Sonntag, 22. April 2012

Geröstete Rhabarberkonfitüre – die erste des Jahres 2012!

In den letzten Tagen ist es hier etwas ruhig gewesen, bitte seht es mir nach, dass ich mich mit Bloggen und vor allem auch mit dem Kommentieren zurückgehalten habe. Ich war etwas, nun, nicht blogmüde, das bestimmt nicht, aber doch etwas maulfaul. :) Das und ein wenig im Stress, weshalb die Warteschleife an ungebloggten Rezepten und Fotos immer länger wird. Auch die Liste der ungelesenen Blogposts bei Bloglovin’ ist auf eine dreistellige Zahl angewachsen. (Was auch daran liegen kann, dass ich in letzter Zeit so viele tolle Blogs hinzugefügt habe.)
Die Küche ist unterdessen nicht kalt geblieben, ich habe in der letzten Woche einiges ausprobiert, habe die Bärlauch-Saison für mich eröffnet, endlich den Sauerteig besiegt und – jaaaa! – die schokoladige “Post aus meiner Küche” fertiggestellt. Dazu dann aber am nächsten Wochenende mehr, denn erst einmal soll natürlich meine Tauschpartnerin Nicole ihr Päckchen öffnen.

Und dann habe ich gestern die erste Produktionsreihe im Glas in diesem Jahr hergestellt: Rhabarberkonfitüre. Dieses Jahr pur, einmal nicht mit Himbeeren oder Erdbeeren gemischt, sondern nur mit Vanille aromatisiert. Und auch komplett ohne Gelierzucker, irgendwie war mir nicht danach. Ähnlich wie Micha von Grain de sel karamellisiertes Apfelmus im Ofen geröstet hat, funktioniert auch geröstete Rhabarberkonfitüre. Allerdings mit Zucker, ohne wäre mir Rhabarber dann doch zu sauer.
Das Schöne an diesem Rezept, und gleichzeitig ein unschlagbarer Vorteil gegenüber Gelierzucker, ist die variable Mengenanpassung. Ob nun ein Kilo oder drei, ob Süß- oder Sauerschnabel, ob Vanilleliebhaber oder Ingwerverehrer – alles kommt je nach Gusto in den Bräter und verschwindet dann platzsparend im Ofen, will nur ein paar mal umgerührt werden und wird dann duftend in Gläser gefüllt, bevor es auf dem Frühstücksbrötchen oder auf Griesbrei schmeckt.
Da Rhabarber  relativ wenig Pektin enthält und daher weniger gut gelier, sollte die Konfitüre im Kühlschrank aufbewahrt werden, gerade, wenn man mit Zucker eher sparsam umgegangen ist. Also am besten gleich aufnaschen oder an liebe Menschen verschenken.

Geröstete Rhabarberkonfitüre
ergibt ca. 4-5 Gläser à 250ml Inhalt
1500g Rhabarber, geputzt
200 – 250g Zucker (je nachdem, wie süßschnäbelig ihr seid auch mehr)
Saft von 1 Zitrone
1 Vanilleschote

:: Rhabarber kleinschneiden (ca 1cm breite Stückchen) und in einem größeren Bräter oder ofenfestem Topf mit Zucker und Zitronensaft mischen. Vanilleschote der Länge nach halbieren und zum Rhabarber geben.
:: Bräter (nicht abgedeckt) in den Ofen stellen, diesen auf 180°C heizen und das Ganze eine Stunde backen. Dann einmal kräftig durchrühren und eine weitere Stunde backen. Hin und wieder die Ofentür öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Wenn noch zuviel Flüssigkeit vorhanden ist, noch etwas länger backen.
:: Gläser und Deckel auskochen und trocknen lassen und dann randvoll mit dem Rhabarbermus füllen. Verschließen und abkühlen lassen, dann im Kühlschrank aufbewahren.

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Sonntag, 22. April 2012

10 Gedanken zu „Geröstete Rhabarberkonfitüre – die erste des Jahres 2012!

  1. Sandy

    So stelle ich meine Rhabarberkonfitüre auch her. Gerade auch mit den ersten deutschen Erdbeeren probiert, mit Balsamessig, die waren noch so geschmacksneutral. Ach ja, und letzten Herbst mit Quitten. Das Rösten macht den Geschmack ungleich besser im Gegensatz zu “normaler” Konfitüre. Hübsche Schildchen hast du wieder gemacht ;-) Grüße, Sandy

  2. Juliane [Schöner Tag noch!]

    DAS wird auf jeden Fall ausprobiert! Stelle ich mir superlecker vor. Bisher habe ich Rhabarber immer nur in Kombination mit Erdbeere zu Konfitüre verarbeitet, eben weil es mir pur als Brotaufstrich zu sauer wäre. Aber ofengeröstet schmeckt die Rhabarbermarmelade sicherlich auch pur. Danke für die tolle Idee!

    Viele Grüße und schöner Tag noch
    Juliane

  3. FeeMail

    Das klingt spannend! Ich wüsste nicht, schon mal Rabarberkonfitüre gegessen zu haben. Vielleicht traue ich mich doch mal an die Stiele ran…

  4. Stephi

    Die Konfitüre klingt toll, eigentlich bin ich nicht so der Marmeladen-Esser, aber da könnte selbst ich schwach werden. Ich liebe Rhabarber.

    LG, Stephi

  5. Katharina

    @ Sandy – oh toll, mit Quitten ist das bestimmt super… und ich weiß ganz genau, dass im Herbst wieder kiloweise gelbe Früchte auf mich warten! Das mit den Erdbeeren klingt spannend!
    @ Juliane – ich mag ja das Saure ganz gern, aber durch das lange Garen im Ofen ist es doch ziemlich abgemildert. Meine liebste Kombi mit anderen Früchten ist Rhabarber-Himbeere. Das kommt bestimmt auch noch dran dieses Jahr.
    @ Cooketteria – vielen Dank. Etiketten basteln macht fast so viel Spaß wie Kochen. :)
    @ Anne – ich auch!!!
    @ FeeMail – Trau Dich! Du kannst ja auch erstmal nur eine kleine Menge herstellen und etwas mehr Zucker oder Honig nehmen. Ohne Gelierzucker ist man ja doch recht flexibel.
    @ Stephi – ich sag nur: diese Konfitüre auf Griesbrei! Ein Träumchen!

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