Freitag, 14. Januar 2011

Gute kulinarische Vorsätze für 2011

Hui, kaum 3x umgedreht, ist schon der erste Monat des neuen Jahres halb vorbei.
Ist es eigentlich schon zu spät für gute Vorsätze? Meine Vorsätze für dieses Jahr sind quasi die üblichen – drei bis vier Kilo abnehmen, mehr rausgehen, mehr Bewegung, den Haushalt besser effektiver schmeißen, die Bügelwäsche nicht immer wochenlang rumliegen lassen, so dass alles bei Bedarf gebügelt werden muss („Bügling on demand“), eMails sofort sortieren und die Mailbox nicht außer Rand und Band geraten lassen, mehr gute Bücher und weniger Schund lesen, weniger Auto und mehr Fahrrad fahren…… und dergleichen mehr. Im Prinzip weiß ich, dass ich schon im Februar die Hälfte davon wieder vergessen oder in den Wind geschlagen habe, was ich eigentlich schon wieder peinlich finde.
Deswegen freut es mich um so mehr, dass ein aktuelles Kochblog-Event sich mit guten kulinarischen Vorsätzen für das neue Jahr befasst. Auch derer habe ich eine Menge – aber zwei, die besonders herausstechen. 1. will ich 2011 wirklich viel mehr vegetarisch kochen. Und 2. die griechische Küche näher erforschen. 
Der erste Vorsatz ist den meisten wahrscheinlich nachvollziehbar, angesichts der momentanen Lebensmittel-Skandale. Ich hatte aber auch schon vor einiger Zeit einmal eine, ähm, kleinere Moralpredigt gehalten, was die Rolle von Gemüse in meiner Küche betrifft. Eigentlich klappt das soweit auch ganz gut, ist aber natürlich immer noch ausbaufähig.
Der zweite Vorsatz ist dagegen wohl schon exotischer, aber natürlich hat der auch einen Hintergrund, denn wenn sich mein Lieblingsgrieche schon bereit erklärt (und das ganz freiwillig!) mich in diesem Jahr zu ehelichen, dann ist das für mich ein gefundener Anlass, der Küche des Landes seiner Vorfahren mal ein Interesse zu widmen, das über Bauernsalat und Moussaka hinausgeht.

Für beide Vorhaben brauchte ich ein wenig Inspiration. So unendlich dankbar ich auch für die unendlichen Weiten des Internets bin, so können diese dennoch nicht ganz mit der Optik und Haptik eines Kochbuchs mithalten. Daher habe ich ein bisschen gestöbert, mich auf die Rezensionen anderer Blogger verlassen und Bücher gekauft:


Für den ersten Vorsatz habe ich mich für „Die neue vegetarische Küche“ von Maria Elia entschieden – grandiose Fotos, ungewöhnliche Kombinationen und, auf den ersten Blick, kaum Zutaten, die schwer zu erhalten sind. Das war einfach! Für den zweiten, griechischen Vorsatz stand ich schon eher vor einem Problem, denn wenngleich der große Internetbuchladen sage und schreibe 474 Treffer für die Italienische Küche angibt, sind es bei Griechenland gerade mal schlappe 73, und davon widmet sich die Hälfte der Kreta-Diät („die neue Kreta-Diät“ – „die Sensationelle Kreta-Diät“ – „für immer schlank mit der Kreta-Diät“… das hätten auch die Schlagzeilen auf den letzten paar Ausgaben der Bild der Frau gewesen sein können!). Also schnell mal auf die amerikanische Seite geklickt, und da wurde ich fündig: „How to Roast a Lamb – new greek classic cooking“ von Michael Psilakis. Allein der Titel war mir gleich sympatisch – ich musste sofort an „My Big Fat Greek Wedding“ denken und die Szene, in der das Lamm gegrillt wird. Naja, und an die Osterfeiern meiner griechischen Bald-Verwandtschaft. Das Buch ist etwas ungewöhnlich aufgemacht, da es zwar durchaus ein Kochbuch mit tollen Rezepten ist, aber auch viele Geschichten und Familienfotos beinhaltet. Ich werde mich da einfach mal durchkochen – vielleicht nicht durch das ganze Buch (das wäre dann am Ende „the Lamb/Katharina Project“), aber einiges daraus wird im Laufe des Jahres sicher auf dem Teller angerichtet werden.

Ach ja, und zur Unterhaltung habe ich gleich mal „Beim Griechen“ von Alexandros Stefanidis gekauft. Soviel zum Vorsatz „mehr gute Bücher, weniger Schund“.

Und wenn ich schon gerade die unendlichen Weiten des Internets so lobe – hat jemand von Euch einen Vorschlag für Schwarzwurzeln? Die haben mich heute im Laden so angelacht, und jetzt liegen sie hier… 

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Freitag, 14. Januar 2011