Donnerstag, 25. August 2011

Couscous-Karotten-Frikadellen

Es gibt ja so gewisse Worte, die mag man nicht. Jeder hat da seine Lieblingsabneigungen, aus welchem Grund auch immer. Meine Top 3 in der Küche sind:
– schmackhaft
– mundgerecht
und: Bratlinge.
Ich finde, Bratling hört sich nach fiesen Öko-Spießern an. Nach Ausdikutieren in der Gruppe. Nach Baumkuscheln. Und nein, ich habe natürlich keine Vorurteile. Also höchstens ein paar! 😉
Jedenfalls klingt „Bratling“, auch ohne seinen Vornamen „Grünkern-Hirse“ für mich immer so, als wenn ein Kreativer aus den frühen 1960ern ein Wort erfinden musste für ein „flottes“, gesundes Gericht (ein schmackhaftes dazu, ganz klar) für den Rezepte-Teil der Frauenzeitschrift. Oder wie eines der Kunstworte aus der DDR-Küche, analog zu Grilletta und Ketwurst.
Aber es scheint auch noch niemand ein besseres Wort dafür gefunden zu haben, maximal Veggie Burger. Da ein Burger ja eigentlich auch aus Fleisch besteht, nehme ich mir einfach mal die Freiheit und nenne meine Couscous-Karotten-Klopse eben Frikadellen. Ha, nimm das, 1960er-Kreativling!

Couscous-Karotten-Frikadellen

125g Couscous
250ml Brühe
1 Zwiebel
250g Karotten
1 TL Curry
Salz, Pfeffer 
1 TL Butter
1 EL Quark
1 Ei
Salz, Pfeffer
1 Prise Chili
Öl zum Braten
:: Couscous mit der heißen Brühe übergießen und etwa 10 Minuten quellen lassen.
:: Währenddessen Zwiebel schälen und fein hacken. Karotten schälen und fein raspeln.
Butter in einer größeren Pfanne erhitzen und zunächst die Zwiebel glasig anschwitzen. Dann die Karotten dazugeben und etwa 4 bis 5 Minuten mitbraten. Currypulver darüberstäuben, gut durchrühren und noch einmal eine weitere Minute braten. Etwas abkühlen lassen.

:: Backofen auf 180°C vorheizen.

:: Couscous mit Quark und Ei verrühren, dann das Gemüse dazufügen. Ordentlich salzen und pfeffern – Karotten werden durch’s Garen süßlicher, da braucht es ein würziges Gegengewicht. Chili unterrühren und dann mit feuchten Händen 8 bis 10 Frikos formen.

:: Etwas Öl in die Pfanne geben und die Frikadellen von jeder Seite etwa 3 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten, dann in eine Auflaufform geben und im Ofen etwa 20 Minuten fertig garen.

Da die Klopse dank der Karotten etwas süßlich sind, passt ein säuerlicher Gurkensalat bestens dazu, ebenso wie ein Dip aus dem restlichen Quark (wenn man die Packung eh schon mal aufgemacht hat!), der mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer gewürzt wird.

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Donnerstag, 25. August 2011

8 Gedanken zu „Couscous-Karotten-Frikadellen

  1. Juliane

    Hihi, ja, Bratling ist für mich auch so ein Unwort. Aber Deine Bratlinge sehen sehr schmackhaft, äh höchst lecker aus! ;-))

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  2. Coconut and Vanilla

    Also ich liiiebe Grünkern-Bratlinge ;).

    Ich nenne sowas eigentlich immer Küchle, aber das könnte auch regional bedingt sein ;). Dein Rezept wird jedenfalls nachgekocht. Lecker!

    Grüße, Lena

  3. Katharina

    Vielen Dank, Ihr Lieben! Die waren auch wirklich höchst g’schmackig. 🙂

    @ Lena: Küchle!!! Was ne super Idee! Küchlein geht dann auch Deutschland-weit. Ha! Wieder was gelernt! Ach ja, mögen mag ich Grünkern-Bratlinge auch, nur der Name…. Naja, wir haben das ja jetzt in der Gruppe ausdiskutiert. *kicher*

  4. kuechenzeilen

    Ich stimme dir zu! Aus ähnlichen Sprachfindungsschwierigkeiten musste ich bei einem meiner letzten süßen Rezepte im Blog bei der Bezeichnung ‚Oatsquares‘ vom amerikanischen Inspirationsrezept bleiben – ‚Haferflockenschnitten‘ schien mir, und ich finde, zu recht, nicht sexy genug 🙂

    Allerdings führt bei mir zumindest das regelmäßige Lesen von englischsprachigen Foodblogs dazu, dass mir manche englische Bezeichnungen – wie Burger – mittlerweile geläufiger erscheinen und damit leichter von der Hand gehen als deutsche.

    *Anna

  5. Kirsten

    Sehen sehr lecker aus, deine Brat-… äh Frikadellen! ;o)(bei schmackhaft und mundgerecht gruselt es mich übrigens auch ein bisschen…)

  6. Anonymous

    Liebe Katharine,

    Die „Frikadellen“ sehen nicht nur super lecker aus, sondern schmecken auch wahnsinnig gut! Da braucht man eigentlich gar keinen Dip mehr zu 🙂
    Hab den Quark allerdings weggelassen. Ich war begeistert, wie gut die Masse zusammengehalten hat, mit nur einem Ei und ohne Mehl oder Semmelbrösel.

    Also lieben Dank für dieses und die vielen weiteren leckeren Rezepte, die noch nachgekocht werden wollen 🙂
    Liebe Grüße,
    Leonie

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