Mittwoch, 11. Mai 2011

Geschmorte Dorade mit Gemüse und Wein

Also heiraten, ne. Da kann ich ja nun mein eigenes Liedchen von singen, so kurz vor dem großen Tag. Die kleinen und größeren Katastrophen sind aus dem Weg geräumt, wobei ich zugeben muss, dass manche Katastrophen wohl eher in die Kategorie „Mücke zum Elefanten machen“ einzuordnen sind. Man hat schon echt Probleme, so als Braut.
Zum Glück gibt so viele tolle Aspekte, gerade wenn man selbst gern kreativ wird und viel selbst machen möchte/kann. Und das Glücksgefühl, wenn man alle Gastgeschenke selbst fertiggestellt hat, vom Rühren zum Verpacken, dieses „boah-bin-ich-erledigt-aber-ich-grinse-über-beide-Backen“-Gefühl, das ist unschlagbar. Oder Häkchen hinter eine Aufgabe auf der To-Do-Liste setzen. Großartig! (Mein zweites Ich, die lebende Excel-Tabelle, hat mich gewungen, das zu schreiben.)
Hat jemand von Euch den Film „Bride Wars – Beste Freindinnen“ mit Kate Hudson und Anne Hathaway gesehen? Definitiv kein Höhepunkt der Filmgeschichte, aber sehr amüsant. Aus irgendeinem Grund ist bei mir die Szene haften geblieben, in dem Liv (Kate Hudson) feststellt, dass ihr Vera Wang-Kleid noch nicht ideal passt und dann sinngemäß sagt, dass man ein Brautkleid von Vera Wang nicht ändern lässt, sondern dass man sich selbst für ein Vera Wang ändert.
Nun habe ich sicherlich kein Vera-Wang-Kleid, aber auch meins war bei der letzten Anprobe noch einen Tacken zu eng. Und beide, Schneiderin und Verkäuferin, schworen Stein und Bein, dass sie es an meiner Stelle nicht ändern würden, denn jede (J.E.D.E.) Braut hätte bisher noch ein oder zwei Kilo abgenommen, und was würde es denn bringen, wenn das Kleid am Ende an mir hinge?! Gut, letzteres wird nicht passieren, dank der eingenähten, nahezu viktorianisch anmutenden Corsage, aber ich nahm das als Kampfansage: 2 Kilos, here I come! Und: Kohlenhydrate, ab sofort seid ihr nach dem Frühstück verboten!
Ehrlich, ich freu mich auf die Hochzeit. Aber auch auf die Zeit danach, wenn „Pasta“ kein böses Wort mit 5 Buchstaben mehr ist. In der Zwischenzeit tue ich alles dafür, dass viel Protein so lecker wie möglich verpackt wird. Mit der Dorade ist das auf jeden Fall schon mal gelungen!

Geschmorte Dorade mit Gemüse und Wein

2 Doraden (wir hatten 3 kleine)

1 große Zucchini
2 Karotten
1 große Zwiebel
2 Stangen Sellerie
2 Knoblauchzehen, gern mehr
2 EL Tomatenmark
1 Glas Weißwein
1 Dose gehackte Tomaten
3 Zweige Thymian
1 Zweig Rosmarin
2 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer, Olivenöl

:: Backofen auf 180°C vorheizen.

:: Doraden waschen, trockentupfen und mit Salz und Pfeffer einreiben. Ein Ausflug in die Rubrik: „kann man machen, muss man nicht“: In jede Doradenbauchhöhle einen kleinen Thymianzweig und eine Knoblauchzehe stecken.

:: Das Gemüse putzen und in mittelgroße Stücke schneiden, Knoblauch fein hacken.

:: In einem Bräter Olivenöl erhitzen und das Gemüse inkl. Knoblauch anbraten, nach ca. 5 Minuten das Tomatenmark unterrühren und weitere 4-5 Minuten unter Rühren mitrösten. Kräuter hinzugeben und mit Weißwein und gehackten Tomaten ablöschen. Die ganze Chose kurz aufkochen lassen.

:: Die Fische auf das Gemüsebett legen, etwas Gemüsesauce über den Fisch geben, dann den Deckel auf den Bräter legen und alles für etwa 30 Minuten im Ofen garen.

Dazu schmeckt frisches, knuspriges Brot besonders gut.

Brot…. hach.

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Mittwoch, 11. Mai 2011

2 Gedanken zu „Geschmorte Dorade mit Gemüse und Wein

  1. Juliane

    Hihi… jaja, das mit den 2kg Abnahme pro Braut erzählen die immer. Und was war: mein Brautkleid saß so eng, dass ich unser superleckeres Menü nur in kleinen Happen zu mir nehmen konnte! Also nix mit automatisch abnehmen…. lieber lecker Dorade ohne Brot essen! 😉

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  2. Katharina

    Ich habe mir ausbedungen, dass, wenn das Kleid beim finalen Schneider-Termin nächste Woche immer noch sehr, öhm, knackig, sitzt, doch noch was ausgelassen wird. Lieber so als Schnappatmung! 🙂

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