Sonntag, 17. April 2011

Erdbeer-Quarktorte

Heute wurde es bei uns spannend: Kurz vor der Hochzeit sollten sich die jeweiligen Schwiegereltern kennen lernen. Testessers und meine Eltern wohnen etwa 500km voneinander entfernt und irgendwie hat sich nie wirklich die Gelegenheit ergeben, ein zwangloses Treffen zu arrangieren. Deswegen gab es heute das hochoffizielle Kennenlern-Händeschüttel-Ach-so-seid-ihr-also-Kaffeetrinken auf neutralem Boden in der Mitte: bei uns. Mit Kaffee und Kuchen würde ich sie alle so dermaßen in die zuckergetränkte Glücksseligkeit katapultieren, dass sie sich einfach nur mögen müssen!
Ich kleiner Planungs-Freak hatte dementsprechend schon tagelang die Liste der Kuchen im Kopf hin und her gewälzt. Einen Eierlikör-Guglhupf sollte es geben, ebenso wie ein paar Zitronencupcakes mit Schokosahne bzw. Baiserhaube, aber was sollte das „Centerpiece“ werden, das sonntägliche Glanzstück? Ich brauchte irgendwas, was hübsch ist, in die Jahreszeit passt – und was vor allem eine Gelinggarantie vorweisen kann. Einen „track record“, sozusgen. Etwas, was ich im Schlaf kann. Oder mit Fieber. Schon tausendmal erfolgreich gemacht habe. Eine sichere Bank eben. Und was ich möglichst nicht erst Sonntag backen müsste, sondern einen oder zwei Tage vorher.
Und da war es: Quarktorte. Oder Käsekuchen. Oder Topfenkuchen. Egal, jedenfalls frisch mit leichtem Zitronenaroma und einer großen frühlingsbunten Erdbeerhaube. Ganz traditionell mit Quark und nicht als Cheesecake mit Frischkäse – von dem habe ich mir bloß den Kekskrümelboden geklaut, weil er so viel simpler ist als der Mürbeteigboden.
Bevor die hungrigen Heerscharen darüber herfielen, habe ich zum Glück noch ein Foto machen können, denn übrig ist nichts geblieben!
Definitiv die richtige Wahl, das Quark-Schätzchen. Ich behaupte einfach mal, dass der Erfolgsanteil des Kuchens an dem gelungenen Nachmittag nicht unerheblich war. 🙂

Quarktorte mit Erdbeer-Haube

Die angegebene Menge ist für eine 24er Springform berechnet. Ich habe nur eine 18er benutzt und daher die Menge um 1/3 gekürzt, was ganz gut funktioniert hat.

**Dies ist kein zuckerfreies Rezept. Der Puderzucker lässt sich hier aber gut durch Dextrose/Traubenzucker ersetzen, wobei ich die verwendete Menge um 20-30% erhöhen würde, je nach Süßvorliebe. Allerdings enthält der Kuchen durch die Löffelbisquits immer noch Zucker.**

Für den Boden:
150g Löffelbisquits
100g weiche Butter
Für die Quarkmasse:
150g Puderzucker
125g Butter
1 Pck. Vanillezucker
3 Eier
45g Speisestärke
750g Magerquark
1/4l Buttermilch
abgeriebene Schale und Saft von 1/2 Zitrone
1kg Erdbeeren
100g Erdbeerpüree (oder 3-4 TL erwärmte Erdbeermarmelade)

:: Backofen auf 175°C vorheizen. den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen und den Rand fetten.

:: Für den Krümelkeksboden die Butter schmelzen. Löffelbisquits fein zerbröseln und mit der geschmolzenen Butter vermischen, dann in die Springform geben, verteilen und gut andrücken. Zur Seite stellen.

:: In einer großen Schüssel die weiche Butter mit Puderzucker und Vanillezucker schaumig rühren, dann die Eier einzeln zugeben. Zitronensaft und -schale untermixen. Stärke, Quark und Buttermilch darunter rühren, bis sich eine glatte, homogene Masse ergeben hat, ohne Quark- oder Butterbröckchen.

:: Quarkmasse auf den Bröselboden gießen und für ca. 1 Stunde in der Mitte des Ofens backen, eventuell mit Alufolie abdecken, wenn der Kuchen oben zu dunkel wird.
In der Form komplett auskühlen lassen.

:: Wenn der Kuchen erkaltet ist, auf die Tortenplatte schieben.
Erdbeeren waschen und putzen, und entweder in längs Viertel oder in Scheiben schneiden.
Etwas Erdbeerpüree auf die Torte streichen, dann die Erdbeeren darauf verteilen – je nach Gusto wild und zufällig oder gleichmäßig arrangiert. Das restliche Püree als Glasur darüberstreichen.

Habt Ihr auch ein todsicheres Rezept, das rausgeholt wird, wenn’s gut werden muss oder ernst wird?

Schönen Sonntag-Abend!

Noch mehr sonntagssüße Ideen findet Ihr diesmal bei Kathrin von lingonsmak.

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Sonntag, 17. April 2011

3 Gedanken zu „Erdbeer-Quarktorte

  1. = lingonsmak

    oja, da kann ich mir vorstellen, dass der nachmittag gelungen war 🙂 wer will bei solch einem schmaus schon nicht gut gelaunt sein! vielen dank fürs mitmachen und alles gute dann für die nahklingende zukunft 🙂

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