Mittwoch, 24. Juli 2013

One-Pot-Wonder: Die Tomatensuppe für faule Sommerköche wie mich

Kochen ist derzeit eine wirkliche Schmalspuraktion und eher Arbeit als Spaß. Tiefes Sommerloch. Schon ein Pastagericht, bei dem zwei Töpfe benutzt werden und womöglich etwas geschält, geschnippelt und angebraten werden muss, ist an der Grenze zur Anstrengung. Beim Stichwort “Pasta” kam mir kürzlich wieder die Tomatensauce für Faule in den Kopf – erinnert Ihr Euch noch daran? Alles einfach in den Topf werfen, Deckel drauf und sich selbst überlassen? Sehr sommertauglich. Tomatensuppe für Faule

Doch auch im tiefsten Tal der Kochunlust gelüstete es Gaumen, Herz und Magen plötzlich nach Tomatensuppe. Beim Blick auf die Zutaten kam mir unverhofft der Geistesblitz und ohne viel Aufwand kamen Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch in den Topf und nach einer knappen Stunde als schön kräftige Tomatensuppe wieder heraus. Eine für faule Sommerköche wie mich. Der Geistesblitz dürfte gern öfter mal vorbeischauen! Tomatensuppe für Faule

Zugegebenermaßen habe ich jetzt einen elementaren Schritt unterschlagen, der durchaus als Arbeit zu werten ist: Das Pürieren der Suppe. Aber nachdem PeggySue, die feuerwehrrote KitchenAid, jetzt einen kleinen Bruder bekommen hat, den kabellosen Artisan-Stabmixer nämlich (der noch keinen Namen hat, bitte immer her mit den schönen 1950′s Männernamen! Elvis vielleicht? Billy? J.J.? Junior?), ist auch das Pürieren von größeren Mengen kein Problem. Dank Akku geht das sogar draußen, was bei farbintensiver Tomatensauce die Verdreckungsgefahr für die Küche deutlich minimiert. :-) Das macht schon wieder Spaß, und wenn’s Spaß macht, kann’s keine Arbeit sein, oder? Tomatensuppe für Faule

Der Stabmixer wurde mir freundlicherweise von KitchenAid zur Verfügung gestellt. Meine Meinung ist trotzdem meine eigene.

Faule Tomatensuppe

2 Knoblauchzehen
1 große Zwiebel
Olivenöl – geschätzt 2-3 EL
2 Dosen oder Gläser Kirschtomaten - falls es die nicht gibt, tun es auch ordinäre gehackte Tomaten. Die Kirschtomaten geben aber meist noch einen intensiveren Geschmack ab. Und wie immer: Auf jeden Fall Tomaten OHNE Citronensäure kaufen.
ca. 750ml passierte Tomaten
100ml Rotwein (optional)
1 TL Oregano
Salz, Pfeffer

:: Knoblauchzehen und Zwiebeln pellen, die Zwiebel vierteln oder in grobe Stücke schneiden. Zusammen mit einem ordentlich Schuss Olivenöl in den Suppentopf geben. Die beiden Dosen Tomaten und die passierten Tomaten dazugeben, dann eine Dose voll Wasser und den Rotwein (wer mag) angießen. Oregano und ordentlich Salz und Pfeffer dazu, dann den Deckel auflegen und aufkochen lassen. Dann 45-60 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen.

:: Jetzt kommt die Pürier-Action: Die Suppe schön glatt pürieren und noch einmal abschmecken. Fertig!

Zusatztipps

:: Dekorationshalber kann man vor dem Pürieren noch eine Kelle der Kirschtomaten herausnehmen und sie dann in die Suppenteller geben.

:: Und wer es ganz fein mag und die Arbeit (ha, da ist es wieder) nicht scheut, passiert die pürierte Suppe noch durch ein Sieb. Das mache ich dann wieder im Winter.

:: Die Suppe ist ganz toll zum Vorbereiten für bspw. Parties, denn sie kann schon im Voraus gekocht werden. Dann kann sie, noch unpüriert! abkühlen, was auch das Pürieren wesentlich weniger schmerzhaft macht… ;-)

:: Und KALT schmeckt sie ebenfalls umwerfend gut!

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Mittwoch, 24. Juli 2013

12 Gedanken zu „One-Pot-Wonder: Die Tomatensuppe für faule Sommerköche wie mich

    1. Katharina 1

      Wie gesagt, kalt ist es perfekt für heiße Sommertage wie diese…Hauptsache wenig Aufwand! :-D

  1. Luna

    oh ja. Rezepte für Faule sind gerad DER Renner bei mir. Und was deinen Stabmixer angeht, bißchen lang vielleicht, aber es unterstreicht die Eleganz des Pürierstabes: Paul Anka! Und du darfst dabei dann Diana singen :o )

    Liebe Grüße von der ebenso faulen Luna

  2. Julia

    Gazpacho könnte ich aktuell täglich essen. Und falls es nächste Woche auf 28 Grad “abkühlt”, könnte ich mal über diese herrliche Suppe nachdenken. Tipp: Ein Klecks saure Sahne in der Mitte kühlt mit jedem Löffel…

    1. Katharina 1

      Jaaaa, saure Sahne oder Schmand (aus dem mein Spracherkennungs-Tool gerade “Schnaps“ machen wollte) macht alles noch besser. :-)

    1. Katharina 1

      Per se ist Zitronensäure ein natürlich vorkommender Stoff (Zitrusfrüchte etc.), allerdings ist es auch ein sehr weit verbreitetes (synthetisches) Konservierungsmittel (E330) und in Unmengen von Lebensmitteln enthalten. Zitronensäure steht im Verdacht, den Zahnschmelz anzugreifen und die Aufnahme von Metallen wie Blei und Aluminium ins Blut zu fördern. Google in dem Zusammenhang doch mal die Blut-Hirn-Schranke, das würde jetzt hier zu weit führen. ;-)
      Ich schaue halt, dass ich Lebensmittel mit Citronensäure-Zusatz so weit wie möglich meide. Natürlich bringt mich eine Dose Tomaten mit E330 nicht um, aber niemand weiss wirklich, wieviel davon schädlich ist. Und je weniger Konservierungs- und Zusatzstoffe drin sind, umso besser, oder? ;-)

  3. junifaden

    mhhh also ich sitze hier auf der couch auf der terrasse und langsam wird die luft wieder erträglich… und ich hab bissl hunger… und so ein schüsselchen kalte tomatensuppe, oooh ja das wärs jetzt! wird auf jeden fall nachgekocht :) viele liebe grüße julia

    1. Katharina 1

      Total bekloppt eigentlich mit der Suppe im Hochsommer! :-D Aber momentan ist mir nach salzigem, vielleicht durch das ganze Schwitzen?! Viele Grüße aus 36 Grad (und es wird noch heißer!).

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