusammenfällt.

::  20 Minuten bei 220°C backen, dann die Hitze auf 180°C reduzieren und weitere 25 Minuten fertig backen. Herausnehmen und abkühlen lassen (noch leicht warm ist es auch sehr köstlich…)

 

Sonntag, 9. Oktober 2011

Kürbis-Cupcakes mit Ahornsirup und karamellisierten Pecannüssen

Hallo Herbst!
Komm ruhig rein, schön, dass Du da bist! Geht’s gut? Ja? Das freut mich. Ich meine, Du hast ja schon ordentlich zu tun gehabt in diesem Jahr, hast quasi schon Überstunden gemacht, bevor Deine Jahreszeit überhaupt begonnen hat! Sag mal, was war denn bitte mit Deinem Kumpel Sommer los in diesem Jahr? Der war ja gar nicht gut drauf. Irgendwie so… launisch, und teils richtig depressiv. Ob der mal zum Arzt sollte? So einen Gesundheits-Check durchführen lassen, wie ihn die Krankenkasse vorsieht? Red doch mal mit Petrus darüber. Oder vielleicht eine Therapie? Klar, ist teuer und bisschen peinlich (was sollen die Nachbarn sagen?), aber in Amerika macht das doch auch jeder.
Nun ja, ich kann mir vorstellen, dass es auf die Dauer nervt, Sommer zu sein. Jedes Jahr das gleiche Spiel, alle Welt will was anderes, nicht zu heiß, nicht zu kalt, aber regnen sollte es bitte auch nicht, schon gar nicht am Wochenende, und eigentlich soll man vor allem eins sein: Der Sunnyboy. Schlechte Laune dürfen Herbst und Winter haben, selbst dem Frühling verzeiht man eine gelegentliche Bockigkeit, er ist ja noch so jung, aber der Sommer, der Sommer darf nur gut gelaunt sein – der Florian Silbereisen unter den Jahreszeiten.
Nee, dass man da als Sommer durchaus mal einen Aussetzer hat oder gar einen Burnout erleidet, war eigentlich zu erwarten. Da müssen die anderen Jahreszeiten halt auch mal einspringen.
Sag dem Sommer viele Grüße von mir wenn Du ihn siehst, ja? Und gute Besserung.
Vielleicht bringst Du ihm ja auch einen von diesen unglaublich köstlichen Cupcakes mit, die ich für Dich gemacht habe? Mit selbstgemachtem Kürbismus und karamellisierten Pecannüssen. Mit Ahornsirup und einem kleinen Sahnehäubchen. Aber nimm selbst ruhig noch einen! (psst: schau auch mal bei Julie von mat&mi vorbei, da findest Du garantiert noch mehr sonntagssüße Dinge, die Dir gefallen könnten!)

Kürbis-Cupcakes mit Ahornsirup und karamellisierten Pecannüssen

Eigentlich wollte ich „Brown Butter Pumpkin Cupcakes“ aus Martha Stewarts Cupcake-Buch backen, aber merke: Für „Brown Butter“ sollte man auch wirklich Butter nehmen, keine Margarine, sei sie noch so laktosefrei. Gebräunte Margarine stinkt wie Motorenöl. Iiiiih. Das Web bietet eine Fülle an Rezepten, so wurde ich bei The Joy of Baking fündig, habe allerdings auf das Frischkäse-Frosting verzichtet.
Ahornsirup statt Zucker gibt eine schöne herbstliche Note und die Cupcakes werden dadurch nicht zu süß.
**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Ahornsirup lässt sich aber gut durch Reissirup ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde (je nach Süß-Vorliebe).**

Für 12 Stück

60g Pecannüsse

6 EL Ahornsirup 
200g Mehl
1 TL Natron
1 TL Zimt
1/4 TL gemahlener Ingwer

1/4 TL gemahlene Nelken
1/2 TL Salz

120g weiche Butter
100g Ahornsirup
2 Eier
1 TL Vanilleextrakt
1 Tasse Kürbismus – entweder auf diese supereinfache Art hergestellt: klick, oder den neulich bei Cynthia Barcomi gelesen Trick ausprobieren: 1 Gläschen Kürbis-Babybrei nehmen. Ich hab das Mus selbst gemacht, ging nach der witzigen Beschreibung auf dem Blog der Pioneer Woman wirklich einfach.
200ml Sahne
1 EL Ahornsirup

:: Eine kleine Pfanne erhitzen und die Pecannüsse darin 2-3 Minuten ohne Fett anrösten. Den Ahornsirup dazugeben, kurz aufkochen lassen und dann bei mittlerer Hitze unter Rühren solange köcheln, bis die Nüsse mit Ahornsirup überzogen sind und kaum noch Sirup in der Pfanne umherschwimmt. Auf ein Stück Backpapier geben und schnell (!!!) auseinanderfriemeln. Falls das nicht machbar ist (man hat ja nur 2 Hände und das Zeug kühlt wirklich schnell aus!) macht das auch nix, man kann die Klumpen nachher kunstvoll zerkleinern.

:: Backofen auf 175°C vorheizen und eine 12er Muffinform mit Papierförmchen auslegen.

:: Mehl, Natron und Gewürze mischen. 
In der Rührschüssel Butter und Ahornsirup gut verrühren, dann die Eier einzeln unterschlagen. Vanilleextrakt unterrühren und dann abwechselnd Mehlmischung und Kürbismus unter den Teig rühren. Falls es zu fest wird, 2 EL Milch unterrühren.

:: 12 Pecannüsse zum Dekorieren zur Seite legen, den Rest grob hacken und unter den Teig ziehen.

:: Teig auf die Muffinförmchen verteilen und für ca. 20 Minuten in den Ofen schieben. Anschließend gut auskühlen lassen.

:: Sahne steif schlagen, dann vorsichtig tröpfenweise den Ahornsirup unterrühren und auf die Cupcakes spritzen oder (wie ich, ganz faul) einfach Häufchen auf die Küchlein klecksen. Mit den restlichen karamellisierten Pecannüssen verzieren.

:: Kaffee kochen, Beine hochlegen und Cupcakes und Kaffee genießen.
 

Sonntag, 14. August 2011

Chocolate Swirl Babka

Hände hoch, wer sich noch an das zimtige Monkey Bread erinnert! Meine beiden Hände sind oben, und die aller meiner Geschmacksnerven auch. Es war quasi die Kuchen gewordene Glückseligkeit und ich konnte mir wirklich ganz ganz wenig vorstellen, was das noch toppen würde.

Schokoholics und Hefeteigjunkies setzen sich jetzt am besten ganz schnell und halten sich irgendwo fest. Denn es gibt tatsächlich etwas, was fast noch besser ist als Monkey Bread: Chocolate Swirl Babka. Buttriger Hefeteig, saftig und weich, Schokolade, die nicht zu süß ist, dann dieser Hauch von Zimt… und alles gekrönt von Streuseln.
Hätte ich bloß noch einen mehr für mich gemacht!!! Der große Laib war nämlich ein Geschenk für hungrige Umzugshelfer, aber da ich mir natürlich selbst auch ein Bild machen wollte, habe ich einen kleinen Babka im Glas gebacken und innerhalb von maximal einskommafünf Minuten aufgefuttert.
Einmal mehr „Daumen hoch!“ für das Buch I love baking von Cynthia Barcomi! Chocolate Babka gibt es aber auch hier und hier zu bewundern. Ich war erst ein bisschen skeptisch, ob Cynthia Barcomis Methode mit dem geschlagenen Eiweiß nicht etwas zu umständlich ist, aber ich glaube, gerade das gibt der Schokolade die Cremigkeit. Very clever, Ms Barcomi! I like!

Chocolate Swirl Babka

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Zucker lässt sich aber ganz gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde, je nach Süß-Vorliebe. Durch die Schokolade enthält der Babka aber immer noch Zucker.**

Teig:
150ml Milch
125g Butter
65g Zucker
1 Päckchen Trockenhefe oder 1/2 Packung frische Hefe (21g)
560g Mehl
1/2 TL Salz
4 Eigelb

Füllung:
300g Zartbitterschokolade
60g Butter
2 Eiweiß
40g Zucker
1 TL Zimt

Glasur & Streusel:
2 EL Sahne
1 Eigelb
25g Butter
25g Zucker
50g Mehl

:: Die Milch mit dem Zucker erwärmen. Butter in Würfel schneiden und in der warmen Milch auflösen, so dass am Ende alles lauwarm ist. Frische Hefe hineinbröckeln und auflösen, falls Trockenhefe verwendet wird, hineinrühren. Alles für ein paar Minuten stehen lassen, dann die Eigelbe einrühren.
:: Mehl und Salz in einer großen Schüssel mischen. Die Milch-Hefe-Eier-Mischung hineingießen und mit einem Holzlöffel einrühren. Dann mit den Knethaken des Mixers bzw. der Küchenmaschine 4 bis 5 Minuten kneten. Herausnehmen und mit den Händen noch einmal gut 5 Minuten kneten. Die Rührschüssel säubern, gut mit Butter ausfetten und den Teig hineinlegen. Mit einem feuchten Handtuch abdecken und etwa eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen des Teigs verdoppelt hat.
:: Währenddessen die Füllung vorbereiten, so dass nach der Gehzeit alles schnell gehen kann:
150g Schokolade hacken und mit der Butter schmelzen. Die restlichen 150g Schokolade grob hacken und zur Seite stellen.
Eiweiß steifschlagen und am Ende Zucker und Zimt unterschlagen.
Streusel zubereiten: Zucker, Butter und Mehl mit den Knethaken des Mixers oder mit den Händen verkneten und dann zu Streuseln verreiben.
Eigelb und Sahne für die Glasur verrühren.
:: Eine ausreichend große Kastenform gut ausfetten. Die Kastenform sollte etwa 30cm lang sein – lieber zu groß als zu klein, wenn Euch Hefeteig genauso wie mir meistens enorm in die Höhe schießt.
:: Wenn der Teig gegangen ist, noch einmal gut durchkneten und dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von ca. 45x30cm ausrollen, der Teig sollte dabei recht dünn sein.
:: Die Füllung auf dem Teig verteilen, dabei zu den Seiten jeweils 2 cm Platz lassen: Zuerst die geschmolzene Schokolade auf den Teig streichen, dann das Zimt-Eiweiß darauf verstreichen und am Ende die gehackte Schokolade gleichmäßig verteilen. Das Teigstück von der langen Seite her fest aufrollen.
:: Jetzt kommt die Wickelarbeit, die die hübschen Wirbel ergibt: Die „Teigwurst“ in sich 4 bis 5 Mal verdrehen. Dann einen Ring formen, die Enden zusammendrücken, den Ring an zwei Enden anfassen und noch mal 2 bis 3 Mal verdrehen – wer öfter schafft, bekommt einen Orden. Cynthia Barcomi sagt 4 bis 5 Mal, aber das ging beim besten Willen nicht. Ach ja, es macht übrigens nichts, wenn der Teig dabei platzt und Schokofüllung austritt, die läuft dann in die Zwischenräume und macht alles noch schokoladiger.
:: Die verzwirbelte Rolle in die Kastenform legen und großzügig mit der Eigelb-Sahne-Glasur bestreichen. Streusel darüber verteilen, abdecken und noch einmal 30 Minuten gehen lassen.
:: Ofen auf 180°C vorheizen. Den Babka etwa 55 Minuten backen, wenn die Streusel zu dunkel werden, mit Alufolie bedecken. Dann die Hitze auf 165°C zurückdrehen und noch mal ca. 10 bis 12 Minuten backen. Herausnehmen, etwa 15 Minuten in der Backform ruhen lassen und dann ohne Backform auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
 

Sonntag, 19. Juni 2011

Walnuss-Bananen-Kuchen mit Schokostückchen

Immer noch Schietwetter. Wie war das noch gleich mit warmem Wetter und dem Sommer, der sozusagen schon im Türrahmen steht? Da hilft es auch nicht, wenn die Schwiegereltern aus ihrer Sommerbleibe in Griechenland anrufen und uns erzählen „Naja, abends regnet es, aber tagsüber ist es sonnig und es sind 35 Grad.“ Hm. Nur kein Neid. Ich sag mal so – für die Landwirtschaft ist es ein Segen. 😉
Und, zugegebenermaßen: So ein verregnetes Wochenende gibt einem doch jede Ausrede, um auf dem Sofa rumzulümmeln, zu lesen, Musik zu hören oder trashiges Nachmittagsfernsehen zu gucken. Außerdem ist es quasi ein Naturgesetz, dass Regentage mit Kuchen aufgehellt werden müssen.
Deswegen wartete ich ganz sehnsüchtig auf meine Neuerwerbung, Cynthia Barcomis „Backen – I love baking“. Im Blog foodphotolove wurde so von dem Buch geschwärmt, und spätestens bei dem Foto, auf dem der Mann so andächtig in einen Snickerdoodle beißt, hing ich am Haken. Dank eines Gutscheins, den ich von den Mädels geschenkt bekommen habe, hab ich ruckizucki bei Amazon bestellt, und dann kam und kam die Post nicht. Dabei wollte ich doch so gern etwas aus dem Buch backen…. Irgendwas amerikanisches, saftiges, mit Schoki und so. Also musste also eine Zwischenlösung her. Ich hab eine gefunden – und was für eine! In der Januar-Ausgabe der LECKER gab es das „Sweets for my sweet“-Coffeeshop-Special, und nach kurzem Entscheidungskampf zwischen Apple-Toffee-Cake und Walnut-Banana-Bread gewannen Walnuss und Banane. Praktisch, dass 3 fast schon überreife Bananen verarbeitet werden mussten!
Das Ergebnis: die Kuchen gewordene Schokobanane vom Jahrmarkt. Himmlisch.
Da muss Cynthia Barcomi wohl bis zum nächsten Wochenende warten…
Walnuss-Bananen-Kuchen mit Schokostückchen

Aus der LECKER 1/2011

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Zucker lässt sich aber ganz gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde, je nach Süß-Vorliebe.**

Fett und Zucker für die Form
150g Walnusskerne
75g Zartbitterschokolade
2 Eier
100g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
75 ml Öl
250g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
2 Msp. Zimt
3 reife Bananen
150 ml Milch

:: Den Backofen auf 175°C vorheizen. Eine 26cm-Kastenform fetten und leicht mit Zucker ausstreuen.
:: Dann am besten alles zunächst hacken, abwiegen und mischen, bevor es losgeht – alles, bis auf die Bananen: Walnüsse und Schokolade hacken. Zucker, Vanillezucker und Eier in die Rührschüssel geben. Mehl, Backpulver, Salz und Zimt mischen. Mixer rausholen oder Küchenmaschine startklar machen.
:: Zucker/Ei-Mischung aufschlagen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat und weißlich und fluffig ist. Öl dazugeben und unterrühren.
Die Banenen schälen und in Scheiben schneiden, direkt in Schüssel hinein. Unterrühren.
Dann abwechselnd die Mehlmischung und Milch unterrühren: 1/3 Mehlmischung, 1/2 Milch, 1/3 Mehlmischung, 1/2 Milch, final 1/3 Mehlmischung.
Nun die Schokostückchen und 100g gehackte Walnüsse unterheben.
:: In die Kastenform füllen, die restlichen Walnüsse auf den Teig streuen. Ca. 1 Stunde backen.
In der Form 15 Minuten auskühlen lassen, dann stürzen und komplett auskühlen lassen. Am besten einen Tag durchziehen lassen.
Ein perfektes Regen-Sonntagssüß! Da hört sogar der Regen kurzzeitig auf.