Dienstag, 27. September 2011

Flammkuchen, die ganz einfache Variante

Auf jeder Dorfkirmes gibt es zwei Fressbuden, an der sich die längsten Schlangen bilden: erst stehen alle beim Flammkuchen an, und dann gibt’s hinterher noch einen Crêpe.
Nachdem ich auf im letzten Jahr auf einer Kirmes ungelogen 25 Minuten für einen am Ende nur mittelmäßigen und völlig überteuerten Flammkuchen angestanden habe, habe ich noch am selben Abend das Internet bemüht und nachgeschaut, ob Flammkuchen denn wirklich derartig schwer nachzubacken sei, dass sich die Fressbuden-Betreiber das alleinige Nutzungsrecht unter sich aufteilen – ein Flammkuchen-Monopol bilden, sozusagen.
Und nein! Ist es nicht! Ganz und gar nicht! Super easy! Très facile!
Zumindest, wenn man die einfache Variante ohne Hefe nimmt. Aber auch dieser hefelose Teig ergibt einen wunderbar knusprigen Boden, der schnell durchbackt. Weil’s hübscher aussieht und aromatischer schmeckt (finde ich…), darf hier auch das Grün von Lauchzwiebeln ran. Sieht doch super-hip aus in der Kombi mit den pinken Schinkenwürfeln, oder? Nur die Crème Fraîche hat es auf dem Foto leider etwas rausneutralisiert.
Die frühere Kirmes-Konditionierung („wenn Kirmes, dann Flammkuchen“ und „wenn nicht jetzt, wann dann?“) habe ich erfolgreich überwinden können – ich weiche der Flammkuchenstandschlange weiträumig aus, hole mir lieber eine fiese Steaksemmel und hinterher eine Schokobanane und backe dann gemütlich am nächsten Tag meinen eigenen Fladen in der heimischen Flammkuchenbude.
Monopol gesprengt. Das sollte mal einer dem Kartellamt flüstern!

Flammkuchen

für 2 Bleche mir jeweils 1 großen Fladen

200g Mehl
1 TL Salz
1 EL Öl
100ml Wasser
1 Becher Crème fraîche
4 Lauchzwiebeln
100g Schinken- oder Speckwürfel
Salz, Pfeffer
Mehl zum Ausrollen

:: Mehl und Salz mischen, Öl und Wasser dazufügen und alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Eventuell mehr Mehl zufügen, wenn sich der Teigklumpen noch zu nass anfühlt, oder ein paar Tropfen Wasser, wenn der Teig zu krümelig ist.
Für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
:: Ofen auf 250°C vorheizen, die Backbleche am besten mitheizen.
:: Lauchzwiebeln putzen und waschen, dann in Ringe schneiden, dabei viel Grün mitbenutzen.
:: Den Teig in zwei Batzen teilen, jeden mit viel Armschmalz auf einer bemehlten Arbeitsfläche sehr dünn zu einem länglichen Fladen von ungefähren Backblechmaßen ausrollen, ca. 1-2 mm dick. Wenn ihr ein ähnlich altersschwaches Nudelholz habt wie ich und nur von Hightech-Geräten träumen könnt, wird das im Zweifelsfall unregelmäßig. Macht nix. Sieht so doch viel authentischer aus.
:: Die Backbleche aus dem Ofen nehmen, jeweils einen Fladen darauflegen, mit der Hälfte der Crème fraîche bestreichen und ganz leicht mit Salz und Pfeffer würzen. Dann mit jeweils der Hälfte der Zwiebelringe und Schinkenwürfel bestreuen und für 10-12 Minuten in den Ofen schieben, bis die Ränder knusprig werden.
Herausnehmen, in Scheiben oder Ecken oder Quadrate schneiden und sofort servieren.

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Dienstag, 27. September 2011

3 Gedanken zu „Flammkuchen, die ganz einfache Variante

  1. mano

    ich liebe flammkuchen in allen variationen! man kann den teig übrigens auch supergut einfrieren (schon etwas plattgedrückt), dann hat man immer mal schnell was zum belegen.

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