Donnerstag, 18. Juli 2013

Von Schwiegermüttern inspiriert: Feta-Creme mit Paprika und ssssarf

Natürlich habe ich nur eine Schwiegermutter. Eine ganz süße, die mich “mein Katharinchen” nennt, mit gerolltem R, und auch sonst sehr niedliche deutsch-griechische Sachen sagt. Und die, ich erwähnte es bereits, das beste Moussaka diesseits des Epirus-Gebirges macht, mit ganz flaumiger, luftiger Bechamelschicht obendrauf. Und eben die köstliche Feta-Creme.
Und die andere Schwiegermutter? Die kenne ich gar nicht, das ist nämlich die Schwiegermutter von Julias Käsedealer auf ihrem Wochenmarkt. Der verkauft eine scharf-würzige Schafskäsepaste, die nach der Schwiegermutter benannt ist – oder nach ihrem Rezept hergestellt. Man weiß es nicht.

Fetacreme mit Paprika

Jedenfalls haben beide Damen maßgeblich zu meiner Feta-Creme beigetragen, und was soll ich sagen: Danke, liebe Mamas. Cremig, würzig, bisschen scharf und wirklich sehr köstlich auf einem Stück Fladenbrot. Oder einem schönen deutschen Graubrot, Völkerverständigung und so. Dazu noch ein Bauernsalat, ein kühles Bier und Sommer auf Balkonien und Terrassina, und die Sache ist geritzt. Pure Sommerperfektion. (Der Gatte würde jetzt erklären, dass “Perfektion” ein griechisches Wort ist. Ich nicke dann immer zustimmend und nenne ihn Mr. Portokalos. Aber wenigstens weiß ich seit dem Film, wie sich die Welt aufteilt: “There’s two kinds of people: Greeks and everybody else who wish they were Greeks.”)

Fetacreme mit Paprika

Julias Blog German Abendbrot feiert übrigens heute seinen 3. Geburtstag! Happy Birthday, Julia und Blog! Hoffentlich habt Ihr noch eine lange schöne Zeit zusammen, mit lustigen Geschichten vom Wochenmarkt, von Euren Familienurlauben und der hessischen Oma.

Feta-Creme mit Paprika

ergibt genug für ein 250ml-Glas.

1 große rote Paprika oder 2 kleine
200g Feta, möglichst von Schaf oder Ziege
2 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
2-3 getrocknete Chilis – oder mehr
1/2 TL gemahlenen Kreuzkümmel
1/2 TL getrockneten Oregano
Salz, Pfeffer

:: Die Paprika waschen, vierteln und das Kerngehäuse herauslösen. Mit der Hautseite nach oben auf ein Backblech legen und unter dem Grill solange rösten, bis die Paprikahaut Blasen wirft und leicht schwarz wird. Herausnehmen und einfach an der Luft abkühlen lassen. Ehrlich – das geht am besten so! Ich habe alles ausprobiert, aber weder mit einem feuchten Handtuch bedecken noch in eine Plastiktüte legen macht das Pellen einfacher. Man macht nur das Handtuch dreckig, und heißes Essen gehört sowieso auf keinen Fall in einen Plastikbeutel.
Dann die Haut abzuppeln und die Paprika grob kleinschneiden.

:: 3/4 des Fetas kleinbröseln. Die Knoblauchzehe pellen und hacken, dann die Paprikastücke, den zerbröselten Feta und den Knoblauch mit dem Pürierstab oder der Küchenmaschine pürieren. Es können ruhig noch ein paar gröbere Paprikastückchen verbleiben. Dann Olivenöl, Kreuzkümmel, Oregano, die getrockneten und zerbröselten Chilis sowie etwas Salz und ordentlich Pfeffer unterrühren, ggf. noch mal kurz den Pürierer benutzen.

:: Den restlichen Feta zerbröckeln und mit dem Löffel unter die Masse rühren. Nochmal abschmecken und dann in ein Glas umfüllen.

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Donnerstag, 18. Juli 2013

9 Gedanken zu „Von Schwiegermüttern inspiriert: Feta-Creme mit Paprika und ssssarf

    1. Katharina 1

      Ich war ja überhaupt kein Fan von griechischem Essen, bevor ich den Mann und seine Familie kennengelernt habe. Das war für mich irgendwie immer der Grillteller “Athene” mit frittierten Kartoffelscheiben. Aber mittlerweile mag ich es wirklich sehr, und die Gemüseküche ist einfach der Knaller! Nichts sagt so sehr “Sommer” für mich wie ein Griechischer Salat und eine große Portion Tzatziki. :-)

  1. Julia

    Oh, griechisches Essen ist so viel mehr als ölige Grillteller. Ich könnte mich da auch reinknien und bin auch mittlerweile ein Fan guter (!) griechischer Weine, die eben nicht alle nach Harz schmecken müssen :) Danke für Deine Glückwünsche. Die Oma ist mittlerweile 90 und backt und kocht immer noch! Der Hammer! Mal sehen, ob ich bald mal wieder ein Familienrezept rauskrame… Ganz liebe Grüße und ein schönes, sonniges Wochenende! Julia

  2. Eva @ 1 Big Bite

    Hallo Katharina!
    Ich habe leider keine griechische Familie, aber eine griechische Nachbarin. Und sie ist auch so ein netter Schatz und verwoehnt mich immer mit Blumen aus ihrem Garten (bei mir waechst nur was andere Leute als Unkraut bezeichnen) und griechischen Leckereien. Mal gucken was sie sagt, wenn ich ihr deine Feta Creme kredenze.
    Liebe Gruesse
    Eva

    1. Katharina 1

      Au ja, erzähl unbedingt, was sie dazu gesagt hat. Der Dip ist vor allem von der griechischen “Chtipití” (unaussprechlicher Name, Betonung auf dem letzten “i”) inspiriert. Aber den macht man schätzungsweise auch in jeder Region anders. ;-)

  3. alexandra ketterer

    ich bin hin und weg,habe (wohl vorausschauend :-) ) die doppelte portion gemacht.wir haben alles restlos nieder gemacht,mein mann und meine tochter waren begeistert.auf frischem fladenbrot mit gegrillen auberginen ein absoluter knaller !!! Danke für dieses tolle Rezept !!!

    1. Katharina 1

      Sehr schlau, liebe Alexandra! Ich muss auch immer schauen, dass ich überhaupt etwas davon abbekomme, wenn der Gatte das Glas erst einmal in die Finger bekommen hat. ;-)

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