Sonntag, 14. August 2011

Chocolate Swirl Babka

Hände hoch, wer sich noch an das zimtige Monkey Bread erinnert! Meine beiden Hände sind oben, und die aller meiner Geschmacksnerven auch. Es war quasi die Kuchen gewordene Glückseligkeit und ich konnte mir wirklich ganz ganz wenig vorstellen, was das noch toppen würde.

Schokoholics und Hefeteigjunkies setzen sich jetzt am besten ganz schnell und halten sich irgendwo fest. Denn es gibt tatsächlich etwas, was fast noch besser ist als Monkey Bread: Chocolate Swirl Babka. Buttriger Hefeteig, saftig und weich, Schokolade, die nicht zu süß ist, dann dieser Hauch von Zimt… und alles gekrönt von Streuseln.
Hätte ich bloß noch einen mehr für mich gemacht!!! Der große Laib war nämlich ein Geschenk für hungrige Umzugshelfer, aber da ich mir natürlich selbst auch ein Bild machen wollte, habe ich einen kleinen Babka im Glas gebacken und innerhalb von maximal einskommafünf Minuten aufgefuttert.
Einmal mehr „Daumen hoch!“ für das Buch I love baking von Cynthia Barcomi! Chocolate Babka gibt es aber auch hier und hier zu bewundern. Ich war erst ein bisschen skeptisch, ob Cynthia Barcomis Methode mit dem geschlagenen Eiweiß nicht etwas zu umständlich ist, aber ich glaube, gerade das gibt der Schokolade die Cremigkeit. Very clever, Ms Barcomi! I like!

Chocolate Swirl Babka

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Zucker lässt sich aber ganz gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde, je nach Süß-Vorliebe. Durch die Schokolade enthält der Babka aber immer noch Zucker.**

Teig:
150ml Milch
125g Butter
65g Zucker
1 Päckchen Trockenhefe oder 1/2 Packung frische Hefe (21g)
560g Mehl
1/2 TL Salz
4 Eigelb

Füllung:
300g Zartbitterschokolade
60g Butter
2 Eiweiß
40g Zucker
1 TL Zimt

Glasur & Streusel:
2 EL Sahne
1 Eigelb
25g Butter
25g Zucker
50g Mehl

:: Die Milch mit dem Zucker erwärmen. Butter in Würfel schneiden und in der warmen Milch auflösen, so dass am Ende alles lauwarm ist. Frische Hefe hineinbröckeln und auflösen, falls Trockenhefe verwendet wird, hineinrühren. Alles für ein paar Minuten stehen lassen, dann die Eigelbe einrühren.
:: Mehl und Salz in einer großen Schüssel mischen. Die Milch-Hefe-Eier-Mischung hineingießen und mit einem Holzlöffel einrühren. Dann mit den Knethaken des Mixers bzw. der Küchenmaschine 4 bis 5 Minuten kneten. Herausnehmen und mit den Händen noch einmal gut 5 Minuten kneten. Die Rührschüssel säubern, gut mit Butter ausfetten und den Teig hineinlegen. Mit einem feuchten Handtuch abdecken und etwa eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen des Teigs verdoppelt hat.
:: Währenddessen die Füllung vorbereiten, so dass nach der Gehzeit alles schnell gehen kann:
150g Schokolade hacken und mit der Butter schmelzen. Die restlichen 150g Schokolade grob hacken und zur Seite stellen.
Eiweiß steifschlagen und am Ende Zucker und Zimt unterschlagen.
Streusel zubereiten: Zucker, Butter und Mehl mit den Knethaken des Mixers oder mit den Händen verkneten und dann zu Streuseln verreiben.
Eigelb und Sahne für die Glasur verrühren.
:: Eine ausreichend große Kastenform gut ausfetten. Die Kastenform sollte etwa 30cm lang sein – lieber zu groß als zu klein, wenn Euch Hefeteig genauso wie mir meistens enorm in die Höhe schießt.
:: Wenn der Teig gegangen ist, noch einmal gut durchkneten und dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von ca. 45x30cm ausrollen, der Teig sollte dabei recht dünn sein.
:: Die Füllung auf dem Teig verteilen, dabei zu den Seiten jeweils 2 cm Platz lassen: Zuerst die geschmolzene Schokolade auf den Teig streichen, dann das Zimt-Eiweiß darauf verstreichen und am Ende die gehackte Schokolade gleichmäßig verteilen. Das Teigstück von der langen Seite her fest aufrollen.
:: Jetzt kommt die Wickelarbeit, die die hübschen Wirbel ergibt: Die „Teigwurst“ in sich 4 bis 5 Mal verdrehen. Dann einen Ring formen, die Enden zusammendrücken, den Ring an zwei Enden anfassen und noch mal 2 bis 3 Mal verdrehen – wer öfter schafft, bekommt einen Orden. Cynthia Barcomi sagt 4 bis 5 Mal, aber das ging beim besten Willen nicht. Ach ja, es macht übrigens nichts, wenn der Teig dabei platzt und Schokofüllung austritt, die läuft dann in die Zwischenräume und macht alles noch schokoladiger.
:: Die verzwirbelte Rolle in die Kastenform legen und großzügig mit der Eigelb-Sahne-Glasur bestreichen. Streusel darüber verteilen, abdecken und noch einmal 30 Minuten gehen lassen.
:: Ofen auf 180°C vorheizen. Den Babka etwa 55 Minuten backen, wenn die Streusel zu dunkel werden, mit Alufolie bedecken. Dann die Hitze auf 165°C zurückdrehen und noch mal ca. 10 bis 12 Minuten backen. Herausnehmen, etwa 15 Minuten in der Backform ruhen lassen und dann ohne Backform auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

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Sonntag, 14. August 2011

8 Gedanken zu „Chocolate Swirl Babka

  1. Steffi

    JAJAJA! HIER! Meine Hände sind ganz oben! Das Monkey Bread ist mir nämlich NICHT und NICHT aus dem Kopf gegangen, auch wenn ich immer noch nicht dazu gekommen bin, es zu backen (wird aber sicher noch passieren). Und das heutige Rezept muss ich mir auch gleich vormerken! Mmmm!

  2. elbmari

    Auf der Seite in Cynthia Barcomis Buch klebt bei mir auch ein Post-it…!! Wollt ich schon lange mal ausprobieren 😉 Sonnige Grüße

  3. Katharina

    Ja ja ja jaaaa! Ist auch genauso unglaublich gut und lecker, wie es aussieht und sich anhört! Ich glaub, das nächste Mal mache ich 2 Babkas aus dem Teig und friere einen ein, noch ungebacken – laut Martha Stewart geht das ganz prima. Und der Teig gibt genug her für 2 mittlegroße Babkas.

    Schöne Woche Euch allen!

  4. Anna

    Da kann ich nur sagen: OMG!! Der sieht genauso aus wie der, den ich vor 2 Jahren und noch nichtsahnende Babka-Jungfrau, bei Dean& Deluca in New York gekauft habe, eher aus Verlegenheit, weil sonst fast alles noch teurer war. Innerhalb von 2 Tagen hatte ich den dann allein aufgegessen, und er/es war jeden seiner 12 Dollar wert. Ganz oben auf meiner ‚das Beste, was ich je gegessen habe‘ Liste – muss dein Rezept auf jeden Fall nachbacken.

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