Mittwoch, 9. November 2011

Griechische Kartoffelecken mit Zitrone, Knoblauch und Lorbeer – und Tsatsiki

Heute bin ich mal in einer Rettungsmission unterwegs, die nicht heißt „Füttere den Magen von mir und dem Testesser“. Alice hat nämlich zu einem Blitzevent aufgerufen und bittet um Unterstützung bei der Ideenfindung für ihre Geburtstagsparty. Da sind schon einige tolle Ideen zusammengekommen, also will ich auch mal meinen Senf dazugeben.

Seit gefühlt ewig habe ich schon nichts Griechisches mehr gekocht, zumindest nichts gepostet. Dabei ist doch gerade die griechische Küche wie geschaffen für ein Vorspeisen-kleine-Sachen-und-Dips-Büffet! Zugegebenermaßen ein knoblauchlastiges, Vampire müssen leider draußen bleiben. Aber wenn Alices Geburtstagsparty am 19.11. steigt, dann haben sie und die Gäste ja den ganzen Sonntag Zeit zum Kaugummi-Dauerkauen und Zähneputz-Marathon.
Die Kartoffelecken sind schnell und einfach gemacht, backen sich von selbst, und man kann sie in beliebiger Menge herstellen. Bei Schwiegermama gibt es dazu meist noch Hähnchen, aber zusammen mit Zickizacki Tsatsiki und ein paar Oliven brauche ich gar nicht mehr als diese zitronig-würzigen Kartoffeln.
À propos Tsatsiki. Ich weiß schon, dass der normalerweise nicht mit Quark gemacht wird. Aber zum einen dauert mir das Abtropfen des Joghurts immer viel zu lang, und andererseits habe ich die Legitimation durch meine angeheiratete griechische Bande – Schwiegermama nimmt auch Quark. 🙂

Wahre Geschichte:
Ich, während mir nach einem Happen Tsatsiki bei Schwiegers fast der Löffel aus der Hand fiel: „Whoa, ist das heftig!“
Meine Familie, einstimmig: „Das muss so – sonst wäre es ja Kräuterquark!“
Meine Geschmacksnerven, sehr kleinlaut: „Da müssen wir wohl noch üben…“

Griechische Kartoffelecken mit Zitrone, Knoblauch und Lorbeer – und Tsatsiki

Menge ist variabel, 1kg reicht zumindest als Vorspeise für eine Reihe Leute.

1 kg festkochende Kartoffeln
2 Zitronen
4 EL Olivenöl
2-3 Lorbeerblätter
Knoblauchzehen – mindestens 3, Anzahl ist aber nach oben offen
Salz, Pfeffer

für eine Schüssel Tsatsiki:
1 kg Quark (Fettgehalt ist Geschmackssache)
1/2 Gurke
mindestens 3 Knoblauchzehen
Olivenöl
Salz, weißer Pfeffer

:: Kartoffeln gründlich schrubben und dann je nach Größe in Viertel oder Achtel schneiden. In eine Auflaufform oder auf ein Backblech legen.
:: Eine Zitrone in dicke Scheiben schneiden und zu den Kartoffelspalten geben. Die andere auspressen und mit Olivenöl mischen.
:: Ungeschälte, evtl. leicht angequetschte Knoblauchzehen sowie die Lorbeerblätter zu den Kartoffeln geben, alles großzügig pfeffern und salzen und dann mit der Zitronen-Olivenöl-Mischung begießen. Gut vermischen.
:: Die Auflaufform oder das Backblech in den Ofen schieben, wenn das ein „Solo-Gericht“ ist und der Backofen nicht sowieso schon vorgeheizt ist, kommen die Kartoffeln in den ungeheizten Backofen, den ich dann auf 200°C hochheizen lasse. Insgesamt brauchen die Kartoffeln zwischen 30 und 40 Minuten, dabei hin und wieder wenden, damit alle in den Genuss der Gewürze kommen.
:: Währenddessen das Tsatsiki anrühren: Dafür zunächst den Quark glatt und cremig rühren. Die Gurke waschen, schälen und in eine Extraschüssel fein reiben – manchmal ist es nämlich eher Gurkenwasser als Gurkenraspel. Raspeln ausdrücken und zum Quark geben. Knoblauchzehen pellen und fein hacken oder mit der Reibe fein raspeln, zum Quark geben. Eine kleine Mulde eindrücken und 2-3 EL Olivenöl angießen (O-Ton Testesser: „Warum? Keine Ahnung, aber das macht man so.“ Aha.) und unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann stehen lassen, bis die Kartoffeln gar sind. Durchziehen ist wichtig, dann kann der Knoblauch erst richtig arbeiten.
:: Kartoffeln aus dem Ofen nehmen und in eine Schüssel oder das Serviergefäß der Wahl umfüllen.
:: Tsatsiki noch mal mit Salz, Pfeffer und Olivenöl abschmecken, in eine hübsche Schale füllen und mit einer Olive garniert servieren.

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Mittwoch, 9. November 2011

4 Gedanken zu „Griechische Kartoffelecken mit Zitrone, Knoblauch und Lorbeer – und Tsatsiki

  1. Anne

    Ich liebe Kartoffeln in der Art aus dem Backofen. Mache die am liebstem mit grobem Salz, Rosmarin und Knoblauch 🙂

  2. Alice

    „Whoa, ist das heftig!“ – Das find ich gut *grins* – wenn dann sollte das meiner Meinung auch schon richtig knallen, sonst ist es ja kein richtiger Tzatziki 😉 wär nur blöd wenn manche Leute keinen Knoblauch mögen… aber ich mag das sehr 🙂

    Vielen lieben Dank für Deinen Partyrettungsbeitrag und viel Glück bei der Verlosung. 🙂

    Liebe Grüße
    Alice

  3. Katharina

    @ Anne: Yeah, Kartoffeln rocken! 🙂 In egal welcher Form. Rosmarin und Meersalz steht auch ganz weit oben auf der Favoritenliste.
    @ Alice: ja, grundsätzlich hast Du recht – den Knoblauch muss man schmecken. Doch bei 10 Zehen in der Schüssel wird’s auch mir zuviel… Aber nach 3 Jahren griechische Familie kann ich langsam wirklich was ab. :-))

  4. germanabendbrot

    Kartoffeln in absolut ALLEN Varianten. I like! Und diese Variante muss ich unbedingt ausprobieren. Ehrlich gesagt: Ich finde 3 x Knobi auf 1 kg Quark gar nicht so heftig 😉

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