Freitag, 17. Juli 2015

Gebackene Süßkartoffeln und Kichererbsen mit Avocado-Salsa und Tahinisauce

Alternativtitel: “Das gibt es bei uns gerade jeden zweiten Tag, vor allem wegen der Knaller-Tahinisauce”.
Bei Instagram hat das total schlechte Foto von unserem aktuellen Dauerbrenner-Abendessen ein reges Interesse hervorgerufen, so dass ich Euch das Rezept natürlich nicht vorenthalten möchte. Aber zunächst: Willkommen zurück, Ihr Lieben. Schön, dass Ihr immer noch hier vorbei schaut. Vielleicht hat Euch Arnes Gastbeitrag ja ordentlich wach gemacht und unbändige Energie verliehen? Ich hatte jedenfalls heute morgen schon einen eisgekühlten Bulletproof Coffee. Weil, is ja Sommer, ne.

Gebackene Suesskartoffeln und Kichererbsen mit Avocado-Salsa und Tahini-Sauce

Während viele von Euch jetzt sicherlich bald in ihre Sommerferien starten, mache ich blog-technisch das Äquivalent von “Urlaub zuhause”. Will heißen: Sommerliche Gerichte, die leicht und möglichst schnell gehen. Dazu passt auch, dass ich mich ab sofort bemühen will, nicht nur die Portionsanzahl, sondern auch die Zubereitungszeit bei den Rezepten anzugeben. Denn vielleicht geht es Euch ja wir mir: Wenn das Kindlein endlich schläft, mag ich keine zwei Stunden mehr in der Küche stehen. Oder wenn ich weiß, dass ich mir in 45 Minuten den Fahrradhelm und die olle Holland-Gurke (also das leicht in die Jahre gekommene Rad, nicht das Gemüse) schnappen muss, um Little C. aus der Kita abzuholen. Dann geht eben nur noch was Schnelles, das vielleicht 30 Minuten braucht. (Bei diesen Süßkartoffeln seit Ihr mit aaallerhöchstens 45 Minuten dabei.)

Gebackene Süßkartoffeln mit Kichererbsen, Avocado-Salsa und Tahini-Sauce

Und noch etwas möchte ich in Zukunft ändern: Den Aufbau der Posts. Ganz konkret: Nicht immer so viel Text. Klar, wenn ich etwas zu sagen habe oder es erklärungsbedürftige Dinge gibt, dann kann es wieder in etwas längeres Schreiben “ausarten”, aber ich schließe jetzt mal von mir auf andere: Ich ertappe mich immer häufiger dabei, Artikel nur zu scannen. Bei einer täglich länger werdenden Blog-Lese-Liste merke ich, dass ich oft nur kurz die Überschriften lese, Fotos angucke und schnell zum Rezept scrolle – einfach weil ich es sonst nicht schaffe. Dann hab ich ein schlechtes Gewissen, immerhin hat sich jemand auf dem anderen Ende viele Gedanken gemacht, einen Absatz möglicherweise fünf mal geändert, Worte neu zusammen gefügt. Und ich gehe, ganz in 2015er Wisch-Manier, einfach so darüber hinweg. Und ich denke mal, mir geht es da wie vielen: Es ist keine böse Absicht, aber es fehlt die Muße.
Keine Sorge – so ganz kann ich sicherlich nicht aus meiner Haut heraus. Es wird garantiert den ein oder anderen längeren Post geben, denn ich HABE ja grundsätzlich etwas zu sagen!

Sprach’s und beendete diesen längeren Laber-Post. Schönes Wochenende Euch allen!

Gebackene Süßkartoffeln mit Kichererbsen, Avocado-Salsa und Tahini-Sauce

Gebackene Süßkartoffeln und Kichererbsen mit Avocado-Salsa und Tahinisauce

Für 4 Portionen
Dauer: ca. 35-40 Minuten

minimal adaptiert von The Minimalist Baker

100g gekochte Kichererbsen aus Glas oder Dose
2 TL Olivenöl
je 1/4 TL gemahlener Kreuzkümmel, Koriander, Zimt und (geräuchertes) Paprikapulver
Salz, Pfeffer
4 etwa gleich große Süßkartoffeln (je ca. 200g)

FÜR DIE SALSA:
1/4 rote Zwiebel
2 TL Zitronensaft
1 reife Avocado

150g Kirschtomaten
3 Stängel Petersilie

FÜR DIE SAUCE:
3 EL Tahini
1 EL Zitronensaft
1-2 EL (Mandel-)Milch zum Verdünnen
1 Knoblauchzehe
Salz

:: Ofen auf 200°C vorheizen (Umluft 180°C).

:: Die Kichererbsen waschen und abtropfen lassen. In einer Schüssel das Olivenöl und die Gewürze sowie etwas Salz und Pfeffer verrühren, dann mit den Kichererbsen gründlich vermischen, so dass alles bedeckt ist. die Kichererbsen auf ein Backblech verteilen, und die Schüssel nicht ausspülen!

:: Süßkartoffeln waschen und der Länge nach halbieren. Die Schnittflächen mit etwas von dem Würzöl bestreichen (Schüssel immer noch nicht spülen!) und die Süßkartoffeln mit den Schnittflächen nach unten auf das Backblech legen. Zusammen mit den Kichererbsen in den Ofen schieben und etwa 25 Minuten rösten, bis die Süßkartoffeln weich sind. Die Kichererbsen dabei immer mal wieder umrühren.

:: Unterdessen die Salsa und die Sauce zubereiten. Für die Salsa die Zwiebel fein hacken und mit Zitronensaft und 1 Prise Salz verrühren. Die Avocado halbieren, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Kirschtomaten waschen und klein würfeln. Alles mischen und abschmecken.

:: Für die Sauce Tahini, Zitronensaft und (Mandel-)Milch in der Schüssel mit den Resten vom Gewürzöl glatt rühren, ggf. noch etwas Milch oder Wasser hinzugeben, sollte die Sauce zu dickflüssig sein. Knoblauch pellen und pressen oder fein hacken. Petersilie waschen und trockenschleudern, dann sehr fein hacken. 1 EL gehackte Petersilie zurückbehalten, den Rest zusammen mit dem Knoblauch unter die Sauce mischen. Mit Salz abschmecken.

:: Wenn die Süßkartoffeln weich sind, herausnehmen und je 2 Hälften auf einem Teller setzen. Einmal längs einschneiden und etwas auseinanderdrücken. Dann mit Avocado-Salsa und gerösteten Kichererbsen belegen und mit Tahinisauce beträufeln. Etwas Petersilie dekorativ darüber streuseln – und fertig!

Das könnte Dich auch interessieren:

 

Freitag, 17. Juli 2015

11 Gedanken zu „Gebackene Süßkartoffeln und Kichererbsen mit Avocado-Salsa und Tahinisauce

  1. Milchmädchen

    Du musst Dir mich vorstellen, wie ich ertappt vorm Rechner sitze: Dass ich Posts wirklich in Gänze lese, ist inzwischen echt selten und kommt regelmäßig nur bei einer handvoll Blogs/Bloggern vor. Dass Du eine davon bist, ist hiermit bewiesen – trotzdem finde ich Deine Initiative sehr bedenkenswert. Kürze und Würze und so – sehr gelungen setzt das, finde ich, Einfach Essen um. Vielleicht mache ich sogar mit – zumal meine Zeit für Schnörkel gerade in ähnlich überschaubaren Grenzen hält (eine Abschlussarbeit ist ja auch so ‘ne Art Kleinkind…).
    Dein Rezept kann ich gerade förmlich schmecken und vermutlich dauert es nicht bis zum Wochenende, bis es das gibt. Merci – und wieder: welcome back!

    1. Milchmädchen

      Lecker! Bei uns waren das zwar drei Portionen, aber das liegt bestimmt an der vielen frischen Luft am Badesee… ;)
      Danke für die Vorlage!

  2. Nika

    Hallo Katharina,
    Wie schön wieder etwas von dir zu lesen. Und ich fand deinen Post auch gar nicht zu lang (ich bewunder ja Menschen, die zu jedem Gericht soviel zu erzählen wissen; ich halte mich ja eher kurz, weil mir nicht so viel einfällt), sondern eher amüsant (z.B.”Holland-Gurke”).
    Dein Gericht sieht auf jeden Fall KÖSTLICHST aus! Das werde ich ganz sicher bald mal ausprobieren.

    LG
    Nika

  3. Isa

    Gutes Vorhaben mit dem weniger Text! Plane ich ebenso. Und Zubereitungszeit angeben, finde ich super hilfreich!!

  4. Esther

    Aaalso. Das Rezept kommt wie gerufen. Hab so dermaßen Lust auf Süßkartoffel und wollte was neues testen.. Berichte heute mittag on was übrig geblieben ist

  5. Carlotta

    Unglaublich lecker! Genau mein Geschmack, absolutes Soulfood! Ich hatte die Süßkartoffeln zum Geburtstag meines Vaters gekocht – eigentlich ein großer Fleischesser – und er war genauso angetan von dem veganen Gericht :-) vielen Dank für das tolle Rezept, wird auf jeden Fall nochmal gekocht

  6. marianne

    Liebe Katharina, dieses Gericht ist der Hammer. Vielen Dank dafür!
    Eine kleine Frage hat sich beim Nachkochen aufgetan: Süßkartoffel schälen oder nicht?
    LG

    1. Katharina 1

      Vor dem Backen? Nein, die werden in der Schale gebacken, das gibt ihnen ja Halt. Ob man die Schale dann auch isst, ist eine Frage des Geschmacks. Ich mag’s nicht, der Gatte schon… ;-)
      Wie schön, dass es Dir geschmeckt hat!

  7. Frau-Irgendwas-ist-immer

    Oh das hört sich lecker an! Aber bei den im Moment herrschenden Temperaturen bleibt meine Küche kalt.
    Habe sehr über die olle Holland-Gurke gelacht, meine begleitet mich auch seit vielen Jahren treu&brav.
    Ein schönes Wochenende!

Kommentare sind geschlossen.