Mittwoch, 26. Juni 2013

Pickled Rhubarb – eingelegter Rhabarber

Heute mal sehr frei nach Goethes Faust:

Werd ich zur Rhabarbersaison sagen:
Verweile doch! du bist so schön!
Dann werd ich Dich in Gläsern lagern,
Und mit Dir in den Keller gehen.

Pickled Rhubarb - sauer eingelegter Rhabarber

Die schicken Geschirrtücher sind von HAY via Zalando.

Mit dem Spargel verabschiedet sich nun auch langsam der Rhabarber von unseren Gemüseauslagen. Schade, wie jedes Jahr, denn wie jedes Jahr habe ich gar nicht genug mit den grün-pinken Stangen angefangen. Da ich sie gern konservieren wollte, und nicht nur in der süßen Form, habe ich mich an ein Rezept vom tollen “Spoon Fork Bacon”-Blog gehalten und sie in Essig eingelegt. Und mich dann in Geduld geübt… zunächst zwei Tage, denn diese Zeit sollten die Pickles mindestens durchziehen. Dann aber ergab sich nie die passende Gelegenheit, und auf einmal waren zwei Wochen um. Zur Käseplatte würden sie aber doch ganz prima passen, dachte ich mir neulich und öffnete endlich das Glas. Das Ergebnis ist… hübsch. Schön pink, und in der Mitte schwimmt die Sternanis. Aber ansonsten bin ich recht unentschlossen, was ich davon halten soll.

Pickled Rhubarb - sauer eingelegter Rhabarber

Es ist bestimmt etwas für Leute, denen es nicht sauer genug sein kann. Die Essigsäure und die Säuerlichkeit des Rhabarbers verstärken sich gegenseitig noch einmal ordentlich. Die Würze durch Senfsaat, Koriander, Kreuzkümmel und Nelken ist angenehm und gibt allem einen leicht orientalischen Touch, aber es ist eben wirklich etwas für die Sauer-macht-lustig-Gemeinde. Beim nächsten Mal würde ich die Menge des Essigs definitiv reduzieren und das ganz noch etwas länger einkochen lassen.
Aber hübsch ist es! Und wenn sonst nichts, so habe ich Euch immerhin einen schönen Foodblog gezeigt.

Pickled Rhubarb - in Essig eingelegter Rhabarber

Die entzückenden gestreiften Geschirrtücher von HAYS hat mir übrigens Zalando zur Verfügung gestellt – ganz herzlichen Dank dafür! Zalando hat seit einiger Zeit auch Wohn- und Küchenaccessoires. Bereits auf der BLOGST hatte ich mich in Kissen und Decken verliebt. Sehr gefährlich!

Pickled Rhubarb – Eingelegter Rhabarber

nach einem Rezept von Spoon Fork Bacon, meine Anmerkungen stehen dahinter
Für 1 Glas à 250ml

1-2 Stangen Rhabarber
1,5 EL Senfsaat (gelb)
2 TL schwarze Pfefferkörner
1 TL Koriandersamen
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1/2 TL zerstoßene getrocknete Chili (bei mir: 2 kleine getrocknete Chili)
3 Nelken, ganz
1 Sternanis
250ml Weißweinessig – ich habe (der Farbe wegen) Rotweinessig genommen, das nächste Mal würde ich die Menge auf 150ml reduzieren
3 EL Meersalz
1 1/2 EL Reissirup oder fructosefreies Süßungsmittel (würde ich das nächste Mal erhöhen)

:: Rhabarber waschen und putzen, dann in ca. 1/2cm dicke Stifte schneiden, die Länge der Höhe des Einmachglases anpassen. Aufrecht in ein sauber ausgekochtes Glas schichten. Die Senfsaat, die Pfefferkörner, die Koriander- und Kümmelsamen sowie die Chiliflocken, die Nelken und die Sternanis ebenfalls in das Glas einfüllen.

:: Essig mit 250ml Wasser, Salz und Reissirup oder Süßungsmittel in einem Topf aufkochen und etwa 8 Minuten lang köcheln. Ich würde die Flüssigkeit beim nächsten Mal definitiv länger einkochen lassen, bis sie etwas stärker reduziert ist. Die heiße Flüssigkeit über die Rhabarberstifte gießen, so dass diese ganz bedeckt sind, dann fest mit dem Deckel verschließen.

:: Das verschlossene Pickles-Glas in einen ausreichend großen Topf stellen, mit Wasser bedecken und dann etwa 20 Minuten einkochen. Vorsichtig herausnehmen und abkühlen lassen. Der Deckel sollte nun komplett dicht sein!

:: Mindestens 2 Tage durchziehen lassen. Das geöffnete Glas dann im Kühlschrank aufbewahren. Ungeöffnet sollte es sich mindestens 2 Monate halten.

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Mittwoch, 26. Juni 2013

3 Gedanken zu „Pickled Rhubarb – eingelegter Rhabarber

  1. Milchmädchen

    Ach, Katha, merci. Zwischen all’ den OAH-wie-LECKERs und Das-müsst-ihr-UNBEDINGT-probierens in allen Blogs dieser Welt liest sich das gerade wunderbar… echt. Ich finde, das braucht’s manchmal. Die allgegenwärtigen kleinen und größeren Reinfälle und Enttäuschungen, die sonst still und klammheimlich unter den Tisch fallen. Mach’ Sauce d’raus. Oder so.
    Grüße!

  2. Maren von (rh)eintopf

    Oha, jetzt sehe ich ja erst, dass der Rhabarber sauer eingelegt ist. Ich nehme sofort meinen Facebook-Kommentar zurück! ;-) Ich mag ja durchaus Pickles, aber Rhabarber an sich ist ja schon sauer – und dann noch in Essig eingelegt? Das wäre mir dann wohl auch des Guten zuviel. Aber es sieht echt toll aus! Macht sich bestimmt toll im Küchenregal – und das ist ja auch was wert! :-)

    Liebe Grüße aus dem Rheinland
    Maren

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