Donnerstag, 27. Januar 2011

Desaster. Oder: manchmal geht’s daneben. Oder: Pasta-Fenchel-Auflauf.

Als Testesser und ich zusammenzogen, erhielt er von seinem Vater eine kleine Predigt. In Auszügen wurde sie mir weitererzählt (und ich glaube, den Rest will ich gar nicht wissen), so unter anderem auch, dass sein Vater ihn ermahnte, ja auch immer alles zu essen, was die Frau ihm kocht und vorsetzt. Braver Junge, der er ist, hat Testesser natürlich genickt und zugestimmt. Und ich muss wirklich sagen, dass ich noch keine Klagen gehört habe, sondern dass er immer voll des Lobes ist. Jetzt weiß ich natürlich nicht, in welchem Maße die Liebe auch die Geschmackssinne beeinflusst…

Heute aber war ich froh, dass er nicht zum Essen da war. Heute hab ich’s wirklich verpatzt, anders kann man es nicht sagen.
Daher gehört dieser Post in die Kategorie „Desaster“ und soll eher zeigen, dass nicht alles gelingen muss in meiner Küche. 🙂

Pasta-Fenchel-Auflauf wird es als Reste-Essen nämlich so nicht mehr geben.



Wobei ich die Schuld ja zumindest zu 50% den Nudeln zuschieben muss. Ich bin nach folgender Gleichung vorgegangen:

Spaghetti mit Fenchel und Tomatensauce schmeckt gut! Vollkorn-Spaghetti schmecken auch gut!
ERGO: Fenchel mit Vollkorn-Penne rigate müssen auch schmecken. FALSCH.





Zumindest die Vollkorn-Nudeln, die mein Glas hergab, schmeckten überhaupt nicht. Wie Sägemehl.





Auf dem Bild deutlich zu erkennen: 

Oben: schlechte Penne.





Unten: leckere Penne.









In der Theorie könnte es also mit normalen Penne Rigate aus der blauen Packung funktionieren. Aber ob ich es wirklich testen will?

Die ungekochten (VK-)Nudeln habe ich in eine Auflaufform gelegt, mit Brühe bedeckt, eine halbe Dose gehackte Tomaten, Salz und Pfeffer dazugegeben und alles einmal durchgerührt.
Zwei Fenchelknollen habe ich in Ringe geschnitten, kurz in Olivenöl angebraten, gepfeffert und dann über die Nudeln verteilt, dann alles mit Parmesan bestreut und eine halbe Stunde in den Backofen geschoben.

Der Fenchel schmeckt OK, aber was soll man bei gratiniertem Fenchel auch anders erwarten?
Die Nudeln hingegen waren widerlich. Matschig, mehlig, pampig, so dass selbst die Tomatensauce übertönt wurde.



Aber wisst Ihr, was das allerschlimmste ist? Ich war so hungrig, dass ich es trotzdem gegessen habe. Zumindest den Fenchel. Und, öhm, ja – auch einen Teil der Nudeln.

Manchmal ist es ganz gut, Strohwitwe zu sein. Dann kann man sich wenigstens nicht blamieren! Man hat ja einen Ruf zu verlieren.

Aber danach gab es erstmal ein Eis, um den Geschmack loszuwerden.

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Donnerstag, 27. Januar 2011