Montag, 10. November 2014

Hummus aus grünen Erbsen, und: Vom (richtigen) Einfrieren und Auftauen

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Neulich las ich mich fest. Das ist per se ja nichts ungewöhnliches, ein spannendes Buch schafft das oft. Ungewöhnlich ist dabei jedoch, dass ich mich in einer Broschüre festlas, in der es um Tiefkühlkost ging. Tiefkühlkost. Davon erwartet man im ersten Moment ja keinen Spannungsbogen, der Dan Brown erblassen ließe. Dabei war es höchst interessant! Denn ich gebe es unumwunden zu: Beim Einfrieren und im Umgang mit Tiefgefrorenem bin ich bislang eine ziemliche Niete. Ich bin von der Sorte, die sich schon stolz auf die Schulter klopft, wenn ein Aufkleber mit Inhalt und Einfrierdatum die Box ziert. Und trotzdem stehe ich viel zu oft vor der Kalten Else, halte eine Tupperbox in der Hand und frage mich, was zum Geier da wohl drin sein mag. Pizzasauce? Oder doch Beerenpüree?
Das muss sich ändern. Ich bin jetzt Muddi, da muss ich sowas doch im Griff haben! ;-) Deswegen kam der nette Kontakt zum Deutschen Tiefkühlinstitut sehr passend, denn erstens muss die Kalte Else dringend abgetaut werden und zweitens soll sie dann nach dem Motto “unser TK-Schrank soll schöner werden” effektiver befüllt werden. So. Wissta Bescheid.

Erbsen_Hummus

Aber wie geht das denn nun mit dem richtigen Einfrieren?
Zunächst mal sollte nur einwandfreie, frische Ware eingefroren werden. Bereits angejahrtes Hack wird nicht besser durch einfrieren, auch wenn es noch so verlockend ist.
Bei gekaufter TK-Ware sollte man unbedingt darauf achten, dass die Kühlkette nicht allzu lange unterbrochen wird. Sprich: Immer als letztes in den Wagen legen und dann schnell ab nach Hause damit! Übrigens: der bekannte “Schütteltest” (wenn es raschelt, ist angeblich alles in Ordnung) ist ein Märchen. Eiskristalle bilden sich auch bei Minusgraden, das sagt also nichts darüber aus, ob das Produkt womöglich schon einmal angetaut war. Das Schütteln kann im Gegenteil eher dem Produkt schaden.
Geeignete Verpackungen und Verpackungsgrößen wählen! Das leuchtet zwar ein, aber befolgt habe ich es deswegen noch lange nicht. Aber so ist auch klar, warum trotz superabdichtender, tropfdichter Plastikbox eine Reifschicht entsteht: Wasser verdunstet auch bei Minusgraden und legt sich in der Box als Schicht auf dem Lebensmittel ab. Bei undichten oder zu großen Verpackungen bildet sich durch die Verdunstung der sogenannte Gefrierbrand: Die Nahrungsmittel trocknen aus und bleiben auch nach dem Auftauen trocken und zäh. Daher: ausreichend kleine Schüsseln und Container wählen, und beim Verwenden von Plastiktüten möglichst viel Luft herausstreichen, anschließend gut verschließen.
Beschriften: Ein No-Brainer, eigentlich. Was, wieviel, wann eingefroren. Und das alles mit wasserfestem Stift.
Schnell einfrieren: Bei relativ geringen Minusgraden geht der Gefriervorgang langsam vonstatten, dabei bilden sich eher wenige, aber große Eiskristalle, die die Zellen des Lebensmittels zerstören. Beim Auftauen läuft dann alles aus. Je schneller das Lebensmittel tiefgefriert, desto kleinere Eiskristalle bilden sich, desto besser für die Qualität. Ergo: Schnell bei viel Kälte und tiefen Temperaturen einfrieren.

Und das Auftauen? Schnell in warmes Wasser getaucht? (Öhm, ja. Ich bekenne mich schuldig.) Auch wenn wir das sicher alle mal machen, wenn es schnell gehen muss, ist das natürlich keine ideale Variante. Besser: Produkte, die nicht tiefgefroren verwendet werden können, langsam im Kühlschrank auftauen lassen. Die Auftauflüssigkeit von bspw. Fisch oder Geflügel nie (nie!) verwenden – Salmonellengefahr!
Übrigens können Reste von Gerichten, die aus tiefgekühlten Produkten hergestellt wurden, ohne weiteres wieder eingefroren werden.

Ihr wollt noch mehr zum Tiefkühlen wissen? Dann seht Euch gern auf der Seite des Deutschen Tiefkühlinstituts um, dort gibt es Tipps und Tricks en masse.

Erbsen-Hummus

Noch ein Fun fact: Mit “Tiefkühlkost” verbindet man so allgemein ja vor allem Tiefkühlpizza. Dabei wird in Deutschland 70% mehr tiefgefrorenes Gemüse gekauft als Pizza. Der Untergang des kulinarischen Abendlandes steht wohl doch nicht unmittelbar bevor.

Und was hat die geneigte Bloggerin IMMER im Tiefkühlschrank? Also, außer der Notfall-Pizza für den Gatten? Genau, Erbsen. Erbsen gehen immer. Als schnelle Gemüsebeilage. Zur Pasta. Als Suppe. In der Frittata. Als Kühlpack für’s Knie. Oder als Ratz-Fatz-Dip, wenn sonst außer Crackern und einer einsamen Zitrone mal wieder nichts im Haus ist. Bei dieser Hummus-Version ersetzen die grünen Tiefkühl- die Kichererbsen, dadurch wird der Aufstrich etwas frischer und spritziger. Aber nicht minder köstlich – und die Farbe! Die FARBE! Die macht glatt Frühlingslaune an einem verregneten Herbsttag.

 **Dieser Post entstand mit freundlicher Unterstützung des
Deutschen Tiefkühlinstituts.**

 Erbsen_Hummus

Hummus aus grünen (Tiefkühl-)Erbsen

150g (tiefgekühlte) Erbsen
1 Knoblauchzehe
3 TL (ca. 40g) Tahini (Sesampaste, in der Asia-/Orient-Abteilung des Supermarkts)
3 TL Zitronensaft
1 TL Kreuzkümmel
1 EL Olivenöl
Salz

:: Die Erbsen in kochendem Wasser ein bis zwei Minuten garen, bis sie aufgetaut und weich sind. Abgießen und in ein Püriergefäß oder die Küchenmaschine geben.

:: Knoblauchzehe pellen und hacken, zu den Erbsen geben.

:: Tahini, Zitronensaft und die Kreuzkümmel ebenfalls in das Gefäß geben und das Ganze zu einer sämigen Masse pürieren oder mixen. Das Olivenöl ganz zum Schluss unterrühren. Mit Salz und ggf. mehr Kreuzkümmel abschmecken und am besten gleich servieren.

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Montag, 10. November 2014

6 Gedanken zu „Hummus aus grünen Erbsen, und: Vom (richtigen) Einfrieren und Auftauen

  1. Franzi

    aaaaah wie grandios – ich liebe liebe liebe Erbsen – und Hummus!!! Geniale Idee – wird diiirekt ausprobiert!!
    Liebsten Gruss

  2. Chris

    Super Beitrag, hat echt Spaß gemacht zu lesen und vorallem das Rezept macht Lust auf mehr.
    Eine Frage bleibt für mich. Bläht das Humus eigentlich arg(Knoblauch,Erbsen) oder wird die Wirkung durch den Kreuzkümmel abgemildert. Das ist kein Jux diese Frage. Ich bin Stomaträger und da ist so eine Frage recht relevant damit einem der Beutel nicht um die Ohren fliegt.
    Ist jetzt vom Thema wahrscheinlich etwas befremdlich, aber es interessiert mich einfach.

    Ganz lieben Gruß und viel Spaß mit dem Nachwuchs
    Chris

    1. Katharina 1

      Pooaaaaah…. gute Frage, Chris! Und ehrlich: Ich habe keine Ahnung!!! Ich selbst habe ja (mit Verlaub) einen Schweinemagen und habe wenig Probleme, der Kurze freundlicherweise auch, der hat nicht unbeträchtlich davon gegessen. Und wenn Du es mal mit einer kleinen Menge versuchst? Oder auch schon schwierig. Tut mir echt Leid, dass ich Dir das nicht sagen kann!

      Liebe Grüße!

    1. Katharina 1

      Ja, frag mich mal… zentimeterdicke Eisschicht auf den Wänden des Tiefkühlers und trotzdem fröhlich weiter eingefroren… Oder Sachen erst eine Stunde nach dem Einkauf wieder in den Tiefkühler gelegt. Nun ja. (Aber die meisten Supermärkte haben ihre TK-Abteilung aber auch ungünstig gelegt! Wir sind also nur teilschuld! ;-) )

  3. lisa

    Haha. Eigentlich hat mich nur das Erbsen Hummus interessiert, aber dann hab ich mich, wie du es schon gesagt hast sich festgelesen :) Ich hab morgen frei und weiß auf jedenfall was ich erledigen werde. Tiefkühler abtauen, Etiketten kaufen und Stift kaufen und einen Tiefkühl- “Neuanfang ” starten :D Es wäre schon mal schön zu wissen ob ich da nun Rinderhack, oder gemischtes oder Lammhack im Schrank habe.. Danke für den ungewöhnlichen Beitrag! Ach ja, und das Hummus wird auch ausprobiert.
    Viele Grüße und weiter so!
    Lisa

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