Montag, 7. Januar 2013

Happy (Sugarfree) New Year!

Ein wunderschönes neues Jahr, Ihr Lieben! Ich vertraue jetzt mal darauf, dass Weihnachten gut zu Euch war, dass Ihr entspannte Tage genießen konntet und dass Euer Start in das Jahr 2013 ein ganz großartiger war.
Mich selbst hat es an Weihnachten ein bisschen ausgeknockt, peng bumm! war die Nase zu, der Hals dick, die Stimme brüchig und der Kopf ein dissonantes Geklingel. Dank Decke, Fürsorge von Mann und Mama und einer ordentlichen Portion Selbstmitleid war ich aber pünktlich zu Silvester wieder auf den Beinen, um das Feuerwerk über der Ostsee sehen zu können. Schööööön!
Auch digital habe ich mir eine kleine Auszeit genommen, habe nur sehr, sehr wenig Zeit online verbracht, den Blog ruhen lassen. Dementsprechend fällt es mir gerade etwas schwer, wieder in die Gänge zu kommen, das Hirn und die Finger wollen noch nicht so geschmeidig Sätze bauen und die Ideen fließen noch etwas langsamer.
Zuckerfrei, Leben ohne Zucker, I quit sugar, Zuckerfreie Rezepte
Mein letzter Post von 2012 kündigte das große Thema für 2013 schon an: Zuckerfrei, noch mal von vorn. Aus einer Laune heraus startete ich im April 2012 eine zuckerfreie Phase, und aus der Laune wurde recht schnell ein Lebensstil, der mir sehr gut passte und den ich gern weiterverfolgen wollte. Einer, der aber auch ein wenig Disziplin verlangte. Sarah Wilson, Autorin von “I Quit Sugar”, hat die Umstellung auf Zuckerfrei mit einem Muskel verglichen, der immer wieder trainiert werden will. Im Sport muss man eigentlich verinnerlichte Bewegungsabläufe auch immer wieder bewusst trainieren, sonst schleicht sich schnell eine gewisse Schlamperei ein. Das Gleiche ist mir passiert, nur eben in der Ernährung. Der zuckerfreie Sommer verlief großartig, der Herbst ließ sich gut an, aber irgendwann, als ich dachte, jetzt hätte ich’s verinnerlicht, hab ich es schleifen lassen, erst ein bisschen, dann ziemlich viel. Die Weihnachtszeit mit Glühwein, Keksen und all ihren Leckereien war auch nicht sonderlich hilfreich, mein Gedankengang war in etwa so: “Der eine Keks wird mich nicht umbringen.” – “Der zweite auch nicht.” – “Naja, jetzt ist es auch schon egal, also her mit dem Dessert.” Dabei geht es gar nicht darum, dass ich mir Genuss versage, sondern darum, dass ich das gute Gefühl in Bauch und Kopf, das mir die zuckerfreie Ernährung gab, ziemlich unterwandert habe. Dieses gute Gefühl möchte ich zurück haben! Ich möchte die Energie zurück, genauso wie die ziemliche Gleichgültigkeit Süßem gegenüber, und genauso möchte ich, dass meine Haut mich wieder liebhat. Deswegen starte ich hier und heute die Neuauflage vom Projekt Zuckerfrei. Wer mitmachen möchte, ist ganz herzlich willkommen in der No-Sugar-Gang!
Ich habe mit dem Programm von Sarah Wilsons Buch “I Quit Sugar” sehr gute Erfahrungen gemacht und möchte mich auch dieses Mal daran halten. Das “Kern-Projekt” dauert dabei etwa acht Wochen, allerdings ist es auch eine individuelle Sache. Einigen reichen vielleicht sechs Wochen, andere brauchen zehn oder mehr und manche sagen sich, dass sie auf dem Stand von Woche sechs oder sieben einfach weitermachen wollen. Alles legitim. Legitim ist natürlich auch, wieder aufzuhören, wenn man merkt, dass das Ganze nichts für einen ist. Zum Ausprobieren sind die ersten zwei Wochen genau richtig. 
 Zuckerfrei, Leben ohne Zucker, I quit sugar, Zuckerfreie Rezepte
Ganz grob teilt sich das Programm in diese Schritte:
  • Woche 1 – Start cutting back! Langsam, aber sicher verweisen wir Zucker des Hauses. Diese Woche war für mich wichtig, zu entdecken, wo und zu welchen Gelegenheiten ich Zucker gegessen habe – und das war erschreckenderweise viel mehr als erwartet!
  • Woche 2 – Fett ist Dein Freund. Oder: Durch welche Alternativen kann Zucker ersetzt werden? Das heißt nicht, dass man statt Schokolade lieber Speckstreifen pur essen soll (örgs!), aber Avocado und Nüsse klingen doch nicht schlecht, oder? 
  • Woche 3 – Tschüss, Zucker! Du und Deine Kumpels, Ihr habt ab sofort Hausverbot und eine 100-Meter-Bannmeile. Nach den ersten beiden Wochen sollte das aber nicht mehr so schwer fallen.
  • Woche 4 – Stark bleiben. Und ein paar Argumente, warum man das Ganze hier eigentlich macht. 
  • Woche 5 – Detox & Fight the Cravings. Entzugserscheinungen sollen jetzt am Schlimmsten sein. Bei mir sind sie allerdings ausgeblieben, deswegen war Woche 5 kein Drama.
  • Woche 6 – Etwas locker lassen. Ein wenig Süße darf zurück ins Leben, wenn man mag – dafür gibt’s köstliche, kreative Rezepte!
  • Woche 7 – Ups, zu locker gelassen und “rückfallig geworden”? Macht nichts, einfach wieder aufrappeln. Manchmal sind Rückfälle auch gut. 
  • Woche 8 – Yippieh! We made it! Das große Finale – und wie es jetzt weitergehen soll.
Zur Einstimmung könnt Ihr gern noch einmal meine Posts aus dem Frühjahr lesen:
Ich hab Zuckerfrei! Mit dem Gastpost von Nicole vom tollen Blog live life deeply-now!
Zuckerfrei – wie man überhaupt auf die Idee kommt. Ein Interview mit mir selbst & die ersten Wochen ohne.
5 Süße Sachen, mit denen sich der Jieper gut in den Griff kriegen lässt. Auf Englisch.
Und nun noch das Wort zum Sonntag: Niemand soll sich gezwungen fühlen, niemand soll missioniert werden. Ich habe in der ziemlich zuckerlosen Ernährung eine für mich persönlich (für mich! ganz persönlich!) recht passende Art und Weise finden können. Andere mögen Atkins, wieder andere mögen lieber Low-Fat und noch ganz andere mögen am liebsten Kuchen. Jedem Tierchen sein Plaisierchen, zitierte meine Großmutter gern Edwin Bormann. Und wenn ich den Kuchen nicht essen mag, bleibt für andere mehr übrig. Um so mehr freut es mich dann natürlich, wenn Ihr trotzdem vorbei schaut, denn nach wie vor ist das ja ein Foodblog, und in dem geht es vor allem um eins: Um Essen!
Happy Sugarfree New Year!

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Montag, 7. Januar 2013

15 Gedanken zu „Happy (Sugarfree) New Year!

  1. Sandy

    Schön, wieder bei dir zu sein! Ich war ebenfalls in der Pause und brauche wohl auch noch etwas mit der neuerlichen Regelmäßigkeit. Ich bin weiter gespannt auf deine Erfahrungen rund um “zuckerfrei” – der gänzliche Verzicht fällt mir schwer und kann gerade nicht mein Thema sein, da gibt es andere – aber von dir lasse ich mich gern nach und nach verführen ;-)
    Alles Liebe für das kommende Jahr und ganz viele “unbedingt- lesen- wollen-Katharina-Posts”!!!
    Liebe Grüße,
    Sandy

  2. nike

    Ein gesundes, glückliches & zuckerfreies 2013, liebe Katharina!
    Meinen Muskel würde ich auch gerne trainieren, zu schnell schleichen sich wieder die alten Gewohnheiten ein … Am Neujahrsmorgen gab es noch Brötchen mit Rübenkraut und das war´s bis jetzt! Die Tüte mit den gebrannten Mandeln meiner Kollegin liegt in Reichweite, aber sie interessiert mich überhaupt nicht! Yay, allerdings möchte ich auch, daß das so bleibt. also, ich wär dabei!
    Liebe Grüße

  3. Miss Jenny

    Hi und welcome back Katharina!

    Ich habe dich schon vermisst!

    Mir ging/gehr es genau so wie dir: Zucker an sich meiden stellte gaaaar kein Problem dar – bis die Weihnachtsbäckerei anfing. Da stand ich genau vor dem Problem: die Süße von Zucker lässt sich gut ersetzen, die “Masse/Konsistenz” jedoch nicht. Oder kann man steif geschlagenes Eiweiß auch mit Honig süßen???

    Ich schließe mich dem Zuckerfrei-Projekt an, aber mit der Abwandlung, dass ich lediglich auf Haushaltszucker komplett verzichten möchte. Wenn ich koche, darf ruhig etwas Honig dran, da es mir eher um Natur vs. Industrie geht!

    Den fast letzten Zucker habe ich am Wochenende in einem Schokoladenkuchen mit Kokos- und Mandelraspeln verbacken (http://genuss-und-versuchung.blogspot.de/2013/01/glucksrezept-schokoladenkuchen-mit.html), da hätte man aber auch problemlos eine andere Süße nehmen können!

    Liebe Grüße, Miss Jenny

  4. Kerstin Lungmuss - Rizi -

    Dein Vorschlag “zuckerfrei” klingt verlockend. Die Weihnachtszeit mit ihren Süßigkeiten, Keksen, Pfefferkuchen waren wirklich einfach zu viel. Ich weiß nicht recht, ob ich ganz und gar auf Zucker verzichten kann. Ich bin zwar keine “Süßgusche” aber ganz ohne ???
    Ich werde es trotzdem versuchen.
    Einen lieben “zuckerfreien” Gruß Kerstin

  5. Cookies N' Style

    Das klingt wirklich nachahmenswert, aber ich wüsste jetzt nicht wirklich, was ich stattdessen nehmen soll. Naja ich werde mich mal ein Bisschen darüber informieren, vielleicht wirds bei mir ja auch noch was :-)

  6. leckerbox

    Hallo Katharina,

    schön das du wieder da und wieder fit bist. Mich hat es kurz nach Weihnachten mit einer Magen-Darm Attacke ausgeknockt, fürchterlich.
    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit deinem Vorhaben.
    Ich bin über deine Rezepte “ohne” Zucker immer ganz dankbar. Denn meine Schwester und mein Vater müssen aus gesundheitlichen Gründen seit einigen Monaten auf Zucker, Weizen bzw. Gluten und Kuhmilch komplett verzichten. Das gefällt denen natürlich gar nicht, denn Süßigkeiten essen sie beide ganz gerne. So experimentiere ich schon seit einigen Monaten mit Rezepten ohne Zucker, Gluten bzw. Weizen und Kuhmilch rum. Bei meiner Schwester ist das nicht so schwer, sie muss nur auf Weizen verzichten, Dinkelmehl ist also eine gute Alternative. Bei meinem Vater wird das aber schon schwerer, keine Gluten! Also eine Mischung aus Reismehl, Maismehl und Buchweizenmehl…und das wird leider manchmal sehr bröckelig und trocken.

    Ob ich es selber schaffe komplett auf Zucker zu verzichten weiss ich noch nicht, mal sehen ob ich mitmache. Es hat bei mir aber nichts mit dem Zucker zu tun, sondern eher mit der Zeit. Ist halt doch etwas aufwändiger…und ob ich da im Moment die Kraft und Zeit zu habe, das muss ich mir noch überlegen. Mal sehen…

    Liebe Grüße
    Simone

  7. Katharina

    Wow, also das finde ich toll. Ich wünsche dir gleich zu Beginn ganz viel Durchhaltevermögen. Ich weiß, dass das nicht leicht ist. In der Fastenzeit verzichte ich auf Schokolade. Am Anfang ist es äußert schwer, aber dann geht es.

    Für mich würde ein genereller Zuckerkonsum nicht passen, aber reduzieren durchaus. Ich könnte ja mal damit anfangen, mehr zuckerfreie Rezepte zu Posten oder so.

    Verzichtest du auch auf Obst? Verwendest du dann Stevia oder so?

    Toi, toi, toi.
    Ebenfalls Katharina

    1. Katharina

      Hallo Katharina! :)
      Das mit der Fastenzeit kenne ich, ich habe dann keine Schokolade gegessen und keinen Alkohol getrunken. Wir haben also mehr gemeinsam als nur den Vornamen, hihi.
      Ich esse sehr wenig Obst, vielleicht 1 oder maximal 2 Stücke am Tag. Vitamine und Mineralien bekomme ich auch von Gemüse! Schwierig ist ja auch, dass das Obst heute viel süßer ist als früher, da die Obstsorten auf Süße gezüchtet werden. Das fällt mir immer auf, wenn ich einen Apfel vom Baum aus dem Garten meiner Eltern esse (uralte Apfelbäume) und mit einem gekauften Apfel aus dem Supermarkt vergleiche.
      Stevia mag ich persönlich überhaupt nicht, da ich den Nachgeschmack ziemlich unangenehm finde, aber das ist reine GEschmacksfrage. Ansonsten glaube ich, ist Stevia OK. Wenn ich süßen muss oder will, nehme ich entweder Reissirup oder ein wenig pure Glucose – also Traubenzucker/Dextrose.
      Liebe Grüße
      Katharina

  8. Anonymous

    Großartiger Vorsatz für das neue Jahr. Ich versuche auch auf Zucker vollständig seit Monaten zu verzichten. Das fällt mir besonders schwer, weil ich sehr, sehr, sehr, sehr gerne backe :) Mittlerweile klappt das aber immer besser. Meine Rezepte und Experimente blogge ich jetzt, weil ich glaube, dass viele Probleme bei der Dosierung, etc., haben – so wie ich es Anfangs auch hatte. Wenn du Lust hast, kannst du ja mal bei mir vorbeischauen: sunnycupcake.de
    Was mich wirklich ärgert, ist der versteckte Zucker. Für ein zuckerfreies Leben muss man häufig genauer hinsehen und ganz besonders kritisch sein.

    Dir jedenfalls alles Gute bei deinem Experiment und vielleicht lesen wir uns nochmal!

    Gruß
    Sunny

  9. Theresa Neubauer

    Habe deine Aktion gerade erst richtig gesehen und finde sie sehr toll. Ich werde versuchen, mich mal mit dranzuhängen, das ist leider nur immer so schwer, wenn man ständig außer Haus ist und isst :) . Eine Frage: Latte Macchiato ohne Zucker ist erlaubt, oder?
    Ganz liebe Grüße, Deine Thea // sisterMAG

  10. Theresa Neubauer

    Habe deine Aktion gerade erst richtig gesehen und finde sie sehr toll. Ich werde versuchen, mich mal mit dranzuhängen, das ist leider nur immer so schwer, wenn man ständig außer Haus ist und isst :) . Eine Frage: Latte Macchiato ohne Zucker ist erlaubt, oder?
    Ganz liebe Grüße, Deine Thea // sisterMAG

    1. Katharina

      Hey Thea, liebste Sistaaa!
      Klar ist Latte Macchiato erlaubt! Ich muss sogar sagen, dass mich ein Latte Macchiato (ohne Sirup, ohne Zucker) mich oft über den Nachmittag bringt, da Milch schön sättigt. Außerdem ist Laktose, also Milchzucker, leicht süßlich, was mir mittlerweile völlig ausreicht.
      Liebe Grüße
      Katharina

  11. lunadepana

    Liebe Katharina,
    ich finde das Projekt Zuckerfrei sehr spannend und habe da eine Frage (und ich hoffe, ich habe da nichts auf Deinem Blog übersehen und du hast shcon wsa dazu geschrieben…):
    Wie wäre es denn mal mit einem Post über zuckerfreie Konfitüre? Das muss doch zu schaffen sein, die leckeren Fruchtaromen etwas gesünder für das Frühstück zu konservieren…

    Liebe Grüße und mach bitte weiter so!

    Daniela

    PS: Die zu Weihnachten verschenkten Pancakes sind super angekommen!

    1. Katharina

      Oh, das freut mich aber, dass die Pancakes so prima angekommen sind!
      Tatsächlich habe ich wirklich schon mal zuckerfreie Konfitüren gebloggt, schau mal hier: Brombeer-Pfirsich-Konfitüre: http://www.katharinakocht.com/2012/08/pfirsich-brombeer-konfiture-mit.html
      und hier noch was herzhaftes: Rote-Bete-Konfitüre. http://www.katharinakocht.com/2012/11/wunsch-dir-was-von-regine-stroner-und.html

      Grundsätzlich geht es recht gut, Marmelade mit reinem Apfelpektin zu kochen und (falls nötig) mit bspw. Reissirup zu süßen. Die Konsistenz ist ein bisschen anders als bei Konfitüre, die mit Gelierzucker angerührt wurde. Aber machbar ist es! :-)
      Diese Pflaumen-Rotwein-Konfitüre von hier habe ich 2012 auch mit Reissirup und Apfelpektin angerührt – ging prima! http://www.katharinakocht.com/2011/10/pflaumen-rotwein-konfiture.html
      Gut ist vor allem auch, dass man dann die Menge des Apfelpektins einfach an die vorhandene Menge an Obst anpassen kann – anders, als wenn man die Menge an Obst an den Gelierzucker anpassen muss!

      Liebe Grüße!

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