Dienstag, 5. Februar 2013

Granola Love mit Zimt & Vanille: Zuckerfrei frühstücken. {Projekt Zuckerfrei, Woche 5}

Die Hälfte ist geschafft! Wobei – eigentlich sollte es eher heißen, ein Anfang ist geschafft. Für mich persönlich ist das Projekt Zuckerfrei auf Dauer ausgelegt, aber was die initiale “Entwöhnung” betrifft, so sind wir doch schon ein gutes Stück vorangekommen.
Ein Thema, das ich zu Beginn der Zuckerfrei-Phase im letzten Jahr eigentlich gar nicht auf dem Schirm hatte, entpuppte sich schnell als Dauerbrenner: Frühstücken. Man möchte gar nicht glauben, vor welche Herausforderungen uns die erste Mahlzeit des Tages stellen kann! Selbst wenn man, wie ich, für gewöhnlich “nur” Müsli frühstückt. Allerdings habe ich gern ein fertiges Müsli genommen, eines mit Trockenfrüchten oder Schokolade. Festzustellen, dass auch hier ziemlich viel Zucker enthalten ist, hat mich erstmal ein bisschen den Glauben an die Welt verlieren lassen, denn selbst mein Öko-Müsli enthielt durch Trockenfrüchte, Honig und Agavendicksaft satte 24 Prozent Zucker und war damit keinen Deut besser als das der konventionellen Hersteller. Zumindest nicht, wenn man jetzt nur auf Müsli-Basis vergleicht. Gegenüber anderen Cerealien, vor allen solchen, deren Zielgruppe eindeutig Kinder sind, erscheinen die 24 Prozent fast schon lachhaft. Aber klar, als Kind habe ich Frosties und Smacks auch geliebt – kein Wunder bei 37 bzw. 42 (!) Prozent Zucker.

Granola Zimt Vanille zuckerfrei ohne Zucker Buchweizen

Da hilft, wie so oft, nur eins: selber machen. Erst war ich noch von totaler Euphorie erfüllt, habe Haferflocken und Saaten gemischt und mal kalt, mal eingeweicht oder warm als Porridge gegessen. Nach einer Weile wurde mir das aber ein bisschen fade, die große Geschmacksabwechslung kam da nicht gerade auf. Die Entdeckung, dass man Granola, die knusprige kleine Schwester des drögen Müslis, nicht nur selbst, sondern auch sehr gut zuckerfrei herstellen kann, war sozusagen eine Offenbarung.  Ich habe ein bisschen herumprobiert und für die Winterzeit diese Version mit einem Hauch Zimt und Vanille zu meinem Favoriten erkoren – mein persönlicher Hit für einen crunchigen Tagesstart. Dann schockt mich nicht mal mehr der noch dunkle Februar-Morgen mit üsseligem Wetter und der Aussicht, gleich regenschirmbewehrt aus dem Haus gehen zu müssen.

Granola Zimt Vanille zuckerfrei ohne Zucker Buchweizen

Den Regenschirm kann ich im Mai hoffentlich in der Tasche lassen – ein ferner Traum… ebenso wie der Frühling noch weit weg scheint. Im letzten Mai aber habe ich ein frühlingshaftes Rezept für Uwes Cookbook of Colours eingereicht, einen rohen Spargelsalat mit Pinienkernen und Parmesan. Ihr großartigen Menschen da draußen habt dann bei der Abstimmung so oft auf meinen Namen geklickt, dass ich tatsächlich unter die Gewinner für den hellgrünen Mai gekommen und mit dem Rezept im Cookbook of Colours vertreten bin. Yay! Das Buch hat Uwe mittlerweile fertiggestellt, am Donnerstag um 10 Uhr ertönt der Trommelwirbel und dann könnt Ihr bei HighFoodality an Euer persönliches Exemplar gelangen. Es lohnt sich – schaut jetzt schon mal vorbei, die Preview ist klasse! Und bis dahin: Abwarten und Granola essen.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors
Granola Zimt Vanille zuckerfrei ohne Zucker Buchweizen
 

Granola mit Vanille und Zimt

ergibt ca. 350g Granola
Am idealsten sind natürlich eingeweichte und getrocknete (also aktivierte) Mandeln und Saaten. Für mehr Infos dazu, klickt hier. Wer keine Mandeln verträgt, ersetzt sie einfach durch mehr Kürbiskerne.
50g Sonnenblumenkerne
50g Kürbiskerne
50g Buchweizen, ganz
150g Dinkel- oder Haferflocken, Großblatt
50g ganze Mandeln
30g Kokosöl (oder ein anderes relativ neutrales und hitzebeständiges Öl Eurer Wahl)
1 Vanilleschote
1 Msp. gemahlene Vanille
1 Zimtstange
1 TL Zimtpulver
 
wer es süß mag: 1-2 EL Dextrose (Traubenzucker) oder Reissirup
:: Backofen auf 160°C vorheizen, Umluft 140°C.
:: Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne mit Buchweizen und den Flocken mischen. Die Mandeln grob hacken und untermischen.
:: Kokosöl schmelzen – Vorsicht, es soll nicht kochen, nur eben schmelzen und leicht warm werden. Die Vanilleschote ausschaben, das Mark zusammen mit der gemahlenen Vanille und der Schote sowie der Zimtstange und dem Zimtpulver zum Öl geben und ein paar Minuten stehen lassen. Dann alles über den Flocken-Mix geben und gut durchrühren, so dass alle Flocken, Mandeln und Saaten von dem Gewürzöl bedeckt sind.
:: Auf einem Backblech verteilen und 20 bis 25 Minuten backen, bis die Flocken goldbraun sind. Immer mal wieder mit einem Spatel wenden, damit es gleichmäßig goldig wird.
:: Herausnehmen und abkühlen lassen, dabei wird das Granola knusprig. Dann die Zimstange und die Vanilleschote entfernen (können für weitere Aromatisierung aber auch mit ins Glas) und alles in ein gut verschließbares Glas füllen.

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Dienstag, 5. Februar 2013

18 Gedanken zu „Granola Love mit Zimt & Vanille: Zuckerfrei frühstücken. {Projekt Zuckerfrei, Woche 5}

  1. Cookies N' Style

    Das klingt aber super gut! Ich hab Granola auch schon selbst gemacht und für diese Woche wieder geplant eines herzustellen. Geht ja super gut und man kanns genau nach eigenem Geschmack mischen.

  2. ELBKÖCHIN

    Hhhm das klingt gut, aber Buchweizen und Kokosöl hab ich leider so spontan nicht in meinem Vorratsschrank… da muss ich erstmal in den Supermarkt. Was bedeutet eigentlich Granola? Knuspriges Müsli??

    1. Katharina

      Den Buchweizen kannst Du natürlich durch mehr Flocken ersetzen, oder Amaranth oder dergleichen. Und das Kokosöl durch ein anderes neutrales Öl Deiner Wahl – ich bin nur so verliebt in Kokosöl, dass ich es an alles alles alles gebe. ;-)
      Granola ist, soweit ich weiß, ein Kunstwort aus “grain” und “whole”, das als Markenbezeichnung gg. Anfang des 19. Jahrhunderts in den USA geprägt wurde.

  3. annaamherd

    Schock schwere Not, so süß ist Frühstücksmüsli? Ich finde mich immer schon richtig gut, weil ich morgens so einen Körnerkram zu mir nehme und auf das geliebte Brötchen verzichte. Danke für das tolle Granola-Rezept, muss ich unbedingt ausprobieren!

    1. Katharina

      Wahnsinn, oder? Mich hat es damals wirklich geschockt, dachte ich doch, dass da nur gute Zutaten drin wären, keine Zuckerzusätze und so. Aber dem Magen ist das egal, Zucker ist Zucker, egal ob er als Krümel oder als Rosine daher kommt. Sehr fies.
      Müsli und/oder Granola gibt es von Montag bis Freitag, am Wochenende mag ich auch mein Brötchen haben. ;-)

  4. Isa

    Mensch, du bist ja fleissig. Ich habe bisher gerade mal Kokosöl gekauft und nach Istanbul eingeflogen. Aber mit dem Rezept kann ich ja morgen starten. Freu mich schon auf nen knusprigen Morgen.

  5. designbygutschi

    Hallo liebe Katharina,

    ich habe gestern das Granola gemacht … doppelte Menge!!! Es sieht super aus, das Haus riecht köstlich danach … der Zufallsbesuch hat sich gleich ein Glas davon mitgenommen ;-) und das ALLERBESTE – obwohl gesund! – es schmeckt nicht nur mir sondern auch meinen Schokomüsli-Esser-Männern!
    Ab jetzt wollen sie abwechselnd Schokomüsli und meins essen!!!
    Ist das nicht ein tolles LOB?!

    Werde demnächst auch auf meinen Blog davon berichten – mit einem Link zu dir!
    Übrigens habe ich das Rezept etwas aus der Not abgewandelt … Bei uns gab es keinen Buchweizen zu kaufen – also haben wir Sesam verwendet … sehr lecker!

    Wünsche dir ein schönes Wochenende
    Jutta

  6. Roadrunner

    Mich würde interessieren, ob ich wohl anstatt Kokosöl ein Nussmus verwenden könnte? Ich hätte beispielsweise Mandelmus und Erdnussmus da! (: Hast du mit sowas Erfahrung?

    1. Katharina

      Klar! Geht genauso, aber ich würd’s auch erwärmen, damit es Flocken und Zeugs gut umhüllt. Ich nehme ganz gern einen Löffel Mandelmus in mein Coconut Granola, das funktioniert auch prima!

    2. Roadrunner

      Cool :D Da kann man bestimmt tolle Geschmäcker kreiren! Muss ich probieren… Wieviel Nussmus würdest du auf welche Menge Flocken verwenden?

    3. Katharina

      Hmhmhm… ich hab gestern abend Freestyle Coconut Granola gemacht und dabei 1 gehäuften EL Kokosöl und 1 gehäuften EL Mandelmus genommen… aber wieviel das jetzt gewogen hat? Versuch’s doch mal mit den hier angegebenen 30g, also statt Kokosöl Nussmus, und wenn das nicht so ganz flüssig werden will (mein Mandelmus ist zB ziemlich störrisch), dann gib noch ein paar EL (Nuss-)Milch hinzu.

    4. Roadrunner

      Hmh, ich habs mal probiert, wollte nur ein HaferCrunchy als Basis backen. Aber das Mandelmus hat die Flocken nicht gleichmäßig umhüllt, also ist es leider nix geworden ): meinst du, es könnte helfen dem Mus nur so viel Wasser hinzuzufügen, das es Öl-ähnliche Konsistenz bekommt? Oder würde das dem Backvorgang schaden?

  7. LandHausLeben

    ;) ich habe dich gerade über design by gutschi gefunden!
    Dein Rezept muss ich unbedingt probieren! Vielen Dank dafür!
    Alles Liebe, Carmen

  8. Anonymous

    Hallo liebe Katharina, das Müsli klingt ganz nach meinem Geschmackt :) Statt dem Buchweizen werde ich ein bisschen Leinsamen rein tun, das hab ich mir gerade gekauft. Was meinst du denn mit Öl schmelzen, Öl ist doch flüssig? Habe noch Kokosfett vom Plätzchen backen aus der Vorweihnachtszeit, meinst du das? Oder geht das auch? Liebe Grüße Michi :)

    1. Katharina

      Hallo Michi,
      Kokosöl hat einen höheren Schmelzpunkt als andere Öle und ist daher in unseren Breitengraden die meiste Zeit des Jahres fest. Erst ab ca. 24°C wird es flüssig.
      Meinst Du mit Kokosfett Palmin oder ähnliche Produkte? Das würde ich nicht verwenden. Kokosöl ist natives, kaltgepresstes Öl, Kokosfett ist heißgepresstes/gekochtes Fett. Meist besteht Palmin auch nicht aus Kokosöl sondern aus Palmöl. Per se und ernährungstechnisch ist Palmöl wohl recht gut (solange es eben kaltgepresst ist), allerdings ist die Monokultur der Palmölpflanzen ein ziemliches Umweltproblem, weshalb das für mich persönlich schon mal ausfällt. Und wie gesagt – Palmin ö.ä. ist auch nicht kaltgepresstbesteht aus raffiniertem Öl. Da würde ich mir lieber aus dem Reformhaus oder aus dem (Bio-)Supermarkt ein kleines Glas Kokosöl holen. Oder Du nimmst ein Nussöl, Haselnuss oder so etwas, das ebenfalls gut erhitzbar ist.

      Viele Grüße!

  9. Anonymous

    Vielen Danke für die schnelle Antwort. Ja dieses Palmin habe ich gemeint. Ok, ich werde mal die Augen offen halten, im Supermarkt gibts keins, aber es würde Walnussöl geben, falls ich keins finde. Da kann ich mir aber nicht vorstellen, das das Müsli fest und knusprig wird, weil das Öl bei Zimmertemperatur ja flüssig ist. Oder hast du da andere Erfahrungen gemacht?

    1. Katharina

      Doch doch – das wird! :-) Du kannst ja etwas weniger nehmen. Aber ich habe das neulich auch mit Milch gemacht, ungefähr so wie hier bei Chestnut & Sage: http://www.chestnutandsage.de/?p=3811 Die Flocken saugen die Flüssigkeit ja auf und werden dann kross und knsuprig durch das Backen. Ganz wichtig ist, dass Du es richtig gut auskühlen lässt, bevor Du es in ein Glas abfüllst.

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