Donnerstag, 15. September 2011

Gefüllte Muschelnudeln mit Mangold und Ricotta

Meine Kollegin hat mir neulich eine Tüte Mangold aus ihrem Garten mitgebracht. Da sie das schon ein paar Tage vorher angekündigt hatte, konnte ich in aller Ruhe nach einem Rezept suchen und hatte mich dann für Jamie Olivers „Awesome Spinach Ricotta Cannelloni“ entschieden. Bei vielen Dingen kann man Mangold und Spinat ja identisch verwenden.
Zwischen  Rezeptfindung und dem tatsächlichen Kochvorgang fand dann aber ein Besuch bei „Cuisinette“ statt, einem ganz entzückenden Feinkostladen in der Alsterdorfer Straße in Hamburg. Dort habe ich eine Packung großer Muschelnudeln erworben, die ich auf vielen anderen Blogs schon bewundert hatte, aber nirgendwo wirklich finden konnte.
Nun kam der Mangold, und mit ihm die Entscheidungsschwierigkeit. Cannelloni? Conchiglioni? Jamie? Neues Rezept suchen? Wieso sage ich sonst jedem, dass Kochen doch eigentlich einfach sei???
Am Ende ist es eine Mischung geworden: Die Muschelnudeln wurden gefüllt mit einer leicht veränderten Version von Jamies Ricotta-Füllung, aber dann ohne bedeckende „white sauce“ in Tomatensugo gegart.
Ein perfekter Magenwärmer an einem regnerischen und kühlen Septemberabend!

Gefüllte Muschelnudeln mit 

Mangold und Ricotta

2 Köpfe Mangold
3 Knoblauchzehen
Öl, Butter
Muskatnuss
250g Ricotta
2 Handvoll frisch geriebener Parmesan, schätzungsweise 75g
2 EL Sahne
2-3 EL Weißwein
Salz, Pfeffer
2 Dosen gehackte Tomaten
1 Zwiebel
2 Zweige Basilikum
Muschelnudeln – ca. 300g, je nach Auflaufform-Größe

:: Mangold gut waschen, mindestens 2 Mal, bis alle Sandkörner entfernt sind. Die Stiele entfernen, die Blätter groß zupfen und trockenschleudern. (Mein Trockengewicht ergab dann nur knapp 200g, war aber völlig ausreichend.)
:: 2 Knoblauchzehen pellen und in feine Scheiben schneiden.
In einer großen Pfanne oder einem weiten Topf einen Spritzer Öl und ein kleines Stückchen Butter geben, die Knoblauchzehen direkt darein geben und die Pfanne heiß werden lassen. Wenn der Knoblauch weich ist, nach und nach die Mangoldblätter dazugeben und zusammenfallen lassen. Etwa 5 Minuten unter häufigem Wenden garen, wobei der Mangold auf eine überraschend kleine Menge zusammenschrumpft. Dann in eine größere Schüssel umfüllen und abkühlen lassen.
:: Währenddessen in der Pfanne die Tomaten-Basis zubereiten: Nach der „faulen Methode“ habe ich hier auch lediglich die gehackten Tomaten in die Pfanne gegeben, eine leere Dose mit Wasser gefüllt und hinzugefügt, die Zwiebel geschält und halbiert und mit der übrigen, gepellten Knoblauchzehe und dem Basilikum 15 Minuten leicht köcheln lassen. Anschließend die Zwiebeln herausfischen, gut mit Salz und Pfeffer abschmecken und in Auflaufform umfüllen. Die Sauce kann recht flüssig sein, beim Backen dickt sie noch ein.
:: Den Backofen auf 200°C vorheizen.
:: Den abgekühlten Mangold kräftig ausdrücken, die austretende Flüssigkeit in der Schüssel lassen. Mangold mittelfein hacken – hierbei darauf achten, dass die Blätter auch wirklich durchgeschnitten werden, sonst hängen sie weiterhin aneinander und lassen sich schlecht in die Nudeln füllen.
Zurück in die Schüssel geben und den Ricotta und eine Handvoll Parmesan unterrühren. Sahne und Wein dazugeben, gut vermengen. Mit Salz, Pfeffer und einer großzügigen Prise Muskatnuss würzen.
:: Mit einem Spritzbeutel (oder einem umfunktionierten Gefrierbeutel mit abgeschnittener Ecke) die Mangold-Ricotta-Masse in die Muschelnudeln füllen und die Muscheln dann auf die Tomatensauce setzen, schön eindrücken. Mit dem Löffel befüllen geht sicherlich auch.
Ich habe den restlichen Parmesan gleich darübergeben, bei USA kulinarisch wird empfohlen, die Nudelnester erstmal ohne Käse und unter einer Alufolien-Haube zu backen und erst 10 Minuten vor Ende der Garzeit den Käse über die Nudeln zu streuen.
Welche Methode man auch immer wählt: Die Nudeln müssen 40 bis 45 Minuten im Ofen backen.
:: Vor dem Servieren etwa 5 Minuten setzen lassen.

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Donnerstag, 15. September 2011

3 Gedanken zu „Gefüllte Muschelnudeln mit Mangold und Ricotta

  1. Katharina

    Hat echt super geschmeckt. Und klar, ne – erst suche ich mir nen Wolf für die Muschelnudeln, gebe dann ein, öh, kleineres Vermögen dafür aus, und jetzt springen sie mir quasi überall entgegen. 😉

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