Sonntag, 21. August 2011

Guten-Morgen-Muffins mit Karotten und Haselnüssen

Eine liebe Bekannte hat neulich geheiratet. Da das Brautpaar keine Wunschliste hatte und Geld schenken einfach nicht gepasst hat, habe ich ihnen einen kleinen „Love is sweet“-Korb für ein Sonntagsfrühstück im Bett zusammengestellt, mit verschiedenen Marmeladen, einem Glas Nuss-Honig und zwei Guten-Morgen-Muffins im Glas.
Mit Kuchen im Glas experimentiere ich schon eine ganze Weile, hatte aber bislang noch nie so hundertprozentig den optimalen Rührteig oder die optimale Backzeit herausgefunden. Irgendwann bin ich dann auf den Kuchem im Glas aus Nicole Stichs zweitem Buch gekommen – und der war fast perfekt, wobei ich das „fast“ eher darauf schiebe, dass ich die Backzeit nicht ganz korrekt eingeschätzt habe. Mit dieser Erfahrung habe ich für den Frühstücks-Korb ihre „Guten-Morgen-Muffins“ aus dem ersten Buch „Delicious Days“ verwendet, und ich glaub, jetzt hab ich’s! Zum Glück hat das Rezept neben der beiden Weck-Gläser noch sechs kleine Muffins ergeben, so dass nicht nur das Brautpaar, sondern auch Testesser und ich ein süßes Frühstück hatten. In der Tat sind das die besten Karotten-Muffins ever. Ich werde das ganze auch mal als Kuchen ausprobieren, so ganz happy war ich ja bisher noch mit keinem Carrot-Cake-Rezept. Es besteht also Hoffnung!




Guten-Morgen-Muffins

aus „Delicious Days“ von Nicole Stich, wie immer mit kleinen Adaptionen 


**Dies ist kein zuckerfreies Rezept, allerdings lässt sich der Zucker gut durch Reissirup ersetzen, wobei ich die Menge um ca. 20-30% erhöhen würde, je nach Süß-Vorliebe.**

3 EL gehackte Haselnüsse
200g Möhren
1 kleiner Apfel
2 Eier
120g brauner Rohrzucker
100g neutrales Pflanzenöl (tatsächlich 100 Gramm! und nicht Milliliter)

80g gemahlene Haselnüsse
175g Mehl
2 TL Backpulver
1 Prise Zimt
1 Prise Salz

:: Backofen auf 180°C vorheizen.
:: Gehackte Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten, dann leicht abkühlen lassen.
:: Möhren schälen und fein raspeln. Apfel schälen, entkernen und grob raspeln. Beides mischen und zur Seite stellen.
:: Eier und Rohrzucker sehr schaumig schlagen, dann das Öl unterrühren.
:: Möhren- und Apfelraspeln mitsamt dem ausgetretenen Saft unter die Ei-Zucker-Öl-Mischung rühren, dann die gemahlenen Haselnüsse sowie 2 EL gehackte Haselnüsse unterrühren. Zum Schluss Mehl, Backpulver, Zimt und Salz zugeben und nur solange rühren, bis alles gut vermischt ist und keine Mehlnester mehr vorhanden sind.
:: Teig gleichmäßig auf 12 Muffinformen verteilen und mit dem verbleibenden EL Haselnüsse betreuen. Etwa 25 bis 30 Minuten backen und abkühlen lassen.
Tipps für die Bäckerei im Glas:
:: Saubere Gläser gut einfetten und ausmehlen, damit die Kuchen hinterher auch stürzbar sind. Allerdings fette und mehle ich meist nur bis ca. 2/3 der Glashöhe, da sonst der Rand des Glases schmierig wird.
:: Den Teig nur bis zur Hälfte einfüllen, nicht höher, ansonsten steigt der Teig gern mal über den Rand hinaus und das Glas kann nicht verschlossen werden.
:: Damit der Teig gleichmäßig aufgeht und in der Mitte nicht das typische Dach bildet, eignet sich die Isoliermethode, die ihr zum Beispiel hier bei der Tortentante seht. Ich habe dafür ein altes Handtuch „geopfert“ und in unterschiedlich lange Streifen geschnitten, so dass ich welche habe, die für alle möglichen Tortenformen passen. Die werden dann nass gemacht, um die Tortenform (oder eben Gläser) gewickelt und mit einer Mauly-Klammer zusammengehalten.
:: Die Gläser aus dem Backofen nehmen und sofort sauberen, sterilisierten Deckeln verschließen. Bei Schraubdeckeln bildet sich beim Abkühlen ein Vakuum, der Deckel biegt sich mit einem „Knack“ nach unten. Bei den hier von mir verwendeten Weck-Gläsern saugt sich der Deckel an den Gummi-Ring und dieser an das Glas. Mit Klammern verschließen und abkühlen lassen.
:: Haltbarkeit: laut Nicole Stich ca. 4 Wochen – konnte ich allerdings noch nie ausprobieren, die Kuchen sind selten länger als 1 Woche geworden… 🙂

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Sonntag, 21. August 2011

6 Gedanken zu „Guten-Morgen-Muffins mit Karotten und Haselnüssen

  1. Katharina

    Oha – bei Johannisbeermuffins mit weeeeeiiiiisser Schoki würde ich auch nicht nein sagen. 🙂
    Dir auch einen schönen Sonntag, Sandra!

  2. Kirsten

    Mmmh… zum Glück hab ich hier selbst noch ein paar Karottenmuffins, die ich gestern gebacken hab, sonst wär ich ja jetzt neidisch 🙂 Meine sind nach nem anderen Rezept, waren aber auch sehr lecker – ohne Apfel im Teig, dafür aber zusätzlich zum Zimt noch mit gemahlenem Kardamom… Liebe Grüße!

  3. Katharina

    Ich will demnächst mal den Hummingbird Cake ausprobieren, der enthält anstelle von Karotten und Haselnüssen Ananas und Pecannüsse… Ist garantiert auch super-saftig und wird bei Erfolg gepostet! 🙂

  4. Mar Lies

    Hab dein Rezept in einen Kuchen umgewandelt, der reißenden Absatz gefunden hat! Wirklich lecker 🙂 Schön saftig und trotzdem knusprig!
    Daumen hoch 🙂

  5. Mar Lies

    Ach ja, die Backzeit musste ich natürlich ungefähr verdoppeln! Nur als Anmerkung, falls sonst jemand vorhat, die tollen Muffins als Kuchen zu machen 🙂

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