Montag, 30. Mai 2011

Espresso-Cupcakes

Für die lieben Sonntagsgäste wollte ich gern Cupcakes machen, nur welche? Welche Basis, welches Frosting? Alle mussten sie dran glauben, Martha und Leila, das GU-Backbuch, diverse Kochzeitschriften und die Internetforen und -blogs. Nur dumm, wenn man eigentlich gar nicht weiß, was man sucht!
Die Eingebung kam, als ich vor lauter Erschöpfung vom Suchen in Richtung Kaffeemaschine wanderte, die kleine Tasse unter den Ausgießer stellte und die Maschine einen Espresso fabrizieren ließ: Espresso-Cupcakes!!! Und am besten mit einer Sahne/Schoko-Haube, mal nicht mit Frischkäse-Frosting. Und das Sahnehäubchen am besten auch noch mit Espresso aromatitisiert. Jawoll!
Danach hab ich mir die Backbücher noch mal zur Brust genommen, bin allerdings etwas strukturierter vorgegangen und habe gleich im Index nach „Espresso“, „Kaffee“ und „Coffee“ gesucht.
Bei Martha Stewart habe ich mir die Kuchenbasis geholt. Im Prinzip ist es ähnlich wie der „Devil’s Food Cake“ (oder mein Teufelskuchen von neulich), nur eben mit Espresso aromatisiert. Das Häubchen habe ich analog zu Sarahs Schoko-Cupcakes gemacht, aber mit weißer Schoki und mit etwas Aroma drin.
Wie es Rezepte aus Martha Stewarts amerikanischem Buch nun mal so an sich haben, sind alle Angaben natürlich in Cups, aber hier gibt es ein gutes Umrechnungs-Tool. Oder Ihr seid der Umrechnerei leid (wie ich) und kauft Euch einen Cups-Maßbecher. Nur bei Butter muss ich immer noch nachgucken.

Espresso-Cupcakes

Für 12 Stück

FÜR DIE KUCHEN
65g Butter
1/2 Tasse Zucker (meine Tasse enthält 250ml)
1 Pck. Vanillezucker
2 Eier
1/2 Tasse Mehl
2 EL Kakaopulver
1 TL Natron (Backpulver geht natürlich auch!)
50g saure Sahne
100ml frisch gebrühter Espresso (das waren bei mir 2 Espressotassen)
2 EL Instant-Espresso-Pulver (gibt’s z.B. von Nestlé für ca. 2 EUR für 15 Beutelchen, 1 Beutel waren dabei ein EL)

FÜR DAS SAHNEHÄUBCHEN 
250ml Schlagsahne
100g weiße Schokolade
3 EL Kaffeebohnen
1 Teefilter + Verschluss
:: Backofen auf 175°C vorheizen. Muffinform mit Papierförmchen auslegen.

:: Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen, dann die Eier einzeln unterrühren. Mehl, Kakao und Natron mischen, und dann in 3 Portionen unterrühren, abwechselnd mit der sauren Sahne: 1/3 Mehlmischung, 1/2 Saure Sahne, 1/3 Mehlmischung, 1/2 Saure Sahne, 1/3 Mehlmischung.
Espresso und Instant-Pulver darunterrühren.

:: Den Teig auf die Förmchen verteilen und 20-25 Minuten backen, nach der Hälfte der Zeit das Muffinsblech einmal drehen, damit die Hitze überall verteilt wird. Herausnehmen und abkühlen lassen.

:: Währenddessen die weiße Schokolade klein hacken und ein eine Schüssel geben. Sahne aufkochen und über die gehackte Schoki gießen, kurz stehen lassen und dann so lange rühren, bis sich die Schokolade aufgelöst hat.

:: Die Espresso-Bohnen (simple Kaffeebohnen tun es hier aber auch…) idealerweise im Mörser kurz anstoßen, aber nicht zu fein, und dann in den Teefilter füllen. Mit einem passenden Verschluss zuklemmen und in die Schokoladensahne hängen. Ein paar Stunden durchziehen lassen.
Natürlich geht die Aromatisierung auch mit Instant-Espressopulver, allerdings färbt das ziemlich stark und ich wollte ein weißes Frosting haben.

:: Die Espressobohnen aus der Sahne entfernen und die Sahne aufschlagen. Achtung – das geht durch den zusätzlichen Fettgehalt der Schokolade ziemlich schnell. Dann in einen Spritzbeutel füllen und das Frosting dekorativ auf die Cupcakes spritzen.

Ein Post für’s Sonntagssüß – heute bei Fräulein Text.

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Montag, 30. Mai 2011

7 Gedanken zu „Espresso-Cupcakes

  1. = lingonsmak

    oha, katharina, die sehen einfach nur perfekt aus! ich ziehe meinen hut, muffins sehen bei mir immer sehr verunglückt aus und an so ein frosting wage ich mich gar nicht erst ran … aber da ich ja auch sehr auf kaffee im (und zum) kuchen stehe, wäre das rezept vielleicht nochmal einen test wert! liebe grüße! katrin

  2. Katharina

    Ich denke mal, jeder hat so sein persönliches „Das klappt bei mir nie!“-Ding, sei es Hefeteig oder Bisquit oder eben Muffins. 😉 Bei mir sind es Macarons, da ist noch jeder Versuch gescheitert!
    Bei den Muffins/Cupcakes helfen bei mir, wenn ich die Förmchen maximal 2/3 voll mache und eben nach der Hälfte einmal das Blech „rotiere“. Dann werden sie gleichmäßig hoch. Und immer gut zureden. ;-))
    Und wenn’s nix wird, dann taugt es immer noch als Kuchenmatsche-Dessert mit Bailey’s, so wie in der Werbung!
    Liebe Grüße!

  3. Fräulein Text

    macarons sind auch meine süße hürde in der küche! und diese espressohäubchen ein genuss für mich – optisch. kaffee zwingt mich ja leider immer in die knie … dir eine tolle woche!

  4. A Charmed Life

    Mhhh, ich liebe Kaffee und Espresso, und Cupcakes sowieso. Wird direkt gebookmarkt, dein Rezept!

    Das mit der Butter geht mir genauso. Ich hab mir inzwischen eine Umrechnungstabelle in den Küchenschrank gehängt. Cups, Sticks, Ounzes … Da kennt sich doch kein Mensch aus 😉

    Lieben Gruß, Maja

  5. Katharina

    @Fräulein Text – die Sahnehäubchen gehen auch ohen Kaffee super. Oder auch mit dunkler Schokolade. Ich mag das noch lieber als Frischkäse/Buttercremefrosting, was mir meist zu schwer ist.

    @Maja – echt ma! Gramm und Milliliter und die Sache ist gebongt! Geht doch so einfach! :-))

  6. MrsCake

    Hmmm, deine Cupcakes hören sich super lecker an! Ich mag diesen leichten Kaffeegeschmack in Gebackenem auch sehr gerne 🙂

    Liebe Grüße,
    Sarah

  7. schokoladen24

    Hallo Katharina,

    das Schoko-Cupcake sieht ja super aus. Also zunächst einmal extrem lecker (ich mag Schokolade in jeder Form 😉 und auch unglaublich gut in Szene gesetzt und fotografiert. Mir sind Schokoladen-Fotos bisher noch nie so richtig gelungen, die sehen einfach nicht lecker aus. :-/

    Aber in Deine könnte ich reinbeißen. 😉

    Viele Grüße
    Uli

    P.S.: Warum ich als Gravatar „Morgenschokolade“ verwende. Mit Infos zu Künstler und Werk.

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